Comeback für Europa - aber wie? Mit Ann-Kristin Achleitner und Torsten Toeller.
Shownotes
Table Today – Spezialausgabe vom Wirtschaftsforum NEU DENKEN in Palma de Mallorca. Rund 250 Gäste aus Politik und Wirtschaft debattieren, ob Europa als Kontinent eine selbstbestimmte, wettbewerbsfähige Zukunft hat. Michael Bröcker spricht mit zwei Stimmen, die das deutsche Comeback aus Wissenschaft und Mittelstand beleuchten.
Ann-Kristin Achleitner, Professorin an der TU München und stellvertretende Vorsitzende des Investitions- und Innovationsbeirats im Bundesfinanzministerium, verortet Deutschlands Problem nicht im Erkennen, sondern im Umsetzen. Hightech-Agenda, Quantentechnologie und agentische KI seien echte Chancen – auch für den bestehenden Mittelstand –, wenn Bund und Länder fokussieren statt sich gegenseitig zu duplizieren. „Ob es dann gut wird oder nicht, hängt maßgeblich von uns ab", sagt sie. [01:31]
Torsten Toeller, Gründer und Mehrheitseigentümer der Tierbedarfskette Fressnapf, würde sein Unternehmen trotz aller Standortklagen wieder in Deutschland gründen und investiert weiter, zuletzt rund 80 Millionen Euro in ein neues Logistikzentrum. Er fordert einen schlankeren Staat und ein Ende des Märchens vom anstrengungslosen Wohlstand: „Es wird gefordert, was nicht finanziert werden kann; es wird verteilt, was nicht erwirtschaftet wurde." [11:44] Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen Impressum: https://table.media/impressum Datenschutz: https://table.media/datenschutzerklaerung
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00:00:05: Herzlich willkommen zu dieser Sonderausgabe von Table Today.
00:00:08: Direkt aus Palma de Mallorca, aus dem wunderbaren Hotel Castilloson wieder.
00:00:11: hier sind Zwei Hundert Fünfzig Gäste aus Politik und Wirtschaft
00:00:14: vor
00:00:15: allem aus dem Unternehmerlager zusammengekommen um über die Zukunft Europas zu diskutieren.
00:00:19: hat Europa eigentlich als Kontinent eine
00:00:22: Zukunft
00:00:23: eine selbstbestimmte eine ökonomisch-wettbewerbsfähige?
00:00:26: darum ging es hier in anderthalb Tagen.
00:00:28: Oder steigen wir zum Industriemuseum ab, das auf der Weltbühne nur noch als Zuschauer agiert.
00:00:33: Darüber haben wir hier zwei Tage diskutiert.
00:00:35: – Neu Denken heißt diese wunderbare Konferenz die von der ehemaligen TV-Moderatorin Sabine Christiansen kuratiert und initiiert wurde.
00:00:42: Zum neunten Mal findet sie bereits statt in diesem Jahr unter anderem mit Joachim Gauck dem ehemaling Bundespräsidenten als Tagast und wieder einmal der Münchner Sicherheitskonferenz als Partner.
00:00:51: Wir bringen Ihnen heute einen Ausschnitt aus diesem Gesprächen und Diskussion.
00:00:54: Was muss ich konkret ändern, damit wir in Europa die Comeback-Strategie schaffen?
00:00:58: Das was einst in der Lissabon Agenda angelegt war!
00:01:02: Wir sprechen gleich mit Angristin Achleiner, der stellvertretenden Vorsitzende des Innovationsbeirats im Finanzministerium, langjährige Unterstützerin der jungen digitalen Wirtschaft und Professorin an der Münchner TUM.
00:01:13: Den Klartextblick aus dem Mittelstand gibt uns Torsten Thöller Gründer und CEO von Fressenapf einem der führenden Unternehmen in Europa im Bereich Tierbedarf alleine mit zwei tausenden neunhundert Märkten in Europa und über zwanzig
00:01:25: Tausend Beschäftigten.
00:01:27: Freuen Sie sich auf diese beiden Gespräche, los geht's!
00:01:41: Die Frage dürfen wir uns gar nicht stellen.
00:01:43: Es muss ja so sein, aber nicht in dem Sinne dass wir nichts tun weil wir unterstellen es kommt sondern im Sinne das wir das bestmögliche jeder von uns tun dass wir die beste Zukunft haben, die wir haben können.
