Kriegt die Regierung noch die Kurve? Mit Steffen Kampeter.
Shownotes
Steffen Kampeter, Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände, hat wenig Geduld mit der Bundesregierung – aber noch nicht alle Hoffnung aufgegeben. Das letzte Jahr sei „eher unbefriedigend" gewesen, die Unternehmerschaft enttäuscht. Kampeter fordert kein Diskutieren, sondern ein Reformbild: „Veränderungen, die eingebettet sind in ein Reformbild als Weg zu einer Verbesserung, werden nicht als Zumutung, sondern als Chance für eben diese Verbesserung empfunden." Das geplante Treffen im Juni hält er für ein gutes Signal – aber kein Allheilmittel. [10:34] Wie lange steht die Brandmauer zur AfD noch. Der ehemalige SPD-Ministerpräsident Torsten Albig empfiehlt seinen Parteifreunden, eine Zusammenarbeit mit der AfD nicht mehr komplett auszuschließen. Man könne nicht so tun, als wäre die AfD die Ausgeburt der Hölle, sagt Albig. Für ihn sind Minderheitsregierungen vorstellbar, die sich von der AfD unterstützen lassen. [01:37] Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen Impressum: https://table.media/impressum Datenschutz: https://table.media/datenschutzerklaerung
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00:00:02:
00:00:10: wieder mal wird der Brandmauer ein Schlag versetzt und zwar ausgerechnet vom ehemaligen SPD-Ministerpräsidenten ausschließlich Holstein Thorsten Albig.
00:00:20: Er schlägt eine Zusammenarbeit der SPD mit der AfD vor.
00:00:25: Könnte sein, dass wir schon in diesem Herbst sehen das Union und SPD mit der AfD gemeinsame Sache machen.
00:00:30: Das diskutieren wir gleich mit Stefan Braun dem Redaktionsleiter unseres Berlin-Tabels.
00:00:36: Um irgendwie aus dem Tal der Tränen rauszukommen braucht Deutschland dringend wieder starkes Wirtschaftswachstum.
00:00:41: eigentlich war das ja auch der Plan von Union und SPD dafür zu sorgen dass Deutschland wieder wettbewerbsfähig ist.
00:00:47: Bis jetzt hat das aber nur so mittelmäßig gut funktioniert, man verliert sich stattdessen eher im Klassenkampf.
00:00:51: Bärbel-Bars erklärt den Arbeitgebern den Kampf und Kanzler Merz wird beim Gewerkschaftskongress ausgebot.
00:00:56: Hat die Regierung hier wirklich noch die Kraft etwas zu verändern oder isst ein Scheitern unausweichlich?
00:01:01: Das fragen wir Steffen Kampeter, der Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände.
00:01:07: Die Abnehmenspritze könnte doch mehr Nebenwirkungen haben als bisher bekannt.
00:01:12: Zu dem Schluss sind jetzt Forscher aus Pennsylvania gekommen, nachdem sie mit KI einige Internetforen analysiert haben.
00:01:18: Insofern sind diejenigen glücklich, die am Wochenende viel Sport gemacht haben in der Sonne draußen, mittlerweile morgens um acht Angesichtsseitemperaturen.
00:01:28: Schön dass ihr heute bei uns sind.
00:01:29: an diesem Dienstag den sechsunzwanzigsten Mai eine kurze Woche beginnt!
00:01:38: Keine Zusammenarbeit mit der AfD um keinen Preis.
00:01:41: Das hat der Bundeskanzler immer wieder sehr deutlich gemacht, aber es gibt immer wieder Promis und auch Politiker die der Meinung sind man müsse mit der AFD mal arbeiten in der Hoffnung dass sie sich an der Macht entzaubert, in der hoffnung das sie domestiziert wird.
00:01:57: da gibt es alles mögliche.
00:01:58: Uli Hoeneß zum Beispiel hat vor ein paar Tagen im Spiegelinterview folgendes gesagt Ich finde
00:02:03: ist ganz gut wenn Sie in dem einen oder anderen Lern jetzt mal dran kommen dann kann man sie nämlich packen, da kann man das handeln nämlich vor allem.
00:02:10: Und bis jetzt sind es alles Schaumschläger die immer über sich schön durchlavieren aber noch nie beweisen haben können.
00:02:21: Und nun auch Thorsten Albig, der ehemalige Ministerpräsident Schäßig-Holsteins von der SPD.
00:02:26: Er bringt zumindest mal eine Duldung durch die AfD ins Spiel und verweist aber auf den Markt wo dieses Prinzip dazu geführt habe dass die Rechtspopulisten deutlich an Zustimmung verlieren.
