Kann Deutschland Zukunftstechnologie?

Shownotes

Kevin Berghoff ist Mitgründer und CEO des Münchner Deep-Tech-Unternehmens QuantumDiamonds, das mit synthetischen Diamanten Fehler im Inneren von Computerchips sichtbar macht. Das Start-up hat gerade eine Finanzierung über 91 Millionen Euro abgeschlossen, davon 76 Millionen Euro als Förderung im Rahmen des European Chips Act. „Es gibt keine Firmen, die das, was wir machen, in Amerika oder in Asien gerade umsetzen", sagt Berghoff über den Vorsprung seiner Technologie. [02:15]

Roman Hölzl ist Gründer und CEO des Münchner Robotikunternehmens RobCo, das modulare Roboterarme für den industriellen Mittelstand baut. Er geht nicht auf die grüne Wiese, sondern in Bestandsfabriken und finanziert die Systeme über eine monatliche Gebühr statt über einen hohen Anfangsinvest. „Der Wettbewerb wird sich am Ende nicht über den Preis des Roboterarms entscheiden, sondern über die Intelligenz des Gesamtsystems", sagt Hölzl mit Blick auf die chinesische Konkurrenz. [17:54]

Thuy-Ngan Trinh ist Co-Geschäftsführerin der Berliner Wachstumsberatung A11, einer Ausgründung des Venture-Capital-Investors Project A. Mit dem Verband Die Mittelständler will sie Start-up-Methoden in gewachsene Unternehmen tragen, unter anderem über regionale Formate mit Fußballvereinen, Wirtschaftsförderungen und Startup Factories. Die größte ungenutzte Chance sieht sie im Vertrieb, der in vielen Unternehmen eher wie ein Order-Management-Team funktioniere. [28:18]

Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen Impressum: https://table.media/impressum Datenschutz: https://table.media/datenschutzerklaerung

Transkript anzeigen

00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der CEO Edition von Table Today, dem Podcast von Table Briefings.

00:00:12: Mein Name ist Alexander Wiedmann und bei mir ist meine Kollegin Nina Annika Klotz.

00:00:17: Genau!

00:00:17: Und wir wollen heute über Zukunftstechnologien sprechen weil wir haben uns gefragt welche Technologien können in der Zukunft eigentlich wirklich einen Unterschied machen?

00:00:26: Wo steckt mehr dahinter als ein reiner Hype Und dann sogar noch neiligender, wo passiert denn eigentlich auch schon was?

00:00:32: Wo ist das alles nicht mehr nur Zukunftsmusik?

00:00:35: und vor allem kann Deutschland zukünftes Technologie.

00:00:38: Dazu haben wir mit zwei Gründern gesprochen die an Technologien arbeiten bei denen die Zukunft längst ziemlich konkret geworden ist.

00:00:45: Einmal mit Roman Hölzel.

00:00:47: er ist Gründer- und CEO des Münchner Robotics Startups.

00:00:50: RobCo erstattet Betriebe mit Robotern aus aber nicht mit Plänen dafür

00:00:56: Fabriken

00:00:57: zu digitalisieren oder sonstiger heißer Luft, sondern mit Roboter-Armen für den Mittelstand.

00:01:03: Und wir haben mit Kevin Berghoff gesprochen.

00:01:05: erst Mitgründer und CEO von Quantum Diamonds Milchner Startup welches Quantensensorik nutzt um Fehler in modernen Halbleitern also in Computer Chips aufzuspüren.

00:01:16: und auch er macht das nicht irgendwie im Labor sondern das dabei baut in München eine eigene Produktionsstätte für hundert zweiundfünfzig Millionen Euro.

00:01:25: Und dann sprechen wir auch noch mit Tuingand hin.

00:01:27: Sie kennt beide Welten, erstens die innovative Text-Szene auf der einen Seite und auch den etablierten Mittelstand.

00:01:34: Eigentlich kommt es als Marketing hat unter anderem bei Meta gearbeitet und ist dann zu A-Elf gewechselt eine Ausgründung der Venture Capital Firma Project A und beschäftigt sich da immer mit der Frage wie neue Technologien nicht nur in Startups entstehen sondern dann in den gewachsenen Unternehmen tatsächlich ankommen können?

00:01:52: Weil wenn man sich das so zu Ende überlegt Eine vielversprechende Idee an sich oder auch eine komplett neuartige Technologie wird ihr erst dann zu einem wirtschaftlichen Fortschritt, wenn sie auch verwendet wird und zwar von möglichst vielen beispielsweise den vielen Unternehmen des deutschen Mittelstands.

00:02:06: Es ist Samstag der zweiundzwanzigste August.

00:02:08: schön dass Sie wieder mit dabei sind!

00:02:15: Ich will Ihnen mal einen kleinen Blick hinter die Kulissen geben darauf wie wir Journalisten beim CEO-Table aber vielleicht auch in allen anderen Redaktionen so arbeiten.

00:02:23: Wir Journalisten, wir fürchten uns Anfang des Sommers immer vor dem sogenannten Sommerloch.

00:02:28: Also von dieser Zeit in der wenig Neues passiert und die dann im schlimmsten Fall Geschichten von irgendwelchen entlaufenden Wildtieren hervorbringt – von problematischen Bären oder Krokodilen in Baggaseen und Löwen mit einem kleinen Machno.

00:02:40: Also haben wir uns überlegt wie füllen wir diese womöglich nachrichtend ärmere Sommerzeit sinnvoll?

00:02:46: Und haben uns dann überlegt, wir wollen eine Serie machen über die Zukunftstechnologie in Deutschland!

00:02:52: Ja also Nina so... Ganz großes Sommerlauch war es dann ja wieder doch nicht.

00:02:56: Man denkt nur an den Ministerproschaden oder an die Never-Ending-Story mit der Kommerzbankübernahme durch die Unikredite, aber wir wollten uns auch ganz bewusst Technologien anschauen auf denen gerade besonders große Hoffnungen für den Wirtschaftsstandort Deutschland liegen.

