Wie sieht die Zukunft von Bosch aus? Mit Stefan Hartung.

Shownotes

Bosch-Chef Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, ist zu Gast bei Stefan Braun, Redaktionsleiter des Berlin.Table. Der weltgrößte Autozulieferer steckt im größten Umbau seiner Geschichte – allein in der Mobilitätssparte sollen 22.000 Stellen wegfallen. Hartung erklärt, wie der Wandel zum diversifizierten Technologiekonzern gelingen soll.

Von der Politik erwartet er konkrete Beschlüsse zu Steuern und Sozialabgaben statt weiterer Ankündigungen. Sein Credo: „Unternehmersein muss leicht sein – und es muss auch leicht sein, Arbeitnehmer zu sein und durch mehr Leistung mehr zu verdienen." Europa hält er für ein Vorbild mit gefährdeter Substanz – zu zerteilt, zu überreguliert, zu langsam.

Dem Abgesang auf den Verbrennungsmotor widerspricht Hartung deutlich: „Wir müssen wirklich die Kirche im Dorf lassen und nicht dauernd die Verbrenner für tot erklären." Die Technologie werde noch ein bis zwei Arbeitsleben gebraucht – in Notstromaggregaten, Datenzentren und beim Militär. Außerdem im Gespräch: Rüstung, humanoide Roboter und die Frage, ob KI Jobs vernichtet.

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00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe der CEO-Edition von Table Today.

00:00:11: Ich bin Alex Hofmann, bei mir ist mein Kollege Alexander Wiedmann.

00:00:15: Diese Woche war Berlin die Hauptstadt des Kapitals und

00:00:24: auf der anderen Seite die ILA, die internationale Luft- und Raumfahrtausstellung, die der Bundeskanzler persönlich eröffnet hat.

00:00:41: Unser Hauptgesprächspartner heute ist der CEO von Bosch Stefan Hartung.

00:00:46: mit dem hat unser Kollege Stephan Braun über die globalen Herausforderungen

00:00:49: gesprochen.

00:00:50: Das ist unser Programm für diesen Samstag den thirteenth Juni.

00:00:53: schön dass Sie dabei sind.

00:00:58: Die Super Return International ist so etwas wie das Davos der Beteiligungsbranche nur ohne Ski und mit mehr Termsheets.

00:01:05: Diese Woche hat sie in Berlin stattgefunden und wir waren vor Ort.

00:01:09: Das große strukturelle Thema, das sich durch die gesamte Konferenz zog – wie kommt das Kapital der Pensionskassen endlich in die Wachstumsunternehmen?

00:01:18: Zwei Billionen Dollar verwalten alleine die rund zweitausend institutionellen Investoren, die diese Woche in Berlin zusammengekommen sind!

00:01:25: Ein Thema übrigens dass wir selbst auf unserer Konferenz T-Shirtetable bereits am Montag mit dem Investitionsbeauftragten Martin Blessing Stefan Wintels von der KfW und Wirtschaftsministerin Katharina Reiche bereits diskutiert haben.

00:02:02: Das Unternehmen von Gründer David Reger wird damit mit sieben Milliarden Dollar bewertet.

00:02:06: Mit dem Geld will das Unternehmen die Serienproduktion kognitiver humanoida-Roboter bis zu zwanzig dreißig auf mehrere Millionen Einheiten

00:02:13: skalieren.".

00:02:15: Und direkt davor am Montag, ISA Aerospace – das Münchner Raumfahrtsstartup hat eine Serie D Finanzierungsrunde mit zweihundertsiebzig Millionen Euro abgeschlossen.

00:02:25: Das Geld soll die Serienproduktion der Trägerakete Spectrum vorantreiben und einen zweiten Startplatz nach Norwegen nun in Kanada aufbauen.

00:02:34: Alexander, das passt doch toll zu dem was du auf der ILA gesehen hast denn Isar Aerospace war ja auch dort ein Thema?

00:02:40: Ja genau!

00:02:41: Und die Zahl die Isar Airspace selbst und noch Kanzler Merz in seiner Eröffnungsrede immer wieder zitiert haben ist ziemlich ernüchternd.

00:02:48: Während Europa in den Jahr- und Jahrzehnten weniger als zehn Orbitalstaats durchgeführt hat, hat die USA über Hundertneinzig.

00:02:56: Das ist die geopolitische Lücke gegen diese Finanzierungsrunde angeht!

00:03:00: Heißt doch für den Kanzler hat der Weltraum jetzt nicht nur eine geopolitische Dimension sondern auch eine wirtschaftliche oder?

00:03:06: Ja genau, er hofft darauf auf dass ESA Aerospace noch im Juni an den Start geht und das Rocket Factory Augsburg und High Impulse bald nachziehen werden.

00:03:15: Und insgesamt kann man sagen, die deutsche Luft- und Raumfahrtindustrie verzeichnete in dem Jahr ein Rekordjahr mit einem Gesamtumsatz von zu ca.

00:03:23: umsetzten Milliarden Euro.

00:03:25: Dieses enorme Wachstum von neunzehn Prozent gegenüber dem Vorjahr wird maßgeblich von der starken zivilen Luftfahrt den Rüstungsboom UND der Raumfahrtt getrieben.

00:03:35: Sag mal Alex hast du den Eindruck, die ILA wird immer mehr zu einer Rüstungsmesser?

00:03:39: Ja generell spielte Verteidigung und Rüstungen eine große Rolle auf der ILA.

00:03:43: Hensolt, Quantum Systems, Reimetall und Co.

00:03:46: waren bereits beim Eingang omnipräsent Und nach dem FKs aus – dem Aus des deutsch-französischen Kampfjetprojekts wird dann gerade Helsing & Quantum Systems neue Chancen.

00:03:57: Beide Unternehmen haben die ILA genutzt um für ihre autonomen Systeme zu werben.

