Ist die Bundeswehr bereit für das Schlachtfeld der Zukunft? Mit Marc Wietfeld.

Shownotes

Arx Robotics ist von drei ehemaligen Bundeswehr-Offizieren gegründet worden – und gehört heute zu den erfolgreichsten Defense-Startups. Marc Wietfeld, CEO und Mitgründer, erklärt, wie Arx Robotics heute die „weltgrößte vernetzte militärische Robotikflotte" im Einsatz hat: Mehrere hundert Bodendrohnen vom Typ „Gereon" kämpfen täglich auf Seiten der ukrainischen Armee. [11:34] Friedrich Merz ist zu Gast in der SPD-Fraktion gewesen – ein Wohlfühltermin. Konflikte sind hinter den verschlossenen Türen nicht ausgetragen worden. Es ging ganz offensichtlich darum, die Stimmung zu verbessern. Denn in den kommenden Wochen müssen Union und SPD beweisen, dass sie große Reformprojekte gemeinsam auf den Weg bringen können. [06:05] Das Infrastruktur-Zukunftsgesetz kommt doch in die zweite und dritte Lesung im Bundestag. SPD-Umweltpolitiker hatten es wochenlang blockiert – nun zeigen sie sich bereit, dem Gesetz zuzustimmen. Für große Infrastrukturprojekte soll „ein überragendes öffentliches Interesse" gelten. Damit sollen Klagemöglichkeiten von NGOs und Verbänden eingeschränkt werden. Mit anderen Worten: Projekte sollen deutlich beschleunigt werden. [01:39] Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen Impressum: https://table.media/impressum Datenschutz: https://table.media/datenschutzerklaerung

Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:10: Um Deutschland wieder fit für die Zukunft zu machen, hatte die Regierung nicht nur fünfhundert Milliarden Euro Sondervermögen auf den Weg gebracht sondern eigentlich auch das Infrastruktur-Zukunftsgesetz beschlossen.

00:00:22: Damit sollten Bauprojekte schneller, pragmatischer und unbürokratischer umgesetzt werden.

00:00:26: aber das Gesetz hängt immer noch im Bundestag fest.

00:00:29: Warum schwarz und rot hier nicht vorankommen?

00:00:31: Das besprechen wir gleich!

00:00:34: Der Kanzler zu Besuch bei der SPD-Fraktion um Armungsstrategie könnte man es nennen.

00:00:39: Eigentlich war das als teambildende Mastermind schon vor der Sommerpause gedacht, doch jetzt ist März wirklich da gewesen und die SPD- Faktion Sieben Murkzi zwingt sich zu ihren Kanzlern.

00:00:49: was dahinter den Kulissen los war besprechen wir mit unserer SPD-Expertin im Berlin-Tagel Laura

00:00:54: Bluck.

00:00:54: Drei ehemalige Offiziere waren mit dem Zustand des Bundeswehrmaterials so unzufrieden, dass sie ein Unternehmen gegründet haben um dieses Problem zu lösen.

00:01:03: Das ist die Gründungsgeschichte von

00:01:05: ARKS Robotics.

00:01:06: Mittlerweile ist es der Start-up, das sich auf KI Anwendung und unbemannte Fahrzeuge spezialisiert hat zu einem der gefragtesten Defenseunternehmen geworden.

00:01:13: mit unserer Kollege vom Security Table Robert Wallenhauer spricht mit Marc Wiedfeldt, einem der Gründer und CEO von ARX Robotics über die wachsende Bedeutung von Bodendrohnen.

00:01:23: Aus Spaß wird ernst!

00:01:24: Ein Aprilscherz von IKEA kam bei den Menschen so gut an, dass es diesen Aprilschers jetzt tatsächlich geben muss.

00:01:31: Was dahinter steckt verraten wir am Schluss dieses Podcasts mit.

00:01:51: Schaffen geht nicht nur mit Geld, mit viel Geld, fünfhundert Milliarden Euro Sondervermögen.

00:01:57: Sondern es geht ja vor allem um die Frage wie wird dieses Geld eigentlich ausgegeben?

00:02:01: Wofür wird das eingesetzt?

00:02:02: Ist das sinnvoll?

00:02:04: Nur weil viel Geld auf dem Markt ist heißt es eben noch nicht dass was Gutes dabei rauskommt.

