Wie geht es dem deutschen Wald? Mit Prof. Andreas Bitter

Shownotes

Professor Andreas Bitter, Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände, hat wenig Verständnis für Brüsseler Regulierungsfantasien – die EU-Entwaldungsverordnung nennt er „einen absolut bürokratischen Irrsinn. Vor dem Hintergrund, dass nachweislich in Mitteleuropa keinerlei Entwaldung stattfindet." Auch die Wiederherstellungsverordnung geht für ihn am Problem vorbei: Sie schreibt historische Wälder vor, die der Klimawandel ohnehin verschwinden lässt. Bitters Gegenentwurf in einem Satz: „man muss nicht renaturieren, sondern man muss pronaturieren" – statt Wiederherstellungs- brauche es eine Klimaanpassungsverordnung. [04:29]

VW-Chef Oliver Blume will massenhaft Stellen streichen. Werke werden geschlossen. Der Gewinn ist dramatisch zurückgegangen, anders als die Kosten. Bei Volkswagen liegen diese 20 Prozent über denen der Konkurrenz. Und dass die Politik bei VW so viel mitredet, hat dem Konzern auch nicht geholfen. [01:17]

Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen
Impressum: https://table.media/impressum
Datenschutz: https://table.media/datenschutzerklaerung

Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:10: Der Konzern ist zum Sinnbild geworden des ökonomischen Abstiegs in Deutschland.

00:00:15: Volkswagen, der einstige Vorzeigekonzern.

00:00:18: und nun will das CEO weitere Fünfzigtausend Stellen abbauen.

00:00:22: Was ist da los bei VW?

00:00:23: Wir fassen die Lage für sie zusammen!

00:00:27: Rund ein Drittel der deutschen Fläche ist Wald.

00:00:29: So schön das für uns als Erdholungsort auch ist, die Wälder stehen unter Stress.

00:00:34: Dürren, Klimawandel und inzwischen auch politische Überregulierung machen den Förstern zu schaffen.

00:00:39: Wir sprechen deswegen heute mal mit Professor Andreas Bitter dem Präsidenten der Waldbesitzerverbände über die Herausforderung für den Deutschen Wald.

00:00:48: Erythrolose – Das ist keine Krankheit sondern Ein Wirkstoff, ein Zuckerstoff der zum Beispiel in Himbeeren zu finden ist aber auch in Selbstbräunern vorkommt.

00:00:59: Und

00:00:59: nun ist auch an der Milchstraße also da draußen im Weltall diese Zuckerart nachgewiesen.

00:01:05: Warum das für Astronomen sehr interessant ist?

00:01:08: Das verraten wir Ihnen auch an diesem Mittwoch den fünften Juli.

00:01:11: Schön dass Sie dabei sind!

00:01:17: Helene, wenn man bei VW-Fünfundzwanzig Dienstjahre auf dem Buckel hat gibt es sechstausend Euro Jubiläumszuwendung.

00:01:24: Manch einer wird das allerdings gar nicht mehr erleben denn die Zeichen stehen sehr auf Krise bei den größten Autobauer Deutschlands aus Wolfsburg.

00:01:32: Endlich sind jetzt Zahlen öffentlich geworden.

00:01:34: VW Chef Oliver Blume hat angekündigt fünfzig tausend Stellen abzuschaffen.

00:01:38: Das gab's in dieser Dimension noch nie.

00:01:40: Die Idee dahinter ist, die Kosten auf ein so heißes wettbewerbsfähiges Niveau zu drücken.

00:01:46: Aktuell lege VW-Twanzig Prozent über den vergleichbaren Konkurrenten – das sind natürlich vor allem der Druck aus China.

00:01:53: Deshalb ist nach dem Rechnung vom CEO Blume diese Streichung der Stellen eben notwendig um die Arbeitskosten zu

00:02:01: senken.".

00:02:01: Auch Werkschließungen sind nicht

00:02:03: ausgeschlossen.

00:02:03: Hannover, Emptenzwicker und Neckar Sohn – wir haben es hier auch schon mal diskutiert stehen auf der Kippe.