00:01:53: Sie waren auf den Pendels immer ein bisschen auch die Stimme nicht nur der Vernunft, sondern auch der Konstruktivität des Optimismus hatte ich das Gefühl woher nehmen sie gerade ihren Optimismus für das zukünftige Geschäftsmodell auch in Deutschland?
00:02:06: Ich glaube unabhängig davon, worüber man redet, Optimismus oder konstruktiver Optimismus ist eine Grundeinstellung.
00:02:12: Überlegen Sie mal was die Alternativen sind.
00:02:15: Deswegen ist das unabhäglich von der Sache sicher so dass ich so denke.
00:02:18: aber ich glaube wir können es hier auch haben weil wir haben unglaublich viele Einzelteile die wir zusammen haben, die wir nur wieder zusammensetzen müssen und dass sie zusammen funktionieren.
00:02:26: deswegen auch das auffordern das gemeinsam zu machen.
00:02:29: ob es dann gut wird oder nicht hängt maßgeblich von uns ab.
00:02:32: Wir müssen ja bei der griechischen Mythologie beginnen.
00:02:34: In Ihrem Vortrag haben Sie den Agrasie-Effekt bezeichnet und ausgeführt, dass wir eigentlich kein Erkenntnisproblem haben in diesem Land aber als an der Umsetzung harpert.
00:02:43: Was fehlt uns genau?
00:02:45: Warum tun wir nicht das wo wir wissen, dass es richtig wäre?
00:02:48: Das ist eine ganz entscheidende Frage, weil nehmen Sie zum Beispiel den Bereich Innovation.
00:02:52: Da gibt es eigentlich nicht so große Unterschiede zwischen den Parteien, da gibt es relative Einigkeit auch zwischen der Politik und den Unternehmen.
00:02:59: Das ist kein Kampffeld wie andere Felder wo dann sagen wir mal ideologische Sachen mit rein spielen ja?
00:03:04: Und trotzdem müssen wir in einen Umsetzungseffekt kommen.
00:03:07: das ist eine gute Frage woran es liegt.
00:03:09: sicher ist eine Sache dass wir keine Grundsatzstrategie haben an der wir arbeiten müssen In welche Richtung wir aber wollen.
00:03:16: was sind die Technologien auf die wir vor allem setzen wollen für die Zukunft Deutschlands, wo die Sachen die neuen Arbeitsplätze herkommen.
00:03:23: Aber auch die Technologien, die uns helfen in der Schnittstelle zu unternehmen.
00:03:26: Weil wenn ich zum Beispiel jetzt das Wort viel heute an agentische KI denke oder sowas... Das ist ja keine Sache, wo es nur darum geht neue Unternehmen zugrunden sondern die bestehenden Unternehmen mitzunehmen und umzubauen.
00:03:38: Die Hightech-Agenda beinhaltet ja unter anderem auch die KI, aber eben noch anderes.
00:03:41: sind das?
00:03:42: Die Schlüsseltechnologien auf denen Deutschland ein neues Wirtschaftswunder aufbauen kann?
00:03:46: oder ist das eine verkopfte politisches Zielbild damit man mal nach draußen hin überhaupt so etwas in der Strategie erkennen lässt.
00:03:53: Die Hightech-Agenda ist ein erster Schritt über die Technologien zu reden.
00:03:57: Es ist ja zum Beispiel auch Quantentechnologie dabei, die entscheidend sind wenn wir nach vorne gehen.
00:04:01: Ist es ein bisschen breiter?
00:04:02: Wichtig ist z.B.
00:04:03: auch die Raumfahrtindustrie wo wir ja Fortschritte gemacht haben.
00:04:07: Wichtig aber dass wir da jetzt auch konkrete Pläne haben und auch den klaren Willen haben an der Weltspitze zu sein was Fokussierung voraus setzt weil innerhalb der Schlüsseltechnologien gibt es jeweils dann wieder verschiedene Ansätze und andere Fragen und da müssen wir einen stärkeren Push entwickeln.
00:04:22: Wir
00:04:23: müssen auch ehrlich zu uns sein und sagen den Wohlstand, den wir uns haben erarbeiten können durch die großen Branchen wie Automobil, Maschinen, Chemie.
00:04:30: Dass sie in den neuen Technologien aufgrund des verschärften Wettbewerbs nicht das Wohlstandslevel auch nicht das beschäftigten Level halten können!