00:04:01: Darüber hinaus haben auch Mittelständler wie beispielsweise der Flugzeughersteller Deutsche Aircraft aus Oberpfaffenhofen Die ILA Genutzt Um sich stärker im Bereich militärische Luftfahrt zu engagieren.

00:04:13: Hier winkt das große Geld.

00:04:15: Ob alle Investitionen sich tatsächlich lohnen, ist eine andere

00:04:18: Geschichte.".

00:04:29: Mit

00:04:30: über neunzig Milliarden Euro Umsatz ist Bosch der weltweit größte Autoslieferer – aber das hundertvierzig Jahre alte Unternehmen durchlebt gerade schwierige Zeiten.

00:04:39: Allein im Zulieferbereich will er Konzernen in den kommenden Jahren bis zu zwanzigtausend Stellen streichen.

00:04:45: Bosches sind vielen Bereichen mittlerweile nicht mehr wettbewerbsfähig und das Rudern noch herumzureißen spart das Management kräftig an Personal- und Strukturen Und will sich zunehmend zu einem diversifizierten Technologieunternehmen weiterentwickeln.

00:04:59: Wie dieser Wandel gelingen kann und wie Europas Industrie wieder wettbewerbsfähiger werden kann angesichts der zahlreichen globalen Herausforderungen, das hat der Bosch CEO Stefan Hartung mit unserem Kollegen Stephan Braun dem Redaktionsleiter des Berlin-Table besprochen.

00:05:15: Lieber Herr Hartung, herzlich willkommen bei Table Today!

00:05:18: Wir freuen uns sehr, dass Sie die Zeit haben.

00:05:21: Sie führen ein Unternehmen, das in der ganzen Welt aktiv ist.

00:05:24: Diese Welt ist in Aufruhr!

00:05:26: Welche Krise ist aus ihrer Sicht im Augenblick die bedrohlichste?

00:05:31: Ach, das ist ganz schwer zu beantworten weil wir ja doch eine sehr unruhige Welt haben, nicht?

00:05:35: Die in Summe ja mit sich ringt... Das muss man glaube ich so ausdrücken.

00:05:39: Wir haben jetzt Krisen hier schon etwas länger andauern wie zum Beispiel irgendeine Krieg.

00:05:44: Wir haben ganz neue Themen wie die Straße von Hormuz, die geschlossen ist und den Iran-Krieg.

00:05:50: natürlich sind diese akuten Dinge, die dann so direkt auftreten.

00:05:54: Immer die, die man als Erste einfallen, wo man sagt Mensch das ist doch ein Thema!

00:05:58: Wir haben grundsätzlich das Thema dass wir plötzlich wieder über Transaktionskosten also Kosten des Handels zwischen Regionen sprechen und Handelshemmnisse plötzlich in den Vordergrund rücken.

00:06:07: Wir haben das Thema der Demografie weltweit in allen westlichen aber auch in China Bereichen und das hat auch Auswirkungen an vielen Stellen auf Jugendarbeitslosigkeit.

00:06:17: Also es gibt verschiedene wirklich tiefgreifende Umweltsung, die nicht alle angenehm sind.

00:06:23: Aber es gibt ja gleichzeitig auch unglaubliche technologische Entwicklungen.

00:06:25: von daher muss man die Welt wirklich divers sehen.

00:06:27: was mich im Moment am meisten umtreibt ist klar Sind die Fragen?

00:06:31: Was passiert denn in diesem Jahr noch bezüglich diesen fragen zur straßwornhormus oder auch zum keine konflikt weil da könnten sich ja wirklich noch Änderungen ergeben.

00:06:41: jetzt haben wir eine Situation dass sie usah China und Russland dabei sind die welt neu unter sich aufzuteilen.

00:06:49: Was bedeutet das für einen CEO von Bosch, wenn Sie diese Kämpfe und Situationen sehen?

00:06:57: Guten Unternehmen wie unseres basiert ja darauf.

00:06:59: Dass wir unglaubliche Talente brauchen, dass wir Zusammenarbeit nutzen im Sinne von Innovationskraft die dadurch entsteht und dass wir weltweit auch Produkte- und Dienstleistungen liefern, weil wir sind ja nicht nur professionell tätig für andere Firmen sondern auch für Konsumenten.

00:07:21: Und deswegen müssen wir umso mehr wenn die Welt komplexer in den Zusammenarbeitsschema da wird, müssen wir überall gut aufgestellt sein.

00:07:30: Das heißt es geht nicht nur darum die Welt aus Deutschland heraus zu beglücken was vielleicht noch Ganz frühen Tagen ging, sondern wir müssen eigentlich das fortführen was Robert Bosch auch schon begonnen hat nämlich sofort in die Welt zu gehen.

00:07:43: Nicht nur mit der Welt zu handeln, sondern auch in die welt zu gehen und das tun wir.

00:07:47: deswegen haben wir eben zwar immer noch über hundertzwanzigtausend Mitarbeiter in Deutschland aber immerhin schon siebenfünfzigtausende Mitarbeiter in China und über zwanzig tausenden Mitarbeiter in den USA.

00:07:57: Und dass ist wichtig, dass wir stark aufgestellt sind in jeder Region um dort doch leistungsfähig zu sein.

00:08:02: dieser Konflikt zwischen den USA und China.

00:08:04: Der ist mal akut, haben wir gerade erlebt.

00:08:08: Wie groß ist für Sie die Gefahr, dass sie irgendwann zwischen diesen beiden Märkten, wenn man sich jetzt Xi und Trump anguckt, entscheiden müssen?

00:08:15: Da gibt es ja Ausschlussdrohungen und Mechanismen!

00:08:18: Wie gefährlich ist das?

00:08:19: Sie haben es gerade angesprochen – hundertzwanzigtausende in China, zwanzig tausend in den USA...

00:08:24: Naja, wenn wir Regionen so weit brechten, dass sie gar nicht mehr miteinander arbeiten.

