Muss die EU mit Putin verhandeln?

Shownotes

Europa sucht einen Vermittler für Gespräche mit Wladimir Putin. Britische Medien bringen zwei Namen ins Spiel: Angela Merkel und Mario Draghi. Die österreichische Außenministerin Beate Meinl-Reisinger hat bei Table Today bereits öffentlich für einen EU-Sondergesandten plädiert – und Außenminister Johann Wadephul denkt intern in dieselbe Richtung. [03:40]

Nils Aldag ist CEO von Sunfire – einem der führenden Wasserstoffunternehmen weltweit. Sein Urteil über den schleppenden Wasserstoffhochlauf ist eindeutig: politisches Versagen. Die nötigen Nachfrageanreize wurden nie geschaffen.

Aldag rechnet vor: Zwischen 2021 und 2024 hat Europa allein wegen des Ukraine-Kriegs 930 Milliarden Euro zusätzlich für fossile Energieimporte ausgegeben. Seine Schlussfolgerung: „Wir leisten uns eine unglaublich hohe Rechnung, um weiterhin fossile Energie von außen zu beziehen – und argumentieren, dass nicht genug Geld da ist, um im Inland erneuerbare Energie zu produzieren."

Bei der chinesischen Konkurrenz gibt sich Aldag gelassen: Bei der Elektrolyse liege Europa noch vorne. [06:50]

Die EU und die USA haben sich auf die Details des Zoll-Deals geeinigt, den Ursula von der Leyen und Donald Trump in Turnberry ausgehandelt hatten. US-Industriezölle sollen fallen, amerikanische Agrarprodukte leichteren Marktzugang bekommen – und Europa verpflichtet sich zu Energieeinkäufen in dreistelliger Milliardenhöhe. [01:39]

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Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:10: Der Führerschein wird billiger.

00:00:11: Die Koalition einigt sich auf einen Zivilschutzkonzept und findet dafür zehn Milliarden Euro, zeigt damit, dass sie doch noch arbeitet.

00:00:20: Aber Donald Trump eben auch bekommt was er will!

00:00:24: Der Zoll-Deal kommt mit einem Sicherheitsmechanismus wie das geht.

00:00:28: Das hören Sie gleich bei uns

00:00:31: Im Osten.

00:00:31: wenig Neues, jedenfalls nichts Gutes in der Ukraine.

00:00:34: Da tobt weiter ein blutiger Stellungskrieg und China-Statzov.

00:00:37: Chi Jinping hat nichts Besseres zu tun als seinem Freund Vladimir Putin bei dessen Besuch in Peking zu sagen dass alles wunderbar ist und man selbstverständlich gemeinsam Frieden auf der Welt sucht.

00:00:47: Kein Wörtchen der Kritik.

00:00:48: nun denn die EU muss trotzdem sich überlegen wie sie mit Putin irgendwann mal selbst verhandelt und wer das machen könnte.

00:00:54: da bewegt sich einiges hinter den Kulissen.

00:00:56: wir klären Sie

00:00:57: auf Und dann geht's nochmal um China.

00:00:59: Das Land im fernen Osten drückt beim Thema Wasserstoff, nämlich ordentlich aufs Gaspedal.

00:01:04: ein schiefes Bild.

00:01:05: aber sei es drum sie verstehen was ich meine.

00:01:07: also China will auch hier in absehbarer Zeit Weltmarktführer werden.

00:01:12: Was genau geplant ist und ob man in Deutschland ähnliche Pläne hat darüber sprechen wir gleich mit Nils Altag dem CEO von Sunfire einem der global führenden Unternehmen Im Bereich Wasserstofftechnologien.

00:01:24: Einfach mal rausgehen in die Natur, wer das regelmäßig macht ist zufriedener als andere.

00:01:29: Jetzt ist es auch wissenschaftlich bestätigt worden.

00:01:32: Darum geht's bei uns auch noch an diesem Donnerstag den einundzwanzigsten Mai.

00:01:41: We have good news.

00:01:44: we've reached a deal.

00:01:46: it is a good deal for everybody I believe?