00:02:08: und deswegen ist dieses Gesetz so wichtig von der Idee her und es sollte auch endlich mal kommen.

00:02:12: oder

00:02:12: Ja und es hängt fest bei den SPD Umweltpolitikern im Bundestag sie wollen offenbar so wie es vorgelegt wurde von der Bundesregion nicht beschließen.

00:02:20: Dabei geht es eigentlich um etwas wirklich Zentrales, nämlich dass Infrastrukturprojekte nicht nur welles und flüssig Gas Terminals an den Nord- oder Ostseeküste geht sondern generell für relevante Brücken, Straßen, Bauten, Bahnanlagen ein überragendes öffentliches Interesse definiert wird sodass eben nicht zahlreiche NGOs Verbände Rechtswege einleiten können Instanzen anrufen können die das Ding nur so verlängern, wie es irgendwie geht.

00:02:46: Eine Brücke in China dauert ein halbes Jahr oder vielleicht ein Jahr bei uns sieben oder acht Jahre.

00:02:51: das muss sich ändern wenn dieses Land vorankommen will.

00:02:54: Diese Idee hat schon Robert Habeck, du hast es gesagt, LNG Terminals aufgebracht.

00:02:58: Dass man dieses überragende öffentliche Interesse für bestimmte damals gegen die Energieversorgung bestimmte Infrastrukturprojekte bejaht.

00:03:05: Das soll jetzt so kann man sagen ausgerollt werden insgesamt auf große Infrastruktur vorhaben, die in der Tat in Deutschland sehr lange brauchen weil im Baurecht diese Abwägung vorgenommen wird Und natürlich die Belange des Naturschutzes und so weiter sehr hoch anerkannt werden.

00:03:21: Das ist per se auch nicht schlecht, aber durch das ausgeprägte Klagewesen und die Möglichkeiten hindert es eben sehr oft, dass vorankommen solcher Projekte.

00:03:31: Der berühmte Borkenkäfer oder der Frosch, der von links nach rechts wandern muss und von Natur- und Umweltschutzverbänden natürlich auch vielleicht ja auch zu Recht instrumentalisiert wurde um Projekten aufzuhalten – das ist jetzt eben nicht mehr möglich!

00:03:43: Die Umweltpolitiker haben sich jetzt am Ende An diesem Dienstag gab es noch mal ein Gespräch zwischen den Fachpolitikern bereit erklärt, das Ding durchzuwinken.

00:03:53: Es kommt jetzt in die zweite und dritte Lesung.

00:03:55: auch Carsten Schneider der Umweltminister zeigt sich pragmatischer als manch einem Umweltpolitikerin seiner Fraktion Lieb ist Tiere pflanzen Boden Wasser und Klima.

00:04:03: Sie müssen im Zweifel auch Mal für ein großes Projekt weichen

00:04:07: Und es ist natürlich schon für die Umweltschützer bitter, dass auch die Umweltverträglichkeitsprüfung also die Auswirkungen auf Tiere pflanzen wurden Wasser und Klima entfallen muss für bestimmte Projekte.

00:04:21: Also das einfach nicht mehr Belange von großer Relevanz sein können.

00:04:25: Das ist die große Neuerung außerdem in diesem Gesetz.

00:04:33: Themen, Inhalte und auch Profil.

00:04:36: Zum Beispiel die ja auch beim Heizungsgesetz das wirklich man muss es so sagen ziemlich geräuschlos von Katharina Reiche, Karsten Schneider und Verena Huberts in den letzten Wochen und Monaten dann doch finalisiert wurde.

00:04:47: der Einbau von Öl- und Gasheizung bleibt weiterhin unbefristet erlaubt aber ab Januar zwei neun zwanzig muss es zehn Prozent mindestens klimafreundliche Brennstoffe geben, die dort beigemischt werden.

00:04:57: Das nennt man die Biogastreppe.

00:05:00: Zwei-tausenddreißig wären es fünfzehn, zwei-taussendfünftreißig dann dreißig Prozent und so weiter.

00:05:04: das ist eine sanfter Anstieg der Ökoeffizienzen beim Einbau von neuen Heizung wenn ihre Heizungen da draußen mal kaputtgehen sollte.

