Big Bang oder Luftnummer - wie gut ist das Reformpaket?
Shownotes
Wie sehen die Reaktionen auf das Reformpaket aus? Aus der Wirtschaft kommt vorsichtige Zustimmung. Rewe-Chef Lionel Souque, Vorstandsvorsitzender der Rewe Group, begrüßt die Beschlüsse als wesentlichen Schritt, hätte sich aber mehr gewünscht. Arbeitgeberpräsident Rainer Dulger spricht von einem überfälligen Kurswechsel, der Vertrauen schaffe – und mahnt zugleich weitere Reformen an. [00:38]
Das Handwerk muss nach diesen Plänen mit Einschnitten rechnen. Handwerkspräsident Jörg Dittrich reagiert betont konstruktiv: „Wir haben viel zu lange gewartet, aber jetzt gibt es endlich was." Die Kürzung des Handwerkerbonus von 1.200 auf 900 Euro nennt er ärgerlich. Man werde diese Kröte aber schlucken, wenn die Wirtschaft dadurch in Schwung kommt. Sein eigentliches Anliegen ist ein anderes: „Mein Herz schlägt noch wesentlich mehr bei der Frage, dass die Lohnzusatzkosten als Standortfaktor uns immer noch im Nacken hängen. Dort muss unbedingt auch noch was passieren." [09:55]
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00:00:02:
00:00:10: Is das jetzt der große Wurf, wie es der Spiegel berichtet oder doch nur Stückwerk?
00:00:15: Wie es manche Einwirtschaftsexperte sagt.
00:00:17: Union und SPD haben ein Reformpaket vorgelegt.
00:00:20: Wir gehen die einzelnen Maßnahmen mal durch für sie Und geben ihnen auch ein paar Stimmen aus der Wirtschaft und aus den Gewerkschaften.
00:00:41: Es gibt nicht den einen großen Big Bang, der alles löst.
00:00:46: Das ist nicht der Big Bang alleine.
00:00:48: aber weiter Schritt für Schritt aus der Krise Nach der Gesundheitsreform zeigt die von mir geführte Koalition dass wir die Kraft und den Willen haben Deutschland in die Zukunft zu führen.
00:00:59: Damit
00:01:00: uns das gelingt, gelingt es auch nur wenn wir das gemeinsam machen Und dafür müssen sich eben alle bewegen.
00:01:06: Ich bin fest davon überzeugt, dass wir in wenigen Jahren auf
00:01:09: diese Phase
00:01:10: unseres Landes zurückgucken werden und sagen es war richtig.
00:01:14: Es war notwendig das wir unser Land modernisieren.
00:01:16: Ich bin wirklich sehr zufrieden damit was wir hier vorlegen weil es auch Kompromisse beinhaltet die uns alle gefordert haben und es ist ein Ergebnis das uns als land auch voran
00:01:26: bringt.
00:01:27: Ja Helene, der große Wurf ist es nicht.
00:01:29: Da gibt sich die Koalitionsspitze selbst kritisch aber vielleicht ist das trotzdem der richtige Schritt zur richtigen Zeit und vielleicht das Maximale was möglich war?
00:01:38: Was ist deine Einschätzung?
00:01:39: Naja immerhin muss man ja sagen kein größerer Streit diesmal.
00:01:44: Das unterscheidet die beiden anderen versuchten großen Würfe vor der letzten Sommerpause und vor der Weihnachtspause.
00:01:51: Ziemlich geräuschlose Einigung auf Maßnahmen, die gemeinsam präsentiert wurden, die auch nicht sofort wieder von der jeweils andern Seite kritisiert wurden also immerhin in der B-Note.
00:02:02: ist die Koalition besser als in der Vergangenheit.
00:02:05: schauen wir auf die A-Node also auf das was inhaltlich wirklich bei rumgekommen ist.
00:02:09: Ja fangen wir an mit den Steuern, weil das ist der größte Kritikpunkt von einer spürbaren Steuerreform.
00:02:13: Eine Einkommenssteuer-Form ist nichts mehr zu sehen.
00:02:15: die letzte große Reform bleibt die von Gerhard Schröder immerhin.
