Sind bald alle Organspender? Mit Ricarda Lang

Shownotes

Über 8.000 Menschen stehen in Deutschland auf der Transplantations-Warteliste – knapp 1.000 Spender stehen ihnen gegenüber. Am Donnerstag debattiert der Bundestag erneut über die Widerspruchslösung bei der Organspende, die zuletzt 2020 knapp scheiterte. Ricarda Lang, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen und frühere Grünen-Bundesvorsitzende, setzt sich für die Widerspruchslösung ein: „Es ist niemandem zuzumuten, gegen seinen Willen zum Organspender zu werden, aber es ist schon jedem von uns zuzumuten, sich einmal in seinem Leben mit diesem Thema zu beschäftigen, um im Zweifelsfall Leben zu retten." [12:09] Die Rentenkommission hat sich einstimmig auf 33 Empfehlungen geeinigt. Martin Blessing, Persönlicher Beauftragter des Bundeskanzlers für Investitionen in Deutschland und früherer Commerzbank-CEO, begrüßt das ausdrücklich: Die gesetzliche Pflicht sorge dafür, dass alle Versicherten vom Zinseszinseffekt profitieren. Kursschwankungen hält Blessing nicht für eine Gefahr: „Das Risiko ist eher ein gefühltes als eins, das man mathematisch in der Vergangenheit wirklich sehen kann." [01:15] Bundeskanzler Friedrich Merz und SPD-Chefin Bärbel Bas wollen das Paket ohne Veränderungen umsetzen. Alexander Schweitzer, SPD-Fraktionsvorsitzender im Landtag Rheinland-Pfalz und früherer Ministerpräsident, meldet dennoch Diskussionsbedarf an: Ein Empfehlungspaket, das die Mütterrente ausklammere, könne kein letztes Wort sein. [06:53] Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen Impressum: https://table.media/impressum Datenschutz: https://table.media/datenschutzerklaerung

Transkript anzeigen

00:00:02: Die Bundesregierung will wirklich alle Vorschläge der Rentenkommission umsetzen.

00:00:14: Berlbars die SPD-Chefin spricht von einem Gesamt, Kunstwerk und Viertig März ist der Meinung die Vorschlage funktionieren wirklich nur wenn sie alle kommen.

00:00:22: Also reden wir noch einmal über diese Rentenreform und wir sprechen mit dem ehemaligen Commerzbank Ciro, dem Investitionsbeauftragten der Bundesregierung Martin Blessing.

00:00:30: Über die neue Kapitalrente, die da geplant

00:00:32: ist.

00:00:34: Wird bald jeder zum Organspender bis man aktiv widerspricht?

00:00:39: Diese Diskussion ist nicht neu.

00:00:40: am Donnerstag wird sie noch einmal im Bundestag geführt, Stichwort Widerspruchslösung.

00:00:45: soll sie kommen.

00:00:46: Riccada Lang, die ehemalige Grünenvorsitzende ist bei uns und spricht über dieses hochemotionale Thema.

00:00:53: Die Jugend ist trotz Krisen- und Wirtschaftsflotte optimistischer als zumindest der Schnitt der Bevölkerung in diesem Land.

00:01:00: Das zeigt die neue tuisch-jugend Studie, die wir exklusiv für Sie heute analysieren.

00:01:04: an diesem Mittwoch den vierundzwanzigsten Juni ein sonniger Tag.

00:01:08: Helene is da!

00:01:09: Esgern los geht's!

00:01:20: Alle Elemente dieses Reformpakets

00:01:21: müssen jetzt zügig umgesetzt

00:01:23: werden.

00:01:24: Und man kann das jetzt auch nicht aufschnüren und an einzelnen Stellen sich, ich sag mal Rosinenpicken, dass ein oder andere rausnehmen was einem gefällt und das andere weglassen was einem nicht

00:01:32: gefällt.

00:01:33: Die einzelne Maßnahmen greifen ineinander und balancieren sich aus.

00:01:37: sie bilden einen Gesamtkonzept dass nur in seiner Gesamtheit funktioniert.