00:08:29: Ja dann wären wir eigentlich wieder in so einem Szenario wie wir das im Kalten Krieg erkannten und das wäre natürlich tragisch.

00:08:35: Dann hätte man wirklich unterschiedliche Wirtschaftsräume oder hätte in der Welt aber auch die Situation, dass dann die Menschheit eigentlich alle Dinge zweimal machen müsste.

00:08:41: Das ist auch nicht gerade dienlich weil so viel luxuriösen Spielraum hat die Menschheid nicht.

00:08:47: ja.

00:08:48: also diese Menschen sollen sich tun wie es darauf einigen Dinge zusammen zu tun.

00:08:53: Wettbewerb ist ja nicht falsch.

00:08:56: Und auch nationale Sicherheit als Argument ist auch nicht falsch, das haben wir Deutschen jetzt ja schmerzhaft lernen müssen und uns auch mal wieder als Agenda-Punkt aufschreiben sollten.

00:09:06: aber wir müssen halt aufpassen dass wir das richtige Maß immer wieder wählen und Wettbewerb ihm zulassen wo wir sowieso immer wieder achten müssen in vielen Diskussionen Das Marktwirtschaft, soziale Marktwissenschaft wie wir es hier in Deutschland betreiben ein sehr gutes Hilfsmittel ist um das Maximale eigentlich an Kreativität auch zu bekommen.

00:09:25: Und das ist ja eigentlich das was immer gut geklappt hat nicht?

00:09:28: Deswegen sind hunderte von Millionen Menschen in China jetzt in der Mittelklasse.

00:09:31: Ja da sind noch paar Milliardäre bei entstanden bei dieser Bewegung.

00:09:34: nicht aber diese Milliardär haben nicht einfach den Arm etwas weggenommen wie manchmal so gerät wird sondern die sind zudem entstanden zu den Hunderten Millionen Leuten die in der Mitteltasse jetzt aufgetaucht sind.

00:09:43: Das ist das, was Marktwirtschaft gebracht hat.

00:09:46: Selbst in einem Land wie China, wo man ja eigentlich sagen würde da waren die Bedingungen ganz am Anfang vor Denksauplin nicht gerade optimal.

00:09:52: Welche

00:09:52: Rolle spielt bei alledem eine EU, die im Augenblick immer noch nicht den Eindruck vermittelt dass sie den Schuss gehört hat?

00:10:00: Also jetzt sozusagen in diesen sieben und zwanzig für Sie Wahrscheinlich immer noch das Hauptfeld der Tätigkeit.

00:10:07: Haben die Europäer den Schuss nicht gehört?

00:10:09: Was fehlt da?

00:10:10: Die EU kommt aus der Tradition, dass sie eigentlich ein Club von Großmächten war.

00:10:15: Mich vor längerer Zeit nicht, dass diese Großmichte mit der Mittelmacht Deutschland wie was doch so neben Rückrahmen ist.

00:10:22: Mittlerweile sprechen wir über andere Mittelnächte.

00:10:24: Das ist auch interessant!

00:10:25: Da kommen wir her... Wir haben es richtig gemacht, wir haben gesagt Moment!

00:10:28: Wir müssen das neu denken.

00:10:29: Wir müssen zusammenarbeiten und deswegen hat Europa eigentlich eine Perle von Eigenschaft nämlich Es kann Vielfalt in einer gigantischen Marktkonfiguration zusammenbringen.

00:10:39: Na ja aber muss es auch zusammen bringen?

00:10:41: Das Thema was wir uns jetzt wirklich nochmal vornehmen müssen ist nicht etwa dass wir sagen müssen es gibt nur noch eine Nation Europas und wir machen mal eben die große europäische Revolution sondern das wirtschaftliche Zusammenarbeiten das in einem Wirtschaftsraum zu gestalten und damit auch die Regeln wirklich exakt leicht zu haben, im Gesamtwirtschaftsraum.

00:11:00: Dann ist Europa enorm interessant für alle anderen Regionen – enorm interessant!

00:11:06: Weil es beides mitbringt eine große Menge an Leistungsfähigen Konsumenten, eine große Vielfalt an Kreativität und verschiedenen Lebensmodellen, die hier gut funktionieren ja und ein leistungsfiges Technologieportfolio was auch seinesgleichens hoch.

00:11:23: Es ist nämlich nicht so, dass wir rückständig sind und hier irgendwie uns selber zur dritten Welt erklären.

00:11:29: Das tun wir nicht!

00:11:30: Sondern wir sind schon noch der strahlende Vorbild für ganz viele Länder dieser Welt.

00:11:34: aber wir müssen glaube ich ein bisschen aufhören zu meinen... ...dass wir das in Belgien anders regeln können als in Deutschland und in Deutschland anders als in Frankreich und in den Frankreich anders als In England.

00:11:42: Das ist natürlich nicht sinnvoll.

00:11:45: Fühlen Sie sich von der Politik an der Stelle richtig unterstützt?

00:11:49: Haben die das

00:11:49: verstanden?!

00:11:50: Die Politiker zum Teil hat die falschen Prioritäten.

00:11:52: Das wissen wir auch alle.

00:11:54: Wir müssen die marktwirtschaftliche Gestaltung und die Leistungsfähigkeit im Vordergrund immer haben, weil ohne diese Leistungsfähigkeit verlieren wir alle Optionen.

00:12:02: Dann können wir uns auch nicht gut verteidigen.

00:12:04: Dann werden wir keine optimalen Bildungseinrichtungen haben.

00:12:06: dann können wir die wirklich revolutionär graniose generelle Krankenversorgung, die wir haben in Europa ja?

00:12:13: Da können wir den nicht aufrechthalten was ja schrecklich wäre.

00:12:15: man muss sehen da sind wir ein absolutes Vorbild weltweit in Europa dass wir eine universelle Kranken Versorgung für alle hier sicherstellen.

00:12:25: Und das sind Themen, die basieren alle auf der ökonomischen Leistungsfähigkeit des Kontinents.

