Was ist konservative Kulturpolitik, Herr Weimer?
Shownotes
Die Staats- und Regierungschefs treffen sich heute in Brüssel, um über mehr Binnenmarkt, Kapitalmarktunion und weniger Bürokratie zu beraten. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen drängt in einem Brief an die Staatenlenker auf mehr Tempo und bringt ein Kerneuropa ins Spiel, in dem einzelne Länder vorangehen können. [01:17]
Am Vorabend der Münchner Sicherheitskonferenz macht EU-Außenbeauftragte Kaja Kallas in einem Gespräch mit Table.Briefings deutlich, dass Europa nach vier Jahren Krieg in der Ukraine mehr tun müsse. So viele europäische Staats- und Regierungschefs wie nie zuvor werden im Bayerischen Hof erwartet. Table.Briefings berichtet mit einem Team das ganze Wochenende von der MSC. Und Table Today erscheint auch am Samstag und Sonntag. [04:51]
Frédéric Munch, CEO von Sopra Steria Deutschland, sieht in der deutsch-französischen Zusammenarbeit den Schlüssel zur digitalen Unabhängigkeit Europas – trotz erheblicher Mentalitätsunterschiede. Frankreich denke Sicherheit stets als strategische Autonomie, Deutschland eher in Regeln, Kompromissen und pragmatischer Nutzung auch amerikanischer Technologien. Munch plädiert für einen Mittelweg und betont, dass die moderne Verteidigung datengetrieben sei: „Wir können, wenn wir wollen, sofort loslegen. Die Grundlagen sind längst da. Jetzt braucht es den politischen Willen, um endlich konkrete Use Cases in Verteidigung oder digitaler Souveränität zu starten." [07:11]
Zum Auftakt der Berlinale verteidigt Kulturstaatsminister Wolfram Weimer seine Reform der Filmförderung im Gespräch mit Helene Bubrowski. Die staatliche Filmförderung wurde verdoppelt, Streaming-Anbieter und Sender sollen deutlich mehr in Deutschland investieren – durch eine Mischung aus freiwilliger Selbstverpflichtung und gesetzlicher Basisquote. „Wir sind da auf ein 15-Milliarden-Paket gekommen. Und das bedeutet, dass wir zu dieser Berlinale jetzt wirklich eine gute Nachricht haben, dass es endlich vorangeht." [15:22]
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00:00:02:
00:00:11: Das ist das neue große Thema der EU und dazu kommen heute die Staats- und Regierungschefs in Brüssel zusammen.
00:00:18: Mehr Binnenmarkt, mehr Kapitalmarktunion weniger Bürokratie – das soll passieren!
00:00:23: Die Ideen sind nicht ganz neu wie das alles klappen soll und über den Beginn der Münchner Sicherheitskonferenz sprechen wir mit der EU außenbeauftragten Kaya Callas.
00:00:34: Wie kann die europäische Antwort auf die US-Tech-Giganten und ihre Macht aussehen?
00:00:38: Das fragen wir auch noch.
00:00:39: Einen Franzosen der einen der größten Systemintegratoren in Europa führt nämlich Frederick Munch, den CEO von SOPRASTERIA.
00:00:49: Er ist für die Linken in der Kulturszene ein rotes Tuch und für die Techkonzerne aus Amerika sowieso.
00:00:55: Der Beauftragte für Kultur und Medien der Bundesregierung Wolfram Weimar stellt sich unseren Fragen am Tag der Eröffnung der Berlinale
00:01:03: Klar Sichtfolie aus Fischhaut.
00:01:05: Das könnte der neueste Nachhaltigkeitstrend werden, was es damit aufsichert.
00:01:09: ganz zum Schluss in diesem Podcast am Donnerstag den zwölften Februar.
00:01:43: ausgerechnet Ursula von der Leyen, die ja eigentlich für mehr Wettbewerbsfähigkeit und Bürokratieabbau sorgen soll, mahnt nun in einem Brief an alle Staats- und Regierungschefs in Europa mehrere Formen und mehr Tempo an.
00:01:54: Na dann!
