Fährt Deutschland auf Verschleiß? Mit Patrick Schnieder.

Shownotes

Verkehrsminister Patrick Schnieder lehnt es ab, der Deutschen Bahn zusätzliche Milliarden zur Verfügung zu stellen. Schnieder äußert Zweifel, dass allein die Infrastruktur für die Verspätungen verantwortlich sei. Es gebe viele kleine, schnelle Maßnahmen im Betriebsablauf, mit denen eine Steigerung der Pünktlichkeit um bis zu zwei Prozent möglich wäre. „Das entbindet uns nicht davon, mächtig zu investieren, aber es entbindet auch die Bahn nicht davon, betriebliche Abläufe zu optimieren." Michael Bröcker hat mit dem Minister auch über die anderen wichtigen Themen gesprochen: die Sanierung der maroden deutschen Brücken, das Auslaufen des Tankrabatts und den drohenden Kerosinmangel. [05:47]

Sören Link, Oberbürgermeister von Duisburg, ist nach Berlin gereist – zusammen mit 14 weiteren Oberbürgermeistern und Landräten aus Nordrhein-Westfalen. Link zeigte sich nach den Gesprächen vorsichtig optimistisch, denn der Bund habe erkannt, dass die Kommunen am Ende sind: „Der Baum brennt nicht nur. Der Baum ist schon fast nur noch Asche." [02:42]

Präsident Trump hat innerhalb weniger Stunden mehrfach den Kurs gewechselt: Erst hatte er mit weiteren Angriffen auf den Iran gedroht, dann hat er die Schläge abrupt abgesagt. Schließlich hat er angekündigt, ein Friedensabkommen könne schon an diesem Wochenende unterzeichnet werden. Das iranische Staatsfernsehen hat eine Erklärung des Außenministeriums veröffentlicht mit den Worten: „Nichts ist final beschlossen." [01:33]

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00:00:02:

00:00:10: Das Verhältnis zwischen Bund und Ländern ist auch in der schwarz-roten Regierung weiterhin angespannt.

00:00:16: Die Länder fühlen sich allein gelassen, insbesondere die Oberbürgermeister und Landräter aus Nordrhein-Westfalen.

00:00:22: Fünfzehn von ihnen sind nun extra nach Berlin gekommen, um an einer Lösung zu arbeiten.

00:00:27: Was sie von der Bundesregierung verlangen?

00:00:29: Das fragt Laura Block unsere Kollegen vom Berlinthebel.

00:00:32: Sören Link den Oberbürgermeister von Duisburg.

00:00:36: Marode

00:00:37: Brücken kaputte Gleise kennen Sie überhaupt eine einzige Straße auf der es glatten Asphalt gibt!

00:00:43: Dazu ein unterfinanzierter ÖPNV, die Verkehrswende stockt.

00:00:46: Bisschhundertsiebzig Milliarden Euro sollen deshalb von schwarz-rot bis zweitausendneunzwanzig in die Kerninfrastruktur fließen.

00:00:53: Aber Experten haben Zweifel.

00:00:55: das wird gar nicht reichen!

00:00:56: Wir sprechen mit Verkehrsminister Patrick Schnieder der gestern bei uns zum Mobilitätsgipfel kamen u.a auch dort auf.

00:01:02: Bahnchefin Evelyn Palatraf.

00:01:04: dazu gleich mehr.

00:01:06: Die Menschen sind doch besser als man ihn manchmal unterstellt In jedem Fall mal hilfsbereiter.

00:01:12: Das ist nicht nur ein Gefühl, das ist das Ergebnis einer internationalen Studie.

00:01:16: Wie genau die Forscher zu diesem Schluss kommen und warum Deutschland bei dieser Studie besonders aufgefallen ist?

00:01:22: Wir verraten ihn noch nicht ob gut oder schlecht!

00:01:25: Das erfahren Sie an diesem Freitag den zwölften Juni.

00:01:27: schön dass sie dabei

00:01:28: sind.".

00:01:34: Donald Trump hatte gestern Nachmitt auf True Social seinem liebdingssozialen Netzwerk bereits angekündigt den Iran in dieser Nacht wieder anzugreifen.

00:01:41: aber mehr als einen Drohung war es bis heute morgen...nicht

00:01:44: President Trump cancels new military strikes against Ron just hours after signaling the US would launch a major escalation in the war tonight.

00:01:52: The president is pulling back on planned strikes, saying a deal to end the war could be in place as early as this

00:01:57: weekend.