00:04:38: Das würde ich so nicht sagen, weil Sie sehen ja was zum Beispiel mit anderen Technologien auch gekommen ist.
00:04:42: Aber wenn wir sie nicht angehen und wenn wir auch nicht die bestehende Industrie umbauen... Weil das Punkt ist ja nicht eine existente Industrie komplett durch eine neue zu ersetzen sondern es geht darum dass wir einen Umschwung haben.
00:04:53: Wir werden die neuen Industrien haben, die wir brauchen.
00:04:55: Wir müssen aber auch in den bestehenden Industrien, die sind wettbewerbsfähig sein.
00:04:59: Das Thema, bevor ich überhaupt bei agentischer KI ist Digitalisierung und andere Fragen angehen.
00:05:04: Das wird wichtig sein.
00:05:05: Wo sind die Bremsklötze in den Unternehmensetagen?
00:05:08: In den bürokratischen Apparaten oder auch in der Gesellschaft, die den Wandel gar nicht so sehr will?
00:05:15: Ich glaube alle Punkte, die Sie angesprochen haben, das ist wichtig.
00:05:17: Das Thema Bürokratie ist ja nicht nur ein staatliches Thema.
00:05:20: So wie es überhaupt nicht nur Einstaatliches Thema ist, weil wenn wir darüber reden auf der Unternehmenseite sehen wir auch viele Sachen wo wir uns bewegen müssen den großen Unternehmen.
00:05:30: Also hier muss man schlanker werden und hier sind natürlich auch Digitalisierungsprozesse eine Chance, man muss sie nur wirklich umsetzen und darf nicht in einer Pilotierungsphase sozusagen stecken
00:05:39: bleiben.".
00:05:39: Ein deutschlandweit exzellentes Beispiel an dem Sie eben beteiligt sind ist die Turm in München, die es geschafft hat unternehmerische Expertise und Forschungsexpertise zusammenzubringen auszugründen.
00:05:51: warum ist das immer noch so ne Art Leuchtturm ein einzelbeispiel?
00:05:55: Warum ist das nicht Standard in
00:05:56: Deutschland?".
00:05:57: Also ich glaube, vielleicht zwei Sachen.
00:05:59: großer strategischer Wurf das auch zu machen.
00:06:01: Man wusste, was man wollte und es kamen mehrere Sachen zusammen.
00:06:04: Es kam damals ein sehr visionärer Universitätspräsident zusammen, Prof.
00:06:08: Herrmann.
00:06:08: Das wollte ... Es kam dazu, dass es eine weiche Staatsregierung gab, damals Stolber der sehr stark darauf gesetzt hat.
00:06:14: viele der Sachen die wir heute sehen sind Folgen der damaligen Stolberschen unter anderem auch Herrmannschen-Sachen Und es kam mit Frau Kladden jemand dazu, der das Engagement wirklich als Einzelperson gemacht hat.
00:06:26: Und sie hatte ja nicht nur finanziell, sondern sie war auch sehr stark engagiert.
00:06:30: Sie ist bis heute – ich bin ja immer aufsichtsrat – sehr inhaltlich strukturiert.
00:06:35: Das ist kein einmaliger Check gewesen, sondern ein jahrzehntelanges Engagement und dann kam natürlich mit Helmut Schönenberger auch einen Menschen dazu der das auch nachhaltig getrieben hat.
00:06:45: so deswegen würde ich sagen diese vielen Ingredienzen die kamen einfach zusammen und sind zusammengeblieben.
00:06:51: viele von uns sind ja seit Jahrzehnten jetzt gemeinsam daran beschäftigt um das zu machen.
00:06:58: Ich darf Ihnen aber widersprechen, dass es durchaus Bewegungen jetzt gibt in Deutschland die Beeindruckung sind.
00:07:02: Man hat ja mit der Start-up Factory sozusagen versucht aus dem Münchner Modell zu lernen.
00:07:07: wie geht das dann in die verschiedenen Gebietereien?
00:07:09: Es gab den Wettbewerb und zum Beispiel Hessen hat genau das gemacht worüber wir sprechen.
00:07:14: eine große Strategie mit der Hilfe von Bain ist beeindruckend was... da aufgearbeitet ist, bringen die verschiedenen Ansätze zusammen und haben einen eigenen Fonds.
