Wer baut den Kampfjet der Zukunft? Mit Michael Schöllhorn.
Shownotes
Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Abkommen geeinigt. Der Vermittler Pakistan, Donald Trump und der Iran bestätigen die Einigung. Am Freitag soll das Abkommen in der Schweiz unterzeichnet werden. Die Straße von Hormus soll geöffnet werden.Das Abkommen ist allerdings nur ein erster Schritt. Wie es zum Beispiel mit dem iranischen Atomprogramm weitergeht, soll erst in den kommenden Wochen ausgehandelt werden.[01:03]
Michael Schöllhorn, CEO von Airbus Defence and Space, stellt klar: Das Ende des gemeinsamen Kampfjets bedeutet nicht das Ende von FCAS – das System der Systeme werde weiter verfolgt. Das Scheitern des Kampfflugzeug-Projekts erklärt er mit strukturellem Versagen: „Political Alignment war zumindest anfänglich sehr stark und das industrielle Alignment ist wirklich systematisch und strukturell nie gelungen."Mehr F-35 zu kaufen hält Schöllhorn für den falschen Weg: „Dass die eigene Industrie dann irgendwann abgehängt ist, ist ein Preis, den sollte Europa im Moment nicht zahlen."[04:05]
Deutschland ist mit einem deutlichen Sieg in die Weltmeisterschaft gestartet. In Houston gab es gegen Curaçao ein 7:1.[21:44]
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00:00:02:
00:00:10: Unzählige Male hatte Donald Trump schon einen Deal mit dem Iran angekündigt in den vergangenen Wochen, aber dieses Mal war es mehr als nur ein leeres Versprechen.
00:00:18: Es ist passiert.
00:00:19: der Iran und die USA haben sich geeinigt.
00:00:22: was wir mittlerweile wissen und welche Fragen noch offen sind dazu gleich mehr.
00:00:28: Wer baut denn jetzt den neuen Kampfjet der nächsten Generationen, die deutsche und die Franzosen sind es im Gemeinschaftsprojekt?
00:00:34: FKS offensichtlich nicht mehr.
00:00:36: Was kommt nun und wie geht's überhaupt der Luftfahrtbranche, die zunehmend der Automobilindustrie den Rang abläuft?
00:00:43: Wir haben auf der Luftwärtsmesse ILA den Airbus-Defense CEO Michael Schöllhorn getroffen.
00:00:56: Die
00:01:04: USA und der Iran haben sich tatsächlich auf ein Friedensabkommen geeinigt.
00:01:08: Der Krieg soll enden, und zwar an allen Fronten auch im Libanon.
00:01:13: Verkündet wurde das Ganze jetzt in der Nacht zum Montag?
00:01:15: unterschrieben ist allerdings noch nicht.
00:01:17: Zuerst hat der pakistanische Regierungschef Shebas Sharif gesagt, dass es einen Deal gibt.
00:01:22: Pakistan hat ja gemeinsam mit Qatar in dem Konflikt vermittelt.
00:01:26: Kurz danach hat dann auch Donald Trump bestätigt, der Deal steht.
00:01:30: unterschrieben werden soll das Ganze am Freitag in der Schweiz.
00:01:34: So was steht eigentlich in diesem Deal?
00:01:37: Wichtigster Punkt!
00:01:37: Der Iran gibt die Straße von Hormuz direkt wieder frei also diese wichtige Mehränge durch die ein großer Teil des weltweiten Handels mit Öl und Flüssigas abläuft.
00:01:47: Aber die heitelste Frage, was ist eigentlich mit dem iranischen Atomprogramm?
00:01:52: Was ja angeblich auch Auslöser des Krieges war.
00:01:55: Die bleibt erst mal offen.
00:01:56: dafür haben sich jetzt die USA und der Iran nochmal sechzig Tage Zeit gegeben um das ganze nachzuverhandeln.
00:02:02: Trotzdem sorgt der Deal erst mal zumindest für Erleichterung.
00:02:06: Friedrich Merz begrüßt die Einigung und sagt, das Abkommen kann den Weg zu einer Erholung der Weltwirtschaft und einer Stabilisierung der Region bahnen.
00:02:13: Noch im April hatte Merz ja die USA scharf angegriffen und gesagt sie würden vom Iran gedemütigt werden.
00:02:19: Und Donald Trump fehlen jede Strategie in diesem Krieg.
00:02:23: Also wie gesagt am Freitag soll das Ganze in der Schweiz unterzeichnet werden.
00:02:27: Trump hat schon bei Truth Social geschrieben dass das ein riesengroßer Deal ist, der Frieden und Sicherheit in den ganzen Regionen bringen würde.