00:01:42: Und das ist

00:01:42: jetzt unsere Verantwortung,

00:01:43: ich will hier deutlich

00:01:44: sagen, ich möchte dieses Paket

00:01:47: umsetzen... Ich schaue vor der Zuversicht auf die vor uns liegende Diskussion und ich appelliere zugleich an alle Verantwortlichen diese Diskussion konstruktiv zu

00:01:56: begleiten.".

00:01:58: Die Rentenkommission hatte gestern ihren großen Auftritt beim Bundeskanzler.

00:02:01: einstimmiges Votum aller dreizehn Mitglieder – ist durchaus überraschend auch für uns Beobachter.

00:02:06: Respekt also an dieser Stelle.

00:02:08: Es sei ein ausgewogenes Paket, das jetzt bitte auch ganzheitlich umgesetzt werden sollte, sagte der Bundeskanzler und hat sich damit festgelegt keine Änderungen, keine einzelnen Maßnahmen zerfleddern sondern dass Gesamtpaket umsetzen.

00:02:21: ähnlich äußerte sich auch berbelbarst.

00:02:24: Für viele Experten Der Gamechanger ist die Kapitaldeckung in der ersten Säule Also Die verpflichtende Anlage von Geldern Aus der Rentenkasse Aktienmärkten, Kommissionsmitglied Tabea, Bucher Könin rechnete aus.

00:02:36: dass damit ein Eckrentner im Mittel nach zwanzig Jahren Ansparzeitrum mit der Kapitalrente alleine auf hundertfünfzig Euro mehr Rente pro Monat kommt.

00:02:44: Nach fünfundvierzig Jahren würde ein solcher statistischer Eckrentener sogar siebhundersiebzig Euro zusätzlich zu seinem Ruhegeld allein durch das Ansparen an den Aktienmärkten bekommen.

00:02:57: Das ist doch ein großer Schritt im Umbau des Rentensystems.

00:03:01: profitieren vom Kapitalmarkt einer, gut findet bis Martin Blessing, der persönliche Investitionsbeauftragte des Bundeskanzlers.

00:03:09: Er war mal CEO der Commerzbank.

00:03:11: Schönen guten Tag lieber Herr Blessing!

00:03:13: Lieber

00:03:13: Herr Bröcker Hallo?

00:03:14: Die Rentenkommission einigt sich einstimmig auf eine obligatorische gesetzliche Kapitalrente nach schwedischem Vorbild.

00:03:20: das ist überraschend.

00:03:21: in der ersten Säule soll sie implementiert werden.

00:03:24: Ist das der Game Changer für die Stabilisierung der Rente.

00:03:29: Ich glaube, es ist ein ganz wichtiger Beitrag.

00:03:31: Ehrlich gesagt, ob es in Säule eins oder Salle zwei passiert wäre mir persönlich egal.

00:03:36: ich finde aber den Vorschlag es in säule eines zu machen sehr gut weil das stellt sicher dass alle obligatorisch dabei sind und wir es dadurch schaffen den Zinsistins als zusätzlichen Einzahler in das System zu bekommen und so insbesondere über die längeren Laufzeit zusätzliche Rentite zur Wirtschaften.

00:03:56: Das ist ein tolles Instrument und das wird super helfen.

00:03:59: Wer Privat-Spart kennt den Zinsenseffekt, aber in der geschützten Umgebung einer gesetzlichen Rente jetzt Kapitalmärkte einzubauen.

00:04:07: Ich ahne bereits dass die Deutschen damit erst mal fremdeln oder was glauben Sie?

00:04:11: Das glaube ich nicht!

00:04:12: Wenn man sich das in Schweden anguckt war das ja super erfolgreich.

00:04:16: gerade für die jüngeren ist es eine Möglichkeit zusätzliches Vermögen an zu häufen.

00:04:22: wenn bei sieben Prozent Zinsen inklusive der Inflation rechnen würde, dann verdoppelt sich das Vermögen alle zehn Jahre.

00:04:30: Also wenn sie vierzig Jahre in die Rente einsparen, ist aus dem ersten Euro sechzehn geworden.

00:04:37: Die späteren haben natürlich nicht eine so hohe Rentite weil sie nicht lange zur Verfügung stehen aber wir werden massiv zusätzliches Kapital bilden und das wird den Rentnern helfen.

