Merz vs. Wüst - viel Lärm um nichts? Mit Alisha Mendgen.

Shownotes

Die Diskussionen um Hendrik Wüst und Friedrich Merz nehmen kein Ende. Nach wie vor wird im politischen Berlin gerätselt, ob und wie der NRW-Ministerpräsident ins Bundeskanzleramt strebt. Begonnen haben die Spekulationen nach Wüsts Polen-Reise. Alisha Mendgen, Hauptstadtkorrespondentin des Focus, hat ihn dabei begleitet – und mit ihrer Berichterstattung den Stein ins Rollen gebracht. Was genau ist besprochen worden? Was sind Fakten, was ist reine Spekulation? Michael Bröcker hat Mendgen eingeladen. [06:02]

Wirtschaftsministerin Katherina Reiche war in China – mit einer großen Wirtschaftsdelegation und dem Auftrag, über Handels- und Marktbarrieren sowie staatliche Subventionen zu sprechen. Jörn Petring, China-Korrespondent bei Table.Media, berichtet von einem freundlichen, aber nüchternen Empfang: Reiche traf Handelsminister Wang Wentao und Vizeministerpräsident He Lifeng, lobte Chinas wirtschaftliche Dynamik – und legte dann die Probleme auf den Tisch. [13:23]

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00:00:02:

00:00:10: Friedrich Merz versus Henry Gewüst.

00:00:12: Diese Konkurrenz ist eigentlich ein Dauerbrenner in der CDU und gar nicht so überraschend, schließlich ist immer der NRW-Ministerpräsident auch ein potentieller Kanzlerkandidat.

00:00:23: Doch die jüngsten Medienberichte haben den Kanzlers aufgeschreckt und damit auch wieder in Düsseldorf für Wellen gesorgt.

00:00:30: Warum wurde aus so einer harmlosen Auslandsreise des NRW-CDU-Chefs Henrik Wüst in Polen ein Machtkampf?

00:00:37: Das fragen wir Alicia Menkin, die Hauptstadtkorrespondentin des Fokus.

00:00:41: Sie war mit Henrik wüste in Poln Und sie war die erste, die über die Möglichkeit eines Nachfolgers Wüst von Kanzler Merz berichtet hat.

00:00:52: China wird zum Treffpunkt der Mächtigen.

00:00:53: Trump, Putin, Merz – sie alle waren in den letzten Wochen oder sogar Monaten im Reich der Mitte!

00:00:58: Jetzt war auch Wirtschaftsministerin Katharina Reiche zu Besuch um über Handel-, Technologie-Export und staatliche Subventionen Chinas zu sprechen.

00:01:07: Wie das in China ankam?

00:01:08: Darüber sprechen wir mit unserem Korrespondenten in China, Jörn Petring.

00:01:12: Er hat die Ministerin auf ihrer Reise begleitet.

00:01:15: Bio-Wein schmeckt nicht nur gut, er ist auch gut für die Natur.

00:01:18: Das macht Sinn.

00:01:19: aber jetzt hat man es in Österreich auch wissenschaftlich bestätigt Wie genau die Umwelt vom Wein profitiert?

00:01:26: Das sagen wir Ihnen zum Schluss an diesem Freitag den neunzwanzigsten Mai

00:01:34: Michael.

00:01:34: Es ist wenn man das jetzt mal ganz durchdacht von aus betrachtet dass per Radebeispiel von wie man aus einer Mücke einen Elefanten macht Hendrik Wüst und Friedrich Merz eigentlich Nichts Großes passiert.

00:01:46: und trotzdem reden alle auf einmal darüber, dass es möglicherweise ein Putschversuch gab.

00:01:49: Was ist da los?

00:01:50: Ein Putschversuch gibt es nicht, ein konkretes Szenario auch nicht.

00:01:53: Aber man muss immer wieder klar machen wenn Henrik Wüst Auslandsreisen macht mit prominenten Gästen und dann noch gezielt im Vorfeld Hauptstadt-Korrespondent zu dieser Reise einlädt nach dem Motto das ist bedeutend?

00:02:06: Dann darf man sich auch nicht wundern, wenn diese Hauptstadt Korrespondenten da nicht darüber schreiben wie Henric Wüst Lukasz Podolski getroffen hat in Polen sondern ob Henrich Wüst der mögliche Nachfolger von Friedrich Merz ist, der nun mal in Umfragen gerade in Deutschland sehr kritisch beäugt wird.

