Braucht Deutschland einen Coach, Frau Müller?
Shownotes
Der Arbeitsmarkt sendet zwei Signale, die sich zu widersprechen scheinen. Lufthansa streicht 4.000 Stellen, BMW 8.000, bei BASF sind 7.000 Jobs bereits weg, und pro Jahr verschwinden nach Zahlen der Bundesagentur für Arbeit rund 200.000 Arbeitsplätze, ohne nachbesetzt zu werden. Gleichzeitig sind die Auftragsbücher der Industrie so voll wie nie seit Beginn der Erfassung 2015. [01:26]
Frank Hensgens, Geschäftsführer von Indeed DACH, erklärt im Gespräch mit Alexander Wiedmann, warum das Geschäft der weltgrößten Jobplattform sich von der Zahl der Stellenanzeigen entkoppelt hat. Den stärksten Rückgang sieht er in der Softwareentwicklung, während Handwerk und Gesundheitsberufe stabil bleiben, und von der Debatte über eine Lockerung des Kündigungsschutzes erwartet er vor allem mehr Verunsicherung. [06:35]
VDA-Präsidentin Hildegard Müller hält es für zu kurz gegriffen, die Verantwortung für die Lage der deutschen Wirtschaft beim Kanzler abzuladen. Sie fordert einen Kraftakt der gesamten Gesellschaft. Die Autoindustrie jedenfalls leiste ihren Teil. Allein in den nächsten vier Jahren würden 320 Milliarden Euro in Forschung und Entwicklung und weitere 220 Milliarden in den Um- und Aufbau von Werken gesteckt. [13:50]
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00:00:02: Die Lage im Land, so zum Beispiel auf dem Arbeitsmarkt klingt aktuell nicht sonderlich gut und hält auch noch zwei Entwicklungen parat.
00:00:18: Sie sich zu widersprechen scheinen.
00:00:20: Grund genug einen ausführlicheren Blick darauf zu werfen.
00:00:31: Man könnte auch sagen, nötige Veränderungen anzustoßen.
00:00:35: Doch kaum gibt es einen Reformpaket, läuft das Landgefahr, dass alles wieder zerredet wird.
00:00:40: Beispiel Rente mit dreiundsechzig ganz aktuell.
00:00:43: Darüber werden wir heute auch sprechen und die Präsidentin des VDA Heligarten Müller fragen ob Deutschland mit seiner schlechten Stimmung
00:00:51: eigentlich
00:00:52: einen Coach
00:00:52: braucht?
00:00:54: Bislang sind Ärzte vor allem die Hausärzte dafür da körperliche Krankheiten zu heilen.
00:01:00: Nicht wenige aber sind der Überzeugung, dass seelische Belastungen wie etwa Einsamkeit viel zu Erkrankungen beitragen können.
00:01:07: Warum Einsamheit plötzlich auch in Hausarztpraxen ein Thema wird?
00:01:11: Das werden wir am Schluss erklären!
00:01:26: Von Berufswegen bin ich oft auf LinkedIn unterwegs und da bekommt man schnell das Gefühl, Deutschland steckt mitten in einer handfesten Jobkrise.
00:01:34: Auch im Bekanntenkreis hört man immer häufiger von Menschen... die von Stellenabbau betroffen sind, die Abfindungsangebote vorgelegt bekommen oder die zumindest große Sorge haben dass es sie auch als nächstes treffen könnte.
00:01:47: In der allgemeinen Berichterstattung findet das Thema Jobverlust und zuletzt vor allem oft auch akademische Arbeitslosigkeit immer öfter statt.
00:01:54: da geht jetzt zum Beispiel um Berufseinsteiger die studiert haben tolle Ausbildung haben und doch keine Möglichkeit finden ins Berufsleben einzutreten und es geht auch im Manager deren Stellen gestrichen werden.
00:02:07: Das sind nicht nur Gefühle, das alles ist nicht nur gespeist von anektotischer Evidenz.
00:02:12: Gerade erst haben wir große Stellenabbauprogramme wieder Schlagzeilen gemacht.
00:02:17: Lufthansa will viertausend Stellen streichen BMW acht tausend bei BRSF sind es bereits sieben Tausend Jobs weggefallen.
00:02:24: insgesamt verschwinden nach Zahlen der Bundesagentur verarbeit jedes Jahr aktuell rund zweihunderttausende Arbeitsplätze und zwar dadurch dass Unternehmen Stellen abbauen ohne sie anschließend nachzubesetzen oder gerade durch neue Jobs zu ersetzen, ganz besonders im Fokus die Industrie.
00:02:42: Dort gehen zurzeit allein rund fünfzehntausend Stellen pro Monat verloren.
00:02:47: Dazu kommt die Zahl der offenen Stellen nimmt ab.
00:02:50: Im Euro-Raum ist sie im ersten Bataill des Jahres zwanzig sechsundzwanzig um fünf Komma sechs Prozent gesunken.
00:02:56: in Deutschland ist die zahl der offene Stellen seit Beginn des Ukraine Kriegs um sechsohnzwanzich Prozent
00:03:02: gesunden.
00:03:03: Lies man das alles, sieht die Zahlen, spricht mit Menschen darüber?
00:03:07: Dann bekommt man irgendwann selbst ein bisschen Sorge.
00:03:10: Wer einen guten Job hat, hält sich lieber daran fest, bloß nicht wechseln und nur ein Risiko
00:03:16: eingehen.".
00:03:17: Und genau dieser Haltung ist sehr problematisch!