00:03:10: Dabei haben wir uns zum Teil an der Hightech-Agenda der Bundesregierung orientiert, aber eben nicht nur!

00:03:15: Uns hat vor allem eine Frage interessiert – wo wird aus Forschung tatsächlich Anwendung?

00:03:21: Und natürlich Was sind die Unternehmen, die heute schon davon profitieren oder auch die Unternehmen in der Zukunft vielleicht wichtiger werden?

00:03:29: Am Ende haben wir uns dann auf sechs Bereiche verständigt.

00:03:32: Wir haben angefangen mit New Space.

00:03:34: Der Weltraum entwickelt sich gerade von einer Domäne für Staaten und milliardenschwere Großprojekte hin zu einem kommerziellen Markt mit privaten Raketen, Satelliten und vor allem Daten, in denen vielwirtschaftliches Potenzial steckt.

00:03:48: Dann haben wir uns als nächstes angeschaut Rechenzentren, vielleicht weniger spektakulär als Raketen und Roboter.

00:03:53: Aber ohne sie funktioniert ja auch praktisch keine der großen Zukunftstechnologien.

00:03:58: gerade mit dem KI-Boom wird Rechenleistung zu einer strategischen Infrastrukturfrage und damit auch zur Frage wie abhängig Europa von anderen Weltregionen sein und bleiben will?

00:04:09: Und dann haben wir uns Fusionsenergie auch angeschaut und die Frage, ob aus einem jahrzehntelangen Forschungsversprechen tatsächlich einmal eine skalierbare Energiequelle werden kann.

00:04:19: Wir haben über Robotik gesprochen also darüber was passiert wenn KI den Bildschirm verlässt und anfängt ganz physisch in Fabriken und Unternehmen zu arbeiten?

00:04:28: Wir haben uns Quantentechnologien angesehen und Biotech zwei Bereiche in denen Deutschland über herausragende Forschung verfügt Aber immer wieder vor der Frage steht, wie daraus auch große Unternehmen entstehen.

00:04:40: Ein altes Thema Deutschland ist spitze beider Forschung aber schlechter in aus Labor erfolgen dann wirklich tatsächliches großes Geld zu machen.

00:04:49: Aber ausgerechnet im Bereich Quantentechnologie haben wir doch ein Beispiel gefunden für den Unternehmen das schon bereits richtig gut laufende Geschäfte entwickelt hat mit zahlenden und sogar sehr namhaften Kunden und einer Fabrik im Aufbau und allem drum und dran Das Münchner DeepTech-Unternehmen Quantum Diamonds, das heißt so weil es tatsächlich mit künstlich hergestellten Diamanten arbeitet.

00:05:11: Das bewegt sich in einem sehr viel gewichtigeren Segment als jetzt nur eben eine Alternative zu den afrikanischen dann abgebauten Diamanten herzustellen sondern dass data entwickelt aus diesen diamanten Quantensensoren mit denen sich Fehler im inneren moderner Computerchips sichtbar machen lassen.

00:05:29: Quartum Diamonds wurde aus der Technischen Universität München herausgegründet, beschäftigt inzwischen noch einen mitarbeitenden und hat sehr große Pläne für eine eigene Produktionsstätte in München.

00:05:40: Und ist damit tatsächlich ein Beispiel für echt und greifbar umgesetzte Zukunftstechnologie Made

00:05:46: In Germany.

00:05:47: Mitgekundet hat das Unternehmen Kevin Berghoff.

00:05:49: Er ist der CEO und kümmert sich um die wirtschaftliche Seite des Unternehmens, während sein Co-Founder, der Physiker Fleming Brugtmeier, die Technologie verantwortet.

00:05:58: Kevin schön dass du heute hier bist!

00:06:00: Vielen Dank für die Einladung!

00:06:01: Danke!

00:06:02: Kevin.

00:06:03: ihr habt vor ein paar Wochen eine große Finanzierung abgeschlossen über EINO neunzig Millionen Euro?

00:06:09: Wie stark veränderten solche Summen ein Unternehmen also ganz praktisch gesprochen aber auch so im Kopf, wenn man sich davor noch so startupisch gefühlt hat.

00:06:18: und jetzt ist man in dem Level unterwegs.

00:06:21: Für uns war das ein sehr großer Schritt weil wir genau aus dieser Phase gerade rauskommen, aus der Startup-Welt.

00:06:27: Wir wollen jetzt rein in die Skalierung auch in die Auslieferung unserer Produkte Und dafür ist es natürlich existenziell, dass wir rauskommen aus dem Uni-Umfeld.

00:06:36: Dass wir unsere eigene Produktion aufbauen und das Team weiter verstärken.

00:06:39: Deswegen ist das für uns jetzt der Punkt wo wir wirklich signifikant in München investieren die ersten Produkte ausliefern und das ist für uns der große Schritt in die Skalierung und ins Erwachsen werden, wenn man das so sagen kann.

00:06:51: Ein recht großer Teil von dieser Finanzierung, nämlich siebzig Millionen Euro stammt aus öffentlichen Förderungen.

00:06:58: Also genehmigt auf EU-Ebene im Rahmen des Chips Act und da haben sich dann das Bundeswirtschaftsministerium und der Freistaat Bayern auch beteiligt.

00:07:06: Wie ist es für dich?

00:07:08: eine gute oder eher schlechte Sache, manchmal verlangsamt ein.

00:07:13: Und man könnte auch sagen ja ist das jetzt einfach politisch gewollt dass hier eine Halbleiterindustrie in München und Deutschland Europa entsteht?

00:07:21: Und ihr hattet gar nicht die Chance eure Marktreife zu demonstrieren erstmal?

00:07:26: Für uns ist grundsätzlich natürlich eine sehr gute Validierung und es hilft uns extrem das private Kapital am Ende zu matchen mit öffentlicher Förderung.