00:05:12: Es ist nicht so hart wie bei Habeck aber es ist auch keine radikale Abkehr von der Wärmewende.

00:05:17: Die Gegner dieses Gesetzes argumentieren natürlich, dass wenn man so etwas anfängt muss man es auch konsequent durchzulernen mit aller Kraft und eben keine Zwischenlösung anbieten weil sich dann eben doch zu viele Menschen noch fossile Heizungen einbauen.

00:05:30: Und da gibt es einen anderen Punkt der ganz interessant ist und das ist die Frage inwiefern wurde dieses Gesetz eigentlich auf die Verfassungsmäßigkeit geprüft.

00:05:38: Da gibt es durchaus unterschiedliche Darstellungen aus dem BMI und dem BMJV, also den Justiz- und Verbraucherschutzministerium das für diese Rechtsförmlichkeitsriffung zuständig ist.

00:05:48: Der Zeitdruck war sehr groß und deswegen hat man sich mit diesen Bedenken, die in Gutachten zuweilen geäußert wurden nicht abschließend äußern können.

00:05:57: Und nun liegt das Gesetz des GEG im Parlament und die Bundesregierung argumentiert dass sie formal jedenfalls jetzt aus dem Verfahren raus ist.

00:06:05: Also die Koalition arbeitet im Maschinenraum doch besser zusammen als wir manchmal hier diskutieren.

00:06:09: Auch das soll an diesem Tag gesagt sein.

00:06:11: und zwei symbolhafte Begegnungen zeigen auch, dass es irgendwie doch noch funktioniert.

00:06:18: Matthias Mirsch, der linke Umweltpolitiker der SPD an der Spitze der Fraktion war zu Gast beim privaten Geburtstagsempfang von Jens Spahn dem vermeintlich schwarz-blauen Vorreiter.

00:06:30: Also da zeigt sich das an der Fraktion Spitze doch einiges noch funktioniert.

00:06:33: und jetzt hat auch noch Matthias den CDU-Bundeskanzler einen SPD-Fanschal überreicht, als der zu Gast war in der Fraktion.

00:06:41: Also vielleicht ist da doch noch mehr möglich?

00:06:44: Lass uns mal darüber reden wie Merz gewirkt hat bei der Fraktion!

00:06:47: Wir fragen einfach mal Laura Block Sie hat das Ohr an der Fraktionssitzung unserer SPD-Expertin.

00:06:52: Hallo Schöng und Tag Laura!

00:06:53: Hallo Michael!

00:06:54: Gehen wir nochmal kurz vor die Sitzung des Bundeskanzlers in der SPD- Fraktion.

00:06:58: Da hat sich der Vorsitzenden der SPD Matthias Mürsch durchaus humorvoll so geäußert.

00:07:04: Ich freue mich,

00:07:05: dass der Bundeskanzler

00:07:06: meine Einladung gefolgt

00:07:07: ist und heute in die Fraktion

00:07:09: kommt.

00:07:09: Der Sozialdemokratischen

00:07:10: Partei Deutschlands ist auch selten, dass jemand links von mir steht aber diese Ehre hat ja heute

00:07:17: ein humorvoller SPD-Fraktionsvorsitzender.

00:07:19: dann wurden aber die Türen geschlossen.

00:07:21: es wurde durchaus ernster Laura.

00:07:23: deswegen die Frage an dich wo du recherchiert das mit Leuten gesprochen was sie dabei waren.

00:07:27: wie sehr zwingt sich dieser SPD-fraktion eigentlich zu ihrem Kanzler?

00:07:31: Ja, also in so ernsten Terminen würde ich den jetzt nicht beschreiben und klaren das Thema bei Ernst.

00:07:36: Der Kanzler war ja auch da um noch mal für gute Laune zu sorgen.

00:07:41: Wir erinnern uns bis zum Sommer sollen die großen Reformvorhaben auf dem Weg gebracht werden.

00:07:46: Also jetzt ist Disziplin angesagt Und deswegen war der Kanzlern auch in der SPD-Fraktion ein bisschen vorzufühlen wie gerade die Stimmung so ist.

00:07:55: Es sollte ein lockerer Termin werden.

