Wie radikal ist die Linke? Mit Dietmar Bartsch
Shownotes
Friedrich Merz hat die Kabinettsklausur auf Schloss Neuhardenberg mit einem Appell beendet, Deutschland müsse den „weitverbreiteten Missmut abschütteln". Michael Bröcker und Helene Bubrowski diskutieren, ob die Rhetorik zur Realität passt. Haben Menschen und Unternehmen in Deutschland wirklich nur ein Haltungsproblem? [01:25]
Dietmar Bartsch, langjähriger Fraktionschef der Linken, hat wenig Verständnis für die Brandmauer „nach links". Die CDU in Sachsen-Anhalt werde ohne die Linke keinen Ministerpräsidenten stellen können. „Dieser unsägliche Unvereinbarkeitsbeschluss ist das Papier nicht wert, auf dem er steht." Bartsch geht im Gespräch auch auf Distanz zu einigen Parteimitgliedern: Antisemitismus und Hamas-Sympathien hätten in der Linken keinen Platz. [09:03]
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00:00:02:
00:00:10: Ermundene Signale und gute Beispiele in der Wirtschaft.
00:00:13: Das sieht der Kanzler, wenn er auf Deutschland blickt!
00:00:15: So hat er es gestern nach Abschluss der Kabinettsklausur in Neu-Hadenberg gesagt.
00:00:19: Viel Zuversicht viel Optimismus ganz viel Tatkraft.
00:00:23: Es klang mit unter so es würde der Mann über ein Land reden dass wir irgendwie ganz anders erleben.
00:00:28: aber gut analysieren wir gleich für sie.
00:00:31: Am Sonntag in einer Woche wählt Sachsen-Anhalt und die Mehrheitsverhältnisse sind mehr als unklar.
00:00:38: Ein Spieler könnte das Zünglein an der Waage sein, und das ist die Linkspartei.
00:00:44: Da hat ja die CDU bekanntermaßen einen Unvereinbarkeitsbeschluss aber wie sicher isst er eigentlich?
00:00:51: Was erhofft sich Die Linkspartei von den Ostwahlen, Fragen an Dietmar Bartsch.
00:00:57: Den langjährigen Mann aus der ersten Reihe.
00:01:00: heute ist er bei
00:01:01: uns.".
00:01:03: Zu heiß für ein kühles Bier.
00:01:04: in Deutschland jedenfalls singt der Bierkonsum rapide und auch die Ernte fällt jetzt erheblich schlechter aus als in den Vorjahren.
00:01:11: was das für den Export schlage hopfen.
00:01:13: Deutscher Hopfen bedeutet dazu gleich mehr am Ende dieses Podcasts.
00:01:18: herzlich willkommen am Donnerstag den siebenzwanzigsten August.
00:01:27: Wir haben auf dieser Klausurtagung, ein Zukunftsbild unseres Landes entworfen.
00:01:34: Wir haben Deutschland von morgen diskutiert und dieses Deutschland von Morgen ist optimistisch unzuversichtlich!
00:01:42: Wir müssen raus aus diesem Klima der Vertriebslichkeit und des Verdrusses.
00:01:47: Wir müssen gemeinsam diesen weitverbreiteten Missmut abschütteln, der unser Land seit langer Zeit
00:01:55: lähmt.
00:01:55: Seit einem Jahr bringen wir in der Bundesregierung Entscheidungen Auf den Weg, Entscheidungen auf dem Weg um das Land besser schneller.
00:02:02: Raus
00:02:03: aus dem Missmut, aus diesem Misstrauen hinein in eine neue Zuversicht.
00:02:08: man hat fast das Gefühl Friedrich Merz hofft dass er dieses land schön beten kann beziehungsweise das ist einfach nur durch eine neue Betrachtung im anderen licht erscheint.
00:02:20: ich würde ja sagen ein gewissen punkt
00:02:22: hat er.
00:02:23: Deutschland mit dieser notorisch schlechten Laune ist auch ein Teil des Problems.
00:02:28: Aber damit alleine, ist das Ausmaß nicht beschrieben.