00:02:19: Der Grundfreibetag wird angehoben muss er sowieso verfassungsrechtlich Kinderfreibetag wird angeroben und ein ganz leichter Schritt nach rechts für den Einsatz des Spitzensteuersatzes und eine minimale Erhöhung des reichen Steuersatzes.
00:02:32: also die zehn Milliarden Euro Entlastungsvolumen sind schon sehr hoch gerechnet Und wenn man die Sozialabgaben dagegen legt, die ab zwei achtundzwanzig wieder steigen.
00:02:41: Die Lehne bleibt für manchen besser verdiener, sagen wir ab vier fünftausend Euro im Monat brutto eigentlich schon keine Entlastung mehr übrig.
00:02:47: Ja das ist richtig.
00:02:48: und der Ansatz jetzt zwischenseitig mal verfolgt wurde jedenfalls gedanklich innerhalb der Unionsfraktion dass man doch an die Lohnen Nebenkosten rangeht Das hat nicht gefruchtet, stattdessen eben doch an den Steuern insgesamt bis zu sechshundert Euro im Jahr.
00:03:03: Aber du hast es erklärt warum.
00:03:05: bei vielen wird es deutlich drunter sein?
00:03:07: Naja und das liegt aber eben so viel gehört zur Ehrlichkeit dazu dass es keine richtigen Modelle der Gegenfinanzierung gab.
00:03:14: mit der Union waren echte Steuererhöhungen nicht zu machen.
00:03:18: auch bei der Umsatzsteuer war.
00:03:19: es gab's viele Argumente dagegen Und insofern ist man jetzt ja bei der reichen Steuer greift etwas früher, der Reichensteuersatz ab zweihundertfünfzigtausend und geht dann ab zweitachzig tausend auf siebenundvierzig Prozent hoch.
00:03:32: Das ist schon ganz schön viel.
00:03:33: die Hilfe des Einkommens für Steuern ab dem Betrag und dann noch die Lohnnebenkosten.
00:03:39: also Arbeit wird so viel ist klar teurer.
00:03:42: Ja und die sechszehn Euro pro Jahr, die sind wirklich laut Finanzministerium zum Beispiel für eine Pflegekraft oder einen Busfahrer der so dreitausend Euro Bruttoe verdient.
00:03:50: Und beide Elternteile arbeiten und sie sind allerdings ohne Sozialabgaben gerechnet aber ab zwei achtundzwanzig teilweise wieder steigen sollen.
00:03:58: Also das ist schon wirklich der maximale Betrag für eine bestimmte Gruppe, die da an Entlastung im Jahr zwei achtundzwanzig eingebracht werden kann.
00:04:05: Aber du hast es gesagt!
00:04:06: Die Union hat auch Blockiert.
00:04:07: Dienstwagenprivileg sollte gekappt werden.
00:04:09: wenn es nach Lars Klingberg gegangen wäre... ...die emästige Mehrwertsteuer für Hotellerie hatte er vorgeschlagen Auch das wollte die Union nicht Ja, und den ermässigen ML-Wertsteuersatz für die Speisen, die er jetzt gerade ja eingeführt wurde.
00:04:21: Den hatte man auch diskutiert, ob er den wieder zurücknimmt?
00:04:23: War auch nicht drin...
00:04:24: Das wollte die CSU vor allem nicht!
00:04:26: Das war ja der Großerfolgte CSU bei den Koalitionsverhandlungen für die bayerische Gastronomie.
00:04:32: So über die Handwerkerleistung müssen wir noch reden.
00:04:35: Die steuerliche Absetzbarkeit, da war mal die Rede davon das Vollkommen zu streichen.
00:04:39: Weil es tatsächlich eine der teuersten Posten ist.
00:04:42: jetzt hat man sich dazu entschieden von zwanzig Prozent auf fünfzehn Prozent runterzugehen also statt tausend zweihundert Euro pro Jahr auf neunhundert euro pro Jahr.
00:04:51: die Möglichkeit der Abschreibung Das ist vielleicht Michael symptomatisch für das was wir sehen.
00:04:56: Man sagt dann nicht zu teure Maßnahme, die das Ziel verfehlt hat nämlich Schwarzarbeit zu bekämpfen.
00:05:02: Deswegen streichen wir sie komplett sondern man verringert es ein bisschen.