00:02:36: Im Gegenzug haben natürlich die Iraner schon auch ihre Interpretation dieses Deals bekannt gegeben.
00:02:42: Die sagen ja wohl wir haben es geschafft!
00:02:44: Das ist eine Kapitulation der USA.
00:02:47: also auch da kann man schon mal sagen Es gibt mehrere Lesarten.
00:02:51: was allerdings noch nicht bekannt ist, ist der gesamte Vertragstext.
00:02:55: Also worauf haben sich beide eigentlich geeinigt?
00:02:58: Die Kontrolle über die Straße von Hormuz ist zum Beispiel auch noch umstritten.
00:03:02: Donald Trump hat ja gesagt alles wieder frei, alles wieder wie früher.
00:03:05: aus dem Iran hört man ne, nee wir würden die Straße vom Hormus gerne mit den Oman zusammen kontrollieren und regeln wer da wann wie durchfährt.
00:03:14: Auch da bleiben auf jeden Fall noch Fragen offen.
00:03:17: Zudem fordert der Iran weiterhin die Aufhebung aller primären und sekundären Sanktionen.
00:03:22: Das allerdings ist auch bis jetzt erst mal so nicht vereinbart worden.
00:03:26: Und was noch überhaupt nicht klar ist, wie steht eigentlich Israel zu diesem Abkommen?
00:03:30: Netanyahus Regierung hat sich dazu bis jetzt noch nicht geäußert und war ja auch bis zur letzten Minute also bis ganz kurz vor Vertragsunterschrift noch damit beschäftigt die Hisbollah im Libanon zu bekämpfen.
00:03:41: Auch hier kann man nochmal ein dickes Fragezeichen hinter setzen Wie das Ganze in den nächsten Tagen weitergeht.
00:03:48: Also Donald Trump hat sich selber zum achtzigsten dann nochmal das Geschenk des großen Deals mit dem Iran gemacht, er verkauft sich weiterhin als der große Friedensbringer in der Welt.
00:03:58: Wie viel Substanz dieser Deal am Ende dann wirklich hat?
00:04:01: Das wird sich dann wahrscheinlich erst in den nächsten Tagen und Wochen zeigen!
00:04:09: Die Luft- und Raumfahrt, die ist sehr en vogue gerade.
00:04:13: Die ILA jetzt hier in Berlin den vergangenen Tagen war größer als je zuvor.
00:04:17: mehr als hunderttausend Zuschauer kamen, mehr als Hundert Flugzeuge, mehr wie siebenhundertfünfzig Aussteller.
00:04:24: also es ist wirklich gigantisch gewesen.
00:04:26: ich habe mir gestern angeschaut das hat ziemlich geregnet und war denn noch sehr beeindruckend.
00:04:31: Wir waren leider zeitversetzter, aber die ILA ist tatsächlich spannend.
00:04:34: Ehrlicherweise habe ich das Kind in meinem Mann natürlich wieder entdeckt als ich da in diese Hubschrauber steigen durfte und dann gab es noch eine Tiger-Hubschrobershow.
00:04:41: Ich liebe
00:04:42: es ja!
00:04:42: Und die Luftfahrt, die Raumfahrt ist auch in der Bundesregierung inzwischen so eine Art Nebenautomobilindustrie geworden Also einer der industriellen Hightech-Standorte auf der Welt.
00:04:52: soll die deutsche Luft- und Raumfahrtt werden?
00:04:53: So steht es in der neuen Luftfahrtsstrategie der Bundesregierung.
00:04:56: Das gab es so bisher auch nicht.
00:04:57: Dort skizziert die Politik was sie in den nächsten zehn mit der Luftfahrt so alles anstellen will.
00:05:03: und das ist schon spektakulär, dass selbstbewusst.
00:05:05: dann hat man den Ausstellern auch angemerkt.
00:05:07: Absolut und man hat gesehen, wie mächtig Airbus doch ist auf diesem Markt.
00:05:12: Insbesondere Airbus, die Fans in Space.
00:05:15: also dort war nicht nur zu sehen der Airbus A-Fürhundert M dieses klassische Transportflugzeug der Bundeswehr mit dem ich auch selbst schon mal geflogen bin in Afrika sondern natürlich auch der Eurofighter der ja noch im Einsatz ist irgendwann abgelöst werden soll wenn es dann einen Alternativmodell zu FKs
00:05:32: gibt.
00:05:33: aber Drohne, HeronTP.
00:05:36: Was die alles kann!
00:05:37: Da waren Bundeswehrsoldaten, die das alles erklärt haben den Kindern auch altersgerecht erklärt Haben was es ist.
