Wie weit geht die Staatsräson?

Shownotes

Extremistische Siedler belagern im Westjordanland die Häuser palästinensischer Familien – und die israelische Regierung lässt sie gewähren. Steffen Seibert, bis vor Kurzem deutscher Botschafter in Israel, versucht im „Zeit"-Interview die Gratwanderung zwischen der „deutschen Staatsräson" und der Achtung der Menschenrechte. [01:31]

Grünen-Chef Felix Banaszak will auch aus dem US-amerikanischen Wahlkampf Lehren ziehen. Politik werde an konkreten materiellen Fragen gemessen. „Ich glaube, dass dieser Kulturkampf, der alle westlichen Demokratien erfasst hat, eigentlich nur eine Ersatzhandlung für ungelöste materielle Konflikte ist." [08:55]

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00:00:02:

00:00:10: Die Lage in den Palästinensergebieten verschärft sich, aber kaum einer schaut noch hin.

00:00:15: Zu viele andere Krisen beschäftigen die Menschen und die Medien.

00:00:20: Aber jetzt hat ein außergewöhnliches Interview für Furore gesorgt.

00:00:23: Steffen Seibert der ehemalige Botschafter Intel Aviv hat deutliche Worte gefunden wo der Blick jetzt dringend nötig ist.

00:00:34: Die Grünen müssen kämpfen seit längerem, eigentlich seit der letzten Bundestagswahl sowieso weil sie dort in ein großes tiefes Loch gefallen sind.

00:00:43: Jetzt stehen die Landtagswahlen im Osten an eine besonders harte Probe.

00:00:48: Dort hat die Partei besonders wenig Freunde und außerdem kämpft sie immer noch mit dem was sie konstruktiv kritische Opposition nennt.

00:00:58: Überall.

00:00:58: das haben wir mit Felix Banaschak gesprochen Und

00:01:02: dann gibt es gute Nachrichten vom Sport.

00:01:05: Deutschland kann wieder laufen, so ist das Fazit nach der Leichtathletik EM in Birmingham die gestern zu Ende gegangen ist.

00:01:13: Deutschland war erfolgreich und das misst sich nicht nur an Medaillen sondern auch einer neuen Mentalität.

00:01:19: Das ist doch schön und wir freuen uns im Mitte-Augustwoche heute des Montag der siebzehnte August.

00:01:25: Wir freuen uns dass Sie dabei sind.

00:01:32: In Kussra im Westjordanland hat sich die Situation zwischen extremistischen Siedlern und Palästinensern wieder einmal verschärft.

00:01:41: Extremistische Siedler haben die Häuser von palästinenzischen Familien belagert, und die israelische Regierung geht nur halbherzig gegen sie

00:01:50: vor.".

00:01:51: Das veranlasste den US-Botschafter Mike Hackeby ein Trumpmann mit sehr scharfen Worten zu reagieren, er sprach von israelischen Terroristen und bezeichnete den Fall der sich dort ereignet hatte diese Schikane dieser Einschüchterung als widerlich.

00:02:07: Also überraschend deutliche Worte.

00:02:09: das ganze die ganze Eskalation ist natürlich auch zu sehen.

00:02:13: vor dem Hintergrund der anstehenden Wahl am siebenundzwanzigsten Oktober wird die Frage beantwortet ob Benjamin Netanyahu israelischer Premierminister bleibt.

00:02:25: Stefan, von der deutschen Bundesregierung haben wir zur Lage im Westjordanland länger nichts gehört?

00:02:31: Absolut richtig.

00:02:32: Vor einem Jahr hat Friedrichs Merz sich noch ziemlich deutlich geäußert als er in Gaza das Gefühl hatte so kann es eigentlich alles nicht weitergehen.

00:02:40: aber inzwischen ist wieder ein ziemlich ruhig reingekehrt.

00:02:43: Der Außenminister sagt hier und da was kritisiert es auch Aber man hat nicht den Eindruck dass da einen Moment entstanden ist wo die Bundesregion nochmal wirklich überlegt was tun wir jetzt?

00:02:54: Stattdessen hat es aber ein, ich würde jetzt mal sagen und das sagen wir ja auch nicht so oft.