00:02:30: seit mindestens zwei, drei, vier, fünf Jahren so.

00:02:32: Und es ist auch eigentlich eine Binse das natürlich der CDU-Ministerpräsident aus dem einwohnerstärksten Bundesland immer ein Kandidat ist um möglicherweise der nächste große Mann der CDU zu werden.

00:02:44: also warum wird aus dieser ja fast schon natürlichen Konkurrenz auf einmal eine ja Dolchstoßlegende schon fast?

00:02:53: Zwei Dinge sind relevant.

00:02:55: erstens Henrik Wüst ist der Antipode von Friedrich Merz in politischen Kommunikation in der Empathie, in der Auswahl der Themen.

00:03:03: In der Bündnisbildung!

00:03:05: Der schwarz-grüne sanfte Moderator der Macht in Düsseldorf gegenüber dem durchaus auch mal rhetorisch übertreibenden Kanzler in Berlin das hat schon immer zu Friktionen geführt.

00:03:18: man erinnert sich an Sommer- und dem Wegruf zu einer Politik der Mitte, der sanften Mitte Friedrich Merz mit seiner scharfen Rektorik angegriffen hat.

00:03:34: Und damals war ein Friedrich-Merz sehr erbost über diese Querschläge aus Düsseldorf.

00:03:39: also da sind zwei unterschiedliche Generationen aber auch Politikmodelle zusammen gekommen und nun ist halt Friedrich Merts gerade in der Fraktion, in der Partei, auch in der Bevölkerung natürlich Sehr unter Druck ist doch klar, dass man auf Alternativen schaut.

00:03:54: Das hat Hendrik Wüsten mit seiner Auslandsreise und vor allem der Mitnahme von bundespolitischen Korrespondenten in Kauf genommen.

00:04:01: Man hat es nicht aktiv betrieben aber es ist doch klar das diese Berichte dann kommen.

00:04:06: Gut, man hätte das als Kanzler natürlich alles irgendwie ein bisschen diplomatischer, gelassener, souveräner abhandeln können.

00:04:13: Einfach sagen können ja selbstverständlich gibt es jemanden der dreißig Jahre jünger ist als ich, der gerne Kanzlern werden möchte.

00:04:19: Klammer auf irgendwann muss auch ein Friedrich Merz mal in Rente gehen, auch wenn er das selber nicht so gerne hören möchte.

00:04:23: also da hätte man viel viel früher einfach sofort die Kohlen aus dem Feuer nehmen können und sagen können Ja selbstverständliche gibt es nach mir eine Zukunft wäre ja blöd wenn man das nicht macht.

00:04:32: Und das ist vielleicht nicht mein Lieblingskandidat aber es ist der beliebteste Kandidat.

00:04:36: Doch trotzdem bleibt ja die Frage, warum reagiert der Kanzler gerade jetzt?

00:04:39: In einer Zeit in der er eh schon so empfindlich und gibt dann fast schon übertrieben aggressive Zitate aus dem Kanzlaramt frei um sich selber irgendwie stark zu machen oder zu verteidigen.

00:04:54: Flo, weil Friedrich Merzig nicht verbiegen will.

00:04:56: Wir haben mit dem Umfeld des Kanzlers mit sehr engen Vertrauten gesprochen und er ist ein impulsiver, ein emotionaler Politiker der sich bestimmte Dinge nicht bieten lassen will so wie er in den ersten kleinen Ambitionen von Henry Wüst gesagt hat ich lasse mir das nicht biten macht doch euren Scheiß alleine!

00:05:15: Das ist das Zitat was bis heute kolportiert wird und nicht dementiert wurde.

00:05:19: So hat er jetzt wieder gesagt.

00:05:21: So geht es nicht.

00:05:22: in diesen geopolitischen unsicheren Zeiten, und da hat er ja recht.

00:05:26: In diesen Friktionen die wir gerade weltpolitisch erleben mit Donald Trump, mit China... mit dem Nahen Osten, dann auch noch die Wirtschaftskrise in Deutschland ist eine innerparteiliche Machtarithmetik nicht das Thema Nummer eins.

00:05:41: Da hat er recht.

00:05:41: ob man da Souveräne darauf reagieren könnte ja wahrscheinlich aber es ist eben auch der alte Rivalent.