00:07:23: Es gibt auch andere Bereiche in Hessen, das kenne ich jetzt besonders gut und finde ich besonders eindrücklich.
00:07:27: Und auch in München ist es ja so, dass es neben der Unternehmertum neue Entwicklungen gibt wie zum Beispiel der neue Vizepräsidente LMU, die neuen Ansätze der Max-Planck-Gesellschaft etwas zu machen und wir arbeiten alle eng zusammen.
00:07:37: Das ist glaube ich das Geheimnis von München – Wir bekämpfen uns nicht sondern wir arbeiten zusammen!
00:07:41: Und im Idealfall ist der Föderalismus dann so eine Art Wettbewerbsgeflecht, wo jeder besser sein will als der andere.
00:07:47: Hier ein neuer Startup-Incubator und hier noch bessere Zusammenarbeit zwischen Wirtschaft und Wissenschaft – ist das denkbar?
00:07:54: Das Föderalismus mal hilft?
00:07:55: Natürlich, wenn man Föederalismus so versteht.
00:07:58: Dass nicht jeder das Gleiche versucht zu duplicieren sondern dass jeder auf das setzt und die Industrien setzt zum Beispiel in denen er regional auch stark ist.
00:08:07: sie müssen mit der regionalen Wirtschaft arbeiten Sie müssen die Universitäten haben in diesem Gebiet Und auch München deckt ja sozusagen vor allen den industriellen Bereich ab.
00:08:16: In manchen Bereichen sind wir weniger aktiv.
00:08:19: Wenn Sie z.B.
00:08:20: das ganze Biotech-Cluster auch denken das gehört natürlicher diese ganze Region Heidelberg, Mainz und andere Bereiche.
00:08:27: Also ich glaube wesentlich ist dass sie die Individualität haben.
00:08:30: oder wenn Sie ein hinterland denken oben in Westfalen das wir das haben hand da rum sind wir als Münchner also Unternehmertum darf ich sagen natürlich bestrebt dass wir dadurch dass wir permanent uns neu erfinden neue Sachen machen vorne an der Kurve bleiben.
00:08:44: Agentic AI müssen wir kurz ansprechen?
00:08:46: Sie haben es eben schon genannt.
00:08:47: Ist das die Comeback Chance für den traditionellen industriellen Mittelstand Maschinenbau Chemie, Automobil oder ist es eigentlich ein Abbauprogramm am Ende in diesen alten traditionellen Strukturen und Branchen?
00:09:02: Na
00:09:02: im Gegenteil.
00:09:02: Sie müssen es positiv sehen.
00:09:04: ich habe mich zum Beispiel die letzten Tage mit einem neuen Start-up aus München enger beschäftigt was Artira heißt etwas genau agentischer i für technische Vertriebsprozesse einsetzt, also wo es ja sehr aufwendig ist wenn sie im technischen Reichen Maschinenbau bestellen wie Sie die Angebotserstellung machen auf der Basis von diesen technischen Daten.
00:09:23: In diesem Bereich können Sie, wenn Sie Agentensysteme einsetzen nicht nur sehr effizienter arbeiten natürlich auch viel schneller und damit auch Angebote machen, die Sie gar nicht hätten machen können mit der Geschwindigkeit.
00:09:33: Von daher ist das zum Beispiel eine ganz klare Chance, wenn man Agentischer in diesen Bereich einsetzt und es macht sehr viel Sinn so was auch aus Deutschland heraus zu entwickeln auch ein Münchner Unternehmen.
00:09:42: Haben Sie das Gefühl, dass die Politik das verstandert?
00:09:44: Die Chance und alles tut, dass wir dann vorwärtskommen?
00:09:48: Das ist ja unterschiedlich sozusagen wer das wie gesehen hat.
00:09:52: Möchtest
00:09:52: du es nicht von ganz oben kommen?
00:09:54: Also zumindestens ist essenziell, dass sie die Politik mehr haben.
00:09:57: wo sie haben zwei Bereiche natürlich von Politik zum Beispiel für uns für die Raumfahrt sind ist die Landespolitik auch sehr wichtig und da wird ja auch sehr eng gearbeitet.
00:10:05: deswegen kenne ich jetzt Bayern mir das ist zweistufig.
00:10:08: Auf der Landesebene ist es unterschiedlich.
