Was bleibt von der Steuerreform? Mit Fritz Güntzler
Shownotes
Fritz Güntzler, finanzpolitischer Sprecher der Unionsfraktion, will die Steuerreform von Lars Klingbeil im Parlament nachschärfen und den fehlenden Ausgleich der kalten Progression doch noch durchsetzen. Konkrete Sparvorschläge nennt er Michael Bröcker aber nicht: „Wir müssen dann die Haushaltsstelle benennen, wo wir die sieben bis acht Milliarden für die kalte Progression herkriegen." Über seine kurzfristige Absage als Verkehrsminister sagt Güntzler, er sei überrumpelt worden: „Wenn man einen Anruf kriegt vom Bundeskanzler, dann sagt man nicht gleich nein." [01:38]
Der Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate, Mohamed bin Zayed Al Nahyan, kommt im September zum Staatsbesuch nach Berlin und bringt eine Investitionspartnerschaft im Energiebereich mit. Der Kanzler setzt auf Kapital von außen, weil die Impulse im Inland fehlen. Im Oktober folgt der Investorengipfel an der ESMT Berlin, mit Spitzenmanagern von Nvidia, Amazon, Goldman Sachs und JP Morgan. [16:48]
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00:00:02:
00:00:10: Es ist eines der zentralen Vorhaben dieser Regierung, aber es steht auch massiv in der Kritik.
00:00:15: Die Steuerreform von Lars Klingball mit einem Entlastungsvolumen von nur noch rund zehn Milliarden Euro.
00:00:20: Nächste Woche kommt sie ins Kabinett.
00:00:22: Sie ist hoch umstritten vor allem auch beim Koalitionspartnerunion die eine deutlich höhere Entlastung gerne hätte.
00:00:27: Lars Klingenball auch?
00:00:28: Aber man kam bei der Finanzierung nicht zusammen.
00:00:31: Darf gespannt sein wie das Parlament jetzt reagiert.
00:00:33: Deswegen fragen wir einen Parlamentarier, nämlich Fritz Günzler den finanzpolitischen Sprecher der Unionsfraktion.
00:00:40: Sie erinnern sich fast Minister geworden wäre für Verkehr.
00:00:43: Er ist dann aber anders.
00:00:44: überlegt hat, er ist der Mann für die Steuern und deswegen soll er uns verraten was genau verhandelt wird und wo die roten Linien im Parlament verlaufen.
00:00:53: Gute Nachrichten gibt es trotzdem für die Bundesregierung und für den Bundeskanzlter.
00:00:56: der Herrscher von Dubai, der oberste Präsident der Vereinigten Arabischen Emirate kommt Anfang September zum Staatsbesuch und bringt wahrscheinlich auch eine dicke, ordentliche Investitionspartnerschaft mit im Energiebereich.
00:01:10: Das könnte die Regierung dringend gebrauchen.
00:01:13: gute Nachrichten aus der Wirtschaft.
00:01:16: Wir müssen über den Schlaf sprechen denn der ein oder andere wälzt sich nachts rum und denkt an das oder träumt von jenem.
00:01:24: Eine Studie aus Japan hat nun einen Hinweis wie man künftig besser und vor allem ruhiger schlafen
00:01:29: kann.
00:01:30: Herzlich willkommen bei Tabletail an diesem Freitag, den...
00:01:33: ...Achtundzwanzigsten August.
00:01:39: Die Steuerreform ist in der kommenden Woche im.
00:01:41: Kabinettschwarzenbrot haben sich geeinigt und das war schon schwer genug.
00:01:46: Und das Ergebnis, das lässt auch zu wünschen übrig darin gibt es Kritik denn die Entlastungssumme beträgt im besten Fall pro Familie sechshundert Euro Das sind ja gut fünfzig Euro im Monat.
00:01:57: Ist das die spürbare Entlastungen?
00:02:00: die die SPD und auch die Union der arbeitenden Mitte versprochen hat.
00:02:05: Ein bisschen dünn ist es ausgefallen?
00:02:06: Ja, also da könnte ich jetzt gerade mal die Hälfte des Mittereistens für meinen Sohn im Gymnasium bezahlen.
00:02:12: Natürlich ist das wenig und es ist wirklich eine statistische Größe denn viele Alleinerziehende oder Kinderlose oder nur mit einem Kind in der Familie lebende Menschen und natürlich die größeren Verdiener werden kaum entlastet.
00:02:27: Die kalte Progression wird nicht ausgeglichen.
00:02:30: Ja, Kinderfreibetag und Kindergeld steigen ein bisschen.
00:02:32: Also von einer Steuerreform ist eigentlich keine Rede!
00:02:36: Das war mal ganz anders versprochen sowohl von Lars Klingenwald als auch von Friedrich Merz im Wahlkampf.
