Wie sicher ist unsere Medikamentenversorgung? Mit Michael Sen
Shownotes
Michael Sen, CEO des Gesundheitskonzerns Fresenius, kritisiert die aktuelle Gesundheitsreform scharf: „Ich würde das Ganze auch nicht als Reform titulieren" – es handle sich lediglich um den Versuch, ein fiskalisches Loch zu stopfen.
Er fordert einen umfassenderen Ansatz: „Es gibt 16 Landesdatenschutzverordnungen und dergleichen mehr"
Er warnt vor gefährlicher Abhängigkeit bei der Medikamenten-Herstellung: Rund 80 Prozent der verschriebenen Arzneimittel seien Generika, bei Wirkstoffen wie Breitband-Antibiotika liefere China 80 bis 90 Prozent der globalen Produktion. [08:43]
Die Rentenkommission übergibt heute ihren Bericht an den Kanzler – nach 20 Sitzungen und über 150 Beratungsstunden. Die 33 Empfehlungen wurden einstimmig verabschiedet, darunter das Element einer Kapitaldeckung in der ersten Säule der gesetzlichen Rentenversicherung. Florian Dorn, CSU-Abgeordneter und stellvertretender Vorsitzender der Kommission, ist überzeugt, dass das Ergebnis zeigt, „dass wir aus der Mitte der Gesellschaft, aus der Mitte der politischen Parteien gemeinsam bei einem so großen Paket wirklich um gemeinsame Lösungen ringen." [05:04]
Keir Starmer hat seinen Rücktritt als britischer Premierminister angekündigt und bleibt bis zur Wahl seines Nachfolgers im Amt. Als Favorit gilt Andy Burnham, der bisherige Bürgermeister von Greater Manchester und frisch gewählte MP für Makerfield. [08:43]
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00:00:02: Table Today mit Michael Brücker und Helene Wubowski.
00:00:10: Andy Burnham heißt der neue Mann in Downing Street Number Ten, zumindest im Herbst dürfte es so weit sein.
00:00:15: Denn Kirstama muss zurücktreten.
00:00:17: Der vielleicht unglücklichste aller britischen Premier ist noch nur zwei Jahre im Amt, muss seinen Platz räumen.
00:00:23: Wir sagen ihn wer der Neue ist und warum jetzt Stammer gehen musste!
00:00:29: Über wenig wurde in den vergangenen Tagen so viel gesprochen wie über die Rentenkommission.
00:00:33: Heute wird der Bericht an den Kanzler übergeben und aus diesem Anlass sprechen wir mit einem Mitglied über das Ergebnis.
00:00:40: Bei der Gesundheitsreform müssen alle Akteure, Patienten, Ärzte, Kliniken und Pharmaindustrie irgendwie ein Sparsummen beitragen um das kränkelnde System wieder zu stabilisieren.
00:00:50: Aber genau das ist das Problem sagt Michael Senn, der CEO des größten Klinikbetreibers in Europa Frisenius.
00:00:57: Man habe sich eben nur mit Kostensenkungen auseinandergesetzt und nicht mit großen Strategien wie dieses System effizienter digitaler und damit vielleicht für alle besser und trotzdem günstiger gemacht werden kann.
00:01:08: unser Interview gleich!
00:01:09: Und dann gibt es auch noch bei uns gute Nachrichten aus dem schönen Griechenland.
00:01:14: Die Politik dort will, dass die Menschen günstiger einkaufen können und das soll nicht über Steuersenkungen funktionieren sondern die griechische Regierung will die Hersteller in die Pflicht nehmen.
00:01:25: Wir sagen ihnen wie das geht an diesem Dienstag den der XXV
00:01:29: Juni
00:01:41: A new Labour Government.
00:01:46: Keep calm and carry on, diese Losung aus dem britischen Königshaus gilt auch für Kirsten.
00:01:52: einmal jedenfalls vorübergehend.
00:01:54: noch ist er Premierminister aber so viel ist klar im Herbst dieses Jahres wird er abgelöst werden.
00:02:01: gestern hat er seinen Rücktritt bekannt gegeben bleibt aber im Amt bis sein Nachfolger gewählt ist also eine klassische Lameduck.