00:02:36: es ist eine unangenehme Diskussion denn da auf der einen Seite will niemand mit den rechtsradikalen zusammenarbeiten Und auf der anderen Seite sehen die großen Parteien, dass sie immer kleiner werden und immer mehr von ihnen sich zusammentun müssen um die AfD von der Regierung abzuhalten.
00:02:53: Und damit natürlich immer austauschbarer werden.
00:02:56: also eine vertragte Lage für die Parteien Die einst stolze Volksparteien waren.
00:03:02: Was machen wir nun da mit?
00:03:03: Das diskutiere ich mit Stefan Braun im Redaktionsleiter unseres Berlin-Tabel.
00:03:07: Hallo Stefan schön das du da bist
00:03:09: Hallo Helene.
00:03:10: Also sprechen wir erst kurz über Thorsten Albig, ja ein ehemaliger SPD-Ministerpräsident der seiner Partei einen Vorschlag macht den alle wichtigen in der Partei nun ablehnen.
00:03:24: Ich weiß nicht was er raucht.
00:03:26: so war aus der SPD zu hören also klar eine Einzelmeinung.
00:03:31: oder hat Thorsten Albig doch mehr Einfluss als wir glauben?
00:03:33: Da würde ich jetzt mal spontan sagen.
00:03:35: Ich glaube nicht, dass er Einfluss auf die aktuelle SPD hat.
00:03:38: Er ist weit weg von allen!
00:03:41: Er trifft nicht den Punkt.
00:03:44: warum?
00:03:44: Die SPD hat wenig Dinge, die sie noch verbindet, die wirklich in ihrer Identität stützt und geschlossen macht.
00:03:52: Und eine davon ist ganz entscheidend der Kampf gegen die AfD, weil die AfD nicht irgendeine demokratische Partei ist, die man es mag.
00:04:01: Sondern bei den AfD in den Augen der Sozialdemokraten eine rechtsextreme Partei is', die im Prinzip alles was man in den letzten siebzig aus Sicht der SPD in den vergangenen Jahren verteidigt hat und wofür man gekämpft hat, infrage stellt mit Tabu-Brüchen, mit Aktasivität usw.
00:04:18: Insoweit.
00:04:19: ich glaube er berührt da An der Stelle, man möge sich doch tolerieren lassen von einer AfD wirklich sehr wenige bis niemand in der SPD.
00:04:28: Wo ein Punkt macht ist ganz eindeutig wie sollen Sozialdemokraten eigentlich auf diese Herausforderung reagieren?
00:04:36: Also was soll die SPD tun
00:04:38: um
00:04:39: ihr ehemaliges Klientel wiederzubekommen?
00:04:41: Die SPD steckt in einem riesigen Dilemma und sie muss sich entscheiden das Traurige Glas klar entscheiden, ich würde auch sagen in den nächsten Wochen.
00:04:50: Warum?
00:04:51: Sie hat sich auf der einen Seite zu einer Partei gemacht die immer nur die sozial Schwächsten unterstützt, die immer noch immer wieder sagt Ich bin das letzte Bollberg gegen irgendwelche sozusagen negativen Veränderungen und dadurch sie selbst immer wieder in den Arm greift wo sehr viele Leute wie wir als Arbeiter titulieren, die Facharbeiter sind, die auch Angestellte die aber zunehmend, wie wir wissen, Angst um ihre Arbeitsplätze haben.
00:05:20: Da reicht es nicht zu sagen Wir verteidigen!
00:05:24: Du brauchst eine Idee.
00:05:25: Du brauchste eine Zukunftsidee mit der du die Leute lockst.
00:05:30: Ich sage da gerne in solchen Fällen Schälder zwei Punkt Null.
00:05:33: Wir alle wissen dass Schälder insgesamt mit seiner sozusagen Nachamtszeit nicht gerade im Vorfeld ist.
00:05:39: Aber damals, zwei tausend drei hat er in einem Moment als er gesagt hat das geht nicht mehr anders Sehr vernünftig in den Augen, manche natürlich auch ganz furchtbar.
00:05:49: Aber eigentlich sehr vernünftig gesagt um das Land wieder nach vorne zu bringen, um Energie auszulösen und den Leuten eine Fantasie zu geben, mache ich es jetzt als Gerhard Schröder.
00:06:01: Ich baue Reform ein und bin gleichzeitig derjenige, deren Gefühl dafür hat wie die Zukunft für dieses tolerante liberale Land aussehen
00:06:09: könnte.".
00:06:11: Davor steht die SPD.
00:06:12: Nur dann hat sie eine Chance, die Leute wieder anzulocken.
00:06:15: Nennen Sie Arbeiter, nennen Sie Künstler, nenn Sie Angestellte?