00:03:21: Wir haben dann mit einem Arbeitsmarktexperten gesprochen – zum Beispiel mit Enzo Weber vom Institut für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung, der sagt Genau das ist das, was die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt verschwinden lässt.
00:03:32: Die Leute verhaken also in Jobs, auf denen sie keinen Bock mehr
00:03:36: haben
00:03:36: anstatt mit viel Schwung in neue Jobs hineinzugehen und das ergibt am Ende tatsächlich dann auch ein wirtschaftliches Problem.
00:03:44: Auf der anderen Seite ist die Auftragslage bei der deutschen Industrie nach wie vor gut.
00:03:50: Der Spiegel berichtete zuletzt seit der ersten Erfassung Im Jahr zweitausendfünfzehn die Auftragspüche der Unternehmen noch nie so voll waren wie jetzt.
00:03:59: Es wird zwar gewarnt, dies zu euphorisch aufzunehmen – das hat seinen Grund auch in der Tatsache dass dazu ein paar ganz besonders große Aufträge für wenige Unternehmen gezählt werden aber so schlecht ist die Lage bei den Unternehmen insgesamt eben doch nicht!
00:04:16: Warum wirkt es so düster auf dem Arbeitsmarkt?
00:04:20: Ja, das ist ein ganz wichtiger Punkt.
00:04:21: Also wir haben auf der einen Seite Unternehmen die schon unter Druck sind... Die haben mit hohen Energiepreisen zu kämpfen, mit Wettbewerbsschulusten, die schielen nach China.
00:04:30: Die haben einen gewissen Investitionsdruck in Sachen KI und müssen da Geld ausgeben.
00:04:35: Und die reagieren wie es betriebswirtschaftlich im Grunde richtig ist.
00:04:39: Sie gehen durch ihre Kosten, schauen wo sie effizient sind und am Ende entlassen sie auch Menschen nur!
00:04:46: Sie haben jetzt ein Momentum und das müssen sie nutzen.
00:04:49: Gesundschrumpfen allein, das geht nicht.
00:04:51: Nur Kostensparen löst nicht das Problem dass man Innovationen braucht und neue Geschäftsmodelle und neuen technologischen Fortschritt den man voran treibt um eben sich an eine bessere Position zu bringen.
00:05:03: Das heißt die Unternehmen müssten eigentlich jetzt noch gute Auftragslage nutzen und umbauen und innovieren und dafür brauchen sie auch viele gute Leute.
00:05:13: Die ja da sein müssten!
00:05:15: Wir haben es gerade gesagt, es werden gerade viele Abfindungsangebote ausgesprochen und Leute freigesetzt.
00:05:21: Ja, nur passen die nicht unbedingt.
00:05:23: Die Menschen, die jetzt gerade Job suchen sind häufig nicht die mit den Qualifikationen, die die Unternehmen gerade brauchen.
00:05:30: Arbeitsmarktexperten nennen das dann ein Missmatch und der ist ziemlich gewaltig in Deutschland.
00:05:36: Eigentlich ist es sogar ganz absurd!
00:05:37: Trotz all dem was wir gerade besprochen haben sagen, dass der Recruiter von der Fachkräftemangel akut betrachtet
00:05:46: wird.
00:05:46: Und abtunachtzig Prozent finden immer noch eine große Herausforderung passende Kandidaten.
00:05:50: zu finden, obwohl ja so viele Menschen eigentlich gerade frei sind.
00:05:55: Das klingt tatsächlich absurd und auf deshalb ist es gut dass wir dazu einen Experten gesprochen haben denn wenn einer weiß wie es um den Arbeitsmarkt in Deutschland wirklich steht dann Frank Henskins.
00:06:07: Seit zwei tausend treizehn führt er das deutschland geschäft von indiet der größten jog platform der welt
00:06:14: Genau.
00:06:14: Und er kennt die Entwicklungen von Stellenangeboten, Bewerbern und Recruiting-Trends sowohl in Deutschland als auch international.
00:06:21: Mein Kollege Alexander Wiedmann hat mit ihm über die Lage am deutschen Arbeitsmarkt die Folgen von künstlicher Intelligenz für Recruitting & Jobsuche – Die Auswirkungen der schwächeren Konjunktur auf das Geschäft von Indeed gesprochen.
00:06:35: Herzlich willkommen im Podcast Table Today Frank Henskins!
00:06:39: Hallo, herzlich Willkommen und Grüße aus Düsseldorf.
00:06:42: Bevor wir über den Arbeitsmarkt sprechen, muss ich mit dem Indiet Deutschlandchef natürlich nach der Werbeikone Ingrid fragen.
00:06:49: Wie haben Sie jetzt nach drei Jahren Absinenz zurückgeholt?
00:06:52: Muss Ihre Marke wieder stärker um Aufmerksamkeit poolen?
00:06:56: Sag mal Ingrid ist wirklich eine Werbeeikone geworden und sie hat sich vor drei Jahren verabschiedet.
00:07:02: Und manchmal muss man ein Unternehmen verlassen und dann wieder noch stärker zurückzukommen.
00:07:08: Deswegen haben wir sie zurück geholt weil sie so eine unglaubliche Markenbekanntheit hat und für Indeed steht.
00:07:15: Und wir holen sie ja nicht einfach so zurück, wie sie gegangen ist im Büro sondern mit AI-gestützten neuen Commercials die auch ein bisschen anders aussehen.
00:07:23: Sie haben AI schon angesprochen.
00:07:25: Die Stellenausschreibungen sind auf dem niedrigsten Stand seit Frühjahr, zwanzig.