00:02:14: Als wahrscheinlicher Nachfolger gilt Andy Burnham, der King of North wie er genannt wird in den britischen Medien.
00:02:20: Der fifty-sechjährige des linken Parteiflügels ist der Manchester Bürgermeister hat dort viel im ÖPNV gemacht und Kirstama immer wieder öffentlich kritisiert in den letzten Monaten.
00:02:31: Und jetzt ist ja die neue Hoffnung der Sozialdemokraten in Großbritannien
00:02:36: Er ist schon einige Jahre dabei, dass er in das Unterhaus einen und übernahm unter Tony Blair und Gordon Brown jeweils Minister-Ämter war.
00:02:45: Zwei Mal ist mit dem Versuch gescheitert die Labourpartei zu führen, im Jahr zwei Tausendzehn und zum Jahr zweitausendfünfzehnt.
00:02:51: Da kandidierte er für den Parteivorsitz setzte sich aber nicht durch und ging auf die regionale Ebene.
00:02:58: Kennen wir einen anderen, der zweimal erfolglos versucht hat und bei dritten Mal angekommen
00:03:02: im Amt.
00:03:03: Sie wissen es ist der deutsche Kanzler.
00:03:05: Wünschen wird dem englischen Kollegen etwas mehr Glück!
00:03:08: Ein bisschen stabiler ist die Deutsche Konsens-Demokratie zumindest an der Regierungsspitze.
00:03:12: dann doch denn wenn jetzt Burnham ins Amt käme dann wäre er der siebte Premierminister in nur zehn Jahren.
00:03:18: so etwas hat das glaube ich selbst in Europa kaum gegeben.
00:03:22: aber man muss sagen er wird es dann erst mal bleiben.
00:03:24: Neuwahlen wird dieser Mann nicht riskieren.
00:03:26: Reform UK rechtspopulistische Nigel Farage-Truppe.
00:03:30: Sie liegt in allen Umfragen deutlich vor allen anderen Parteien, auch vor Labour und einem möglichen Burnham als Regierungschef.
00:03:36: Insofern kann man davon ausgehen dass er die jetzt noch große Mehrheit im Unterhaus behalten wird und keine Neuwahlen riskiert.
00:03:44: Damit endet nach zwei Jahren schon die Amtszeit von Kias Dahmer, der man das nach vielen Jahren wieder geschafft hat, die Labour-Partei zur stärksten Kraft im Großbritannien zu machen.
00:03:55: Der auf internationaler Bühne auch eine ganz gute Figur gemacht hat – er ist ein bisschen scholzig aufgetreten und hatte auch ein gutes Verhältnis zu Olaf Scholz auch zu über Friedrich Merz.
00:04:08: Also dieser Axel unter den Europäern mit Kirsten, die war eigentlich ziemlich gut aber bei den Briten da war er nicht besonders beliebt, verwickelt in allerlei ungute Affärenzusammenhang mit den Epsteinfalls zum Beispiel aber auch andere Dinge.
00:04:23: Unter ihm ist die Labourpartei, die er groß gemacht hat wieder kleiner geworden.
00:04:27: Ich bin der beste Husband, der ich kann.
00:04:38: Zu meiner fantastischen Wife Figg, die durch gute Zeiten und Schmerzen ein Rock ist.
00:04:46: Und als der beste Vater, den ich
00:05:08: kann!
00:05:08: Zu meinen schönen Kindern, die meine Freude sind und mein Glück sind.
00:05:18: Vielen Dank.
00:05:19: exzellent und gut moderierenden Frank Jürgenweise, der ehemalige Chef der Bundesagentur für Arbeit.
00:05:25: Jetzt sind die dreidreißig Empfehlungen an die Öffentlichkeit gelangt dieser Rentenkommission.
00:05:29: am heutigen Dienstag werden sie offiziell im Kanzleramt vorgestellt und an die Regierung übergeben?
00:05:34: Wie hat das funktioniert?
00:05:35: dass da doch ein einheitliches Votum in dieser Kommission möglich war mit teilweise ziemlich radikalen Vorschlägen wie zum Beispiel die Kapitaldeckung in der ersten Säule der gesetzlichen Rentenversicherung?
00:05:45: Da ist
00:05:46: einiges drin in dieser Fragen.