00:02:08: Es geht um einen Plan bis zum Jahr zwanzig, dreißig, vierunddreißig.

00:02:11: Und man muss wissen Wir hatten ja schonmal die Ankündigung gehabt das Fünfzigtausend Stellen bei VW und den Tochtermarken Also auch Audi oder Seat auf der Küppel stehen.

00:02:20: also so groß war die Krise bei VH wirklich noch nie.

00:02:24: und woran liegt's?

00:02:25: Was ist eigentlich der Plan?

00:02:26: Es steht wirklich sinnbildlich für die ökonomische Krise.

00:02:30: Immerhin war das mal der weltweit größte Autobauer und das Synonym des deutschen

00:02:34: Wirtschaftsunters.".

00:02:58: Wie rasant es bergab ging.

00:03:00: Stefan Bratzel, der Autoexperte hat die Bedeutung Volkswagens in einem Satz klargemacht, wenn Volkswagen strauchelt, hat das Dominoeffekt für Breiteteile der Wirtschaft.

00:03:08: Denn das ist ja nicht nur ein Autokonzern.

00:03:10: Daran hängen unfassbar viele, nicht nur Autowerkstätten und Autoteile, Zulieferer, Industrien – fast jedem Bundesland, Deutschlands gibt es irgendein, der von VW abhängig ist oder einen Unternehmen, einen Betrieb.

00:03:23: Also diese Krise ist groß Grund durch den Exporteinbruch in China und die Digitalisierungsstrategie der chinesischen Konkurrenten, sondern auch durch Managementfehler in der Vergangenheit.

00:03:35: Und die unsägliche Verquickung, Verbindung zwischen Politik und Wirtschaft in diesem Konzern über die übrigens ein gewisser Gerhard Schröder mal gesagt hat, diese Kultur von Volkswagen.

00:03:47: Die werde man immer erhalten so lange die Bundesregierung existiert.

00:03:50: also die Politik will sich aus diesem Konzern ja auch gar nicht rausziehen.

00:03:53: und mitten in dieser Gemengelage droht noch eine weitere schlechte Nachricht.

00:03:58: das israelische Staatsunternehmen Raphael Advanced Defense Systems wollte eigentlich im VW Werk Ostner Brück Komponenten für das Abwehrsystem Iron Dome bauen lassen Aber angeblich hat der Staatsfonds von Qatar sein Veto eingelegt und das ist der drittgrößte Anteilseigner von VW.

00:04:15: Deshalb droht Raphael jetzt die Produktion nach Indien zu verlegen, so dass Osnabrück auch leer ausgeht.

00:04:22: also es ist einfach schwierig an allen Ecken und Enden für Volkswagen.

00:04:37: Deutschland ist ungefähr ca.

00:04:40: von der Hälfte in privatem Besitz.

00:04:47: Der Waldanteil hat in den letzten Jahrzehnten sogar zugenommen und das obwohl es seit Jahrzehn, zumindest in meiner Jugendzeit die Warnung vor dem großen Waldsterben gab.

00:04:55: Doch jetzt hat der Wald ganz andere Probleme.

00:04:58: Der Klimawandel verändert die Standortbedingungen für die Pflanzen dramatisch, vor allem weil zu wenig Mischwälder in Deutschland sind, die klimaresilienter sein könnten.

00:05:07: Dazu kommt jetzt neuerdings auch noch politische Regulierung.

00:05:10: zwei Verordnungen aus der EU machen den Forstwirten und Wald Eigentümern zu schaffen – die sogenannte Wiederherstellungsverordnung und die Entwaldungsverordnung.

00:05:20: Sie verursachen vor allem viel Bürokratie- und Kopfschütteln bei den Waldbesitzern, und da hat dieser wunderbare Wald für uns Erholungstentrum aber eben auch systemrelevanter Lieferant von Rohstoffen ist und auch Speicherort für Kohlenstoff.

00:05:34: dachten wir das Thema müssen wir mal hier in den Podcast holen und haben uns Professor Andreas Bitter eingeladen.