00:04:46: ich habe gesehen heute Bei der Vorstellung, der Rentenbeschlüsse war von ungefähr siebenhundertsiebzig Euro zusätzlicher monatlicher Rente die Rede und wir sehen das in anderen skandinavischen Ländern ist das so.

00:05:00: Vor allem die Jungen profitieren also.

00:05:02: aber zunächst mal müssen die Beitragszahler ran.

00:05:04: Die Arbeitgeber- und Arbeitnehmer teilen sich steigende Beiträge von zunächst null Komma fünf und dann bis zu zwei Prozent um diese Kapitaldeckung zu ermöglichen.

00:05:13: hätte man das nicht aus dem System heraus einsparen sollen und dann investieren sollen?

00:05:19: Ich glaube, in dem System wird ja auch noch Geld eingespart und wir müssen das vergleichen mit dem Anstieg den es sonst in dem Rentensystem gegeben hätte ohne diese Ansparphase.

00:05:30: Insofern ist das ein sehr guter Kompromiss und ich hoffe jetzt dass der so zügig umgesetzt wird denn je früher wir damit anfangen desto besser ist es.

00:05:40: Nun steht da auch dritt in Empfehlung, man werde das selbst bei einer starke Finanz- und Wirtschaftskrise dieses Niveau halten.

00:05:46: Das klingt nach einem losen Versprechen!

00:05:48: Das kann ja keiner garantieren oder doch?

00:05:51: Wenn Sie sich das historisch angucken über die letzten siebzig Jahre dann gab es immer mal wieder Einbrüche an den Kapitänmärkten.

00:05:58: aber wenn man lange genug investiert war dann wird er das immer wieder aufgeholt.

00:06:02: Und das zweite Thema ist ja so, dass man eine solche Anlage so strukturiert.

00:06:07: Dass die jüngeren Leute sehr stark am Aktienmarkt participieren und wenn sie dann älter werden wird in diesen Produkten langsam umgeschichtet und es werden immer mehr festverzinsliche Anteile genommen, sodass am Schluss das Risiko am letzten Tag sozusagen meines Berufslebens bricht die Rente ein Dadurch massiv minimiert wird und man wird ja dann auch die Rentenauszahle noch über Zeit haben, sodass auch für den Betracht wieder eine Aufruhung passieren kann.

00:06:34: Ich glaube deswegen das Risiko ist eher ein gefühltes als eins dass man mathematisch in der Vergangenheit wirklich sehen kann.

00:06:42: Herr Blessing vielen Dank für diese erste Einschätzung.

00:06:44: wir sind gespannt ob auch die Fraktion diesen Willen das eins zu eins umzusetzen die Empfehlungen am Ende mit tragen.

00:06:50: Vielen Dank für Ihre kurze Analyse.

00:06:58: Die Regierung ist sich also einig.

00:07:00: Bärbel-Bars Friedrich Merz ziehen an einem Strang, man möge doch bitte diese Dreiunddreißige Empfehlungen jetzt auch umsetzen und keine Rosinen picken wie es Bärbelbars gesagt hat.

00:07:10: überraschende Einigkeit also bei den Spitzen von Union und SPD.

00:07:14: aber ein kleiner Sozialdemokrat und so klein ist er gar nicht aus Rheinland falls der stellt sich und sieht das Ganze etwas kritischer.

00:07:23: Der ehemalige Rheinland-Felsische Ministerpräsident Alexander Schweitzer hat noch erheblichen Diskussionsbedarf angemeldet, und das macht er richtig so bei unserer Kollegin Laura Block aus dem Berlin-Table.

00:07:35: Hören wir mal eben rein!

00:07:37: Guten Morgen Herr Schweizer.

00:07:38: Hallo ich grüße Sie Herr

00:07:40: Schweizer, es ist ja schon auffällig dass die Union die Empfehlungen der Kommission als Erfolg feiert während sich die SPD eher zurückhält.

00:07:48: Sind Sie nicht zufrieden mit dem Ergebnis?

00:07:51: Naja gut das ist ja so, dass das Ergebnis gar nicht zustande gekommen wäre ohne eine Sozialdemokratin an der Spitze des Arbeitsministeriums.