00:06:18: Das ist ganz egal!
00:06:19: Dieser Fokus auf die sogenannten Arbeiter ist wahrscheinlich in sich schon ein Problem.
00:06:26: Sie müssen ja viel mehr anlocken um wieder interessant zu sein.
00:06:29: Schauen wir auf die CDU, die auch in einem Dilemma steckt – ich habe es in der Anmoderation schon kurz gesagt – steht zur Brandmauer.
00:06:37: Jedenfalls Friedrich Merz betont das immer wieder und gleichzeitig steht sie vor dem Problem mit linken Parteien, also der SPD oder den grünen Regieren zu müssen damit bei ihrer eigenen Programmatik Abstriche zu machen eine linke Politik zu vertreten als sie das eigentlich möchte.
00:06:54: Wie kommt die CDU daraus?
00:06:56: Sie ringt um eine Lösung aber es gibt offensichtlich keine.
00:07:01: Was hörst du aus der CDU was es für Lösungsansätze gibt?
00:07:06: Wie viele Leute gibt es wirklich, die sagen naja dann muss man's vielleicht mal drauf ankommen lassen.
00:07:11: Die AfD vielleicht entzaubern an der Macht oder sie auch vielleicht zu domestizieren wenn sie dann an den Fress trögen sitzt also da wo es was zu verteilen gibt dass sie dann vielleicht doch zur Besinnung kommt und verantwortungsvolle Politik macht.
00:07:26: ein wirklich großes Risiko.
00:07:28: aber gibt es vielleicht Leute die das eingehen wollen?
00:07:31: Ja, es gibt wahrscheinlich ein Viertel bis ein Drittel auch in Baden-Württemberg.
00:07:34: Wo das ja durchaus schwierig war die neue Koalition zu bilden.
00:07:37: Es gibt durchaus einen Viertell bis ein drittel, die irgendwie damit liebäugeln.
00:07:41: Die aber selber wissen welches Risiko darin decken würde.
00:07:45: wenn sie jetzt einfach mal sein arbeiten wir halt doch mit der AfD zusammen oder lassen uns von der tolerieren.
00:07:51: Sie alle wissen und das ist ein würde ich sagen wirklich CDU, DNA.
00:07:57: Sie wissen Rechtsradikalismus, Rechtsextremismus der Bruch mit unserer Geschichte, der Brucht mit Europa die Aggressivität gegen Fremde und gegen jüdisches Leben.
00:08:09: das würde sie alles sprengen.
00:08:12: Gleichzeitig wissen Sie und merken natürlich, wie schwer es ist aus der Rutschbahn in der man im Augenblick steckt.
00:08:19: Aus unterschiedlichsten Gründen weil man keine Haltung hat oder weil man viel zu sehr um Haltung kämpfen muss, weil alle möglichen Leute durcheinander reden.
00:08:27: Wie schwer es is eine Antwort auf die AfD zu finden?
00:08:30: Und ich finde bemerkenswert das kann man erwähnen.
00:08:34: vor wenigen Tagen hat die CDU-Parteigierung eine ausführliche Broschüre veröffentlicht wo nicht mehr drüber steht Brandmauer, brandmauer.
00:08:42: Sondern wo sehr ausführlich geschildert wird wie die unterschiedlichsten führenden AfD-Politiker was sie zur Gefüfte zu Europa zur Verteidigung zur Wirtschaftspolitik zu Russland zu China gesagt und getan haben
00:08:57: um
00:08:57: sich in der Sache abzukränzen.
00:08:59: also Sie sind endlich würde ich sagen auf eine Argumentative Straße eingebogen, wo sie sagen wir reden jetzt nicht mehr dauernd über die Grundmauer weil die ist plakativ und zu einfach.
00:09:11: Dagegen kann auch die AfD polemisieren.
00:09:13: Wir reden über
00:09:13: Inhalte.".
00:09:14: Es geht natürlich um das Verhältnis zur Schwesterpartei Stefan.
00:09:17: Und da gab es ja gestern einen spektakulären Brief der Zirkulierte von Manfred Weber dem Chef der EVP-Fraktion im Europäischen Parlament ein Einflussreicher CSU-Politiker, ein Brief in dem es formal um die wichtigen Fragen unserer Zeit geht.
00:09:35: Also um die Rüstung und um die Verteidigung und den Zusammenhalt in Europa
00:09:40: usw.,
00:09:41: der aber doch Überseht war mit Stichelein, und das ist noch freundlich.
00:09:46: Das hat Schmutzlein hätte vielleicht Hausseehofer gesagt gegen Markus Söder den CSU-Chef.
00:09:53: also zum Beispiel das Absägen der Hymne was Söda vorgeschlagen hat sei ja schön aber doch kein Mittel zur Lösung usw.