00:01:50: We have trade deal

00:01:51: between the two largest economies of the world.

00:01:55: It´s huge deal with tough negotiations.

00:02:09: Im vergangenen Juli sollte doch eigentlich alles vorbei sein, Turnberry-Deal zwischen Ursula von der Leyen und Donald Trump.

00:02:17: Der Zollstreit abgeräumt aber erschwählte noch eine ziemlich lange Zeit.

00:02:23: Bis zum vierten Juli hatte die EU-Zeit die Forderung von Trump, die er nachträglich noch erhoben hat zu erfüllen.

00:02:29: Jetzt erst die Einigung!

00:02:30: Die wichtigsten Punkte ihr lene müssen wir nochmal nennen.

00:02:32: Zölle auf US Industriegüter sollen komplett abgeschafft werden.

00:02:36: US Meeresfrucht und Agrarprodukte sollen einen einfacheren Marktzugang in die Europäische Union bekommen.

00:02:41: Außerdem geht es um Energie nämlich Europa verpflichtet sich zur Investition in die Wirtschaft und eben vor allem zum Kauf an amerikanischem Öl und Gas für hunderte Milliarden Euro.

00:02:53: Der gesamte Zoll-Deal soll bis zum einendreißten Dezember zwanzig laufen, aber dann auch auslaufen.

00:02:58: Also ein Jahr nach der nächsten Präsidentschaftswahlen.

00:03:01: in Wahrheit kann ein neuer US-Präsident all das nochmal wieder aufknüpfen.

00:03:05: Bis dahin herrscht jetzt immerhin Planungssicherheit – auch wenn es schmerzhaft ist und dass will die Wirtschaft ja unbedingt wissen woran sie sind!

00:03:14: Ja, Planungssicherheit ist allerdings ein großes Wort in diesem Zusammenhang.

00:03:17: Denn das alles gilt nur wenn sich auch die Amerikaner vollständig an die Abmachung halten.

00:03:23: Auch da wissen wir alle hat es bisher Probleme gegeben.

00:03:26: und ob Donald Trump wirklich jemand ist mit dem man planen kann Das steht noch einmal auf einem ganz anderen Blatt.

00:03:42: Ausgerechnet der Kriegstreiber Vladimir Putin lässt sich in Peking von seinem Kumpel Chijingping feiern als möglicher Stabilisator auf der Weltpolitik und Friedensbringer in der Ukraine.

00:03:53: Kein Sterdenswörtchen zu seinen Angriffen, aber sein jüngster Vorschlag ein Vermittler zu finden zwischen Europa und Russland und auch wieder direkt mit Europa zu verhandeln?

00:04:03: Der findet anklang zumindest den einigen europäischen Staatskanzleien und Regierungszentralen hinter den Kulissen.

00:04:09: beim Außenministerrat war das Hauptthema Helene, wer macht's?

00:04:13: Wer könnte es machen?

00:04:14: und die Bundesregierung muss sich langsam auch mal überlegen.

00:04:17: Ja, zwei Namen werden in britischen Medien jetzt diskutiert.

00:04:21: Die eine ist Angela Merkel.

00:04:23: die hatte einerseits Zeit könnte man sagen sie kennt Vladimir Putin gut Sie spricht russisch so.

00:04:29: aber ist sie dazu wirklich bereit?

00:04:31: Ist ihr die richtige?

00:04:32: da kann man darüber streiten.

00:04:34: der andere Name auch ganz interessant ist Mario Draghi ehemaliger italienischer Ministerpräsident und vor allem EZB-Präsident gewesen, also Präsident der Europäischen Zentralbank.

00:04:46: Das sind die beiden Namen über die derzeit spekuliert wird.

00:04:49: man könnte jetzt sagen das sind naheliegende Namen aber oft ist es ja so dass gerade das was naheliegend ist am Ende dann doch anders kommt.

00:04:58: Ja und auch Johann Wadefühl hat ja hinter den Kulissen schon gesagt man muss sich überlegen wer und wie er's machen könnte und spricht auch von einem Sondergesandten aus seiner Sicht der schon mal vorfühlen könnte im Kreml, wie es am Ende aussehen könnte.