00:05:49: wir einen, der dabei war.
00:05:50: Florian Dorn CSU-Abgeordneter, vierzig Jahre alt.
00:05:53: Finanzpolitiker?
00:05:54: Volkswirt?
00:05:55: Arbeitete mal für einen gewissen Clemens Fuß.
00:05:57: Einen schönen guten Tag Herr Dorn!
00:05:58: Guten Tag
00:05:59: Herr Brücker!
00:05:59: Freut mich, guten Morgen!
00:06:01: Guten Morgen!
00:06:01: Zwanzig Sitzung hat die Rentenkommission hinter sich.
00:06:04: Sie dürften sehr erschöpft sein
00:06:05: oder?!
00:06:06: Ja, das war die letzten
00:06:07: Monate.
00:06:08: Wir haben es mal zusammengezählt sogar über hundertfünfzig Stunden Sitzungen teilweise mit siebzehn-achtundstunden-Sitzungstage gerade in den letzten Tagen.
00:06:16: aber wir sind sehr froh dass wir jetzt ein Gesamtpaket auch zustande gebracht haben.
00:06:21: Wie hart an der Kante war's am Ende doch zwischen Mehrheitsvotum und Einstimmung im Votum?
00:06:27: Insgesamt haben wir bei den einzelnen Maßnahmen darauf geachtet, dass es dann am Ende ausgebogen ist.
00:06:33: Wir haben zunächst die einzelnen Massnahmen auch diskutiert und Ende wird das auch im Konsens von allen jetzt mitgetragen.
00:06:41: Ist es wichtig für die Umsetzung in der Politik?
00:06:43: Dass es ein einheitliches Wodum gewahrt euch das immer schon klar oder... Ist es am Ende der Wunsch auch der Bundesregierung gewesen, um es sich selbst leichter zu machen?
00:06:52: Wissen Sie ich glaube das war uns selbst auch klar.
00:06:54: Es bringt ja nichts wenn eine knappe Mehrheit jedes Mal die andere überstimmt und eine Seite das gar nicht mittragen möchte sondern ich glaube wir haben hier eine ganz große Chance und auch eine große Chance indem wir auch gezeigt haben dass wir aus der Mitte der Gesellschaft, aus dem Mitte der politischen Parteien gemeinsam bei einem so großen Paket uns wirklich um gemeinsame Lösungen ringen, wo wir gemeinsam auch mitgehen können.
00:07:17: Und das war uns von Anfang an allen klar und ich glaube dass es uns auch sehr gut gelungen
00:07:21: wird.
00:07:22: Mit diesen dreidreißig Maßnahmen wenn sie eins zu eins umgesetzt würden wäre dann die Rente wirklich sicher?
00:07:28: Wir sind natürlich in einem Spannungsfeld, daß wir verschiedene Herausforderung hatten und jetzt haben wir ein Bündel an Maßnahmen wo wir sagen können ja Wir schaffen jetzt, dass wir die Alterssicherung langfristig stärken.
00:07:44: Die Lasten des demografischen Wandels auch ein Stück weit gerechter verteilen und das fiskalisch nachhaltiger aufstellen.
00:07:51: Und damit – und das ist glaube ich das Wichtigste – nicht nur einen Niedergang bei der Sicherung im Alter reduzieren sondern einen Weg aufzeigen wie wir mittelfristig tatsächlich wieder sichere Renten im Alter gewährleisten können.
00:08:05: Gibt es denn eine Maßnahme, wo Sie sagen würden das ist ein Game Changer wie zum Beispiel die Kapitaldeckung in der ersten Säule?
00:08:10: Wir haben innovative Elemente dabei.
00:08:12: Die für die Zukunft glaube ich ein Gamechanger sein können und ich glaube da können wir auch sehr positiv in die Zukunft blicken dass wir vielleicht mit dem einen oder anderen Gamechangers den wir hier auch wirklich vorschlagen zeigen das künftig die Alterssicherung nicht mehr nur nach unten sondern nach oben zeigt.
00:08:28: Herr Dorn Union und SPD haben sich geeinigt zumindest in der Rentenkommission also es wird doch noch versöhlich und konstruktiv miteinander gearbeitet.