00:07:31: dann noch die Herausforderung mit KI.
00:07:33: Wie wirkt sich das denn eigentlich auf ihr Geschäftsmodell aus?
00:07:36: Also die Stellenanzeigen sind noch auf Vorpandemie-Niveau, das muss man auch mal so sehen.
00:07:40: Die sind also nach der Pandemie sehr hoch gegangen und dann sind jetzt in den letzten Jahren in Deutschland runtergegangen.
00:07:47: Und normalerweise wirkt sich das auf unser Geschäftsmodell aus.
00:07:51: aber wie sie auch bei den Quartalszahlen von Recruit Holdings ist unsere Muttergesellschaft ihr Freitag veröffentlicht Wohnen sehen können hat sich unser Geschäftsmodell von den normalen Arbeitszahlen, also von den Stellenausschreibungen entkoppelt.
00:08:06: Und das heißt wir wachsen auch global, obwohl auch global die Stellenanzeigen stagnieren beziehungsweise seit Jahrzehnteinundzwanzig eigentlich in allen Ländern zurückgegangen sind.
00:08:17: Ja aber warum braucht es in Zeiten von KI in der Zukunft überhaupt noch eine Jobplattform?
00:08:22: Kann ich nicht einfach über KI mir einen Job suchen?
00:08:25: Ja weil in dieses ja auch KI drin!
00:08:27: Also dass unsere neuesten Matching, Technologien und Produkte.
00:08:32: Also sie bekommen einfach wenn Sie eine Stelle ausschreiben, bekommen Sie schneller besser passende Kandidaten und das funktioniert halt über KI oder AI-Matching.
00:08:43: Wir haben unterschiedliche Tools zum AI Screening, Matching oder Sourcing.
00:08:47: Das sind jetzt Fachbegriffe aus dem Recruiting aber die machen unsere Arbeit im Endeffekt auch qualitativ hochwertiger, schneller.
00:08:59: In den Dietz steckt auch KI drin.
00:09:01: Und Sie sind auch zuversichtlich, dass das in den nächsten Jahren so weitergeht?
00:09:05: Wir haben es jetzt in den letzten Quartalen gesehen wie sich das positiv entwickelt und ich bin da sehr zuversichtlich, dass wir da eine Art Turnaround geschafft haben und wir sehen das vor allen Dingen den Ergebnissen USA Und UK, die auch immer ein bisschen vor dem deutschen Markt sind.
00:09:23: Das sind auch einige Produkte bei uns im Markt noch nicht gelangt, die in den USA schon erfolgreich laufen.
00:09:28: Das wird aber jetzt in den nächsten Monaten des Fiskalias das bis Ende März dauert, auch in den deutschen Markt ausgerollt werden.
00:09:36: und auf dem deutschen Mark schaffen wir da auch auf dem Arbeitsmarkt den Turnaround wenn ich sehe dass die Stellenausschreibungen seit Frühjahr twenty-onehundzwanzig eigentlich immer Stück für Stück weiter zurückgehen.
00:09:48: Es ist ein sehr fragmentierter Arbeitsmarkt, man darf da nicht eine Arbeitsmark betrachten und der ist einfach nur schlecht.
00:09:54: Der ist teilweise liegt dann noch ziemlich gut wie zum Beispiel im Handwerk.
00:09:57: das wird natürlich durch die Finanzpolitik und Investition in Infrastruktur auch getrieben.
00:10:05: soziale Berufe aber Pflegeberufe und alles was mit Healthcare zu tun hat ist weiterhin auf einem sehr hohen Niveau Und da spielt auch der demografische Wandel weiter eine Rolle.
00:10:16: Wir werden noch weiterhin sehr viele Arbeitskräfte in die Rente verlieren, wenn man das so ausdrücken darf und es ist nicht so dass wir hier nur vor Problemen stehen, dass es keine Jobs mehr gibt.
00:10:31: Es gibt natürlich ein strukturelles Thema was auch gerade klassische deutsche Industrien betrifft.
00:10:37: oder sieht das natürlich etwas anders aus?
00:10:39: Oder andere Jobprofile wie zum Beispiel im Softwareentwicklungsbereich.
00:10:43: Ist Softwareentwirkungsbereich der am meisten unter Druck steht, oder wo sehen Sie aktuell die stärksten Rückgänge bei Stellenauschreibungen?
00:10:53: Also wir sehen in der Tat die stärken Rückgänger weil der Softwareentwickelung.
00:10:57: man muss aber auch so sehen dass es vor einigen Jahren und das war mehrere Jahre Zehnte, dass eines der am schwierigsten zu besetzenden Profile.
00:11:07: Also sie haben überhaupt keinen Software im Big Logo gefunden oder musste sehr viel dafür zahlen.
00:11:11: Das heißt das Angebot an offenen Stellen gegenüber dem Angebot von Arbeitsuchenden war extrem hoch und das ist jetzt zurückgegangen stärker als auch in allen anderen Bereichen.
00:11:24: Das heisst aber nicht, dass Sie trotzdem jetzt in Gebieten die außerhalb der ganz großen Ballungsgebiete und Städte sind ohne Probleme Software-Entwickler finden.
00:11:36: Also das ist noch immer sehr viel Angebot an Stellen da, aber bei Weitem nicht mehr so viel wie es zum Beispiel vor zwei drei Jahren noch der Fall
00:11:44: war.".
00:11:51: Wie schätzen Sie auf einer langen Sicht aktuell den Arbeitsmarkt ein?
00:11:56: Also wir haben festgestellt, die Stellenausschreibungen sind zum Teil zurückgegangen.