00:07:58: Es war dann doch am Anfang ein bisschen verkrampft, so wurde es mir zumindest berichtet.

00:08:01: Der Kanzler saß auf seinem Stuhl und hat vom Zettel abgelesen.

00:08:05: erst als er zu den Fragen kam von den Abgeordneten, hat er frei geantwortet.

00:08:11: Aber so eine richtig ehrliche und kontroverse Diskussion fand er jetzt nicht statt.

00:08:16: Es wurden auch keine kritischen Fragen gestellt, weil auch die SPD-Abgeordneten wissen wir müssen uns jetzt zusammenreißen Wir haben nur diese Koalition daran hat der Kanzler erinnert nochmal in seine Rede Und die großen Themen müssen jetzt rumgetrieben und vor allen Dingen auch umgesetzt werden.

00:08:32: Ja aber gab es nicht eine Diskussion zum Beispiel über das Arbeitszeit Flexibilisierungsgesetz was dringend kommen soll?

00:08:38: Versuchte man da nicht den Kanzlern auf Linien einzuschwören, die der SPD vielleicht sonst zu weit gehen?

00:08:46: Nee so wie mir das berichtet wurde gab es diese Diskussion nicht und das führte auch zur Kritik.

00:08:51: Also wir haben einige im Anschluss gesagt zu einer Rede hätte es eigentlich auch gehört dass man eben dieses schwierigen Themen anspricht wo man noch Konflikte sieht und wo's wahrscheinlich auch weiterhin Konflichte geben wird.

00:09:03: aber das hat der Kanzler nicht gemacht Wahrscheinlich aus einem sehr guten Grund.

00:09:07: Dieser Termin sollte ein Wohlfühltermin werden und deswegen hat er eben solche Sachen nicht angesprochen.

00:09:14: Bei aller Kritik an der SPD, ich muss man ja auch sagen sie ist dieser Union und diesem Kanzlerjahr trotz der Schuldenbremse die sicherlich am Tag eins natürlich Auch ein Zugeständnis an die SPD und dann auch an die Grünen war.

00:09:27: aber im Verlauf dieser Regierung ist die SPD der Union ja oft durchaus entgegengekommen.

00:09:31: Vom Familiennachzug bei der Migration, Körperschaftssteuer, Mütterin, Pendlerpauschale Diesel für die Landwirte oder bis hin zu den Flottengrenzen über der EU.

00:09:41: also es gibt ja durchaus Positionen warum eines SPD-Abgeordneter auch sagen kann Mensch Die Union muss aufhören jetzt ständig von uns wieder Zugestände zu fordern.

00:09:49: War diese Stimmung spürbar?

00:09:51: Absolut.

00:09:51: So sehen das ja auch die SPD-Abgeordneten, die sagen und betonen noch immer wieder wie oft man der CDU da an vielen Stellen hingekommen ist.

00:10:00: aber trotzdem die gute Stimmung steht jetzt erst mal im Vordergrund und natürlich erwarten sie jetzt auch dass von der Union was kommt.

00:10:09: Aber wie gesagt Die SPD-Fraktion sieht das Problem nicht in Friedrich Merz unbedingt, sondern die sehen das Problem eher bei seiner Fraktion.

00:10:17: Sie sagen auch dass Merz von Tag eins an Probleme macht Probleme in seiner Fraktion hat.

00:10:23: daher nehmen sie das dem Kanzler schon ab dass er jetzt diese Reform umsetzen möchte.

00:10:28: sie glauben aber nur noch nicht so richtig daran dass auch seine Fraktion damit machen wird.

00:10:32: daher sagen die jetzt auch zählen Nicht Worte, sondern Taten.

00:10:36: und jetzt müsste man eben gucken was darauf folgt nach seinem Besuch in der Fraktion.

00:10:42: Nach deinem Eindruck also kommt es auf den Maschinenraum am Ende in den Fraktionsarbeitsgruppen an?

00:10:47: Kriegen die die Steuerreform, die Rentenreform nach deiner Einschätzung bis zur Sommerpause hin?

00:10:51: Ja das ist die ganz große Frage.

00:10:53: darüber spreche ich natürlich immer wieder auch mit deinen Abgeordneten und auch Sie versuchen natürlich gute Miene zum bösen Spiel zu machen.

