Die große Merz-Show
Shownotes
Friedrich Merz zieht vor dem Urlaub Halbjahresbilanz – und ist dabei vor allem mit sich selbst im Reinen. Die Botschaft: Die „Koalition hat Tritt gefasst", die Reformen dauern nur länger als gedacht, mit Klingbeil und Bas laufe es bestens. Die großen Antworten bleibt der Kanzler zwischen den Zeilen aber schuldig – zur AfD in Sachsen-Anhalt, zur beerdigten Schuldenbremsen-Reform, zum Arbeitszeitgesetz. Wir haben seine Sommer-Pressekonferenz für Sie sortiert: Was war Selbstbewusstsein, was Zweckoptimismus? [01:20]
Stephanie Lingemann, Senior Director Air Domain bei Helsing, hält den bemannten Kampfjet der sechsten Generation für verzichtbar. „Wir sind grundsätzlich davon überzeugt, dass die Autonomie heute so weit ist, dass es keinen Grund gibt, unsere Piloten Hochrisikomissionen auszusetzen." Nach dem FCAS-Aus laute die Frage nicht mehr, ob ein Mensch im Cockpit sitzt, sondern welche unbemannte Plattform welche Mission fliegt. [10:52]
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00:00:01: Die Reformen, die wir auf den Weg bringen, dauern länger als gedacht.
00:00:05: Für mich ist das Glas immer halb voll und nie halb leer, ob wir haben die Chance, auf diesem Weg weiter voranzukommen.
00:00:11: Wir haben einen Teil in der eigenen Hand aber erweitern wir damals.
00:00:15: Ich bin ein lernfähiges System und lerne jeden Tag dazu.
00:00:19: Ich schließe dieses erste Halbjahr mit der Zuversicht ab, dass wir auch im zweiten
00:00:22: halben Jahr
00:00:23: gute Politik machen für Deutschland.
00:00:25: Alles gut in diesem Land.
00:00:26: macht euch keine Sorgen, der Aufschwung kommt auch wenn er ein bisschen später kommt und wir haben noch viel vor.
00:00:31: So lässt sich die Pressekonferenz von Friedrich Merz dem Bundeskanzler kurz vor seinem Urlaub zusammenfassen.
00:00:37: Gestern war er in der Bundespressekonference, knapp zwei Stunden hat er sich Zeit genommen.
00:00:41: Wir haben die Botschaften zwischen den Zahlen für Sie mal analysiert.
00:00:45: Wie sieht jetzt eigentlich die Zukunft der Luftverteidigung aus?
00:00:47: Nach dem Aus des deutsch-französischen Kampfjets im Rahmen von FKs, ist die Frage weiterhin offen.
00:00:52: Was kommt eigentlich jetzt?
00:00:54: Brauchen wir überhaupt noch bemannte Kampfjets der sechsten Generation oder liegt die Zukunft vielleicht doch schon eher bei den Drohnen?
00:01:00: Das fragen wir.
00:01:01: Stephanie Lingemann Sie ist Senior Director Air Domain beim Rüstungsstartup Helsing.
00:01:06: Wieder etwas mehr Reisefreiheit in Europa.
00:01:08: nach über hundert Jahren verschwindet eine Grenzstation.
00:01:11: Ja, die gibt's noch Wo, das verraten wir Ihnen am Schluss an diesem Donnerstag den
00:01:25: sechzehnten Juli.
00:01:46: Gestern also der große Auftritt von Bundeskanzler Friedrich Merz in der Bundespressekonferenz dort, wo die Hauptstadtjournalisten versammelt sind und alle Fragen der Welt stellen durften.
00:01:56: Die sie im Zeitrahmen jedenfalls unterbringen konnten.
00:01:59: Initiiert hat diese Tradition eine gewisse Angela Merkel und Friedrich-Merz Flo muss man sagen ist ziemlich mit sich selbst im Rhein.
00:02:06: Ja also zumindest das Abschlussstatement seiner Eingangsrede oder seines Impuls war deutlich positiver als man eigentlich so hätte erwarten können.
00:02:15: Ich bin nie zufrieden mit dem, was wir erreicht haben.