00:12:31: Die ist gefährdet wenn wir uns zerteilen und gleichzeitig nicht uns darauf konzentrieren dass wir natürlich Wettbewerb haben.

00:12:38: Der will uns gerne auch was wegnehmen!

00:12:40: Das ist so bei Wett bewerben.

00:12:42: Der Wett Bewerb arbeitet nicht für jemanden, er arbeitet auch manchmal gegen jemanden und das muss man wahrnehmen wie als Unternehmer das auch wahrnehmen muss.

00:12:48: Wenn man nicht mehr wettbewebsfähig ist, muss man etwas tun.

00:12:51: Das ist mir zum Teil etwas zu wenig im Fokus der Politik und die Gemeinschaft der Europäischen Union als Wirtschaftsraum.

00:13:00: Da würde ich auch gerne mehr sehen, und zwar auch schneller weil es ist nicht das wichtig für Europa was uns zerteilt.

00:13:07: Es sieht manchmal so aus dass wir in den europäischen Nationen gegeneinander den Wettbewerb wichtiger finden als das Miteinander des Europäischen Und auch den Fokus dann mehr richten auf Dinge, die vielleicht auch mal einer neuen Bewertung bedürfen.

00:13:20: Ist es eigentlich richtig das der EU-Haushalt in so großen Teilen immer noch ein Agrarhaushalt ist?

00:13:25: Sollte ja nicht mehr eine Innovation zum Bildungshaushalts sein.

00:13:27: Sollen wir uns nicht mehr um den internen Markt aller Segmentekümern sowie im Automarkt des Zumenteils?

00:13:33: auch nicht immer.

00:13:34: Aber

00:13:36: viele Dinge zu tun.

00:13:39: Bosch steckt wahrscheinlich größten Umstrukturierungsprozesse an der Geschichte.

00:13:43: Können Sie mir ja gleich nochmal eine Einordnung geben.

00:13:45: Aber die Frage geht in der andere Richtung, dazu gehören Investitionen in Zukunftstechnologien?

00:13:50: Was in der Regel eher Spaß macht könnte ich mir vorstellen.

00:13:54: aber dazu gehören auch sehr schwere Entscheidungen bis hin zu Standortschließungen.

00:13:59: Politikerinnen und Politiker reden nicht drüber aber werden in solchen Fällen oft von Schlaflosigkeit oder Versagenesängsten

00:14:05: geplagt.

00:14:07: Kennen sie das auch?

00:14:09: Das Thema ist natürlich bei einer Firma, die sich selber ja immer wieder im Wettbewerb stehend infrage stellt und immer wieder schaut wo gewinne ich?

00:14:21: Und wo stehe ich in einer wettbeherblichsten Situation nachteilig dort.

00:14:26: Muss ich unbedingt immer wieder mich neu erfinden?

00:14:31: das ist ganz entscheidend weil die Welt nicht in der Firma zu finden sondern außerhalb der Firma Gerade bei Firmen, die so eine tolle Tradition haben und eine toller Historie und auch eine große wirklich leistungsfähige Kultur.

00:14:47: Da ist das natürlich schon schwierig.

00:14:49: wenn man dann feststellt am Standort hier oder in der Produktseite hier verändern sich Dinge doch dramatisch.

00:14:56: wir sind entweder nicht mehr wettbewebsfähig oder Der Regulierer hat das Produkt für auslaufend erklärt.

00:15:04: Das ist von dem Reguliera in Europa zumindest so beschlossen.

00:15:10: Ich muss mich dann verändern.

00:15:11: Das heißt, ich muss mich fragen auf der ganz großen Ebene oben bin ich in den richtigen Geschäften?

00:15:17: Muss sich eventuell Geschäfte aufgeben verkaufen an jemand anders, der es besser kann.

00:15:22: Muss ich andere Geschäfte kaufen?

00:15:24: Damit ich meine Position ausbauen kann.

00:15:26: Siehe was wir bei der Heizung zum Klimatechnik gemacht haben.

00:15:28: Wir waren natürlich marktführend in Gasgeräten und auch in Öl-Heizgeräte.

00:15:34: Und natürlich ist das Thema Wärmepumpe absolut die Zukunft ja deswegen ganz klar die Richtung da rein.

00:15:40: Da sind wir jetzt ja auf dem Marktführer in Deutschland.

00:15:42: aber wenn man das machen will mit Wärmpumpen muss man eigentlich in der Klima Technik tätig sein Weil das ist eine ähnliche Technologie und deswegen haben wir auch diese große Investitionen getätigt, wo wir dann klimatechnische Firma dazugekauft haben.

00:15:54: Wo du sowohl

00:15:54: Klima machst als auch Wärme pumpen?

00:15:56: Genau!

00:15:57: Das ist der Faktor von der Technologie sehr ähnlich und ich bin dann auch in zwei Geschäften drin.

00:16:01: Und übrigens ist natürlich noch ein netter Nebeneffekt Die meisten Menschen auf der Welt brauchen keine Heizung die brauchende Klimaanlage Und übrigens sind Deutschland ja auch immer mehr.

00:16:09: Das zweite ist dann in den einzelnen Geschäfte.

00:16:11: Bin ich da gut genug?

00:16:12: Ja, bin nicht so gut in Deutschland wie ich in China bin.

00:16:15: Es kann ja auch intern unterschiedliche Leistungsfähigkeiten geben, nicht?

00:16:18: Und das kann dann auch dazu führen.

00:16:20: Das tut es ja auch und das ist mit Sicherheit nicht das Angenehmste was wir machen müssen als Unternehmer dass sich Kapazitäten anpassen muss.

00:16:27: Und das möchte natürlich niemand hören.

00:16:29: wenn das über fünf Jahre dann passiert mag das sogar mit der Demografie einhergehen aber dennoch ist das ein schmerzhafter Schritt weil die geben ja etwas auf Wir machen ja dort weniger Muss aber getan werden.