00:05:07: Es wird überhaupt nicht spürbar sein.
00:05:08: Das sind auf dem Monat gerechnet ein paar Euro.
00:05:12: Es schadet den Handwerkern und ist eben ja das Gegenteil eines großen Wurfs oder?
00:05:18: Ja, natürlich gibt es sinnvolle richtige Maßnahmen.
00:05:20: Zumindest die aus meiner Sicht richtig sind.
00:05:22: über den Krankenschreibung ist man wieder auf den vor Corona-Modus gegangen.
00:05:25: Die telefonische Krankenschreibe wurde abgeschafft.
00:05:27: Man will die Krankheitstage in Deutschland verringern, die einfach überdurchschnittlich hoch sind und auch der Hausarzt wird wieder besucht werden müssen wenn man auch nur einen einzigen Tag arbeitsunfähig ist.
00:05:37: das kann die Hausärzte belasten die auch schon meckern aber am Ende die Krankheitstage durchaus reduzieren weil der ein oder andere seine Erkältungen am Montag vielleicht dann doch nicht nochmal auskurrieren möchte, sondern in das Büro geht.
00:05:49: Ja ja kann man so oder so sehen.
00:05:51: aber jedenfalls ist die statistische überproportionale Häufigkeit bei den Krankheiten der deutschen.
00:05:56: Arbeit nehmen und Arbeit nehmen Sie sicherlich nicht nur weil die Luft hier so viel schlimmer ist als in Spanien, Frankreich oder in Niederland
00:06:03: Das stimmt.
00:06:04: Aber wir haben von Hörerinnen und Hörern viel Kritik bekommen Michael in der Vergangenheit Weil wir vielleicht etwas zu leichtfertig behauptet haben dass sie Deutschen alle krank machen.
00:06:15: Um nur um das klarzustellen, wollen wir hier mitnichten wer ernsthaft krank ist.
00:06:19: Der soll zu Hause bleiben und bitte seine Kollegen auch nicht anstecken.
00:06:22: Homeoffice ist nochmal eine andere Frage.
00:06:24: aber natürlich nehmen wir hier auch Krankheiten ernst?
00:06:27: Absolut!
00:06:28: Aber es ist halt einfach statistischer Fakt.
00:06:30: neunzehn bis vierundzwanzig Tage pro Jahr ist europaweit durchaus Rekord Und
00:06:34: der Anstieg die Verdoppelung innerhalb weniger Jahre zuletzt ist durch einiges zu erklären.
00:06:40: Ja man muss auch sagen wird uns leichter gemacht durch diese telefonische Krankschreibung.
00:06:46: Also das war jedenfalls aus Sicht der Union und der Wirtschaft, ist das die zentrale Maßnahme genau wie die befristeten Arbeitsverhältnisse, die wieder erleichtert werden.
00:06:54: für vier Jahre lang darf man jetzt wieder mehrfach befristen.
00:06:57: Das hilft vor allem den Start-up Unternehmen bei denen eben der Wechsel zwischen den Unternehmen von den Fachkräften durchaus üblich und häufig ist.
00:07:04: Und wenn mal falsch liegt sowohl für den Arbeitnehmer als auch für den Arbeitsgeber kann man sich jetzt auch wieder schneller trennen.
00:07:10: Na erinnert hat, eine Flexibilisierung ist an manchen Stellen richtig.
00:07:13: Denn wer einmal fest eingestellt ist der ist im deutschen Arbeitsrecht sehr gut abgesichert das es in vielen Bereichen auch richtig so zum Schutz der Arbeitnehmer und Arbeitnehmer aber eben nicht in allen Bereichen.
00:07:24: manchmal ist es von beiden Seiten besser Flexibilität zu haben.
00:07:27: wenn's dann keinerlei Möglichkeiten gibt Dann war das in der Vergangenheit eben ein großer Beschwer.
00:07:33: Michael Bürokratie Abbau Ja, das Vorhaben der Bundesregierung.
00:07:37: Da ist auch ein bisschen was gestrichen worden.
00:07:39: die gesetzlichen Berichtspflichten gegenüber staatlichen Stellen sollen pauschal aufgehoben werden.