00:02:18: Solange wir nicht deutlich besser dastehen als wir im Augenblick dastehnen.
00:02:24: aber ich muss sagen die Koalition hat trittgefasst.
00:02:27: Deswegen bin ich zuversichtlich, dass uns das im zweiten halben Jahr auch weiter gelingt.
00:02:32: Wohlwissend, dass wir vor großen Aufgaben nach wie vor stehen.
00:02:35: Wohlwissen, dass jederzeit über Nacht die Lage sich noch mal vollständig verändern
00:02:39: könnte.".
00:02:40: Jamek
00:02:40: ist schon sehr überraschend, daß er sagt diese Koalition, die ja jetzt auch mit relativ vielen Streitigkeiten untereinander aufgefallen ist befindet sich im Rhythmus und eher arbeite mit Lars Klingweil und vor allen Dingen auch mit Berbel Bars sehr gut zusammen und man ist auf einer menschlichen Ebene sehr gut miteinander ausgekommen.
00:02:57: Ja, die letzten Monate muss man ja auch realistischerweise anerkennen haben.
00:03:01: Die Koalitionäre, die Spitzenkoalitionäre wieder ein bisschen näher zusammengebracht.
00:03:04: das war vor einem Jahr eine Sommerpause hier anders.
00:03:07: Die Ergebnisse der Rentenkommission sollen weitgehend umgesetzt werden.
00:03:10: Der Koalitionsausschuss war selbst wenn man mit den Inhalten hadert am Ende einig und auch zwischen Berbel-Basen und Friedrich Merz deutlich konstruktiver als in früheren Phasen.
00:03:20: also die Koalition lebt sie reformiert das Land.
00:03:23: nur dass es meiner Einschätzung reicht es eben nicht um diese Jahrhundert-Transformation und diese große Krise, die wir gerade haben wirklich kraftvoll in eine Comeback Story zu verwandeln.
00:03:36: Aber
00:03:36: zu dem gleichen Ergebnis kommt ja Friedrich Merz auch.
00:03:38: Er betont, wir kommen hier mit den ganzen Reformen die wir zum Teil schon durch Bundestag und Bundesrat gebracht haben oder jetzt dann im Herbst noch durchbringen wollen.
00:03:47: aber er hat selber mehrfach gesagt Wir haben viel erreicht Ja, aber es reicht eben noch lange nicht!
00:03:52: Wir sind nicht da wo wir sein wollen Wenn wir wieder als Führung von Europa vorangehen wollen wenn wir wieder Als zweit- oder drittstärkste Wirtschaftsnation dieser Welt gelten wollen.
00:04:02: Die Fragen waren kritisch gerade bei dem Bereich Finanzpolitik, Lohnzusatzkosten.
00:04:07: Beitragsbemessungsgrenze steigt in der Krankenversicherung die Beiträge.
00:04:11: Steigen für die Arbeitnehmer in der Rentenversicherung weil sie sich den Kapitaldienst in der ersten Säule quasi selbst finanzieren müssen.
00:04:19: also die Belastungsfrage war eine die viele Journalisten gestellt haben.
00:04:23: hören wir nochmal rein was er zu den Lohnsusatzkosten und zu dem was da noch aussteht gesagt hat.
00:04:28: Also ich teile die Einschätzung, dass wir bei den Arbeitskosten nach wie vor ein Problem haben.
00:04:32: Die sind zu hoch!
00:04:33: Wir versuchen, die Reformen so zu machen das die Beiträge nicht weiter steigen.
00:04:38: Das sind gewaltige Kraftanstrengungen.
00:04:40: Schauen Sie einfach nur bei der GKV zwei Prozentpunkte Sozialversicherungsbeitrags in vierzig Milliarden Euro Beiträge von dem Beschäftigten und den Unternehmen aufzubringen.
00:04:51: also wenn es uns gelingt einen solchen Beitragssatzanstieg zu verhindern Dann haben wir damit schon viel erreicht, aber wir haben immer noch nicht die abstrakte Höhe reduziert.
00:05:02: Bei der Rentenversicherung der Vorschlag, die in die Kommission gemacht hat ist in der Tat so.