00:05:12: Dieses Fadelungsteam und die österreichische Außenministerin hat das sogar bei uns im Podcast kürzlich Beate Meinl Reisinger heißt Die Dame öffentlich gemacht und klar gesagt wir brauchen jetzt dieses Team oder den Sondergesandten.

00:05:23: Hören wir nochmal kurz rein was sie gesagt hat.

00:05:25: Um

00:05:25: am Tisch zu sitzen, müssen wir selber bereit sein mit Russland zu reden und deshalb bin ich der Meinung schon lange dass die EU ein Verhandlungsteam oder einen Sondergesandten das ist mir relativ gleich nominieren sollte um in diese Gespräche zu gehen.

00:05:40: Ich habe immer dazu gesagt solange Russland nicht wirklich bereit ist ernsthaft zu verhandeln nützt dir da beste Sondergesande nichts dabei.

00:05:48: Aber wir müssen bereitstellen.

00:05:50: Und ich sehe, es kommt ja eine gewisse Dynamik rein und das halte ich schon für richtig.

00:05:54: Den Gesprächsverweigerung ist meines Erachtens auch kein

00:05:56: Zugang.".

00:05:57: Ja man könnte sagen die Position der Europäer ist gestärkt oder die Last auf die Europäers höher je nachdem wie man's redet und wendet denn Fakt is Donald Trump damit.

00:06:07: die USA haben sich fast komplett zurückgezogen aus diesem Konflikt.

00:06:12: Wir wissen es, Trump ist jetzt mit Iran beschäftigt hat doch da jede Menge Probleme.

00:06:17: Und natürlich ist der Druck sowohl auf Russland als auch auf die Ukraine unglaublich groß, aber auch über Russland darüber reden wir nicht so viel weil es da schlicht wenig Zahlen gibt.

00:06:27: Aber natürlich sind die Todeszahlen so hoch dass die wirtschaftlichen Schäden mittlerweile durch die Sanktionen und so weiter das es auch Analysten gibt die sagen Russland hat auch ein Interesse sich nun zu bewegen.

00:06:40: Auch EU-Ratspräsident Antonio Costa hat jetzt offiziell die Staats- und Regierungschef aufgefordert, sich auf mögliche Gespräche vorzubereiten.

00:06:47: Dieses Thema wird uns hier also noch länger

00:06:49: beschäftigen.".

00:07:14: Ja und es war die Physikerin Angela Merkel, die im Jahr ist.

00:07:17: Also immerhin schon sechs Jahre her dieses häufigste und leichteste und zugleich einfachste Element im Universum.

00:07:22: Denn übrigens, da rein neunzig Prozent aller Atome sind Wasserstoffatome Zu einer Strategie hat entwickeln lassen und das Ziel der damaligen Bundesregierung war es.

00:07:31: Ein Viertausend Fünfhundert Kilometer langes Wasserstoffnetz durch andere EU-Lände, tausend Achthundert Kilometer Länge in Deutschland?

00:07:38: Naja, wenn wir jetzt mal sechs Jahre weiter schauen wie viel haben wir denn eigentlich?

00:07:41: Das längste Wasserstoffnetz ist im Ruhrgebiet zwei Hundertvierzig Kilometer.

00:07:45: Viel passiert es nicht!

00:07:46: Es ist eben kompliziert.

00:07:48: Ist es kompliziert und in Deutschland ist vieles noch mal komplizierter.

00:07:52: Schauen wir mal kurz, wie die Chinesen das machen.

00:07:55: Dort soll bis zum Jahr zwanzig dreißig eine Viertel von hunderttausend Wasserstoff-Nutzfahrzeug auf den Straßen unterwegs sein und deswegen wird gerade ein Netz von drei tausend Wasserstoff Tankstationen aufgebaut.

00:08:08: Naja, China's Regierung unterstützt den Markt mit Subvention und Kaufanreizen bis man technologisch zum Weltmarktführer geworden ist, also eine gelenkte Wirtschaft.

00:08:18: Das ist klar.

