Wie Merz Europa umbauen will

Shownotes

MSC Spezial - Tag 2

Der Bundeskanzler hat auf der Münchner Sicherheitskonferenz mit einer programmatischen Rede den Ton gesetzt. Merz formulierte vier Säulen einer „Agenda der Freiheit": militärische Stärke, ein souveränes Europa, eine neue transatlantische Partnerschaft und ein globales Netz neuer Allianzen. „In dieser neuen Welt ist Wettbewerbspolitik Sicherheitspolitik und Sicherheitspolitik Wettbewerbspolitik. Beides dient unserer Freiheit", sagte er. [02:33]

Die Gäste in dieser Episode:

Finnlands Außenministerin Elina Valtonen spricht aus der Erfahrung eines Landes, das über 1.300 Kilometer Grenze mit Russland teilt. Zur Verhandlungsbereitschaft Moskaus ist sie ernüchtert: „Russland spielt auf Zeit. Ich habe nichts gesehen, was darauf hindeuten würde, dass sie von ihren maximalistischen Zielen abgewendet wären." Sie sieht das Europa der 27 keineswegs als schwach. [11:04]

Die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen ist davon überzeugt, dass Europa gemeinsam Verteidigungsinvestitionen stemmen kann. Sie nennt als Beispiel die Corona-Pandemie, während der es gelungen sei, in kürzester Zeit einen Impfstoff zu entwickeln und die Produktion hochzufahren – genau so müsse Europa nun auch bei der Rüstungsproduktion vorgehen. [23:00]

Christian Sewing, Deutsche-Bank-Chef und Präsident des Bundesverbands der Deutschen Banken, fordert Eurobonds für den Aufbau der Verteidigungsfähigkeit. „Für besondere Umstände und in besonderen Situationen sollten wir darüber nachdenken, ob wir vielleicht mit Eurobonds finanzieren. Die Verteidigung ist so ein Bereich", sagt Sewing. Das Kapital sei da, aber es fließe in die falschen Märkte. [24:39]

Raumfahrtministerin Dorothee Bär macht auf der MSC deutlich, dass Verteidigung heute ohne eigene Weltrauminfrastruktur nicht mehr denkbar ist. Von knapp 11.000 aktiven Satelliten gehören allein 7.000 zu Elon Musks Starlink. „Er ist auf jeden Fall der stärkste Player, und der hat uns gelehrt, dass es nicht mehr reicht, so langsam zu sein.“ [39:53]Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen Impressum: https://table.media/impressum Datenschutz: https://table.media/datenschutzerklaerung

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00:00:03: Table Today.

00:00:25: Wir legen den Schalter im Kopf um, wir haben begriffen in der Ära der Großmächte ist unsere Freiheit nicht mehr einfach so gegeben.

00:00:39: Sie ist

00:00:39: gefährdet.".

00:00:40: Manche sagten es sei vielleicht die wichtigste Münchner Sicherheitskonferenz in der traditionsreichen langen Geschichte dieses Forums.

00:00:48: und in der Tat das, was auch der Bundeskanzler gestern am ersten Tag der Konferenz von sich gab – das hatte man so noch nie gehört in München.

00:00:56: Seine Eröffnungsrunde wurde mit Spannung erwartet, der Saal war brechend voll und Merz hatte sich durchaus etwas überlegt, was wir gleich hier mal analysieren müssen.

00:01:05: Die große Frage hinter der neuen europäischen Verteidigungsfähigkeit ist natürlich auch, wer finanziert sie?

00:01:11: Der Staat einerseits natürlich aber er kann es nicht alleine schaffen.

00:01:15: Zu viel Geld muss in eine Jahrzehnte lange Rüstungsindustrie gesteckt werden die über viele Jahre vernachlässigt wurde.

00:01:23: Der Deutsche Bankchef Christian Sewing ist bei uns zu Gast und er macht einen umstrittenen Vorschlag wie man das Ganze finanzieren könnte.

00:01:31: Finlands Außenministerin Elina Waldtonen hat die russische Bedrohung quasi vor der eigenen Haustür.

00:01:36: Sie muss nur an die über eintausend, draunab Kilometer lange Grenze gehen, die ihre Heimat mit Russland teilt.

00:01:42: Genauso teilt dieses Land Finnland eine ziemlich wechselvolle Geschichte – mit Russlern das jetzt für so große Bedrohrung für den europäischen Kontinent sorgt!

00:01:52: Sie redet den Europäern ins Gewissen aus einer ganz eigenen Perspektive und war sogar bei uns im Studio gleich mehr dazu….

00:01:59: Deutschland Sicherheit, sie wird auch im All verteidigt.

00:02:02: Das

00:02:03: ist das neue Motto von vielen Panels und Konferenzen die gestern im Weihreschnof stattgefunden haben, die alle irgendwie mit Space zu tun hatten.

00:02:11: Auch wir haben in der Bundesregierung bekanntlich eine Spaceministerin.

00:02:15: Die Raumfahrtministerin Dorothea Baer ist bei uns und sagt warum sie gar nicht so glücklich ist über dass was einst mal aus der deutschen Raketenindustrie kam Und was jetzt davon noch übrig ist.

00:02:26: Herzlich willkommen also zu diesem MSC-Spezial an diesem Samstag, den vierzehnten Februar.

00:02:35: Es ist nicht lange her.

00:02:36: da hat ein gewisser Mark Karny Kanadas Premierminister in Davos für Schlagzeilen gesorgt mit einer wuchtigen Rede und einem Appell an die Mittelmächte, die sich der Großmachtpolitik der Amerikaner, der Chinesen, der Russen doch nicht beugen sollten!

00:02:56: Viele mussten auch an diese Rede denken als jetzt Friedrich Schmerz gestern, als erster Redner auf die Bühne der Münchner Sicherheitskonferenz.

00:03:05: Über

00:03:05: dieser Konferenz steht ein

00:03:09: düsteres

00:03:09: Motto unter Destruction.

00:03:15: Dies Motto meint wohl, die internationale Ordnung ist im Begriff zerstört zu werden.

00:03:23: Ich

00:03:23: fürchte wir müssen es noch etwas deutlicher sagen Diese Ordnung sie gibt es So nicht mehr.

00:03:33: Aber wo Karni durchaus provozierte, hatte Merz ein konstruktives Programm sich vorgelegt.

00:03:38: Er nannte vier Punkte die er als Agenda der Freiheit betitelte und auf die es jetzt in Europa ankommt.

00:03:45: Militärische Stärke Ein souveränes Europa Und vielleicht auch dadurch eine neue transatlantische Partnerschaft Die anders aussieht als die bisherige und ein globales Netz Neuer Allianzen.

00:03:57: März machte in seiner Rede klar, wir Europäer haben verstanden.

00:04:01: Wir kümmern uns jetzt endlich um unsere eigene Sicherheit und rüsten auf!

00:04:14: Darum natürlich Europa zu schützen, das ist naheliegend.

00:04:17: die Verteidigungsunion.

00:04:18: Sie muss jetzt schnell dynamisch und effizient aufgebohrt werden aber dann mit neuer militärischer Stärke.

00:04:24: ersprach davon dass wir zwar zehnmal so mächtig sind ökonomisch wie Russland Aber militärisch eben nicht.

00:04:30: Dass diese neue militärische Stärke uns dann Auf dem internationalen Paket auch wieder als bündnispartner attraktiv machen erblickte dabei natürlich auf die freunde drüben über dem Atlantik.

00:04:42: Meine Damen und Herren, wenn unsere Partnerschaft eine Zukunft haben sollen dann müssen wir sie im doppelten Sinn neu begründen.

00:04:49: diese Begründung muss handfest sein nicht esoterisch.

00:04:53: Wir müssen diesseits und jenseits des Atlantiks zu den Schluss kommen zusammen sind wir stärker.

00:04:59: wie Europäer

00:04:59: wissen wie kostbar das Vertrauen ist auf dem die NATO gründet.

00:05:06: Im Zeitalter der Großmächte werden auch die USA auf dieses Vertrauen angewiesen sein.

00:05:14: Selbst Sie

00:05:15: stoßen

00:05:15: an die Grenzen der eigenen Macht, wenn sie etwa im Alleingang unterwegs sind.