00:05:48: Das heißt dass Bündnis wüsst März das wird so einfach nicht mehr geben.

00:05:52: Der Rest is am Ende auch mediale Normalität.

00:05:57: Natürlich wird dann geschrieben über den relevanten möglichen Nachfolger, wenn der eine in Schwierigkeiten gerät.

00:06:04: aber ein konkretes Szenario gibt es nicht und deswegen haben wir uns überlegt.

00:06:07: reden wir doch einfach mal mit jemandem der dabei war mit Henrik Wüst in Polen bei dieser Reise.

00:06:12: was wurde da wirklich diskutiert?

00:06:14: am Abend in den Hintergrundgesprächen?

00:06:16: Alisha Menken die Hauptstadt-Korrespondentin des Fokus war mit Henrik Wüst unterwegs.

00:06:21: Sie ist diejenige, die als Erste überhaupt das Szenario aufgeschrieben hatte.

00:06:26: Dir Mann nach März.

00:06:28: Schön dass sie heute baut.

00:06:29: zum Podcast ist Hallo Alicia!

00:06:32: Du hast Henrik wüst in Polen begleitet.

00:06:34: was war dein Eindruck?

00:06:35: Ist das der Mann nach Merz der an den Zäunen des Kanzleramts rüttelt oder ist das alles etwas aufgebauscht?

00:06:43: Also ich finde schon, dass das alles ein wenig aufgebaut ist.

00:06:46: Aber natürlich, Henrik Wüst ist jemand der sich jetzt schon wieder in Stellung bringt.

00:06:50: Der hat ja viele Monate ganz wenig gesagt und man merkt schon, daß sich das Team natürlich vorbereitet auf alle möglichen Szenarien.

00:06:58: Ich glaube nicht, dass er tatsächlich daran arbeitet Friedrich Merz aus dem Weg zu räumen.

00:07:03: aber es wäre auch ein bisschen dumm wenn er nicht zumindest so versucht sein Profil ein bisschen zu stärken für eine Zeit nach Friedrich-Merz von der Reise, dass er eben an seinem außenpolitischen Profil arbeitet.

00:07:15: Dass er Erfahrung sammeln will im Ausland für was auch immer dann noch kommt?

00:07:20: Ja und er hat ja auch explizit bundespolitische Journalisten wie dich eingeladen die über Bundespolitik berichten also das Interesse der Wüstadministration sage ich mal so an dieser Berichterstattung ist ja durchaus vorhanden gewesen.

00:07:33: oder würdest du das einmal einschätzen?

00:07:35: Sicherlich, weil natürlich das Wüst-Team jetzt auch bestimmt nicht davon ausgegangen ist dass wir jetzt da schreiben was er alles genau in Polen gemacht hat.

00:07:43: Sondern natürlich sehen wir das und so habe ich das auch gesehen und auch so aufgeschrieben schon diese Reise als Beleg dafür, dass er wieder mehr vorkommen will, dass es wieder auftreten will in der Öffentlichkeit sich auch mehr einmischen will in die Bundespolitik.

00:07:57: Aber was wir jetzt ja gerade sehen, die Berichterstattung über einen angeblichen Kanzler tauscht.

00:08:02: Das muss man sagen kommt ja echt wie ein Boomerang zurück.

00:08:04: also das schadet Hendrik Wüst glaube ich grade mehr als dass er sie nutzt.

00:08:08: Du hast den Stein ins Rollen gebracht mit deiner Bericht erstattung Über die Kanzlatauglichkeit des Hendrick Wüst und dass er der Mann nach März ist.

00:08:15: aber von konkreten Szenarien in den nächsten Monaten war bei dir nicht die Rede das kam allerdings im Nachgang Die nach unseren Recherchen auch eher Quatsch sind.

00:08:26: Oder hast du inzwischen andere Erkenntnisse, dass das doch alles früher kommen könnte bei Henrik Wüst und der möglichen Nachfolge von Friedrich Merz?

00:08:35: Naja, man weiß ja nicht was passiert.

00:08:37: Also es kann ja alles Mögliche passieren.

00:08:38: Ja also ich kann mir schon auch vorstellen dass wenn Friedrich Merz in einer super schwierigen Lage ist in den nächsten Monaten vielleicht sogar eine Vertrauensfrage stellen muss um die Reform durchzubringen.