00:02:32: und wenn wir uns daran erinnern wie Friedrich Merz als Oppositionsführer gesprochen hat dann hat er damals Olaf Scholz vorgeworfen dass der doch sagt Wenn wir alle das Ganze anders sehen würden die Performance der Ampel anders sehen würde Dann wäre alles auf viel besser.
00:02:45: also Michael man hat den Eindruck wenn den Regierungschefs nichts mehr einfällt dann sagen sie können wir bitte aller ein bisschen besser gelaunt sein?
00:02:52: Ja, und es ist wirklich ein Dauerthema.
00:02:53: Auch Angela Merkel hat das am Ende ihrer Amtszeit immer wieder mal gesagt.
00:02:56: der Missmut in Deutschland und wir würden das Land schlecht reden?
00:02:58: Nein!
00:02:59: Die Fakten sind einfach miserabel und diese Regierung hat seit einem Jahr zu wenig stringente Wirtschaftspolitik für die deutschen übrig gehabt.
00:03:07: dass die schlechte Wahrheit.
00:03:08: Neunfünfzig Monate hintereinander erwarten die Metall- und Elektrobetriebe in Deutschland jetzt eine schlechtere Zukunft.
00:03:16: Also das hat es noch nie gegeben in dieser größten Industriebranche in Deutschland mit vier Millionen Beschäftigten, eine der Pressemitteilungen der letzten Tage.
00:03:24: Es ist eben nicht so einfach... Ich wünschte mir eher einen ehrlichen authentischen Auftritt.
00:03:28: Ja wir haben auch mal missgebaut und wir haben noch nicht die große Bedeutung der Lage vielleicht erkannt.
00:03:33: Und jetzt aber haben wir das und das wirklich konkret vor und da werden Sie nichts mehr bei uns hören dass nach Uneinigkeit klingt?
00:03:42: Beziehungsweise vielleicht auch ehrlich darüber sprechen, was nicht so unmittelbar in der eigenen Hand liegt.
00:03:47: Was man nicht durch einen Federstrich oder durch wirklich dolles wollen einfach lösen kann sondern auch den Menschen die Wahrheit zumuten dass solange die Weltwirtschaftslage so ist, wie sie ist und solange diese Spannung zu Amerika so sind.
00:04:04: Dass sich das auch nicht ganz schnell ändern kann aber dass man die Rahmenbedingungen jedenfalls in Deutschland verändern kann und dass man das auch tun will.
00:04:10: also das Problemen sind ja auch diese großen Versprechen denen dann gar nichts oder etwas sehr sehr Kleines folgt.
00:04:18: Das Fundament von allem ist dort das Vertrauen zwischen den Beteiligten, den handelnden Personen.
00:04:22: Wenn Lars Klingbeier sagt wir brauchen eine Geschlossenheit alle in dieser Koalition wollen doch das Land voranbringen dann muss ich schon daran erinnern wie gerade wieder einmal auch aus seinem Ministerium frühe Referentenwürfe geliegt werden, die dann sofort zu großen Diskussionen beim CDU Koalitionspartner führen.
00:04:40: Wie E-Mails zwischen dem Kanzleramt und dem Finanzminister öffentlich geworden sind über unterschiedliche Besteuerungsideen von Vereinen.
00:04:48: also der eine gönnt dem anderen doch eben nicht!
00:04:51: Den großen Erfolg oder lässt ihn im Scheinwerfer lichten mal glänzen und sagt einfach mal, ja komm, März glänzt.
00:04:58: Obwohl die Idee von mir war diese Art von geschlossenem brauchen wir jetzt.
00:05:02: ich lasse den Kollegen links oder rechts von mir die Bühne und tue alles für seinen Erfolg.
00:05:07: davon ist diese Koalition weit weg gerade wenn man mal hinter den Kulissen mit diesen Beteiligten spricht.
00:05:12: da gibt es teilweise Minister, die haben mit dem Kanzler noch gar keinen Vier-Augengespräch gehabt so ungefähr.
00:05:18: Und es gibt auch zwischen SPD und CDU-Ministern jetzt nicht wirklich nur Friede, Freude, Eierguck.
00:05:23: Können können?
00:05:24: Jönne könne!
00:05:25: So sagt er ja.