00:05:23: Den Strategien im Pentagon jedenfalls scheint das klar zu sein.

00:05:28: Die NATO ist nicht nur unser sondern liebe amerikanischen Freunde auch euer Wettbewerbsvorteil

00:05:37: Und genau mit dieser Haltung könnten auch die Amerikaner am Ende am Tisch bleiben.

00:05:41: So ähnlich hatte es auch Botschafter Ischinger in seinen einleitenden Worten auf den Punkt gebracht, Die US-Administration so sagte Ischinge müsse entscheiden ob sie glaube dass man Partner auf der Welt benötigt oder nicht.

00:06:04: März ging noch ein Schritt weiter und betonte, dass auch die USA auf der Weltbühne nicht mehr die unangefochten Nummer eins ist gerade mit Blick auf China.

00:06:11: Und genau deswegen eine Allianz mit einem widererstackten Europa auch den Amerikanern in die Hände spielt.

00:06:19: In absehbarer Zeit könnte Peking den Vereinigten Staaten militärisch auf Augenhöhe begegnen.

00:06:29: Wenn es nach dem Fall der Berliner Mauer einen unipolaren Moment in der Geschichte gegeben hat, dann ist der lange vorbei.

00:06:38: Der Führungsanspruch der Vereinigten Staaten jedenfalls

00:06:41: ist

00:06:41: angefochten vielleicht schon

00:06:44: verspielt.".

00:06:46: Das erinnert mich auch an ein Dinner das ich am Vorabend des gestrigen Tages mit einem amerikanischen General hatte, der da die zentrale Rede hielt und immer wieder betonte Ohne Donald Trump wäre es nicht zu dieser Zeitenwende in den Köpfen der Regierungszentralen Europas geworden.

00:07:00: Das ist schmerzhaft, aber wohl war die drei Komma fünf, die mittelfristig fünf Prozent des BIP für die Militarisierung Europas, die kommend auch deswegen zustande weil Trump mit seiner disruptiven Art uns dazu gezwungen hat.

00:07:14: Aber dann wenn wir Durchziehen.

00:07:16: Wenn wir es schaffen, dieses Europa souveräner, resilienter, verteidigungsfähiger zu machen, dann kann es sein das ausgerechnet die Nachfolger dieser Trumpschen-Politik wieder bei uns anklopfen und benötigen.

00:07:30: So könnte man zusammenfassen was Friedrich Merz als Skizze auf der Bühne formulierte.

00:07:35: Dazu gehört bei Friedrich merz anders kann er hier natürlich nicht immer auch der Appell an die Wettbewerbsfähigkeit Die ökonomische Stärke dieser vierhundertfünfzig Millionen Bürgerinnen in Europa Die ist Voraussetzung für alles.

00:07:48: In dieser neuen Welt ist Wettbewerbspolitik, Sicherheitspolitik und Sicherheitspolitik, Wett bewerbst Politik.

00:07:57: Beides dient unserer

00:07:59: Freiheit.".

00:08:00: Die Reaktionen auf die Rede waren durchweg positiv – egal mit weh man danach im Flur des Bayerischen Hofes sprach.

00:08:07: Einigen war es am Anfang zu akademisch, aber zum Schluss hin doch klar und konkret.

00:08:13: Hier will einer einen Fahrplan machen und hier will einer auch diese Europäische Union und sei es nur ein Kerneuropa das in verschiedenen Konstellationen vorangeht.

00:08:22: er will sie anfühlen.

00:08:23: Leadership in Partnership wie es Merz genannt hatte und nicht mit hegemonialem Fantasien.

00:08:30: Großmachtpolitik in Europa ist allerdings für Deutschland keine Option.

00:08:36: Nie wieder werden wir Deutsche allein gehen.

00:08:41: Das ist bleibende Lehre aus unserer Geschichte.

00:08:44: Unsere

00:08:45: Freiheit

00:08:46: behaupten wir mit unseren Nachbarn, nur mit unserem Nachbar und Verbündeten und unseren

00:08:53: Partnern.".

00:08:59: Die wichtigsten Gespräche auf dieser Sicherheitskonferenz finden meist nicht auf der Bühne statt auf der öffentlichen Bühnen sondern in den zahlreichen kleinen Neben, Räumen und Zimmern.

00:09:09: Allein in den bayerischen Hof sind es dazu kommen vierzehn Konferenzräume.

00:09:15: Und auch März hatte selbstverständlich ein durchgetaktetes Programm.

00:09:19: Direkt nach seiner Rede traf er sich mit ausminister Marco Rubio, der ihm zuvor zugehört Und auch mit Außenminister Wade fuhr zu einer amerikanisch-deutschen Verhandlungsrunde.

00:09:31: Knappe Stunde war das Format und wie wir hören, ging es um mehrere Themen – nicht nur die Situation in der Ukraine, mit der es wohl begonnen hat das Gespräch und den Stand der Verhandlung mit Russern sondern natürlich auch über die Zukunft der NATO, die verstärkte europäische Rolle darin!

00:09:47: Nach allem was wir hören ist Marco Rubio durchaus ein Anhänger der NATO will dies bleiben unterließ jegliche Provokationen in diesem Gespräch.

00:09:58: Merz nutzte das Gespräch allerdings

00:09:59: auch noch,

00:10:00: um die gemeinsame China-Politik abzusprechen – Merz reist bekanntlich nächste Woche nach China.

00:10:06: Marco Rubio ist ohnehin so etwas wie der Lieblingsamerikaner Aufatmen, beeinigen.

00:10:14: Dass JD Vans gar nicht erst angereist war.

00:10:16: Marco Rubio ist immerhin der, der schon zum ersten Mal laut über ein NATO-Auswirt nachdachte, sagte, dass genau das nicht das Ziel Amerikas sein müsste und im Senat ein Gesetz einbrachte, das das sogar verhindern sollte.

00:10:31: Er nannte die NATO damals wichtiger denn je angesichts Russlands wachsender, subversiver Aktivitäten.

00:10:37: Und dieser Meinung hat sich auch jetzt nichts geändert.

00:10:40: In den Jahren im Jahr zwanzig hatte Rubio sogar noch mit dem Demokraten Tim Cain eine Regelung durchgesetzt die einen NATO-Austritt ohne Zustimmung des Seinen Nahts faktisch unmöglich macht.

00:10:51: Wir werden hören wie es Marco Rubio dann auf der Bühne an diesem Samstagmorgen in Richtung europäische Öffentlichkeit formulieren wird.

00:10:59: um neun Uhr ist er der Stargast des Tages.

00:11:06: Elina Walton ist Finnlands Außenministerin und sie hat einen bemerkenswerten Weg hinter sich gebracht.

00:11:12: Anfang der neunzehn-neunziger Jahre lebte sie übrigens gleich bei mir damals um die Ecke mit ihrer Familie in Bonn, lernte Deutsch, zog später wieder zurück nach Finnland, war zehn Jahre im Investmentbanking tätig.

00:11:25: dann der Wechsel in die Politik.

00:11:27: Seit twenty-dreiundzwanzig leitet sie nun Finnlands außenpolitik – in einer Zeit, in der ihr Land quasi über Nacht von der Neutralität in die NATO wechselte.

00:11:36: Walton gehört heute in Europa vielleicht, wie ihre ästliche Kollegin Kaya Callas zu denjenigen die am klarsten sagen wer mit Putin verhandeln will der braucht eine Strategie.

00:11:46: Eine Härte und nicht nur ein Telefon.

00:11:50: Frau Ministerin herzlich willkommen bei Table Today.

00:11:52: schön dass Sie Zeit für uns haben.

00:11:53: gerne immer Dankeschön

00:11:55: und dass sie ein wunderbares deutsch sprechen aber reinisch können sie nicht auch noch.

00:11:59: Na reinisch eigentlich nicht mehr so.

00:12:02: Für die Zuhörerinnen und Zuhörer, sie ist unter anderem in Bonn aufgewachsen, dafür fühlen wir uns direkt doch sehr wohl.

00:12:06: Frau Ministerin Sie haben auch gerade die Rede von Bundeskanzler Friedrich Merz gehört der einen bezeichneten Satz gesagt hat nämlich Wir werden jetzt den Schalter in unserem Kopf umlegen!

00:12:16: In Europa.