00:08:19: aber man muss es auch so sagen sehr viel Wumms dahinter dass diese Dinge passieren und das geht in der Diktatur leichter.

00:08:26: Das soll kein Plädoyer für Diktaturen sein, sondern einfach darstellen wir sind eine vollkommen ungleichen Situation.

00:08:33: Und alles ist eben in China übrigens auch weiterhin das fossile Verfeuern Von Energie aber auch eben die Investition in die Wasserstofftechnologie.

00:08:41: Alles ist gigantischer, größer und schneller.

00:08:43: Dieses Wasserstoff muss bei minus zweihundert dreiundfünfzig Grad Celsius übrigens verflüssigt werden um es transportierbar zu machen.

00:08:51: Es is alles!

00:08:52: Und dann in einem komplexen europäischen Staatenverbund nicht wirklich einfach.

00:08:57: Aber Deutschland will ranbleiben und es braucht vor allem diesen grünen Wasserstoff.

00:09:01: Den ist in der Lkw-Antrieb, in der Schifffahrt unbedingt gegeben soll weil er dort den fossilen Antrieb irgendwann ersetzen kann.

00:09:10: Ja all diese Ziele die sind auch internationalen Wasserstoffstrategie so festgelegt.

00:09:15: bis zu zwanzig dreißig soll Deutschland Leitanbieter für Wasserstofftechnologien werden.

00:09:20: aber es ist noch nicht genug passiert da sind sich alle einig.

00:09:24: Und einer der das ändern will, der den Wasserstoff in Deutschland vorantreiben will ist Nils Aldack.

00:09:29: Der CEO von Sunfire, einem der weltweit führenden Wasserstofftechnologiehersteller und Lukas Knege.

00:09:36: Unser Kollege vom Climate Table hat mit ihm gesprochen was es braucht damit Europa mit China beim Thema Wasserstoff mithalten

00:09:43: kann.

00:09:44: Nils Alldach, CEO vonSunfire, einen der wichtigsten Elektrolyseurherstellern in Europa.

00:09:49: willkommen bei Table Today.

00:09:50: Ich freue mich riesig hier zu sein.

00:09:51: vielen Dank!

00:09:53: Wir leben in energiepolitisch auf reibenden und auf regenden Zeiten.

00:09:57: Die Nachfrage nach erneuerbaren Energieträgern müsste eigentlich höher sein denn je, dennoch stockt der Wasserstoff hochlauf.

00:10:05: was besonders ihre Industrie und ihr Produkt soll eigentlich dabei helfen genau das zu beschleunigen?

00:10:11: woran liegt es?

00:10:12: Erstmal ist es in der Tat verwunderlich, wenn man sich anschaut wieviel wir in den aktuellen Krisen an zusätzlichen Kosten auf uns nehmen um die Beschaffung fossiler Energie weiterhin aufrechtzuerhalten.

00:10:26: Um das konkret zu machen Die zusätzliche Kosten der Beschaffungen von Erdöl und Erdgas zwischen dem Jahr zwanzig und zweitausend vierundzwanzig hat uns auf gutes ukrainekriegs in europa neunhundert dreißig milliarden euro zusätzlich gekostet.

00:10:41: Das heißt, wir leisten uns eine unglaublich hohe Rechnung um weiterhin fossile Energie von außen zu beziehen und argumentieren teilweise dass nicht genug Geld da ist um im Inland oder in Europa erneuerbaren Strom aber auch erneuherbare Moleküle zu produzieren.

00:10:56: Das ist erstmal nicht so richtig nachvollziehbar.

00:10:59: Beim Thema Wasserstoff ist es so wie bei jeder neuen Technologie dass bestimmte Dinge passieren müssen, damit diese neuen Technologien gerade im Energiesektor ihren Weg in den Markt finden.

00:11:11: Jede neue Technologie ist am Anfang etwas teurer und braucht deswegen gewisse Unterstützung oder gewisse Randbedingungen um ihren Weg an dem Markt zu finden.

00:11:21: Und das unterteile ich gerne in so vier unterschiedliche Bereiche.

00:11:25: Diese Technologen brauchen initial eine unterstützte Nachfrage.