00:07:44: bestehen bleiben soll nur Berichtspflichten der Notwendigkeit explizit begründet wird also eine Art Vorzeichenwechsel nicht erstmal alles berichten es sei denn Es wird erlassen sondern umgekehrt nur dann wenn es wirklich notwendig ist.
00:07:59: Diese Beweislastumkehr gibt es als Initiative auch schon in Nordrhein-Westfalen, übrigens Schwarz-Grün und auch in Baden-Württemberg.
00:08:04: Übrigens Grün-Schwarz!
00:08:06: Also diese Bürokratieabbaumaßnahmen dieser Umkehr der Begründung warum muss eigentlich eine Dokumentationspflicht da sein?
00:08:12: Da sollen sich die Abgeordneten dann im Parlament eben neu für Einsetzen und Mehrheiten suchen.
00:08:16: das finde ich wirklich sehr richtig und sehr wichtig.
00:08:19: mal sehen ob es auch wirklich kommt Und die vorausgefüllte Steuererklärung haben wir ja hier auch schon vorgestellt.
00:08:23: Das ist natürlich auch eine Erleichterung und das hat ja Lars Klinkwal immer wieder gesagt, er will dass Maßnahmen dieser Koalitionen auch das Leben der Menschen erleichtern!
00:08:32: Und das ein weiterer Punkt.
00:08:33: den hatte der Staatssekretär Philipp Amthor auch schon gelegentlich erklärt und angekündigt die Genehmigungsfiktion.
00:08:41: Ein schwieriges Wort, aber in der Praxis höchst relevant.
00:08:44: Das nämlich bei Verwaltungsverfahren nach vier Monaten.
00:08:48: wenn nichts passiert also wenn eine Behörde nicht entscheidet gilt ein Antrag als genehmigt.
00:08:54: da muss man früher Untätigkeitsklage erheben und vortragen warum über den Antrag jetzt endlich entschieden werden müsse usw.
00:09:01: Der Bürger hatte aber in Wahrheit relativ wenig in der Hand.
00:09:04: Jetzt sind die Behörden gehalten schneller zu arbeiten denn wenn sie nichts tun wie gesagt dann werden Fakten geschaffen.
00:09:11: Für mich einer der wichtigeren Punkte, die kaum diskutiert wird ist der Deutschlandfond.
00:09:14: Der ausgebaut werden soll wo eben privates Geld gehebelt wird um Investitionen in Technologien in Zukunftsindustrie zu ermöglichen.
00:09:22: Helene, da ist glaube ich tatsächlich wirklich Nachholbedarf.
00:09:26: McKinsey hat gerade eine sehr spannende Studie veröffentlicht.
00:09:28: In vier von zehn Industrien sind wir in Deutschland der teuerste oder fast teuersten Standort weltweit Behalbleitern bei Stahl und bei Farmer.
00:09:36: Wir haben Kostennachteile teilweise von fünfzig bis dreihundert Prozent.
00:09:40: Da müssen wir ran, sonst lohnen sich Investitionen in diesem Land eben nicht mehr.
00:09:44: Und da ist diese Koalition aus meiner Sicht durch so viel Arbeitszeitdiskussion Öffnungszeiten und Steuerdebatten ein bisschen weg vom großen Big Picture.
00:09:53: Wie machen wir Investitionen in diesem Land wieder attraktiv?
00:10:09: Und er hat uns gesagt, die Beschlüsse des Koalitionsausschusses sind als wesentlicher Schritt zu begrüßen.
00:10:14: Natürlich hätte man sich hier und da mehr gewünscht aber es ist wichtig dass die Koalition sich daran gemacht hat die Richtung zu ändern.
00:10:19: diese Schritte müssen wir weiter verfolgen.
00:10:21: also ja mehr gewinnt aber doch ganz richtig.
00:10:25: ähnlich aussieht sich Arbeitgeberpräsident Reiner-Dulger der vom überfälligen Kurswechsel spricht und sagt, dass Paketstärke die Wettbewerbsfähigkeit auch in Schaft vertrauen.
00:10:37: Aber auch er mahnt weitere Schritte an.
00:10:39: also immerhin Die Koalition hat etwas jetzt getan und sich nicht ineinander verhakt.