00:12:17: was meint er damit?

00:12:18: Das soll vielleicht bedeuten so viel wie dass wir diese Zeitenwände die Deutschland schon seit der letzten Regierung eingeschlagen hat als Europa wirklich durchziehen müssen, was wir vor vier Jahren beschlossen haben.

00:12:34: Als einzelne europäische Länder hat nicht ausgereicht und wir müssten mehr machen.

00:12:40: Und da steht natürlich Finland an Deutschlands Seite.

00:12:43: Sie haben vor vielen, vielen Jahren als finnische Regierung immer schon gewarnt?

00:12:48: Vor einer neuen Bedrohungslage waren wir Deutschen zu lange naiv?

00:12:52: Das ist vielleicht nicht das richtige Wort.

00:12:54: also ich finde wenn sie das alles... naivität bezeichnen wollen,

00:12:59: betraf

00:13:00: quasi alle europäischen länder wie alle dachten dass wir eine quasi sonderbeziehung zu russland haben und natürlich gehofft haben das dass russia zu einer wahren demokratie sich entwickelt.

00:13:14: Das gesagt haben wir in finland uns es nicht erlaubt dann gleichzeitig nicht in unsere verteidigung zu investieren.

00:13:26: Für uns ist es natürlich auch eine Existenzfrage.

00:13:29: Und dabei wissen wir aus unserer Geschichte, dass Russland oder die Sowjetunion oder Russland in den letzten Hunderten von Jahren dann am Ende doch nur Stärke versteht.

00:13:41: und deshalb, obwohl wir auch wie alle anderen europäischen Länder sagen, wenn man in den Letzen dreißig, fünf-dreißig Jahre quasi in der Hoffnung gelebt haben das Russland auch freiheitlich wird.

00:13:53: so wie Wir haben ja trotzdem immer sehr stark in unsere eigene Verteidigung investiert und jetzt ist es einfach nur ganz toll und richtig, dass wir das als Europa leisten.

00:14:06: Und nicht gegen die NATO-Archien sondern im Gegenteil, das macht die ganze NATO viel

00:14:12: stärker.".

00:14:25: Russland macht tatsächlich von einem ziemlichen Hybriden, sagen wir mal Waffentoolbox Gebrauch

00:14:36: um

00:14:36: uns zu destabilisieren.

00:14:39: Und ehrlich gesagt ich mache mir am allermeisten Sorgen darüber wie sie unsere Informationskanäle infiltriert haben ohne dass wir es vielleicht in den letzten zehn fünfzehn Jahren so erlebt haben und das, wie man jetzt mittlerweile auch sehr deutlich erlebt auf beiden Seiten des Atlantiks.

00:15:06: Und das ist wirklich etwas was wir sehr ernst nehmen müssen.

00:15:11: und wir als freiheitliche Demokratien kämpfen selbstverständlich nicht gegen sagen wir des Informationen oder Fakten, die nicht wirklich Fakte sind indem wir die Meinungs- oder Redefreiheit einschränken sondern im Gegenteil in dem wir mehr Fakta auf den Tisch bringen.

00:15:35: Aber diese Aufgabe sage ich mal ist noch nicht ganz erfüllt und leider ist es auch so dass wir mit dieser Aufgabe auch außerhalb Europas aktiv werden müssen.

00:15:48: weil wir es auch gegenwärtig Erleben ist Russland unter anderem in Afrika sehr aktiv, in Westafrika.

00:15:57: Nicht nur militärisch sondern eben in den Kreistern der Menschen erzählt das quasi die liberale Demokratie nicht mehr existiert und dass nicht nur Autokratien direkt aber auch Indirekte Lösungen sind.

00:16:14: Aber wie reagiert man darauf?

00:16:15: Wie kämpft man für ein komplexes, auf Kompromiss Suche auch manchmal anstrengendes System Demokratie?

00:16:22: Wie kann man das kommunikativ wehrhafter machen?

00:16:25: Na erstens dass wir nicht so defensiv über die Demokratie reden oder darüber.

00:16:30: ja mehr konnten wir als Europa nicht leisten.

00:16:33: Wir sind siebenzwanzig Mitgliedsländer.

00:16:35: was wir in den letzten vier Jahren geleistet haben ist doch der Hammer!

00:16:41: mit Glitzländer alle demokratisch ausgeprägt oder mehr oder minder, fast alle.

00:16:46: Mit Regierungen die wirk sind das ist ja kein Fehler!

00:16:50: Das ist eine Eigenschaft dass wir Menschen anders denken und dass wir auch politisch alle vier Jahre oder alle fünf Jahre unserer Meinung aussprechen können.

00:17:01: Und in dem Sinne, dass wir so prinzipiell jetzt nie nur die Ukraine unterstützt haben sondern auch Russland durch Sanktionen geschwächt haben und auch in unsere eigene Abschreckung investiert haben.

00:17:18: Das ist ja ganz toll!

00:17:20: Und wir sollten eigentlich stolz darauf sein, was wir bisher schon geleistet haben weil man muss ja nur ein bisschen über vier Jahre lang zurückdenken Wir wollten noch den Gas Pipeline mit Russland bauen und wir hatten immer noch alle diese Sonderbeziehungen zu Russland.

00:17:33: und was weiß ich für Abhängigkeiten?

00:17:35: Haben wir nicht mehr?

00:17:35: Wir haben uns entschlossen dass wir kein russisches Gras, kein Öl mehr nach Europa importieren.

00:17:43: Das wird natürlich dauern jetzt, bis wir das alles vollzogen haben und durchgezogen haben aber wir sind auf dem richtigen Weg.

00:17:51: Das ist richtig so!

00:17:53: Und ich unterstütze auch aus vollem Herzen die Agenda der Europäischen Kommission jetzt auf die Wettbewerbsfähigkeit zu setzen weil sonst kommen wir hier am Ende dann nicht weiter mit Verteidigung.

00:18:05: allein halten wir unserer Jugend nicht glücklich hier.

00:18:08: Friedrich Merz hat klargemacht, Wettbewerbsfähigkeit ist auch Sicherheitspolitik.

00:18:13: Und er hat auch klargemachten, notfalls müssen einige Länder vorangehen.

00:18:16: Immer wieder ist hier auf der Münchner Sicherheitskonferenz von den E-Sechs die Rede – den sechs wirtschaftsstärksten Ökonomien und Volkswirtschaften in Europa.

00:18:24: Da sind die kleineren Länder dann nicht dabei?

00:18:26: Macht ihnen das Sorge oder sagen sie ja bei manchen Dingen müssen einige voran gehen, auch wenn Sie über ihre Interessen oder über ihr Land hinweg entscheiden?

00:18:35: Na erstens Finland und den Nordischen Länder sind vielleicht fortgeschritte rein in vielen der Dinge, warum es jetzt ehrlich gesagt

00:18:42: geht.

00:18:43: Also

00:18:45: wenn es um die Digitalisierung geht zum Beispiel oder die Wettbewerbsfähigkeit generell oder eben die Marktwirtschaft und der Grund ist als kleinere Länder konnten wir uns es auch anders nie leisten weil natürlich sind wir vom Freihandel abhängig und wir sind immer noch hundert Prozent der Meinung dass dass Freihandel immer noch das beste Rezept ist und übrigens für ganz Europa, und für das gesamte transatlantische Bündnis.

00:19:11: Ich würde gerne sehen, dass wir eines Tages ein Freihandelsraum haben in der NATO.

00:19:18: Das sehen die Amerikaner vielleicht nicht so, aber dass wir zum Beispiel die Amerikane mit Nullzellen versehen, ist genau der richtige Weg!

00:19:27: Und zu Hause müssen wir natürlich auch unsere Arbeit leisten, jetzt mit dem Bürokratieabbau und all das.

00:19:33: Das unterstützen wir vollen Herzens!

00:19:35: Und wenn die EE-Sechs das jetzt wollen, warum nicht?

00:19:38: Aber ich verstehe diese Initiative jetzt auch so dass man sich da anschließen darf und ich hoffe wir als Fin dürfen das und wenn nicht dann führen wir die Gruppe von vorne wieder in dieser Frage.

00:19:53: Eine Frage zum Schluss nur natürlich zur Ukraine, Frau Ministerin.