00:16:40: wenn man das nicht macht riskiert man die Substanz Gemäß Robert Bosch für die Geschäftsführung absolut nicht erlaubt.

00:16:48: Im Prinzip machen Sie im Kleinen das, was die Gesellschaft dem Großen irgendwie auch durchlebt?

00:16:52: Genau.

00:16:53: Veränderungen

00:16:53: Ja.

00:16:55: Das ist mit Sicherheit ganz schwierig für alle Beteiligten Auch für uns in der Führung der Firma.

00:17:01: Gleichzeitig aber Muss man wirklich aufpassen dass Man Mit Zuversicht nach vorne schreitet und Die Möglichkeiten Erkennt die sich aus den neuen Dingen auch ergeben.

00:17:11: Der Einzelne Arbeitsplatz wenn er verloren geht Für die einzelnen Personen Das ist schwer korrigierbar, sondern dann müssen wir helfen, dass diese Person in einem anderen Umfeld tätig werden kann.

00:17:22: Entweder im Unternehmen oder woanders.

00:17:24: Aber fürs Unternehmen müssen wir dringend dafür sorgen, dass wir auch neue Themen, innovative Themen... Künstlikenten, Robotik.

00:17:30: Anderes wirklich ins Unternehmen reinbringen, Tätigkeitsfelder auftun und mit Innovationskraft voranschreiten.

00:17:35: Deswegen haben wir das auch beides gemacht.

00:17:37: Auf der einen Seite diese Restrukturierungsbeschlüsse... Man muss es zeitgleich machen.

00:17:42: ...und gleichzeitig unglaubliche Summen in Innovationen und neue Fabriken- und Ausrüstung stecken.

00:17:48: Auch in Deutschland.

00:17:49: Wir haben auch in Deutschland weiter investiert.

00:17:52: Sie haben ganz kurz das Verbrenner aus schon thematisiert?

00:17:56: Ich würde gerne wissen Was bleibt eigentlich vom Verbrenner noch?

00:18:00: Ist der wirklich erledigt, geben Sie es auf oder sagen Sie, naja jetzt in Europa hat der Regulierer.

00:18:07: Aber in Afrika, Südamerika und Indien wird das Verbrennerauto noch eine ziemlich lange Zeit eine Rolle spielen.

00:18:14: Wie wirkt sich das für jemanden wie sie aus?

00:18:17: Also wenn wir mal so ein Arbeitsleben ansetzen ich würde dann immer so vierzig Jahre oder sowas ja also ich sag mal für ein zwei Arbeitsleben wird es diesen Verbrenner auf jeden Fall noch geben.

00:18:27: Also das vielleicht in geringer Form im Pkw in Europa, aber Verbrennungsmotoren sind eine fundamentale Technologie die an ganz vielen Stellen gebraucht wird.

00:18:40: Breite Beispiel einmal zum PKW.

00:18:42: nochmal fangen wir damit mal an.

00:18:43: Die Amerikaner sagen in ihren Voraussagen für zwanzig fünfdreißig bis zu fünfzig Prozent aller Neufahrzeuge immer noch mit Verbrennungsmotor voraus Die Chinesen im Bereich zwischen zwanzig und dreißig Prozent, die Europäer mit null.

00:18:56: Da würde ich mal sagen, ist eher Europa ungewöhnlich.

00:19:00: Aber das ist ja nicht die einzige Verwendung von Verbrennungsmotoren.

00:19:02: Wir haben sie genauso in Notstrom-Aggregarten In jedem Krankenhaus.

00:19:06: wir haben sie genau so in unendlich vielen anderen Verkehrsmitteln.

00:19:09: Wir haben Sie an allen möglichen wichtigen Schämen für Datenzentrum.

00:19:14: zum Beispiel gibt es auch Notstrom Aggregate.

00:19:16: Die sollten auch nicht ausfallen.

00:19:18: Ja auch da sind Diesel Aggregate normalerweise des Mittel der Wahl.

00:19:21: Nachdem die Batterieproforung ausfälscht ist der Diesel dann an und dann geht's mit dem Datencenter

00:19:26: weiter.

00:19:26: Wir reden über Krieg und Frieden manchmal schon, dann wird es besonders relevant.

00:19:29: Die

00:19:29: grünen Fahrzeuge mit den Symbolen der Bundeswehr drauf die fahren auch mit Diesel.

00:19:36: also von daher auch unsere Verteidigung basiert auf Diesel und die U-Boote der Franzosen fahren auch Mitdiesel und übrigens die deutschen U-Booter auch.

00:19:43: deswegen müssen wir glaube ich wirklich die Köche im Dorf lassen und nicht dauernd die Verbrenner für Tod erziehern.

00:19:49: das ist nicht der Fall.

00:19:50: Es werden Verbrennungsingenieure gebraucht auch in zwanzig Jahren.

00:19:54: Muss das jetzt auch jemand studieren, dass so ähnlich wie man auch Nukleartechnik jetzt noch studieren sollte?

00:19:59: Weil wir haben ja auch noch ein paar Tonkraftel rückzubauen und vielleicht bauen wir auch irgendwann wieder welche.

00:20:03: Also da sind wir in Deutschland manchmal relativ schnell und erklären dann eine Technologie beendet... Und strikt und dogmatisch im Zweifel!

00:20:09: Ja und da bitte etwas mehr Elastik und auch an der Stelle wirklich Technologieoffenheit.

00:20:15: In der Weise braucht die Welt noch Verbrennungsmotoren auf jeden Fall.

00:20:19: Auf jeden Fall und das für dutzende Jahre.

00:20:22: werden wie die Verbrennungsmotoren weniger im Verkehr sehen, absolut.

00:20:25: Ja und gerade im Pkw-Verkehr werden wir viel weniger Verbrenungsmotor anwählen.

00:20:29: ja

00:20:31: jetzt wenn man nochmal einmal beim Auto bleiben im Augenblick erlebt man was spannendes auch wieder.