00:02:59: Ein spektakuläres Interview mit Steffen Seibert gegeben.

00:03:02: Steffen Saibert ist vier Jahre deutscher Botschafter in Tel Aviv gewesen und lange Jahre Regierungssprecher von Angela Merkel also nicht irgendwer sondern einer der sich doch ziemlich gut auskennt.

00:03:14: und was ist passiert?

00:03:15: Seibart erzählt in einem langen Interview viel über seine persönliche Nähe, vielleicht sogar Liebe zu diesem Land.

00:03:22: Und er beschreibt den Schmerz, den er empfindet wenn er leibhaftig erlebt wie in der Westbank, in den eigentlich palästinensischen Gebieten jüdische Siedler immer gewalttätiger werden.

00:03:33: Man spürt was er empfindet zwischen dieser Liebe zu dem Land und dem Entsetzen über das was die aktuelle Regierung tut.

00:03:42: Das Interview trägt den Titel.

00:03:43: Ich möchte von einem Tag erzählen, an dem ich die Rolle des Botschafts bewusst verlassen hatte und da erzählt Seiberd von einer Reise, die er unternommen hat ins Westjordanland.

00:03:54: Er trifft dort Ein Hirten und es tauchen israelische Siedler auf.

00:03:59: Und das Ganze eskaliert ein bisschen, jedenfalls rhetorisch.

00:04:03: Und plötzlich kommen die EDF, die israelischer Armee und demütig diesen Hirten mit Kabelbindern werden die Hände zusammengezogen.

00:04:11: Ein Tuch wird ihm um den Kopf gebunden.

00:04:14: Und Seibat zeigt sich schockiert darüber wie die israelische Armee gegen einfache Menschen vorgeht, die nun erkennbar keine Terroristen waren.

00:04:24: das ist die Geschichte, die zu diesem Titel geführt hat.

00:04:28: Ja und es ist eigentlich der springende Punkt von alledem er schildert nicht nüchtern was passiert da und ich bin dafür oder dagegen sondern er erzählt extrem authentisch wie er selbst mit welchen Emotionen er dort als deutscher Botschafter unterwegs ist so etwas erlebt wahrscheinlich unendlich erschrocken ist dann zu dem Schluss kommt Das ist Vertreibung mit Mitteln der psychologischen und der realen Gewalt.

00:04:57: Es ist ihm nicht leicht gefahren, dieses Interview zu führen – das merkt man eigentlich auf jeder Zeile!

00:05:01: Deswegen, Helene erspricht auch das Thema Staatsressort an.

00:05:05: Bekanntermaßen ein Begriff den Angela Merkel geprägt hat?

00:05:09: Auch übernommen hat von einem früheren deutschen Botschafter.

00:05:13: Was

00:05:13: heißt dieser Satz jetzt nachdem Steffen Seibert ihn noch mal neu definiert hat für uns?

00:05:21: Es ist ein Interessant, weil tatsächlich viele glauben das Angela Merkel in ihrer berühmten Rede in der Knesset.

00:05:27: Sie hat diese Formulierung zum ersten Mal benutzt aber tatsächlich schon drei Jahre vorher Rudolf Bressler der damalige israelische Botschafter, also ein Vorvorvorgänger von Steffen Seibert genau diese Formulierung verwendet.

00:05:41: Und Angela Merkel hat sie dann übernommen.

00:05:44: und das Interessante an der Staatsräse ist ja dass es gar nicht so einfach ist diesen Begriff zu fassen.

00:05:52: Denn es ist eben nicht zu verstehen als eine Art Versprechen von Artikel fünf Der NATO, also von wegen wenn ihr angegriffen wird sind wir militärisch sofort an eurer Seite und verteidigen jeden Zentimeter eueres Staatsgebietes.

00:06:04: So ist es nicht!

00:06:06: Es ist aber natürlich auch mehr als eine reine Absichtserklärung.

00:06:10: Aber was das ganz genau ist?

00:06:12: Das ist nicht ganz klar definiert und manche sagen auch dass es bewusst nicht ganz klart definiert.

00:06:19: Jedenfalls spricht jetzt darüber, wo dieses Existenzrecht Israels jedenfalls nicht zur Anwendung kommt.