00:05:27: Das ist, würde ich denken, auch eine Grundvoraussetzung überhaupt für gute Zusammenarbeit, nicht wahr Michael?
00:05:34: Naja, es ist natürlich auch so dass die Wunden des Sommers nicht komplett verheilt sind, auch nicht die wohnen in der Union.
00:05:39: man reißt sich jetzt zusammen und sagt jetzt gemeinsam voran Aber es ist eben sehr viel Rhetorik der Zeit.
00:05:46: Wenig Konkretes, kein einziger Beschluss wurde auf Schlossener Hadenberg gefällt.
00:05:50: Das ist eine Konsequenz aus vergangenen Kabinettsklausuren wo man sehr viel beschlossen hatte stichwort tausend Europrämie und dann hinterher merkte so richtig durchdacht war das nicht.
00:06:02: da hätten wir vielleicht doch nochmal länger mit Experten sprechen sollen das ganze vom Ende her denken müssen und mal die Wirtschaft fragen sollen wie Dieter's eigentlich findet?
00:06:11: Die Arbeitgeber Deswegen jetzt, bevor man was Falsches macht lieber gar nichts machen.
00:06:17: Auch naja wenn man dann sagt mit Zuversicht und jetzt echt Elan und Machen gehen wir in den Herbst das passt auch nicht so ganz zusammen.
00:06:24: aber Michael Retourisch liegt über dem Ganzen doch sehr.
00:06:26: der Sound von Jens Nordalm Der Hauptredenschreiber Friedrich Merz, also der Chefredenschreiber im Kanzleramt, der jetzt ein Buch geschrieben hat mit dem Titel das unterschätzte Land untertitelt.
00:06:39: Ein Loblied und da geht es genau darum dass wir doch Deutschland mehr zu schätzen lernen müssten.
00:06:45: dann würden sich jedenfalls einen Teil der Probleme von selber lösen.
00:06:50: wie gesagt ich würde sagen ein bisschen was ist dran?
00:06:52: denn wenn man mal ins Ausland schaut ist dort auch bei weitem nicht alles besser Aber es ist einfach doch noch enorm viel zu tun.
00:07:00: Und wie gesagt, allein ein Stimmungswechsel löst viele Probleme
00:07:09: nicht.".
00:07:15: Wenn die pflegenden Angehörigen bei der Rente doch keine Kürzungen erfahren müssen, wird bei der Steuerreform eigentlich jetzt noch nachgeschärft oder bleibt es bei dieser Minientlastung.
00:07:25: Und dann wirklich nur für ganz bestimmte Familien.
00:07:28: Das ist doch alles.
00:07:30: kein Besucher wie Olaf Scholze hätte gesagt um diesen Wirtschaftsstandort nach vorne zu bringen.
00:07:35: also ich zweifle weiter an der Kraft dieser Koalition und wir haben eben Wahlen Helene drei schwierige Wahlen wo am Ende die Ränder vor allem bis hier nach allen Umfragen die großen Gewinner sein werden.
00:07:46: Die Koalition startet wie das Kaninchen auf die Schlange.
00:07:51: namens AfD wird sie am Ende triumphieren.
00:07:55: Und was machen wir dann eigentlich?
00:07:57: Haben wir eine Art Containment?
00:07:59: also Sachsen-Anhalt ist ein Sonderfall und wir müssen auf jeden Fall verhindern, dass das auf andere Bundesländer überschwappt
00:08:05: usw.,
00:08:05: so dass man retorisch irgendwie das ganze Ingriff bekommt.
00:08:08: oder wird man dann erkennen, da es eben nicht so ist, dass man diese vierzig Prozent oder ungefähr die AfD wählen, dass ich den einfach nur mal erklären müsste wie es alles ist?
00:08:18: und wenn Sie schon auf den rechten Weg kommen?
00:08:20: Derzeit aber ist eine Art von Ruhe vor dem Sturm und gebanntes, bangendes Warten auf den Tag.
00:08:28: Denn die Bundes-CDU kann nicht besonders viel tun!
00:08:31: Wir sprachen hier schon drüber.
00:08:33: Friedrich Merz isst in Sachsen-Anhalt kein gefragter Wahlkampfhelfer.