00:05:38: erster Präsident der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Waldbesitzerverbände.

00:05:42: schön dass sie heute bauen sind.

00:05:43: Guten Tag Herr Prof.

00:05:44: Bitter!

00:05:45: Als ich jung war, war das große Thema das Waldsterben.

00:05:48: Dazu ist es ja zum Glück nie gekommen oder?

00:05:49: Ja die Experten haben dann immer schon von Baumsterben gesprochen.

00:05:54: Das heißt also einzelne Bäume oder ganze Bestände sind gestorben.

00:05:58: aber natürlich ist es so dass Waldwald bleibt.

00:06:01: da verjüngt sich dann die Fläche wieder mit der gleichen oder einer anderen Baumart und von daher gesehen dürfen wir schon von einer entsprechenden Kontinuität des Waldes sprechen unabhängig davon gefährdet ist oder auch zusammenbricht und das erleben wir jetzt ja in einem noch viel größeren Umfang, als dass in den achtziger Jahren der Fall gewesen ist.

00:06:24: Wie geht es dem Wald gerade heute?

00:06:26: Und was sind die zentralen Probleme für Waldbesitzer?

00:06:29: Der Wald ist natürlich infolge des Klimawandels und der damit verbundenen Standortsveränderung auf der einen Seite und insbesondere in Folge der sogenannten extremen Wetterereignisse tatsächlich auf großer Fläche gestresst Also genauso wie wir in den letzten Wochen beispielsweise unter der Hitze gestöhnt haben, ist es natürlich auch so dass dadurch ein Stress für die Bäume entstanden ist.

00:06:53: und wenn sich das jetzt immer wiederholen sollte quasi von Jahr zu Jahr.

00:06:58: Und auch über längere Fristen anhält dann wird er sicherlich zum massiven Schäden führen.

00:07:06: im Moment das Hauptproblem für die Wälder.

00:07:08: Also zu wenig Wasser dadurch aussterben von Holzarten, Baumarten?

00:07:13: Es ist

00:07:14: einerseits die Dürre aber eben auch die hohe Temperatur.

00:07:18: also es kommt beispielsweise bei der Kiefer wenn die Temperaturen an der Nadeloberfläche zu hoch werden zur Eiweißdeformation und von daher gesehen dann gegebenenfalls zum Absterben der Bäume.

00:07:29: Also insofern ist es jetzt nicht so, dass schlachartig einzelne Baumarten also Baumarten insgesamt verschwinden.

00:07:37: aber auf lange Sicht werden wir einen deutlichen Wechsel im sogenannten Baumarten-Inventar haben.

00:07:44: das hängt im Wesentlichen dann eben ab von entsprechenden Schüben durch Extremwetterereignisse.

00:07:49: Das haben wir ja seit Jahrzehnt zwanzig achtzehn erlebt mit insbesondere jetzt in dem Fall am Ende die großen Brockenkäfer-Schäden bei der Fichte

00:07:58: die man auch nicht revitalisieren kann?

00:08:00: Also natürlich geht es auf den Flächen weiter, also das heißt die Mittelalten, die älteren Bestände, die da vorrangig abgestorben sind.

00:08:09: Die wurden dann natürlich genutzt und in Teilen hatten wir schon eine sogenannte Vorausverübung auf der Fläche.

00:08:16: Das heißt Verjüngung, die vorher schon angelegt worden ist oder sich natürlich ergeben hat so dass dann ummittelbar wieder Bäume stehen und sich bald entwickelt, in vielen anderen Fällen müssen allerdings dann neue Bäume in Anführungsstrichen gepflanzt werden.

00:08:31: Also man versucht die Wälder zu Mischwäldern umzu wirtschaften weil sie dadurch klimaresilienter werden.

00:08:37: ist das richtig?

00:08:38: Das ist grundsätzlich die Strategie die wir verfolgen unter der Überlegung dass wenn ich eine Baumart habe und die mit der konkreten Situation nicht zurechtkommt schiebt sie gegebenenfalls ab und damit der gesamte Bestand, wenn ich jetzt aber drei oder fünf Baumarten in dem Bestand gemischt habe.