00:02:01: Kurz vor Beginn schreibt Ursula von der Leyen in einer Welt, die zunehmend von Rohrmacht geprägt ist.
00:02:08: Sind Wettbewerbsfähigkeit und Handlungsfähigkeit entscheidend?
00:02:11: Und sie verfolgt nun auch die Idee, die schon Lars Klingberg kürze ich nicht nur ins Spiel gebracht, sondern teilweise auch umgesetzt hat.
00:02:18: Manche Staaten sollen vorangehen – dies Kern Europa!
00:02:22: Und man will sich nicht mehr von kleinen Ländern wie Ungarn des Lovakai oder dem Baltikum blockieren lassen bei wichtigen
00:02:28: Vorhaben.".
00:02:30: Das erinnert an das Europa der zwei Geschwindigkeiten und es ist auch dringend notwendig, denn die Blockadehaltung einzelner hat schon sehr viel verhindern bei den Integrationsprozessen.
00:02:38: Übrigens gehört dazu auch Irland oder auch Luxemburg-Lichtenstein – die kleinen, die bei der Kapitalmarktunion immer wieder bremsen bei einheitlichen Steuersätzen, bei Standardisierungen von Versicherungs- oder Finanzprodukten und da muss es jetzt schneller vorangehen und notfalls mit fünf oder sechs der großen Wirtschaftsstarken Volkswirtschaften.
00:02:57: Wie groß der Druck ist, das macht auch ein Bündnis deutlich made for Germany.
00:03:02: So nennen sich die... hundertdreiundzwanzig Unternehmen und Investoren, die sich zusammengeschlossen haben.
00:03:09: Und auch ihrerseits nun ein Brief geschrieben haben rechtzeitig zum Treffen der Staats- und Regierungschefs und darin heißt es Wachstum müsse oberste Priorität sein als Voraussetzung für europäische Souveränität.
00:03:22: also nicht wachstums und Souveranität getrennt voneinander denken sondern auch in Anbetracht der Tatsache das vor allem Donald Trump Die Staaten schätzt, die wirtschaftlich stark sind.
00:03:32: Müsse man da eben mehr tun?
00:03:35: Natürlich warnen sie vor einer Überregulierung.
00:03:38: Reform müssten auf technologische Wettbewerbsfähigkeit gerichtet sein so heißt es weiter.
00:03:43: und dazu gehört eben Regulierungs- und Bürokratieabbau Und den Kapitalmarkt zu stärken und Freihandelsabkommen zügig umzusetzen.
00:03:52: Das sind alles ehrlich gesagt keine neuen Ideen Michael, es wird immer wieder dasselbe gepredigt von Unternehmens- und Wirtschaftsseite Es wird das selbe versprochen von den Regierungen aber wir sehen am Ende tut sich nicht wahnsinnig viel.
00:04:05: Ja, und wenn man an den Draghi-Bericht denkt der vor vielen Jahren ja schon veröffentlicht wurde da steht eigentlich alles drin und alle haben ihn gelobt und dann ist doch wieder wenig passiert.
00:04:13: wir brauchen jetzt einen ganz konkreten Fahrplan mit Maßnahmen und jede Nation muss ich ehrlicherweise auch an die eigene Nase fassen ob es bei Standardisierung, bei Energienetzen, bei Schienennetzen, weil Finanzprodukten wirklich auch bereit ist im Zweifel für eine europäische Einheitlichkeit auch mal eigene Interessen zurückzustellen?
00:04:33: wir gerade im Bereich FKAS dem Kampfjet den Frankreich und Deutschland eigentlich gemeinsam bauen wollten, der nun offensichtlich als zwei Kampfjets erscheinen soll.
00:04:42: Also eigene Interessen zurückzustellen fällt diesen Europäern die ständig betonen wie wichtig das Zusammenhalten ist eben dann doch sehr schwer.
00:04:51: All das gibt natürlich nur, wenn der transatlantische Verhältnis nicht völlig kippt.
00:04:56: Das ist allen klar!
00:04:57: Darüber haben übrigens Stefan Ishael und Willem Stenglin aus unseren Fachtabels mit Karajakalas gesprochen.