00:10:10: Da sehen Sie zum Beispiel das positive Beispiel im Quantenbereich, da hat man das klar eingesehen und man hatte schon sehr früh klar eingesehene.
00:10:17: also da haben wir die zwei Milliarden die damals zur Verfügung gestellt worden sind in der Corona-Zeit im Zuge des Konjunkturpakets.
00:10:24: Das hat ausgelöst dann, ich glaube es sind sechshundert oder so, die in der Ausschreibung kamen auch durch DLR dass wir durch die Bestellung von Quantencomputern was ja ein anderer Ansatz ist statt als Kunde das wird durch diese Bestellungen mit führen sind weltweit im Quantenbereich und dass eine Industrie damit wachsen konnte.
00:10:43: Das ist jetzt zum Beispiel ein positives Beispiel, wo das sehr klar ist.
00:10:47: Und Fusion hat ja auch relativ viel Aufmerksamkeit.
00:10:50: Hoffen wir, dass Sie da rechtern!
00:10:51: Zum Abschluss eine persönliche Frage Frau Achler.
00:10:53: Sie sind seit Jahrzehnten eine Beraterin eines Spargingspartnern und einer Investoren gerade für junge Unternehmen.
00:10:59: Ihr Mann engagiert sich – sie tun das immer weiter während ich hier gleichzeitig auf der Konferenz oft höre.
00:11:03: Ich habe meine Stiftung schon in der Schweiz.
00:11:06: Was treibt Sie an?
00:11:07: Dass Sie in Deutschland die Wirtschaft voranbringen?
00:11:13: Wollen und hier bleiben.
00:11:14: Deutschland ist ein fantastisches Land, hier zu sein mit all den Möglichkeiten die Sie haben dass sie zum Beispiel wenn sie jungen sind, wenn sie sozusagen eine Ausbildung haben können.
00:11:22: wir haben fantastische Universitäten Wir haben einen Rechtsstaat.
00:11:25: es gibt so viel was wunderbar ist Dass ich zum ersten sehr gerne hier bin Und zum zweiten finde das jeder in den unterschiedlichen Bereichen In dem man das machen kann seinen Beitrag leisten sollte.
00:11:35: Wenn Sie mich auch fragen warum ich Zeit in der Politikberatung verbringe
00:11:39: Ein flammender Appell für Deutschland aus Mallorca.
00:11:41: Vielen Dank, liebe Frau Achtleitner.
00:11:42: Herzlichen Dank.
00:11:55: Einen schönen guten Tag Herr Töller!
00:11:56: Lieber Brücker.
00:11:57: Schön dass Sie im Podcast zu Gast sind.
00:11:59: Lieber Herr Tölter würden Sie Ihr Unternehmen, wenn sie es heute ausfällen dürften nochmal in Deutschland gründen?
00:12:05: Ja würde ich.
00:12:06: Du weißt wir haben dreitausend Läden und wir sind mit fünfzehn Ländern unterwegs auch wenn sich Deutschland sich in den letzten Jahren in Relationen zu den Ländern wo wir sind immer ein bisschen unterdurchschnittlich entwickelt hat.
00:12:16: Würde ich sagen das Deutschland für uns immer noch unser größtes Land ist, wie auch ein resilientes profitables Land.
00:12:22: Und gleichzeitig haben wir gerade nochmal investiert.
00:12:24: Also ich habe eine Gründung gefragt würde ich machen aber ich würde auch weiter investieren und wir haben ja gerade auf der Achtchmillion Neueslager in Norwenig gebaut was wir mit Wüst vor ein paar Wochen eröffnet haben und von daher geben wir den Standort in Deutschland nicht auf obwohl ich mir wünschen würde dass man das Leben als Unternehmer in Deutschland so bisschen leichter macht.
00:12:42: Wir machen gleich auf jeden Fall das kritisch, aber lass uns mal eben anfangen.
00:12:44: Was macht dir Hoffnung?
00:12:45: Dass das Comeback für Deutschland als Volkswirtschaft gelingen kann?
00:12:49: Naja gut ist ja so.
00:12:51: wenn wir uns die Situation heute in Deutschland ansehen und die Situationen ansehen wie die vorräglichen Jahren waren, war man im Himmermann-Nosster zweiundachtzig wo wir eine Krise hatten Erinnert mich immer so ein bisschen an geile Sturzflug.