00:08:35: Wir sind gespannt, was die Bundesregierung am Ende daraus macht und danken für diese erste Einschätzung, Herr Dorn!
00:08:40: Ich freue mich auch darauf.
00:08:41: Herzlichen Dank, Herr Brücker, für den Austausch.
00:08:50: Der Gesundheitsdienstleister Fresenius ist ein Konzern der Superlative.
00:08:55: Mit Helios und Quiron Salut ist Fresenios Europas größter privater Klinikbetreiber, und gleichzeitig stellt Fresenis auch lebenswichtige Generiker her.
00:09:04: außerdem medizinische Ernährung und Medizintechnik.
00:09:07: rund vierhundertfünfzig Millionen Patienten während auf diese Weise von dem Konzert erreicht.
00:09:14: Das Geschäft läuft insgesamt gut, zweiundzwanzigkommar fünf Milliarden Euro Umsatz im vergangenen Jahr.
00:09:20: Aber die neuesten Reformvorschläge der Bundesregierung beschäftigen den Konzernchef Michael Senn Die Krankenhausreform der erhöhte Herstellerrabatt für die Pharmaprodukte und diverse Kostengesenkungen bei der GKV-Reform – all das hat natürlich auch Auswirkung auf das Geschäft von Fresenius Und deswegen sprechen wir mit dem Mann über die Frage, wie gut diese Gesundheitsreform ist.
00:09:44: Wo es noch Verbesserungsbedarf gibt?
00:09:46: Michael hat mit Herrn Sen gesprochen.
00:09:49: Einen schönen guten Tag Herr Sen!
00:09:50: Ja, schönen Guten Tag.
00:09:52: ich freue mich hier zu sein bei Ihnen.
00:09:54: Erstmalig Herr Sen das wurde auch Zeit.
00:09:55: Lassen Sie uns über die Gesundheit reden lieber Herr Sen Die ja vor allem in Deutschland und in unseren politischen Debatten eine sozialpolitische Debatte.
00:10:02: Es geht um Kürzung Streichungen und Reform.
00:10:05: So als Gesundheitswirtschaft als Innovationswirtschaft wird sie kaum gesehen.
00:10:08: warum eigentlich nicht?
00:10:09: Ja, Sie haben eigentlich genau den Wundenpunkt schon angesprochen.
00:10:15: Ich glaube in der neueren Zeit, seit gut ein, eineinhalb Jahren hat man zumindest mal das Wirtschafts- und Innovationspotenzial oberflächlich erkannt.
00:10:27: aber die überwiegenden Entscheidungen und Handlungen kommen auch sehr stark aus einer Sozialkosten, sozusagen der zweitgrößte Posten im Haushalt aus dieser Perspektive.
00:10:42: Das ist einmal erst mal nicht mehr zeitgemäß wenn man sich anschaut das geht ja oft bis Markt zurück und war damals ein Gesundheitssystem für eine völlig andere Zeit.
00:10:51: das heißt wir lassen sehr viel Innovations- und Produktivitätspotenzial aber auch eigentlich klinischen medizinischen Fortschritt auf der Straße liegen.
00:11:02: Was mich aber noch mehr umtreibt, ist dass jetzt in der ganzen Welt ich eine Neukalibrierung der Weltordnung erlebe.
00:11:10: und mit Kalibrierungen meine ich tatsächlich das geht schrittweise.
00:11:14: Dass man sich auf Resilienz fokussiert.
00:11:18: Resilience heißt wie stressbelastbar sind.
00:11:23: Ich nenne es mal gesellschaftliche Kernsysteme.
00:11:27: unseren Breiten redet man sehr viel über Energie, vielleicht auch noch ein bisschen über Halbleiter.
00:11:32: In USA und auf der östlichen Seite in China und Indien redet mal über Gesundheit.
00:11:38: Das heißt, Gesundheit wird zum Resilienzfaktor das Gesundheitssystem und dann müssen wir ganz anders drauf schauen.
00:11:47: Lass uns direkt da einmal einhaken!
00:11:48: Resilience?
00:11:49: Sie sind ja Medizintechniker-Hersteller, aber auch... Wenn heute die Lieferketten ausfallen würden aus China oder Indien, machen wir nur mal als Gedankenbeispiel.