00:12:00: Aber es gibt andere Bereiche wie in Handwerks.
00:12:01: Sie haben erwähnt wo's noch steigt.
00:12:04: Die Zahl der Arbeitslosen liegt bei drei Millionen ungefähr auch jetzt nicht so prekär wie zwei tausend fünf.
00:12:10: Wie würden sie allgemein die Lage denn einschätzen?
00:12:14: Also ich habe den Vorteil, dass ich jede Woche auch mit meinen Kollegen aus den anderen europäischen Ländern von Indie zusammensitze aber auch global USA, Kanada Australien Japan und so weiter.
00:12:26: in einigen Nachbarnländern sieht es eigentlich ganz gut aus.
00:12:29: Sie wissen gar nicht mehr was wir hier in Deutschland reden.
00:12:32: also sehr viel auch ein strukturelles Thema das wir haben.
00:12:36: Ich bin da kurzfristig Nicht so sehr zuversichtlich, dass sich das schnell verändern wird.
00:12:43: Aber mittelfristig und langfristig glaube ich, dass es auch wieder positiv verändern will.
00:12:48: Demografie spielt eine Rolle.
00:12:50: Widerstandskraft deutscher Unternehmen spielt eine Role.
00:12:55: Auch wo man von Entwicklungen die wir zurzeit sehen zum Beispiel wenn sie jetzt Datacenter bauen gibt's auch viele deutsche Unternehmen die profitieren von Entwicklungen die es im Moment gibt Und dort werden auch Stellen aufgebaut.
00:13:08: Es wären aber Profile, also Jobprofile die sehr nachgefragt waren und die auch wichtig sind.
00:13:14: Die werden in dieser Form nicht mehr da sein, verändert da sein.
00:13:19: Dafür wird aber Angebot auf einer anderen Seite entstehen.
00:13:22: Das heißt dass sie dreißig Jahre lang genau den gleichen Job machen.
00:13:25: das wird es nicht mehr geben.
00:13:27: In Deutschland gibt es ja Rufen der Politik gerade nach neuer stärkeren Arbeitsmarkt Flexibilisierung Stichwort Lockerung des Gründungsschutz.
00:13:34: Sehen Sie da schon allein durch die Diskussion Auswirkungen auf die Stellenauschreibungen oder auf die Gesuche der Unternehmen?
00:13:43: Ich glaube, das ist schwierig, dass anhand der Stellenanzeigen zu sehen oder wie sich Jobsuchende verhalten.
00:13:50: Aber generell erzeugt es normalerweise eine größere Unsicherheit im Markt und Unsicherkeit deutet auch.
00:13:58: ich halte mich an dem Job fest indem ich im Moment bin und bin nicht so wechselbereit Und ob das gut ist und diese Unsicherheit zu schüren, glaube ich nicht dass das vom Vorteil ist.
00:14:09: Ich glaube man sollte dort eher motivierend arbeiten und nicht nur mit Vorwürfen und Verunsicherung.
00:14:16: Was meinen Sie mit Vorwirfen?
00:14:18: Teilweise in der Politik wie ja mit Formulierung gearbeitet wird die auf Arbeitnehmern nicht gerade als die fleißigsten dargestellt werden.
00:14:30: Ich glaube, es wird da teilweise unfair mit Arbeitnehmern im wording umgegangen bei poschalen Formulierungen.
00:14:38: Also Sie winden nicht dass wir insgesamt als Land zu faul geworden sind wenn ich sie da so richtig verstanden
00:14:44: habe?
00:14:45: Nein das glaube ich nicht!
00:14:46: Ich glaube aber sicherlich daran arbeiten können mehr Motivation und mehr Spaß und Freude an der Arbeit zu haben.
00:14:55: Dafür bringen wir viel zu viele Stunden Und wir sollten mehr daran erarbeiten, dass wir Spaß daran haben den Job zu machen und Ziele zu erreichen.
00:15:04: Was sagen Sie denn jungen Leuten die gerade auf einer Suche nach einer neuen Stelle sind?
00:15:10: Ist es für junge Leute auch schwieriger geworden Einstiegs-Jobs zu finden?
00:15:15: das liegt ja irgendwie so auch auf der Hand durch KI?
00:15:19: Ob das nur durch KI ist oder ob das wirklich durch KI jetzt schon ist kann man schwer beweisen.
00:15:26: Also man weiß, was wir wissen das sind wirtschaftlich schwierigeren Zeiten in denen wir uns hier in Deutschland befinden weniger Einstiegs-Jobs ausgeschrieben werden.
00:15:38: Teilweise kann er es in bestimmten Berufszweigen wo analytische Fähigkeiten sehr stark gefragt sind bei einsteigert Jobs zum Beispiel in der Wirtschaftsprüfung.
00:15:48: kann es sein dass auch aus diesem Grund dort weniger Jobs ausgeschreiben werden?
00:15:53: Dann würde mich zum Abschluss noch interessieren, was würden Sie heute jungen Menschen raten?
00:15:57: Was sollen die studieren und welcher Job ist noch in zehn Jahren zukunftsicher.
00:16:02: Ich weiß nicht ob man danach gehen sollte.
00:16:04: ich glaube, wonach ich gehe ist man sollte jetzt etwas machen woran man Spaß hat Interesse hat und sehr viel Energie reinsteckt weil dann wird man gut dann entwickeln sich auch weiter Und dann ist man auch zukunftspflicht.
00:16:17: das kann im Handwerk sein es muss nicht immer ein Studium sein Es kann aber auch ein Studum sein.