00:11:00: sie wollen glauben, dass es klappt.

00:11:04: Sie wissen aber auch wie's in den vergangenen Wochen abgelaufen ist und deswegen hat man da auch in der SPD-Fraktion einen realistischen Blick auf das was jetzt kommt.

00:11:13: Aber natürlich versuchen alle gemeinsam diese Reformen auf dem Weg zu bringen weil sie wissen nur wenn die Reformen kommen die Koalition auch Möglichkeiten hat weiter zu bestehen.

00:11:24: Es bleibt dabei tot gesagt, der Regierend vielleicht doch länger.

00:11:27: Die Einschätzung von Laura Deine werden sicherlich nicht die letzten gewesen sein hier bei uns im Podcast.

00:11:31: Vielen Dank dafür liebe Laura!

00:11:33: Danke dir Michael!

00:11:43: München ist inzwischen das EP-Zentrum für die Defense Tech Industry.

00:11:47: Hunden und siebzig Rüstungs-Stardubs haben dort ihren Sitz.

00:11:51: damit zählt die Region zu einer der wichtigsten auch europäischen Defense Tech Szenen.

00:11:55: Eines der Unternehmen dass Sie vielleicht noch nicht kennen aber dringend kennenlernen sollten ist Arx Robotics.

00:12:01: Das Unternehmen hat sich auf Bodendrohnen, also unbemannte Fahrzeuge und KI-Entwendung spezialisiert die vom Boden los geschossen werden.

00:12:09: Die Idee dazu kamen den drei Gründern in der Zeit als sie selber noch Offiziere bei der Bundeswehr waren.

00:12:14: Sie kommen aus der Truppe und haben nicht nur deshalb im Markt auch eine ganz andere Autorität.

00:12:20: In der Ukraine ist die Bodendrone Gerion inzwischen ein fester Bestandteil der Kampfstrategie Und sie kommt vor allem bei der Logistik, dem verwundeten Transport, dem Nachschub und den Operationen in hochbedrohlichen Umgebungen zum Einsatz.

00:12:34: Robert Wallenhauer, unser Kollege vom Security Table hat mit dem CEO und Gründer von ARKS Robotics Marge Wiedfeld gesprochen über die Bedeutung und die Weiterentwicklung dieses neuen Drohnetyps.

00:12:45: Spannendes Gespräch?

00:12:47: Hören wir rein!

00:12:47: Hallo Herr Wiedfield!

00:12:49: Hi, freut mich!

00:12:50: Bevor Sie es im Jahr zwanzig zweiundzwanzig Arks Robotics gegründet haben Haben Sie in der freien Wirtschaft gearbeitet, Management und Medien studiert?

00:12:56: Waren sehr lange als Soldat in der Bundeswehr.

00:12:59: Wie kam die Entscheidung, dass sie dann doch ein eigenes Start-up im Rüstungsbereich gegründet

00:13:02: haben?".

00:13:03: Das Problem was ich mit meinen Kameraden damals erkannt habe ist das es neue Technologien gibt und diese aber nicht schnell genug in die Hand des Soldaten, in die hand des Nutzers kommen und unsere Streitkräfte verteidigen mit der Bereitschaft unter Einsatz ihres Lebens unsere Demokratie und sollten daher, das war unser Überzeugung als Soldaten.

00:13:23: Also da waren wir nicht nur uneigennützig sondern sollten das beste Material in der besten Qualität und Quantität erhalten und dazu gehört dann eben auch Software, künstliche Intelligenz und unbemannte Systeme.

00:13:35: Wer ihre unbemannten Systeme jetzt gerade relativ früh erhalten hat sind die Soldatinnen der Ukraine.

00:13:40: Da ist er Gerion so nennen sie ihr Bodendrohne schon lange im Einsatz.

00:13:45: Die Frage ist da immer, was haben Sie aus der Ukraine gelernt und wie wird er gerade eingesetzt?

00:13:50: Die Gerionflotte bildet jetzt gerade die weltgrößte vernetzte militärische Robotikflotte im Einsatz.

00:13:57: Wir sprechen davon täglich mehrere Hunderten Systeme, die im Einsatz sind in verschiedenen Use-Cases also Anwendungsszenarien, die reichen von Logistik, also dem Transport von Wasserverpflegungen, Munition an die Front bis hin zu KESI weg, also die Rettung und Evakuierung von verwundeten Soldaten.