00:07:35: der ganze Bereich halbleiter ist natürlich höchst politisch.

00:07:39: Es gibt den US Chips Act, es gibt den EU Chips act.

00:07:42: da gab es extrem viel Bemühungen auch von anderen Ländern unsere Produktion dorthin zu holen und deswegen ist es für uns ein sehr wichtiger Schritt diese beiden Dinge zu kombinieren das private Kapital und das öffentliche Kapital.

00:07:56: der Prozess war bei uns jetzt relativ kurz aus einer Fördersicht, achtzehn Monate.

00:08:02: Aus einer Start-up Sicht ist es natürlich fast die Hälfte unserer Lebenszeit.

00:08:05: Das heißt da hatten wir ein Stück weit das Glück dass da informell diese Intel Chip Fabrik in Magdeburg nicht gebaut wurde und man sich dann auf der Berliner Seite überlegt hat wie kann man trotzdem die Mikroelektronik unterstützen?

00:08:20: und dort dann einen Förderaufruf gestartet hat, der dann perfekt zu dem gepasst hat was wir eigentlich vorhaben.

00:08:25: Das heißt da war es nicht so dass wir lange warten mussten auf diesen Förderaufruf und er dann auch gut in unsere Situation gepasst hatte.

00:08:33: Dass wir eben rauskommen aus der Uni rein in die Produktion und diese Förderung dann bei uns zufällig genau das Gepass hat was sie sowieso vorhatten.

00:08:40: Ich glaube das ist eine gute Stelle an der wir vielleicht kurz mal vertiefeln sollten was ihr genau macht.

00:08:46: Also bei Quantum Diamonds denken viele vielleicht im ersten Schritt an Quantencomputer, damit habt ihr aber eigentlich nur sehr indirekt etwas zu tun.

00:08:54: Ich habe irgendwo gelesen, ihr selbst beschreibt das als ein MRT für Computerchips.

00:08:58: was ihr macht?

00:08:58: also?

00:08:59: ihr durchleuchtet die quasi und sucht Fehler.

00:09:02: Was ist denn das große Problem bei den Chips dass sie so viele Fehler haben?

00:09:05: Und welche Probleme löst ihr?

00:09:07: Was wir sehen in der Mikroelektronik ist, dass die Chips immer komplexer werden.

00:09:12: Man kann sich das vorstellen wirklich wie so ein Hochhaus Hunderstockwerke, ganz viele Lagen.

00:09:17: Und bisher wenn man diese Chips auf Fehler überprüfen möchte hat man immer optische Verfahren genutzt.

00:09:22: das heißt man konnte immer oben auf den Chip drauf schauen und dann sehr viel Fehler gut sehen können einfach weil es eine zwei D Architektur war.

00:09:32: Was wir jetzt sehen insbesondere auch in den Speicherchips aber auch in die komplexen Chips die in Datencentern benutzt werden dass diese Chips immer komplexer werden.

00:09:40: Also man geht in Richtung zwölf Lagen, in Richtung sechzehn Lagen und dann wird dieser Stack immer immer höher und es wird immer schwerer mit optischen Methoden wirklich diese Fehler zu finden.

00:09:50: Und was wir machen können?

00:09:52: Man kann's vergleichen vielleicht noch mit einem Mikroscope.

00:09:54: Wir können am Ende reinschauen durch Metalllagen hindurch und können dort kleine Fehler zerstörungsfrei finden.

00:10:03: Das Hauptthema worum es geht ist Wie schnell kann ich meine Fehler finden, um dann die Produktion zu verbessern?

00:10:10: Und das spielt uns auf jeden Fall in die Hände oder in die Karten.

00:10:14: Dass diese Chips immer komplexer werden und deswegen mehr Equipment gebraucht wird, um diese Fehler schnell zu

00:10:20: finden.".

00:10:21: Ganz konkret für wen arbeitet ihr also?

00:10:23: wer sind eure Kunden?

00:10:24: Sprechen wir hier von Nvidia?

00:10:25: Also wir können keinen Namen nennen.

00:10:27: was wir sagen können ist dass das am Ende sowohl für taiwanesische südkuranische Chip Hersteller relevant ist, aber auch für die amerikanischen Firmen, die viele Chips designen.

00:10:40: Das sind Namen wie NVIDIA AMD Broadcom, die sehr komplexe Chips-Designen sich überlegen und die dann zu einem sehr großen Teil in Taiwan oder Südkorea gefertigt werden.

00:10:52: Und an dieser Schnittstelle zwischen dem Design der Produktion geht es darum möglichst schnell Fehler zu finden um dann in die Massenproduktion einzusteigen.

00:11:04: Sowohl filmen wir ein Video mit uns in der Zusammenarbeit, aber auch die Foundries.

00:11:09: Also die, die dann am Ende die Fabriken betreiben und im Auftrag von den Chip-Designern die Chips fertigen.

00:11:15: Seid ihr denn jetzt aktuell betroffen von dem Dämpfer, den gerade aus so der asiatische Chipmarkt zuletzt erlebt hat?

00:11:25: hat dann ziemlich einen Rücksetzer hinnehmen müssen, auch weil es chinesische Bewerber gibt, die da immer mehr auf den Plan drücken.

00:11:32: Berührt euch das auch?

00:11:33: Macht euch das

00:11:33: mitnervös?".

00:11:35: Ich glaube man muss sich anschauen was davor passiert ist.

00:11:38: also die letzten zwei Wochen wenn man sich die Aktienkurse anschaut sind wahrscheinlich sehr negativ aber davor gab's ein nie dagewesenen Superzyklus und Bewertungen von diesen insbesondere Speicherherstellern sind ja komplett durch die Decke gegangen.

00:11:55: Was wir eher sehen, ist der Trend dahinterliegt dass immer mehr Chipfabriken gebaut werden sowohl in Taiwan als in Südkorea und den USA.