00:08:55: Und dann vielleicht ein oder zwei Baumarten mit der konkreten Situation nicht zurechtkommen, dann scheiden die aus, aber es würden dann eben drei oder zwei verbleiben.

00:09:05: Von daher gesehen hab' ich auf jeden Fall noch eine Dauerbestockung – das ist natürlich einen hoher Wert an sich!

00:09:10: Jetzt kommt die Politik.

00:09:13: gestatten Sie mir das Wortstiel

00:09:14: und jagt sie auf den Baum.

00:09:15: Mit zwei politischen Initiativen über die wir mal reden müssen, damit wir sie verstehen.

00:09:19: Einmal die Wiederherstellungsverordnung wie es so schön heißt und dann gibt's noch eine Entwaldungsverordnung.

00:09:23: fangen wir mal mit der wiederherstellens Verordnung an.

00:09:26: was ist das politische Ziel?

00:09:28: Und was ist eure Kritik daran?

00:09:30: Das grundsätzlich zu begrüßender politischer Ziel ist dass die Struktur und die Leistungsfähigkeit von Ökosystemen in unserem Fall von Waldökosystem erhalten beziehungsweise wenn nicht gegeben dann wieder hergestellt werden soll.

00:09:45: Punkt ist nur der, dass sich dabei insbesondere die Verordnungsgeber darauf beziehen was wir an historischer Waldausstattung hatten.

00:09:58: jetzt haben wir aber schon davon gesprochen.

00:09:59: das Klimawandel und Standorts trifft zu einer massiven Veränderung der Rahmenbedingungen führen Baumartenspektrum massiv ändert.

00:10:12: Und jetzt geht die Wiederherstellungsverordnung her und schreibt, wie wieder Herstellung von solchen historisch gewachsenen Waldbeständen vor, obwohl die Rahmenbedingungen dazu führen dass im Großteil dieser Baumarten zwangsläufig bis zum Ende des Jahrhunderts ausscheiden werden.

00:10:31: also das heißt wir kämpfen gegen die Entwicklung der Natur da draußen an.

00:10:37: Also machen wir es konkret, Sie sind selber Walteigentümer haben im Osten auch ein paar Hektar.

00:10:42: und was heißt das konkret?

00:10:43: Sie sagen Brüsseler Bürokraten schreiben da etwas auf in Gesetzestexte ohne die Realität von uns Waldbesitzern vor Ort

00:10:49: zu kennen richtig?

00:10:50: Es sind ideal typische Vorstellungen die man da verfolgt und wir sagen man muss nicht renaturieren sondern man muss pro-naturieren.

00:10:59: Und das Motto wäre besser gewählt, wenn man gesagt hatte wir brauchen keine Wiederherstellungsverordnung sondern eine Klimaanpassungsverordnung.

00:11:07: Das würde heißen dass wir eigentlich alle aufgerufen sind proaktiv klimaangepassten Waldumbau zu betreiben und dabei sollte man dann eben nicht nur auf die Baumarten greifen die von Natur aus in der Gegend schon Beheimate gewesen sind, sondern eben auch Baumarten von denen man annehmen darf.

00:11:24: Dass sie mit den veränderten Stand aus Klimabedingungen besser zurechtkommen und das wäre aus unserer Perspektive beispielsweise die Douglasie als Alternative zur Fichte oder zum Beispiel die Roteiche Als Ergänzung zu den Einheimischen Eichen Oder im Grunde die Küstentane und andere Baumarten.

00:11:42: Die sind aber eben in Deutschland, in der Vergangenheit nicht heimisch gewesen und würden dann quasi einen Verstoß gegen entsprechende Regeln der WVO bilden wenn sie in entsprechenden Gebieten die da besonders im Fokus stehen also sogenannte FFA-Gebiete beispielsweise angepflanzt werden.

00:12:01: Jetzt hat die EU-Verordnung in der Bundesregierung auch zur Diskussion geführt.