00:05:07: Aber der Unterschied ist, dass die Lohnzusatzkosten jetzt aufgeteilt werden, in den Teil, der in die Umlage fließt und diese zwei Prozentpunkte fließen auf ein Kapitalkonto der Beschäftigten, also in die eigene Altersversorgung.
00:05:20: Und das ist ein wirklicher
00:05:21: nochmal
00:05:22: Paradigmenwechsel auch für die Alterssicherung.
00:05:25: Aber er hat auch recht.
00:05:26: Er hat einen Paradigmenwechsel in seiner Koalition eingeleitet, das stimmt ja dass in der Rentenversicherung immerhin jetzt die Kapitaldeckung ein festes Element ist auch noch in der ersten Säule also in der gesetzlichen Renten Versicherung.
00:05:37: da hat sich die SPD deutlich stärker bewegt als man es vor drei vier Jahren hätte vermuten können.
00:05:42: Das muss man ehrlicherweise sagen.
00:05:44: und bei der Bürokratie bei der Staatsmodernisierung kommt diese Koalition auch deutlich stärper voran als wir vielleicht gelegentlich hier als Journalisten wahr haben wollen
00:05:53: Was da in der Bundespressekonferenz gestern noch mal aufgekommen ist, es ist ein Thema was fast vergessen wurde.
00:05:57: In den letzten Wochen nämlich das Arbeitszeitgesetz steht ja auch im Koalitionsvertrag dass man das von der Tagesarbeitszeit zu einer flexibleren Wochen-Arbeitszeit ummünzen will.
00:06:07: Da gibt es massivste Widerstände bei der SPD und man hatte fast das Gefühl Ja gut dann lassen wir das einfach unkommentiert Und an ham's die Leute vergessen?
00:06:15: Nein!
00:06:16: Die Journalisten vergessen nicht.
00:06:17: Es ist nochmal aufgekommen
00:06:22: Bundesministerium für Arbeit und Sozialordnung bekommen.
00:06:25: Wir wollen hier den Arbeitsmarkt
00:06:26: offenbar... Und hat Friedrich Merz auch noch mal klargemacht, er hält an diesem Gesetz fest.
00:06:30: es ist ein Auftrag so hat er es formuliert aus dem Koalitionsvertrag der noch nicht umgesetzt ist und da hat er diesmal jetzt vor allen Dingen die Nicht-Tarif gebundenen Unternehmen nochmal als Ziel genannt dass man da eine Flexibilisierung der Arbeitszeit erreichen will.
00:06:47: Das ist ein Punkt, da wird die Union die SPD nicht rauslassen.
00:06:49: Aber ein anderer Punkt steht auch im Koalitionsvertrag und der kommt nicht mehr.
00:06:53: Nämlich eine Reform der Schuldenbremse, eine grundsätzliche.
00:06:56: das wird die Union der SPD nicht mehr zulassen.
00:06:59: zum Glück muss man fast sagen für Friedrich Merz gibt es in der Kommission dazu also in der kommission zur dauerhaften Reform des Schulden bremse uneinigkeit und eben nicht wie in der Rentenkommission Einigkeit und daher kann er darauf verweisen dass es dort eben zu keiner Grundgesetzänderung mehr kommen wird.
00:07:16: Wenn
00:07:16: wir jetzt noch einmal an das Grundgesetz herangehen würden oder müssten, dann bräuchten wir dazu nicht nur die eine einheitliche Meinung in der Koalition, die wir zurzeit nicht haben.
00:07:26: Dann bräuchen wir dazu auch die Grünen und eine weitere Gruppe von Abgeordneten aus dem Deutschen Bundestag weil wir selbst mit den Grünen zusammen die notwendige verfassungsändernde Mehrheit
00:07:37: nicht
00:07:37: haben.
00:07:38: also die Hürden für eine erneute Änderung
00:07:40: Ja und da sieht man ja, dass er verschiedene Hürden auch nochmal aufbaut.
00:07:43: Wir haben keine geeinte Meinung innerhalb der Koalition dann ist es sowieso noch mal schwierig mit den Grünen überhaupt nochmal auf einen gleichen Nenner zu kommen.