00:20:36: Beispiel China.

00:20:37: in China sitzen viele Leute im Auto sie stehen lang im Stau.

00:20:41: was passiert?

00:20:42: Sie machen Dinge im Auto die wir uns früher nicht vorstellen konnten also Videospiele was weiß ich sie gucken Fernsehen so.

00:20:51: Worauf will ich hinaus?

00:20:51: auf den Datenfluss und auf die Technologie, die bei der Verarbeitung von Daten inzwischen immer häufiger im Auto stattfindet und möglicherweise immer häufig von Chinesen eingebaut wird oder chinesische Technologie.

00:21:04: Fürchten Sie an dieser Stelle einfach mal hart gefragt zu was wie ein zweites Huawei also die Tatsache dass dann Informationsabfluss nach China geht, den man eigentlich gar nicht will?

00:21:16: Also jede Region auf der Welt macht sich da ja gerade Gedanken zu.

00:21:19: Die Chinesen haben auch relativ strikte Regeln, wie chinesische Daten verwendet werden dürfen außerhalb Chinas.

00:21:24: Das Gleiche werden auch die Europäer tun – sie haben im Moment die Datenschutzgrundverordnung und die entsprechenden Umsetzungsgesetze, die ja recht komplex und umfassend sind.

00:21:32: aber es wird weitere Themen mit Sicherheit geben.

00:21:36: Warum?

00:21:37: Weil wir jetzt eine neue Charakteristik bekommen.

00:21:39: Früher hat man so ein bisschen beobachtet, was für Medien die Leute sich anschauen und daraus kann man dann rückschließen.

00:21:45: Und wenn sie dann einkaufen im Internet, kann man das auch noch beobachten und dann schließe ich zurück, was der Mensch das ist.

00:21:50: Was er für einen Einkommen hat, was es für eine Einstellung ist, die er hat... ...was vielleicht demnächst

00:21:54: für

00:21:54: den Menschen ist und dann kann ich daraus da neue Dinge schließen.

00:21:58: Jetzt brauche ich ja nur zwei drei Austausche in einer Unterhaltung mit einem KI-System plus vielleicht auch die dazugehörigen Kamerabilder.

00:22:07: Und ich kann sowohl die intellektuelle Fähigkeit des Menschen als auch seine Art Thematik, was er gerne bespricht, also seinen emotionalen Zustand analysieren.

00:22:18: Deswegen werden diese ganzen Themen viel wichtiger.

00:22:22: und man sieht ja wir haben ja alle erst gedacht so eine Firma wie Google Wer jetzt verloren, weil die ganzen Suchalgorithmen auswerten, bräuchte man ja nicht mehr.

00:22:30: Man bräucht nur noch KI?

00:22:31: Man sieht.

00:22:31: aber jetzt macht Google natürlich KI und deswegen ist der Umgang mit Daten von einzelnen Individuen mit Sicherheit auch weitergehend ein Thema.

00:22:40: Wir werden eine andere Einstellung zu bekommen, weil dass wir Kameras auf der Straße haben um die Sicherheitssicherheit zu stellen.

00:22:45: Ich glaube da haben wir an vielen Stellen mittlerweile uns angefreundet, weil wir das auch verarbeiten können für uns was das heißt oder was es nicht heißt.

00:22:51: Aber wir werden mit Sicherheit noch dazu lernen Was heißt mit KI-Systemen überall, um uns herumumzugehen?

00:22:58: Und was es dann heißt, mit diesen Daten umzugehen.

00:23:01: und da werden wir garantiert auch noch Regelungen finden müssen.

00:23:04: Ja das ist auch noch unklar, was es wirklich bedeutet.

00:23:06: Ist das schon eine Sorge die sie auch umtreibt weil man sich in fremde Hände gibt?

00:23:10: oder würden Sie sagen ne eigentlich ist diese Situation so offen dass ich noch kein Gefühl habe?

00:23:16: Für mich ist eigentlich am entscheidendsten sind wir als Europäer und also für mich als Unternehmensleiter sind wir in der Lage, an dieser Entwicklung zu partizipieren.

00:23:25: Also kann die Firma alle modernen Verfahren auch wirklich einsetzen?

00:23:29: Können wir selber die beherrschen und nutzen wie sie selber auch in der Weise so dass sie dienlich ist für unser Motto.

00:23:34: das wäre dann mit dem Fall Technik fürs Leben.

00:23:36: Das gilt für das Land oder für Europa genauso.

00:23:39: Wir haben in Europa allerdings da ein paar Sachen jetzt gemacht politisch wo man schon die Frage stellen muss müssen wir da nicht nochmal nach korrigieren?

00:23:47: Denn die großen Sprachmodelle werden nicht in Europa erstellt.

00:23:51: Unter anderem, weil wir auch die Rechenkapazitäten in Europa nicht aufbauen und das bauen wir auch nicht auf, weil Wir auch die Energiekapazität nicht haben.

00:23:57: Jetzt haben wir gerade gesehen Wenn dann was aufgebaut wird Das sind Frankreich aufgebaut Weil Frankreich hat die Energie Kapazität mit Atomkraft Und er hat jetzt auch die Investitionsentscheidung bekommen.

00:24:07: Ja und Europa meiner Ansicht nach ist uns ja nun wirklich sehr lieb.

00:24:11: In Europa müssen wir echt aufpassen dass wir uns Nicht überregulieren Weil das ist eine Bürde, da macht es Unternehmer sein schwer.

00:24:18: Unternehmersein muss leicht sein und es muss auch leicht sein Arbeitnehmer zu sein und durch mehr Leistung mehr zu verdienen.

00:24:24: Das muss sein!