00:19:56: Donald Trump hat gesagt bis Sommer will er diesen Prozess zu Ende bringen.

00:20:00: Klammer auf manche befürchten in Europa das wenn es bis dahin nicht so einem Friedenswerk kommt dass sich die Amerikaner zurückziehen.

00:20:07: Wie bewerten Sie gerade diese Verhandlungen und auch den Zeitplan der Amerikanern?

00:20:12: Russland spielt auf Zeit Das machen sie schon lange.

00:20:15: Und ja also ich habe Nichts gesehen, was darauf erdeuten würde dass sie von ihren maximalistischen Zielen und Bemühungen irgendwie abgewendet wären.

00:20:30: Man sieht im Gegenteil weil Sie erfahren diese Stärke die die Amerikaner dann doch am Ende natürlich haben Dann doch in Verhältnis doch so das es eher die Ukraine betrifft Obwohl die amerikaner auch dabei sind und dabei gewesen sind, mit diesem Sanktionsdruck Russland wirklich zum Verhandlungszisch zu bringen.

00:20:53: Aber unsere Botschaft ist das es nicht damit ausreicht dass das Russland zum Ver Handlungstisch kommt sondern Russland muss wirklich auch mit was rausrücken und Russland könnte diesen Krieg ja schon heute beenden.

00:21:04: und überhaupt wenn es darum geht da sterben zu beenden dann sollte man vielleicht mit den Zivilisten beginnen.

00:21:11: da macht Ukraine nichts, sondern es ist nur Russland.

00:21:14: Das Land das verantwortlich dafür ist dass gegenwärtig täglich Menschen in ukrainischen Städten erfrieren sogar weil sie keine Halsung haben kein fließendes Wasser keine Elektrizität.

00:21:28: also damit müsste man erst mal beginnen.

00:21:29: Waffenruhe sowieso aber dass die amerikaner raus sind.

00:21:35: seit einem Jahr erleben wir dass sie kein Euro mehr für die Verteidigung der Ukraine rausbringen.

00:21:45: Das schultern wir als Europa, okay?

00:21:48: Und natürlich bringen die Amerikaner einige Kapazitäten mit, die wir noch nicht so haben.

00:21:55: Aber das gesagt aus europäischer Perspektive ist es viel wichtiger wie der Friedensvertrag am Ende aussieht falls es überhaupt zu dem kommt also dass es so schnell wie möglich zu einem Friedenvertrag kommt.

00:22:07: Natürlich wünschen wir schnell zum Frieden kommt.

00:22:11: Aber das wird auf Jahrzehnte uns in Europa betreffen und von daher mache ich mir in dem Sinne keine Sorgen, werden wir trotzdem am Ende irgendwie den Spiel geholt weil ihr dann eben dabei seid.

00:22:24: Aber optimistisch klicken Sie nicht?

00:22:26: Optimistisch in dem Sinn was Russland betrifft gar nicht.

00:22:30: aber ich werde auch in dieser Konferenz mit meinen amerikanischen Kollegen darüber reden wie wichtig es wäre die Stärke jetzt auch Russern gegenüber wirklich nicht nur zu zeigen, sondern die Russen.

00:22:42: Die Stärke auch spüren zu lassen, die wir als freiheitliche Welt im Westen haben und nur diese Stärke kann Russland zum Frieden

00:22:50: zwingen.".

00:22:51: Wir freuen uns das Finland nicht nur starker Mitglied der europäischen Union, sondern auch der NATO.

00:22:55: vielen Dank für dieses Gespräch Frau Ministerin.

00:22:57: Herzlichen

00:22:57: Dank!

00:23:04: Einer, die ähnlich denkt wie die finnische Außenministerin ist, die dänische Ministerpräsidentin Mette Frederiksen.

00:23:10: Ich habe sie am Rande der Münchner Sicherheitskonferenz treffen können und sie hat gesagt, dass es natürlich möglich ist die Zeitenwende auch wirklich in den Zahlen konkret darzustellen.

00:23:27: Sie erinnerte daran das sie es war, die als Staatsministerin in Dänemark Die Verteidigungsausgaben von einem Prozent des Nationalen Volkseinkommens auf inzwischen mehr als dreieinhalb Prozent fast verdreifacht hat.

00:23:40: Sie so wie sie es wörtlich sagte, wir sind eines der Länder die zeigen dass man innerhalb weniger Jahre von einer schwachen Verteiligungsfähigkeit zu einer sehr viel stärkeren kommen kann.

00:23:49: was sie umtreibt und ich glaube das ist das Thema dass die europäischen Regierungs- und Staatschefs jetzt leisten müssen ist eine wirkliche Zusammenarbeit bei der Produktion bei der Beschaffung beim Ausbau der Rüstungsindustrie.

00:24:10: Sie erinnerte an die Corona-Jahre, damals so sagte sie hatten wir keinen Impfstoff und dann hat man in sehr, sehr kurzer Zeit einen Impfstoff entwickelt, die Produktion hochgefahren und unsere Gesellschaften wieder geöffnet.

00:24:22: das war europäisch geschehen schnell geschehn in einer Krise genau wie wir sie jetzt haben Wie Friedrich Merz es in seiner Rede angekündigt hatte, man solle durchaus auch mal auf die dänische Ministerpräsidentin hören – vielleicht auch in diesem Fall.

00:24:51: Jedes Jahr verlassen dreihundert Milliarden Euro an Spar ein Lagen Europa

00:24:55: und

00:24:56: fließen in die USA.

00:24:57: Dazu gehören vor allem auch die Gelder deutscher Familienunternehmen Family Offices also das was wir hier mit unseren Traditionsunternehmen erwirtschaften in die Kapitalmärkte Amerikas.

00:25:09: Das Geld fehlt hier natürlich auch für die Verteidigung, die Milliardenbeträge in den nächsten Jahren benötigt und die nicht alleine aus den Staatshaushalten kommen können.

00:25:20: Einer der das immer wieder thematisiert und ändern will ist Christian Sehring.

00:25:24: Er ist Chef der Deutschen Bank und Präsident des Bundesvermanst der deutschen Banken.

00:25:28: Er sagt Europas Aufrüstung ist längst eine Frage für die Finanzmärkte?

00:25:33: Und er macht einen Vorschlag Der Kanzleramt nicht unbedingt auf Gegenliebestoßen dürfte, denn er fordert Eurobonds für die Verteidigung.

00:25:42: Einen schönen guten Tag Herr Sehwick!

00:25:43: Guten Morgen!

00:25:44: Was macht eigentlich der Deutsche Bankchef auf der MSC?

00:25:47: Die MSC hat sich ja wirklich zu einem Event entwickelt, sagen wir es ist kleine Davos was danach kommt und für uns als Finanzinstitut unheimlich wichtig um die Zusammenhänge von Politik Wirtschaft Ökonomie sozusagen zu sehen, einzuschätzen aber auch unseren Rat zu geben.

00:26:06: Und gerade wenn es um die Verteidigungsindustrie geht haben wir ja auch gerade in der Deutschen Bank enorm zugelegt.

00:26:12: Wir haben ausgebaut.

00:26:13: das ist eines unserer Kernschwerpunkte und von daher müssen wir hier sein und freuen uns jetzt zu sein.

00:26:19: Ja man hat das Gefühl die Finanzierung der europäischen Sicherheit wird eines der großen neuen Geschäftsfälle für Europas Finanzindustrie.

00:26:26: Ja, absolut und ich kann für uns behaupten es ist glücklicherweise kein neues Geschäftsfeld sondern ein etabliertes Geschäftsfield.

00:26:31: Aber Sie haben rechte Brücke.

00:26:33: wir haben es ausgebaut Wir haben enorm in Menschen aber auch in Kapital investiert und gesagt hier wollen wir wachsen.

00:26:42: Das machen wir für uns alleine das machen wir ins Zusammenarbeit mit der KfE, mit der Europäischen Investitionsbank Und beraten auch die Bundesregierung was wir mehr machen können wo wir mehr investieren können und wo die Finanzindustrie helfen kann.

00:26:55: Und dafür brauchen wir allerdings auch Unterstützung.

00:26:58: Hier geht es am Ende des Tages um Regulierung, um sozusagen Platz zu schaffen in unserer Bilanz nicht nur bei uns sondern bei anderen europäischen Institutionen.