00:11:59: Wo ist Deutschland wirklich innerhalb von wenigen Wochen verwundbar?
00:12:03: Ungefähr neunzig Prozent der verschriebenen Medikamente sind Generika.
00:12:10: das sind sieben Prozent der Kosten.
00:12:13: so neunzig versus sieben.
00:12:16: und Das ist eine Entwicklung über die letzten Jahrzehnte gewesen, dass man gesagt hat das muss immer preiskünstiger, preiskünstiger werden.
00:12:23: Eben aus dieser Brille der Sozialsysteme betrachtet und das hat in den letzten Jahrzenten dazu geführt, dass wir ganze Wertschöpfungsketten verlagert haben – das klassische Beispiel immer Offshore-Ring und in andere Länder günstiger produzieren!
00:12:40: Und jetzt sind wir sehr stark abhängig bei insbesondere den Wirkstoffen.
00:12:45: Nennen Sie mal Beispiele?
00:12:46: Penicillin beispielsweise, wenn sie da gibt es Breitband-Penicillinen, Pipericilline und Tatsobactam.
00:12:53: Das ist eine Kombination.
00:12:55: das eine ist sozusagen das Penicilin und das andere sorgt dafür dass es nicht zu resistenten kommt.
00:13:01: Dass ein Breit Band Antibiotikums Dosierungskombination wird überall eingesetzt im Krankenhaus im Atmungsbereich und und und davon sind wir komplett abhängig von China.
00:13:16: Meine Rede ist immer, wir reden dann davon dass wir zweieinhalb Jahre zurück sind wenn wir keine Antibiotika haben.
00:13:24: Dann fallen Leute tot um bei einer Sepsis oder man schneidet sich beim Rosenmachen.
00:13:32: es ist eine Entzündung hat voll Gewirkungen.
00:13:34: Wir werden zweieinhundert Jahre nach hinten katapultiert.
00:13:37: Wenn das ja dramatisch da müsste man noch längst in der Politik aufgewacht sein und sagen hier sind die dreißigvierzig wichtigsten Lebens notwendigen Wirkstoffe, die wollen wir in Europa in eigener Herstellung haben.
00:13:50: Jetzt legen wir los!
00:13:51: Das tut man aber sehr langsam in Europa und Deutschland.
00:13:54: Die USA handelt.
00:13:56: In Amerika ist es ein Thema der Resilienz und nationalen Sicherheit.
00:14:02: Es werden also institutionelle und auch politische Entscheidungen getroffen um genau dieser Situation zu entgehen und einen Aufbau einer eigenständigen autarken Lieferkette aufzubauen.
00:14:19: In Europa geht das etwas langsamer, es gibt den sogenannten EU Critical Medicine Act.
00:14:26: dann dauert die Implementierung und wird hier wieder jedem Land überlassen wie die eigene Implementierungen aussieht.
00:14:33: in USA geht es sehr stringent und ist Chefsache.
00:14:37: Lassen Sie uns kurz trotzdem auf die Reform schauen, wie Frau Wagen als Gesundheitsministerin vorgelegt hat?
00:14:42: Wir haben jetzt bewusst mit Resilienz und Souveränität begonnen.
00:14:46: Sehen sie diese Priorisierung in Ihrer Reform eigentlich auch oder ist das am Ende Maßnahmen aneinander gereit, die Kosten senken?
00:14:54: Ich sehe das insbesondere als verpasste Chance.
00:14:58: ich würde das Ganze nicht als Reform titulieren.
00:15:02: eine Reform hat für mich immer einen Gestaltungswillen, ein Zielbild.
00:15:09: Und ich muss fairerweise sagen, ich verstehe unter welchem Druck die Bundesregierung fiskalisch steht und dass wenn man auf die Zahlen der Peer, der Krankenkassen schaut das man sagt, das Defizit wird immer größer.
00:15:26: Und die Lohnnebenkosten, wenn wir gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit in Deutschland steigern wollen.
00:15:31: Insbesondere im Unternehmensbereich aber auch einen kleinen mittleren Unternehmen.
00:15:35: Wenn sie ab forty-seven Prozent an Lohnenneben kosten haben dann ist das nicht zuträglich und ein Teil davon ist natürlich auch die Sozialversicherung.
00:15:45: Deswegen ist es genau das.