00:11:29: Dann brauchen wir eine Infrastruktur um Netze, Gasnetze oder im Falle von Strom-Stromnetze und die Energie zu transportieren.

00:11:37: Wir brauchen die Hersteller der Anlagen unternehmen wie unser Unternehmen und dann brauchen wir Rahmenbedingungen, unter denen diese ganzen Anlagen betrieben werden können.

00:11:44: Da ist insbesondere bei der Schaffung der Nachfrage in den letzten fünf Jahren nicht ausreichend getan worden.

00:11:50: Man hat im Jahr zwei Tausend zwanzig eine Ambition formuliert.

00:11:53: Deutschland will Vorreiter im Bereich Elektrolyse sein, will Leitmarkt für Elektrolysöre sein und das zu einem Exportprodukt machen.

00:12:00: Man hat damals gesagt und dafür wollen wir Wasserstoff in der Stahlindustrie, in der Chemieindustrie, Raffinerien einsetzen.

00:12:06: Und von den unterschiedlichen Nachfrageanreizen die dort diskutiert worden sind ist bislang nur eines in deutsches Recht umgesetzt worden.

00:12:13: das ist die sogenannte Treibhausgasminderungsquote.

00:12:16: die basiert auf der europäischen Erneuerbaren Energienrichtlinie.

00:12:19: Das ist noch zu wenig und aus unserer Sicht der Hauptknackpunkt warum es im Markt stagniert.

00:12:25: aber das ist so der Hauptgrund warum es da noch stockt.

00:12:28: Aber liegt das daran, dass die Ziele von Anfang an zu hochgesteckt waren oder stimmen die Rahmenbedingungen in der Umsetzung aktuell nicht?

00:12:35: Es sind definitiv die Rahmenbedingung, die nicht schnell genug umgesetzt werden.

00:12:40: Die Hersteller wie Sunfire unser Unternehmen aber auch andere deutsche Herstellern wie Siemens Energy und Tüssengrupp Nutzerer haben sich im Vertrauen darauf, dass diese Nachfrage geschaffen wird Leitmarkt für Elektroniseure in der Welt zu sein, dass der auch tatsächlich realisiert wird.

00:13:01: Wir haben daraufhin gemeinschaftlich – jeder für uns aber – gemeinschaftliche Inproduktionskapazitäten und Ausführungskapazitäten investiert und wären in der Lage gewesen das ursprüngliche Ziel von bis zu zehn Gigawatt an installierter Elektronieseleistungen im Jahr zwei Tausend Dreißig sind eine Mikivalent von etwa zehn Atomkraftwerken oder also ich zehn bis fünfzehn große europäische Städte vom Energiebedarf, um das ein bisschen greifbar zu machen.

00:13:26: Das hätten wir liefern können.

00:13:28: Jetzt ist es so dass diese Treibhausgasminderungsquote für etwa fünf Gigawatt in zwei Tausend Zweiund dreißig Sorgen wird also zwei Jahre später für die Hälfte des Volumes und das ist faktisch einfach zu wenig und daran happert's.

00:13:39: Es gibt ja auch noch beispielsweise die Biotreppe die jetzt im Gebäudemodernisierungsgesetz festgeschrieben wurden.

00:13:45: sind das die richtigen Stellschrauben um die Industrie zum Hochlauf zu bewegen und auch Investitionen anzureizen?

00:13:52: Das, was dort gemacht worden ist, dass man gesagt hat, man öffnet den Spielraum an Technologien die dort eingesetzt werden können.

00:13:57: Aber wenn man in Anführungsstrichen alte Technologienen also Gasheizungen einsetzt dann muss man über die Jahre immer mehr erneuerbare Energie einsetzen.

00:14:05: Das Rational dahinter kann ich verstehen.

00:14:08: das wird wahrscheinlich in großen Teilen durch biogene Gase abgedeckt werden.

00:14:11: Das heißt es für grünen Wasserstoff gar nicht so ein zentraler Markt.

00:14:15: Wenn da ein bisschen grüner Wasserstoff darüber seinen Weg in dem Gebäudesektor findet habe ich damit offen gestanden, kein Problem.