00:06:26: Und er verweist auf die international anerkannten Grenzen von nineteen Sechzig und sagt Die Selbstverpflichtung Deutschlands bezieht sich also nur auf das international anerkannte Gebiet und macht deutlich dass etwa Übergriffe von Siedlern im Westjordanland und illegale Siedlungen usw.

00:06:45: Nicht unter die Staatsräson fallen sagt den Satz, sie unterstützt nicht das Überlegenheitsgefühl gegenüber einer anderen Bevölkerung und macht insofern klar also was die Siedler dort treiben auch wenn sie Israelis sind ist nicht etwas dass Deutschland insoferen etwas angeht als man Israel damit unterstützen sollte.

00:07:07: Und des Weiteren sagt er in puncto deutsche Solidarität mit Israel bedeutet nicht, dass unsere Unterstützung jegliches staatliche Verhalten Israels einfließt zum Beispiel nicht die Besatzung, die nun ins sechzigste Jahr geht.

00:07:21: Also Steffen Salbert versucht sich an diesem extrem heiklen schmalen Grad zwischen Solidaritet mit Israel Erwachsen aus der historischen Verantwortung einerseits und andererseits an der Kritik an bestimmten Handlungen der israelischen Regierung.

00:07:39: Ja und er geht sogar interessanterweise noch einen Schritt weiter.

00:07:43: Er stellt sich auch die Frage ganz offen in einer langen Antwort auf die Frage der Kollegin von der Zeit, was heißt denn das jetzt?

00:07:51: Wie kann denn Deutschland irgendwie zeigen wo es steht?

00:07:54: Er sagt ich bin gegen Boykotte.

00:07:57: Ich bin auch gegen die pauschale Isolierung von Israelis im internationalen Austausch.

00:08:01: Ich bin zum Beispiel strikt gegen Maßnahmen die den Wissenschaftsaustausch einschränken.

00:08:05: aber er sagt Man muss sich klar fragen, gibt es gezielte Maßnahmen die unsere Ablehnung der verhängnisvollen Siedlungspolitik klar machen?

00:08:15: Das ist – ich würde fast sagen ein Arbeitsauftrag an den aktuellen deutschen Außenminister mindestens möglicherweise auch an den Kanzler.

00:08:24: Die Debatte wird weitergehen, was natürlich auch damit zu tun hat.

00:08:27: Das ist jetzt wieder im größeren Stil.

00:08:29: Ausvorgenehmigung von Rüstungsgütern nach Israel gab.

00:08:33: Im ersten Quartal hat die Bundesregierung Rüstungsküter in Höhe von dreiundsechzig Millionen Euro genehmigt und dann gab es noch weitere Genehmigungen um April und Mai.

00:08:42: das sorgt natürlich für politische Diskussion hat übrigens verrechtliche Diskussionen gesorgt.

00:08:48: allerdings das Bundesverfassungsgericht hat entschieden diese Genehmighungen waren rechtmäßig.

00:09:28: Ja, hallo.

00:09:29: Vielen Dank!

00:09:30: Sie haben sich zuletzt die USA und den Wahlkampf dort angesehen?

00:09:33: Was ist die wichtigste Erkenntnis, die sie mitgebracht haben?

00:09:37: Für mich war es die wichtigsten Erkenntnissen zu sehen dass in der demokratischen Partei ein sehr reges Nachdenken darüber stattfindet wie sie eigentlich in diese Defensivposition bekommen sind.

00:09:47: Die dazu geführt hat das zweimal Donald Trump gewählt wurde und dieses nachdenken ist ja durchaus so Kontroversis, also die Ansätze, die dann beispielsweise in New York bei Soan Mamdani und den Menschen, die eher dort unterstützt verfolgt werden sind ja nicht die gleichen wie in anderen Teilen des Landes.

00:10:06: Deswegen habe ich auch bewusst nicht nur New York City mir angeschaut, hab im Washington DC mit vielen Trondesse und Senats geredet aber bin auch nach Texas gereist.

00:10:16: Dort versuch gerade James Tellerico Das erste Mal, seit long time ago, für die Demokraten einen Senatsitz zu erobern und es sieht gut aus.

00:10:25: Er führt gerade in den Umfragen und wie macht er das?