00:02:41: Und jetzt hat auch noch Carsten Linnemann ein Veto eingelegt, nicht nur dass er sich neulich dagegen gewährt hat das bei den pflegenden Angehörigen gekürzt wird.
00:02:50: Nun möchte er auch Mindereinnahmen für die Krankenkassen verhindern.
00:02:54: also interessant wie sich Carsten Linnemann nun als Minister so gibt.
00:02:58: aber Michael es ist alles wieder so.
00:03:02: die Decke ist überall zu kurz Es fehlt das Geld.
00:03:05: und was versprochen worden ist nämlich wir wollen die Kaufkraft ankurben Die arbeitende Mitte, die so eine hohe Steuerlast in Deutschland kriegt entlasten.
00:03:13: Das bleibt doch deutlich hinter den Erwartungen
00:03:15: zurück.".
00:03:32: Und macht das.
00:03:32: Und dann setzt sich diese Koalition zusammen und macht eine richtige Steuerreform, und da gab es eben Debatten um die Finanzierung dieser Steuerreforme.
00:03:39: im Idealfall fünfzehn bis zwanzig Milliarden Euro Entlastung zusätzlich zu dem was wir da gerade besprochen haben.
00:03:45: Da wollte die CSU an keinerlei Subventionen ran sagt man bei der SPD, bei der CDU sagt man Klingbeil habe nur Subvention streichen wollen die der CDU wehtun.
00:03:54: also am Ende wollte keiner wirklich an diesen dicken fetten Subventionstopf von rund achtzig Milliarden Euro im Jahr.
00:04:00: sie trauen sich einfach nicht die Kürzungen durchzuziehen, um die große Entlastung der Mitte wirklich zu finanzieren.
00:04:06: Dann gab es noch eine Idee ob man über die Mehrwertsteuer löst also ob man die Mehrwettsteuer erhöht insbesondere der Satz von neunzehn Prozent, ob man den rauf setzt das wurde als berechnet.
00:04:16: dann müsste man im Gegenzug um die Menschen bei Nahrungsmitteln und so weiter nicht zu sehr zubelasten die sieben Prozent also den ermäßlichsten Steuersatz runter setzen.
00:04:25: diese Rechenspiele gab es, denen hat aber auch Markus Söder einen Strich durch die Rechnung gemacht und gesagt mit mir wird das keine Umsatzsteuer-Höhung geben.
00:04:33: Das hatte ein anderer auch schon versprochen Angela Merkel, dann kam es doch!
00:04:36: Aber in diesem Fall soll es nun tatsächlich nicht kommen sondern stattdessen fällt die Entlastung nun geringer aus.
00:04:41: ein Paket von zehn Milliarden
00:04:43: Euro.".
00:04:43: Und dass auch erst im Jahr zum Jahr zwanzig in der vollen Jahreswirkung.
00:04:47: Man muss auch sagen, Friedrich Merz wollte die Mehrwertsteuerhöhung natürlich auch nicht gerade weil alle ihn an Angela Merkel erinnern und das ist ja für ihn nie ein gutes Vorbild internationale Lage natürlich gerade unfassbare Inflationstreibende Elemente beinhaltet, zum Beispiel im Energiesektor Benzinpreis.
00:05:04: Gerade bei zwei dreißig zwei zwanzig pro Liter da kannst du nicht noch mit der Mehrwertsteuer oben draufgehen.
00:05:10: also insofern es bleibt dabei die Entlastung der arbeitenden Mitte das sich Leistungen wirklich lohnt wenn man eben sich anstrengend und ein Euro mehr verdient einige Haltstufe höher klettert Die fällt aus.
00:05:21: Für mich bleibt dieses Projekt die größte Enttäuschung dieser Regierung bisher.
00:05:24: Klar gab es gute Ideen, gute Gesetze aber das ist für mich wirklich eine Enttauschung.
00:05:30: Michael wieder sehr kritisch.
00:05:31: heute lassen wir die Union doch mal selbst zu Wort kommen.
00:05:34: einer der tatsächlich mehr wollte
00:05:36: Ist
00:05:37: Fritz Günstler der Finanzpolitische Sprecher der Unionsfraktion.
00:05:40: er ist Steuerexperte Und nun bei uns am, sagen wir mal zumindest, virtuellen Tisch und stellt sich den kritischen Fragen von Michael Bröker.
00:05:49: Sie dürfen also gespannt sein!
00:05:52: Einen schönen guten Tag Herr Günstler!
00:05:53: Hallo Herr Bröcker, grüßet sie!
00:05:55: Sind Sie eigentlich froh dass Sie doch kein Bundesminister geworden sind?
00:05:59: Ach Bundesminister zu sein das wäre schon verführerisch gewesen tolle Aufgabe.