00:05:44: also muss man schon sagen Die Bundeswehr unternimmt alles um auch barrieren zu senken und Ressentiments abzubauen.
00:05:52: Da muss man sagen, dass die Fans das große Thema war.
00:05:55: Obwohl es immer noch eine Luftfahrt-Messe ist und Airbus ist das Stichwort Helene der
00:05:59: A.A.N.A.,
00:06:01: der weltweit am meisten Verkaufte beliebt ist und am häufigsten eingesetzte Jet.
00:06:06: zwei Drittel des Umsatzes der Airbus Gruppe wird nur durch diesen A.D.A.-A.R.Bus gemacht.
00:06:12: mehr als dreihundert Fluggesellschaften auf der Welt setzen ihn ein.
00:06:15: aber Wir wollten nicht über die zivile Luft vertreten, sondern angesichts natürlich der Drohnenkriege und der neuen Bedrohung durch Russland über Defense.
00:06:23: Und haben uns mit Airbus-Defense-CEO Michael Schöllhorn zusammengesetzt im Airbus Pavillon und ihn gefragt welcher Kampfjet denn jetzt kommt nach der Absage von FKAS?
00:06:32: Und wie es aussieht – Mit den unbemannten Drohne, die übrigens von der Politik in einem eigenen Gesetz bis Ende dieses Jahres noch geklärt werden sollen!
00:06:39: Hier ist Michael Schellhorn.
00:06:44: Zum Abschluss auf der ILA.
00:06:45: ist es eine neue Bedeutung, die diese Messe auch für Sie als Airbus-Defenseeo hat im Vergleich zu den vergangenen Jahren?
00:06:52: Ja.
00:06:52: Die ILA war immer eine wichtige Messe für uns.
00:06:55: Sie ist ja vor allem in den letzten Jahren schon eine militärische Messe gewesen aber das hat noch mal zugelegt und dafür hat die Bedeitung gewonnen und wir merken jetzt einfach alles was seit der Zeitende passiert ist hier wirklich live ohne Gesprächen.
00:07:10: Es ist viel mehr Verbindlichkeit, viel mehr Traktion in allem was hier passiert.
00:07:14: Insofern ja absolut eine
00:07:15: höhere politische Bedeutung.
00:07:16: die Luftfahrtstrategie liegt vor.
00:07:18: der Bundeskanzler war hier einer der Manager aus ihrer Branche sagte wir neulich Wir sind die neue Auto-Industrie.
00:07:25: Ja das ist Sie kommen ja auch ich komme aus der Industrie.
00:07:28: deshalb überlege ich kurz mit der Gruppe was daran passt was nicht passt.
00:07:34: Da gibt es durchaus Aspekte, wo man das auch selbstbewusst sagen kann.
00:07:37: Wir sind eine Industrie, wenn man gerade unsere Zahlen veröffentlicht die stark wächst.
00:07:42: wir sind von vierundzwanzig nach fünfund zwanzig wird neunzehn Prozent gewachsen als Gesamtindustrie und zwar in allen drei Bereichen in der zivilen, in den militärischen Luftfahrt und vor allem in der Raumfahrt.
00:07:54: Das ist sehr gut und sehr wichtig.
00:07:57: können wir schon von der Größe alles das ersetzen was jetzt im schweren Fahrwasser befindliche Autoindustrie im Moment nicht mehr kann, nein noch nicht.
00:08:07: Aber ich würde mal sagen von der strategischen Bedeutung, von dem wenn man guckt was bedeutet Innovation?
00:08:13: Was bedeutet Böhresfähigkeit und Verteidigungsfähigkeit?
00:08:17: Und Souveränität und das ist ja alles wofür wir stehen Zugang zumal.
00:08:21: Würde ich mal sagen brauchen uns glaube ich vor keiner Industrie in Deutschland klarzustellen
00:08:25: War das für Sie auch so ein schöner privater Move, als sie aus der Auto-Hadassin wieder zurück in die Luftfahrt ging?
00:08:30: Als gelahmter Pilot auch so eine kleine
00:08:33: Hassistema.
00:08:33: Ja durchaus!
00:08:34: Also da war das Herz schon ordentlich mit dabei.
00:08:36: Der Kopf hat schon auf die Chancen gesehen und war aber nicht anhättig wo ich war.
00:08:41: Aber ich würde mal sagen, der Bauch und das Herz haben gesagt wenn du jetzt wieder an die Luft Fahrt zurück kannst, mit der ich ja mal beruflich angefangen hatte... Dann wirst du das machen und dann ergreift die Chance.
00:08:52: Und ich muss sagen, es braucht eine richtige Entscheidung.