00:24:25: Es ist nicht gut wenn ich als Arbeitnehmer mehr leiste und viel Arbeitszeit investiere vielleicht über das normale Maß hinaus mit höherer Leistung sehe Und ich bekomme dann vom Unternehmer dort Lohn bezahlt aber von dem Lohn bleibt in den Meer nicht mehr soviel übrig weil wir sind noch hohe Steuerlastungen zur Zahnflussungslast haben.

00:24:43: Das sind für mich wichtigere Themen als zu Fragen arbeiten eigentlich alle genug.

00:24:47: Ich glaube, alle sind unheimlich arbeitswillig wenn sie was davon haben.

00:24:51: ja und das sind eher die fragen wo wir glaube ich ruhig drauf setzen können dass Märkte funktionieren die funktionieren wirklich gut.

00:24:57: Die Leute sind nicht irgendwie nicht fleißig oder oder wollen es nicht, oder sowas.

00:25:02: Ich glaube wir müssen echt an den Anwaltssystemen nochmal ran und das kann sein dass wir da über was ich vierzig-fünfzig Jahre irgendwie das jetzt übertrieben haben.

00:25:10: ja dann müssen wir's halt korrigieren.

00:25:12: Da müssen wir auch bereit sein was zu ändern.

00:25:13: also wir dürfen jetzt nicht reaktionär werden in der progressiven Seite.

00:25:16: das darf nicht passieren.

00:25:18: Das heißt sie erwarten ganz kurz hart politisch Sie erwarten eigentlich in den nächsten vier Wochen schon eine Entscheidung dieser Bundesregierung die Zeitgrammerzeit verspricht, ankündigt, erklärt Sozialabgaben steuern.

00:25:34: Sie halten das für einen großen Impuls den sie für unverzichtbar halten?

00:25:37: Ich sag's mal so!

00:25:38: Also es wäre wirklich erfreulich wenn der politische Diskurs etwas mehr Umsetzung jetzt generieren würde weil wir haben ja jetzt alles gehört in den letzten Wochen auf der anderen Seite was wir alles bewahren wollen acht Stunden Tag.

00:25:51: Meinen wir da eigentlich acht Stunden pro Tag oder meinen wie im Schnitt acht Stunden?

00:25:55: Europäische Regelung ist acht vierzig Stunden in sechs Tagen, das sind auch acht Stunden.

00:25:59: Da darf

00:26:00: ich dann auch mal zehn Stunden arbeiten oder auch mal zwölf was wir alle tun.

00:26:04: übrigens es ist ja nicht so dass das nicht getan wird und wenn man in einem Unternehmen acht Stunden gearbeitet hat kann's ja sein dass man in einen zweiten Job dann doch nochmal ein paar Stunden drauf liegt.

00:26:12: Ist das okay?

00:26:13: Nicht ok?

00:26:14: Das müssen wir mal klären.

00:26:15: Übrigens wunderbar Die Errungenschaften von Jahrzehn war ja von sehr viel mehr Stunden runter auf acht Stunden zu kommen.

00:26:21: Das ist natürlich kranios, also muss man die Gewerkschaft auch danken aber das hat ja sehr wenig mit der jetzigen Situation zu tun.

00:26:27: Vorsicht!

00:26:28: Wir wollen jetzt nicht wieder hin zur zwanzigstunden Pflichtarbeitszeit oder sowas.

00:26:33: Aber dennoch das wäre jetzt falsch.

00:26:35: wir müssen die Dinge in Frage stellen und wir müssen auch nicht nur in Reden die Menschen darauf vorbereiten dass es vielleicht schwieriger oder anstrengender oder weniger Leistungen gibt hier und dort.

00:26:45: Sondern dann muss es auch konkret auf den Tisch, was das denn ist.

00:26:48: Weil eigentlich haben die letzten Wochen nur eins gebracht, nämlich eine Verunsicherung.

00:26:51: Was kommt denn jetzt?

00:26:52: Ja und ich glaube, es wäre ganz gut für die Bundesregierung jetzt ruhig mal ein paar Punkte klar zu machen, was es denn is.

00:26:58: Eins kann nicht sein!

00:27:00: Es kann nicht seien dass man anstelle dann zu sparen versucht andere dann heranzuziehen um mehr zu zahlen.

00:27:10: Ich höre dann auch schon wieder Pflichtbetriebsrente.

00:27:12: Wie sollen einige Betriebe das machen?

00:27:13: Wir haben ein Betriebsrentensystem als Bosch, ja aber einige Unternehmen werden das nicht leisten können.

00:27:19: Ja es gab jetzt wieder Themen.

00:27:21: die Pharmaindustrie musste mehr Rabatt geben in der Krankenkassenreform.

00:27:26: naja Die Konsequenzen haben wir jetzt schon, die ersten gehört.

00:27:29: Da sagen schon einige Pharmaunternehmen im Moment, das ist aber ganz schlecht, da kann ich hier nicht so investieren!

00:27:33: Also wir müssen echt aufpassen dass wir nicht dann auch immer glauben, die Reichen... Das ist auch ein ganz interessantes Wort.

00:27:38: ja in Deutschland, sie sind nur deswegen reich, weil sie die Armen ausgebeutet haben und deswegen nehmen wir den Reichen das einfach wieder ein bisschen weg.

00:27:45: Also das ist eine Logik, die natürlich nicht dienlich ist für eine Reformsituation.

00:27:49: Weil die Reformsitation soll ja eigentlich dazu führen dass am Ende alle etwas mehr wiederbekommen und ein Puls entsteht.

00:27:56: Eine positive Richtung entsteht.

00:27:58: Das ist allerdings politisch super schwierig.

00:28:00: von daher beneide ich den Kanzler uns sein Team überhaupt nicht weil das zu vermitteln auch in der Koalition übrigens mit entsprechend völlig konträren Mitteilungen die gemacht werden Da muss man einfach sagen, wird es wohl noch etwas dringend brauchen.

00:28:13: Ich hoffe das gerungen wird weil am Ende muss es halt nicht wie in der Villa Borsig sein wo man raustritt und dann eigentlich das nicht erreicht hat was man wollte sondern beim nächsten Mal darf das ruhig kleiner sein vom Auftritt.