00:01:58: Hours after threatening to hit Iran

00:02:00: very

00:02:00: hard tonight

00:02:01: and seize

00:02:01: the country's

00:02:02: oil industry,

00:02:03: President Trump abruptly

00:02:04: backing off!

00:02:06: We've made great settlement of the war with Iran.

00:02:16: President Trump says he believes Iran's

00:02:18: Supreme Leader has already

00:02:19: approved the deal, but tonight Iran's Ministry of Foreign Affairs

00:02:22: saying

00:02:23: Iran hasn't

00:02:24: reached

00:02:24: a final conclusion.

00:02:26: Lediglich zehn von dreihundert sechsundneunzig

00:02:48: Kommunen in Nordrhein-Westfalen haben eine saubere Kasse, der Rest ist verschuldet.

00:02:53: Teilweise dramatisch!

00:02:55: Deswegen waren diese Woche fünfzehn Oberbürgermeister und Oberbürgermeisterinnen und Landräte in Berlin um mit der schwarz roten Regierung in den Dialog zu gehen.

00:03:03: sie brauchen dringend Geld vom Land aber auch vom Bund.

00:03:06: Sören Link, der Oberbürgermeister aus Duisburg sagte vor den Gesprächen.

00:03:10: Der Bund dürfe die Kommune nicht länger am langen Arm verhungern lassen.

00:03:13: Es müsse jetzt dringend gehandelt werden.

00:03:15: Das wollten wir genauer wissen und deswegen hat Laura Block den SPD-Spitzenmann aus Duusburg, der übrigens auch mal im Gespräch war als möglicher Spitzenkandidat der NRW-SBD kurz nach dem Treffen gesprochen.

00:03:27: Guten Morgen Herr Link!

00:03:29: Schönen guten Morgen Frau Block.

00:03:30: Was ist Ihr Eindruck jetzt bei diesem Besuch?

00:03:33: Hat der Bund in erster Lage verstanden?

00:03:36: Das ist mein Eindruck.

00:03:37: Die Lage ist bitter ernst, der Baum brennt nicht nur... Der Baum ist schon fast nur noch Asche und die Zweiunddreißig Milliarden aus dem letzten Jahr sind ja nicht der Höhepunkt an die Entwicklung.

00:03:49: Es ist dynamisch und sie geht weiter.

00:03:52: Ich habe schon wahrgenommen das hier gesucht wird nach einer auch durchaus kurzfristigen Lösungsmöglichkeit.

00:03:58: klar ist dass zweiunddreißig Milliarden plus X hier nicht in Berlin irgendwo am Straßenrand rumliegen.

00:04:05: Aber das ist genau die Aufgabe und da setze ich jetzt drauf, dass die Bundesregierung liefert.

00:04:09: Wir brauchen den Bund und die Gespräche, die wir geführt haben, die machen mich da ganz

00:04:12: zuversichtlich.".

00:04:13: Wie könnte denn eine Lösung aussehen?

00:04:15: Also was könnte den Kommunen im Ruhrgebiet aber auch im restlichen Deutschland jetzt

00:04:19: helfen?".

00:04:21: Und am Schlicht gibt es zwei Möglichkeiten.

00:04:23: Das eine ist der Bund setzt die Konnexität endlich um – wer die Musik bestellt muss bezahlen.

00:04:30: Die andere Möglichkeit ist, die Zuweisungen über die Länder an die Kommunen deutlich zu erhöhen.

00:04:35: Nämlich in dem selben Umfang, den wir gerade besprochen haben – das sind ca.

00:04:38: ca.

00:04:38: rund um zwei Milliarden Euro.

00:04:39: Da helfen wir gerne mit Hinweisen, aber die Entscheidungen müssen hier in Berlin getroffen

00:04:44: werden.

00:04:44: Bei Ihrem Besuch jetzt hier in Berlin wurde Ihnen da auch etwas Konkretes zugesagt?

00:04:49: Ja, zu meiner großen Freude hat Ministerin Baas angekündigt einen Aktionsplan noch in diesem Monat ins Kabinett der Bundesregierung zu bringen.

00:04:59: Ein Aktions-Plan gegen Sozialleistungsmissbrauch im Zusammenhang mit Armutszuwanderung aus Südosteuropa.

00:05:07: Das freut mich sehr weil es nämlich dazu führen wird dass eine wichtige Gerechtigkeitslücke geschlossen wird das die Menschen die arbeiten nicht das Gefühl haben sie sind die Dummen und Menschen, die nach Deutschland kommen nur um Sozialleistung zu beziehen oder sich überwiegend durch Sozialleistungen zu finanzieren.