00:12:04: Und am Ende sind wir nicht so abhängig von den tagesaktuellen Börsen-Kursen was uns extrem in die Hände spielt das sie Chips komplexer werden, dass mehr Fabs mehr Fertigung gebaut wird und wir merken jetzt dadurch Vergabe von solchen Budgets auch sehr träge ist jetzt nicht wöchentlich Änderungen an der Nachfrage und so Produkte.

00:12:26: Wir sprechen von Südkorea, wir besprechen von Taiwan.

00:12:29: Wo spielt Europa da die richtige Rolle?

00:12:32: Also wo kommt man in dieses Halbleiter-Geschäft gut rein ohne dass man sagt okay dann gehen wir dort hin oder nach Asien?

00:12:40: Unsere Firma ist super international.

00:12:41: das heißt wir sitzen zwar in München aber ein ganz großer Teil der Kunden sind nicht in Deutschland noch nicht in Europa.

00:12:48: Wenn man öffentlich die Nachrichten liest, dann klingelt es immer so als wenn Europa Deutschland keine große Relevanz im Halbleiterbereich haben und hacken.

00:12:56: Ich würde da widersprechen, wenn man sich anschaut insbesondere in diesem Ausrüstermarkt, in dem Equipment-Bereich gibt es mit Zeiss ins Zusammenarbeit mit ASML in den Niederlanden durchaus ein Teil der Wetshopfusskette wo Deutschland und Europa wirklich führend sind.

00:13:12: Was wir nicht haben, sind diese sehr komplexen Fertigungen aus Taiwan und Südkorea.

00:13:16: Die teilweise in den USA jetzt gebaut werden.

00:13:19: aber da muss man auch sagen die Herstellung für Mikrochips ist so komplex dass wahrscheinlich niemand da vollständig unabhängig wäre also weder die Taiwanese noch die Amerikaner.

00:13:30: alle sind aufeinander angewiesen und ich glaube das bei Europa eine gute Rolle spielen kann in diesem Equipment Bereich in der Zulieferung von der Ausrüstung die gebraucht wird.

00:13:41: Wenn man so im Start-up und insbesondere im Deep Tech Bereich unterwegs ist, dann hört man das ganz oft zu Deutschland.

00:13:46: Hat da bei der Forschung, bei der Entwicklung eine hervorragende Position?

00:13:50: Ist da ganz weit

00:13:51: vorne?".

00:13:52: Und dann kommt immer das aber!

00:13:53: Aber wir haben es nicht geschafft auf die Straße zu bringen, das zu kommerzialisieren.

00:13:57: Was muss passieren damit dassgleiche nicht auch in dieser Zuliefererindustrie für die Halbleiterhersteller passiert?

00:14:04: Dass wir da nicht technologisch die Champs sind,

00:14:09: Ich glaube, man muss wirklich so eine Art Autobahnschaffen für die bestehenden Firmen.

00:14:14: Wir merken das jetzt auch mit einem Bauantrag, mit Visagenehmigungen.

00:14:18: Das sind ganz viele Bausteine bei denen man merkt es dauert sehr lange.

00:14:23: Also in Asien wird Vierundzwanzig Sieben in den Chipfabriken gearbeitet.

00:14:28: Da ist eine extreme Geschwindigkeit aktuell, da kann man fast schon sagen eine Goldgräberstimmung weil jeder diese Mikrochips haben möchte.

00:14:36: und dann werden auch wir manchmal damit konfrontiert, dass bestimmte Prozesse superbürokratisch sind und langsam.

00:14:42: Und da muss man auf die Geschwindigkeit kommen, die dann die Kunden fahren wollen sowohl in Amerika als auch in Asien.

00:14:48: und da sind es die klassischen Themen Bürokratieabbau.

00:14:52: aber wenn man dann anschaut... Es gibt immer noch sehr gute Forschung.

00:14:55: ich glaube da müssen noch viel mehr Ideen raus aus den Doktorarbeiten, aus den PhDs rein in die Anwendungen.

00:15:02: bei uns hat das sehr gut geklappt aber man bräuchte im Prinzip doch hundert weitere solcher Geschichten, weil natürlich nicht alles funktioniert.

00:15:08: Aber man muss noch mehr von diesen Ideen ins Rennen

00:15:11: bringen.".

00:15:35: jeden Tag, also was wir auf jeden Fall merken ist.

00:15:38: Es gibt keine Firmen die das was wir machen in Amerika oder in Asien gerade umsetzen.

00:15:44: Also wir haben wirklich diesen First Mover Vorteil weil es eine ganz neue Innovation ist und wir hatten vor zwei Wochen Kunden hier aus Südkorea und den haben wir dann gezeigt wie wir mit unseren Systemen in ihre Chips reinschauen können und die saßen wirklich vor dem System und haben sich gedacht es kann ja nichts wahr sein dass ich auch einmal zerstörungsfrei das sehe, was ich vorher nicht sehen kann.

00:16:07: Und das war für mich auch so ein Moment wo ich dachte es ist ja richtig cool dass wir an etwas arbeiten was es wirklich nögenswo gibt und ich glaube das motiviert die Leute hier auch.

00:16:16: Manchmal vergleichen sie bisschen mit Jugendforscht.

00:16:18: da hatte man so'n bisschen Budget, man konnte sich ein bisschen was anschauen und jetzt machen wir das in einem professionellen Umfeld natürlich mit sehr viel privatem und öffentlichem Geld aber es ist halt was was so auf der Welt einfach noch nicht besteht.

00:16:32: Das ist extrem motiviert.

00:16:33: Dafür geht man morgens gerne zur Arbeit und das macht Spaß unabhängig davon, was am Ende des Ergebnisses ist.

00:16:41: Weil es immer noch ein Start-up ist nicht klar dass alles funktionieren wird aber das auf jeden Fall motivierend.

00:16:46: Und wie viel Angst hast du, dass jemand anders nachzieht?

00:16:50: Ist natürlich immer die Gefahr.