00:27:07: denn ich glaube die europäische Souveränität und damit auch eine stabile und robuste Verteidigung ist für uns alle eine wichtige Angelegenheit und da müssen wir als Finanzindustrie helfen.

00:27:17: Zu der Regulierung kommt man gleich nochmal eben noch mal zu dem Geschäftsfeld.

00:27:20: Für Sie wie viele Kunden hat die Deutsche Bank eigentlich inzwischen im Rüstungsbereich?

00:27:25: Kann man das ungefähr als Branche angeben?

00:27:27: Ich kann Ihnen sagen, dass unser Kreditvolumen was wir in diesem Bereich haben deutlich zweistellig im Milliardenbereich liegt und unser Gesamtkreditvolumen liegt bei knapp fünfhundert Milliarden Euro.

00:27:41: Und von daher ist da schon ein Kreditvolumen wo ich sagen würde... Da kommen wir sehr leicht oder fast in einen zweistelligen Prozent Bereich rein.

00:27:52: Und das zeigt schon, dass wir hier enorm investiert haben und das wirklich zu einem Kernbereich der Deutschen Bank ausgerufen

00:27:59: haben.".

00:27:59: Das zentrale Thema auf der MSC ist ja wie gewinnt Europa neue Stärke?

00:28:04: Wie wird Europa schneller dynamischer Einheitlicher wenn man auf die Finanzindustrie schaut?

00:28:08: Wir reden seit Jahrzehnten fast über diese Kapitalmarktunion.

00:28:12: Was macht sie zuversichtlich, dass da wirklich konkrete Schritte jetzt folgen?

00:28:17: Zunächst einmal, ich glaube dass wir in den letzten sechs- sieben Monaten aber auch mit gestern gesehen haben das meines Erachtens das schöne Wort Sense of Urgency in Europa angekommen ist.

00:28:27: Ich habe das in Davos vor vier Wochen gesehen oder vor drei Wochen gesehen.

00:28:31: Ich hab das fairerweise in all den Besprechungen die wir mit Berlin und Brüssel haben gesehen und mich stimmte schon positiv was sich gehört habe, was gestern sozusagen besprochen worden ist und welche Meilensteine nun für den März besprochen wurden sind oder dann für den Juni.

00:28:48: Also

00:28:48: klarer Fahrplan

00:28:49: ist dabei herausgekommen?

00:28:51: Ein Teil des Fahrplans ist ja die sogenannte Savings & Investment Union Wo jeder glaube ich verstanden hat, dass die Kapitalmarktunion einfach die Voraussetzung für Wachstum ist.

00:29:04: Und wir müssen einfach ein Pool schaffen Herr Bröker in denen die Investoren der gesamten Welt einzahlen können.

00:29:10: sie wollen nicht in siebenzwanzig verschiedene Fragmente investieren sondern in einen großen Kapital Markt und das hilft.

00:29:17: und letzter Punkt dazu wissen Sie das ist schon der große Unterschied zwischen Der Schlussfolgerung von Davos letztem Jahr und Davos diesem Jahr, die ausländischen Investoren wollen nach Europa.

00:29:28: Aus vielerlei Gründen!

00:29:30: Und wenn sie jetzt noch ein Kapitalmarkt mit einem Rahmenwerk haben dann haben wir echt eine Chance viel zu bekommen um das zu finanzieren was wir zu finanzierend haben.

00:29:40: Interessant werden gestern ihren langjährigen Aufsichtstransforsen Paul Achleitner bei uns im Podcast und der erzählte von Gesprächen früher Der amerikanischen Politikern, dass das Problem der Kapitalmarkt-Union eigentlich die drei Begriffe Kapital-, Markt- und Unionseite, die in der Öffentlichkeit alle nicht mehr gut angesehen sind.

00:29:55: Und jetzt hat man die Savingsunion – das klingt natürlich viel besser!

00:29:58: Und schon funktioniert's?

00:30:00: Ja gut also ich habe immer gesagt mir es ist egal wie das Ding heißt Hauptsache erst kommt und ich glaube genau diese Umsetzungsgeschwindigkeit diesen Fokus auf Execution den brauchen wir in Europa und da hab' ich auch ehrlicherweise dank unserer neuen Regierung viel Hoffnung, dass wir das jetzt bekommen.

00:30:18: Aber lassen Sie uns das mal weiter denken?

00:30:19: Bräuchte ist dann nicht auch eine Art europäisches Finanzvehikel Eurobonds in dem die weltweiten Investoren wirklich einlegen können wenn sie zum Beispiel die europäische Verteidigungsindustrie investieren wollen?

00:30:33: Ja, Sie haben ja sicherlich meine Hauptstadtrede von vor vier Wochen gehört indem ich gesagt habe, dass erstens meines Erachtens Haushaltsdisziplinen, Kern ist.

00:30:42: Nur deswegen dank unserer Haushalts Disziplin ist Deutschland übrigens in der Lage das zu tun was wir jetzt machen können.

00:30:49: aber ich habe auch gesagt für besondere Umstände und im besonderen Situationen und für wirklich Kernbereiche wo es notwendig ist sollten wir darüber nachdenken ob wir vielleicht mit Eurobonds finanzieren und die Verteidigung ist so ein Bereich, wo ich mir das gut vorstellen könnte.

00:31:08: Wie könnten

00:31:09: Sie das dem europäischen und der deutschen Publikum oder auch einem Bundeskanzler schmackhaft machen?

00:31:13: Gibt es eine Möglichkeit mit Zweckbindung oder Budgetierung vielleicht doch die Deutschen daran zu gewöhnen?

00:31:22: Also erst mal muss man klar Wort halten!

00:31:23: Es muss der Ausnahmefall sein.

00:31:25: Es kann nicht sein, dass man das einfach für alle Bereiche macht.

00:31:28: Das geht nicht sondern es muss der klare Ausnahmefall bleiben.

00:31:32: Nummer eins Nummer zwei genau wie Sie sagen in Brückermann muss es erklären können warum es notwendig ist.

00:31:37: und ich habe mich ehrlicherweise in den letzten zwei Jahren an das Wort europäische Souveränität auch erst mal gewöhnen müssen weil ich im Grunde genommen sozusagen groß geworden als Tratzer Atlantiker, als jemand der die Globalisierung über alles stellt.

00:31:50: Und Souveränität hat sowas... Das

00:31:53: abgrenzende ist auch?

00:31:54: Genau!

00:31:54: Aber ich habe verstanden dass das gerade in einzelnen Bereichen wirklich notwendig ist.

00:31:58: und der Aufbau einer eigenen Verteidigung da wo wir in der Welt nun mal sind Wir sollten keine Nostalgekamme sein, wir sollten es einfach annehmen wo wir sind Ist wichtig und um es mit der Geschwindigkeit zu tun ist das eine Überlegung aber nur für diesen Bereich sein.

00:32:13: Wir dürfen nicht eine europäische Verschuldung für alle Bereiche haben, dann verlieren wir die Disziplin.

00:32:18: und ich würde immer sagen wenn wir diesen Weg gehen da müssen auch was dafür bekommen.

00:32:23: Da müssen wir auch mal darüber nachdenken ob wir sozusagen das Einstimmigkeitsprinzip aufgeben.

00:32:30: Ob wir über eine andere Governance... Also auch

00:32:31: wir über stimmt werden könnten?

00:32:33: Ja!

00:32:33: Auch ob wir über ne andere Governanz nachdenk können dass man auch Änderung in anderen Bereichen jetzt wirklich durchzieht, ob es in der Regulierung ist.

00:32:42: Ob es auch meines Ernst beim Wettbewerbsrecht ist?

00:32:45: Es kann doch nicht sein das wir uns noch in Europa an einem Wett Bewerbs Recht festhalten was vor zehn, zwanzig Jahren vielleicht richtig war.

00:32:52: Aber in der Zeit, in der wir jetzt leben müssen wir einfach sehen dass wir ein Wettbewerb mit den großen Blöcken stehen und dafür müssen wir auch unser eigenes Wett Bewerbsrecht überdecken.

00:33:01: Und deswegen würde ich immer sollten wir zu dieser Ausnahmesituation gemeinsame Schuldenfinanzierung für Verteidigung absolute Ausnahme kommen sollten wir auch das eine oder andere dafür bekommen.