00:08:54: Jetzt
00:08:54: führen Sie Airbus einen europäischen internationalen Konzern und gleichzeitig erleben wir in den letzten Wochen, dass diese europäischen Kooperationen, die wir uns auf dem schwarzen Brett alle wunderbar vorgestellt haben im Alltag nicht so wirklich funktionieren.
00:09:06: Das aus für F-Cast ist ja nicht nur einerseits in dieser Technologie ein Rückschlag sondern auch glaube ich symbolisch für das was wir eigentlich brauchen nämlich eine Europäische Verteidigungsunion.
00:09:15: Wie schwer trägt das?
00:09:18: aus für FKAS eigentlich insgesamt beim Ziel europäische Verteidigung.
00:09:22: Also ich würde mal, auch wenn das jetzt spitzfindig klingt ein bisschen korrigieren... Aus für F-KAS haben wir noch nicht!
00:09:28: Ein F-Cas als System of Systems, also System der Systeme wie es der Kanzler auch beschrieben hat in seiner Rede wirds weitergeben und das ist ja auch das klare Agreement was er mit dem Präsident Macron hat.
00:09:40: Das was beendet wurde ist die gemeinsame Arbeit an dem FighterJet, am Kampfflugzeug der sechsten Generation.
00:09:47: Das ist einerseits natürlich eine Enttäuschung, da brauchen wir nicht darum umreden.
00:09:52: Wir haben viel für gearbeitet, dass das funktionieren kann seit den Formeln des Jahrhunderts.
00:09:58: Aber es ist jetzt einfach mal eine industrielle Realität oder Industrielle-Realität, dass Erbo so nicht geschafft hat einen gemeinsamen Weg zu finden wie wir da reinkommen.
00:10:09: und dann muss man das eben auch anerkennen Diese Verstopfung lösen und das hat der Kanzler mit den Präsidenten jetzt gemacht.
00:10:18: Und deshalb macht es ein Tür auf für andere Dinge.
00:10:20: Was ist
00:10:20: da eigentlich die Ursache?
00:10:21: Technologie, Eitelkeiten, Missverständnisse, strategisch unterschiedliche Ziele...
00:10:27: Die Politik hat bei diesem Thema früh sozusagen die Führungen übernommen und hat sich nicht mehr weiter umgesehen ob die anderen noch mitkommen.
00:10:35: Das Ganze hat ja begonnen mit einem Agreement zwischen Merkel und Macron, im Jahr twenty-seventeen.
00:10:40: Man hat dann in der Industrie etwas über den Zaun geworfen, macht das mal.
00:10:45: Das kann immer noch funktionieren wenn man dann auch in dem Fall wie zwei Wettbewerber die wir ja sind als Airbus und das so mit dem Eurofaltern der Raffal Wenn man dann eine strukturelle Art findet Die industriellen Interessen zu alleine Ja.
00:11:01: also wenn wir sozusagen ein Win-Win erzeugen wenn es uns beiden wehtut wenn wir nicht gut zusammenarbeiten.
00:11:07: Und das wurde trotz vielem bemühen das kann ich sagen nicht geschafft.
00:11:11: Also kurz gesagt Politischen Alignment war zumindest anfänglich sehr stark und da, das industrielle Alignment ist wirklich systematisch und strukturell nie gelungen.
00:11:21: Das klingt ja fast so Herr Schöllhorn als würden Sie sagen in Politik lasst uns mit euren theoretischen Gedankenmodellen in Ruhe.
00:11:27: wir finden in Europa schon die industriellen Kooperationen die Sinn machen die der Markt hergibt und am Ende steht dann trotzdem eine effizientere bessere europäische Verteidigungsunion.
00:11:38: Nur der reine politische Wille, der wünscht etwas zusammen zu tun.
00:11:42: Der reicht nicht aus!
00:11:43: Das industrielle Leinbundes-Dasein muss übrigens auch das militärische Lein mit da sein.
00:11:47: Die Luftwaffen müssen miteinander zurechtkommen und dieselbe Idee vom Produkt haben und vom Einsatz dieses Produkts.
00:11:54: diese drei Dinge braucht es.
00:11:55: Es braucht die Politik am Ende immer weil das ist unser letztlich der Entscheider der dann auch sagt was gekauft wird?
00:12:02: Es braucht das Militär Und es braucht die Industrie und alle drei Dinge sind erforderlich.
00:12:06: Und ohne das letzte wird's nichts!
00:12:08: Im Hintergrund hören wir die Tiger-Hubschrauber aufsteigen, also Liveatmosphäre hier vom Airbus-Pavillon.