00:08:48: und wer weiß ob er sie dann gewinnt aber ob dann tatsächlich ein Hendrik Wüst der nächste ist der dann sagt ich mache hier die Kamikazeaktion glückliche Koalition, um das irgendwie den Laden hier wieder zusammenzuhalten.

00:09:01: Da würde ich meinen Fragezeichen dran machen.

00:09:03: Denn für ihn ist es ja eigentlich die beste Situation sich zurückzulehnen zu gucken dass diese Regierung dann irgendwie die nächsten Jahre noch durchhält und dann zu sagen... Das klingt vielleicht ein bisschen zynisch jetzt aber dann auch zu sagen so Ich bin der Neue!

00:09:15: Ich werde jetzt ein neues Kapitel aufschlagen.

00:09:17: Das ist ja für ihn viel attraktiver als sich jetzt einwechseln zu lassen in eine Koalition mit der SPD, die keine Reform will, dass in einer CSU, die ja auch immer ihr eigenes Süppchen kocht.

00:09:30: Ja und natürlich muss er erst einmal den Landtagswahlkampf im eigenen Land bestreiten und gewinnen.

00:09:36: wenn er das allerdings schaffen sollte.

00:09:38: Er ist immerhin fünf Jahre schon Ministerpräsidenten und wenn er die schwarz-grüne Regierung bestätigt bekäme dann ist doch eigentlich... Henrik wüsste nicht mehr aufzuhalten im Frühjahr.

00:09:51: Ich glaube auch, dass wenn wir darüber sprechen, weil würde März nachfolgen stand jetzt Hendrik Wüst die besten Chancen hat.

00:09:57: Klar Markus Söder hat auch glaub ich diesen Traum vom Kanzleramt nie aufgegeben und ein Jens Spani wird das ja auch immer nachgesagt.

00:10:03: aber der ist halt auch wiederum sehr unbeliebt in weiten Teilen der Bevölkerung und bei Markus Sörder muss erstmal um seine eigene Position gerade kämpfen.

00:10:10: Das heißt Hendrick Wüst hat die besten Karten er wird ja wahrscheinlich auch aller Voraussicht nach ein ganz gutes Ergebnis bekommen im Nordrhein-Westfalen wenn es noch nicht viel schief geht.

00:10:20: Aber wie gesagt, ich habe schon das Gefühl, dass es gerade so ein bisschen sich auch diese Geschichte von Friedrich Merz bei Wüst wiederholen könnte.

00:10:28: Der war ja wie eine Art Mythos der wird hier die CDU retten, er wird hier wieder ein Reformkanzler sein.

00:10:34: man sieht, dass er Schwierigkeiten hat.

00:10:36: und bei Henrik Wüst kann ich mir's auch vorstellen weil in ihn wird da jetzt auch grade so viel hineininterpretiert, der würde jetzt wirklich die CDU zusammenhalten.

00:10:43: Er würde mit seiner empathischen Sprache auch das Land zusammenhalten können.

00:10:46: Man weiß ja am Ende nicht, wie erfolgreich das dann tatsächlich wäre, aber er hat tatsächlich die besten Karten ihm irgendwann nachzufolgen.

00:10:54: Aber das wär nochmal meine Abschlussfrage!

00:10:55: Was würde ein Hendrik Wüst anders machen?

00:10:57: Wie würde er anders

00:10:58: regieren?!

00:10:59: Er würde schon, denke ich viel besser kommunizieren – er ist ja eine Art Konsensministerpräsident und hat schon ein Händchen dafür, Debatten auch gut zu lenken und ist jetzt auch niemand der einfach mal so einen raushaut.

00:11:11: Und er hat natürlich auch das Personal um glaube ich den Kanzleramt ganz gut aufzusteinen also mit Nataner Eleminsky als Staatskanzlei-Chef, der ja wirklich einen guten Ruf genießt in der CDU.

00:11:22: Aber er hätte am Ende die gleichen Probleme wie Friedrich Merz also ein Koalitionspartner, der nicht so richtig will.

00:11:28: Er ist auch jemand dem nachgesagt wird, da würde dann eine merke Politik zwei Punkt Null machen.

00:11:33: Also dann hatte er wiederum von den konservativen Flügel der CDU problem und würde davor ja kriegen.