00:10:47: Also vorsichtige Hoffnung.
00:10:50: Ja, konkret wurde es in den Beschlüssen vor allem für das Handwerk die den Steuerbonus leicht reduziert nur noch bekommen.
00:10:57: Da wollten wir mal nachhören.
00:10:58: was sagt der Handwerkspräsident dazu?
00:11:00: Jörg Dietrich haben wir gefragt Hallo schön guten Tag Herr Dietrich!
00:11:02: Hallo
00:11:03: Herr Bräuker.
00:11:03: und ist das jetzt das große Reformpaket dass Deutschland wieder nach vorne bringt?
00:11:07: Das ist auf jeden Fall ein richtiger Aufschlag.
00:11:10: und bevor wir alles kaputtreden Es ist etwas passiert Wir haben viel zu lange gewartet aber jetzt gibt es endlich was.
00:11:17: Das ist ja erstaunlich konstruktiv für jemanden, der durchaus selber beitragen muss.
00:11:21: Nämlich die Handwerkerleistung, die sollen künftig nur noch bis zu neunhundert statt twelvehundert Euro im Jahr steuerlich abgesetzt werden könnten.
00:11:28: Wie sehr trifft das ihre Branche?
00:11:31: Ich würde mich am liebsten vorbeidrücken an dieser Frage.
00:11:34: Es ist natürlich ärgerlich wenn Elektroautos mit sechstausend Euro pro Stück gefördert werden Und beim Handwerkerspartnern dann wieder etwas ein, wobei es ja gar kein Handwerkerbonus ist.
00:11:44: Sondern einen Anreiz für Hausbesitzer legal Arbeit zu vergeben.
00:11:49: Aber selbst diese Kröte sind wir bereit zu schlucken wenn der Weg der Richtige ist dass die Wirtschaft wieder in Schwung kommt.
00:11:57: und da ist ein wichtiger Schritt getan.
00:11:59: aber es fehlen auch noch Dinge.
00:12:00: Hat sowas wirklich nennenswerte Effekte auf die Steigerung der Schwarzarbeit?
00:12:05: Wenn um drei Hundert Euro weniger etwas steuerlich absetzbar ist?
00:12:09: Davon gehe ich aus.
00:12:10: Uns wurde immer vorgehalten, es gibt eine Studie die das nicht bestätigt was ich behaupte.
00:12:16: aber diese Studie ist sehr sehr alt und wenn Handwerkerleistung durch diese Kostenschübe bei den Nullzusatzkosten bei Steuernabgaben in Bürokratie groß sind dann wird die Leistungen irgendwann unbezahlbar und da müssen sich die Leute ja kümmern.
00:12:30: sie können ihr Haus nicht verfallen lassen und dann wird dies sogenannte Nachbarschaftshilfe zum echten Problem.
00:12:36: Viele Handwerker sind mittelständische Unternehmen, kleine Unternehmen die vom persönlichen Einkommensteuersatz besteuert werden.
00:12:42: Die Erhöhung des Reichensteuerschatzes trifft das in irgendeiner Weise ihre Branche oder ist es vernachlässigbar?
00:12:47: Es wird!
00:12:48: einen sehr, sehr hohen Prozentsatz geben die nicht betroffen sind davon.
00:12:53: Aber für die Zuhörer des Problems ist das Personenunternehmen und Kapitalgesellschaften unterschiedlich betrachtet werden.
00:13:02: Und wenn wir dieses Wortfassbeteins häufig jetzt für ein fairen Gerecht haben dann ist es nicht fair und gerecht dass Personen unternehmen von der Absenkung der Körperschaftssteuer keinen Vorteil haben und selbst es als Vorteil verkauft bekommen, dass wenigstens die Steuer nicht steigt.
00:13:18: Also dort muss nochmal hingeschaut werden.
00:13:19: Personen-Unternehmen und Kapitalgesellschaften sind nicht gleichgestellt wenn wir die Senkung der Kørperschaftsteuer betrachten weil es das im Personunternehmen eben nicht gibt und das ist nicht in Ordnung, weil ganz viele Betriebe betrifft fast Teil von den Betrieben sind Personenunternehmen.