00:07:58: Bergl-Bars hat die Verantwortung für diesen Prozess dieser Kommission und ihrem Ergebnis geführt wird.

00:08:04: Und das ist auch ein Erfolg für Bergl Bars zentralen Frage der Sozialpolitik und der Gesellschaft insgesamt als solches Ergebnis zu produzieren.

00:08:14: Aber natürlich muss das jetzt auch diskutiert werden dürfen, genau in diese Phase treten wir jetzt ein.

00:08:19: Gestern Morgen haben Friedrich Merz und Bärbel Baas eine gemeinsame Pressekonferenz gegeben.

00:08:24: Da war der T-Noir eher dass man sagt jetzt bitte ohne weitere Diskussion das Paket so wie es ist durchbringen?

00:08:31: Was bedeutet das?

00:08:33: Das ist wahrscheinlich der Wunsch und das Wunschenken des Kanzlers Aber aus aller bisherige Erfahrung der Koalition oder deiner Führung hat er dieses Diskussionsverbot in der Regel noch nicht mal eine eigene Fraktion durchsetzen können und noch viel weniger sollte sich die SPD daran halten.

00:08:50: Natürlich muss über diese Vorschläge diskutiert werden dürfen, sie bieten ja auch Anlass für Diskussion übrigens auch für viele zustimmende Diskussionen.

00:08:58: also insofern halte ich das für nicht wirklich den guten Einstieg in einer parlamentarischen Debatte den Abgeordneten des Bundestags erst mal zu sagen und diskutiert die nicht.

00:09:07: Ein Punkt, den ja der SPD besonders wichtig ist sind die Beamtinnen und Beamte, die eigentlich in die Rentenversicherung mit einbezogen werden sollen.

00:09:17: Die Rentenkommission konnte sich jetzt allerdings nicht zur einer klaren Empfehlung durchringen.

00:09:22: Muss zum Beispiel die SPD an diesem Punkt nochmal nachverhandeln?

00:09:26: Nein, es bedeutet nur dass diese Rentenkommission tatsächlich nicht den Anspruch haben kann zu allen Fragen schon das letzte Wort gesprochen so haben.

00:09:32: Das ist an diesem Beispiel sehr klar.

00:09:34: Das heißt man darf auch darüber weiter diskutieren und die Vorteile und Nachteilen miteinander in Abwägung bringen.

00:09:40: Die Kommission hat aber auch viele Vorteile nützlich gebracht etwa ein klugisch Modell zur kapitalgedeckten Sorgen, die tatsächlich auch nicht den neoliberalen Wunschträumen gerecht wird sondern deutlich macht, der Staat hat hier eine Verantwortung.

00:09:55: Der muss nachkommen und das kann eine gute Ergänzung zur gesetzlichen Beumlage finanziert brennend werden.

00:10:01: also da hilft die Kommission durchaus.

00:10:03: gleichzeitig ist die SPD der Union bei dem Paket ja schon sehr weit entgegen gekommen.

00:10:09: müsste dann die CSU nicht auf der anderen Seite auch auf die Mütterrente zum Beispiel verzichten?

00:10:15: wenn die Prämisse in die Arbeitsgrundlage war es darf keine Tabus geben so war sie vor einigen Monaten und dann Vorschläge formiert werden.

00:10:23: Und eine der prominentesten Vorschlägungen, das heißt dadurch teuersten Rentenpolitische Vorschlage nämlich die Mütterrente von Herrn Söder nicht vorkommen, dann habe ich den Eindruck, dass kann nur ein Diskussionsvorschlag sein.

00:10:34: Wenn wir harte Einschnitte haben zum Teil wirkliche Einschnite haben und die Müterrente nicht dabei ist, die zur Finanzierung beitragen könnte, dann sage ich an dieser Stelle Danke für den Vorschlag, aber hier darf weiter diskutiert werden.

00:10:47: Und wenn zwischen CDU und CSU die CSU so stark ist dass ihre Vorschläge da nicht mit in die Renten von bisschen Debatte kommen dann sagt es mehr über die Union.

00:10:56: Aber die SPD muss sich ja daran nicht ausrichten.

00:10:58: Sollten SPD und Union das jetzt wirklich durchziehen?

00:11:01: Dass über dieses Paket nicht mehr diskutiert wird?