00:12:05: Der Landwirtschaftsminister der ja zuständig für die Forstwirtschaft ist blockiert Das Umweltministerium, das wiederum sagt ja ich hätte gerne diese nationale Umsetzung dieser Wiederherstellungsordnung eins zu eins.

00:12:15: Wo stehen wir denn jetzt?

00:12:17: Also nach den Regeln der EU ist Deutschland genau wie andere Mitgliedstaaten verpflichtet einen sogenannten nationalen Wiederherstellung Plan zu erstellen und die Arbeiten sind dem vollen Gange.

00:12:29: Dieser Plan soll als erster Entwurf im September in Brüssel eingereicht werden und im Grunde administrativen Aktionismus und zwar deshalb, weil weder die Ausgangsverhältnisse komplett klar sind unter denen jetzt geplant werden sollte noch im Grunde die Zielgrößen fixiert sind also von daher gesehen.

00:12:49: Ich meine so ein Waldbesitzer hat doch selber einen Interesse dass sein Wald nachhaltig klimaresilient als natürlicher Raum sowohl für die Forstwirtschaft als auch für die Kohlenstoffspeichung für die Erholung erhalten bleibt.

00:13:01: warum braucht es überhaupt eine Regulierung

00:13:03: wie

00:13:03: ihr euren

00:13:04: Wald bewirtschaften soll?

00:13:05: Also das ist genau der Punkt.

00:13:07: Wer hätte ein größeres Interesse daran, Wälder klimaanpassungsfähig zu entwickeln als im Grunde die Waldeigentümerin und Wald-Eigentüma?

00:13:15: Manchmal

00:13:15: wissen es die Politiker besser

00:13:16: als sie, lieber Herr Bitter.

00:13:18: Deswegen noch eine Frage zur Entwaltungsordnung weil da könnte man ja zumindest sagen okay verstehe ich, da geht's eigentlich ums Holst.

00:13:23: Man will nicht dass bestimmte Produkte wie Kaffee für bestimmte Producte Wälden abgeholzt werden und das möchte man gerne regulatorisch verhindern.

00:13:31: an sich nachvollziehbar.

00:13:33: Für mich als Leinen nachvoll ziehbares

00:13:34: Ziel oder Ja,

00:13:36: und der Ausgangspunkt war natürlich etwas zu unternehmen gegen die Entwaltung beispielsweise im Amazonasbecken und an anderer Stelle.

00:13:44: Also da gab es halt ein schlechtes Gewissen auf Brüsseler Ebene weil man gemerkt hat dass... Zu Recht

00:13:49: ist ja auch Schlimmes passiert?

00:13:50: Ja genau!

00:13:51: Und dann überlegt man wie man das im Grunde beschränken könnte und sagt sich gut dann sollen die Herrschaften die Flächen in denen die Nutzungen erfolgen geolokalisieren also quasi Das räumliche Ausmaß melden.

00:14:04: Dafür hat die EU eine Datenbank aufgebaut, die aber bis heute nur unzureichend funktioniert und da sollen dann alle die Holznutzen einpflegen – die entsprechenden Daten.

00:14:14: Also Sie

00:14:14: müssen wirklich Ihren Wald quasi dort wie eine Art Inventarliste minutiös

00:14:20: eintragen?

00:14:21: Ja also ursprünglich war das im Grunde für die Hotspots der Entwaldung gedacht.

00:14:26: Dann gibt es die Regeln... der WTO, die dann im Grunde sagen wir brauchen eine sogenannte Inländer-Gleichbehandlung das heißt also in Länder und Ausländer müssen gleich behandelt werden.

00:14:36: Und so weit kann man auf die abenteuerliche Idee dass diese Regeln auch eins zu eins in Europa gelten müssen obwohl wir nachweislich kein Entwaldungsproblem haben und obwohl wir natürlich nicht die Strukturen haben die zur großflächigen Entwaltung überhaupt die Möglichkeit bieten würden.