00:07:49: Und dann bräuchten wir ja Stimmen einer weiteren Partei aus dem Bundestag, hat er bewusst offen gelassen.
00:07:55: Also die Zwei Drittel Mehrheit ist für die CDU bzw.
00:07:58: Union und Friedrich Merz nicht darstellbar und dementsprechend kann er relativ selbstbewusst sagen Die Reform kommt in dieser Legislatur nicht mehr.
00:08:06: Der dicke Rosa Elefant im Raum der Bundespressekonferenz war natürlich auch gestern ein Blauer, nämlich die AfD und ihr wahnsinniger Erfolg gerade in den ostdeutschen Ländern.
00:08:15: Was dann in der Union wenn die AfD vielleicht in Sachsen an halt wirklich eine Alleinregierung hinkriegen kann?
00:08:20: Eine absolute Mehrheit und die CDU dort abschmiert.
00:08:23: Natürlich lässt sich ein Friedrich Merz darauf nicht ein irgendwelche Prognosen abzugeben Und was wäre wenn Fragen zu beantworten.
00:08:30: Seine Aussage war aber klar.
00:08:32: ich richte mich an die AfD.
00:08:34: Wählerinnen und Wähler.
00:08:35: mit den Funktionären wird es mit mir, Friedrich Merz nie eine Kooperation oder Koalition geben.
00:08:40: Egal wer da etwas anderes von mir vielleicht ja auch verlangt oder mir rät hier seine direkte Ansprache an die AfD-Wählerinnen und Wähler.
00:08:49: Schaut genau hin!
00:08:51: Lasst euch nicht von Social Media Aktivitäten egal wo sie stattfinden allein informieren sondern guckt hin was die Bundesregierung versucht auf den Weg zu bringen.
00:09:03: Wir versuchen die Freiheit und den Frieden dieses Landes zu erhalten.
00:09:08: Wir versuchen, die wirtschaftliche Lage zu verbessern.
00:09:11: Und wir sind nach besten Wissen und Gewissen darum bemüht unser Land zu stabilisieren und
00:09:17: voranzubringen.".
00:09:18: Ja, wobei natürlich also klar dass Friedrich Merz jetzt nicht sagt ich gebe die Wahlen auf.
00:09:21: Vor allen Dingen in Sachsen-Anhalt.
00:09:22: aber er hat auch kein wirkliches Alternativprogramm oder ein Ausweg für eine mögliche AfD Mehrheit.
00:09:29: Gehen wir mal davon aus das sie nicht die absolute Mehrheit kriegen muss es ja irgendwie ein Gegenprogramm geben.
00:09:34: und da war jetzt seine einzige Aussage.
00:09:37: Ich arbeite daran, dass die AfD möglichst wenig Mandate bekommt und das bis zum Wahlabend achtzehn Uhr glaube ich daran, da wir die AfD noch überholen können.
00:09:45: Ich weiß nicht ob das Verzweiflung ist oder ob das wirklich einfach.
00:09:49: massiv zur Selbstüberschätzung
00:09:50: Und auch auf das Szenario, dass in der CDU in Sachsen-Anhalt immer wieder diskutiert wird.
00:09:54: Nämlich dass sich ein Sven Schulze, der Kandidat der CDU eventuell wählen lassen könnte nicht durch Stimmen der AfD sondern vielleicht durch Stimme der Linken was ja auch im Parteitagsbeschluss der CDU eigentlich ausgeschlossen wäre.
00:10:06: dazu kein Wort von Friedrich Merz er überlässt das dem Landesverband.
00:10:09: also da wird es nach dem sechsten September nochmal richtig spannend.
00:10:13: klar ist aber auch diese Flanke der Erfolg der AfD.
00:10:16: Es gibt keinen Rezept was dieser Kanzler mit seiner Koalition bisher hat, außer die Hoffnung dass es in der Wirtschaft irgendwann aufwärts geht auch durch die Maßnahmen die diese Regierung macht.
00:10:26: Aber da muss dann am Ende eben doch deutlich mehr
00:10:28: kommen.".