00:11:03: Sehen Sie denn die Zustimmung der Länder in Gefahr?

00:11:07: Nein, es muss diskutiert werden.

00:11:09: Es ist wirklich völlig klar dass wir in einer liberalen Demokratie über alle Vorschläge diskutieren müssen.

00:11:16: Ich

00:11:16: glaube es muss am Ende auch ganz viel umgesetzt werden.

00:11:19: Diese Reform ist wesentlich auch für das Weiterbestehen einer klugen von den Menschen unterstützten Alterssicherung.

00:11:27: Aber ich will auch sagen Wir diskutieren ja nicht nur mit die Rente Sondern wir müssen auch mit dem Kanzler darüber diskutieren wo seine Beiträge sind dass das kommt, was er sich vorgenommen hat.

00:11:37: Nämlich die Wirtschaftsgelderflotte zu bringen?

00:11:39: Das ist die Aufgabe!

00:11:40: Die beste Räditer von Marken sind gute Jobs von heute und da kommt so wenig von der Unionseite in der Koalition.

00:11:47: Herr Schweizer wir nehmen mit.

00:11:48: Die SPD will nicht einfach so klein beigeben.

00:11:51: Vielen Dank für das Gespräch.

00:11:52: Ich danke Ihnen.

00:11:53: So einfach wie sich das der Kanzler und die Sozialministerin vorgestellt haben, wird es dann wohl doch nicht.

00:11:57: Denn die Länder – und vor allem auch die Länderchefs in den Fraktionen und in den Parteien – haben ein gehöriges Wort mitzureden.

00:12:04: Warten wir ab, wie viel am Ende wirklich von diesem Rentenpaket übrig

00:12:07: bleibt!

00:12:17: Über

00:12:17: achttausend Menschen standen im vergangenen Jahr in Deutschland auf der Warteliste für eine Organtransplantation.

00:12:23: Es gab aber nur knapp tausend nämlich neunhundertfünfundachtzig Spender.

00:12:28: Und diese Diskrepanz der Zahlen führt dazu, dass jedes Jahr bis zu tausend Menschen sterben weil sie auf ein passendes Spenderorgan warten.

00:12:37: Das hat den Bundestag vor einigen Jahren nämlich im Jahr ist es schon einmal bewegt und diskutiert wurde damals und wird jetzt wieder über die sogenannte Widerspruchslösung.

00:12:47: Ja und die bedeutet das man aktiv Organspender wird nach dem eigenen Tod wenn man eben nicht Zeit seines Lebens oder ihres Lebens widersprochen mit einer E-Mail oder einem Brief und ganz klar gesagt hat, ich möchte das nicht.

00:12:59: Aus meiner Sicht hier, denen ich weiß wie du es siehst, na warum nicht?

00:13:03: Warum nicht?

00:13:04: Es macht ja Sinn dass wenn die Bevölkerung grundsätzlich der Meinung ist, dass Organspende sinnvoll sind, dass man dann vielleicht sich auch mal offiziell entscheiden muss und da die Menschen einfach irgendwie faul sind, muss man sie vielleicht ein bisschen mit einer Optout Regelung dazu zwingen.

00:13:20: Ja, und diese Regelung gilt auch in anderen europäischen Ländern.

00:13:24: Zum Beispiel in Frankreich, Italien, Polen, Portugal, Spanien also durchaus auch katholischen Ländern.

00:13:29: das ist ganz interessant denn in Deutschland sind sowohl die evangelischer als auch die katholische Kirche vehement gegen eine Widerspruchslösung.

00:13:38: In der Tat geht es natürlich um das Leben und um den Tod, um den Schutz auch des toten Körpers.

00:13:44: Und die Frage ja was passiert mit dem göttlichen Funken in uns allen nach dem Tod?

00:13:49: Interessant aber zu sehen dass diese anderen Länder trotzdem diese Lösung gefunden haben.

00:13:54: Ja, und es soll sehr einfach und ungewöhnlich gehen.