00:16:23: Wenn ich Spaß daran habe, entwickel' ich mich weiter.
00:16:25: Ich habe Freude daran den Job zu machen und die Sicherheit jetzt einfach so.
00:16:31: ein Dehn-Job mache ich und den mache ich in den nächsten dreißig Jahre nur weil der sicher ist.
00:16:37: Davon rate ich ab!
00:16:38: Ja das ist doch ein schönes Schlusswort.
00:16:40: Ich hab auch Spaß am Podcast machen.
00:16:41: vielen Dank fürs Gespräch Frank Henskins.
00:16:44: Danke Tschüss.
00:16:52: Kommen wir zur Stimmung im Land Die wie wir wissen nicht die Beste isst Und dass hat auch Mit der großen Angst zu tun, dass das landwirtschaftlich abstürzen könnte.
00:17:01: fragt man nach was zu tun ist dann gibt es zwei Botschaften.
00:17:05: Die eine lautet Reformen und neue Aufbruch seien ganz wichtig Und abgefragt von seriösen Meinungsforschungsinstituten zeigt sich die übergrosse Mehrheit dazu auch völlig willens.
00:17:18: Im ZDF Politbarometer aus dem Mai diesen Jahres ersprachen sich neunundachtzig Prozent für grundlegende Reformen bei Rente, Arbeitsmarkt und Gesundheit aus.
00:17:27: Und zwar auch dann wenn das zu Belastungen bei ihnen selbst führen würde.
00:17:31: Das klingt gut und klingt mutig.
00:17:33: Kurz denkt man da könnte doch was draus werden!
00:17:35: Das blöde nur ist dass ich das so schnell erinnert wenn es konkret wird.
00:17:40: Auch das zeigt ausgerechnet das jüngste Politparometer von Donnerstag.
00:17:45: Hier haben die Meinungsforscher gefragt, ob die Leute es richtig oder falsch finden.
00:17:49: Das Ergebnis ist für alle, die die Rentenreform entworfen und das Paket präsentiert haben kurz gesagt niederschmetternd auf die Frage ob die Abschaffung der Rente mit rechten sei antworteten.
00:18:06: Und jetzt steht diese große Zahl im Raum und könnte der Regierung im September wenn sie das Reformpaket durchs Parlament bringen will wie ein tonnenschweres Gewicht an den Beinen hängen.
00:18:17: So nach dem Motto, so viele sind dagegen?
00:18:19: Oh je!
00:18:20: Dann lassen wir das lieber.
00:18:22: Menschlich wäre das durchaus verständlich, aber politisch.
00:18:25: Wäre es für diese Koalition die mit so vielen Versprechungen gestartet ist und davon bislang bei Weitem nicht ausreichend viel liefert eine absolute Bankgrotterklärung zumal man bislange noch bei jedem größeren Reformverschlag erlebt dass der Aufschrei laut wird wenn sich einzelne Betroffene besonders betroffen fühlen.
00:18:44: Bei der Gesundheitsreform waren es die Honorare für Psychotherapisten zb.
00:18:49: Das Bild, das dabei entsteht ist fürs Gemüt und für's kollektive Selbstvertrauen.
00:18:54: In Wahrheit ja fatal!
00:18:56: Erst geht es einen großen Schritt nach vorne, direkt danach folgt ein schmerzhafter Nachhinden und am Ende steht eine große Verunsicherung weil der Aufbruch ausgeprämpft wird.
00:19:06: Diese Entwicklung aktuell besonders krell zu studieren ausgerechnet in diesem Sommer und noch dazu vor den schweren Wahlen im September trägt nicht unerheblich zu dem Eindruck bei, dass dieses Land seine Regierungen, seine Parteien und am Ende irgendwie alle nicht wirklich aus ihren Sorgen ihrer Lähmung ihr empfehlenden Mut herauskommen.
00:19:27: Was
00:19:27: kann man machen um das zu durchbrechen?
00:19:30: Dazu haben wir mit einer Frau gesprochen die lange in der Politik gearbeitet hat und dann in die Wirtschaft wechselte.
00:19:35: Die Rede ist von Hildegard Müller, der VDR-Präsidentin.
00:19:38: Auch sie kommt aktuell nicht aus einer Welt des Glücks, des Erfolgs und der Zuversicht.
00:19:43: im Gegenteil Auch gerade in der Automobilbranche sind gute Nachrichten selten geworden.
00:19:49: Ankämpfen gegen schlechte Nachrichten und eine gefährlich miese Stimmung, das gehört schon länger zu ihren Hauptaufgaben.
00:19:57: Frau Müller, herzlich willkommen beim Podcast Table Today!
00:20:01: Ich freue mich, herzlichen Dank!
00:20:02: Frau Mülla wie schläft es sich als Präsidentin einer Branche die derart in der Krise steckt?
00:20:09: Wirklich herausfordernde Zeit, die einen auch persönlich mitnimmt.
00:20:12: Man denkt an viele Menschen, viele Arbeitsplätze, viele Regionen in Deutschland.
00:20:17: aber mein Motto ist es immer aktiv zu werden und zu versuchen wo wir Wege nach vorne aufzeigen können.
00:20:23: Was treibt sie bei all den Krisenberichten aktueller meisten um?
00:20:26: Trumps Unberechenbarkeit Chinas totaler Egoismus oder ein Hitze-Sommer der den Klimawandel spürbar macht wie nie?
00:20:36: Ich glaube, die Aufgabe Klimawandel ist uns allen bewusst und wir müssen nach einem Weg finden, Klimaschutz- und wirtschaftliche Leistungsfähigkeit miteinander zu verbinden.