00:16:52: wir haben als einen der Kernwerte in unserer Firma Focus on the Customer also klaren Kundenfokus weil gerade wenn man im Bereich Quanten Technologie unterwegs.

00:17:02: Es gibt natürlich ganz, ganz technische Menschen im Team die es lieben zu entwickeln und wir versuchen so nah wie möglich dran zu bleiben an den Kunden.

00:17:11: also was könnte jetzt einer Firma wie Intel helfen?

00:17:14: Wir sprechen jede Woche mit den Kunden und ich glaube das ist ein natürlicher Schutz dass man nicht einfach so bessere Produkte baut.

00:17:21: solange man das gebaut was die Kunden haben wollen bin ich da sehr selbstbewusst dass wir da vorne dranbleiben können.

00:17:28: aber uns ist natürlich auch bewusst je mehr Aufmerksamkeit das Thema bekommt, desto eher versuchen natürlich auch bestehende Firmen etwas in dem Bereich anzugehen und da setzen wir auf Patente, auf Trade Secrets oder verschiedene Elemente.

00:17:42: Aber natürlich ist es ein globaler Wettbewerb und es ist aktuell ein Vorteil dass wir die Ersten sind aber werden sicherlich nicht die ersten bleiben.

00:17:50: Vielen herzlichen Dank Kevin für deine Zeit!

00:17:52: Vielen Dank für die Einladung.

00:18:02: Zukunftstechnologie muss nichts mit Zukunftsmusik zu tun haben Zum Beispiel Robotik.

00:18:08: Darin ist Deutschland, wenn man mal zurück hier schon seit fünfzig Jahren ziemlich gut.

00:18:12: vor sechs Jahren haben drei Münchner ein Start-up gegründet Robco dass Roboterarme nicht nur für die langen Produktionsbänder bei BMW oder Audi herstellen will sondern kleine Unternehmen perspektivisch vielleicht sogar für kleine Handwerksbetriebe.

00:18:28: Dafür müssen diese Roboterarme nicht nur klein und natürlich auch sehr anpassbar sein, weil es gibt ja da keine Fließbänder mit immer gleichen Bewegungen.

00:18:35: Sie müssen aber halt auch wirtschaftlich erschwinglich sein!

00:18:39: Können wir alles?

00:18:39: Sagt Roman Hölzel, der Mitgründer und CEO von Robco.

00:18:43: Und weil die Nachfrage so groß ist hat sein Unternehmen inzwischen in den USA expandiert, hat in San Francisco und in Osten jeweils ein Standort und Anfang zwanzig sechtenzwanzig hat das Unternehmen dann einhundert Millionen Dollar an einer Series C eingesammelt um seine autonome Robotik Systeme weiterzuentwickeln und eben insbesondere das US-Geschäft auszubauen.

00:19:03: Darüber wollen wir heute sprechen.

00:19:04: lieber Roman schön dass du da bist!

00:19:06: Hi vielen Dank für die Einladung.

00:19:07: freut mich sehr

00:19:08: Roland, ihr müsst Robotik nicht auf der grünen Wiese komplett neu denken sondern ihr geht in Unternehmen und schaut euch an was ist da?

00:19:16: Und wo können wir da reingehen.

00:19:19: Das klingt erstmal eigentlich komplizierter als sich etwas Neues auszudenken.

00:19:23: wie groß ist denn die Herausforderung in so bestehende Strukturen und in legacy Systeme reinzugehen und die mit Robotik ein neues Level zu führen?

00:19:34: Ja, ich glaube noch ein Schritt zurück.

00:19:35: Die Herausforderung in der Industrie und im Arbeitsmarkt sind einfach enorm!

00:19:38: Also wir haben einmal das Thema dass wir viel viel lokaler produzieren heute als noch vor fünf oder zehn Jahren.

00:19:44: Das Thema Reshoring und dann natürlich Fach- und Arbeitskräftemangel.

00:19:47: und insofern ist auf deine Frage zurückzukommen unser Ansatz genau diese beiden Makro Challenges zu lösen indem wir eben tief in Bestandsprozessen integrieren weil wir haben ja viele tausend Produzenten und Herstellungsunternehmen in Europa in Deutschland in USA die heute noch nicht automatisieren, die aber sehr wohl ganz spannende Produkte und in hoher Stückzahl zum Teil produzieren.

00:20:09: Das heißt wir müssen eine Lösung liefern, die heute funktioniert.

00:20:12: Die sieht nicht aus, zeichnet durch rückwärtshaltlos und tanzende Roboter sondern durch echten ROI- und echten Outputs.

00:20:19: Und die Schwierigkeit ist einmal zurück zu einer Frage dass wir technisch die richtige Lösung finden.

00:20:25: das machen wir indem wir vorab die Systeme von bis komplett durch simulieren und dann wirklich einbinden in Bestandsanlagen, Bestandssoftware, Bestandprozesse und Abläufe.

00:20:35: Und da natürlich einen ganz klarer kommerzieller ROI.

00:20:38: also eine Lösung die sich eigentlich idealerweise ab Tag eins rechnet.

00:20:42: und wie wir das machen ist durch ein sogenanntes Roboter-as-a-Service Angebot zu einem monatlichen Fixpreis statt für viele hunderttausend Euro upfront investen

00:20:51: Die seitenschlagenen Roboter, das war ja ein kleiner Seitenhebrichtung der chinesischen Roboter die wir alle gesehen haben und die alle haben staunen lassen was sie alles können.

00:21:01: Haben die chinesische Robote Entwickler einen Vorteil weil Sie in neuen Fabriken anfangen können wo es oft noch nichts gibt und die man dann komplett auf die Roboter hin ausrichten kann?

00:21:12: Ja also ich sag mal der Wettbewerb am Ende wird sich entscheiden nicht über den Preis des Roboterarms sondern letztendlich ist der Intelligenz des Gesamtsystems und dem tiefen Zugang in die reale Fabrik.