00:33:12: Interessant Sie reden von einer Art Bereitsausnahme wie wir sind Deutschland haben nur für Europa?

00:33:17: Ja so kann man es nennen.

00:33:19: Mir geht es darum, dass wir hier Fortschritte machen.

00:33:22: und ich glaube nochmal der Bereich Verteidigungs je mehr ich mich rein denke.

00:33:26: Und ich habe eben darüber gesprochen wie viel wir in diesem Bereich investiert haben.

00:33:30: Diese Investition bedeutet ja nicht nur Kreditauslegungen an Unternehmen sondern wir sind im Bereich der globalen Beratung für unsere Großkoden in der Welt wirklich aktiv unterwegs diesem Bereich im sogenannten Corporate Finance-Bereich für die Verteidigung enorm ausgebaut.

00:33:46: Wenn Sie sehen, was sich in der Welt bewegt, dann müssen wir hier in Europa schon gemeinsam jetzt etwas aufbauen.

00:33:53: und zur Geschwindigkeit bedeutet auch dass wir die Gelder möglichst schnell zusammen bekommen und da haben wir glaube ich als europäischen Pool mehr Chancen als alleine.

00:34:00: Umso ein bilaterales Treffen mit dem Kanzler hier vereinbart auf der MSC?

00:34:04: Also, weil

00:34:04: sie könnten das ja direkt mal ansprechen diese Idee!

00:34:07: Ich habe eine ganz gute Handhabung, dass ich über bilaterale Treffen gar nicht spreche.

00:34:12: Aber noch mal, ich bin sehr zuversichtlich wie die Bundesregierung die Dinge angeht.

00:34:16: Lustigerweise als wir gerade hier ins Portgratstudio reingegangen sind stand neben uns Frau Lagarde.

00:34:20: es gibt ja durchaus Persönlichkeiten in Europa, die dafür seit Jahren eigentlich werben, die dieses Vehikel brauchen.

00:34:26: Sie sind der Banker.

00:34:27: von was für einem Volumen reden wir?

00:34:28: Ich glaube es geht gar nicht um das einzelne Volumen.

00:34:31: Es geht glaube ich so ein bisschen um das Zeichen.

00:34:33: Lassen mich doch so anders sagen.

00:34:35: Herr Draghi hat letztes Jahr einen tollen Bericht geschrieben und sprach darüber, dass Deutschland das Europaentschuldigung ungefähr achthundert Milliarden Euro jährliche Investitionen braucht für Verteidigung Technologie Infrastruktur Und und und Das bedeutet ja nicht, dass wir dieser diese Achthundert Milliarden, sagen wir mal drei vierhundert Millionen ist jetzt davon Verteiligung, dass wird das alles über Eurobonds machen müssen überhaupt nicht ein Teil davon.

00:35:00: Es zeigt ja nur, dass hier eine gemeinsame europäische Agenda unterwegs ist.

00:35:04: Wenn man gleichzeitig den Kapitalmarkt schafft...

00:35:07: Aber es müssen

00:35:07: auch einen

00:35:08: Volumen sein, das sinnvoll ist und wirksam sein kann!

00:35:10: Wir haben gesehen in der Corona-Finanzierung, dass die durchaus Möglichkeiten sind mit einem Betrag, der verdaulich ist aber doch noch stark genug ist um gewisse Finanzierungen schnell zu ermöglichen Und es hat ein Zeichen gesetzt nach außen, dass Europa handlungsfähig ist.

00:35:30: Ich glaube, die Kombination von einer Kapitalmarktounion – von dieser Art der Finanzierung nochmal als Ausnahmefall für die Verteidigung.

00:35:39: Und gleichzeitig auch lassen Sie uns über die Hausaufgaben mal reden, die wir hier haben.

00:35:43: Regulierungsabbau, Möglichkeiten eigenes Wachstum zu schaffen!

00:35:48: Dann werden die Achthundert Milliarden, die Wir-Instagram brauchen überhaupt kein Problem für Europa sein.

00:35:53: Denn zwei Sachen, die alle leider vergessen jedes Jahr Herr Bröger verlassen uns dreihundert Milliarden an Spareinlagen in Europa und die gehen nach Amerika, weil wir diese Kapitarmarktunion nicht haben.

00:36:06: Nummer eins!

00:36:07: Dreihundert Millionen verlassen es jedes Jahr.

00:36:10: Darunter

00:36:10: viele Family-Offices aus Deutschland.

00:36:12: eigentlich hier erwirtschaftet im Mittelstand der Wirtschaft dieses Geld?

00:36:14: Ja genau.

00:36:15: Und aber nochmal, das kann man denen ja gar nicht vorwerfen oder gar nicht die Anlagemöglichkeiten jetzt hier haben.

00:36:20: Deswegen ist auch die Kapitarmarktunion so eng verknüpft mit einer Rentenreform und Pensionsreform bei uns in Deutschland.

00:36:26: Denn in dem Moment wo ich anders anlegen kann und eine mehrstufige Anlage habe, hab' ich ja vielmehr Chancen diese Spareinlagen hier besser zu nutzen und damit eigenes Wachstum zu kreieren.

00:36:38: Und Nummer zwei – Ich glaube wir unterschätzen total dass sie ausländische Investoren Unheimlich gerne in Europa investieren wollen.

00:36:46: Und zwar aus zwei Gründen, Nummer eins Diversifizierung Das was wir die letzten zwölf Monate gesehen haben habe ich In sieben dreißig Jahren Deutsche Banken noch nicht erlebt dass das Interesse zu diversifizieren Aus anderen Bereichen nach Europa unter anderem.

00:37:02: aber Wir Haben auch Competitors Asien Middle East Ja Aber es ist wirklich hoch.

00:37:06: und um das Zu ermöglichen diese Menschen Die Wollen Zwei Dinge Haben eine Rendite Aussicht die versprechen sich hier Aber für jede Anlage, die nach Europa kommt wollen sie Liquidität sehen.

00:37:18: Das heißt, Sie brauchen einen tiefen Kapitalmarkt wo Sie immer die vollständige Liquidität haben und das kriegen Sie nicht in.

00:37:25: siebenzwanzig Einzelne merken sollen einem großen und deswegen ist es so wichtig dass wir diesen Kapitarmarkt schaffen.

00:37:30: Und die brauchen dieses eine Vehikel?

00:37:33: Ist das auch die Botschaft eines Bankers der davon profitiert?

00:37:37: sagen die nicht eher die europäischen Investoren?

00:37:39: Wir brauchen ein deregulierten Markt Wir brauchen Rechtssicherheit, langfristige Stabilität.

00:37:45: Ist wirklich das zentrale Hemmnis bei denen der fehlende Eurobond?

00:37:49: Sie können noch in große deutsche oder französischen...

00:37:51: Mit dem Eurobonds-Gangstitut ist ja wie gesagt ein Mittel sozusagen jetzt zum Beispiel in der Verteidigung schneller zu finanzieren.

00:37:59: Der europäische Kapitalmarkt ist dann eine Rechtseinheit Einrahmenwerk wo diese Investoren investieren

00:38:07: und sie haben... Wie überall gleiten gibt es gleichen Standards?

00:38:09: Genau

00:38:09: so ist es!

00:38:10: Stellen Sie sich mal vor Wenn Sie ein Investor, das sehe ich ja in der deutschen Bank immer.

00:38:15: Ein Investor wo auch immer aus der Welt haben, der in europäische Pfandbriefe investieren will.

00:38:20: Der spanische Pfadbrief ist ganz anders als der deutsche Pfad-Brief und da wollen sie einfach eine Lettung haben, eine Harmonisierung haben.

00:38:26: Das würde Ihnen nur um viel bringen!

00:38:28: Sie haben gerade einen ganz wichtigen Punkt gesagt Die Menschen wollen diversifizieren aber an eines glauben die Menschen Und es ist ganz wichtig für Sie gerade wenn Sie investieren an feste Demokratien unabhängige Institutionen und ein stabiles Recht.

00:38:42: Europa hat hier einen riesen Vorteil, den müssen wir jetzt nutzen.

00:38:45: Am Ende ist unser kompliziertes demokratisches Verhandlungssystem in Europa noch ein Standortvorteil?