00:20:44: Das ist sicherlich das übergeordnete Thema.
00:20:47: Und natürlich ist es die Gleichzeitigkeit der Ereignisse, die einen umtreibt.
00:20:50: Sie haben das mit Donald Trump erwähnt.
00:20:53: Die Zölle, die ja sichtbar überall Spuren hinterlassen übrigens auch in den USA mit hoher Inflationsrate.
00:20:59: Die chinesische Politik, die gegen eine erhebliche eigene schwierige Wirtschaftslage anarbeitet und die Überkapazitäten dort nicht abbaut.
00:21:07: Aus Sorge vor Arbeitsplatzverlusten weiterer Arbeitsverluste noch in China.
00:21:11: Und, und das muss ich auch sagen eine europäische Politik, eine deutsche Politik die nicht genug daran arbeitet uns wettbewerbsfähig zu machen.
00:21:19: Denn nur mit eigener Wettbewarbsfähigkeit, mit starker auch in der Diskussion werden wir in der Lage sein die Herausforderung zu bewältigen.
00:21:26: Wenn wir die Themen abschichten was verändert dieser Hitze-Sommer für das deutsche Auto?
00:21:32: Ich glaube der Hitze Sommer ist für uns kein... Erneuter Wegruf, wenn ich das so sagen darf.
00:21:36: Wir arbeiten seit Jahren an der Transformation zur klimaneutralen und digitalen Mobilität mit einem ungeheuren Einsatz von Kapitalen natürlich.
00:21:47: allein in den nächsten vier Jahren werden wir dreihundertzwanzig Milliarden Euro zur Forschung Entwicklung Digitalisierung investieren und nochmal zweihundertzwanzig Milliarden in den Auf- und Umbau von Werken.
00:21:57: Und seit Jahren setzt sich damit ein Trend der Investitionen, der Kraft fort.
00:22:01: Aber es fordert natürlich auch viel von Menschen.
00:22:03: Es fordert Umstellungsbereitschaftes, es fordert Kreativität nach vorne denken und vielleicht auch den Abschied vom einen oder anderen lieb geworden.
00:22:11: Das heißt wir stehen in einer sehr großen Transformation die auch mit Arbeitsplatzverlusten einhergeht und darüber müssen wir offen sprechen und dafür müssen wir Wege finden um den menschlichen Perspektiven zu bieten.
00:22:21: Wenn Sie sagen, der eine oder andere muss das liebgewonnene abgeben.
00:22:26: Was heißt das genau?
00:22:27: Heißt es einfach okay.
00:22:29: ich bin jetzt wahnsinnig gerne lange, fünfzig Jahre oder so mit dem Auto gefahren aber ich muss das überdenken.
00:22:35: Ich muss mindestens überdenkt mit welchem Auto ich fahre.
00:22:37: ist es so?
00:22:38: würden sie das auch so beschreiben?
00:22:40: Ich glaube, jeder hat seinen Beitrag zu leisten im Rahmen seiner Möglichkeiten.
00:22:44: Zum Beispiel natürlich die Möglichkeit in der Elektromobilität auszutesten.
00:22:47: Wir bieten heute viele Modelle an.
00:22:49: Da ist für jeden Gebrauch etwas dabei Im PKW-Bereich übrigens genauso wie im Nutzfahrzeugbereich.
00:22:54: Das werden wir auf der IAA Transportation im September in Hannover denke ich wieder eindrucksvoll beweisen Wie weit die Branche da ist Und natürlich gibt es Fahrverhalten und andere Aktivitäten zu überdenken.
00:23:04: Aber ich spreche auch am Ende von unserer ganzen Gesellschaft.
00:23:08: Auch die Frage der anstehenden Reformen.
00:23:10: Wir können nicht immer sagen, wir müssen reformieren aber bitte nicht bei mir und insofern braucht man eine Gemeinschaftsleistung.
00:23:15: Und dieses Bild müssen wir glaube ich viel stärker auch gemeinschaftlich zeigen.
00:23:19: es geht nicht darum dass nur der andere etwas tut sondern wir selber müssen fragen was kann unser Beitrag sein?
00:23:25: Frau Müller so ganz konkret!
00:23:27: Was würde etwas sein wo sie sagen da muss ich mich einschränken?
00:23:31: Da verändere ich also reduziere das, was ich vielleicht früher lieb gewonnen habe und häufig gemacht hab.
00:23:38: Was heißt es?
00:23:38: Weniger fliegen oder was heißt das?
00:23:40: Ja, bei jeder Dienstreise überlegen wir A ist überhaupt nötig.
00:23:44: Was geht zum Beispiel auch digital heutzutage?
00:23:46: Das heißt manche Strecke spart man sich und dann überlegt man natürlich mit welcher Art von Verkehrsmittel kann man am besten reisen und ich nutze das was dort am Besten ist.
00:23:55: lange Strecken fliege ich nach wie vor aber in der Deutschen eigentlich kaum.
00:23:59: Ich bin viel mit der Bahn unterwegs natürlich auch mit dem Dienstwagen ein Hybriden.
00:24:03: bevor sie fragen und wann immer es geht fahren wir elektrisch.
00:24:06: also Das ist so eine konkrete Verhaltensänderung.
00:24:09: Aber es geht ja auch um die Frage, wie ist meine Einstellung zu Arbeit?
00:24:12: Zu Arbeitszeit?
00:24:13: Wie ist meine Innovationsbereitschaft?