00:09:59: Es ist das Ausdruck von mehr als einem Gehren auch in der CSU Unmut über Söde der sich nun bahn bricht.
00:10:09: Also ich sehe da zwei Sachen, die auch irgendwie nochmal zusammenpassen.
00:10:12: Das ist etwas was ich vorher nicht gesagt habe, das gehört dazu.
00:10:15: Wenn der Kanzler und seine CDU-Führung nicht integrativer werden – also alle, die mitmachen wollen zu integrieren, würde es nichts werden.
00:10:27: Der Brief von Manfred Weber über die Lage der CSU hat im Prinzip den gleichen Doktus integriere Grenze nicht ab, macht keinen Schauspiel.
00:10:36: Sondern gibt sachliche vernünftige nach vorne gerichtete Antworten auf die
00:10:40: Zukunft.".
00:10:41: Das ist der Appell!
00:10:42: Jetzt könnte man sagen, warum hat er sich nicht früher getraut?
00:10:47: Kann man kurz auf die Figur Manfred Weber eingehen.
00:10:50: Der ist ja alles andere als ein Krawallbruder, der gerne mal über eine Schlagzeile sich großmacht und andere klein.
00:10:58: Deswegen ist dieser Brief so bemerkenswert, weil man davon ausgeben kann dass Weber sich abgesichert hat nicht völlig alleine und in eine Situation die eigentlich ganz friedlich und prima ist im Bayern so einen Brief zu schreiben.
00:11:11: Es wird das Gegenteil der Fall sein.
00:11:13: Jetzt haben wir auf die drei Parteien geschaut, die in Berlin ein Bündnis bilden und sehen alle drei sind in schwieriger Lage aber wir verlieren trotzdem die Hoffnung nicht oder?
00:11:24: Ich will Disruptivgefühl stürzen, in dem gerade so viele stecken.
00:11:31: Ach ist egal alles Scheiße und so weiter.
00:11:33: ich will das nicht!
00:11:34: Ich wehr mich dagegen.
00:11:35: deswegen habe ich auch die Hoffnung dass auch so ein Brief wie der von Manfred Weber auf den Boden trifft der eigentlich furchtbar ist und er verstanden hat.
00:11:45: Dann sind wir schon zwei und mit Herrn Weber drei.
00:11:49: Vielen Dank für deine Zeit Lieber Stefan.
00:11:51: Ganz schön Tschüss.
00:11:59: Schafft diese Bundesregierung noch den Turn-Around oder wird es in absehbarer Zeit Neuwahlen geben, wie es etwa Christian von Stetten der Chef des Parlamentskreis Mittelstand.
00:12:08: prognostiziert hat, diese Regierung werde keine vier Jahre mehr halten.
00:12:11: So hat das kürzlich gesagt.
00:12:13: Fakt ist jedenfalls, dass diese Koalition so unbeliebt ist wie noch keine Regierung vor ihr.
00:12:18: Zusammenkommen SPD und Union gerade noch auf thirty-four Prozent und auch die großen Verbände zeigen deutlich, dass sie mit der Arbeit von Merz, Bass, Klinkberg und Co nicht zufrieden sind.
00:12:29: Bis zur Sommerpause hat es jetzt der Kanzler gesagt soll es Vorschläge geben für die Rentengesundheits- und Einkommenssteuerreform.
00:12:37: große Erwartungen, aber diese Reformen müssen auch gelingen.
00:12:41: Denn sie sind der Grundstein für das Wirtschaftswachstum.
00:12:44: Denn auch in diesem Jahr wird die deutsche Wirtschaft nur etwa Nr.
00:12:48: vier bis
00:12:48: Nr.,
00:12:49: fünf Prozent zulegen.
00:12:51: Also schwarz-rot muss dringend liefern damit es am Ende doch noch so etwas gibt wie eine Aufbruchsstimmung.
00:12:57: Die ist im ersten Jahr der Regierungszeit schon ordentlich verpufft wenn es sie denn wirklich jemals gegeben hat.
00:13:03: Aber sind die Fronten zwischen Union und SPD, aber auch zwischen Regierung und den großen Verbänden mittlerweile so verhärtet dass man sich darauf gar nicht mehr einigen kann?
00:13:13: Für den Juni hat das ganze Abend einen Treffen geplant.
00:13:16: Und über die Erwartungen wollen wir sprechen mit Steffen Kampeter erst.
00:13:19: Hauptgeschäftsführer der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände BDA.
00:13:25: Hallo schön, dass Sie bei uns sind lieber Herr Kampter.
00:13:27: Danke für die Einladung.