00:12:14: Liebe Zuhörerinnen und Zuhöre, dass für Sie nur als kleiner Disclaimer... Was kommt jetzt der Schiller nach dieser Teileabsage?
00:12:19: Schweden, Britten oder
00:12:20: Eigenbau?!
00:12:21: Ja, jetzt müssen wir definieren und zwar möglichst schnell zusammen mit diesen drei Spielern – der Politik, der Luftwaffe und der Industrie Was ist der richtige Weg nach vorne?
00:12:31: Dafür haben wir nicht viel Zeit.
00:12:33: Haben Sie die Favoriten?
00:12:35: Ich drück mich mal so aus, ich möchte von der Industrie-Seite etwas ... Das haben wir ja als Team sechste Generationen gesagt.
00:12:43: Wo die deutsche Industrie einen signifikanten Anteil hat, wo sie auch eine führende Rolle drin hat.
00:12:49: Wo wir nicht zu viel Zeit verlieren und ein Flugzeug versuchen zu bauen was die Spezifikationen von sechs oder sieben Ländern versucht in ein Design zu pressen Und wo wir dann die Zeit-Erwartungen der wesentlichen Kunden, der Erdschiefs, die wir dann bedienen müssen auch treffen können.
00:13:06: Also sprich nicht zu komplex schnell loslegen und praktikabel vorgehen.
00:13:12: Klingt danach, man könnte doch einfach zwölf F-M-Dreißig weiter kaufen?
00:13:15: Dann
00:13:16: würde ich mal sagen, dann fehlt vielleicht die letzte Komponentin.
00:13:19: sich noch hätte erwähnen soll.
00:13:20: und natürlich aus einer europäischen Souveränitätsgedanken heraus kann man immer machen.
00:13:26: Man zahlt anhand den Preis.
00:13:29: Vielleicht ja auch die Schweiz gerade mal erkennt, was der Preis sein kann oder andere Länder.
00:13:35: Vor allem aber der Preis das die eigene Industrie dann irgendwann abgehängt ist.
00:13:39: Das ist glaube ich ein Preis den sollte Europa im Moment nicht zahlen.
00:13:42: Und Freundschaftsrabatte sind im Moment aus den USA auch nichts zu erwarten.
00:13:45: Fünf-Sitzig Prozent ihres Geschäfts Herr Schillern isst die Zivile Luftfahrt?
00:13:48: Wir sitzen hier hundert Meter entfernt vom A-Dreinundzwanzig ihrem Kassenschlager.
00:13:52: Wie sieht das in fünf und in zehn Jahren aus ihr Geschäftsmix?
00:13:55: Naja also wir haben im Moment das große Glück, auch wenn es jeden Tag harte Arbeit ist.
00:14:03: Dass alle drei Bereiche von Airbus relativ gleich stark wachsen.
00:14:07: Es wächst die zivile Luftfahrt mit ungefähr zehn Prozent im Moment ein bisschen weniger aber das schwankt auch von Jahr zu Jahr als wachsen die Helikopters und es wächst das Defense- und das Spacegeschäft auch wieder.
00:14:20: Das heißt obwohl wir im Moment wachsen wie schon viele Jahre nicht mehr hat die zivile Luftwaffe bekanntermaßen riesiges Auftragspolster von über zehn Jahren und wird die Baurate, die Produktionsrate ja weiter hochfahren.
00:14:32: Das heißt auch dort wird man entsprechend wachsen.
00:14:34: Deshalb sagen wir mal in den nächsten zehn Jahren traue ich mich jetzt nicht vielleicht vorher zu sagen.
00:14:37: In den nächsten fünf Jahre wird es ungefähr genauso sein dass ca.
00:14:41: zwanzig Prozent plus minus des Airbus Umsatzes Verteidigungsgeschäft ist.
00:14:46: Was ist Ihr Mundshot für Ihren Bereich?
00:14:49: Wir haben gelesen jüngst den Auftrag der Bundeswehr für die sogenannte Jagdbomberdrohne, also die unbemannte militärische Luftfahrt.
00:14:57: Ist das Ziel?
00:14:58: da gibt es Helsing ein interessanten deutschen Mitbewerber, der sagt ich kann das alles europäisch von A bis Z durchdeklinieren.
00:15:05: während die großen Reinmitteln und Airbus ihre internationalen Partner haben müssen sie auch europäischer werden in ihren Angeboten.
00:15:12: Ich habe es bisher noch nicht gehört dass jemand Airbus vorgeworfen hat zu wenigstens europäisch zu sein.
00:15:17: Wir haben jetzt für die ganz enge Zeitlinie, die die Luftwaffe gesetzt hat.