00:10:27: Mit klaren Botschaften insbesondere was die Kitchen Table Issues angeht.

00:10:34: also wie viel Geld haben die Amerikaner eigentlich im Portemonnaie?

00:10:37: aber verbindet das eben nicht mit einem Kulturkampf sondern mit einer Anerkennung der texanischen Kultur selbst stark religiös.

00:10:45: und seine mascherelle Botschaft, also dafür zu drogen dass alle ein gutes Leben haben begründet er auch aus seinem christlichen Glauben heraus.

00:10:54: Also eben nicht in Opposition zum Mainstream meinetwegen auch zum konservativen Mainstream sondern an der Stelle anschlussfähig und das fand ich ganz spannend zu sehen Was auf jeden Fall deutlich war, das Establishment der demokratischen Partei steht massiv unter Druck.

00:11:11: Die verlieren gerade mit ihren Kandidatinnen und Kandidaten eine Vorwahl nach den anderen geben auch Kandidate aus dem Bereich der Democratic Socialists.

00:11:19: Und ob man jetzt diesen Weg für den allgemeinen richtigen hält ist die eine Frage.

00:11:24: aber wenn die demokratische Partei nicht ihre politische Praxis der letzten Jahre und Jahrzehnte überdenkt dann wird sie vermutlich von dieser Bewegung Plattgeweiß.

00:11:34: Und das ist insofern nicht eins zu eins übertragbar auf Deutschland, auf das deutsche Parteiensystem.

00:11:39: aber es zeigt einfach wenn man die Unzufriedenheit, die tiefe Entfremdung dies entteilen der Gesellschaft zum politischen System gibt nicht ernst nimmt dann haben halt Parteien Zulauf und Kandidatenzulauf die sehr viel grundsätzlich ja die Dinge infrage stellen.

00:11:53: und wer also so etwas für eine demokratische Mittel bewahren will den darfst du nicht betätcheln sondern muss sie auch herausfordern.

00:11:58: Was von dort kommt für Sie oft gar keinen Fall infrage?

00:12:02: Ich habe schon mit einer gewissen Sorge zur Kenntnis genommen, welchen großen Anteil beispielsweise die Debatte um den Naostkonflikt und auch die Haarschalt der Argumentation dort eingenommen hat.

00:12:16: Das haben wir in Deutschland noch nicht im gleichen Maße, auch wenn wir in der Zeit dieser sehr brutale Völkerrechtsmitriege kriegt, der dort gegen die palästinensicher Bevölkerung stattgefunden hat – auch in Deutschland natürlich viele Menschen auf die Straße getrieben hat, aber was man auf jeden Fall lernen kann.

00:12:33: Und ich würde auch sagen muss ist diese Rückbesehnung auf die wirklich ganz konkreten materiellen sozialen und Verteilungsfragen, die dort in den Mittelpunkt gerückt werden.

00:12:44: Diese Fragen wieder klar zu beantworten oder auch so wie es Soramandani in New York tut, ganz konkret im Leben der Menschen Verbesserungen zu erreichen?

00:12:53: Ich glaube das ist richtig.

00:12:54: Im März ruft er hier in Deutschland eine Jahreszeit der Reform nach der anderen aus und nichts passiert Und in New York sind innerhalb von wenigen Monaten hunderttausend Schlagdöcher gestopft worden.

00:13:05: Wusst ich jetzt auch nicht, dass das der demokratische Sozialismus ist aber die Logik dahinter ist ja bestechend.

00:13:10: Wie sollen denn die Menschen uns vertrauen und dass wir die großen Probleme für sie lösen wenn wir schon einen kleinen Schalter?

00:13:15: Wenn ich das richtig raushöre haben Sie keine Lust mehr auf Kulturkampf und keine Lust mir auf Identitätswahlkampf, richtig?

00:13:23: Ich glaube, dieser Kulturkampf alle westlichen Demokratien erfasst hat eigentlich nur eine Ersatzhandlung für ungelöste materielle Konflikte ist.

00:13:34: Und dass er auch bewusst von den Gegnern, von beispielsweise seiner vernünftigen Sozialpolitik und auch von Gegnernen einer ambitionierten Klimapolitik instrumentalisiert wird um ihre eigenen Interessen durchzusetzen.