00:10:28: Ja
00:10:28: und die Frage ist wie viel Zeit hat denn Friedrich Merz um zu zeigen das er deutlich mehr liefern kann?
00:10:33: bis jetzt ja nur bis zwanzig neunundzwanzig.
00:10:35: aber die frage ist fühlt er sich dazu in der Lage oder isst er der Meinung dass er auch darüber hinaus noch für die Union der richtige Mann ist um die Union und Deutschland an dem entsprechend wieder zurück auf den Erfolgsfahrt zu führen?
00:10:48: Und auch darauf gab es keine wirklich klare Antwort.
00:10:58: Vor zwölf Jahren hatten Deutschland und Frankreich eigentlich eine Idee, nämlich im Rahmen des FKAS-Programms den gemeinsamen Kampfjet für die Zukunft der beiden Luftwaffen zu bauen.
00:11:11: dieses Projekt ist gescheitert.
00:11:13: Da haben wir ausführlich darüber gesprochen, gestern immerhin bei uns bei Table Briefings.
00:11:17: ein interessanter neuer Vorstoß von Claudia Mayor der Sicherheitsexpertin und einigen anderen dass man zumindest die Cloud Infrastruktur dieses gemeinsames Projekts doch retten könnte.
00:11:27: Also, was geht noch?
00:11:28: Was muss man bei der Entwicklung mitnehmen in mögliche neue Projekte.
00:11:31: Was ist wirklich gescheitert?
00:11:33: Darüber
00:11:33: spricht unser Kollege Robert Wallenhauer vom Security Table mit Stefanie Lingemann, Sie-Scene Director Air Domain beim Rüstungsstartup Helsing.
00:11:41: Hören wir mal rein!
00:11:42: Hallo nach München!
00:11:43: Hallo!
00:11:44: Sie arbeiten jetzt für ein Unternehmen, das neben Software auch unbenannte Kampfjets entwickelt.
00:11:49: Braucht Ihre Einschätzung nach Deutschland überhaupt einen Kampfjet der sechsten Generationen?
00:11:53: Also ich glaube, was jetzt auf jeden Fall die richtige Frage ist oder das Richtige zu tun ist.
00:11:58: Das Ganze nochmal zu hinterfragen und zu analysieren.
00:12:00: also ich glaube die Chance, die man an der Stelle hat es quasi sich diese Gedanken noch mal zu machen als ich meine als FKs aufgesetzt worden ist.
00:12:07: Es ist jetzt zehn, fünfzehn Jahre her.
00:12:10: da hatten wir eine ganz andere technologische Absprung Basis als wir sie heute haben.
00:12:14: Was wäre dann sozusagen ihr Vorschlag?
00:12:16: würde man über Prüfungstechnologie organisieren?
00:12:18: Die man hat bis in sechs Tagskampfjet kommt?
00:12:21: Oder gibt es noch irgendwelche anderen Workarounds, die aus ihrer Sicht ich weiß nicht zielführender sind?
00:12:28: Ja gerne ein paar Punkte dazu.
00:12:29: Also erstens was meine ich damit mit?
00:12:31: man hatte eine ganz andere technologische Absprungbasis.
00:12:34: Die ganzen Themen von Künstlicher Intelligenz, Robotik, Autonomie und Autonomewaffensysteme.
00:12:40: Das sind alles Themen die in den letzten Jahren aufgekommen sind und das sind alles Technologien die in der letzten Jahre an dieser Stelle reif geworden sind.
00:12:47: So was man jetzt sieht ist dass man viel schneller diese neuen Fähigkeiten einsetzen wird und einsetzen müssen wird.
00:12:54: Das heißt wir reden jetzt darüber dass man unbemannte autonome Systeme noch in diesem Jahrzehnt baut zur Verfügung stellen kann.
00:13:05: Das heißt, wir befinden uns auch einfach was Entwicklungszeitleisen betrifft jetzt mit den neuen Technologien auf einer ganz anderen Zeitleistung oder einem anderen Zeithorizont.
00:13:15: Das heißt, ich glaube es sind ein bisschen mehrere Fragen.
00:13:17: Was brauche ich jetzt eigentlich wirklich konkret in den nächsten Jahren?