00:24:15: Bin ich offen genug für Veränderungen, die kommen... Auch da ist glaube ich ein Mentalitätswechsel in Deutschland nötig!
00:24:21: Wir sind wenig eine Chancengesellschaft, wir hinterfragen Neues immer sehr und ich versuche wenn etwas Neues kommt immer erstmal zu sagen was in deinem Positiv ist.
00:24:29: auch dabei und ich glaube das hilft mir auch mit schwierigen Situationen der konkret Umzugi.
00:24:34: Sie haben's schon angesprochen Kommen wir nach Deutschland zur deutschen Regierung.
00:24:39: Wie erklären Sie sich, dass diese Koalition einfach nicht so richtig aus dem Quark kommt?
00:24:44: Obwohl alle sehen und wissen und darüber reden wie wichtig es ist genau das zu schaffen geschlossen und entschlossen zu regieren?
00:24:52: Ja ich glaube fairmerweise muss man zum einen sagen, dass die Regierung sicherlich von den größten Herausforderungen seit Jahrzehnten auch steht Und das sind einfache Lösungen an dem Punkt nicht gibt.
00:25:02: und da sind wir dann auch schon beim sehr konkreten.
00:25:04: Wir müssen, glaube ich ein gemeinschaftliches Bild zeichnen.
00:25:07: wie wollen wir eigentlich in Zukunft leben?
00:25:08: Wollen wir uns spalten lassen?
00:25:10: Wollen wir uns gegeneinander ausspielen lassen?
00:25:12: Leben wir Diskurs wieder das heißt ringen wir nach der besten Lösung.
00:25:15: Das ist glaube ich auch als Gesellschaft wichtig dass wir nicht mehr die Koalition mal diskutiert was ist der richtige Weg nach da oder in die Richtung herum dass wir das immer als Streit abqualifizieren sondern als Ringen nach gutem.
00:25:26: Aber das Ambitionsniveau muss halt auch hoch sein.
00:25:28: Wir stehen vor gewaltigen Herausforderungen, der Standort ist international zum Beispiel immer weniger Wettbewerbsweg und deshalb müssten wir vor allem an unseren Kostenstrukturen arbeiten – und das geht uns alle an!
00:25:39: Das klingt immer so ein bisschen neutral.
00:25:41: an der Kostenstruktur arbeiten.
00:25:43: heißt es nicht im Umkehrschluss?
00:25:45: Die Zeiten die wir lange genug erlebt haben dass es eigentlich von Jahr zu Jahr letztlich besser geht, dass es von Generation zu Generation besser geht….
00:25:54: Ist es schlicht nicht vorbei, weil man einfach wenn sie sagen Wettbewerbsfähigkeit die ganzen Tigerstaaten sind keine Tigerstaat mehr sondern Sie haben uns längst eingeholt zum Teil überholt.
00:26:06: Wie ehrlich muss man da mit den Menschen sein?
00:26:10: Ja erstmal Ganz klar, die Situation analysieren.
00:26:13: Wo haben wir Nachteile?
00:26:14: Warum sind unsere Energiekosten vor so hoch?
00:26:16: Unsere Steuernabgaben sind am oberen Ende der OECD.
00:26:20: Wir haben immer noch eine lebende Bürokratie.
00:26:22: Ich bin sehr froh, dass die Bundesregierung das jetzt konkret auch angehen will.
00:26:26: Wir brauchen einen Mentalitätswechsel weg von Regulierung hin zu sagen wie kriegen wir wieder Freiheitsmerkmale?
00:26:32: aber es gehört auch dazu die Frage zu stellen arbeiten Bier genug Anspruchslos und leistungslos?
00:26:38: sozusagen werden wir unseren Wohlstand nicht halten können.
00:26:40: Das ist völlig klar, da muss man gar nicht Tigerstaaten vielleicht zitieren sondern schon im europäischen Vergleich liegen wir am unteren Kette an der anderen Nahrungskette der Arbeitsstunden.
00:26:52: also wenn ich ein Polen und anderes denke damit über drehundert Stunden im Jahr mehr gearbeitet und ich glaube diese Themen und diese Punkte müssen wir alle ehrlich auf den Tisch springen und nicht so mit dem Finger dann ganz konkret wenn es um Maßnahmen geht auf andere Weise.
00:27:05: Jetzt ist das mit dem Vertrauen so eine Sache.
00:27:07: Wenn ich jemanden ganz oben stehen habe, in diesem Fall ein Kanzler der zugewandt ist, der auf die Leute zugeht, der die Leute liebt und den Leuten erklärt wie schwer es alles ist, also eine hohe Glaubwürdigkeitsrate hätte.
00:27:20: Wieso schafft Friedrich Merz das nicht?
00:27:24: Wieso sind die Leute bei ihm so skeptisch?
00:27:26: Haben Sie dafür eine Erklärung?
00:27:28: Mir greift es zu kurz, das jetzt wirklich auf den Bundeskanzler zu setzen.
00:27:31: Auch ich würde mir da das eine oder andere Sprachbild manchmal anders wünschen aber zu glauben, ihr bräuchten eine Person die uns dort leitet, dass geht wirklich fehlt.
00:27:40: Was mir fehlt ist die Gemeinschaftsleistung.
00:27:42: was mir fehlt is der Mentalitätswandel.
00:27:45: Was mich fehlt ist ein gemeinschaftliches Zielbild.
00:27:48: wo wollen wir eigentlich sein?
00:27:49: Wo haben wir als Gesellschaft stehen in fünf in zehn Jahren?