00:15:22: wir wollen etwas was nicht nur fliegen kann sondern kämpfen kann, zwanzig, neunzwanzig haben uns in der Tat bei dem sogenannten CCA beim unbemannten Kampfflugzeug für eine Partnerschaft mit Kratos entschieden amerikanischen Firma.
00:15:35: aber wir werden das sogenannte Missionssystem also eigentlich das Gehirn des Flugzeugs als Airbus entwickeln und dort rein setzen.
00:15:43: Das heißt,
00:15:43: wenn es fertig ist kann man's auch im Grunde auslösen und europäisch
00:15:47: von Daten bis Systemen... Man kann das dann auch hier bauen, wenn man das will.
00:15:52: der Airframe, dass der Rumpf die Mechanik sozusagen kommt im Moment mal aus Amerika.
00:15:58: Die Intelligenz, die Daten, die Missionssteuerung werden ein deutsches Missionssystem sein Und parallel entwickeln wir ein voll-europäisches CCA Was dann auch den Rest völlig in europäischer Hand hat.
00:16:12: Also die Aussage von Helsing ist insofern nicht richtig.
00:16:14: und jetzt wollen wir mal sehen, wer im Jahr zwanzig neunundzwanzig was an den Start bringen kann, das nicht nur Powerpoint kann oder vielleicht mal ein bisschen rumfliegen und eine Rakete abfeuern sondern was echt kämpfen kann mit dem Auftrag, den die Luftwaffe uns dann gibt.
00:16:27: Noch sind das ja Assistenten von echten Jets mit echten Piloten.
00:16:31: Wie schnell ist da die Technologie?
00:16:33: Dass am Ende der Battle fehlt auch in der luft unbemannte am Ende Drohnen oder unbemannte Jets sind.
00:16:40: Wie lange dauert das?
00:16:41: Also wenn wir mal gucken, auch wenn aus der Ukraine nicht alles einsteins übertragbar ist kann man da trotzdem viel lernen.
00:16:47: diese Nenversumatodeszone in der mehr oder weniger nur unbemannte Systeme aktuell ja sozusagen das Geschehen bestimmen die ist ja mittlerweile so zwischen dreißig und teilweise schon fünfzig Kilometer breit.
00:17:01: Das wird sich ausweiten.
00:17:02: also sprich das Thema Unbemand wird immer weitergehen wird immer mehr übernehmen.
00:17:06: Aber wenn Sie jetzt so große Operationen wie Luftüberlegenheit, wie das was Amerikaner Israelis im Iran gemacht haben eine ganze Luftwaffe ausschalten.
00:17:17: Produktionsstätten, Raketenstaatzentren ausschalten dafür und das zeigen erstens Simulationen und zweitens ja auch die praktische Luftkriegsführung ist es immer noch deutlich überlegen wenn sie irgendwo einen Menschen mitsitzen haben nah am Geschehen.
00:17:32: denn So leistungsstaat die KI auch ist und sich immer schneller entwickelt.
00:17:37: Sie wird halt gefüttert mit Daten, die verfügbar sind.
00:17:41: Die Daten sind aber im Krieg häufig sozusagen die falschen Daten weil sie getäuscht werden.
00:17:46: Das heißt die KI ist auf viel komplexere Dinge anzupassen als das was man vielleicht beim automatisierten fahren hat.
00:17:53: Denn wenn ich eine rote Ampel sehe Mit meinen Sensoren im Auto aus dem Bereich Comic dann isst die Ampel rot Dann ist es sehr unwahrscheinlich dass sie eigentlich grün ist.
00:18:02: Aber im krieg macht ihnen ihr Gegner die roten Ampel zur grünen Ampel und entsprechend macht ihre KI dann etwas damit, was sie vielleicht gar nicht wollen.
00:18:10: Und wenn Sie dann darüber sozusagen echt am scharfen Ende auch über Waffeneinsatz zu überleben und Tod entscheiden, dann gibt es eine ethische Dimension, da gibt's ja auch ne rein operative Dimension weil der Mensch mit Intuition und Erfahrung schon immer noch an manchen Stellen überlegen ist.
00:18:26: Nicht in dem wo gute Daten massenhaft prozessiert werden, dass die KI weit überlegen Aber in dem wo Unklarheit ist, wo Funkverbindungen unterbrochen sind, wo die autonomen Systeme nicht mehr dann wirklich die echte nötige Information erhalten.
00:18:42: Dann zeigen die Simulation und zeigt das echte Geschehen dass wir im Moment noch eine Überlegenheit von vier zu eins haben Von der Kombination bemannt unbemannt.
00:18:51: Das wird sich verändern über der Zeit.