00:14:17: Aber auch zu Use Cases, die am schärferen Ende sind wie Aufklärungen, Zieldaten, Generierungen oder auch Wirkung.

00:14:24: Also bedeutet das dass die Streitkräfte vor Ort des System mit vorhandenen Waffen- und Waffenstation ausrüsten und dort zum Einsatz bringen.

00:14:33: Was wir dort gelernt haben ist ziemlich beachtlich würde ich sagen.

00:14:36: als wir angefangen haben, haben wir die Systeme so entwickelt, dass sie beschaffbar sind durch europäische Beschaffungsämter, wie unser Bein-BW beispielsweise.

00:14:48: Und sind dann ziemlich früh als der Krieg ausgebrochen ist und wir erkannt haben dass wir da mit unserer Bodendrohnen Beitrag leisten können in die Ukraine gefahren und haben ein solches System den Streitkräften zur Verfügung gestellt was dann dramatisch gescheitert ist aufgrund eben dieser Entwicklungsrichtlinien die wir in Europa haben diesen sehr geprägt von Sicherheit von Zertifizierung Dokumentation also eigentlich Man sich eben so ein Fahrzeug vorstellt, was einem der TÜV frei geben würde.

00:15:16: Das ist aber nicht das, was die Streitkräfte dort im Einsatz gebraucht haben sondern diese Sicherheitsmaßnahmen beispielsweise eine Feststellbremse oder zertifizierte zweite Fernbedingung zum Rangieren bei Funkausfall, also viele Kleinigkeiten die dazu geführt haben dass der Einsatzwert sehr gering wurde.

00:15:34: Wir sind mit dem Gelernten wieder zurückgefahren und haben das radikal verändert.

00:15:38: Also wir haben alles was nicht notwendig ist für Funktionen-Einsatzwert der Drohne entnommen dies dadurch auch preiswerter geworden skalierbarer geworden.

00:15:47: Die wird jetzt so wie sie in der Ukraine im Einsatz ist kein TÜV Stempel erhalten sodass wir am Ende mit zwei Systemvariationen geendet sind und der Bundeswehr das aber auch so gesagt haben oder den europäischen Ministerien.

00:15:58: Es gibt jetzt zwei Versionen, die eine für den Krieg und die andere für europäische Streitkräfte – und das klingt falsch, weil es falsch ist!

00:16:04: Aber diesen Lernprozess haben wir vorangetrieben mit europäischen Streitkäften und mit ukrainischen Streitkräften dort die Mitte zu suchen zwischen Funktion und Regulierung.

00:16:14: Mittlerweile gibt's auch viele einheimische Unternehmen in der Ukraine, die sozusagen solches System entwickeln.

00:16:19: Selbst in Deutschland gibt's.

00:16:20: mittlerweile steigt die Konkurrenz, würde ich sagen.

00:16:22: Dieel in großer Rüstungskonzern hat ein unbemanntes Bodenfahrzeug, Quantum Systems und ein anderes.

00:16:28: Defense-Stardep hat auch einen System dieses Jahr vorgestellt.

00:16:31: wie will sich Arks in diesem Markt platzieren und sich gegen die Konkurenz behaupten?

00:16:38: Als wir angefangen haben – und das haben wir ungefähr zeitgleich getan mit den ersten Prototypen, die in der Ukraine auch entstanden sind.

00:16:45: also es war ein gemeinsames Lernen auch mit der ukrainischen Industrie zusammen.

00:16:49: Jetzt mittlerweile haben wir eine Marktwührerschafterung in Europa.

00:16:53: Unsere Systeme sind nicht nur in mehreren Hundert im Einsatz in der Ukraine, also haben dort einen laufenden Bedarf und werden laufend eingesetzt sondern sind auch gleichzeitig dieses Thema und es ist einzigartig die in Europa beschafft werden und in die Streitkräfte eingeführt werden oder Teil von größeren Rüstungsprojekten werden.

00:17:11: Diese Technologieführerschaft Das kann ich sagen ohne überheblich zu wirken, dass das wir geprägt haben.