00:05:24: Dass sie eben feststellen es wird schwerer oder es wird am besten unmöglich gemacht.

00:05:28: Das ist eine gute Entwicklung und wird gerade in Städten wie Duisburg, Gelsenkirchen, Hagen dafür sorgen dass wir endlich Handlungsmöglichkeiten haben um den sozialen Leistungsmissbrauch aktiv zu bekämpfen um gegen Schrottimmobilien vorzugehen Und das ist eine sehr, sehr gute Entwicklung.

00:05:43: Die hat mich sehr gefreut.

00:05:44: Herr Link vielen Dank für das Gespräch!

00:05:46: Sehr gerne.

00:05:56: Der schlechte Zustand der Deutschen Bahn war hier schon oft Thema, aber auf den Straßen und vor allem auf den Brücken sieht es nicht besser aus.

00:06:03: Jüngst wurde die Bonner-Nordbrücke geschlossen immerhin.

00:06:05: Fünfundneunzigtausend Autos fahren da täglich drüber Und es gibt kaum eine Ausweichverbindung für diese Pendler.

00:06:12: Es ist dramatisch was in dieser Infrastruktur in diesem Land passiert.

00:06:16: Verursacher gibt es viele Vor allem natürlich frühere Regierungen.

00:06:19: Aber schafft jetzt diese Koalition mit frischen Milliarden aus dem Sondervermögen wirklich eine Wende hinzubekommen?

00:06:26: Oder gibt es den üblichen Streit zwischen Schiene und Straße, zwischen ÖPNV und Auto?

00:06:32: Wir fragen am besten mal einen der ist machen muss nämlich Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder.

00:06:37: Er war gestern zu Gast bei unserem ersten CEO Roundtable zur Zukunft der Mobilität und er diskutierte hier bei uns bei Table Briefings unter anderem mit der Bahnchefin Evely Palla aber auch mit dem CEO von Miles Oliver Mapprang oder dem Deutschlands Chef von Uber.

00:06:51: also es war richtig was los bei uns und Patrick Schnieder kam danach direkt erstmal zu uns ins Podcaststudio.

00:06:58: Schön, dass Sie heute da sind.

00:06:59: Guten Tag lieber Herr Minister!

00:07:01: Grüße Herr Bröcker!

00:07:02: Ehrlich wie oft regen sie sich so am Tag über Infrastruktur und Verkehr auf?

00:07:08: Als Bürger nicht als Minister.

00:07:10: Ich habe mir abgewöhnt mich aufzuregen.

00:07:11: eigentlich freue ich mich darüber weil Baustelle heißt Es geht los, es passiert etwas und wenn die Baustelle fertig ist wird's besser.

00:07:19: Das ist die Verheißung.

00:07:20: Wir müssen ein paar Dinge jetzt in Kauf nehmen aber danach haben wir ein besseres Straßenschienen außer Straßennetz.

00:07:26: Ich finde den Sloan ja auch wirklich gut mit endlich Baustellen.

00:07:28: das ist sehr sympathisch.

00:07:30: nur man wünscht sich dass dann auch jemand mal da ist.

00:07:32: ich fahre jeden Tag an der Autobahn-Baustelle vorbei und sehe dann nie Bauarbeiter.

00:07:36: Warum arbeiten die nicht wie in USA nachts durch Licht an?

00:07:39: Und dann haben alle Baustell innerhalb von wenigen Monaten abgeräumt.

00:07:43: dann brauchen sie die Kapazitäten für, um das hinzubekommen und das geht nicht an jeder Baustelle.

00:07:48: Da wo es erforderlich ist können wir das auch, da machen wir das auch auf die Arbeitnehmer schauen müssen, dass sie auch Baustellen haben wo ich nachts mit dem Presslufthammer nicht arbeiten kann oder jedenfalls nicht auf Dauer arbeiten kann.

00:08:04: Da wo das erforderlich ist machen wir das da wird es auch mit ausgeschrieben.

00:08:08: Das Problem ist viel eher dass wir zum Teil keine Gesamtvergaben haben sondern einzellos vergaben.

00:08:13: und erwarten Sie zb zwei Wochen darauf dass eine der wenigen Unternehmen die das machen in Deutschland, die Baustelle einrichten und am Schluss die Markierungsarbeiten vornehmen.

00:08:23: Dann ist eigentlich schon alles fertig.