00:38:50: Ja genau!

00:38:51: Und deswegen ist es sozusagen so ein bisschen at odds wo man immer sagt Mensch Europa ist so kompliziert und ich glaube wir müssen es auch schaffen Europa mal positiv darzustellen.

00:39:01: Wir haben viele positive Dinge in Europa die jetzt zu einer Opportunität werden können.

00:39:05: Wir müssen es so schnell umsetzen!

00:39:07: Ich

00:39:07: schätze ja Ihren Optimismus immer sehr, deswegen zum Abschluss einen Grund warum dieses Jahr doch das Comeback-Jahr für die deutsche Wirtschaft wird?

00:39:15: Ich glaube hier muss man die Erwartungen dämpfen also das Come back-Jahre Herr Bröcker da sind Sie jetzt optimistischer als ich mit der Frage.

00:39:22: Schade!

00:39:23: Ich würde sagen wir sind wirklich auf dem richtigen Weg und wir werden ein Jahr haben,

00:39:28: konsolidieren

00:39:29: wo wir laut unseren Volkswirken Das erste Mal wieder eine Eins-Vormkommar haben im Wachstum.

00:39:37: Es wird allerdings sozusagen von Quartal zu Quartalen mehr werden, aber da müssen wir auch fair sein.

00:39:42: das ist insbesondere durch das Stimulusprogramm noch sozusagen positioniert.

00:39:52: Deswegen ist es so wichtig dass wir an den Reformen arbeiten die zum Teil auf dem Weg gebracht worden sind und deswegen ist es so wichtig, dass wir in Europa die Änderungen hinbekommen, besprochen worden sein.

00:40:01: Und dann kommen wir hin ein langfristiges Wachstum rein.

00:40:04: das ist viel wichtiger.

00:40:05: mir geht es gar nicht darum ob sechsundzwanzig eins oder andere genau!

00:40:09: Mir geht es darum dass wir langfristig wachsen und dafür brauchen wir die Investoren, dafür braucht man die Rahmenbedingung und dafür müssen wir die Unternehmen sozusagen hier halten.

00:40:18: und wenn wir das schaffen und da sind jetzt mal Sachen viele Dinge richtig angegangen worden sind.

00:40:23: Was uns immer noch fehlte, Brücker ist die Geschwindigkeit und deswegen war ich gestern so ein bisschen positiv überrascht weil ich diesen Sense of urgency gespürt habe.

00:40:31: wenn wir das jetzt umsetzen dann haben wir einen Rückenwind Spüren viele auf der Welt noch nicht und sehen den noch nicht.

00:40:37: Da können wir positiv vorraschen.

00:40:38: Es ist

00:40:38: wirklich interessant, man hört zwei englische Begriffe in diesem Tag ständig.

00:40:41: Sense of urgency ist der eine und der andere ist lip service Und man hofft dass es das sense of urgency is der am ende des worts dieses jahres wird und nicht lip service Weil viel ist gesagt worden immer wieder immer wieder von den gleichen leuten von vielen klugen leuten und da passiert doch zu wenig.

00:40:55: aber Hoffen wir dass es diesjahr anders wird Genau.

00:40:57: Vielen dank lieber Herr Seewing Dass sie sich trotz ihres pick-apacke vollen Kalenders ein bisschen zeit für uns genommen haben.

00:41:01: Vielen Dank

00:41:02: gerne.

00:41:10: Deutschland-Sicherheit, sie wird allmählich auch im All verteidigt.

00:41:13: Denn dort sind die Satelliten, die nicht nur Aufklären und Kommunikation liefern können sondern auch als Frühwarnsystem für Angriffe auf dem Boden dienen.

00:41:22: Das ist die Erkenntnis der führenden Sicherheitspolitiker Auch hier auf der Münchner Sicherheitskonferenz.

00:41:27: zahlreiche Panels befasten sich mit den neuesten Trends und Technologien im Space.

00:41:33: Wer keine eigene Infrastruktur im All hat Der muss sich eben auf andere verlassen womit wir wieder bei Deutschland sind.

00:41:41: Denn unsere Satelliteninfrastruktur ist überschaubar, ganz anders als die von Elon Musk.

00:41:46: Sein Unternehmen SpaceX isst ein Satellitten-Monopolist!

00:41:50: Von knapp elf Tausend aktiven Satellieten im Weltraum gönn alleine sieben Tausends zu Starling.

00:41:56: Wer also dort oben Fähigkeiten haben will, der muss sich mit dem Amerikaner ins Benehmen setzen.

00:42:02: Neun Satelletten will nun die Bundeswehr bis zum Ende des Jahres im Einsatz haben Und immerhin, thirty-fünf Milliarden Euro steckt Deutschland jetzt in Weltraumprojekte.

00:42:12: Launchkapazitäten, Satellitentechnik und eine kleine aber feine Münchner Raumfahrtfirma namens ESA Aerospace soll mittelfristig unsere Autonomie bei dieser Technologie

00:42:25: herstellen.

00:42:26: Seit einem Jahr haben wir eine Raumfahrtenministerin.

00:42:29: Sie heißt Dorothe Baer.

00:42:30: Ihr Forschungsministerium wurde um diesen Bereich erweitert und aufgewertet.

00:42:35: Sie holte sich sogar einen General und einen waschechten Raumfahrer in ihre Behörde, um Expertise aufzubauen.

00:42:42: Von ihr wollten wir gestern Abend da drauf wissen wie schnell Deutschland nun eigene Raketen ins All schicken kann

00:42:48: und wie

00:42:48: die Kriegstüchtigkeit da oben eigentlich aussehen könnte.

00:42:52: Einen schönen guten Tag Frau Beer!

00:42:53: Hallo Herr Brücker!

00:42:54: Frau Beer wird Deutschlandsicherheit inzwischen auch im All verteidigt?

00:42:57: Ja

00:42:58: definitiv also... Alles andere wäre absolut naiv zu sagen und deswegen lässt sich das Ganze auch nicht mehr auseinander dividieren.

00:43:06: Ich habe heute gelernt, die Bundeswehr will bis Ende des Jahres neuen Satelliten in Eigenregie oben haben, die ja eigentlich auch für zum Beispiel Anwendungsfälle in der Ukraine eingesetzt werden könnte.

00:43:15: Ist das ein Thema an der Bundesregierung?

00:43:16: Dass wir dort Kapazitäten anbieten, die die Amerikaner vielleicht abziehen?

00:43:20: Wir brauchen auf jeden Fall eigene Systeme und vor allem brauchen wir bei den Satelliten eben auch die Situation, wie wir jetzt schon begonnen haben in einer viel zu geringen Stückzahl natürlich noch aber auch Stichwort Verschlüsselung im All das auch die Kommunikation natürlich abhörsticher ist.

00:43:35: Und dass es überhaupt einen Zugriff dann noch gibt und wir uns vor allem frei machen müssen Auch gerade von den Freundinnen und Freunden aus China beispielsweise.

00:43:46: Aber ein Moment wenn ich's richtig sehe geht ohne Elon Musk gar nichts da oben oder?

00:43:50: Es ist auf jeden Fall der stärkste Player und er hat uns auf jeden fall immerhin gelehrt.

00:43:54: Und das ist ja das positive in der Krise, dass es nicht mehr reicht so langsam zu sein.

00:43:59: Wir hatten hier schon diesen großen Paradigmenwechsel auch zu akzeptieren, dass wir die privaten Player nicht nur mit reinlassen müssen sondern dass wir sie auch gezielt nutzen können müssen.

00:44:09: Das sieht man bei den ganzen Launching-Aktivitäten Micro Launcher Challenge, die wir von der ESA aus ins Leben gerufen haben.

00:44:16: Was es eben wichtig ist nicht nur auf die Ariane und die Vega zu setzen beispielsweise sondern dass wir mit ESA Aerospace, mit der Rocket Factory, mit High Impulse auch jetzt in Deutschland Player haben, die uns auch davor schützen später mal solche Abhängigkeiten zu haben.

00:44:29: Sagen Sie mal wie der Zeitbahn aussieht wenn es diese Launch-Fähigkeiten für deutsche Angebote wie zum Beispiel ESA Airspace realistisch geht?