00:05:02: Der EU-Außenbeauftragten hören wir mal rein was sie gesagt hat.
00:05:06: Transatlantic Relationship has taken a heavy blow that's for very sure and it is not the same as it was?
00:05:13: Aber wir wollen auf unserer Seite arbeiten, um diese Relationschaft zu machen.
00:05:23: Und wir wollen auch unsere amerikanischen Kontrapartikel sehen, die uns eigentlich auch brauchen.
00:05:30: Wenn sie sich über die ökonomische Kursiv-Practice von China Angst haben, sind es zwei Wochen, um das auf ihre eigene Seite zu nehmen.
00:05:38: Sie müssen uns also auch counteren.
00:05:41: Wir hatten Jahre, in denen die USA immer mehr isolativer und inhaltiger ist.
00:05:48: Aber im Endeffekt kommt es
00:05:56: immer... Und natürlich ist Kaya Kallas auch auf dem Weg zur Münchner Sicherheitskonferenz.
00:06:00: Ich übrigens auch, Helene!
00:06:02: Heute Abend geht es ja schon mit einigen Vorabend-Dinnern los.
00:06:05: Es sind so viele europäische Staats- und Regierungschefs zusammen in München im Bayerischen Hof In einem Hotel wie nie zuvor.
00:06:11: Und natürlich die Frage, die über allem schwebt Das hat Europa endlich den Schuss gehört?
00:06:15: Hier ist das was Kaya Kalas dazu sagt.
00:06:17: Ich weiß nicht, wie viele Wachstumme wir eigentlich hatten.
00:06:19: Wir waren sehr stark schliessen.
00:06:21: Wenn wir so viele Wälder brauchen, denken Sie, dass die Krieg schon vor vier Jahren startet und das sollte ein Wachsumme sein.
00:06:30: Und dann haben wir auch andere Verwaltungen gehabt.
00:06:35: Was ich von der Munich-Sekurität-Konferenz erwähnt habe, betrifft alle die wichtigsten Interlokate zusammen.
00:06:41: Wir haben eine G-Seven-Meeting.
00:06:43: Wir diskutieren, was mehr wir tun können, um wirklich zu stoppen dieser Krieg und auch die Diskussion über andere Sicherheitstheatrische, wie in den Mittelliesten.
00:07:01: Es ist nicht wirklich ein Ort ...
00:07:15: Rund einfünfzigtausend Mitarbeiter in knapp dreißig Ländern hat das Tech-Unternehmen so Prasteria.
00:07:21: Die Gruppe bietet Entlösungen an, die große Unternehmen und Behörden wettbewerbsfähig und leistungsfähig machen sollen.
00:07:34: Und will seinen Teil dazu beitragen, dass Europa im Tech-Bereich souveräner wird.
00:07:40: Wie soll das gehen?
00:07:41: Können wir überhaupt noch gegen die etablierten und weltweit führenden US-Anbieter ankommen?
00:07:47: Das wollten wir vom CEO von Supersteria Frederick Munch wissen!
00:08:03: derjenige den man braucht um Vernetzung hinzubekommen zwischen den Ländern, zwischen den Systemen.
00:08:09: Aber es klingt auch ganz schön kompliziert diese verschiedenen Systeme aber auch Eitelkeiten Nationalismen irgendwie übereinander zu bringen oder?
00:08:18: Das ist ein sehr guter Stichpunkt in der Tat weil als zum einen ist die Technologie kompliziert und man sagt immer wieder das mit Cloud und alle neue Technologien wie AI alles einfacher wird dass jetzt nicht in der Corporate Welt Und dann aber obendrauf ist das genau, was sie sagen.
00:08:34: Der Mensch steht in Mittelpunkt mit seiner singuläre Interesse.
00:08:38: Manchmal hilft es zum Beispiel wenn ich Humor machen kann dass ich hier mit meinem Akzent in Deutschland tätig bin eben.
00:08:45: Darauf muss ich natürlich kommen.
00:08:46: Sie sind Franzose Herr Munch und sind CEO im deutschen Bereich von Super Stereo und Österreich.