00:08:25: aber sie haben des Anschlussunternehmens noch nicht da.

00:08:28: Und

00:08:29: verändern Sie

00:08:30: das?

00:08:31: Das haben wir gerade verändert.

00:08:32: jedenfalls besteht nach dem neuen Vergaberecht die Möglichkeit viel stärker in Gesamtvergaben zu gehen.

00:08:41: Wir haben uns aber auch für den Mittelstand eingesetzt, damit wir auch einzellos Vergaben weitermachen können.

00:08:46: Auch da muss man immer schauen wie sieht die Baustelle?

00:08:49: Wie sieht die Aufgabe aus?

00:08:51: Geht Tempo über alles weil ich gerade ganz dringlich arbeiten muss oder habe ich in Anführungszeichen eine normale Sanierung bei der ich auch mit dem Mittelstand nicht ausschließen will von solchen Aufträgen.

00:09:03: Muss dann eine ausgewungene Sache sein.

00:09:05: Wenn Lars Klink bei der Finanzminister sich als Investitionsminister bezeichnet, dann sind sie ja eigentlich sowas wie der Sondervermögens-Minister.

00:09:11: Denn in ihrem Bereich soll das Geld möglichst schnell in die Sanierung der deutschen Infrastruktur fließen.

00:09:17: Jetzt gibt es einen Bericht an den Haushaltsausschuss, dass alles nicht so schnell geht, wie man sich's gewünscht hätte.

00:09:22: Keine Zweckbindung, langsamer Abfluss.

00:09:24: twentyfünfundzwanzig waren laut diesem Bericht siebendreißig zwei Komma zwei Milliarden Euro geplant.

00:09:29: tatsächlich geflossen sind vier zwanzig Milliarden Euro.

00:09:31: können Sie mal für die Infrastruktur beziffern?

00:09:33: Wie viel Geld wirklich schon verbaut wurde und wie viel gar nicht angepackt wurde im vergangenen Jahr?

00:09:39: Wenn ich über alle Investitionen gehe, also egal welche Finanzierungsquelle da ist, Sondervermögen, Haushalt oder ähnliches dann sind bei uns ein Großteil der Mittel abgeflossen.

00:09:51: Sie sind wirklich gebaut worden.

00:09:52: wenn ich jetzt über alle Finanzierungsquellen nehme meine ich sind es zum Neunzig Prozent.

00:09:57: beim Sonder-Vormögen sind es achten achtzig Prozent Wobei man da unterteilen muss, was in die Straße geflossen ist.

00:10:06: Also Brücken-Tunnelsanierungen sind zu hundert Prozent abgeflossen.

00:10:10: Was bei der Schiene in das Schienennetz geflossen ist, ist zu nahe zu hundert Prozent abge flossen.

00:10:15: Wir haben noch Nachholbedarf bei der Digitalisierung der Schienen.

00:10:20: Okay dann müssen wir aber über den Verschiebebahnhof reden natürlich mit dem Verkehrsminister.

00:10:23: Das passt besonders!

00:10:23: Aber sie sind so ein bisschen im Zentrum dieser Debatte weil man im Kernhaushaltverkehr Gelder rausgenommen, die dann im Sondervermögen aufgestockt wurden.

00:10:33: Haben Sie zu wenig rausgeholt in den Verhandlungen mit Glas Klingmann oder anders gefragt?

00:10:37: Waren sie zu nett?

00:10:39: Wir haben enorm viele Mittel für den Verkehr zur Verfügung.

00:10:42: In dieser Legislaturperiode knapp bei einhundertsechzig Milliarden Euro das sind sechzig Prozent mehr beispielsweise in der letzten Legislatur periode also einen deutlichen Aufwuchs.

00:10:54: Das Problem bei der Verkehrsinfrastruktur ist, dass wir eine sehr komplizierte Finanzierungsstruktur haben.

00:11:00: Wir sind eben nicht nur Haushaltsfinanziert und Sondervermögen finanziert sondern haben Mittel im Verteidigungsetat noch stecken und im KTF.

00:11:09: Und das muss man alles unter einen Hut bringen und das lässt sich untereinander nicht alles miteinander verbinden oder ausgleichen.

00:11:16: Der Sonderförmogen finanzieren bei uns vor allem die Modernisierung, die Ertüchtigung Schiene Digitalisierungsschiene und die Brücken- und Tunnelsanierungen.

00:11:28: Das sind alles Erhaltungsmaßnahmen, das sind viele, viele Investitionen ist auch dringend notwendig weil wir brauchen ein Comeback der Infrastruktur.