00:13:02: Ich weiß nicht, kennst du noch?
00:13:03: Ja selbstverständlich!
00:13:04: Jetzt wird wieder in die Hände geschwuckt.
00:13:05: wir stagen das Brutto- und Sozialprodukt.
00:13:07: dann ist es schon so dass wir damals zehn Prozent Arbeitslosigkeit hatten oder waren eine echten Krise.
00:13:12: trotzdem haben wir einen Aufschuh geschafft und das hat den Geist eines Landes mir gespiegelt.
00:13:17: was zwar in der Rezeption steckte einerseits aber nach Aufbruch unter besseren Zukunft strebte und allen Wirigkeiten trotz war, der Wille anzupacken.
00:13:26: Der Wille zu leisten da.
00:13:28: Und die Rahmenbedingungen sind vergleichbar.
00:13:29: Die deutsche Wirtschaft lahmt, die Investitionen dümmelt dahin.
00:13:32: Die Produktivität ist halt vielen Jahren rückläufig.
00:13:37: An dem wir uns zweiundachtzig, aber auch mit Schröder nachher dann nochmal ausm Dreck gezogen haben letzten Endes.
00:13:45: Den müssen wir wiederbeleben?
00:13:46: Den haben wir heute nicht das glaube ich schon.
00:13:48: Also Wohlstand wird nicht mehr als Produkt von Arbeit und Anstrengung verstanden sondern als Gegenstand staatlicher Umverteilung.
00:13:54: Es wird gefordert was nicht finanziert werden kann.
00:13:55: es wird verteilt was sich erwirtschaftet wurde.
00:13:57: die Kosten werden nicht vermieten wie das Unternehmen der Fall ist sondern eingereicht.
00:14:01: und so dieses Märchen vom anstrengungslosen Wohlstand, das müssen wir verändern.
00:14:06: Und wenn man den Menschen hier in Deutschland die Wahrheit sagen?
00:14:10: Die Wahrheit was es jetzt braucht, was jetzt notwendig ist, dass wir alle ein bisschen etwas geben müssen, ich sage mal für eine Aufschwung uns mehr engagieren müssen letzten Endes dann kriegen wir das auch wieder hin.
00:14:21: diesen Optimismus habe ich würde ich auch wieder gründen hier.
00:14:25: Du
00:14:25: sprichst viel von Mindset, das ist Psychologie und Aufbruchsmentalität.
00:14:29: Das kann man nicht erzeugen oder aufaktorieren.
00:14:31: Welche Partner braucht man dafür?
00:14:34: Welche Persönlichkeiten sind entscheidend?
00:14:36: Kann man überhaupt dieses Mindset umkonstruieren wenn wir es ein bisschen verloren haben?
00:14:42: Ja also ich denke mal heute haben die Menschen Angst vor der Zukunft.
00:14:46: Es ist weniger eine Verheißung als dass sie Angst vor der Zukunft haben, letzten Endes.
00:14:51: Das ist ein bisschen das Thema wo ich sage, wie kriegen wir es hin?
00:14:55: Dass am Ende die Politik und vielleicht auch die Unternehmer in Deutschland, ja, dass wir an dieser Stelle wieder sehen, dass Wir wohin arbeiten, wo's dann wieder besser wird.
00:15:05: Ich sag mal, das ist glaube ich das Kernproblem was wir heute haben, dass die Menschen nicht sehen ah wo es hingehen soll Und B. Wenn wir das machen, wenn man den Beitrag leisten, wenn wir an der einen oder anderen Stelle alle Abstriche machen – auch ich -, dass wir dann in gutes Fahrwasser kommen und uns dann den Wohlstand versprechen.
00:15:23: Dass wir dann eben diesen Wohlstanden ein Stück weit wiederarbeiten können.
00:15:27: Das für uns aber auch für unsere Kinder vor allem!
00:15:29: Man wird so sagen, ja ich akzeptiere auch meine wegen der höheren Reichensteuern ein oder zwei Prozent beim Spitzensteuersatz wenn der Staat mir im Gegenzug verspricht dass er unser unternehmerisches Leben einfacher effizienter macht.
00:15:41: Ja also auch ich bin bereit einen Beitrag zu leisten.
00:15:44: wie der konkret aussieht müssen wir mal diskutieren.