00:08:53: mal ganz ehrlich vielleicht ein bisschen ketzerisch gefragt Alle schauen auf das deutsch-französische Verhältnis, die Souveränität.
00:09:00: dieses neue Kerneuropa muss und kann nur über eine deutsch französischer Achse gelingen.
00:09:05: Und zugleich erleben wir so viele Unterschiede im Herangehen nicht nur der beiden Staats- und Regierungschef sondern auch vielleicht ja auch der Unternehmenslenker.
00:09:15: Geht das eigentlich zusammen?
00:09:17: Franzosen und Deutsche?
00:09:18: oder geht es nicht?
00:09:19: Es geht zusammen wenn man versteht wie beide Seite ticken wenn ich das zu sagen darf.
00:09:25: Es ist wichtig zu verstehen, dass Frankreicher Sicherheit immer als kernstaatliche Souveränität verstanden.
00:09:33: Also ich meine da hier politische Sicherheit und das kommt aus der eigenen Geschichte ja nie wieder abhängig sein.
00:09:41: In einem Zweiten Weltkrieg, de Gaulle hat uns sehr geprägt damit.
00:09:45: deshalb denkt Frankreich immer stärker in strategischer Autonomie als Deutschland.
00:09:51: Und ein handlungsfähiges Europa sieht man in Frankreich nicht als Ersatz, sondern als der konventionale Verantwortung und während Deutschland glaube ich viel mehr in Regeln Prozesse Bündnisse Kompromisse denkt.
00:10:07: da ist ein wesentlichen Unterschied
00:10:09: Aber das sind ja schon wesentliche auch Mentalitätsunterschiede.
00:10:13: Man hatte auch das Gefühl bei den jüngsten Vorstößen von Macron er will Europa wirklich europäisch unabhängig machen und es ist ihm ziemlich egal, ob am Ende dann Amerika noch ein Partner ist oder nicht.
00:10:24: Und wir Deutschen haben natürlich Amerika als die Schutzmacht nach dem Zweiten Weltkrieg kennen und schätzen gelernt und wollen sowohl auf Technologien also auch auf die Zusammenarbeit nicht verzichten.
00:10:34: gerade bei der verteidigungspolitischen Souveränität, die wir benötigen muss doch der eine zurückstehen?
00:10:41: Diese beide Sichtweise kann zu robusteren Lösungen führen meiner Meinung nach.
00:10:47: Das gilt zum Beispiel, wenn wir die Digital-Souveränität nehmen.
00:10:50: Das ist in alle Munde und das ist extrem wichtig!
00:10:54: Die kann nur in dieser englisch-europäische Zusammenarbeit nahehaltig erreicht werden.
00:10:59: Z.B.
00:10:59: den Blick von Frankreich ist, dass wenn wir uns militärisch verteidigen wollen dürfen wir technologisch nicht am Tropfen USA und China hängen.
00:11:07: In Frankreich, souveräne Cloud muss unbedingt end to end von der Technologie europäische beziehungsweise französche Unternehmen gebaut und betrieben werden.
00:11:20: In Deutschland ist es anders, schauen Sie die Investitionen von den greigroßen Hyperscalers, die wirklich Milliarden jetzt in Deutschland investieren und bauen alle jetzt eine subrenne Cloud!
00:11:31: In Deutschland geht man viel pragmatischer damit um.
00:11:34: Man ist dabei eher zu schauen okay man kann sicherlich subrene Lösungen bauen auf Basis auch amerikaner Technologien und da müssen wir ein Kompromiss finden.
00:11:46: Wie kann der aussehen?
00:11:47: Was ist das, was Sie ganz konkret in den nächsten Monaten von kerneuropäischen Partnern oder auch der Europäischen Union verlangen?
00:11:55: Da sind ja auch wir als Unternehmen oder ich selber sehr involviert.
00:11:59: also ich glaube dass haben sie selbst mal gesagt ist wenn man nicht für eine Entscheidung kommt gründet man einen neuen Arbeitsgruppe Und das sehen wir genau in dieser Themensobzeit.