00:08:36: Immerhin hat er im Präsidium angedeutet dass er selbst vor die Kameras treten will am Wahlamm.
00:08:41: Er möchte diese mögliche Niederlage dann auch selbst kommentieren.
00:08:44: Er will jetzt in die Offensive gehen.
00:08:46: Neue Interviewformate werden im Bundespresse Amt vorbereitet.
00:08:51: Er will jetzt mehr kommunizieren, mehr erklären und wieder rausgehen nach dem gut drei-wöchigen Urlaub mit neuer Kraft.
00:08:58: Wer weiß vielleicht wächst ja auch der Kanzler plötzlich doch noch über sich hinaus?
00:09:09: Gerechter, kinderfreundlicher und auch ein bisschen sozialistischer.
00:09:12: So stellt sich die Linke im Sachsen-Anhalt ihr Land vor und sie gewinnt durchaus in den Umfragen genau wie die AfD während die politische Mitte weiter verliert.
00:09:21: für die CDU die möglicherweise zweitstärkste Kraft wird das schwierig, denn es gilt ja der Unvereinbarkeitsbeschluss zur Linken genau wie zu Rechten also zur AfD.
00:09:32: Aber kann der bestehen bleiben?
00:09:33: Da wird hinter den Kulissen viel diskutiert in der Union, denn am Ende wird es ein linke Abgeordneter sein müssen, der vielleicht dem CDU-Ministerpräsidenten Sven Schulze zur Wahl verhilft wenn man eben nicht die AfD beteiligen will.
00:09:47: Also passt das überhaupt zusammen – Die Linke, die neulich mit dem neuen Parteichef Luigi Pantisano sogar die CDU in Reich des Faschismus gerückt hat, auch eine sehr radikale Linken.
00:09:59: Fraktion ist immer wieder Thema in Unionskreisen nach dem Motto Wie sollen wir denn mit diesen Antikapitalisten und Hamas-Freunden zusammenarbeiten?
00:10:08: Fragen wir einen der die Linke deutlich besser kennt als wir – Dietmar Bartsch.
00:10:11: Er war Fraktionschef der Linken hat sich selbst im Wahlkampf als Silberlocke bezeichnet, einer der älteren Herren in dieser Partei.
00:10:19: Der aber dann doch überraschend eben mitgeholfen hat dass die Linke wieder zulegen könnte.
00:10:24: Wie sieht er das Verhältnis zur CDU?
00:10:25: Fragen wir ihn einen schönen guten Tag lieber Dietmar Bartsch.
00:10:28: Guten Tag Herr Bröcke.
00:10:29: ich grüße Sie!
00:10:30: Sie kommen gerade zurück aus dem Wahlkampfer in Mecklenburg-Vorpommern.
00:10:33: sie waren in Wismar.
00:10:34: wie ist die Stimmung für die Linkspartei im Nordosten?
00:10:37: Ich war in Wisma total über die positive Stimmung überrascht.
00:10:40: Das war an einem Vormittag Und es war mit der Spitzenkandidatin Simone Ollenburg.
00:10:46: Es waren viele Menschen da und ich bin wirklich positiv überrascht, morgen werde ich auch im Wahlkampf seinen Anklang übermorgen mal China und Staffel haken.
00:10:54: also wir kämpfen bis zur letzten Minute um möglichst viel stimmen.
00:10:58: Spannend wird es ja vor allem in Sachsen-Anhalt wo eine mögliche AfD allein Regierung droht.
00:11:04: Haben Sie schon einmal darüber nachgedacht was aus Ihrer Sicht das für Das Ansehen vielleicht auch die Politik insgesamt in Deutschland bedeuten würde, wenn es dazu wirklich kommt?
00:11:15: Ja natürlich das wäre eine Katastrophe und natürlich ist es auch Ergebnis von Politik.
00:11:20: Ergebnis von Politik der Bundesregierung aber auch Ergebnis vom Politik in Sachsen-Anhalt.
00:11:26: man darf ja nicht vergessen da ist die letzte Koalition wo CDU SPD und FDP regieren Zumindest eine Mitverantwortung für das Erstarken der AfD.