00:13:28: Wie
00:13:28: zufrieden sind sie mit der Arbeit der Bundesregierung?
00:13:31: Na ja, die Erwartung ist das eine Regierung, die eine Mehrheit hat.
00:13:34: Diese Regierungsmehrheit auch nutzt mit Regierungsvorschlägen und parlamentarischen Mehrheiten.
00:13:39: Sie haben sich ja verpflichtet mit dem Amtseid den Land zu dienen Und ich glaube die Herausforderungen sind groß und unsere Erwartungen sind dass in den nächsten Wochen nicht nur Ankündigungen sondern auch Taten im Sinne des Amtsseides kommen.
00:13:53: Das letzte Jahr war eher unbefriedigend Hat es bei uns innerhalb der Unternehmerschaften Arbeitgeberschaft zur Enttäuschung geführt aber die Hoffnung stirbt zuletzt.
00:14:01: Diese Regierung ist zum Erfolg verpflichtet.
00:14:03: Die Hoffnung stirbt zuletzt, das klingt nicht gerade euphorisch.
00:14:06: jetzt ist ja PKM also Parlamentskreis Mittelstand durchaus auch sehr kritisch mit der eigenen Koalition.
00:14:13: dort gibt es auch vereinzelt Stimmen die nicht mehr daran glauben dass das noch funktioniert.
00:14:19: wie sehen Sie das?
00:14:20: und sind solche Kräfte nicht auch dann selber destruktiv?
00:14:24: Also Verbände haben in der verfassenden Demokratie nicht die Oppositionsfunktion, sondern wir sind beratend für die Regierung – egal wer die Mehrheit stellt.
00:14:33: Und wir nehmen diese Beratung kritisch konstruktiv wahr und unsere Aufforderungen an die Regierungen und die Parlamentsmehrheit ist Rauft euch zusammen, streitet nicht so viel.
00:14:43: Sondern nimmt Kurs auf.
00:14:45: mehr Wettbewerbsfähigkeit, wachstum Beschäftigung und sozialer Zusammenhalt gehören zusammen Und diesen Auftrag müssen Sie jetzt konkretisieren in einem Leitbild für Reformen.
00:14:56: Aber Herr Kapitel liegt das Problem nicht auch daran, dass die Regierung von Verbänden aber auch von den Gewerkschaften wenig konstruktiv begleitet wird.
00:15:06: Wenn ich daran denke, dass der Kanzler kürzlich beim Gewerktag ausgebot wurde und umgekehrt die Arbeitsministerin als sie bei ihnen war, ausgelacht wurde sind solche Aktionen wirklich hilfreich?
00:15:17: oder müssen Sie sich nicht an die eigene Nase fassen und sich fragen was habe ich eigentlich dafür getan?
00:15:22: Dass diese Koalition besser arbeitet?
00:15:24: Frau Bobowski, zuerst einmal möchte ich klarstellen.
00:15:27: Es haben Einzelne auf dem Arbeitgebertag eine Sachverhaltsdarstellung der Arbeitsministerin nicht begrüßt und es haben ein wesentlicher Anteil von Teilnehmern auf den Gewerkschafts-Sachdenk.
00:15:39: Der Bundeskanzler kontinuierlich zu stören versucht.
00:15:42: Das eine war Sorge um unser Land und das andere war Absage an Reformen.
00:15:45: Das sind prinzipiell unterschiedliche Meinungsäußerungen und unterschiedliche Qualitäten.
00:15:50: Aber eine Bundesregierung ist nicht nur da, um gelobt zu werden sondern auch aufgefordert zu werden.
00:15:55: Im Meinungsstreit Führung zu zeigen Vorschläge zu machen.
00:15:58: dann können wir über diese Vorschlage diskutieren.
00:16:01: Leider liegt in den zentralen Fragen Wie geht es weiter auf dem Arbeitsmarkt?
00:16:05: Wie geht's weiter in den sozialen Versicherungen?
00:16:08: wie geht das weiter mit der Demografie?
00:16:10: wie gehts weiter mit den Energiepreisen?
00:16:12: bisher noch nichts Umfassendes vor dass wir mit der Regierung über einen konkreten Weg ringen würden.
00:16:18: im Gegenteil Wir erkennen kein Reformbild.
00:16:22: Veränderungen, die einfach erfolgen ohne zu wissen warum werden von vielen als Zumutungen empfunden?
00:16:29: Veränderung, die eingebettet sind in ein Reformbild als Weg zu einer Verbesserung werden nicht als Zumutungen sondern als Chance für eben diese Verbesserungen empfinden.
00:16:39: und deswegen ist der erste Schritt für die Regierung dieses positive Reformbild beispielsweise mehr Backstum- und Arbeitsplätze in und für Deutschland auszubuchstabieren, damit die Menschen wissen warum machen wir jetzt eine Krankenversicherungskreform?