00:13:56: Der Patientenbeauftragte der Bundesregierung ist dafür... Es ist eine sehr prominente Gruppe die am Donnerstag im Bundestag diesen Antrag einbringt Jens Spangörzer zu Matthias Milch also die beiden Fraktionsvorsitzenden, der Kanzleramtschef Rikada lang Franziska Brandner, Britta Hasselmann Also viele parteiübergreifende Spitzenpolitiker die sich Gedanken gemacht haben seit vielen Jahren und sagen ja wir müssten jetzt diesen Weg gehen übrigens auch der ehemalige Gesundheitsminister Karl Lauterbach

00:14:24: Im Jahr, als schon einmal die Diskussion geführt wurde mit exakt denselben Argumenten.

00:14:28: Die Statistik hat sich nicht großartig verändert.

00:14:31: Da war noch eine knappe Mehrheit gegen eine Änderung also gegen die Widerspruchslösung.

00:14:37: Damals hat man sich dann vorgenommen mehr Menschen zu motivieren einen Organspender ausweis auszufüllen und mit mäßigem Erfolg wie wir sehen.

00:14:45: das Thema kommt immer wieder auf die Tagesordnung weil das Problem eben sehr drängend ist.

00:14:50: Der Verein Lebensspenden hat einen dramatischen Brief jetzt an alle Bundestagsabgeordneten geschickt und er hat ein Punkt dieser Vereine, der sich seit Jahren dafür einsetzt.

00:14:59: Nämlich er sagt wenn Deutschland so ein solidarisches Gesundheitssystem ist das ja angeblich zu den besten in der Welt gehört warum akzeptieren wir dann bei der Transplantation einen solch dramatischen Versorgungsnotstand?

00:15:11: Da ist durchaus was dran!

00:15:13: Den Brief lesen Sie übrigens bei uns im Berlin-Table unter table.mediaslash Berlin.

00:15:18: Und wir haben mit einer der Unterstützerinnen für diesen Antrag jetzt mal gesprochen, was ist ihre Motivation?

00:15:23: Warum ist sie dabei bei diesem Gruppenantrag?

00:15:26: Das ist Ricarda Lang die ehemalige Grünen-Vorsitzende.

00:15:29: Schön dass Sie heute bei uns sind.

00:15:30: Hallo Frau Lang!

00:15:32: Hallo guten Tag!

00:15:33: Erneut debeskutiert der Bundestag über die Widerspruchslösung bei der Organspende.

00:15:38: in einem Satz könne man zusammenfangen wer schweigt soll spenden.

00:15:41: warum sind sie auch dafür?

00:15:43: Zum einen, weil die Zahl von Spendern einfach viel zu gering ist in Deutschland.

00:15:46: Dass obwohl es eine große Zustimmungsrate für die Organspende gibt, gibt es sehr viele weniger Menschen, die tatsächlich ein Organdspenderausweis haben und das liegt oft daran dass sie sich einfach nicht mit dem Thema beschäftigen wollen.

00:15:57: Und ich persönlich finde, es ist niemand zuzumuten gegen seinen Willen zum Organnspender zu werden.

00:16:02: aber es ist schon jedem von uns zuzummuten sich einmal ins Leben mit diesem Thema zu beschäftigen um im Zweifel verleben zu retten.

00:16:13: Seit vielen Jahren diskutieren wir darüber.

00:16:16: In anderen europäischen Ländern ist diese Lösung längst Usus, warum hat es diese Reform in Deutschland so schwer?

00:16:22: Ich glaube, dass bei der letzten Abstimmung Deutschen Bundestag viele die Hoffnung hatten, dass über weniger weitreichende Mitte also mehr Werbung und Aufklärung in diesem Bereich auch eine Erhöhung des Ständeraten erreicht werden kann.

00:16:34: Ich erlebe gerade aber viele Kollegen, die damals gegen die Widerspruchslösungen gestimmt haben, die jetzt sagen wir haben es mit anderen Mitteln probiert, die weniger weitreichend waren, aber es hat Schlickwell nicht gereicht.

00:16:44: Deshalb brauchen wir jetzt Widerspruchsregelungen nicht als alleinige Lösung für dieses Thema, sondern als einen ganz zentralen Schritt.

00:16:51: Und wie Sie gerade gesagt haben, andere Länder haben diese Regel schon.