00:11:37: Wir kämpfen bis zum Schluss darum, dass es nicht geschieht aber man muss sich leider leider auch darauf einstellen, dass ist eine absolute Mehrheit der AfD gibt.
00:11:45: Nehmen wir mal an die AfD kriegt vierzig zwei dreiundvierzig Prozent.
00:11:49: was denken Sie?
00:11:50: wie viel davon?
00:11:51: ist schierer Frust über die Parteien der Mitte die Regierungspartei in den letzten Jahre Jahrzehnte?
00:11:56: Wie viel is ein harter auch rechtsextremer Kern der wirklich einer anderen Gesellschaft will?
00:12:02: Das wäre jetzt Kaffesatzleserei, wenn ich hier Prozente nennen würde.
00:12:06: Ich will nur auf eins verweisen die Linke damals noch PDS hatte in Sachsen-Anhalt auch einmal über dreißig Prozent.
00:12:14: da war eine ganze Menge Frust dabei und nicht nur überzeugte linke Wählerinnen und Wähler.
00:12:19: wichtig ist doch dass wir die Probleme der Menschen lösen.
00:12:22: Das muss der Ansatz sein, dieses permanente Schauen auf die AfD das macht sie nur immer stärker.
00:12:28: ich bin ein Gegner dieses Wortes was so gern benutzt wird und ich bin dafür dass wir Probleme im Land lösen.
00:12:34: davon gibt es in Sachsen-Anhalt sehr viel.
00:12:37: Wir müssen dem Land wieder Hoffnung geben.
00:12:39: Wir reden auch nicht über diese Mauer die Sie da ansprechen und auch nicht nur bei den AfD.
00:12:42: wir reden zunächst mal kurz über die Koalition in Berlin.
00:12:45: Es gibt ja eine Bundesregierung die gerade wieder einmal einen Neustart ausgerufen hat KI-Innovation, Wettbewerbsfähigkeit.
00:12:52: Glauben Sie an diese Koalition?
00:12:54: Trauen sie den noch was
00:12:56: zu?".
00:12:57: Ich muss ehrlich gesagt sagen dass ich von dieser Koalition wahnsinnig enttäuscht bin.
00:13:02: Ich habe eh nicht sehr viel erwartet, aber wenn ich den Oppositionsführer Friedrich Merz im Deutschen Bundestag erlebt habe und auch Lars Klingbeil mit seinen Ankündungen erlebt habe.
00:13:13: Und sehe was aus dem Herbstreformen geworden ist?
00:13:16: Aus den vielen angekündigten Reformen dann erwarte ich wirklich sehr, sehr wenig!
00:13:21: Ich höre, was jetzt bei der Rente passiert wo sich ja viele Ministerpräsidenten aus dem Ostenklage äußert haben.
00:13:26: Da kann man unterschiedliche Sichten haben, aber so darauf zu reagieren oder ich nehme das Thema Zuckersteuer.
00:13:32: Das alles ist für mich eine Katastrophe und ehrlich gesagt die Glaubwürdigkeit dieser Bundesregierung ist bei mir im Moment bei null, leider wird sich das auch auf die Landtagswahlen in Berlin, Mecklenburg-Vorpommern und eben den Sachsen-Anhalt
00:13:45: aus.".
00:13:46: Man könnte es dazu kommen dass die Union, die CDU am Ende mit der Linkspartei in irgendeiner Weise kooperieren zusammenarbeiten muss um einen AfD-Ministerpräsidenten zu verhindern.
00:13:56: was sind eigentlich ihre Bedingungen?
00:13:58: Und was gestatten Sie der
00:13:59: CDU?".
00:14:00: Also um das ganz klar zu sagen, es wird keine Möglichkeit für die Union geben ohne DIE LINKE den Ministerpräsidenten zu stellen.
00:14:08: Die AfD wird stärker werden und wenn dann muss sie sich damit abfinden dass die AfD den Ministerpresidenten stellt was sie nicht tun wird.
00:14:15: über Bedingung zu reden das steht mir wirklich nicht zu.