00:44:36: Wir sind ja schon mitten dabei also den nächsten Launch stehen ja kurz bevor von allen drei Micro Launchern.

00:44:43: Aber die Frage ist natürlich, wie viele im Jahr sind möglich.

00:44:46: Also ich glaube der große Vorteil gerade der Kommerzialisierung in den Vereinigten Staaten.

00:44:52: Ich schieße was hoch, es fällt und ich schieß das nächste hoch.

00:44:55: Wir schießen etwas hoch, ist fehlt was völlig in Ordnung ist aber dann dauert's wieder viele, viele

00:45:00: Monate.".

00:45:01: Sie sind ja die Frau für wunderbare Visionen wie vor vielen Jahren schon gelernt haben.

00:45:05: geben sie mal eine Vision.

00:45:06: Der Bundeskanzler hat gesagt Deutschland muss die stärkste konventionelle Armee haben wo es Deutschland auch das technologisch führende Nation im Allsein in Europa?

00:45:16: Naja, in Europa sind wir das meines Erachtens auch.

00:45:18: Wir haben das bewiesen im November in Bremen – wir haben mit den fünf Komma vier Milliarden weit mehr gezeichnet und mit einem großen Abstand zu Frankreich, zu Italien, zu den anderen ESA-Mitgliedsstaaten.

00:45:30: Stichwort Programmführer schafft uns natürlich auch Programme ausgesucht die für uns von großer Bedeutung sehen.

00:45:36: Wir habe jetzt auch ein Panel bei der MSC diskutiert also zum Beispiel alles was mit Navigationen und was mit Erdbeobachtungen zu tun hat Und das hat so viele Auswirkungen.

00:45:46: Das hat natürlich zivile Auswirkung auf die Landwirtschaft, auf den Klimaschutz und bei gleichzeitig auch die militärischen Auswirklungen was ich mit Erdbeobachtung eben alles machen kann um zum Beispiel weil sie die Ukraine auch erwähnt haben auch dann unsere Nachbarn zu schützen, wenn es denn auch in Kriegs-Situationen notwendig ist.

00:46:05: Müssen Sie nicht viel enger mit dem Verteidigungsministerium bei diesen Themen zusammenarbeiten?

00:46:09: Gerade weil es nicht nur Forschungssatelliten sind, sondern weil sie eben auch militärisch einen hohen Wert haben!

00:46:16: Wie viel engert denn noch?

00:46:18: Ich meine nicht

00:46:19: persönlich, dass Sie gut miteinander können... gemeinsame Fonds, gemeinsame Milliarden, gemeinsamen Programme auflegen.

00:46:26: Wenn ich sehe dass der BND über Jahre hinaus keinen eigenen Satelliten da oben hatte als drittgrößte Volkswirtschaft der Welt dann fragt man sich schon wow was haben wir die letzten Jahrzehnte gemacht?

00:46:36: Wird Dich Merz hat in seiner Eingangsrede bei der MSC ja auch ganz besonders nochmal auch die Stellung und auch die Wertschätzung und auch den größeren Effort erwähnt was dem BND betrifft.

00:46:47: also Man kann über verschüttete Milch reden, was in den letzten Jahren und Jahrzehnten passiert.

00:46:51: War das richtig?

00:46:52: Was sicherlich nicht richtig?

00:46:53: Und wir sind zu lang auch auf der Friedensdividende gesurft und haben gedacht es wird schon alles irgendwie immer gut gehen.

00:46:59: Sie müssen noch dafür kämpfen dass die Bereisausnahme eben nicht nur im konventionelle Militärtechnik am Boden geht sondern auch in Ihren Bereich.

00:47:06: Aber das tut's ja!

00:47:07: Also Boris Pistorius hat ja auch ganz bewusst für die Raumfahrt Milliarden ins Fenster gestellt und das ist natürlich genau wichtig und ich hatte ja im Vorfeld der ESA-Ministerratskonferenz mit dem BMVG die Diskussionen gehabt, dass das BMVGS malig – obwohl es nie in der Politik des Verteidigungsministeriums gepasst hat und dass das erstmalig auch Programme mitgezeichnet hat.

00:47:29: Noch in einem relativ geringen Umfang mit drei Hundert Millionen.

00:47:31: Aber alleine das Zeichen den Einstieg zu machen war schon einmal ein ganz wichtiges.

00:47:36: Und ich habe mit der Besetzung meines Abteilungsleiters ja nicht nur einen Astronauten sondern auch einen General mir ausgesucht, der eben beides abdeckt und er sowohl auf der militärischen Seite als auch bei der zivilen Seite der Raumfahrt extrem zu Hause ist.

00:47:50: Und wir haben nicht nur jetzt auf Minister-Ebene einen persönlich guten Austausch, sondern natürlich auch auf der Arbeitsebene.

00:47:55: und das ist das Entscheidende, dass es das Wichtige...

00:47:57: Dass die Häuser nicht gegeneinander

00:47:59: arbeiten?

00:47:59: So, in

00:47:59: der Hilfsengenerale im Haus zu haben.

00:48:01: und wir arbeiten jetzt eben gerade auch an einem – wie heißt's so schön?

00:48:04: Das ist jetzt nicht Kliniker Brücke aber Beamtenaustau, der dann auch zwischen den Häusern stattfindet….

00:48:10: Das ist in diesen Zeiten immer gut.

00:48:12: ein Generalemhaushalt?

00:48:13: Absolut!

00:48:14: Und er macht einen ganz herausragenden Job.

00:48:16: Jetzt eine Frage noch.

00:48:17: in jedem Panel, auch gerade bei Ihnen war wieder die Frage Deutschland hat diese Forschungsintelligenz, diese exzellenten Institutionen, die Wissenschaft.

00:48:25: aber wir kriegen es nicht hin Die Verbindung zwischen der Wissenschaft und Wirtschaft schneller, dynamischer Auch für die Konjunktur erträglicher zu gestalten.

00:48:35: Wie können Sie dieses Thema

00:48:37: anpacken?

00:48:38: Transfer ist in dieser Legislaturperiode ganz oben auf der Agenda, also auch die Transferagenda.

00:48:44: Es gibt ja Bereiche in Deutschland nicht nur an der TUM, die immer als Beispiel genannt wird und auch in anderen Universitäten funktioniert.

00:48:50: aber momentan ist, sage ich mal Risiko noch nicht unser zweiter Vorname.

00:48:55: Und da nochmal dafür zu sorgen... Ist das eine

00:48:58: Mentalitätsfrage der Wissenschaft?

00:49:00: Es ist auch eine Mentalitätfrage!

00:49:03: Wir hatten Mitte der Woche das Überreichen des EFI Gutachtens und da hat in der Pressekonferenz, der Bundeskanzler einen Satz gesagt für den ich auch schon sehr viel Schälte bekommen habe.

00:49:12: In meiner Amtszeit nämlich dass Wissenschaft kein Selbstzeug

00:49:15: ist.

00:49:16: Und dann kann man ja auch treffig drüber strahlen.

00:49:18: Aber trotzdem ist genau das, was dahinter steckt natürlich richtig.

00:49:22: Klar muss es möglich sein in jedem Bereich auch zu forschen aber es muss natürlich oder andersrum es darf nicht verboten sein mit guten Ideen auch Geld zu verdienen.

00:49:29: Dann hat's natürlich auch etwas mit Risikokapital zu tun.

00:49:32: ich habe zum Beispiel heute auch Gespräche geführt zum Thema Risikopapital und auch mit Unternehmen mit Partnern aus dem Bankenwesen weil genau das ist der Punkt die brauchen wir da auch an dieser

00:49:42: Stelle.

00:49:46: Das war unser Podcast Nummer zwei von der Münchner Sicherheitskonferenz.

00:49:50: Heute an diesem Samstag können Sie sich erst einmal die Rede von Marco Rubio annen, wird übrigens live übertragen auf der Seite der Münchener Sicherheits Konferenz und dann in unserem letzten Podcast hier direkt aus München erwartet sie noch ein Kanzler, ein Admiral eine Sicherheitsexpertin und einen sehr spannender Investor.

00:50:08: Freuen Sie sich also auf Table Today auch am Sonntag bis dahin!

00:50:12: Schön dass Sie heute dabei waren.

00:50:13: Ciao ciao.

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