00:12:10: Es gibt unglaublich viele deutsch-französische Arbeitsgruppen, die gerade zusammen arbeiten für den nächsten Gipfelnächst dieses Jahr im zweiten halben Jahr.
00:12:21: aber leider ist die Kooperation und die Offenheit nicht so.
00:12:25: Das heißt hier gibt es sehr viel Übersetzungsarbeit zu tun und da ist es da wo auch glaube ich die private Wirtschaft sich einsetzen kann und zu erklären, dass ein Mittelweg möglich ist.
00:12:38: Und das man nicht nur die Partikularinteresse betrachten soll.
00:12:42: Es geht nicht einfach ohne amerikanische Technologien um eins.
00:12:47: Da müssen wir die Franzosen davon überzeugen Das wäre viel zu teuer.
00:12:51: Es gibt jetzt Ansätze und Möglichkeiten diese Technologin zu nutzen und so zu gestalten Dass sie trotzdem eine europäische souveräne Lösung bilden können.
00:13:02: Deutschland muss aber auch verstehen, dass sie mehr Selbstbewusstsein entwickeln müssen.
00:13:08: Das gibt es noch nicht wenn man unter der Politik Ebene redet also im Staatsapparat das man auch hier den Mut haben soll auch mit amerikanischer Player zu reden und eben sich etwas davon zu distanzieren.
00:13:25: Das ist auch möglich.
00:13:27: Aber jetzt erleben wir das Deutschland- und Frankreich alleine um einen um einen Kampfjet monatelange streiten, um verschiedene Bauteile.
00:13:35: Wie soll denn da mal eine Digitalstrategie, eine gemeinsame IT-Infrastruktur oder eine echte Verteidigungsunion möglich sein?
00:13:43: Wenn wir uns schon bei einem kleinen, naja nicht klein aber einen Bestandteil dieser Verteiligung so lange nicht einig sind.
00:13:53: Das ist was ich meine!
00:13:55: Man schafft es noch nicht in ein föderales System europäische System zu sein und jeder schaut beide in am Ende des Tages auf die wirtschaftliche Partikularinteresse jedes Landes.
00:14:06: Ich kann Ihnen aus einem anderen Kontext ein Beispiel geben, wenn wir miteinander arbeiten wollen ja?
00:14:11: Und wenn wir diese Verteidigungsfähigkeit Europa stärken wollen dann ist eine sehr wichtige Dimension die gemeinsame digitale Basis zu schaffen.
00:14:24: zum Beispiel müssen wir Datenräume schaffen oder Verteiligung Und die Sicherheit, Architektur Europas im Kernstück ist die Digitalisierung.
00:14:36: Die moderne Verteidigung ist Daten getrieben.
00:14:39: Wer die Daten und Algorithmen kontrolliert, behält die operative Kontrolle.
00:14:44: Um diese operative Konrolle bzw.
00:14:47: Daten- und Algoritme zu kontrollieren müssen wir Datenräume schaffen.
00:14:52: Da steht schon alles!
00:14:53: Die gute Nachricht ist, dass die Grundlagen längst da sind.
00:14:56: Das ist der Punkt.
00:14:57: Wir müssen nichts Neues bauen?
00:15:23: Der deutschen Filmroschik geht es nicht besonders gut.
00:15:26: Amazon, Netflix, Disney und die vielen anderen Streaming-Anbieter fluten den Markt mit einem Angebot von Filmen aus den Vereinigten Staaten, dass es kaum noch Sinn macht sich dagegen zu wehren.
00:15:39: So will das die Bundesregierung aber nicht stehen lassen.
00:15:41: der Beauftragte für Kultur und Medien Wolfram Weimar will es ändern.
00:15:45: er hat den Filmbooster auf den Weg gebracht der die großen Streaming Anbietern dazu verpflichten soll einen Teil auch in Deutschland zu investieren.
00:15:54: Darüber sprechen wir mit Wolfram Feimer heute am Tag des Beginns der Berlinale.
00:15:59: Und außerdem wollen wir von dem Mann wissen, wie unabhängig man eigentlich sein kann, wenn man selbst ein Medienunternehmen hat bzw.