00:14:18: ich will nur eins ganz klar sagen dieser unsägliche unvereinbarkeitsbeschluss ist das Papier nicht wert auf dem er steht.
00:14:25: Also ich schaue nach Thüringen, ich schau nach Sachsen.
00:14:27: Ich schau in viele Kommunen und da ist er einfach mit der Realität nicht in Übereinstimmung zu bringen.
00:14:33: Der ehemalige Ministerpräsident Bodo Rommelow hat sich sogar schriftlich bekannt Herrn Vogt gewählt zu haben.
00:14:38: Er hatte nicht alle Stimmen aus der Union aber sehr wohl viele Stimmen von der Linken Und ich will das auch mal ganz persönlich sagen.
00:14:46: Ich wäre niemals in Gremien gewählt worden wo es eine Kanzler Mehrheit erfordert ohne Stimmen der CDU.
00:14:51: Das ist also ein dummes Zeug, um das klar zu sagen was Herr Merz vor sich herträgt.
00:14:56: Er zählt ja auch auf der Bundespressekonferenz er macht sich darüber keine Gedanken da.
00:15:00: wenn er wirklich sich darüber kein Gedanken macht wie dass denn nach der Wahl in Sachsenanhalt weitergeht dann ist er des Amtes des Bundeskanzlers nicht würdig.
00:15:09: natürlich muss er sich darüber Gedanken
00:15:10: machen heißt konkret stimmen der Linkspartei zum Beispiel im dritten Wagang für einen CDU-Ministerpräsidenten sind denkbar.
00:15:16: Also ich will klar sagen, das wird vor Ort entschieden und ich finde dass man das nicht einfach so pauschal sagen kann.
00:15:22: Es muss doch dann überhaupt eine klare Übereinkunft geben weil die Wahl des Ministerpräsidenten ist die leichteste Übung.
00:15:30: es geht danach um Haushalte es geht da nach um politische Entscheidungen.
00:15:34: wir können doch nicht
00:15:35: so
00:15:36: davon ruhig ausgehen dass die Politik einfach so weitergeht.
00:15:40: und in fünf Jahren hat denn vielleicht auch diese Partei eine absolute Mehrheit.
00:15:43: nein!
00:15:45: stabile Mehrheiten zu organisieren.
00:15:48: Das wird nur mit der Linken gehen, ich habe da eine klare Prämisse die gebe ich meinen anhaltinischen Freunden zur Kenntnis.
00:15:54: aber mehr auch nicht.
00:15:55: das wird vor Ort entschieden mit der linken entschieden aber zum Nulltarif.
00:16:00: Zum Null Tarif wird weder Herr Schulze oder auch eine andere Person Die Linke nicht bekommen.
00:16:05: Der Barsch, die machen es der Union aber auch nicht gerade einfach.
00:16:07: Jetzt müssen wir immer über die Linkspartei reden und über sie jetzt haben Sie genug geschimpft, über die anderen.
00:16:11: Immerhin ist Die Linke im Bundestag eine Fraktion ja auch mit durchaus radikalen Elementen.
00:16:17: Also wenn man sich die Linksjugend anschaut Wenn man sich auf manchen Landesverband anschaut wie Niedersachsen, der einen antizionistischen Landesverban gründen wollte oder die ein oder andere Hamas-Verehrung in Postings von Linken Abgeordneten Und der Hass auf Israel Regierung, sie machen es einer christdemokratischen Partei der Mitte ja auch nicht leicht diese neue Linke in der Fraktion im Bundestag möglicherweise als neuen Kooperationspartner anzuerkennen.
00:17:04: Zumindest reden können.
00:17:05: Und da sage ich ganz klar und ohne Wenn und Aber, Ich bin da sehr in Übereinstimmung mit meiner Fraktionsvorsitzenden die das auch auf dem Parteitag gesagt hat Also Antisemitismus hat in der Linken keinen Platz.
00:17:17: Hamas Freunde haben in der linken keinen platz Die sollen sich eine andere Partei suchen.
00:17:22: und ich sage auch Ganz eindeutig dieser Beschluss aus Niedersachsen ich betrachte ihn wirklich als unsäglich.