00:11:38: Also er würde besser auftreten wahrscheinlich aber ob tatsächlich am ende ne viel erfolgreichere Politik dabei rauskommen würde es fraglich

00:11:48: Die Reaktion des Kanzleramts, die wir gestern ja bei uns aufgeschrieben haben.

00:11:51: Die zeigt ja auch wie nervös Friedrich Merz auf seine Nebenwohner da in Düsseldorf schaut.

00:11:56: ist dieses jetzt offensichtlicher gestörte Verhältnis zwischen dem wichtigsten Ministerpräsidenten und dem Kanzlar, die auch noch beide aus dem gleichen Landesverband kommen ein dauerhaftes Problem für die Stabilität der Union?

00:12:10: Das ist schon ein Problem, weil natürlich die Ministerpräsidenten eine wichtige Stütze sein müssten für den Bundeskanzler.

00:12:16: Und ich finde auch das bei der Entlastungsprämie, die da dann gescheitert ist – das kann man verstehen den Unmut aber es ist natürlich schon in Hatta-Toback dass die Ministerpresidentin ihn dann auch so auflaufen lassen, ne?

00:12:27: Das Kanzleramt zu auflauchen lassen und das wird sich jetzt wahrscheinlich sofort vollziehen.

00:12:31: weiter, weil auch bei der Steuerreform kündigt sich das ja schon an, dass die Ministerpräsidentinnen sagen können wir gerne machen, nur wenn ihr alles bezahlt Und da ist jetzt nicht so ein richtig konstruktiver Modus.

00:12:41: Ich finde es aber super spannend, wenn wir uns angucken wie unterschiedlich Wüst und Merz reagiert haben.

00:12:47: Ihr habt das ja aufgeschrieben?

00:12:48: Wie Merz auch reagiert hat und Wüst wurde ja auch noch mal darauf angesprochen und der hat dann nur gesagt ob die Frage, ob er denn sich einwechseln lassen würde.

00:12:55: Er sei kein guter Fußballspieler.

00:12:57: also das ist ja schon so interessant unterschiedlich.

00:12:59: Der eine so ganz cool, der andere lässt sich sehr stark aufregen durch die ganze Sache.

00:13:04: Da sieht man schon glaube ich wie unterschiedliche die auch im Regieren sind.

00:13:07: Immerhin ist Henrik Wüst ein guter Handballspieler gewesen, auch dort kann man sich allen wechseln lassen.

00:13:12: In diesem Sinne Alisha vielen Dank für deine Einschätzung, für deine exzellenten Recherchen und für den Fokus und für das kurze Interview heute.

00:13:19: Vielen Dank!

00:13:20: Sehr gerne danke.

00:13:21: auch

00:13:29: Friedrich Merz war schon da, Johann Wadefühl war schon jetzt auch die Wirtschaftsministerin Katharina Reich.

00:13:35: Ein schwieriger Ballonsaktien musste nach China – das Land, dass überhaupt offensichtlich kein Interesse mehr hat!

00:13:41: Deutsche Maschinenbau oder Autoprodukte einfach immer weiter... weg zu kaufen und gleichzeitig mit staatlichen Subventionen und Strategien den Markt in Europa mit günstigen Produkten zu überschwemmen.

00:13:54: Also eine schwierige Reise der Ministerin, mit einer großen Wirtschaftsdelegation und viel Erwartung!

00:14:02: Die Lämmer China ist und bleibt wahrscheinlich auf lange Zeit einer der wichtigsten Handelspartner für uns.

00:14:06: Allein im letzten Jahr, das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen, gab es ein Handelsvolumen zwischen den beiden Ländern von über zweihundertfünfzig Milliarden Euro.

00:14:14: Wobei die Gewichtung dann doch relativ eindeutig ist.

00:14:17: China hat Waren im Wert von hundertsiebzig Milliarden euro nach Deutschland exportiert.

00:14:22: Andersrum waren's da nur Waren in Wert von achtzig Milliarden Euro also der Wachstumsmarkt China für die deutsche Industrie.

00:14:31: gibt es eine gewisse Abhängigkeit von beiden Ländern zueinander, denn ohne einander kann man dann auch wieder nicht wirtschaftlich erfolgreich sein.

00:14:38: Ja und das ist immer wieder das Gleiche was diese Mitglieder der Wirtschaftsdelegation sagen Level-Playing fühlt.

00:14:42: sie wollen faire Bedingungen, faire Rahmenbedingungen wie Sie in China investieren und auch unternehmerisch tätig sein können.