00:21:25: Um hier fährt zu bleiben, kinesische Anbieter sind extrem stark sehr hohe Skalierungsfähigkeit, der Hardware, sehr günstige Preise und insofern ein anderer Ansatz letzten Endes als den wir fahren.

00:21:37: Unser Punkt ist, dass grüne Wiese und die Themen, die viele chinesischen Spieler angehen, sind kleinere Markt und auch ein sehr abgeschotteter Markt.

00:21:45: Also, neunzig Prozent der Fabriken stand heute existieren bereits, ne?

00:21:49: Und auch in die nächsten Jahre rein – in Deutschland, Europa oder in den USA!

00:21:53: Wir gehen da rein wo es einen Bestand gibt an Fabrikennaschinenanlagenprozessen und übernehmen die Automatisierung statt der manuellen Arbeit davor.

00:22:02: Das ist ein gigantischer Markt, der nach wie vor enorm wächst und das ist aus unserer Sicht der richtige Ansatz um hier wirklich die Fündekampagne im Bereich Zukunftsrobotik aufzubauen.

00:22:14: Gerade in Zeiten von KI geht eine gewisse Angst vor Jobverlusten um und das könnte ich mir vorstellen, ist bei den Robotern die Einzug halten in die Fabriken vielleicht auch der Fall?

00:22:25: wie aufgeschlossen sind denn die Unternehmen und auch die Mitarbeitenden der Unternehmen der neuen Technologie den Roboterarmen gegenüber?

00:22:33: Ist da viel Angst dass sie die Arbeit wegnehmen könnten?

00:22:37: Das ist eine sehr, sehr hohe Offenheit weil ehrlicherweise es heute in ganz vielen Fällen schon gar nicht mehr die Fach- oder Arbeitskräfte gibt um diese Themen zu übernehmen.

00:22:46: Also ich mache mal ein Beispiel ganz konkret.

00:22:49: wir haben im Süddeutsch standen Kunden der Teile produziert Aluminiumteile für einen großen internationalen Fahrradhersteller.

00:22:58: und dieser Fahrrad Hersteller hat wie viele andere OEMs und Endunternehmen seine Produktion aus Asien zurück nach Europa verschoben.

00:23:07: Und in dem Zuge haben die bei unserem Kunden angerufen und gesagt, hey wir wollen die Stückzahl verdoppeln mit euch.

00:23:13: Könnte das machen?

00:23:14: Und der Unternehmer meinte, ja gut!

00:23:16: Wir haben die Maschinen, wir haben die Expertise ,wir haben das Material, wir habe das Prozess know-how und die Superkundenbeziehung.

00:23:23: aber ich hab gar keine Chance die Nachtschicht oder das Wochenende zu füllen.

00:23:27: Da kamen wir ins Gespräch und haben dann letzten Endes stand heute mit mehreren Nutzen anlagen die gesamte Nachtschichte übernommen.

00:23:36: Und das ist die Realität heute, dass eigentlich der Arbeitsmarkt in vielen dieser Fällen vor allem im ländlichen Bereich gar nicht mehr die Kapazität hergibt, die Unternehmen suchen und Automatisierung die Abhilfe dafür darstellt anstatt Arbeitskräfte zu ersetzen oder zu übernehmen.

00:23:54: Wie schnell rechnet sich das dann für den Hersteller?

00:23:57: Das kostet ja auch zu investieren in Maschinenumbau vielleicht auch der Produktionsstraßen im Vergleich zu Neueinstellen von neuen Mitarbeitenden

00:24:06: Ab Tag eins, wir haben eine Angebot das wir Roboter as a Service nennen.

00:24:09: Also letzten Endes ein ganzheitlicher Angebot, Hardware, Software und Implementierung die wir in einem festen monatlichen Preis zusammenfassen Und wir übernehmen dass die Finanzierung und die Implementierungsverantwortung für die Systeme Das heißt was in der Vergangenheit Für zwei drei vierhunderttausend Euro Cupbacks invest Eine Lösung war die nach zwölf bis fünfzehn Monaten im Feld gelaufen ist, wird heute zu einer Lösung die innerhalb von Wochen live ist und deren Finanzierung Rockcore als Anbieter übernimmt.

00:24:41: Und dann zahlen unsere Endkunden ab Monat eins eine Monatsgebühr, die typischerweise unter den Kosten von einem Mitarbeiter-Vereine Schicht liegt.

00:24:50: Und damit haben wir auch auf der kommerziellen Seite des Modells deutlich einfacher, deutlich klarer gemacht versus einem hohen Upfront Invest wie es typischer Weise der Fall bei Endefragen

00:25:00: hat.".

00:25:00: Jetzt hat Deutschland ja mit seinem berühmten Mittelstand als dem Rückgrat eine Menge Unternehmen, die das Angebot nutzen könnten und trotzdem habt ihr euch entschieden früh auch in den USA zu gehen.

00:25:10: Warum eigentlich?

00:25:11: Also wir wachsen nach wie vor in Deutschland und Europa.

00:25:14: Wir sind in deutschen Europa noch mit Abstand ist es der mehrheitliche Markt für uns als Firma und wir sind dann nach ca.

00:25:22: fünf Jahren Nachgründung auch in die USA expandiert um den Markt zusätzlich zu erschließen.

00:25:31: hemmzärmlichen Aktivität und zwar, dass viele unserer europäischen Kunden die international aktiv sind.

00:25:38: Uns gefragt haben ob wir nicht auch in Chicago oder in Orsten dieselben Automatisierungstätigkeiten übernehmen können wie in Deutschland?

00:25:46: Und wir mussten es immer absagen und gesagt ne USA ist kein Thema für uns aktuell Wir haben keinen Team dort.

00:25:52: und das war damals die Aussage.

00:25:53: und dann haben wir vor gut anderthalb Jahren eine Firma übernommen.

00:25:58: Immer andersrum hat der deutsche Firma eine US-Firma übernommen und nicht die US-firma, wie es typischerweise der Fall ist.

00:26:04: Und dann damit unser US-Geschäft aufgebaut.