00:13:45: also das die Klimafrage, die denkbar materielle Frage unserer Zeit.

00:13:50: Also welche Lebensgrundlagen wollen wir eigentlich unseren Kindern und Enkeln überlassen?

00:13:54: dass diese materielle Frage zu einer Kulturkampffrage umgedeutet wurde, zur Lebensstilfragen.

00:14:00: Und dann wollen die Klimaschützer und die Grünen dir das Leben madig machen, Michael Kretschmar, im sechsischen Landtagsparkat aufgehängt.

00:14:08: grillen muss erlaubt bleiben als hätte das irgendjemand infrage gestellt aber sollte einfach so ein anti-grüner Reflex mobilisiert werden.

00:14:15: Jetzt kenne ich mich genug bei Michael Ketschmar über andere Kulturkämpfer sozusagen von Michel Rechtsaufregen oder auch von rechts außen.

00:14:22: Aber ich kenne mir natürlich auch die Frage stellen, welchen Raum habe ich denen gelassen?

00:14:25: oder haben wir den gelassen als progressives ökologisches Milieu.

00:14:29: Und wenn wir also jetzt in diesem Hitzesommer über die klimatischen Bedingungen sprechen und über die Frage warum diese Bundesregierung kein Erster von Klimastürz macht dann muss sich an die Strukturen ran, da muss sich das Gemeinschaftsgefühl ran und da muss ich nicht meine Nachbarin dafür beschämen dass sie das zusammengesparte Geld nur zum einmalen Jahr mit ihrer Familie nach Mallorca zu fliegen.

00:14:49: Sie haben mal den Wahlkampf jetzt begonnen in Ostdeutschland.

00:14:52: Sie haben Campingplätze besucht, jetzt fahren sie mit einem eigenen Taxi-Bannerjack durch die Gegend und sie besuchen dabei auch Bauern deren Felder austrocknen.

00:15:02: Hilft Ihnen eigentlich die Hitze des Sommers?

00:15:04: oder sagen die Leute oh nee euch die ihr uns jetzt erklärt wie recht ihr immer hattet?

00:15:09: Die können wir jetzt gerade in der Not gar nicht gebrauchen!

00:15:11: Wie fühlt sich das im Augenblick

00:15:12: an?

00:15:13: Wenn man es so machen würde, dann hätte das keinen Effekt.

00:15:16: Also jetzt zu den Leuten sagen Ha ha haben wir euch doch immer schon gesagt Das wäre ein großer Fehler.

00:15:21: aber natürlich gibt es einen riesigen Kluft zwischen der Alltagswahrnehmung der Menschen gerade und dieser massive Ignoranz und Breselkeit der Bundesregierung.

00:15:30: Und die Grünen können und wollen in diesem Sommer oder auch im Herbst auch schlimme Dära sein, die nicht akzeptieren wollen dass der Welt vor die Hunde geht.

00:15:39: Die nicht akzentieren wollen das ihnen jetzt regelmäßig Ernteausfälle drohen wenn sie Landwirtschaft betreiben, die ihre Fiebestände reduzieren müssen weil die Futterversorgung nicht mehr gewährleistet ist wenn eine Dürre den nächsten Jahr hat.

00:15:51: Wir wollen die Stimme Därra sein die auch im fortgeschrittenen Alter noch gesellschaftliche Teilhabe wollen und sich in den verdunkelten Wohnungen nur noch aufhalten sobald Juni Juli oder August ist.

00:16:02: Aber wir wollen nicht mit besserer Wisserei und told you so Menschen überzeugen, sondern damit dass wir die Probleme, mit denen sie jetzt ja ganz real konkret konfrontiert sind im Zentrum der politischen Debatte zurückholen.

00:16:16: Sie fahren jetzt... Wir haben es gerade schon angesprochen mit dem Taxi-Bandagak durch die Gegend.

00:16:20: Warum ist es Ihnen so wichtig, die Menschen zu sich ins Auto einzuladen?

00:16:26: Außerdem muss ich kurz fragen.. Ist das ein Verbrenner?

00:16:28: Das ist ein Elektrosieben-Sitzer, den wir offensichtlich in einem Jahr haben und jetzt für diesen Wahlkampf zum Taxi umgebaut, umfoliert.