00:16:54: Das heißt wenn wir zum Beispiel in Holland im Urlaub sind dann sind wir dort auch automatisch der Widerspruchslösung oder Widerspruchsregel unterworfen.

00:17:01: Gibt es eine abgeschwächte Version um es auch in Deutschland vielleicht populärer zu machen?

00:17:07: Tatsächlich ist die Widerspruchslösung nicht arg unpopulär innerhalb der Gesellschaft.

00:17:10: Es gibt viele Menschen, die wenn sie mal mit Angehörigen gesprochen haben... ...wenn Sie hier mit Menschen gesprochen haben, die auf einen Organ warten und durch ein Organ gerettet wurden sich für dieses Thema öffnen.

00:17:22: Und es wurde andere Witze gesucht weil natürlich ist das erst einmal ein Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht.

00:17:27: Das muss man auch anerkennen!

00:17:28: Das muss abwege mit dem Schutz des Lebens ja dadurch erreicht wird Und da wurde viel überlegt, können wir was weniger weitgehendes machen.

00:17:36: Aber man hat immer wieder gemerkt ohne die Widerspruchregelung ist es bisher nicht gelungen, die Zahl wirklich nach oben zu bekommen.

00:17:42: und für mich noch ein ganz wichtiger Aspekt dort wo keine Entscheidung getroffen wird das Leben lang müssen im Zweifelsfall oder nicht im Zweitfall sondern gerade in der Regel die Angehörigen entscheiden.

00:17:51: Das heißt in einem Moment der Verzweiflung, der Trauer, der Überforderung muss dann diese Entscheidung getroffen werden.

00:17:57: ich kann nicht ganz nachvollziehen warum man sagt dem Einzelnen kann nicht zugemutet werden damit zu beschäftigen.

00:18:02: Aber mit Angehörigen wird es dann im schlimmsten möglichen Moment

00:18:05: zugemotet.".

00:18:16: Da gibt es die ganze einfach Möglichkeit, dass ich mich sozusagen mit einem Brief oder auch digital zurückmelde.

00:18:21: In dem ich mich das in der Organspendeorgister eintrage.

00:18:24: da muss sich ein Knick machen und dann bin ich mit Nein dort vermerkt.

00:18:27: Das heißt ist nicht so einfach wirklich sein wie es geht und es muss vor allem auch so schnell möglich sein wie's geht.

00:18:32: Und natürlich werden wir die Widerspruchsthegelung wenn sie kommen sollte flankieren mit Aufklärungsarbeit zum Beispiel soll jeder in diesem Land zu seinem achzehnten Geburtstag einen Ries bekommen wo er darüber aufgeklärt wird.

00:18:44: dieser wird mehrsprachig erfolgen und soll in sehr einfache gut verständliche Sprache formuliert werden.

00:18:49: Das heißt, dass jeder die Information hat, die er braucht um eine Entscheidung zu treffen.

00:18:53: wie gesagt dann einfach mit einem Eintrag ins Organspende-Restaurant natürlich auch ein Organnspendausweis, wie es ja heute der Fall ist.

00:18:59: kann ich das ganz einfach machen?

00:19:01: und vielleicht wenn ich eine kleine Bitte auch an die Hörerinnen und Hörern mitgeben darf unabhängig davon wie das hier im Deutschen Bundestag ausgeht informieren Sie sich über das Thema Dressen Sie eine Entscheidung?

00:19:10: Und sprechen Sie auch mit Ihren Angehörigen darüber?

00:19:12: Das kann ganz viel Leid abwenden!

00:19:15: Dieser Appell ist notwendig.

00:19:16: Wir freuen uns auf die Debatte und auch auf Ihren Redebeitrags.

00:19:18: Sie werden Reden im Bundestag am Donnerstag.

00:19:20: Vielen Dank, liebe Frau Lang!

00:19:21: Ja gerne, schönen Tag noch.

00:19:29: Lieber Mick war noch was?

00:19:30: Ja wir müssen über den Jugend reden.

00:19:31: deswegen ist es auch sinnvoll dass ich diesen Take übernimmt.

00:19:36: Nicht so lange her Michael, dass ich eine nette Talkrunde moderiert habe Die junge Köpfe

00:19:42: hieß

00:19:44: um.