00:26:06: Und Robco ist heute international.

00:26:09: circa dreißig Prozent der Umsetzung in den USA, siebzig Prozent in Europa.

00:26:14: Der Großteil der Investoren ist europäisch aber haben auch einen guten Stock an US-Investoren und im Team ist das genauso.

00:26:21: Das sind mal über vierzig Nationalitäten.

00:26:23: also wir wollen am Ende den fünften Spieler aufbauen für die westliche Welt und uns nicht nur auf Süddeutschland oder nur auf Europa

00:26:32: beschränken.

00:26:33: Wir haben mal so den produzierten Mittelstand in den USA mit dem in Deutschland vergleicht, ich hab mal gehört dass Deutschland da eigentlich schon viel weiter ist weil seit fünfzig Jahren hier in Robotik investiert wird und die Fabriken hierzulande einfach besser durch technologisiert sind als viele in den usa.

00:26:49: denkt man sogar nicht?

00:26:51: Ja das ist sehr spannend.

00:26:52: tatsächlich ist genau das unsere Blick.

00:26:57: In den USA sehen wir, dass der Markt zwar in Summe größer ist als in Europa was das Thema Manufacturing angeht und etwas schneller wächst vor allem aufgrund von E-Mobility und Data Center aber auch anderen Zukunftsinustrien.

00:27:10: gleichzeitig aber ungefähr wahrscheinlich zehn bis fünfzehn Jahre zurück ist im Mittel die jetzt eine subjektive Einschätzung gegenüber einer deutschen Fabrik.

00:27:19: Woran liegt das?

00:27:20: Genau wie du sagst, also einmal haben wir viel früher in Automatisierung investiert in Deutschland und wir waren weniger aggressiv beim Outsourcing nach China so dass doch noch mehr Know-how, mehr Expertise stärkere Talente existierender Maschinenpark usw.

00:27:36: in Europa im Bestand geblieben ist und Automatisierung häufig die einzige Möglichkeit war ein vernünftiges Preis-Leistungsverhältnis hinzubekommen.

00:27:45: Und die USA war aktiver im Outsourcing, viel aggressiver im Outsourcing und muss jetzt eigentlich nachholen was Automatisierung angeht und auch Reindustrialisierung Und das ist genau das große Makro-Thema.

00:27:57: Es gibt die Leute nicht für diese Tätigkeiten, gleichzeitig aber einen riesen politischen Vordrang wieder in den USA zu produzieren und in Europa mit lokalem Maschinen, lokalen Teams.

00:28:08: Da glauben wir es Automatisierung mit Robotics, die Antwort vor allem mit einem Roboter Service Modell wie bei RobCo machen.

00:28:15: Super!

00:28:15: Roman vielen herzlichen Dank für deine Zeit.

00:28:18: Danke euch.

00:28:22: Wir haben in dieser Folge bereits darüber gesprochen welche Zukunftstechnologien in Deutschland entstehen.

00:28:27: Die entscheidende Frage ist aber, wie werden daraus erfolgreiche Unternehmen?

00:28:31: Und wie kommen neue Technologien nicht nur in Stardubs sondern auch den deutschen Mittelstand.

00:28:37: Genau mit dieser Frage beschäftigt sich Thuy Nagan drin!

00:28:40: Sie hat unter anderem bei Meta gearbeitet und ist heute Geschäftsführerin von A-Elf eine Ausgründung des Berliner Venture Capital Investors Project A. Dort geht es darum, Wachstumstrategien und neue Technologien aus der Startup-Welt für etablierte Unternehmen nutzbar

00:28:54: zu machen.

00:28:55: Daneben hat sie mit die Mittelständler einen neuen Verband aufgebaut.

00:29:00: Dort vernetzten sich Unternehmen, Geschäftsführer und Entscheider aus dem gesamten deutschsprachigen Raum um mehr Innovationen, Wächstum und Unternehmertum in Deutschland voranzubringen.

00:29:10: Grund genug mit ihr darüber zu sprechen wie mehr Wächster im deutschen Mittelstand entstehen kann welche Rolle Technologien dabei spielen und warum ein Ende auf die Umsetzung wichtiger ist als die Idee.

00:29:22: Und da ist sie schon bei uns im Studio, Hallo Thul!

00:29:25: Hi!

00:29:27: Was ist der Kern von Kern für dich?

00:29:29: Was können mittelständische Unternehmen vielleicht auch aus der Startup-Welt lernen?

00:29:33: wie können schneller skalieren darum geht es ja dir im Großen und Ganzen oder

00:29:38: Einmal Risiko auch aufnehmen.

00:29:40: Ich glaube, das ist aber generell... Das hat ehrlicherweise nicht mal was mit der Startup-Bild zu tun sondern einfach mit Unternehmertum.

00:29:46: Weil das, was Unternehnertum vor allem auszeichnet ist, dass du sowohl die Up-Sites mitnimmst als auch die Downsides also das was du halt als Investment tätig, da musst Beiderseitig davon ausgehen, dass beides passieren kann.

00:29:59: Aber natürlich arbeitest du halt so stark daran, dass es nach oben geht.

00:30:03: Das ist der eine Punkt.

00:30:05: Der zweite Punkt ist auch die Startups, sagt man so, dass sie näher an den digitalen Produkten dran sind und eher Digital Natives sind oder AI Firsts usw.. Das ist schon auch einer der Gründe natürlich, weil wenn du jetzt beispielsweise als Start-up ein Vertriebsteam aufsetzen würdest.

00:30:23: Würdest du das wahrscheinlich anders machen als in dem bestehenden Unternehmen?

00:30:27: Weil es bereits viele Tools gibt die du da mit reinnehmen kannst wie ein The Growth Machine und so weiter was dir das alles halt nochmal deutlich erleichtert in den Prozessen also um halt irgendwie Liedlisten zu sammeln usw.. Aber ich muss da auch sagen, dass es extrem viele Start-ups gibt.