00:15:47: Es ist eine Entscheidung oder Entscheidungsfolgen, die ein fiskalisches Loch stopfen wollen.
00:15:54: Es is keine Reform Und insofern sehe ich diese Themen nicht gespiegelt und ich sehe auch eine Kommunikation da drüber.
00:16:05: Deswegen bin ich auf Ruhr, dass ich bei Ihnen bin.
00:16:06: Auch die von Medien aufgenommen wird hinsichtlich was es ist und was es nicht ist, die international eine gewaltige Verunsicherung verursacht hat.
00:16:17: Ich bin viel unterwegs gewesen jetzt mit internationalen Investoren unternehmen dem Internationalen Kapitalmarkt unterwegs sind ob ich jetzt Ostküste, Paris oder London gesprochen habe.
00:16:29: Kein Mensch versteht was hier los ist und die haben Sorge.
00:16:33: Erklären Sie mal ein Investor in Kalifornien, was das jetzt ist diese GKV?
00:16:40: Und insofern glaube ich es ist keine Reform.
00:16:43: Ich glaube wir brauchen eine sehr grundlegende Reform.
00:16:48: Aber jetzt sind ganz kurz bevor wir jetzt auf Ihre Vorschläge kommen.
00:16:50: Trotzdem würde man dem Investor ja auch sagen, naja, fünfhundert Milliarden Euro kostet unser Gesundheitssystem.
00:16:55: aber hast du das Gefühl dass ich gesünder bin?
00:16:56: Dann wird der wahrscheinlich sagen nein was macht ihr denn?
00:16:59: Wofür gibt dir das Geld aus?
00:17:00: die Doppeluntersuchung und die Ambulante untersuchen?
00:17:02: da ist doch viel falsch gelaufen.
00:17:04: muss man nicht beides machen eine strategische Modernisierung des Systems und trotzdem dringend auf die Kosten gucken?
00:17:10: Ja genau das müsste man tun aber das passiert ja nicht.
00:17:12: Das ist hier sehr stark aus dem Blickwinkel der Krankenversicherer, dass das Defizit nicht größer wird.
00:17:19: Wir müssen das System grundlegend
00:17:21: modernisieren.".
00:17:22: Was ich dann immer sage ist es gibt eingesetzt... Das ist ja schon wirksam!
00:17:26: Das geht in die richtige Richtung.
00:17:27: Das ist das Krankenhausanpassungs, die Strukture von...
00:17:30: Runde Klinikgesetz.
00:17:31: Genau und wir haben zu viel Personalvorgaben für Personal, das wir gar nicht haben ...in Kliniken, die wir nicht brauchen.
00:17:40: D.h.,
00:17:40: wir machen... Kliniken, die alles machen und die dann noch in roten Zahlen sind.
00:17:45: Das heißt diese Strukturreform ist ja etwas abgeschwächt worden im Vergleich zur Lauterwaschen Vision.
00:17:54: aber das wäre die richtige Richtung eine Strukturbereinigung, die dann aber industriepolitisch oder durch ein Regelwerk begleitet werden muss.
00:18:03: es weil man wenn sie wollen einen Regelwerk braucht dass neue Technologien wie Digitalisierung und jetzt mit einer gewaltigen Kraft KI es ermöglichen, dieses System genau, wie Sie sagen, effizienter zu machen.
00:18:21: Damit kostengünstiger zu machen aber auch medizinisch-klinisch im Ergebnis sehr viel besser zu machen und gleichzeitig – das ist das Entscheidende oder sehen wir in anderen Regionen – den Patienten in den Mittelpunkt stellt.
00:18:36: Und da gibt es einige Regelungen hier bei uns im System, die stehen dem Ganzen im Weg.
00:18:42: Und die müsste man mal anfassen.
00:18:44: dann würde dieses Gesundheitsversorgungssystem bin jetzt nicht bei den Medikamenten sondern bei der Versorgung.
00:18:49: das sind im Wesentlichen die Krankenhäuser aber auch die ambulante Versorgungen und das sind bei uns zwei komplett getrennte Welten.
00:18:58: Sie sind aber der gleiche Herr Beröker, ob sie ambulant sind oder ob sie im Krankenhaus sind.