00:13:35: Also wo wünschen Sie sich konkret Nachbesserung beim Wechsel vielleicht von der Personengesellschaftsbesteuerung hin zu einer Kapitalbesteuung?
00:13:41: Es gibt ein Optionsmodell, das niemand nutzt.
00:13:44: Weil es viel zu kompliziert ist und man müsste hier nochmal nach Kluben Alternativen schauen kann etwas mit Rückstellungen passieren dass man eine Gleichstellung erreicht oder das Optionsmodel verbessern.
00:13:58: insgesamt Steuern abzusenken wäre natürlich auch eine kluge Variante.
00:14:03: Aber mein Herz schlägt noch wesentlich mehr bei der Frage, dass die Lohnzusatzkosten als Standortfaktor uns immer noch im Nacken hängen.
00:14:11: Dort muss unbedingt auch noch was passieren.
00:14:13: Die Abgaben müssen runter?
00:14:14: Genau so ist es und ich weiß das.
00:14:16: dann die Antwort kommt.
00:14:17: ja wie sollen wir das Gegend finanzieren?
00:14:19: Das ist aber aus meiner Sicht eine unfaire Aussage weil wenn ihr dann Vorschläge machen ist nein das wollen wir gerade nicht.
00:14:27: also dieses Haushaltsrecht des hoheitliche behält sich der Gesetzgeber die Politiker vor.
00:14:32: Das verstehe ich, aber auf der anderen Seite sind sie nicht bereit an dieser Stelle anzusetzen.
00:14:38: Meine klare Erwartung ist das Momentum aus Rentenreform und aus dem Paket, dass heute vorgelegt wird dazu führt, dass man sich auch den schweren Themen stellt.
00:14:47: die Lohnstückkosten müssen runter.
00:14:48: Und es kann ganz bestimmt nicht durch die Kürzung der Löhne passieren.
00:14:52: Das muss durch die Absenkung der Lohnzusatzkosten passieren.
00:14:56: Ich denke die Botschaft ist angekommen.
00:14:57: Vielen Dank für diese erste Einschätzung Herr Dietrich.
00:15:00: Danke Herr Bolger.
00:15:06: Geht das also alles so durch jetzt in den Koalitionsfraktionen?
00:15:09: In der SPD gibt es schon Murren, vor allem im Partei Flügel der Linken.
00:15:13: Innerhalb der SPD fragen wir Laura Block unserer SPD-Korrespondentin Wasta an Korrekturen oder Verbesserungen noch zu erwarten
00:15:19: ist.
00:15:20: Nicht nur die Linken hier in der SPD erwarten jetzt dass auch dieses Reformpaket was jetzt so beschlossen wurde durch dem parlamentarischen Prozess geht's und alle anderen SPD Abgeordneten.
00:15:33: Anfang der Woche habe ich noch Gespräche geführt mit einigen Politikern aus der SPD und die haben mir gesagt, das ist schön wenn sich der Koalitionsausschuss einlegen kann.
00:15:41: Wenn sich die Regierung jetzt auf ein Paket einigt.
00:15:44: aber der eigentliche Prozess, der beginnt erst danach und zwar wenn der Gesetzentwurf dann im parlamentarischen Prozess auch nochmal besprochen wird und die Parlamentarier nehmen sich da schon raus was wahrscheinlich auch sehr richtig ist dass da nochmal im Einzelnen drauf geschaut wird, ob das so auch machbar ist für sie.
00:16:03: Und von daher bin ich sehr gespannt was jetzt darauf folgen wird also die Erwartung der Regierung dass die Dinge so wie sie jetzt beschlossen wurden dann auch hinterher aus dem Parlament wieder rausgehen.
00:16:16: da würde ich sagen da sollte man jetzt nochmal genauer beobachten dass glaube nicht dass das so kommen wird.
00:16:22: Die Sozialdemokraten, ja da war keine Begeisterung zu erwarten aber man hat doch das Gefühl sie ziehen jetzt mit.
00:16:29: Es gibt keine Querschüsse mehr.
00:16:31: also Michael, da kann die Koalition doch einmal kurz aufatmen vor der Sommerpause.
00:16:38: Die Erwartungen waren sehr groß und wurden nicht komplett enttäuscht.