00:17:18: Was ist denn eine Landdrohne im militärischen Bereich und wie wird die eingesetzt?

00:17:22: Ist natürlich ein enormer Vorteil für uns!

00:17:24: Wir haben von Anfang an der Architektur aufgesetzt, die sehr modular ist und die vieles mitdenkt von der Infrastruktur hin.

00:17:31: Und es geschuldet unserem Verständnis als Soldaten für Streitkräfte oder für die Streitkraft Nicht die beste Technologie und nicht das beste Werkzeug, sondern das, was am besten implementierbar ist in die Kriegsführung aber auch in die Infrastruktur einer Streitkraft.

00:17:46: Wir passen uns sehr stark auf den Nutzer an und wir sind eine sehr schnellen Technologienterration dabei und haben jetzt aber auch so eine kritische Nutzerschwelle erreicht von denen unser System lernt.

00:17:55: Das hat uns beispielsweise zum größten Datenhalter in Europa gemacht für Daten aus der Nutzung unbemanter Landsysteme im Einsatz, also für Landautonomie, Landteleoperation und Vernetzung.

00:18:07: Wenn man jetzt in Europa auf den UGV-Markt einen Blick wirft dann gibt es eigentlich nur ein Unternehmen was mehr als fünf jemals im Einsatz hatte, mehr als zehn produziert hat.

00:18:18: Wir haben mittlerweile eine Produktionslinie aufgebaut.

00:18:21: Also wir haben es geschafft da ziemlich schnell eine skalierte und vom Nutzer akzeptierte Lösung zu schaffen Position.

00:18:31: Was uns aber freut ist, dass jetzt andere und auch große Teilnehmer diese Technologie für sich entdecken.

00:18:37: zeigt eigentlich das da ein Markt entsteht weil oft wurden wir auch belächelt.

00:18:41: Wir seien zu früh es kein Thema wird niemals so groß wie der Luftdrohnenbereich wird sich nicht durchsetzen.

00:18:48: kann ich mit Panzern mithalten?

00:18:49: also eigentlich solche Dinge haben wir gehört.

00:18:51: Jetzt ist vor allem durch die Ukraine klar geworden die fünfundzwanzigtausend solcher Systeme jetzt in diesem ersten halbjahr des Jahres einführt und die Logistik auf den Gefechtsfeld vollkommen auf diese Technologie schätzen möchte, vollkommen auch UGVs stützt.

00:19:05: Es ist eine Bestätigung die für uns als Unternehmen auch sehr gesund ist.

00:19:09: Sie sehen nicht die Gefahr dass sozusagen irgendwann ein großer Player einen größeren Fokus auf unbemannte Bodensysteme setzt und dann wegen der Produktionskapazitäten die diese Konzerne im Rücken haben relativ schnell sie zum Beispiel beim Preis unterbieten kann.

00:19:23: und dann mag dann Teil der Klauble

00:19:26: da?

00:19:27: Ehrlich gesagt keine Angst vor, vor allem nicht vor der Skalierung und auch dem Preis.

00:19:30: Wir haben es geschafft eine Lösung zu entwickeln die mehr als konkurrenzfähig ist, die im Faktor fünf bis zehn preiswerter ist als die Prototypen beispielsweise von größeren Rüstungsherstellern wie Reimittel oder Deal.

00:19:45: Wenn man preiswärter skalierbarer und besser ist dann muss man sich da nicht die Größen sorgen machen.

00:19:54: trotzdem haben wir Rückspiegel.

00:19:55: Also wir sind auch nicht so überheblich, dass wir sagen... Wir haben einen Vorsprung erarbeitet der uns irgendwie in die Sessel fahren lässt.

00:20:03: Das ist überhaupt nicht der Fall im Gegenteil!

00:20:04: Wir gucken uns das schon sehr genau an wer was macht und warum.

00:20:07: Freuen uns aber eigentlich eher darüber, dass diese Technologie eine Relevanz hat, die ihr gebührt.

00:20:14: Vielleicht jetzt ein Blick auf Deutschland geworfen?

00:20:16: In der Luft hat die Bundeswehr mittlerweile Kampfdrohnen beschafft und benanntem Bodensystem war sie ein bisschen zurückhaltender könnte man sagen Wie seht ihr da den Wandel?