00:06:04: aber ich glaube das Segment Verkehrspolitik hat mir nicht so gelegen und würde mich nicht so liegen.
00:06:10: Also von daher bin ich im Rhein mit meiner Entscheidung.
00:06:12: Ach so, das heißt Wirtschaft würden Sie machen?
00:06:14: Die Frage stehe ich ja leider nicht im Raum.
00:06:16: Nein die Frage stehte ich im Raum!
00:06:18: Ich habe es ja mehrfach begründet... ...ich finde ein Minister sollte einen Grundverständnis von den Dingen haben.
00:06:24: Das ist meine Überzeugung und ich hab Verkehrspolitik nie gemacht und ich brenne ehrlicherweise auch nicht für die Verkehrspolitik.
00:06:30: Ich brennere für die Finanzpolitik, für die Steuerpolitik und das bringt mir
00:06:33: Spaß.
00:06:34: Aber Herr Günstler warum haben sie denn dann trotzdem zuerst
00:06:35: zugesagt?!
00:06:36: Ja Wenn man einen Anruf kriegt vom Bundeskanzler, dann sagt man nicht gleich nein.
00:06:43: Irgendweils habe ich über die Konsequenzen in dem Moment nachgedacht – das kann man mir vorwerfen!
00:06:50: Ich war etwas überrumpelt, aber das Ziel des Bundeskantlers ist ja, ein Minister zu werden und das stand im Vordergrund.
00:07:00: So ein Angebot zu bekommen und da reagiert man nicht gleich so, wie man normal reagieren würde.
00:07:05: Man hätte sich einfach Bedenkzeit ausbitten müssen.
00:07:08: Dann hätte man in Ruhe darüber reden können und vielleicht wäre eine ganz andere Entscheidung rausgekommen.
00:07:12: aber so war es eine ziemliche Blackbox für mich Und darüber habe ich mit dem Bundeskanzler einen sehr guten Gespräch Slave-Gemorgungs gesprochen und dann haben wir diese gemeinsame Entscheidung getroffen.
00:07:22: Ihre Ehrlichkeit erzt sie ja sehr bei dem Thema Aber die Sie haben natürlich den Kanzler ein bisschen in die Brädule gemacht, aber sauer ist er trotzdem nicht hört man.
00:07:28: also Wir gingen über jedenfalls nicht.
00:07:30: Also wir haben danach Kontakt gehabt, wir haben gesprochen und er ist mit mir persönlich sehr fair umgegangen.
00:07:35: ich glaube ich mit ihm auch weil wir die Dinge einfach so benannt haben wie sie tatsächlich gelaufen sind und natürlich war es für ihn nicht schön.
00:07:44: Ich habe ihn damit auch in Schwierigkeiten gebracht.
00:07:46: das war bestimmtlich meine Absicht.
00:07:48: aber ich glaube wenn man irgendwie Bedenken bekommt dass eine Ursprüngliche Entscheidung nicht richtig ist, sollte man den Mut haben das jedenfalls denjenigen der sehr viel Vertrauen in einen steckt.
00:07:59: Das mitzuteilen, das habe ich dem Bundeskanzler mitgeteilt.
00:08:02: Ich glaube er hat mittlerweile auch Verständnis für meine Entscheidung obwohl er sich in dem Moment natürlich was anderes gewünscht hätte.
00:08:09: Eines hat das Ganze jedenfalls für sich Sie sind deutlich bekannter geworden der Günstler und nicht nur bei den Steuerexperten in diesem Land.
00:08:16: also lassen sie uns über das Thema reden wo sie wirklich Ahnung von haben Nicht über Verkehr sondern über Steuerrecht und Steuerpolitik.
00:08:21: Kommende Woche soll im Kabinett jetzt die Steuerreform von Lars Klingbeil endlich umgesetzt und beschlossen werden.
00:08:27: Mal ehrliche, Günzler!
00:08:28: Wir haben ja schon mal ein Interview geführt – das ist doch keine Steuerreforme mehr.
00:08:32: Das ist ja nicht einmal der Ausgleich der kalten Progression in Gänze.
00:08:37: Da hätte man es doch fast auch sein lassen können oder?
00:08:38: Ja
00:08:39: wir hätten's ja nicht sein dürfen.
00:08:41: Das was wir machen ist verfassungsrechtlich vorgegeben.
00:08:44: Wir müssen das Existenzminimum staatlich freistellen, darum erhöhen wir den Grundfreibetrag.
00:08:49: Wir werden die Kinderfreibeträge erhöhen und das Kindergeld erhöhen.
00:08:54: Das ist wichtig, das müssen wir aber machen.
00:08:56: Das kostet schon viel Geld und es wäre jetzt an der Zeit gewesen sich auch mit der kalten Progression zu beschäftigen.