00:17:28: Aber ich sage auch, am selben Tag fand ein Parteitag in meinem Heimatland Mecklenburg-Vorpommern statt.
00:17:34: Auch in Sachsen-Anhalt.
00:17:35: Am selben tag die haben keine Öffentlichkeit bekommen.
00:17:38: Natürlich machen die politischen Gegner natürlich zu Recht besonders auf unsere Schwächen aufmerksam und natürlich haben wir ein Problem.
00:17:46: Wir haben in der Gesellschaft einen Antisemitismusproblem.
00:17:49: Ich stelle mich persönlich aber auch viele in meiner Partei Sehr, sehr deutlich dagegen.
00:17:54: Ich bin auch stellvertretender Vorsitzender deutsch-israelischen Parlamentariergruppe Agira als solcher habe im Bundestag mehrfach dazu gesprochen und kann nur sagen das darf nicht geduldet werden aber nicht wegen der Union sondern wegen einer grundsätzlichen Haltung.
00:18:09: ich will es nicht der Union leicht machen ich brauche eine klare Haltung der Linken.
00:18:13: Dabei ist es doch verrückt, Herr Bartjitz.
00:18:15: Der Mauerfall ist so lange her und früher war immer das zentrale Argument der Union – wir können mit dieser SED-Nachfolgepartei und diesen Stasikartern wollen und können wenig.
00:18:24: Jetzt gibt's viele junge Leute in der Linkspartei die gar nicht geboren waren, die damit nun wirklich nichts zu tun haben, die sich aber auf andere Weise so sehr entfernt haben auch von CDU oder SPD oder grünen Positionen zum Beispiel eben beim Umgang mit Hallestina und Israel oder auch bei antikapitalistischen Ideen Eine neue Radikalisierung gibt, die die Linkspartei wieder wegbringt von Regieren in der Mitte.
00:18:46: Ist das nur meine Einschätzung oder ist da ein Fönchen Wahrheit dran?
00:18:50: Das ist Ihre Einschätzung.
00:18:52: Ich will mal in großer Deutlichkeit sagen, die Union hat überhaupt kein Problem gehabt mit dem BSW was ja zwischenzeitlich im Übrigen mit Sarah Wagentecht und Oskar Lafontaine auch ein Grund war dass es mit uns keine Zusammenarbeit geben kann problemlos mit denen zu koalieren.
00:19:07: also am Ende eine Machtfrage Und auch das will ich in großer Klarheit sagen In der Sozialdemokratie gab es einen Unvereinbarkeitsbeschluss.
00:19:16: Und dieser Unvereinbarkeitsbeschluss, der galt auch noch als wir in Mecklenburg-Vorpommern eine solide rot-, rote Koalitionen in Achtundneunzig gemacht haben und davor eine Tolerierung im Sachsen-Anhalt.
00:19:26: Also ehrlich gesagt man wird immer Gründe finden!
00:19:29: Ich brauche diese Gründe die herbeigeredet sind nicht.
00:19:32: ich habe fundamentale Unterschiede in einigen zentralen Fragen möchte ein anderes Land ich möchte sozialem Zusammenhalt eine gerechte Steuerpolitik eine Friedenspolitik nach außen viele andere Dinge mehr.
00:19:43: Da wird die Union bei den Überschriften in Übereinstimmung sein, aber im Konkreten dann große Unterschiede haben.
00:19:50: Wir könnten ja zum Beispiel mal über die Reform der Erbschaftsteuer streiten mit Unionspolitikern.
00:19:56: Aber dieses permanente Vorgeschobene es gibt das und man findet immer Begründungen!
00:20:02: Und ich finde auch immer BeGründung eine Koalition einzugehen oder eine Koalition nicht einzugehnen.
00:20:07: Das ist am Ende eine machtpolitische Frage und ich sage Ihnen ganz klar Wir haben mit einem Kurs der Annäherung ja nicht unbedingt die besten Erfahrungen gemacht.
00:20:16: Denn das führt dazu, dass die Link überhaupt keine Rolle mehr spielen was viele erfreut uns aber nicht.
00:20:21: Deswegen Klarheit in der Position und ich hatte sehr gefreut, dass Heidi Reichenegg als Friedrich Merz mit der AfD eine Abstimmung im Bundestag gemacht hat.