00:16:53: Warum dürfen die Sozialversicherungsbeiträge nicht mehr steigen und warum müssen wir unangenehme Entscheidungen und Herausforderungen machen um die Generationengerechtigkeit in Deutschland noch aufrechtzuhalten.
00:17:04: Das ist unsere Erwartung ein Leitbild zu formulieren und dann Maßnahmen die auch dieses Leit Bild hinführen begründend in den parlamentarisch-politischen Prozess einzuführen.
00:17:14: Die SPD argumentiert, dass ein Maß an sozialer Kälte bedeuten würde in diesem Land.
00:17:20: Dass die Arbeitnehmer noch stärker in die Arme der AfD treibt.
00:17:24: und in der Tat gibt es ja innerhalb der Gewerkschaften nun schon etliche Mitglieder, die der AfD zugetan sind?
00:17:31: Was entgegnen Sie?
00:17:32: Zuerst einmal wir sehen das bei den Betriebsratswahlen der befürchtete Ruck an die Ränder ausgeblieben ist sowohl links wie rechts.
00:17:41: Das kann man zum einen mit dem sozialpartnerschaftlichen Modell von Arbeitgebern und Arbeitnehmern in Betrieb, aber auch sicherlich mit der gewerkschaftlichen Positionierung für die parlamentarische Demokratie begründen.
00:17:53: Von daher das Land ist da noch nicht unter.
00:17:55: Aber es gibt Wahnsignale, die ich ja auch erkenne dass immer mehr Gewerkschaftermitglieder an den Rändern wählen und dass sich die Gewerksamkeiten selbst auch verändert haben.
00:18:06: Die prägenden Industriegewerkschaften von Chemie und Metall sind nicht mehr die dominanten Kräfte, dort wo die Transformation tatsächlich stattfindet.
00:18:16: Und das was ich die Verdiisierung des deutschen Gewerkschafts-Bundes nenne dass die öffentlich finanzierten und aus Beiträgen finanziert Beschäftigten dem PACE Vorgehen die Geschwindigkeit auch die Konflikt Intensität innerhalb des DGB macht mir ein bisschen Sorgel.
00:18:31: Die Zukunft liegt in Industrie, Handwerk und Handel.
00:18:34: Die Zukunft nicht allein im öffentlichen Bereich.
00:18:37: Und das muss der DGB glaube ich auch noch mal neu justieren.
00:18:41: Die letzten Signale aus den Industrie-Gewerkschaften stimmen mich ein bisschen konstruktiv.
00:18:46: Der Pulverdamm des ersten Mai und des Gewerkschaustages wird sich hoffentlich verziehen und dann werden wir uns für Wachstumarbeitsplätze in die Industrie Handwerk oder Handel einsetzen müssen!
00:18:57: Das Verhältnis der DGB-Vorsitzenden und dem Kanzler ist gespannt.
00:19:01: Könnten Sie da ein Vermittler sein?
00:19:03: Wir haben in vielfältiger Art und Weise belegt, dass wir mit unserem Sozialpartner den Gewerkschaften Herausforderungen lösen können beispielsweise in der Finanzkrise, beispielsweise bei Corona.
00:19:14: Beispielsweise durch vielfältige auch Krisen-Tarikverträge.
00:19:17: Jetzt warten wir sowohl Gewerkschaften als auch die Arbeitgeber auf politische Signale, dass man diese sozialpartnerschaftlichen Leistungen respektiert oder auch auf Einladung für eine bestimmte Lösung von Problemen zu helfen.
00:19:31: Aber wir sind nicht die Regierung als Sozialpartner und das Verhältnis zwischen Regierung und Sozialpartnerschacht soll ja auch in diesen Tagen mit der Intensivierung von Gesprächen verbessert werden.
00:19:41: Ich finde, das ist ein gutes Signal was Friedrich Merz dort sagt.
00:19:45: da können man sicherlich etwas draus machen.
00:19:47: Ja konzentierte Aktion so ist der Titel.
00:19:50: es geht um einen Treffen dass für den Juni geplant ist.
00:19:53: Sie haben doch schon mal gesagt Herr Krampeter dass sie eigentlich nicht daran glauben dass das so ein großer Erfolg wird.
00:20:00: warum nicht?
00:20:01: Das Treffen ist keine konzertierte Aktion im Sinne, dass Gewerkschaften und Arbeitgeberverbände dort gemeinsam versuchen mit der Politik etwas zu machen.
00:20:09: Sondern die Bundesregierung hat Wirtschaftsverbände, Arbeitgebersverbände und Gewerksamkeiten eingeladen um mit uns zu diskutieren.