00:14:51: Das ist der Wunsch gewesen an Katharina Reiche.

00:14:54: Sie hat eine große relevante Delegation gehabt.

00:14:56: Wir haben unseren Korrespondenten in China, der sie begleitet hat bei ihrer Reise.

00:15:02: Der Mann heißt Jörn Petring und schön dass er heute da ist.

00:15:05: Hallo Jörnn!

00:15:05: Hallo Michael!

00:15:06: Jörhn erste Frage Wie wurde Katharina Reiche denn im Reich der Mitte in China begrüßt?

00:15:11: War es ein freundlicher Empfang?

00:15:13: Ja das war ein freündlicher Empfangen muss man sagen.

00:15:16: Reiche hatte in Peking gute Termine.

00:15:18: Sie sprach mit Handelsminister Wang Wen Tao Und war bei der wichtigen Reform- und Entwicklungskommission.

00:15:24: Aber dann gab es eben auch einen langen Termin mit dem Vizeministerpräsidenten Höhli Firm.

00:15:30: Der ist in China bei Handelsfragen ganz zentral, das zeigt also die Chinesen haben den Besuch ernst genommen.

00:15:36: ich hatte das Gefühl dass die Chemie schon gepasst hat und es war auch ein klarer Kontrast zu einigen Ministerbesuchen der vergangenen Jahre.

00:15:44: da war die Atmosphäre ja bekanntlich auch mal eher abgekühlt.

00:15:48: Also nach dem Besuch von Friedrich Merz im Februar Und jetzt Reiche sieht man ziemlich klar, dass sowohl Berlin als auch Peking Interesse an einer Art Reset der Beziehung haben.

00:16:01: Reiche hat dann auch gesagt das ihr die Chinesen zugesagt hätten einige Sorgen deutscher Unternehmen umgehen zu bearbeiten und es sei vereinbart worden die sogenannte gemischte Wirtschaftskommission wiederzubeleben also ein Gesprächsformat in dem Probleme künftig regelmäßiger auf den Tisch kommen sollen.

00:16:19: Ein Reset der Beziehung sagst du, das klingt natürlich gut.

00:16:22: Welche Punkte hat sie denn machen können als deutsche Wirtschaftsministerin?

00:16:25: Wie hat sie sich insgesamt geschlagen?

00:16:27: Ich würde sagen, Souverän.

00:16:28: sie hat die wichtigen Probleme angesprochen.

00:16:31: Aber in einem Ton der in China gut funktioniert also nicht mit öffentlicher Konfrontation sondern erst mit Respekt und Lob und erst dann auch mit klaren Forderungen.

00:16:41: Sie hat zum Beispiel China für seine wirtschaftliche Dynamik gelobt und gesagt dass das Land die Fähigkeit habe Innovation sehr schnell zu skalieren.

00:16:50: Dann sagte sie aber auch sofort dass China auf diese Art Märkte bestimmen könne.

00:16:55: In Peking versteht man so eine Wortwahl, dann hat sie aber auch die Probleme auf den Tisch gelegt.

00:17:00: Seltene Erden liefer Ketten Marktzugang.

00:17:03: Sie sagte deutsche Unternehmen scheuen keinen Wettbewerb, aber es müsse eben fair zu gehen.

00:17:08: Das war also ein guter Ton freundlich, aber nicht naiv.

00:17:12: Ob daraus auch Lösung werden ist natürlich noch mal eine andere

00:17:15: Frage.".

00:17:16: Interessant ist ja immer, welche Reiseorte gewählt werden.

00:17:20: Meistens stecken dahinter politische Botschaften – jetzt war die Ministerin in Guangzhou als zweiten Ort ihrer Reise.

00:17:25: warum?

00:17:26: Reiches dort in eine der dynamischsten Regionen Chinas gereist Die Greater Bay Area.

00:17:32: Dazu gehören Städte wie Hong Kong, Shenzhen und eben Guangzhou.

00:17:35: Zusammen bilden sie ein riesiges wirtschaftliches Kraftzentrum.

00:17:39: Die Delegation war unter anderem bei Ehang.

00:17:41: Das ist ein Unternehmen aus Guangzhou.

00:17:44: dass autonome Flugtaxis entwickelt ist, war also ein Blick in die Zukunft und auch auf das was China Industriepolitisch so vorhat.