00:15:46: aber was wir als erstes diskutieren müssen ist das wir heute eine Staatsquote haben die über über fünf Prozent liegt Und wir hatten vor zwanzig Jahren so um die vierhundertfünfzig Milliarden Steuereinnahmen bei einer ähnlichen Bevölkerung, wobei heute neunhundertachtzig, neunundneinzig Milliarden Steueinnahme haben.
00:16:05: Das heißt, wir haben die Steueneinnahen verdoppelt aber wir haben natürlich auch die Staatsquote komplett aussufern lassen.
00:16:10: also ja ich bin bereit einen Beitrag zu leisten.
00:16:12: Ich bin auch bereit Geld zu geben oder oder Steuern zu zahlen.
00:16:16: das tue ich ja schon viele viele Jahre.
00:16:18: Aber dann will ich auch wissen dass das Geld vernünftig verwendet wird und dass wir damit nicht in Staat, Bürokratie und die ganzen Dinge finanzieren, die wir über Jahre ja finanziert haben.
00:16:28: Jedes Unternehmen ist in Transformationen, in Wandel auch immer wieder gechallengt.
00:16:33: als Unternehmen?
00:16:34: Du hast immer Wettbewerb und musst dich immer wieder neu erfinden, muss dich effizient aufstellen.
00:16:38: Muss sehen dass du dein Organisationsmodell veränderst, muss sehen das du Effizienzen hebt.
00:16:44: Und das müssen wir im Staat auch.
00:16:46: Dabei haben wir natürlich eine Bürokratie, wer braucht sechzehn Bundesländer?
00:16:49: Wer braucht das Europa so wie es konstruiert haben?
00:16:52: Da sind ein paar Konstruktionsfehler die wir aufräumen müssten.
00:16:56: und dann ist auch genug Geld da Dann ist auch auf Dauer genug Geld da, um an vielen Stellen dieses Wohlstandsversprechen, was die Bewohner ja, die unter Einwohner haben wollen.
00:17:07: Das auch ein Stück weit zu leisten.
00:17:09: und trotzdem muss man die Unterschiede machen und sagen naja gut wer arbeitet muss mehr haben als der nicht arbeiten.
00:17:13: das sind dann die Themen die uns allen bekannt sind.
00:17:15: wir haben kein Erkenntnisproblem.
00:17:17: Wir wissen eigentlich genau was zu tun ist.
00:17:20: alle Parteien wissen genau was es zu tun Aber an der Stelle ist keiner bereit, irgendwas von sich aufzugeben und ein Stück weit die Fakten zu akzeptieren.
00:17:30: Und das ist ein Kernproblem in Deutschland!
00:17:32: Bist
00:17:32: du enttäuscht von der Regierung März oder verstehst du dass es in einer Parteienkonstellation zwischen Union und SPD wo eben unterschiedliche Sozialisierung ideologischen Themen vorhanden sind?
00:17:43: Das ist länger dauert als wir uns alle wünschen.
00:17:45: Ja
00:17:45: also natürlich haben wir alle eine hohe Erwartung an Friedrich Merz um die Regierung gehabt Und natürlich sind wir alle, wir sind ja auf dem Unternehmerforum.
00:17:54: Natürlich sind wir all enttäuscht von der Regierung ist ja gar keine Frage.
00:17:58: und diese Enttäuschung hat auch damit zu tun dass eine riesen Erwartungshaltung geweckt wurde und man gesagt hat wir machen super Reformen und jetzt haben wir noch nichts.
00:18:06: Ja?
00:18:06: Und jetzt haben mal den Hoffnungslauf das nochmal diesen Sommer was wird.
00:18:09: Irgendwann ist es dann auch ein bisschen spät und von daher natürlich bin ich enttäucht.
00:18:13: gleichzeitig muss ich fairerweise aber auch sagen dass natürlich diese Konstellation die wir jetzt haben Naja, nichts im Leben ist alternativlos.
00:18:21: Aber ich sag mal was ist denn die Alternative?
00:18:24: Also wir wissen doch alle CDU CSU und SPD passen nicht zusammen Und am Ende war es aber die einzige vernünftige Option Regierung zu gründen und zu bilden.
00:18:36: und jetzt müssen die mir dann da klarkommen.
00:18:38: und da muss etwas rauskommen.
00:18:40: und nochmal Die Fakten sind klar und da darf man eben nicht so sehr seine Denkweise sein Besitzstand zu sehr in Richtung Partei alles verteidigen.