00:20:16: das unterscheidet sich grundlegend vom Bündnis für Arbeit oder anderen vorherigen konzerte Aktion.
00:20:22: was ich gut daran finde ist, dass man offensichtlich auch andere Blickweisen als die der Koalitionslogik einbeziehen will in die Entscheidungsfindung Also die Begründung, dass etwas nicht geht weil da jeweils andere Koalitionspartner es nicht will.
00:20:37: Das ist ja kein sachliches Argument sondern wir müssen gucken was können wir tun für mehr Wachstum und Beschäftigung in Deutschland?
00:20:44: Dass die Investitionen in Deutschland getätigt werden das wir Arbeitsplätze in Deutschland behalten, dass wir Technologien nutzen um Wertschöpfung in Deutschland zu erhalten und darüber dann mit der Regierung zu diskutieren.
00:20:57: Und dafür bedarf es nicht nur des Treffens am zehnten Juni, das machen wir gerne auch bei anderen Gelegenheiten.
00:21:02: kontrovers und konsens- und kompromissorientiert.
00:21:06: Ja wobei Sie haben vorhin selbst gesagt diskutieren tun wir ständig und alle miteinander in diesem Land innerhalb der Regierung zwischen Regierung und Opposition und alle anderen mischen beim Diskutieren auch noch kräftig mit.
00:21:17: was er fehlt sind echte Reformen die aber alle versprochen haben.
00:21:22: auch die Sozialdemokratie hat sich zur Reformagenda grundsätzlich bereit erklärt.
00:21:26: Was ist das Problem?
00:21:27: Ist dieses Land nicht mehr reformfähig, haben wir uns selbst zu sehr eingemauert und eingerichtet und sind zu schwerfällig geworden in allem.
00:21:38: Ich habe vorhin schon das Wort Disruption erwähnt.
00:21:41: also wie sehen Sie das?
00:21:43: Also ich teile Ihre Beobachtung dass was ich etwas salopp die Betonmischer nenne im mittleren Establishment der Exekutive aber auch des politisch-parlamentarischen Bereichs, die eigentlich gar keine Verhänderungen wollen wohlfühlen mit dem, was sie teilweise Kündigungsschutz gesichert erreicht haben.
00:22:00: Diese Betonmischer verhindern Reformen.
00:22:03: Man darf die Frösche nicht fragen den Sumpf auszutrocknen.
00:22:05: deswegen ist unsere Bitte Aufforderung Erwartungen an die Regierung und im Bundeskanzler auch in den Vizekanzlern an diese tragenden Parteien dass Sie jetzt nicht auf die frösche beziehungsweise die betonmische Rücksicht nehmen sondern das, was sie für notwendig halten.
00:22:22: Was wir vielleicht gemeinsam entwickeln können für unser Land auch tatsächlich in Gesetze packen.
00:22:27: Das glaube ich ist jetzt der Akt von politischer Führung und Zusammenarbeit.
00:22:32: Ansonsten sehe ich genauso wie jede Gefahr dass andere als die derzeit regieren dann die Geschicke unseres Landes entscheiden werden.
00:22:40: Und im Augenblick können Sie selber entscheiden und wenn das dann andere entscheiden Dann glaube ich es sehr zweifelhaft, dass es dann besser wird als die derzeit enttäuschenden Wachstums, Perspektiven und Beschäftigungsergebnisse?
00:22:53: Ich habe gar nicht meine eigene Meinung hierzu protokoll gegeben.
00:22:56: Sondern nur das was man vielleicht befürchten kann, was befürchtet wird in der Debatte.
00:23:00: In dem Bild des Frosches den man nicht fragen soll wer sind Sie da?
00:23:04: Die Arbeitgeberverbände.
00:23:05: Wir sind diejenigen, die SIMT veraustrocknen wollen.
00:23:08: Wenn sie den Arbeitsplatz in Deutschland verhindern und hindern unternehmerische Aktivität beschränken und damit die Zukunftsfähigkeit und die Innovationsfähigkeit unseres Landes nach vorne treiben wollen.
00:23:21: Es darf Sposche geben?
00:23:22: Na klar!
00:23:24: Aber das Leitbild darf nicht sein.
00:23:26: wir wollen den SIMT von gestern zum Leitbild für morgen machen.
00:23:29: Zum Schluss nochmal kann Peter die wichtigsten drei Dinge dir sofort kommen müssen.
00:23:34: Aus Sicht der Arbeitgeberverbände, neben der Energiefrage ist es die Flexibilität des Arbeitsmarktes.
00:23:40: Die Bezahlbarkeit von Arbeit in Deutschland und die Innovationsfähigkeit von Beschäftigung.