00:19:04: Und eigentlich wollen sie entlang einer Patientenreise sagen wir das ist dann auch noch schön wenn es keine schwerwiegenden Themen sind entlang der Patientenreise eigentlich in einem System begleitet werden und mit einem System immer kommunizieren können und nicht immer wieder die gleichen Daten angeben auf nem Zettel, auf dem Klemmenbrett.
00:19:26: Und so könnte man das Gesundheitssystem, da können wir gleich auf Beispiele gehen.
00:19:30: Sehr sehr viel effizienter gestalten Kosten senken.
00:19:33: und dann müsste man bei dem ganzen Thema der Medikamente müsste man das Thema nationale Sicherheit und Souveränität in den Vordergrund stellen essentielle Medikamente aufbauen.
00:19:49: Bleiben wir bei den Kliniken.
00:19:50: machen was konkret, ich bin neulich mit meiner Tochter Apropos Klemmbrett in ihre wunderbare Klinik in Zählendorf gegangen die übrigens ansonsten exzellent ist und tolle Menschen dort arbeiten.
00:19:59: aber ich musste wirklich in vier verschiedenen Etagen eigentlich immer wieder dieselben Daten abgeben und bin mit meinem Klemmrät von X nach Y von Ponses nach Pilatus gegangen.
00:20:07: warum ist das so?
00:20:08: Es gibt erstmal in Krankenhäusern sehr veraltete sogenannte Krankenhausinformationssysteme und deswegen haben wir zu Davos veröffentlicht eine strategische Partnerschaft mit SAP, wo wir eine digitale europäische souveräne Cloud und Cloud-Infrastruktur aufbauen wollen.
00:20:28: Wir bringen das klinischen Knowhow mit.
00:20:30: SAP bringt sozusagen die Tech und Cloud und Sicherheits- und Access-Fähigkeiten mit.
00:20:37: Und dann haben sie gelesen dass wir beide SAP und wir in ein Startup in München investiert haben dass genau ein solches modernes cloud native krankenhaus informationssystem anbietet.
00:20:51: Aber was
00:20:51: ist das Problem bei uns?
00:20:53: Legacy oder Datenschutz oder Bedenken oder Bürokratie?
00:20:56: Beides alles, weil wir wissen wie es geht!
00:20:59: Wir haben in Spanien ja auch die größte
00:21:02: Klinikette
00:21:03: und da läuft das Ganze anders.
00:21:04: In Spanier müssen sie nicht dreimal irgendwas oder viermal in verschiedenen Abteilungen.
00:21:09: Das sind die sogenannten Silos, Departmentals sagt man.
00:21:13: Sondern einmal gebe ich die Daten ab und dann werde
00:21:14: ich... Sie geben es ja nicht nur einmal abgeben.
00:21:16: Da gibt es eine digitale Plattform, die wir vor ein paar Jahren entwickelt haben.
00:21:20: Die heißt Casio Paya.
00:21:21: Mit dieser digitalen Plattform kommunizieren sie mit dem System, mit dem einzelnen Krankenhaus, mit den einzelnen ambulanten Zentrums, mit einem einzelnen Arzt.
00:21:30: Wir wollen ja, dass Sie bei uns im System bleiben.
00:21:33: Gibt ja vielleicht auch das eine oder andere System.
00:21:34: also messen wir klinische medizinische Qualität?
00:21:37: Wir messen zu Friedenheit, wir messen Wartezeiten und dergleichen mehr.
00:21:43: und jetzt kommt es entscheidend in Spanien gibt es keine Sektorgrenze zwischen dem ambulanten und den stationären Bereich.
00:21:50: sie sind Herr Bröker und bleiben Herr Brøcker während der gesamten Patientenreise über all die Jahre wenn sie bei uns Im Krankenhaus sind in Deutschland egal wo auch hier An Unikliniken und sie verlassen das Krankenhaus.
00:22:03: Was kriegen Sie da?
00:22:04: Sie kriegen einen Umschlag, ein Papierumschlag Und dann wird gesagt gehen wir mal zu einem Hausarzt so ab Da haben wir sie ja für den Therapie Pfad verloren.
00:22:13: letzte
00:22:14: Frage sie treffen dem Bundeskanzler Frau Reiche Frau Warken demnächst vielleicht an irgendeiner Stelle.