00:16:07: hatte.
00:16:08: Guten
00:16:08: Morgen!
00:16:09: Ja sagen Sie mal... Heute beginnt die Berlinale hier.
00:16:12: Sie wollen was tun für die deutsche Filmwirtschaft?
00:16:14: Kann das gelingen, dass es wieder einen deutschen Blockbuster irgendwann
00:16:17: gibt?!
00:16:18: Wir haben jetzt in der Politik entschieden, die Filmpolitik im Grunde genommen auf den Kopf zu stellen.
00:16:23: Richtig zu investieren von staatlicher Seite aus.
00:16:26: Die staatliche Filmförder ist verdoppelt und wir haben jetzt die privaten Investitionen dazu gebracht dass sie deutlich stärker sich engagieren in Deutschland.
00:16:37: Wir sind da auf einen fünfzehn Milliarden Paket gekommen und das bedeutet, dass wir zu dieser Berlinale jetzt wirklich eine gute Nachricht haben, dass es endlich vorangeht.
00:16:44: Sie wollen Netflix und Disney unter anderem verpflichten, in Deutschlands Filmindustrie zu investieren?
00:16:50: Wie soll das eigentlich funktionieren?
00:16:52: Das ist nicht nur Netflix oder Disney und Amazon.
00:16:54: Es sind auch ARD, ZDF pro sieben RTL alle großen Akteure die großes Studienplattformen betreiben sollen deutlich mehr investieren in Deutschland und alle haben sich auch dazu verpflichtet.
00:17:06: Wir haben eine Kombination aus freiwilliger Selbstverpflichtung und einem ordnungspolitischen Rahmen gewählt, der sorgt dafür dass es eine Grundverpflichtungen gibt von gesetzlicher Seite.
00:17:18: aber wenn sie mehr investiert in Deutschland dann sind Sie von vielen Verpflichtungen frei Also eine liberale Form der Marktkonfiguration.
00:17:27: Und wir sind ziemlich sicher, dass die Zusagen jetzt dazu führen werden, das wird deutlich größere Investitionen sehen.
00:17:34: Schon hat die Tatsache, dass wir die staatliche Filmförderung erhöht haben führt dazu ,dass wir im Moment dreißig Prozent mehr Förderanträge haben.
00:17:41: Das heißt wenn ein Filme produziert gibt es neue Ideen.
00:17:44: Es geht wieder los in der Branche und das war bitter nötig.
00:17:47: Sie wollten ja eigentlich keine Verpflichtung, sondern eine freiwillige Selbstverpflichtung der Unternehmen.
00:17:52: Es gibt den Vorwurf gegen sieherweimarer, dass die sehr zahm sind mit Netflix und Disney und dafür sehr viel härter sind gegen die Tech-Konzerne.
00:17:59: stichwort Digitalabgabe.
00:18:01: Stimmt das?
00:18:02: Wir haben bei den großen Plattformen also Google und Co fast monopoleartische Strukturen Ordnungspolitischen Sinn, also praktisch in der Lehrfolge nur wie er hat.
00:18:12: Der Meinung wenn sie sich Monopole bilden dann müssen wir gegen die Angegen sowie den übergriffigen Staat und deswegen glaube ich dass wir dort stärker eingreifen müssen.
00:18:21: Bei den Streamern haben wir eine andere Situation.
00:18:24: da gibt es einen offenen Wettbewerb übrigens auch ein harten Wett Bewerb Aber dort investieren die amerikanischen Konzerne viel zu wenig in Deutschland.
00:18:31: Da ist es eher, wir müssen sie zur Investition motivieren.
00:18:34: Deswegen würde ich das differenziert angehen und deswegen bin ich über diese Lösung so auf Oli begonnen.
00:18:40: Sie halten aber eine Digitalabgabe fest auch wenn ja Friedrich Merz der Kanzler da durchaus das kritisch sieht?
00:18:46: Nein, der Kenzler sieht das nicht kritisch.
00:18:49: Die CDU hat das jetzt auch beschlossen.
00:18:51: Wir haben auch bei der SPD einen Beschlusstag.