00:23:47: Da geht es um KI bis hin zu anderen Technologien.
00:23:51: Wir müssen nicht das Land der Bedenkenträger neue Technologie sein sondern wir müssen Arbeit modernisieren mit diesen neuen Technologen.
00:23:58: auf allen drei Feldern haben wir Vorschläge gemacht.
00:24:02: Jetzt ist es an der Regierung zu sagen, Wir verändern etwas für dieses Land.
00:24:06: Ich würde mich freuen wenn das klappt
00:24:08: also zumindest mal die wochenarbeitszeit dir im Koalitionsvertrag vereinbart ist dass die nun auch schnell kommt und nicht ja sich weiter geht
00:24:17: nur um die wochene Arbeitszeit vor Bobowski.
00:24:19: Es geht um viel mehr Flexibilität.
00:24:22: es geht auch um die frage wann wir wehen wie Unternehmen behalten oder nicht mehr behalten müssen.
00:24:27: Es geht um die Frage, wie hoch sind die Lohnzusatzkosten?
00:24:30: Die schon lange keine Lohnnebenkosten sind und drittens beispielsweise um die frage Wie können wir die Beschäftigungsfähigkeit unserer Menschen in unserem Land erhalten wenn KI Aufgaben übernimmt?
00:24:42: Das sind doch die Debatten der Zukunft, die viel viel wichtiger sind als die Gemütslagen einzelner Beteiligten im politischen Prozess.
00:24:50: Vielen Dank Herr Kampeter dass Sie heute Ihre Einschätzung der Lage mit uns geteilt haben
00:24:54: Aber herzlich gerne.
00:25:02: Lieber
00:25:03: Flo war noch
00:25:03: was?
00:25:04: Elena, das Internet hat ja Antworten auf so ziemlich jede Frage und ganz viele findet man davon in so Internetforen wie beispielsweise Reddit oder gutefrage.de.
00:25:13: Da kann man dann immer mal nachlesen wenn man irgendwas wissen möchte.
00:25:16: es gibt mindestens einen anderen Menschen auf dieser Welt der die Frage schonmal im Internet gestellt hat.
00:25:21: Aha!
00:25:21: Und die Frage ist wahrscheinlich sehr häufig jetzt wo es wärmer wird Wie nehme ich ab.
00:25:26: Auch das ist eine Frage, die glaube ich rund um die Uhr diskutiert wird und dazu gibt es auch verschiedenste Theorien was man da am besten machen kann.
00:25:34: Mittlerweile sind ja Abnehmenspritzen wie zum Beispiel Osempic ja ganz hoch im Kurs.
00:25:39: immer mehr Leute greifen zur Abnehmspritze weil's einfach der unbeschwerteste Weg zum abnehmen ist.
00:25:43: aber Forscher der Uni Pennsylvania haben jetzt mit Hilfe von KI vierhunderttausend Forenbeiträge analysiert die sich rundum die Abnahmspritzer drehen und haben dabei festgestellt dass ganz oft die Nutzer über Schüttelfrost oder Hitzeanwanderungen, oder auch Unregelmäßigkeiten bei der Periode berichten.
00:26:02: Und das sind komischerweise alles Nebenwirkungen, die bei den klinischen Studien bis jetzt noch nicht aufgefallen sind.
00:26:08: aber weil so viele Leute im Internet sich darüber ausgetauscht haben scheint es doch da irgendwie zu sein dass das zumindest auch immer mal wieder Auftreten an Nebenwirkungen sind.
00:26:16: Ja, oft ist der einfache Weg eben nicht der Beste und oft liegt das Gute dann doch auch im Schwierigen.
00:26:23: Insofern vielleicht eben doch Sport machen, gesünder essen weniger trinken.
00:26:29: Ich weiß es macht alles weniger Spaß aber besser als Schüttelfrost oder?
00:26:33: Auf jeden Fall!
00:26:34: Aber immerhin schon mal schön zu sehen dass allein durch den ja doch recht privaten Austausch im Internet man mit KI da vielleicht nochmal auf Unregelmäßigkeiten stößt die man halt in klinischen Studien nicht findet.
00:26:44: also die Forscher sind jetzt zumindest relativ hoffnungsfroh, dass man die Ergebnisse der KI jetzt nehmen kann um gezielter Aufnehmenwirkungen bei Medikamenten hinzuweisen und zu forschen.
00:26:54: Also geben wir mit dieser guten Nachricht der Weisheit des Netzes in diese Woche und befreuen uns wenn sie morgen wieder dabei sind dann haben wir schon den Mittwoch.
00:27:03: alles Gute bis dahin tschüss!
00:27:11: Ciao!
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