00:20:26: Erwaltet ihr sozusagen demnächst Großaufträge?

00:20:28: oder wie sehtet die Bundeswehr für als euch, also auch im Kunden so zu sein.

00:20:34: Wir sehen und bewerten es so dass der Bundeswehr den Landdrohnenbereich sich so erschließt das er equivalent zur Bedeutung des Luftdrohnbereichs wird.

00:20:45: Das ist auch etwas was dem geschuldet ist Wir als mittel-europäische Streitkraft natürlich eine sehr große Landdimension haben, dass unser Herr die größte Teilstreitkraft ist.

00:20:58: Dass siebzig bis achtzig Prozent von Personal und Material an Land stattfinden und das Automatisierung und Digitalisierung deshalb natürlich den größten Effekt hat – an Land!

00:21:09: Alles ist multidimensional zu denken.

00:21:12: Das Volumen wird deutlich größer werden, als es bisher der Fall war.

00:21:16: Spannender Einzige.

00:21:17: Vielen Dank für das Interview.

00:21:18: Sehr gerne.

00:21:25: Mein Lieber Mick, wir sitzen hier bei dir im Garten in Zählendorf

00:21:28: und

00:21:29: das wissen die Hörerinnen und Hörern.

00:21:31: jetzt verkraftet ist es spät abends und wir haben schon eine Flasche Wein getrunken nur weil es so ein lauer Sommerabend ist und mein Sohn morgen Geburtstag hat und wir quasi hier

00:21:39: rein feiern.

00:21:40: Gut dass ich nicht unbedingt viel mitgedrungen habe, denn ich hab ja dich Helene dann auch noch zur Veranstaltung gebracht im äußersten Südwesten Berlins, wo es um Rechtsstaat und Demokratie geht.

00:21:50: Direkt am Wannsee.

00:21:51: der Wahne natürlich.

00:21:52: Helene Bobowski gefragt.

00:21:53: schön dass du vorher bei mir diesen Podcast aufgenommen hast und du siehst die IKEA-Möbel sind noch da aber es werden weniger.

00:22:00: also wir müssen mal eben nochmal über Ikea reden.

00:22:03: Ja, Ikea bekannt durch die Möbel, die man bei Michael Brücker zu Hause besichtigen kann als Alterskandinavien-Liebhaber.

00:22:11: Stimmt!

00:22:12: Aber es gibt ja noch was anderes... Es gibt ja Leute, die gehen zur Ikea vor allem um dieses wunderbare Schötbullar essen oder wie die Deutschen sagen Köttbullar zu essen.

00:22:21: zum ersten April hatte sich Ikea ein Schatz erlaubt und Lollies Nicht nur in Form, sondern auch mit dem Geschmack von Shirt-Bullern rausgegeben und das Ganze hat sich zu einem riesigen Hype entwickeln.

00:22:33: Sie waren angekündigt als Lolli, als Abgrillshirt.

00:22:35: Man kann sie so ein Chuppa-Chup vorstellen mit so einem Frikadellchen oben drauf.

00:22:39: Naja, jetzt kommen die tatsächlich als Sondereditionen auf den Markt.

00:22:41: IKEA ist und bleibt nah bei den Kunden.

00:22:44: Muss man hier wirklich einfach mal lobend erwähnen!

00:22:47: Wenn ihr es wollt, bekommt ihr's auch.

00:22:49: So war die Reaktion von Ikea und ja verrückt was Leute dann wenn sie das auf den Parkgarten sehen tatsächlich haben wollen.

00:22:56: So gibt es hier auch Lasagne Die aussieht wie lasagne in Wahrheit aber Vanille Eis mit Erdbeersauce ist.

00:23:03: als Fan der herzhaften Ernährung der ja keinerlei Süßigkeiten mag, außer Lackritz.

00:23:09: Aber alles liebt was irgendwie Defti und Herzhaft ist finde ich diese Kombination meine Frigadelle als Süßigkeit zu verkaufen, sensationell!

00:23:16: Wir freuen uns auf Sie wenn sie auch morgen wieder dabei sind.

00:23:18: da gibt es ein Süßes und Saueres bei uns egal was bei Table Today immer etwas Überraschendes in diesem Sinne Tschüss und Bye bye!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.