00:18:53: Ich bin eigentlich ganz vorüber die Entwicklung.
00:18:54: Ich habe das ja im Sommer angestoßen Und wir haben jetzt bei den beiden großen Volksparteien ein deutliches Bekenntnis dazu.
00:19:02: Es gibt aber die Frage, wie wird das ausgestaltet?
00:19:04: Da gibt es die einen, die sagen, wir wollen eine richtig massive breite Steuer und die anderen, dann gehöre ich dazu, lasst uns das lieber als Zwecke mit einer Abgabe machen!
00:19:14: Und ich glaube, dass der Steuerweg nicht funktionieren wird.
00:19:16: Da ist die CSU auch dagegen.
00:19:18: Das sprechen auch viele rechtliche Argumente dagegen vor allen Dingen aber die Tatsache wenn wir eine Steuer einführen würden dann würden die Content Erzeuger, die Kreativen und die Kultur über die Medienwirtschaft davon gar nicht profitieren.
00:19:30: das gingen in den allgemeinen Haushalt.
00:19:31: deswegen bin ich sehr für diese Abgabe.
00:19:33: Ich muss sagen, denn die politische Niveelensbildung der letzten Monate hat dazu geführt, dass wir heute eine viel höhere Wahrscheinlichkeit haben das zu kriegen.
00:19:41: Vielleicht schauen wir uns aber die Frage von konservativer Kulturpolitik noch mal an, was das eigentlich bedeutet.
00:19:46: Also Klassik statt Avangard?
00:19:48: Richard Wagner statt irgendwelche Hip-Hopper – wie kann man das fassen?
00:19:53: Die programmatische Frage kann Bürgerliche Kulturpolitik nicht eingreifen beantworten weil wir leben von einem Freiheitsideal und da folgen wir der Losung Schillers.
00:20:03: Kultur ist die Tochter der Freiheit.
00:20:05: Und jüngliche Kulturpolitik würde nie sagen, mach doch mal das Theaterstück links oder rechts um oder nationaler oder internationaler.
00:20:13: Das ist dem Selbstverständnis vollkommen denn wir sehen ja Kultur gerade nicht als ein NGO mit Orchester oder den Erfüllungsgeriefen der politischen Korrektheit sondern wir wollen ja die Eigentlichkeit der Kultur stärken und deswegen kann es jünglische Kulturpolitik auf Exzellenzen, Institutionen stärken.
00:20:29: Das heißt aber auch baulig die Kultur widerlöschen, dass ich habe eine Kulturbordenauffensive gestartet wo wir Hunderte von Kulturborden in Deutschland widersichtbar machen weil sie sind auch Identifikationsräume für eigenes Selbstverständnis.
00:20:45: Sagen Sie mal, der Ludwig Erdgipfel hat seinen Glanz verloren.
00:20:47: Es gibt wenige Leute die noch sich öffentlich bekennen dort hinfahren zu wollen und auch an Ihnen kleben die Vorwürfe auch wenn sie nicht mehr täglich jetzt diskutiert werden.
00:20:56: aber glauben Sie dass die übertragende Anteil an einen Treuhänder während ihrer Amtszeit als Beauftragter ausreichen um das Vertrauen wieder herzustellen?
00:21:03: Ja ich denke diese Geschichte die im Herbst ja weitslich diskutiert wurde er hat sich sehr stark zurückgezogen.
00:21:11: Es ist für einen Quereinsteiger, wenn man als Unternehmer in die Politik kommt immer die Frage was machst du mit deinem Unternehmen?
00:21:18: Und ich habe das dahingehend beantwortet.
00:21:21: Du musst alles erfüllen was das Gesetz vorsieht und in diesem Fall weil ich nun aus dem Medienbetrieb komme am besten noch einen Schritt mehr und das bedeutet drüber gibt es dann Anteile sogar an Treuhende.
00:21:32: aber ob Unternehmer der Politik überhaupt die Unternehmen behalten können, ist dann natürlich eine Grundsatzfrage der politischen Kultur.