00:22:20: was sind diese Zwei Wünsche von Ihnen, die Sie für die aktuelle Reformüberlegung den Politikern und den Spitzenkräften dieser schwarz-roten Regierung dringend auf den Weg mitgeben
00:22:30: wollen.
00:22:31: Das erste ist das Gesundheit als Kernsystem der Gesellschaft, als kritische Infrastruktur aber darüber hinaus erstmal also solche erkannt wird.
00:22:43: Ich möchte sozusagen die Wertschätzung dafür bekommen, dass die Entscheidungen dahin gehen getroffen werden kann.
00:22:48: Das moderne Technologien wir haben jetzt gerade über Digitalisierung gesprochen und nicht über KI sozusagen da Einzug erhalten und dadurch auch die Kosten massiv senkend können und die regulatorischen Regelung Datenschutzregelung.
00:23:04: wenn sie waren im EWL von Bärenkrankenhaus Wenn Sie nach Wiesbaden nächste Woche gingen können wir ihre Daten nicht übertragen.
00:23:13: Es gibt sechzehn Landesdatenschutzverordnungen und dergleichen mehr, das heißt also diese Dichte die muss weg um das volle Potenzial mit Digitalisierung und KI in einem wirklich chronisch veralteten ineffizienten System heben zu können.
00:23:28: Das zweite ist Versorgungssicherheit Mit genau den essentiellen Medikamenten.
00:23:33: Wir haben über Antibiotika gesprochen.
00:23:36: Und des dritte is dann Innovationstreiber.
00:23:39: Es kommt eine Riesenwelle der nächsten, wenn sie so wollen, Revolution an Arzneimittel.
00:23:47: Das sind biologiebasierte Arzneimetrel und zwar von Arznei-Mitteln, deren Patentschutz jetzt in den nächsten zehn Jahren abläuft.
00:23:57: Und das sind die sogenannten Biosimilars.
00:23:58: Das ist im Grunde Biotechnologie, Hightech Agenda sage ich nur.
00:24:04: also was müssen wir tun damit wir in Europa nicht nur die das Produktionsnetzwerk für die Versorgungssicherheit haben, sondern auch die nächste Welle der innovativen Medikamente.
00:24:15: Dass wir hier ein Produktions-Netzwerk haben, weil dann sind wir Innovationsführer!
00:24:19: Wir nehmen das mit in unseren SEO Roundtable mit der Forschungsministerin an diesem
00:24:23: Dienstag
00:24:24: und bedanken uns für dieses Interview.
00:24:26: lieber, ihr sendet es mit der KI und wo das alles effizient eingesetzt werden kann, machen wir dann im nächsten Interview viel mehr.
00:24:31: So
00:24:31: ist es, danke!
00:24:38: Helene schön dass du wieder da bist.
00:24:39: war noch was
00:24:40: Zurück.
00:24:41: aus Italien sprechen wir heute über Griechenland, Michael Hauptsache Spanien.
00:24:47: Die Griechen können jetzt in einem staatlichen Vergleichsportal nachschauen, ob ihre Alltagsprodukte zu teuer sind oder nicht.
00:24:53: Wir hatten das Ärgernis über Lebensmittel die zu teurer sind hier schon an verschiedenen Stellen.
00:24:58: wir erinnern uns an den Schwindel mit den Mengen und so weiter.
00:25:01: da wollen die Grieche nun eine Riegel vor Skiben und haben eine App entwickelt.
00:25:07: Das Ziel ist dass man Zehntausend Produkte vergleichen kann und rausfinden kann was das günstigste ist.
00:25:15: Bei uns heißt das eigentlich Check-Vierundzwanzig oder Preischeck, oder was auch immer.
00:25:18: Und in Griechland macht's der Staat aber gut wenn es hilft und wenn sie wirklich ein neutraler Preis beobacht da sind.
00:25:24: why not?
00:25:25: So sehe ichs auch!
00:25:26: Insofern kommen Sie gut in diesen Tag an dem wir ja hier wahrhaft griechische Temperaturen haben.
00:25:31: machen Sie das Beste draus und bewahren Sie einen kühlen Kopf bis dahin
00:25:40: tschüss.
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