00:28:25: aber da muss jedes mal was kommen.

00:28:28: Ja?

00:28:29: Es wird eine Reise.

00:28:29: ich glaube auch nicht dass man schlagartig alles löst Das kann gar nichts sein wäre auch erstaunlich.

00:28:34: Aber es wird auch nicht gehen mit einer unheimlichen Diskussionen verschiedensten Gremien.

00:28:39: Das wird auch nicht klappen, ja?

00:28:41: So zum Finale.

00:28:43: es gibt zwei Themen die ganz besonders im Augenblick auf der Straße liegen.

00:28:46: das eine ist seit dem Krieg in der Ukraine Rüstungspolitik, Rüstungsindustrie.

00:28:53: Das zweite ist ganz modern Roboter die anfangen selber Gefühle zu entwickeln die lesen und dann handeln.

00:29:00: also Feinstroboter gibt's ja auch in Baden-Württemberg.

00:29:03: unternehmen.

00:29:05: Wie sehen Sie auf diese beiden Felder, würden sie sagen beide für uns interessant?

00:29:10: oder würden die sagen das eine Nein machen wir nicht und das andere müssen wir voll rein.

00:29:15: Wie muss man das lesen?

00:29:19: Wenn wir uns mal vom Anfang weglegen mit Technik fürs Leben dann ist unsere Rolle ja modernste Technik also auch KI-Technik zu den Menschen zu bringen so dass sie dort einen Nutzen für ihr Leben haben.

00:29:35: Das heißt wir müssen KI physisch machen.

00:29:39: Sondern gibt es jetzt diese beiden Felder, die sind super interessant für uns natürlich und die müssen wir auch.

00:29:43: bei dem einen gibt das eine Pflicht, dass ist diese Verteidigung.

00:29:46: Wir können nicht einfach so in Europa und Deutschland hier unser Zentrale haben und glauben, dass das einfach so mal stattfindet von der Sicherheit, dass wir da nichts für tun müssen.

00:29:57: Wir haben immer was für die Sicherheitsindustrie getan und für die Verteidigungsindustrie, indem wir zum Beispiel die Motorentechnik dafür zur Verfügung gestellt haben.

00:30:03: Ja das ist ja klar!

00:30:05: Und es wird auch andere Felder geben.

00:30:06: da muss Borschen Beitrag leisten weil wir die Technologie haben.

00:30:10: Wir müssen keine Waffen produzieren, wir müssen keine Munitionen produzieren.

00:30:13: wir müssen auch keine Kampfdrohnen produzieren.

00:30:16: Das muss nicht sein, da gibt es andere Firmen für.

00:30:18: aber wir haben sehr wohl wichtige Beiträge zu all diesen Themen zu leisten und das werden.

00:30:23: Das tun wir auch in einem ganz konzentrierten Verfahren, indem wir sauber die Felder definierenden, denen wir tätig sind und sehr wohl Komponenten für Waffensysteme zur Verfügung stellen.

00:30:33: Das ist in unserem Spektrum drin.

00:30:34: Wir machen das in einigen Einheiten.

00:30:36: Wir reden da nicht zu viel darüber warum weil es auch kein Riesengeschäft ist aber die Beiträge die wir leisten müssen leisten wir.

00:30:42: Roboter kommen auf jeden Fall in einer völlig anderen Form als bisher durch diese künstlichen Algorithmen in den Robot haben.

00:30:51: Die Vorstellung, dass wir Roboter bauen können, die auch nur zehn Prozent der Leistungsfähigkeit von Menschen haben ist schon toll.

00:30:57: Und ich glaube, wir werden das sehen in den nächsten Jahren.

00:30:59: Deswegen kümmern wir uns als Bosch auch um diese Technologie.

00:31:01: Wir sind mit vielen Startups auf der Welt in Kooperationen zusammenarbeiten.

00:31:07: Wir sind vorsichtig momentan ganz groß einzusteigen.

00:31:09: Das macht doch wenig Sinn im Moment.

00:31:11: Dafür sind wir noch zu früh dran.

00:31:12: Es ist eher ein Startup-Thema im Moment Aber technologisch hochinteressant.

00:31:17: sehr nah am automatisierten Fahren Ja, deswegen von der KI-Technologie sehr ähnlich.

00:31:23: Sehr nah auch an unsere Maschinenbautechnologien die wir haben Und natürlich sind wir auch ganz, ganz erpicht drauf, auch Roboter in Fabriken einzusetzen.

00:31:31: Weil es gibt ganz viele Jobs.

00:31:33: die sind für Menschen eigentlich nicht gut.

00:31:35: Die wollen wir am liebsten durch Roboter machen lassen.

00:31:38: Alle Menschen würden das gerne durch Robotter machen lassen... Wie

00:31:40: lange sie noch damit Geld verdienen?

00:31:42: Das werden wir mit Sicherheit weil Menschen finden egal was sie an Technologie auf die Welt bringen immer neue Sachen die sie machen.

00:31:47: Diese Angst müssen wir uns den Menschen auch nehmen.

00:31:49: bisschen im Moment ist das sehr drinnen.

00:31:53: Neue Technologie zerstört alle Jobs und die Menschen haben keine Arbeit.

00:31:57: Große

00:31:57: Angst!

00:31:57: Bisher war das nicht so.

00:31:59: Wir müssen den Menschen immer wieder sagen, bisher war es nicht so dass neue Technologie alle Menschen aus der Arbeit rausgedrückt hat.

00:32:08: Ob diese KI- und Roboter das am Ende schaffen werden?

00:32:11: Das ist überhaupt noch nicht gesagt.

00:32:13: Also da wäre ich jetzt noch nicht so pessimistisch wie mancher das vielleicht erzählt.

00:32:19: Herr Hartung herzlichen Dank für dieses Gespräch.

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