00:18:51: Ich meine, die ganzen Minister haben beschworen, dass sie das Richtige, haben ein Eid geleistet, dass Sie das Richtig für Deutschland tun?
00:18:58: Nicht für den eigenen Machterhalt!
00:19:00: Nicht für die Parteien nicht für die nächste Wahl!
00:19:03: Dass Sie das richtige für Deutschland und für die deutsche Bevölkerung tun.
00:19:06: Und das vermisse ich schon ein Stück weit.
00:19:08: Du gehst also nicht so den Unternehmern, die sagen naja vielleicht muss die Union einfach auch mal nach rechts gucken und die Brandmauer zur AfD runterreißen.
00:19:15: dann kann man einmal in der Wirtschaftspolitik durchregieren.
00:19:18: Also, eins ist mal klar.
00:19:19: Diese Brandmauer-Diskussion ist völlig verrückt!
00:19:22: Denn diese Brandmauerdiskussionen alle Parteien gegen eine AfD am Ende macht ja die AfD nun stärker.
00:19:29: Ich bin natürlich kein AfD wieder – das ist keine Frage.
00:19:32: Aber diese Brandmauerdiskursion macht die AfD stärker?
00:19:36: Was wäre die Alternative?
00:19:38: Die Alternative ist zu gucken dass man die AfD in den Sachthemen, wo sie teilweise sehr dünn aufgestellt ist, dass man Wenn
00:19:47: sie den Sachthemen eine gleiche Meinung hat und dann einen Antrag der Union im Bundesrat unterstützen würde, was ist das?
00:19:53: Ja gut.
00:19:53: Also ich sag mal am Ende des Tages ist es so dass ich glaube die AfD kann sich weiterentwickeln und zwar in die richtige Richtung ja und die ganz rechten am ende möglicherweise auch rausschmeißen.
00:20:02: Thorsten Döller zum Abschluss!
00:20:03: In deinem Unternehmen noch einmal geguckt Es gibt immer die gleichen Themen Bürokratieabbau, wohne Energiekosten, Faktorarbeit ist zu teuer Fachkräftemangel.
00:20:11: Was ganz konkret in deinem Alltag hemmt deinen Wachstum im Moment am meisten?
00:20:16: Also eins ist ja klar, ich sag mal wir nehmen ein Beispiel und das kostet nichts.
00:20:19: deshalb ist es so ein schönes Beispiel dieser Bürokratieabbau.
00:20:23: Wir ersaufen in Verordnungen, wir ersaufen im Bürokratie.
00:20:27: Das ist Europa und das ist der Bund.
00:20:29: Dann sind es teilweise die Länder... Kannst
00:20:31: du das mal beziffern können für deine Unternehmen?
00:20:32: Ja, guck mal!
00:20:33: Also wir haben dann... ...ist immer Lieferketten-Sorgverpflichtsgesetz.
00:20:35: Wir haben dann DSGVO und viele andere Verordrungen, die alle neu rein schwappen.
00:20:40: Und neue Compliance-Themen.
00:20:42: Ich kann meine Rechtsabteilung, meine Compliance Abteilung um zehn Leute aufstocken am Ende des Tages mit den Verordernungen über die letzten Jahre gekommen sind.
00:20:52: Unternehmen und haben sowieso schon ein bisschen was davon machen müssen.
00:20:56: Und dass dann einzelne Verordnungen, das war ja jetzt noch so einen Heilungsprozess, dass dann Einzelne Verordnungen beim Lieferketten-Sorgfassist-Gesetz oder bei anderen Gesetzen, dass man dann sagt, große Unternehmen müssen das machen aber kleine Unternehmen müssen es nicht machen.
00:21:10: also entweder ist eine Verordnung richtig oder ist nicht richtig?
00:21:12: Wenn sie nicht richtig ist, dann ist die nicht für große Unternehmen richtig und für mittlere Nichts.
00:21:18: Das versteht kein Mensch!
00:21:19: Das zu tun.
00:21:23: Mein Anteil an deinem Umsatzwachstum jedenfalls ist gesichert, meine beiden Katzen essen sehr viel und viel zuviel?
00:21:28: Sehr schön!
00:21:29: Insofern... ...meine Unterstützung hast du.
00:21:31: Vielen Dank für das Gespräch!
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