00:11:35: Wir müssen viel Geld investieren.

00:11:37: Die Bundesregierung in den letzten Jahren und Jahrzehnten haben zu wenig in die Infrastruktur investiert.

00:11:42: Das müssen wir aufholen, das geht nicht in einem Jahr, geht nicht einer Periode des ganzen Modernisationsjahrzehnts was aber zur Schieflage führt dass ich für Neu- und Ausbaumittel nicht ausreichend Mittel habe.

00:11:55: Also, gesamt haben wir so viele Mittel wie wir es nie hatten aber das auf verschiedene Bedürfnisse dann abzustellen.

00:12:02: Das ist ganz schwierig geworden.

00:12:03: Ja

00:12:04: Wir können ja lieber die Einzelbereiche reden zum Beispiel die Brücken.

00:12:07: zweieinhalb Milliarden Euro für die Brückensanierung für den Brücken Neubau in Standhaltung.

00:12:12: Jetzt hat man die Bonner-Nordbrücke geschlossen Die wir beide gut kennen also unserer Heimat und die sehr relevante Brücke die Warbe kann schlecht.

00:12:25: Man fragt sich, warum so was nicht früher gesehen wird und warum das jetzt einen überrascht?

00:12:30: Und wenn das so ist kommen jetzt alle zwei drei Wochen neue Brückenschließungen, die sie gar nicht eingeplant haben.

00:12:37: Wir stehen vor einer riesen Aufgabe bei den Brückenbauwerken als Bund aber es gilt genauso für die Länder im Kommunen.

00:12:44: Das ist noch nicht unserer Spielwiese.

00:12:47: wir haben in einem zehnjahrszeitraum viertausend Brücken im kernel zur deutschen Autobahn zu sanieren.

00:12:54: Diese Aufgabe packen wir an.

00:12:56: Die ist jetzt auch finanziert, die ist auch perspektivisch finanzierte oder sondervermögen.

00:13:01: Wir sind da übrigens auch gut im Rennen.

00:13:03: Sie wissen welche eigentlich die nächste wäre, die dringend angepackt werden muss?

00:13:06: Die haben alle Zustandsnoten und wir haben ein sehr enges Brücken-Monitorium.

00:13:12: Es wird also sehr eng kontrolliert.

00:13:13: Das aufgesetzt wordenem Brückenkompetenzzentrum so dass wir genau wissen was da passiert das ja auch der Grund warum man die Brücke Gott sei Dank, sperren konnte.

00:13:21: Ja

00:13:21: die hat es seit Jahren zum drei Komma fünf.

00:13:24: Herr Brücker Sie müssen wollen das sehen.

00:13:26: da sind viertausend Brücken.

00:13:28: Die sanieren wir jetzt Schritt für Schritt.

00:13:31: Da sind wir gut auf Kurs.

00:13:33: Das sind von der Fläche her gesehen vierhundfünfzig Fußballfelder insgesamt.

00:13:37: Davon haben wir knapp hundert achtzig geschafft bis Ende zweitausendfünfundzwanzig und so gehen wir weiter vor.

00:13:42: das heißt aber nicht dass das immer eine linear Bewegung ist.

00:13:46: sie haben Brücken bei der sich ganz plötzlich der Schaden oder die Zustandsnote deutlich verschlechtert.

00:13:53: Das hat einfach mit der Belastung zu tun, die darüber geht und je mehr Verkehr da rüber ist – Sie haben zu der Nochtbrücke gesagt – hunderttausend Fahrzeuge vor allem die Lkw führen dann oder können dazu führen dass ganz plötzlich die Schäden vertieft werden oder aufploppen.

00:14:07: Und das hat man hier Gott sei Dank früh genug festgestellt Und dann blieb nur die Möglichkeit, die Brücke zu sperren aus Sicherheitsgründen.

00:14:14: Wir versuchen im Moment herauszufinden was wären die nächsten Schritte.

00:14:18: kann ich das nochmal verstärken oder muss ich sie abbrechen und sofort neu bauen?

00:14:23: Wir waren übrigens schon länger daran diese Brücke neu zu planen.

00:14:27: dieser Prozess läuft ja schon.

00:14:29: Das ist nicht so dass jetzt erst aufgefallen ist dass die Brücken nicht in gutem Zustand ist aber es hat sich ganz plötzlich.

00:14:35: eben in den letzten Tagen und Wochen hat es sich eben massiv verschlechtert und da sind sie nicht gefeilt vor.