00:17:51: Also neue Mobilität, autonome Systeme und künstliche Intelligenz.

00:17:57: Das passt da auch ganz gut zu reiches Interessen.

00:17:59: sie wollte nicht nur über Probleme reden sondern auch verstehen was hier technologisch eigentlich los ist.

00:18:05: und zumindest bei der deutschen Delegation den deutschen Wirtschaftsbossen die mitgereist sind schien das auch auf Zustimmung zu stoßen.

00:18:14: Gab es wirklich harte Konfliktfelder, die nicht ausgeräumt werden konnten?

00:18:19: Ja und die wurden besonders an einer Stelle ziemlich deutlich.

00:18:22: Der wichtigste Streitpunkt war die Handelspolitik der EU.

00:18:26: In Brüssel wird ja gerade über eine härtere Gangart gegenüber China diskutiert.

00:18:30: Und Chinas Handelsminister Wang hat sich sehr deutlich beschwert bei Reiche, dass die EU aus Peaking's Sicht immer mehr protectionistische Maßnahmen auf den Weg bringen.

00:18:40: Er sagte diese Maßnahmen beeinträchtigten die Zusammenarbeit und man sieht es hier auch in China seit einigen Wochen wie die Staatspresse die Debatte in Brüssel scharf angeht.

00:18:51: Peakings Botschaft ist macht das auf keinen Fall sonst Dronenkonsequenzen.

00:18:56: Und sie wollten jetzt den Besuch von Reichen nutzen, um Einfluss auf die deutsche Position zu nehmen.

00:19:02: Wobei unklar scheint ob Berlin diese Position überhaupt schon gefunden hat.

00:19:06: Reiche sprach kurz vor ihrem Rückflug einer ausbalancierten Position man wolle einerseits Schutzinstrumente aber auch Offenheit für Handel und Export müssten eben erhalten bleiben.

00:19:18: Vielen Dank lieber Jürgen!

00:19:25: Flo war noch was?

00:19:27: Weg du als Weinliebhaber.

00:19:28: gute Nachrichten für dich.

00:19:30: Der Weinanbau ist tatsächlich umweltschon, zumindest unter gewissen Bedingungen.

00:19:34: Das freut mich sehr!

00:19:35: Vor allem offenbar geht es um mein Lieblingsland Österreich und die Weinproduktion dort.

00:19:41: Ja in Österreich hat man jetzt den ökologischen Weinanbaudeutlich vorangetrieben also Weinberge, die dann wenig bis gar keine Pestizide mehr benutzen.

00:19:50: Und das führt natürlich dazu dass klar wenn wir keine Pästizide benutzten mehr Insekten wieder zurück in die Weinbergen kommen Was im ersten Moment nicht mal so positiv klingt, aber mit den Insekten kommen auch tatsächlich seltene Vögel zurück.

00:20:04: Und zwar der Wiederhopf, der dann sagt Klasse hier gibt es wieder neue Insekten neues Futter für mich.

00:20:10: Also siedel ich mich ja an und in den letzten Jahrzehnten war der Wiederhops nur ganz ganz selten in den Weinbergen zu sehen also eher als Ausnahme.

00:20:17: mittlerweile wieder fester Bestandteil und so kann man sagen hat man durch den Verzicht auf Pestizide die natürlichen Jäger wieder angelockt Die als Natürliches Pestizi dienen wenn man so möchte.

00:20:28: und somit hat man biologisch gut angebauten Wein, der lecker schmeckt und gleichzeitig auch noch was fürs Ökosystem getan.

00:20:36: Der Wiede hopft, der Wiedee hopft.

00:20:38: Er bringt der brautenden Blumen Topf!

00:20:40: Das freut mich natürlich dass wir hier die Vogelhochzeit noch in diesem Podcast bringen können.

00:20:44: generell freut ich mich insgesamt wenn wir biologische Weine selbstverständlich in maßen Genossen möglichst säure Arm und lecker hier bewerben.

00:20:53: in diesem Sinne schön das sie heute bei uns waren.

00:20:56: freuen Sie sich auf unser podcast spezial aus Mallorca von der Wirtschaftskonferenz neu denken mit Wirklich spannenden Persönlichkeiten aus der politik-ausse-deutschen Wirtschaft.

00:21:06: Am Samstag hier bei uns ist dahin.

00:21:08: Ciao, ciao!

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