00:13:20: Stichwort unbemannte Systeme und was brauche dann vielleicht auch in den folgenden Jahrzehnten?
00:13:24: Und ich glaube jetzt zu sagen, ich diskutiere darüber alleine da drüber ob ich einen bemannten Kampfjet für zwanzig vierzig, zwanzighinvierzig plus brauche.
00:13:34: das springt zu kurz.
00:13:35: In Zukunft wirst du aber noch so'n bemannten Kampfjet brauchen der ergänzt wird durch unbemantete Systeme.
00:13:39: oder gehen Sie sogar davon aus dass irgendwann sozusagen nur noch die Unbemannten-Kampfjets, großen Drohnen sozusagen umherfliegen und das alles vom Boden aus kontrolliert wird.
00:13:50: Also ich glaube ob man da wirklich einen bemannten Kampfjet noch braucht ist eine gute Frage.
00:13:55: also erst mal sind wir grundsätzlich dafür überzeugt dass es eigentlich das Autonomie heutzutage soweit ist dass es keinen Grund gibt unsere Piloten Hochrisikommissionen auszusetzen.
00:14:06: Das zweite ist wenn ich über den bemannte Kampfjet diskutiere dann ist so was bemannt oder unbemannt, sowas ist design treibend.
00:14:13: Sowas ich baue ein System ganz anders wenn das dafür gedacht ist dass da einen Mensch drin sitzt was beispielsweise Selbstschutzsysteme betrifft Sicherheitssysteme Betrifft Da möchte ja ein hundert Prozent des Menschenleben schützen und auch zurückkommen.
00:14:26: Unbemannte Systeme können Bemanntesysteme an der Stelle ersetzen.
00:14:30: Ich glaube die richtige Frage Kampfjet ist ja ein Hochwertasset, wie man es heute kennt.
00:14:34: Wie man den Eurofighter kennt.
00:14:35: Das heißt jetzt geht darum ich kann Überschallgeschwindigkeiten fliegen Ich habe idealerweise eine Tarnkappenfähigkeit also kann selber schlecht aufgeklärt werden etc.
00:14:45: diese ganzen Die Schlüsseltechnologien sind natürlich auch kostentreibend und da ist die Frage, in welchem Umfang ich sie brauche.
00:14:52: Also unsere Antwort darauf wäre es wird eine unterschiedliche Kombination von unbemannten Assets brauchen.
00:14:58: Es wird wahrscheinlich welche geben bei denen man eher mal aufgrund ihrer Preispunkte Verluste tolerieren kann.
00:15:03: Und ja, es wird wahrscheinlich noch einen Bedarf geben für Hochwertassets.
00:15:07: Das ist glaube ich die richtige Frage also Welche Assets brauche ich eigentlich?
00:15:10: Für welche Missionstypen?
00:15:11: was brauchen die für Fähigkeiten an Bord als die Frage ob dazwingen ein Mensch drin sitzen muss?
00:15:15: und das würden wir verneinen.
00:15:17: Eine Übergangslösung wäre, dass zum Beispiel auch sowas, was sie mit dem schwedischen Kampfstil schon mal gemacht haben.
00:15:22: Dass man sozusagen Kampfjets der vorherigen Generation nimmt und die mit diesen KI-Fähigkeiten ausbaut, die in den zukünftigen Jets verbaut sein soll.
00:15:33: Wir haben vor allem unseren Agenten auf den schwedischen Kampfjet, auf die Griepen was sie gerade angesprochen haben gebracht um zu zeigen dass die Technologie reif ist.
00:15:40: Also wenn wir über Agenten in solchen Systemen reden das das keine Zukunftsmusik mehr ist sondern dass es etwas ist was heute funktioniert.
00:15:47: also ein KI-Agent kann komplexe Missionen ausführen.
00:15:51: Jetzt geht es viel mehr darum, das auszurollen und da kommen dann unbemannte kostengünstigare skalierbare Systeme ins Spiel.
00:15:58: Also wir sehen was wir sowohl auch in Deutschland entwickeln mit der CA-I unserem kleinen unbemanden Kampfjet als was wir auch an Entwicklung in den USA und in anderen Ländern sehen ist dass quasi günstigere kleinere unbamante Luftkampfplattform entstehen.