00:14:21: Da ist das auch glaube ich gesellschaftlich kein großes Thema.

00:14:23: aber der Fokus sollte bei grünem Wasserstoff schon auf der Industrie und auf Langstreckenverkehr liegen also auf Stahl, auf Chemie, auf Luftverkehr oder Schifffahrt.

00:14:33: wir brauchen Instrumente die die Decarbonisierung der Industri und vor allen Dingen auch die Steigerung der Unabhängigkeit also der Resilienz Europas und Deutschlands stärken.

00:14:43: Also insofern Diotreppe nicht so ganz relevant für uns wahrscheinlich.

00:14:47: Prinzip erst mal ein richtiger Gedanke.

00:14:49: Die Ambition ist niedriger als das, was die Regierung vorher dort vorgeschlagen hatte und das ist vielleicht ein bisschen ein Problem.

00:14:55: Stichwort Resilienz.

00:14:57: Chinesische Akteure drängen ebenso auf den Markt wie europäische.

00:15:01: Wie sehen Sie die chinesische Konkurrenz derzeit?

00:15:04: Für den Elektrolyse-Sektor bin ich wirklich sehr, sehr hoffnungsvoll.

00:15:07: Wir haben uns in den letzten Wochen und Monaten ganz intensiv mit China beschäftigt und wir sehen ganz klar das chinesische Hersteller keinen technologischen Vorsprung haben sondern teilweise noch mit Herausforderungen zu kämpfen haben die ganz woanders sind als die die wir heute haben.

00:15:23: auch der chinesischem Markt ist aktuell noch nicht größer oder weiterentwickelt als der europäischer Markt.

00:15:27: hier passiert unglaublich viel das wissen die meisten Menschen gar nicht.

00:15:30: Aber es kommen jetzt langsam große Projekte in Spanien, in Finnland und Deutschland.

00:15:34: Auch in den Niederlanden wo wir gerade sind also da passiert schon eine ganze Menge weil der Elektrolyse sind wir noch vorne dran.

00:15:41: Und ein ganz wichtiger Punkt für mich ist Wir sehen seit Anfang der zweitausender dass wir Stück für Stück immer mehr Industrien an China abgeben.

00:15:48: Wir können schleichend hinnehmen das das weiter so passiert und sagen Welthandelsregeln sollten aufrechterhalten bleiben und wir dürfen die Chinesen nicht zu stark provozieren.

00:15:56: meine Bitte oder meinen Wunsch wäre in bestimmten strategischen Sektoren klare Kante zeigen, mehr Abschottung zeigen wenn wir dort Industrien in Deutschland und Europa behalten wollen.

00:16:07: Sprich Subventionen für Made-in Europe und nicht mit der Gießkanne an ganze Industriesektoren die dann auch von außerhalb kommen könnten?

00:16:15: Ich würde da in dem Kontext nicht von Subvention sprechen sondern ich würde im Kontext wirklich sagen jedes Projekt das in irgendeiner Form staatlich ausgeschrieben wird oder dann irgendeine Form von Fördermitteln bekommt, kann ausschließlich an europäische oder deutsche Hersteller vergeben werden.

00:16:35: Es ist nicht nachvollziehbar dass deutsches oder europäisches Steuergeld zum Hochlauf der Produktionskapazitäten in China führt, dediziert auch deutsche und europäischer Anlagen für deutsche und Europäische Projekte definieren in strategisch wichtigen Märkten haltig den einzig richtigen Schritt.

00:16:55: Wie sehen Sie denn die aktuelle Energiepolitik der Bundesregierung?

00:16:59: Die sendet ja manchmal so ein paar Mixed Messages.

00:17:01: Auf der einen Seite soll Wasserstoff als Energieträger

00:17:03: der Zukunft

00:17:04: fossile ersetzen und auf der anderen Seite soll aber auch blauer Wasserstoff mit Hilfe von fossilen Energien zum Übergang oder auch länger zum Einsatz kommen.

00:17:12: Gibt das im Hinblick auf die Klimaziele Sinn?