00:18:53: Die Anzahl der unbemannten Systemen pro bemannten System werden immer größer werden Und irgendwann aber ich kann das hier nicht vorher sagen wird es vielleicht auch mal alles unbemannt sein, aber das sind wir noch glaube ich ziemlich viele Jahre weg von.
00:19:05: Zum Abschluss Herr Scheller und der Luftwaffeninspektor war neulich bei uns im Podcast und hat die Defizite der Luftverteidigung für Deutschland ziemlich klar benannt.
00:19:12: aus der Sicht eines Herstellers wie kriegstüchtig ist eigentlich die militärische Luftabwehr in Deutschland?
00:19:20: Also das Gute ist in Summe ja als Deutschland.
00:19:23: Wenn wir uns verteidigen, werden wir das als Bündnisverteidigung tun.
00:19:26: Insofern brauchen wir auch nicht nur auf Deutschland gucken und dass was Deutschland und die Bundeswehr hat sondern dann schauen wir Gott sei Dank auch immer noch auf die ganze Allianz.
00:19:35: Aber könnte sich die NATO da auf uns verlassen ist?
00:19:38: Immer mehr mit europäischer sozusagen Fähigkeit in Europa und wahrscheinlich wie wir alle sehen immer weniger amerikanischer Fähigkeiten.
00:19:47: aber das was jetzt gerade passiert in der Bundeswehr ist durchaus beachtlich Und es strahlt ja aus auf ganz Europa.
00:19:53: Mit der SE-Initiative, der European Sky Shield Initiative hat Deutschland hier wirklich Führung übernommen mit auch deutschen Systemen da drin auf der Raketenseite das sogenannte Comeric Control System Das Feuerleitsystem.
00:20:06: was dahinter steht kommt von uns vom Airbus und insofern haben wir hier ein offenes System indem wir sehr viele beliebige Effektoren Raketen einbinden können.
00:20:16: die können deutsch sein, die können amerikanisch sein, sie können israelisch sein Auch alter sowjetische Bauartsein, einige osteuropäische Länder nutzen unser System genau deshalb weil es so offen und modular ist.
00:20:27: Und insofern sind wir vielleicht noch nicht da wo wir sein müssten.
00:20:30: aber es wird permanent weitergearbeitet an diesem Multi-Layer-System wie man Luftabwehr macht.
00:20:37: Da gibt's nicht nur eine Waffe sondern man muss sie in verschiedensten Reichweiten und Höhen die angreifenden Flugkörper ausschalten können bis hin zu den Counter US-Ssystemen an denen alle arbeiten.
00:20:48: Da binden wir gerade ukrainische Firmen ein, haben wir heute einen MOU unterschrieben mit Skyfall.
00:20:53: Weil die einfach im Moment am weitesten vorne sind was das angeht.
00:20:56: aber da entwickelt sich grade auch bei den Start-ups sehr viel und wichtig ist dass man eine gute Art hat wie man es in ein offenes System einbinden kann und die ganzen Daten dann auch in der Hand hat.
00:21:07: Und da helfen wir.
00:21:08: und deshalb bin ich auch optimistisch
00:21:10: Sie sind nicht nur Passagier in der Luft sondern sie könnten auch und sind auch Pilot.
00:21:13: Wann sind sie selbst?
00:21:14: Das letzte mal geflogen?
00:21:15: Ich bin das letzte Mal geflogen vor ungefähr einem Dreivierteljahr im hinteren Sitz eines Eurofighters.
00:21:22: Aber ich weiß gar nicht, ob ich das jetzt sagen darf... aber ich habe auch ganz schön viel selber geflog'n!
00:21:27: Also wenn man Testpilot vorne hat dann... Dann
00:21:29: müssen Sie den doch schon machen lassen Herr Schollon und da haben sie ständig eingegriffen?
00:21:32: Nein, nein, nein er umgegelt hätte es.
00:21:34: Wenn ein Testpiloter ist, kann man ja auch selber mal was machen und dann hat der das immer noch alles im Griff.
00:21:39: Vielen Dank lieber Herr Schallon.
00:21:40: Sehr gerne!
00:21:52: Sieben zu eins gewinnt Deutschlands.
00:21:59: Das Auftaktspiel, das gab es in der Höhe noch nie.
00:22:03: Generell ist das ein Top-Ergebnis für uns.
00:22:05: Ein guter Spiel und ein guter Start in den WM
00:22:07: und
00:22:08: daraus sollten wir natürlich
00:22:09: auch...
00:22:10: Einfach viel Energie und Kraft haben.
00:22:11: Gerade
00:22:12: in so einem Turnier ist es wichtig, dass
00:22:13: wir
00:22:14: gut gestartet sind.