00:21:40: Wenn ein Bauer in die Politik geht soll er seinen Bauernhof verkaufen oder darf er noch Anteile behalten wenn er seine Landwirtschaftspolitik macht?
00:21:46: oder eine Apothekerin oder?
00:21:48: das ist ne Frage.
00:21:49: da steht dir schon auch.
00:21:51: wenn ich jetzt diesen Schritt sehr weit gegangen bin und mein Unternehmen abgegeben habe dafür dass Unternehmen ja in der Politik tätig sein dürfen
00:21:59: würden sie sagen Sie haben alles richtig gemacht?
00:22:01: Oder ist das rückblickend so dass man sagt naja hätte man vielleicht diesen Wechsel doch noch mehr vorbereiten sollen.
00:22:06: Sie kennen ja die Medien, sie wissen wie aufgeregt die reagieren.
00:22:10: Wie schauen sie da auf sich selbst?
00:22:12: Wahrscheinlich wäre es möglich und auch klug gewesen von Anfang an konsequente Schritte zu gehen.
00:22:20: also ganz zur Ende.
00:22:22: ich habe gedacht wenn du das erfüllst was komplett ist was das Gesetz vorschreibt und was dir alle sagen du kommst natürlich in so ein Abendverkrankt was muss ich tun?
00:22:30: dann machst du das dann ist es okay.
00:22:33: Aber es ist schon eine Veränderung der politischen.
00:22:35: Kulturunternehmer in der Politik werden anders wahrgenommen, das führt übrigens dazu dass immer weniger Unternehmer in die Politik gehen.
00:22:42: wir haben im deutschen Parlament eines stark sinkende Kurves von Unternehmen und zwar aus diesem Grund weil die Frage natürlich ist du wirst über deinen Unternehmen ja kritisiert nicht über dein politisches Handeln Und das ist eine schwierige Frage und also die Betrachtung der Republik darauf wird strenger in den Komplimentimensionen.
00:23:03: Das führt aber dazu, dass wir nicht mehr unternehmen und die Politik gehen.
00:23:05: Das wäre schade!
00:23:06: Vielen Dank für Ihre Zeit über Wolfram
00:23:08: Weimar.
00:23:09: Danke Ihnen, danke schön.
00:23:16: Helene war noch was?
00:23:17: Flo weißt du, was ein Tambatinga is'?
00:23:21: Nee
00:23:21: es klingt
00:23:22: exotisch... oder anstecken, ich bin
00:23:24: nicht ganz sicher.
00:23:26: Mich erinnert es an die Welt von Murmel aus dem Eis ein wunderbares Kinderbuch wo es ja den Professor Tiberton gibt und außerdem den Vava und den Ping-Win-Ping und so weiter.
00:23:37: aber es ist was anderes.
00:23:38: das handelt sich um einen echten Fisch und der lebt in Brasilien ein beliebter Speisefisch.
00:23:45: Aber Forscher haben jetzt auch rausgefunden dass man aus seiner Haut Lebensmittel Verpackungen
00:23:50: machen kann.
00:23:51: Ob ich da meine Morüben drin verpackt haben möchte, weiß ich nicht.
00:23:54: Aber die Haut wird natürlich gereinigt und daraus wird dann Gelatine gewonnen, die in Kombination mit einer bestimmten chemischen Lösung tatsächlich eine gar nicht riechende Klar-Sichtfolie ergibt.
00:24:07: wirklich interessant was die Forschung auf dieser Welt so erfindet?
00:24:12: Also wenn das dann eigentlich Klar-sichtfolien aus biologisch
00:24:15: abbaubaren
00:24:15: Stoff ist, dann ist es wieder ne super clevere Idee auch!
00:24:18: Jedenfalls eine frische Idee, mit der wir diesen Donnerstag beginnen.
00:24:22: Schön dass Sie dabei sind!
00:24:23: Ab morgen dann hier alles im Lichte der MSC wo ein großes Team von uns in München sein wird.
00:24:31: das ganze Wochenende werden wir durchsenden.
00:24:34: jetzt kommen sie erst mal gut durch diesen Tag bis morgen.
00:24:36: ich freue mich auf Sie
00:24:43: Tschüss!
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