00:16:37: Das ist eigentlich die wörtliche Umsetzung eines Anspruches, den ich auch an Politik habe – dass Politikmenschen da abholt wo sie sind.

00:16:45: Wir brauchen in beiden Ländern einige wenige Tausend Stimmen noch von Menschen, die noch nicht sicher oder noch nicht entschieden sind, Bündnis XX die Grünen zu wählen Grohe Verkündung von der großen Bühne aus, sondern die wollen wissen was haben wir im Angebot?

00:17:04: werden auch ihre Sorgen und ihre Themen eigentlich adressiert.

00:17:08: Also wir brauchen ja auch Menschen bei dieser Wahl, die jetzt nicht morgen schon seit zwanzig Jahren aufwachen mit dem Gedanken, die Grünen sind der einzige Partei, den mein Interessen vertritt, sondern auch Menschen die letzten Male vielleicht wehren anders gewählt haben oder die gar nicht wählen waren und sich dann am Ende sagen diesmal Grün

00:17:24: Gab es auch schon mal jemand bei Ihnen im Taxi, kurze Antwort bitte.

00:17:26: Gab's schonmal jemandem Taxi der gesagt hat was intensiver ein Idiot?

00:17:30: Also ich ja, ich lass mich jetzt für ihn rumverschuffieren.

00:17:33: aber ehrlich ich verstehe sie nicht, ich mag sie nicht.

00:17:37: Gibt´s das?

00:17:37: Gibt's da manchmal auf zwischen Taxifahrern und Kunden?

00:17:42: Noch nicht!

00:17:42: Ein paar Wochen habe ich dann noch vor mir, aber insgesamt nehme die Aggression massiv ab gegenüber den früheren Jahren.

00:17:51: Wenn ich unterwegs bin, dann höre ich viel Interesse.

00:17:55: An manchen Stellen natürlich noch eine Skepsis und diese Leute kommen nicht alle mit wehenden Fahnen aber sie hören wieder zu.

00:18:01: Und das ist vielleicht der erste Schritt und dann schauen wir mal... Ich bin gerade sehr zuversichtlich dass sich das im September bei den Wahlen auch so zeigt was wir in die Landtage einziehen.

00:18:12: Letzte Frage Im Herbst wenn die Landtagswahlen für die Koalitionsparteien womöglich doch Herb enden?

00:18:21: Nicht mehr so richtig viel schafft und immer weiter in so eine Lähmung schlittert.

00:18:25: Gibt es ja auch für die Grünen zwei Möglichkeiten, man könnte sagen Neuwahlen fordern, Neuwallen fordern.

00:18:30: ihr könnt das alle nicht mehr oder wäre ungewöhnlich mithelfen um die Mitte zu stabilisieren?

00:18:37: wo stehen sie da?

00:18:39: Die Mitte zu stabilisieren ist immer unser Anspruch und deswegen haben wir ja auch in den letzten seit der Bundestagswahl nicht fundamentale Opposition mit dem Ziel betrieben, die Regierung einfach scheitern zu sehen.

00:18:53: Wir haben uns ja bewusst entschieden, nicht den Kurs von Friedrich Merz zu kopieren.

00:18:58: wenn das demokratische Spektrum dieses Landes nicht sehr viel mehr trut um aus den Fehlern der letzten Jahre zu lernen und ich habe ja am Anfang mit Blick auf die USA ein paar Dinge angesprochen Dann ist es nur noch eine Frage der Zeit, dass das dann irgendwann nicht mehr reicht.

00:19:13: Und das ist zum einen ein Auftrag an die, die dann in Sachsen anhalt nochmal eine Regierung miteinander bilden.

00:19:19: Aber es ist auch ein Auftakt für die Bundesregierung und ich erwarte eigentlich, dass Friedrich Merz das für einen Kurswechsel nutzt und auch für einen Wechsel in seiner Führungsweise, für eine eine fundamentale Veränderung der Art wie er dieses Land behandelt, wie er diesem Land begegnet und seinen Bürgerinnen und Bürgern.

00:19:37: Er muss zurück auf, oder was heißt zurück?

00:19:39: Für den Messer muss endlich mal Augenhöhe lernen und auf Augenhöhen den Menschen begegnen.