00:20:29: Eine klare Position deutlich gemacht hat und ich wünsche mir das wir weiter so agieren und nicht zuerst auf Koalitionen schauen.
00:20:36: wissen sie in meinem Heimatland Mecklenburg-Vorpommern hat die meiste Zeit die PDS später Die Linke mit regiert.
00:20:42: Das ist dem Land gut bekommen.
00:20:44: es ist so dass heute die AfD um sieben oder acht Prozent schlechter ist als in Sachsen-Anhalt unserer Regierungspolitik.
00:20:52: Vielen Dank, lieber Herr Bartsch für dieses Gespräch!
00:20:54: Ich danke Ihnen, Herr Wolker.
00:21:10: Genießen Sie mit mir diese letzten Tage mit Helene Bubrowski bei Table Today.
00:21:13: Es wird jetzt wirklich schmerzhaft am Ende dieser Woche, ist sie dann wirklich raus und weg?
00:21:19: Am Montag bin ich noch dabei!
00:21:20: Der einundreißigste, ja unbedingt der einundreißigste
00:21:23: Achtel
00:21:23: mein letzter Arbeitstag.
00:21:25: Und auch dann Helene, egal wo
00:21:28: und wie wir Podcast machen, wir werden an anderer Stelle wieder zusammenkommen das verspreche
00:21:31: ich dir.
00:21:32: Da bin ich mir ganz sicher und sei es auf der Tanzfläche.
00:21:35: mal lieber mich
00:21:35: hören.
00:21:35: So Helene und dann werde ich dich fragen,
00:21:37: waren doch
00:21:38: was?!
00:21:40: Das wollte ich dich fragen.
00:21:42: Da kann ich über Bierkonsum reden, apropos Tanzfläche und Geburtstagspartys von prominenten künftigen FHZ-Herausgeberinnen!
00:21:49: Der Bierkonzum singt wirklich auch spürbar im Freundes- und Bekanntenkreis – das alkoholfreie Bier ist sehr im Kommen der Rosé des Grauburgunder.
00:21:58: Irgendwie sinkt der Bierkondsum, das ist jetzt auch statistisch bewiesen und gleichzeitig muss man sagen wird es richtig schwierig für die Bierbrauer Denn die Ernte fällt richtig schlecht aus, Hitze, Trockenheit.
00:22:08: Rund siebzehn Prozent weniger wird es dieses Jahr sein für die deutschen Brauer.
00:22:13: Finanziell bedeutet das den guten neunhundert Betrieben drohen Mindereinnahmen von bis zu hundert Millionen Euro.
00:22:18: Üblicherweise liegen die Umsätze der Branche bei rund dreieinhalb Millionen Euro pro Jahr.
00:22:23: Den Weinbauern in Deutschland geht es allerdings auch nicht besonders gut.
00:22:26: ich war erneulich in Unterfranken und dort wurde weit hin beklagt dass selbst die Franken Vor allem die jungen Franken und Fränkinen deutlich weniger Wein, Trinken, Boxbeutel und anderes.
00:22:40: Silvana Bakus und wie die guten Rebsorten dort heißen Sondern dass sowas wie Weizen wir mit Banane und auch alkoholfreie Drinks mittlerweile bevorzugt werden, so dass man sich derzeit noch mit der älteren Bevölkerung ein bisschen über Wasser hält.
00:22:58: Aber bei den über-sechzigjährigen ist es ja mittlerweile auch zum guten Ton zu sagen Nein ich vertrage nicht mehr so viel für mich bitte nur ein kleines Gläschen!
00:23:07: Also was vielleicht zur Gesundheit der Bevölkerung beiträgt?
00:23:11: Darin tragen die Produzenten von Bier und Wein dann doch sehr
00:23:15: In diesem Sinne genießen Sie ein alkoholfreies Bier oder einen alkoholfreien Wein, was auch immer sie möchten.
00:23:20: Vielleicht sogar mit Alkohol nur nicht zu früh!
00:23:22: Der Tag beginnt ja gerade erst bis morgen.
00:23:28: Ciao
00:23:31: ciao!
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