00:14:42: Das kann immer wieder passieren.

00:14:43: Wir wollen nur verhindern, dass wirklich Schlimmes passiert.

00:14:46: Deshalb ein ganz enges Kontrollregime bei den Brücken und da müssen wir reagieren.

00:14:52: Wir haben hier beim CEO Roundherb Leute ein Unternehmer der eine KI-basierte App gebaut hat, der sagen kann welche Brücke als Nächste dran wäre und wie sie gebaut wurde so das man vielleicht auch seriell modernisieren kann.

00:15:03: also wenn Sie jetzt wissen wie Sie die Nordbrücke saniert haben könnte man nicht gleichzeitig die damals zum selben Jahr ähnlich strukturiert gebaute Brücken?

00:15:11: oder macht man das alles schon?

00:15:12: Naja, so was machen wir ja schon und wir können auch schnell.

00:15:15: Das haben Sie bei Rahmethetal Brücke gesehen.

00:15:18: Da sehen sie bei Ringbahnbrücke in Berlin nur mal als Beispiel, im März muss die abgebrochen werden.

00:15:25: Damals haben Professoren in der Zeitung geschrieben, Berliner Morgenpost, dass dort mindestens zehn Jahre bis die Brücke steht.

00:15:32: Mit dem Jahr wird sie wieder befahrbar sein.

00:15:34: Die wird jetzt aufgebaut!

00:15:35: Wie wird es gemacht?

00:15:36: Funktionale Ausschreibungen ein Stück Brücke mit Planung bitte Und dann mit vorgefertigten Fertigteilen gebaut.

00:15:44: Oberhausen, die größten je in Deutschland verbauten Vorgefertigtenteil, sieben Monate.

00:15:50: Das geht!

00:15:50: Wir können das und das machen wir auch so.

00:15:54: Und wir wollen noch viel stärker seriell bauen.

00:15:57: Wir versuchen Brückenpartnerschaft zu machen wo Sie auf einer Strecke, ich sag mal, fünfzig Kilometer dreißigvierzig Bauwerke sofort auf einen Schlag ausschreiben und machen.

00:16:07: Und dann können sie natürlich auch vorgefertigt seriell solche Dinge, wenn sich dafür eignet es nicht immer bei hundert Prozent, bei jeder Brücke so da sind ja auch örtliche Gegebenheiten oft zu berücksichtigen aber da kennen Sie viel stärker in diese Methode des Bounds kommt.

00:16:22: Beim Tempo wollen wir jetzt mit dem Infrastruktur Zukunftsgesetz Planung und Genehmigung nochmal deutlich beschleunigen.

00:16:27: damit wird das dann die PS noch schneller auf die Straße bringen.

00:16:30: Kommen wir von der Straße zur Schiene, Frau Paller.

00:16:32: Die Bahnchefin hat jetzt gerade gesagt ist ja schön und gut ihre Pünktlichkeitsziele die Sie Herr Minister für mich als Bahnschiffin so vorgegeben haben.

00:16:39: aber mit dem Geld schaffe ich es nicht.

00:16:40: sie sagt sie braucht dreizehn Milliarden Euro mehr.

00:16:43: Hattest du Recht?

00:16:44: Wir wollen dass die Schiene das dass die Bahn zuverlässig ist, dass sie sauber sicher und pünktlig fährt.

00:16:52: um das zu erreichen müssen wir natürlich stark in die Infrastruktur die sehr gelitten hat und wo wir zu wenig gemacht haben in den letzten Jahren.

00:17:00: Aber Pünktlichkeit ist nicht alleine Investition in das Schienennetz.

00:17:04: Das auch so, aber wir haben natürlich auch betriebliche Optimierung.

00:17:08: Aber Stellwerke, Digitalisierung, was ja alles

00:17:11: gibt?

00:17:12: Deshalb gehen wir dir an mit den Korridorsanierungen überhaupt keine frei.

00:17:16: Ich sage ja, Infrastruktur spielt eine Rolle, es ist aber nicht die alleinige Rolle.

00:17:20: Wir haben eine Task Force aufgesetzt um die Low Hanging Fruits zu ernten also schnell Erfolge dort auch hinzubekommen wo wir bis zu zwei Prozent Pünktlichkeit im Fernverkehr einfach heben können.

00:17:31: Mit kleinen, schnell wirkenden Maßnahmen und da sehen Sie das betriebliche Abläufe natürlich auch eine große Rolle spielen.