00:16:12: also wenn ich sage kleiner dann reden wir so von vier fünf Tonnen statt und das eigentlich quasi, was jetzt wirklich den Fähigkeitsaufwuchs in den nächsten Jahren unserer Luftwaffe liefern wird.
00:16:24: Nachdem dieses Jet-Projekt im FKS sozusagen gestrichen wurde haben sich beide Regierungen weiter festgehalten an dieser Combat Clown also diesem sozusagen digitalem Rückgrat dass dann irgendwann Flugzeuge, Drohensensoren miteinander verbinden soll.
00:16:38: ist das Ihrer Meinung nach ein zielführendes Projekt?
00:16:41: Was auf jeden Fall zielführend ist, dass man sich darüber Gedanken macht wie man quasi heterogene Flotten auch in Zukunft vernetzen kann.
00:16:48: Also was ja passiert gerade ist entsteht eine Vielzahl neuer Assets dadurch eben das man auch über kleinere unbemannte Assets nachdenkt.
00:16:56: Das heißt unsere Luftwaffen werden in Zukunft nicht mehr nur so aussehen, dass jede europäische Luftwaffe vielleicht ein oder zwei verschiedene Kampfjets hat sondern man wird eine viel höhere Anzahl an unterschiedlichen und eben auch unterschiedliche Unbemandensystemen sehen.
00:17:11: denkt, was ist da eigentlich quasi das digitale Backbone und wie kann man sicherstellen dass wir die über Nationengrenzen vernetzen?
00:17:17: Das ist auf jeden Fall richtig.
00:17:18: In welche Rolle will Helsing dabei spielen?
00:17:20: Es gab es letztens Medien berichtet, dass ein Auftrag vom Deutschen Verteidigungsministerium kommen soll wo sozusagen ein ähnliches Combat Cloud entwickelt werden soll.
00:17:28: Ist das im Zusammenhang mit dem F-Cast Combat Cloud oder ist das ein eigenständiges Projekt?
00:17:33: Die
00:17:33: Rolle die Helsing spielen möchte ist quasi das Thema autonome Masse zur Abschreckung in Deutschland und Europa mit westlichen Demokratien voranzutreiben.
00:17:44: Und da wird einschlüsselt sein, dass wir unbemannte Luftkampfplattformen entwickeln.
00:17:50: Das ist die CA-I, das ist unser eigenes System.
00:17:52: Natürlich auch die ganzen Software- und Autonomiefähigkeiten, die dazugehören um so was wirklich operativ zu bekommen.
00:17:59: Vielen Dank für diese Einblicke in die Zukunft des Luftkampfs.
00:18:04: Herr Wallner, vielen Dank fürs Gespräch!
00:18:13: Flo war noch etwas?
00:18:14: Der Grenzzon, der in den letzten Jahren zwischen Spanien und der britischen Exklave Gibraltar gezogen wurde.
00:18:19: Der wird jetzt abgebaut – und das alles dank eines Abkommens zwischen Großbritannien und EU.
00:18:26: also die Menschen, die dort leben und auch die Touristen und wahren können ohne Kontrolle von A nach B kommen!
00:18:32: Also Gibralter jetzt im Schengenraum und eigentlich immer noch eine kleine Sonderwirtschaftszone, denn da gibt's einige Sachen deutlich günstiger zu kaufen.
00:18:40: So war es zumindest früher.
00:18:41: Vielleicht hat sich das jetzt erledigt?
00:18:43: Fahren so einfach mal hin.
00:18:43: jedenfalls ist die Ecke da unten sowieso ein sehr schöner Fleck in Europa Und man sieht Europa kann auch gute Nachrichten produzieren.
00:18:51: diese ist eine Befreundungs drauf.
00:18:53: Ja wir sind am Morgen früh wieder für sie da ab fünf Uhr.
00:18:55: Tabletoday bis dahin machen.
00:18:57: Tschau tschau
00:18:58: Table Today
00:19:00: Mit Michael Brücker
00:19:01: und Helene Bubrowski.
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