00:19:44: Nicht von oben herab.

00:19:45: sie für faul und untätig erklären ihnen unterstellen dem den Staat doch sowieso nur auszutricksen und auszunutzen.

00:19:54: erster Tag krank und sofort ab zum Arzt also vollkommen erstens in der Sache falsche Ideen die vor allem aber zweitens auch ausstrahlen eigentlich misstraut eher Seinen Bürgerinnen und Bürgern.

00:20:07: Aber wie soll jemand selbst Vertrauen von den Bürgerinnen oder Bürgeren bekommen, der ihnen eigentlich signalisiert ihr seid nicht richtig?

00:20:15: Und insofern muss sich etwas ändern an ganz vielen Stellen und vielleicht erkaufen wir uns im September noch mal ein bisschen Zeit da fundamentale was zu ändern.

00:20:24: aber es wird notwendig

00:20:25: sein.".

00:20:25: Der Wahlkampf ist nicht ohne.

00:20:28: die Hitze prägt ihn im Augenblick sehr und trotzdem finden die entscheidenden Fragen im Herbst statt.

00:20:35: Herr Bonacic, besten Dank für das Gespräch.

00:20:38: Danke Ihnen!

00:20:49: Stefan war sonst noch was?

00:20:51: Ja ich werde jetzt ganz persönlich aber ich kann einfach nochmal den Blick lenken auf die letzten Tage.

00:20:58: Europameisterschaften leichter tätig Birmingham.

00:21:01: Was wir da erlebt haben und auch ich gerne begeistert verfolgt habe, war eine deutsche Mannschaft die interessante Namen trägt, zum Beispiel Shanice Craft oder Yemizi Mabri oder Malika Mihambo.

00:21:15: Oder aktuell an diesem Sonntag der Gewinner des Marathons Amanal Petros.

00:21:22: Alle sind begeisterte sehr engagierte hoch leidenschaftliche Sportler gewesen alle stolz auf ihre Fahne Und alle sind aufgetreten.

00:21:31: Das haben auch die erzählt, die nicht gewonnen haben sondern nur dabei waren im Team, die auch mal verloren haben.

00:21:37: Wir sind anders dorthin gefahren als in den vergangenen Jahren.

00:21:40: Wir sind dort hingefahren und haben gesagt ne wir fahren da nicht hin mit dem Gefühl vielleicht verlieren oder vielleicht gewinnen oder vielleicht hoffentlich geht es gut.

00:21:47: Sondern sie sind hingefahrt mit der Botschaft Wir wollen das Ding gewinnen!

00:21:51: Wir tun alles dafür Und tatsächlich waren sie so erfolgreich und so bunt gemischt wie schon lange nicht mehr.

00:21:57: Was für ein Gegensatz zu dieser depressiven schlechten Laune, die wir jetzt seit vielen Monaten in Deutschland erleben?

00:22:05: Ich finde das war ein fantastischer Kontrapunkt der zeigt, wie es gehen kann.

00:22:09: Der zeigt den Fußballern auch, wie's gehen kann!

00:22:11: Die Leichtathletiker zeigen ist den Fußballer.

00:22:14: Auch das finde ich sehr schön... Ja, wir müssen vielleicht nochmal darüber nachdenken über einen Satz, den Frank Busemann gesagt hat, Zehn Kämpfer, der sagt wir Deutschen neigen oft dazu uns kleiner zu machen als wir sind.

00:22:29: Ich hatte manchmal das Gefühl bei den Fußballern ist das Problem dass sie sich größer denken als sie eigentlich sind und mit einem unglaublichen Gerede von Achtel- und Viertelfinalen in das Turnier gehen und man dachte naja vielleicht übersteht ihr erst mal die Vorrunde nach dem was wir in den letzten Jahren gesehen haben.

00:22:44: aber reden wir nicht weiter über Fußball sondern Stefan Jürgen wäre eine Runde durch den Park in diesem wunderschönen Montagmorgen.

00:22:53: Schön, dass Sie heute dabei waren und wenn sie Lust haben, hören Sie doch morgen wieder bei uns rein!

00:22:57: Wir würden uns sehr freuen.

00:23:04: Tschüss!

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