00:17:38: Ich will mich jetzt nicht auf eine Prozentzahl festlegen was die Infrastruktur für achtzig neunzig Prozent der Verspätungen alleine zuständig ist.

00:17:45: Da mache ich ein großes Fragezeichen dran, Bundesnetzagentur hat vor kurzer Zeit mal aufgelistet wie da Anteile sind, da sind wir in ganz anderen Bereichen.

00:17:54: also es entbindet uns nicht davon mächtig zu investieren die Infrastruktur auf Vordermann zu bringen, aber es entbindet auch die Bahn nicht davon betriebliche Abläufe zu optimieren und alles rauszuholen.

00:18:07: Baustellenmanagement, Sperrpausenmanagement und dergleichen mehr um den Anteil bei der Bündlichkeit mitzuheben.

00:18:14: Also

00:18:14: Ihrer Botschaft ist mach erst mal intern deine Hausaufgaben dann können wir auch nächstes Jahr wieder mal mehr Geld

00:18:18: kriegen?

00:18:18: Meine Botschaft isst und das haben wir bisher sehr gut so praktiziert und ich bin auch sehr froh dass Frau Palla Das macht im Konzern und ich finde, sie macht ihren Job wirklich gut.

00:18:29: Wir machen das gemeinsam.

00:18:31: Jeder hat seinen Paction dort zu tragen und wir müssen Hand in Hand arbeiten dann werden wir den Erfolg auch haben.

00:18:37: Ich sage immer nur dazu es ist kein schneller Erfolg!

00:18:40: Wir können nicht in einem Jahr oder einer Legislatur das aufholen was Jahrzehnte zu wenig investiert worden ist.

00:18:45: Vielleicht hilft ja ein bisschen mehr Wettbewerb der Deutschen Bahn und Sie könnten paar freundliche Worte in Richtung des italienischen Konkurrents hier bei uns im Podcast sagen

00:18:54: Wir haben ein System in Deutschland, bei dem die Schienen-Infrastruktur diskriminierungsfrei an Wettbewerber zur Verfügung gestellt werden.

00:19:03: Sie sehen

00:19:03: dass

00:19:05: das im Regionalverkehr wunderbar funktioniert.

00:19:09: Ich glaube der Anteil der DB Region ist so bei einem Drittel.

00:19:13: Also da gibt es eben auch viele andere, die mit dabei sind.

00:19:17: Im Fernverkehr haben wir noch andere Anteile aber auch da gibt's Wettbewerber.

00:19:20: Flickstrain ist zum Beispiel unterwegs.

00:19:22: jetzt wollen andere darauf kommen.

00:19:25: Wir

00:19:25: sagen Flickstrane ist diskriminierungsfrei auf dem Netz und dann kann das Italo auch?

00:19:28: Es braucht keine eigene neue Regulatorik.

00:19:30: Wir stehen davor dass Europa Europäische Union hier über die Kapazitätsverordnung die Anfang der dass man dort die Regeln nochmal neu fasst und enger fasst.

00:19:45: Der Streit geht ja nicht darum, ob Italo einen Anspruch hat aufs Netz zu kommen sondern Italo wünscht im Moment Rahmenverträge also langfristige Verträge.

00:19:54: nach derzeitiger Rechtslage ist die DB Infrago nicht verpflichtet dazu.

00:19:58: das wird sich ändern wenn diese Kapazitätsverordnung kommt.

00:20:01: dann wird man auch mit anderen Instrumenten dort arbeiten können.

00:20:04: wir hast einmal Rahmenverträge aber es ist im moment Nicht in der Praxis, sonst gibt es keinen rechtlichen Anspruch darauf.

00:20:11: Aber das heißt nicht dass man das Netz nicht auch anderen einzelne Trassen zur Verfügung stellen muss.

00:20:17: Dann

00:20:17: letzte Frage lieber Herr Minister die geopolitischen Herausforderungen werden täglich größer und nicht kleiner.

00:20:21: jetzt nach den jüngsten Eskalationen im Iran brauchen wir sowas wie eine nationale Kerosin-Reserve?

00:20:27: Die haben wir!

00:20:28: Wir haben ne Strategie.

00:20:28: Sie

00:20:29: groß genug lange,

00:20:30: aktiv

00:20:30: genug.

00:20:31: Naja das hängt ja immer davon ab wie

00:20:33: lange

00:20:33: ich sie brauche.

00:20:34: Sie hält meines Wissens für drei bis vier Monate.

00:20:38: Wir sind in Deutschland in der glücklichen Lage, dass wir etwa fünfzig Prozent des Kerosins über unsere Raffinerien hier wirklich selbst produzieren.