00:27:52: und das gemeinschaftlich Gesellschaft zu entwickeln, wir haben ja so viel Kraft das finde ich spannend.
00:27:58: Jetzt
00:27:58: diese Zuversicht die Sie beschreiben, die sie aber auch natürlich gerne mehr hätten, die fällt ja nicht vom Himmel.
00:28:04: Noch mal etwas konkreter gefragt.
00:28:06: Sie sagen Wir, aber man weiß nicht so richtig wer muss diese Wende eigentlich anstoßen einleiten vollbringen?
00:28:12: Wer könnte sowas tun?
00:28:15: Es wird nicht gehen ohne dass wir in dem Fall alle überlegen, was kann unser Beitrag sein?
00:28:20: Zum Beispiel wieder mehr noch bürgerschaftliches Engagement.
00:28:23: Es gibt schon viel aber tut jeder in seinem Umfeld was er könnte widerspricht.
00:28:27: Jeder bei Parolen die zu kurz greifen wie nur Ängste schüren aber keine Lösungen bieten.
00:28:33: sind wir bereit über Veränderung und zu diskutieren Arbeitgeber wie Arbeitnehmer Wie wir Werke international Wettbewerbsfähigkeiten?
00:28:40: sind Wir bereit eine Politik zu unterstützen Die ehrlich sagt was zu tun ist und nicht so tut als ob man zurück in die Vergangenheit entwicklen könnten.
00:28:48: Da wird es sehr konkret an einzelnen Themen und Punkten, was jetzt vielleicht abstrakt klingt.
00:28:53: Wenn Sie auf sich selbst schauen wie sieht Ihre Vorstellung von Deutschland in zehn, zwanzig Jahren aus?
00:29:00: Meine Vorstellung ist von einem Land das zum Optimismus zurückkehrt, was zum Engagement zurückkehrts, was sich nicht lähmt.
00:29:06: Ich habe eine neunzehnjährige Tochter und für die arbeite ich zumindest jeden Tag daran, dass dieses Land ein Stückchen besser wird.
00:29:12: Dass wir die Themen und Reform angehen.
00:29:15: Wir haben so viel Kraft – ich schöpfe viel Kraft zum Beispiel aus meiner Arbeit als Frauenmover-Senärtsvorsitzende!
00:29:21: Da ist so viel an spannenden Entwicklungen Themen, die unser Leben besser machen können dabei.
00:29:26: Und meine Vision ist ein Land in zehn Jahren das diese Chancen aufgreift und sie beherzt angeht.
00:29:32: Mit was fangen wir auf dem Weg dorthin ab heute an?
00:29:36: Immer mit dem kleinen Schritt, immer mit dem ersten Schritt.
00:29:39: Ich glaube das ist immer so.
00:29:40: diese Frage nicht erst zu warten dass der andere etwas tut sondern der erste Schritt ist zu sagen habe ich eigentlich heute in meinem Umfeld irgendwo mal widersprochen wo ich mir eine These nicht richtig war?
00:29:48: Habe ich überlegt was ich an Engagement beitragen kann?
00:29:52: Hab ich überlegt zu sagen ich bin bereit auf dieses oder jenes vielleicht erstmal zu verzichten damit es aber in der Summe besser wird?
00:29:59: Und man könnte noch sagen, habe ich vielleicht irgendjemandem heute eine kleine Freude gemacht?
00:30:04: Habe ich ihn angelächelt.
00:30:05: Hab ich irgendwie gesagt wird schon gut wenn er gerade irgendwie zögern vor der Ampel steht?
00:30:09: was auch immer Frau Müller vielen Dank für das Gespräch.
00:30:13: sehr gerne
00:30:20: Sag mal Nina war es sonst noch fast?
00:30:22: Ja Das Einsamkeit dazu führen kann dass ist den Betroffenen auch gesundheitlich schlechter geht ist schon lang bekannt.
00:30:30: In England zum Beispiel wurde deshalb in den vergangenen Jahren ein Ministerium gegen die Einsamkeit
00:30:35: gekundet.
00:30:36: Aber auch in Deutschland ist das Bewusstsein für dieses Problem gewachsen.
00:30:40: Der Tagesspiegel berichtet von einer Entwicklung, die da viel Hoffnung macht – in mehreren deutschen Städten etwa in Frankfurt und auch Hannover werden soziale Aktivitäten für diejenigen im Angebot, die von Einsamkeiten betroffen sind.
00:30:56: die Betroffenen beim Gesundheitsamt melden und dann werden ihnen kostenfreie Aktivitäten vorgeschlagen, die ihren jeweiligen Interessen entsprechen.
00:31:04: Also zum Beispiel Wehrmark kreatives Tanzen oder Fotografie Und in Hannover da werden sogar die Arztpraxen mit an Bord geholt.
00:31:12: Da können die Hausärzte Ihren Patienten jetzt solche soziale Aktivität per Rezept verschreiben.
00:31:18: Ich bin sehr gespannt ob das Schule macht.
00:31:21: Es wäre womöglich vielen Menschen sehr zu wünschen Und einer, es ist ziemlich sicher ein Tanzkurs.
00:31:26: Eine Bewegungstherapie, die Förderung von sozialem Zusammenhalt irgendwie könnte am Ende deutlich billiger sein als Medikamente, die dann zum Zuge kommen wenn jemand über Einsamkeit richtig drank
00:31:37: wird.
00:31:39: Es ist Freitag der XXI.
00:31:40: August.
00:31:41: Wir freuen uns dass Sie dabei waren.
00:31:42: Kommen sie gut in
00:31:46: den
00:31:50: Tag.
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