00:14:52: Das hat dazu geführt Originale Entwurf, quasi jede Walteigentümerin und jeder Walteigentümer in dem Moment wo er einen Holzeinschlag vornehmen will.

00:15:03: Die entsprechenden Daten inklusive der Baumart die man erschlagen möchte und der voraussichtlichen Menge in eine EU-Datenbank hochladen.

00:15:10: von dort gibt es zurück dann eine entsprechende Referenznummer und nur wenn man diese Referenz Nummer hat hätte man am Grunde das Holz an ein Säger beispielsweise verkaufen dürfen.

00:15:19: also absoluter bürokratischer Irrsinn Vor dem Hintergrund, dass nachweislich in Mitteleuropa keinerlei Entwaltung stattfindet.

00:15:27: Kommen Sie mit so einem schlichten aber doch irgendwie nachvollziehbaren Argument bei der deutschen Bundesregierung vielleicht durch?

00:15:34: Bedingt!

00:15:35: Also in letzter Konsequenz gab es dann zwischen den Häusern Landwirtschaftsministerium und Umweltministerium quasi eine Einigung die dann auch Europa getragen worden ist.

00:15:45: jetzt haben wir ja quasi eine Vereinfachung die darin besteht das Waldbesitzerinnen und Waldbesitzern nur noch eine Meldung, also once for a lifetime quasi abgeben müssen und sofern sich dann strukturelle Veränderungen im Betrieb nicht ergeben kann man mit der Nummer die man dann bekommt weiterarbeiten.

00:16:02: Also von daher gesehen ist das ein Kompromiss der die bürokratischen Lasten reduziert aber die grundsätzliche Sinnhaftigkeit dieser Regelung wird dadurch mitnischen bewirkt.

00:16:14: Ich glaube die Botschaft ist angekommen wie oft sind Sie selbst in der Woche?

00:16:18: Zwei Mal

00:16:20: Mehr nicht, Herr Bitter.

00:16:20: Das enttäuscht

00:16:21: mich jetzt, hätte ich gedacht.

00:16:24: Na... Woher

00:16:25: sollte ich sonst die Zeit nehmen um beispielsweise mit Ihnen ein Interview zu führen?

00:16:29: Wir bedanken uns.

00:16:29: so sieht das Thema unseren Hörern mal nähergebracht und schließen selbstverständlich mit dem wunderbaren Christian Morgenstern.

00:16:35: nichts ist für mich mehr

00:16:36: Appel der Welt und des Lebens als der Baum.

00:16:38: Vielen Dank für Ihren Besuch!

00:16:39: Gerne Danke für die Einladung.

00:16:49: Elene war noch was

00:16:51: Michael die zweite rechts an der Milchstraße und dann immer geradeaus bis morgen Dieses wunderbare Zitat aus Peter Pan, ein Walt Disney-Film aus dem Jahre.

00:17:01: ... als Kind diese Milchstraße immer unglaublich fasziniert.

00:17:09: und jetzt haben Forscher entdeckt dass in dieser Milchstrasse tatsächlich Zucker ist.

00:17:15: ja also die Milchstrase so kann man sagen ist süßastronomen aus Spanien haben das Zuckermolekül Eretrolose in einer Gaswolke im All entdeckt, was wirklich nicht zu vermuten war.

00:17:27: Dass es dort oben eben Zucker gibt und es verrät uns etwas darüber wie das Leben auf der Erde entstanden ist.

00:17:35: Die Theorie vieler Forscher ist ja schon länger dass viele für das Leben wichtige Moleküle nicht auf der Erde selbst entstanden sind sondern aus dem All hierher kamen und möglicherweise eben auch der Zucker von da oben von der Milchstrasse.

00:17:49: Ich freue mich, dass selbst im All des Süße dominiert und nicht das Sauere.

00:17:54: Das ist doch ein wunderbarer Abschluss für diesen Podcast!

00:17:56: Wir freuen uns auf Sie wenn sie auch morgen wieder dabei sind bei Table Today ab fünf Uhr.

00:18:05: Tschüss!

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.