00:20:47: Das ist anderswo nicht so.

00:20:49: im Moment ist kein physischer Mangel absehbar.

00:20:52: das ist natürlich eine Frage der Zeit wenn es an der Straße von Hormus sich nicht ändert.

00:20:57: Wir werden auf jeden Fall über den Sommer kommen.

00:21:00: Das Problem ist momentan ein preisliches Problem haben und dass wir Mangel an anderen Orten der Welt haben.

00:21:07: Es macht wenig Sinn nach Fernost zu fliegen, wo wir tatsächlich einen Kerosinmangel haben und dann kriegen sie das Flugzeug nicht mehr betankt.

00:21:14: Weil andere das brauchen.

00:21:16: Ich spitze das jetzt zu aber das ist eine Situation die natürlich entstehen kann.

00:21:19: Luftverkehr ist global Und deshalb ist es schon eine Situation, die wir ganz klar im Auge behalten müssen Und auch das Preis-Signal wird natürlich schwierig werden, wenn diese Entwicklung so weitergeht.

00:21:31: Deswegen könnten die Preise eine Tankstelle wieder nach oben schnellen.

00:21:35: Wenn der Tankrabatt ausläuft sollte er verlängert werden oder ist das Thema in der Koalition bereits abgehauen?

00:21:40: Die Fraktion haben eindeutig erklärt dass der Tankrappett endet mit Ende Juni.

00:21:46: Unabhängig davon muss man ja sagen, wir kommen irgendwann als Ende unserer Möglichkeiten.

00:21:51: Der Tankrabatt kostet achthundert Millionen im Monat.

00:21:55: Sie kennen die Haushaltssituation über die wir ausreichend reden und diskutieren.

00:21:59: das ist nicht auf Dauer durchhaltbar.

00:22:02: wenn wir helfen müssen und einschreiten müssen dann glaube ich muss man zielgerichtet arbeiten Und wir müssen jetzt genau schauen, welche Auswirkungen hat das.

00:22:11: Im Moment sind die Preise an den Tankstellen auch ohne den Tankrabatt deutlich unter den Spitzen.

00:22:19: Das ist eine Frage der weiteren Entwicklung.

00:22:22: Vielen Dank lieber Herr Minister!

00:22:23: Danke Ihnen Herr Bröcker.

00:22:31: Elinne war noch was?

00:22:32: Michael Der Homo Sapiens is doch im Kern gut.

00:22:36: Jedenfalls mal kooperativer als man bisher gedacht hat.

00:22:39: es gibt eine Studie in hundertundzwanzig Ländern die zu diesem Ergebnis gekommen ist und der Versuchsaufbau, der war ziemlich simpel.

00:22:48: Zwei Teilnehmer, die vor die Wahl gestellt wurden entweder du bekommst sofort hundert Dollar auf die Hand oder du möchtest mit jemandem anders zusammenarbeiten bekommt dann aber nur siebzig Dollar Wenn du auf ein bisschen Geld verzichtest, aber dich für die Zusammenarbeit entscheidest.

00:23:03: Dann wurden zusätzlich vierhundert Dollar für ein Klimaschutzprojekt gespendet.

00:23:08: und das erstaunliche Ergebnis neunundsechzig Prozent der Teilnehmer haben sich für die zusammenarbeit entschieden also selbst ein bisschen auf Geld verzichtet dafür etwas für die Umwelt getan.

00:23:19: Besonders auffällig war offenbar das Ergebnis in Deutschland.

00:23:21: hier haben sich sechsten achtzig Prozent der teilnehmer für die Obwohl die Experten zuvor geglaubt hatten, dass es maximal die Hälfte sein würde.

00:23:29: Also gute Nachrichten aus Deutschland für Deutschland kann man mal sagen.

00:23:35: So ist es ein bisschen Selbstvertrauen und ein positives Bild auf uns selber das hilft doch wahrscheinlich auch.

00:23:41: Am Wochenende geht's hier weiter.

00:23:43: Dann haben wir wieder eine CEO-Fedition für Sie am Samstag, ein spannendes Gespräch mit Stefan Hartung dem CEO von Bosch und es geht um die aktuellen Herausforderungen für seine Branche.

00:23:55: das hören sie morgen hier ab fünf Uhr Und damit wünschen wir Ihnen ein schönes Wochenende und sind am Montag wieder da!

00:24:02: Tschüss bis

00:24:10: dahin.

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