00:22:15: Dass wir die Spielfreude an den Tag gelegt haben.
00:22:17: Dass man
00:22:18: auch gemerkt hat, dass die Spieler, die von der Bank gekommen sind, immer Energien mit reingebracht haben.
00:22:22: Das wir nie aufgehört haben, aufs nächste Tor zu spielen.
00:22:24: Und die Spiel Freude war da und wir wollten immer austorgen.
00:22:27: Mickey
00:22:28: Jubel und Trubel waren sonst noch.
00:22:31: was?
00:22:31: Was bleibt von diesem Spiel gestern
00:22:33: Abend?
00:22:33: Zumindest erinnerte das nicht an die Rumpel-Fußballer, die es ja auch schon mal in amerikanischen Fußballweltmeisterschaften gab.
00:22:39: Ich erinnere an den Auftag gegen Bolivien.
00:22:42: Das war ein schlimmes Spiel gestern deutlich zügiger, einfacher, schneller.
00:22:45: besser was die Deutschen da gemacht haben aber gegen Kuras Hau geliehen.
00:22:49: das ist so als würde man
00:22:50: gegen die
00:22:50: Stadt Bonn spielen und die besten Leute der Stadt Bonne.
00:22:53: also es ist schon eine sehr kleine Insel und jetzt nicht der Weltfußballmarsch da würde ich sagen
00:22:57: Also ich bin an verschiedenen Lokalen vorbeigegangen, wo Blue Carousel serviert wurde.
00:23:02: Dieses Unternehmen hat sicherlich gestern Abend auch profitiert und man merkt eben auch ansonsten wie das WM-Fieber um sich greift.
00:23:10: Tippspiele unter Arbeitskollegen Public Viewing all das wird jetzt uns die nächsten Wochen beschäftigen und das Wetter soll ja besser werden.
00:23:18: diese Woche soll es richtig heiß werden dann gibt's vielleicht auch so etwas wie eine echte WM Stimmung hier.
00:23:23: Nach der Überpolitisierung der Weltmeisterschaft in Qatar ist es vielleicht ganz angenehm, dass die deutsche Politik sich bisher weitgehend raushält.
00:23:29: Keine großen Reisepläne der Bundesregierung und der Kanzler will wohl erst wenn es Richtung Halbfinale geht Anreisen.
00:23:35: immerhin Henrik Wüst, der NRW-Ministerpräsident will zum vierten Juli in die USA zu den Feierlichkeiten der Vereinigten Staaten und dann vielleicht auch in New York sich die Deutschen anschauen.
00:23:45: Das wäre dann wieder einmal ein Grund um über Henrik wüsst zu spekulieren.
00:23:49: Aber lassen
00:23:49: wir das nicht bitte nicht falsch verstehen, liebe Hörerinnen und Hörern!
00:23:53: Das ist eine rein nordrheinwestfälische Angelegenheit.
00:23:55: So selbstverständlich hat das mit Bundespolitik nichts zu tun.
00:23:59: wenn Henry Wüste reißt so haben wir das auch geklärt wie ich jedenfalls habe es nicht gemacht, Helene.
00:24:04: Weil erstens will ich Trump und Infantino nicht Tausende von Euro reinspülen, zweitens sind die Ticketpreise mit eighthundertfünfzig Dollar
00:24:10: usw.,
00:24:11: einfach eine Unverschämtheit.
00:24:12: und ich habe mir auch mal die Preise in New York angeschaut so wenn man da dann übernachten will vier Bettzimmer dreihundert fünfzig Dollar aufwärts kannst du dann in irgendwelchen Airbnbs mit vier Fans zusammenfeiern.
00:24:23: ansonsten ist ein Hotel schon gar nicht mehr bezahlbar.
00:24:25: also irgendwie haben sie es dieses Mal übertrieben.
00:24:28: Ich fliege ja und das ist aber reiner Zufall, weil ich es so weit gar nicht gedacht hatte am Tag des Finals in die USA.
00:24:35: Und komme am Mittag an kann also das Finale dann in Chicago sehen.
00:24:40: Hauptsache du gratulierst mir noch den an.
00:24:41: der neunzehnte Juli!
00:24:43: Ist bekanntlich auch mein Geburtstag Ein
00:24:44: ganz wichtiger Tag in ganz verschiedener Hinsicht.
00:24:47: So jetzt ist aber erstmal der fünfzehnte Juni-Juno wie die Boomer sagen und in diesem Sinne gehen wir diese Woche Machen sie's gut Tschüss
00:24:57: Table Today mit Michael Brücker und Helene Bubrowski.
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