00:19:44: Ich dachte Klugeköpfe

00:19:46: wäre

00:19:46: noch besser.

00:19:47: Bei dir aber, Helene, junge Köpfe passt auch gut zu mir zumindest denn die jungen in Deutschland... Jungeblieben,

00:19:51: ne?

00:19:52: Ich glaube Michael, wir bist uns als Lunge

00:19:53: geblieben.

00:19:53: Okay da raufkümmern sie einigen.

00:19:55: Wir sind glaube ich, wobei ich glaube jung gebliebene

00:19:57: gilt.

00:19:57: In Geist!

00:19:58: Ja bei mir

00:19:58: nicht im Körper, aber im Geist.

00:20:00: Ja, ich würde sagen Jung geblrieben ist man

00:20:02: auch als

00:20:02: rüstiger-Siebzigjähriger noch oder?

00:20:05: Das ist dann so innerlich.

00:20:06: Ich

00:20:06: habe das früher als Lokalredakteur und damals dann auch als Chefredaktor rausgestrichen.

00:20:11: aus Texten Rüstiger Rentner war verboten wegen zu viel Klischee.

00:20:16: Aber apropos Klischees, man denkt ja dass die Jugend so meckerig drauf ist und faul und vier Tage Woche und überhaupt die Gen Z will ja nicht.

00:20:24: in Wahrheit ist das eine ziemlich optimistische engagierte und ambitionierte junge Gruppe.

00:20:29: Das zumindest sagt die neue Jugendstudie der TUI-Stiftung Die wir gestern Abend im Berliner Table schon exklusiv veröffentlicht haben.

00:20:36: Dies wird seit mehr als zehn Jahren durchgeführt, sechstausend Jugendliche werden dazu befragt Und die großen Krisen in der Welt belasten natürlich auch den Jugendlichen.

00:20:44: Aber immerhin, dreiundfünfzig Prozent dieser jungen befragten Menschen sind eher oder sehr optimistisch was die eigene Zukunft betrifft.

00:20:52: in der Gesamtbevölkerung liebe Helene liegt die Zahlen nur bei knapp vierzig Prozent.

00:20:56: wo bist du?

00:20:57: Michael ich bin keine Zweckoptimistin sondern Überzeugungsoptimisten.

00:21:01: Ich glaube das wir an einer sehr interessanten ob ihr einfach mal objektiv betrachtet Interessantenzeit leben.

00:21:07: man möchte nichts lieber sein in diesen Tagen als Journalist Tin Nein, Journalist oder Journalistin.

00:21:15: So natürlich gibt es allerlei Herausforderungen.

00:21:17: aber ehrlich gesagt die hat das immer gegeben

00:21:19: und

00:21:20: bin dafür mit Mut und Entschlossenheit und auch Kreativität das zu gestalten.

00:21:24: und ich finde echt meine Erfahrung mit jungen Leuten um jetzt mal wirklich über junge Leute zu sprechen ist dass sie Auch gar nicht so ängstlich, zukunftsänglich und negativ sind.

00:21:34: Sondern dass das eher ein Problem von

00:21:36: uns Jung

00:21:37: gebliebenen

00:21:38: oder anderen Junggebliebenem ist.

00:21:40: Und welchen Sinn würde der Staat in das Leben eigentlich machen?

00:21:43: Wenn man das morgen nur dunkel- und düster-und grau sehen würde... Also, der Optimismus System immer nennt bei den jungen Leuten.

00:21:52: Trotzdem denken sie, dass dieses zentrale Versprechen der sozialen Marktwirtschaft nicht mehr funktioniert.

00:21:57: Nämlich das man es mal besser ökonomisch wirtschaftlich besser haben wird als die Eltern.

00:22:00: Das ist schon erstaunlich!

00:22:02: Deswegen der Appell an die Politik denkt an diese Generation weil ihr Machtpolitik für die Zukunft und in diesem Sinne schön, dass Sie auch morgen wieder dabei sind.

00:22:12: In der ganz nahen Zukunft gibt es nämlich wieder ein Table Today Podcast mit Helene Bubrowski ab fünf Uhr Am Donnerstag.

00:22:19: Wir freuen uns auf Sie!

00:22:25: Tschüss!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.