00:17:16: Langfristig wird grüner Wasserstoff die günstigste Form von Wasserstoff sein.

00:17:19: Das wird genauso ablaufen wie auch bei Wind und Solar, wo man früher gesagt hat das ist alles zu teuer, fossile Energie wird immer günstiger sein.

00:17:28: warum macht man nicht irgendwie CO- zwei Abscheidungen mit fossiler Energie?

00:17:32: Stimmt es nicht für solar und wind Strom und das wird auch für grünen Wasserstoff nicht stimmen.

00:17:36: deswegen halte ich persönlich nichts davon in Anführungsstrichen Übergangslösungen zu schaffen, wo man Erdgas vom CO² befreit.

00:17:43: Dazu kommt eben dieses massiver Argument der Reduktion der Abhängigkeiten die man mit dem blauen Wasserstoff nicht löst.

00:17:51: wir müssen uns los eisen von fossilen Importen oder die möglichst reduzieren um diese Zusatzrechnungen die wir aktuell ständig bekommen wenn eine neue Krise kommt nicht mehr zu haben.

00:18:03: ich finde es aber auch okay dass in der Bundesregierung dieses Dreieck zwischen Nachhaltigkeit, Bezahlbarkeit und Unabhängigkeit auch diskutiert wird.

00:18:12: Und man darauf achtet, dass das nicht völlig aus der Balance gerät.

00:18:16: Das ist ja glaube ich das Hauptargument, dass die aktuelle Bundesregierung verwendet um zu sagen warum man trotzdem eben immer noch auf bestimmte fossile Energieträger setzt.

00:18:23: Das ist aber für mich eben kein Widerspruch, weil es geht ja auch nicht darum nur auf günstige Energie zu setzen und auf Kosten zu achten.

00:18:29: Sondern das ist ein Dreieck wo alle Ecken gerichtig berücksichtigt werden müssen.

00:18:34: insofern etwas mehr Bezahlbarkeit für mich in Ordnung unter der Voraussetzung dass man trotzdem mutig bei grünem Wasserstoff und anderen wichtigen Technologien in der Zukunft weiterschreitet.

00:18:43: Ja

00:18:44: alter vielen Dank fürs Gespräch

00:18:46: hat mich sehr gefreut.

00:18:47: Danke schön!

00:18:55: Rausgehende Natur, das Handy mal zur Seite legen.

00:18:57: Das tut nicht nur uns beiden gut sondern allen Menschen und es führt übrigens dazu liebe Lene dass wir dann insgesamt auch zufriedener mit uns selbst sind.

00:19:05: Das ist das Ergebnis einer internationalen Studie mit fünfzigtausend Probanden in achtundfünfzig Ländern.

00:19:11: Ich muss sagen ich habe das ja schon vorgestern selbst am eigenen Leib ausprobiert als ich in deinem Garten saß und dachte wie wunderbar!

00:19:17: Ich hab hier nur einen sehr kleinen Balkon.

00:19:20: Aber vielleicht müsste man auch einfach mal wieder in den Urlaub fahren, ans Meer gehen am Strand.

00:19:25: In die Ferne blicken das macht bestimmt glücklich.

00:19:28: Ja und vor allen Dingen was es alles ist nicht nur dass man sich erholter fühlt das ist ja naheliegend.

00:19:33: Laut dieser Studie hatten die Menschen auch das Gefühl, dass das eigene Leben sinnstiftend ist.

00:19:37: Man ist insgesamt zufriedener mit dem was man macht Wenn man öfter in der Natur ist.

00:19:41: Das Forscher-Team aus Cambridge eine renommierte Universität empfiehlt jetzt der Politik Die Erkenntnisse zu nutzen und das Wohlbefinden der Menschen einfach und kostengünstig Zu verbessern.

00:19:51: Mehr Natur ist das politische Leitmotiv Dieser Forscher.

00:19:55: den können wir uns nur anschließen oder?

00:19:57: Wenn es wirklich so einfacher ist rausgehen Und dann geht es einem besser.

00:20:01: Das wäre doch was, das Heilmittel vielleicht für diese hypernervöse gereizte

00:20:19: Gesellschaft.

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