00:30:44: Die Bürokratische funktioniert als man denkt und gleichermaßen gibt es total viele Mittelständler die super super agil sind und jeden Tag ihren Laden aus Neue quasi auf den Kopf stellen und das ständig eigentlich transformieren.

00:30:57: Und wie wollt ihr jetzt konkret in eurem Verband die Unternehmen unterstützen?

00:31:03: Ist das über Workshops oder kannst du da ein paar Access Beispiele geben?

00:31:07: Ja Ich komme vielleicht nochmal auf die zwei großen Kernziele zurück.

00:31:11: Das ist zum einen diese Wachsungsgeschichten zu schreiben, also wirklich Wachsung zu realisieren und zum anderen diese Wächsungs- geschichten auch weiterzuteilen in die Gesellschaft und natürlich auch Medien weiterzuteilen.

00:31:23: Zum ersten Punkt haben wir zwei Formate und mir war auch wichtig dass wir uns da nicht verlieren.

00:31:28: Da hat ganz klar Fokussien darauf was kann da auch wirklich wirksam sein?

00:31:32: Und was kann halt auch diese Zündung hervorbringen bei den Unternehmen?

00:31:37: Dann ist es eine Event-Serie, die regional quasi ausgestaltet wird oder ausgerichtet wird.

00:31:43: Immer im Verbunden mit mehreren Partnern zusammen und zwar mit dem Regionalen Fußballverein – das kann beispielsweise Red Bull Leipzig sein, VfB Stuttgart, Dynamo Dresden

00:31:53: usw.,

00:31:55: dann noch der regionalen Wirtschaftsförderung, weil die natürlich auch ein großes Augenmerk darauf hat, dass gerade der Mittelstand halt weiter gestärkt wird.

00:32:03: dann auch die regionale Start-up Factory, weil das halt gerade jetzt, wo die ganzen regionalen Start up Factories aufgebaut wurden.

00:32:11: Das ist ein perfekter Moment um dir reinzuziehen und natürlich auch uns damit dass dann eben alles gebündelt wird.

00:32:17: Und der Sinn dahinter ist, dass wir dort einmal eine Zündung vornehmen wollen, womit dann quasi die Start Up Welt auch auf den Mittelstand trifft in der Umgebung eines Fußballvereins.

00:32:27: also Wenn ich mir das so vorstelle, dass ist eigentlich also eine Win-Win-Situation erstens für alle und zweit sind tolle Umgebung einfach um Dinge auch anzugehen oder halt auch Inspiration zu schöpfen.

00:32:38: Das zweite Format sind du hast es Workshops genannt wir werden das Bootcamps nennen.

00:32:44: Das sind im Prinzip ein bis dreitägige Formate die sich anhand von drei Fragestellungen fokussieren werden.

00:32:50: zum einen brauchen wir Top Line oder E-Bit bottom line.

00:32:55: Die zweite Frage ist machen mit dem bestehenden Produktportfolio oder ist es ein neues Produkt, was wir auf den Markt bringen wollen?

00:33:02: Und die dritte Frage ist ob das Ganze in der bestehende Organisation gemacht werden muss oder in der neuen Organisation.

00:33:08: Natürlich wirst du nicht alles in diesen drei Tagen schaffen aber die Idee dahinter ist vor allem dass wir diese Zündung vornehmen können und dann am nächsten Tag der Unternehmerin zurück ins Unternehmen reingehen kann und sagen kann so schau mal das ist das Ergebnis von drei Tagen.

00:33:21: let's go lass uns weiter ausrollen!

00:33:24: Wo siehst Du Chancen für deutsche Unternehmen?

00:33:28: Vertrieb.

00:33:31: Das hört sich total banal an, aber ich glaube das eine Ding.

00:33:35: also wenn es eine Sache gibt die dem Wachstum bringt ist Vertrieb.

00:33:38: und wieso sage ich das?

00:33:40: weil ich glaube dass im Vertrieb wir noch nicht an dem Stand sind wo wir vertrieb machen wie es eigentlich im jahre zwanzig sechsundzwanzig der Fall sein sollte.

00:33:48: Was ich damit meine ist, haben wir eigentlich immer überall ein CRM-System was tracked welche Kommunikation es gab.

00:33:55: Welche Upcales man machen kann oder Cross Cells und so weiter?

00:33:59: benutzen wir bereits Tools um beispielsweise auch den Outreach zu automatisieren

00:34:04: usw.,

00:34:05: weil meine Beobachtung ist zumindest das der Vertrieb oft eher wie einen Order Management Team funktioniert Und da müssen wir davon weg dass es halt wirklich nicht nur Accountmanagement ist sondern rein in den Vertrieb und den Abverkauf.

00:34:20: Und zum Abschluss will ich nur gerne wissen, hast du noch ein Quickwin für uns?

00:34:23: Ein Quickwin, Praxistip für einen Unternehmer?

00:34:26: Ja

00:34:27: was ich total empfehle ist also erstmal man sollte generell erst mal benutzen.

00:34:32: Ich glaube das ist ein Quickwin.

00:34:34: aber vor allem ich würde einfach mal runterlisten wie mein Tag eigentlich aussieht oder wie dein Tag aussieht mit wirklich der kleinteiligsten Beschreibung, dass da mal an Claude, an ChedGBT oder was auch immer geben und den einfach mal fragen.

00:34:48: Wie kann ich das optimieren?

00:34:50: Vor allem wie kann ich daraus dann auch wirklich Automations bauen damit ich mir meinen Tag freischaufen kann?

Neuer Kommentar

Dein Name oder Pseudonym (wird öffentlich angezeigt)
Mindestens 10 Zeichen
Durch das Abschicken des Formulars stimmst du zu, dass der Wert unter "Name oder Pseudonym" gespeichert wird und öffentlich angezeigt werden kann. Wir speichern keine IP-Adressen oder andere personenbezogene Daten. Die Nutzung deines echten Namens ist freiwillig.