00:16:41: so kann man es vielleicht zusammenfassen und vielleicht sammelt sie ja nun Kraft und geht diesen eingeschlagenen Weg weiter.
00:16:49: Das ist jedenfalls die Hoffnung und die muss mal halten bis Anfang September, dann wird in Sachsen-Anhalt gewählt.
00:16:55: Und dann sieht das Bild möglicherweise ganz anders aus!
00:17:05: So mein lieber Mik war
00:17:06: sonst noch was... Sonnenbrand Helene schmerzt – das weißt du wahrscheinlich auch.
00:17:10: ich weiß es spätestens seit fournundzehnhundert vier neunzig hier erinnere mich bis heute an einen Urlaub in der Dominikanischen Republik und ich stundenlang im Pool Wolleberg spielt und dann einen sonnenbrand dritten Grades hatte, der Monate geschmerzt hat.
00:17:23: Das dazu mal zu meiner Zeit als Jugendlicher.
00:17:25: Jedenfalls ist es natürlich auch hautkrebsgefährdend, an die meisten Fälle gibt es logischerweise dort wo die Sonne am meisten scheint in Australien und Neuseeland übrigens aber gefolgt von Achtung der Schweiz.
00:17:36: Ja man glaubt das nicht.
00:17:37: auch Mitteleuropa kann man sich schnell an Sonnenbrand holen.
00:17:40: Auch in Deutschland geht es mir jedes Jahr so, dass wenn dann die Sonne im Mai richtig rauskommt das man dann denkt ach ja vielleicht nicht direkt einkremen aber die Winterhaut wird dann schnell rot.
00:17:52: ich mach fast jedes jahr den selben Fehler.
00:17:54: Allerdings ist es ja auch so, dass wir – ich weiß nicht wie's bei dir, weil Michael in der Kindheit uns in Deutschland nicht eingekrimmt haben anders als wir das jetzt bei unseren Kindern tun.
00:18:02: Da hat die Gesellschaft was dazu gelernt.
00:18:04: Ich muss es jedes Jahr wieder von neuem lernen aber sei es drum.
00:18:06: also schauen wir auf die Schweiz.
00:18:07: da hat die Regierung jetzt gesagt da können wir nicht weiter dabei zusehen.
00:18:10: Das müssen wir ändern.
00:18:12: Ja
00:18:12: und deswegen gibt es im Land eine interessante, überraschende Aktion nämlich gratis Sonnencremenspender überall mit Lichtschutzfaktor-Fünfzig an den Stränden, an den Freibädern auf Bergen und Veranstaltungen.
00:18:22: das Projekt entstand auf Initiative des deutschen Kosmetikhersteller Bajasdorf der natürlich sicherlich nicht an eine PR Aktion gedacht.
00:18:29: er wird immerhin unterstützt von der Krebsliga Schweiz.
00:18:32: also die Aktion kostet weder die Gemeinden noch die Betroffenen etwas.
00:18:36: dass ist ganze ist gratis und daher durchaus sinnvoll.
00:18:40: Ja, das ist diese interessante schweizerische rundherum sorglos Mentalität.
00:18:44: Ich war vor kurzem in Zürich und habe gesehen dass es dort am Zürchersee sogar kommunale Grillstationen gibt die man einfach so benutzen kann die dann auch wieder gereinigt werden aber die die Schweizer auch sehr reinlich hinterlassen.
00:18:58: also im Görlitzer Park wäre das alles undenkbar.
00:19:01: Aber da gewährt man die Schweiz und denkt er ein voll umfänglich funktionierendes Land bis hin zur staatlich bereitgestellten Sonnenkring.
00:19:09: Grüezi miteinander also von hier aus und kremen sich ordentlich ein.
00:19:13: morgen wieder Podcast.
00:19:14: Table Today diesmal mit unserem neuen Berliner Spitzenduo, Sarah Sievert und Laura Block.
00:19:19: Sie gucken noch mal hinter die Kulissen dieser Einigungen von Union- und SPD.
00:19:23: da können sie sich darauf freuen bis dahin.
00:19:25: Ciao ciao!
00:19:25: Und wir sind am Montag wieder da und freuen uns schon jetzt bis dahins.
00:19:34: Tschüss!
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