00:09:03: Aber die Limitierung durch den Haushalt sind sehr stark.
00:09:06: also dass jedenfalls die Bundesregierung sich derzeit nicht in der Lage gesehen hat das gegenzufinanzieren.
00:09:12: Ich bedauere das weil hat die letzten zehn Jahre eigentlich immer funktioniert, dass man das was sozusagen näherbesteuert wird durch die Inflation.
00:09:21: Den Leuten dann doch lässt und ich werbe sehr dafür persönlich, dass wir im parlamentarischen Verfahren uns das nochmal ansehen ob es nicht doch noch eine Möglichkeit gibt Hausfalls Spielräume zu finden, die uns das möglich machen die kalte Progression da doch nur auszugleichen.
00:09:38: Man nennt es ja auch kalte Enteignung, was da passiert.
00:09:41: Das Gegenteil hat doch diese Regierung versprochen.
00:09:43: Leistungen sollen sich wieder mehr lohnen wir sollen alle mehr arbeiten aber bei jedem neuen verdienten Euro in einer neuen Gehaltsstufe wird mir am Ende doch je nach Tarifen natürlich ordentlich etwas abgezogen ist doch das Gegenteils von dem was diese Regierung Versprochen hat.
00:09:57: Darum sage ich ja.
00:09:58: also wir müssen auch zur Kettenis nehmen dass wenn wir die kalten Progression vollständig ausgleichen wollen, dass das ungefähr mit sieben bis acht Milliarden Mindereinnahmen einhergeht.
00:10:10: Und wir müssen dann mit den Haushältern reden und sagen wo sind in dem Haushalt noch Spielräume um das zu finanzieren?
00:10:19: Der Bundesfinanzminister sieht diese Spielräube nicht.
00:10:21: Das ist doch mal konkret Herr Günstler.
00:10:22: Achtzig Milliarden Euro ist der Subventionsbericht.
00:10:24: Wo kann man denn diese fünf bis sieben Milliarden Euro noch rausholen die für die kalte Progression reichen würden?
00:10:33: Will ich jetzt hier auch nicht sagen, weil hinter jeder Subvention steht ja jemanden der sie verteidigt.
00:10:37: Ich habe aber die Aufmerksamkeit... Ich sehe dass wir ein Haushalt von über sixhundert Milliarden Euro haben und mir geht es gar nicht nur um die Finanzhilfen und Subvention.
00:10:47: Wir haben in jedem Haushaltsbereich Dinge, die man vielleicht einsparen kann.
00:10:51: Ein Unternehmensverater würde sagen zehn Prozent geht immer.
00:10:54: das ist mir natürlich sehr pauschal.
00:10:57: Ich würde, wir sind dabei.
00:10:59: Das wird eine Herausforderung im parlamentarischen Verfahren nochmal darüber zu diskutieren ob es nicht doch Möglichkeiten gibt die die Bundesregierung nicht gesehen hat.
00:11:08: Ob wir das erfolgreich hinbekommen weiß ich nicht aber ich meine Die Anstrengungen ist es wert.
00:11:14: Sie haben ja recht Wir haben immer gesagt mehr Leistung muss sich wieder lohnen.
00:11:18: Dann müssen wir das auf steuerlich nachziehen und ich bin das nehmen sie ja mit glaube ich auch sehr unglücklich darüber dass die kalte Progression nicht ausgeglichen wird.
00:11:26: Ehrlicherweise haben wir uns noch mehr erhofft.
00:11:30: Wir wollten ja die Halteprogression mal ausgleichen und dann den Eingangswert für den Spitzensteuer nach erhöhen, also nach rechts verschieben wie man sagt im Tarif.
00:11:40: All das ist derzeit auf der Strecke geblieben aber die Haushaltspolitischen Herausforderungen sind natürlich auch riesengroß.
00:11:46: Das muss man natürlich auch akzeptieren.
00:11:48: Aber Herr Künzer, Sie können
00:11:49: doch jetzt mal Mut zeigen.
00:11:50: Der Gesetzgeber ist das deutsche Parlament Und nicht Lars Klingbeil oder Friedrich Merz.
00:11:54: Sie könnten sagen, in einer Aktion auch mit der SPD zusammen.
00:11:59: wir haben uns doch noch auf eine Finanzierung geeinigt und wir werden diese Rechtsverschiebung machen und die Abmeldung der kalten Progression.
00:12:06: Wir wollen dass die Menschen wirklich was spüren und zwar nicht nur das was ohnehin rechtlich notwendig ist.
00:12:12: Das habe ich ja gerade gesagt Herr Brücker.
00:12:13: Ich will da gerne mit meinen Finanzleuten nochmal ran gehen.
00:12:17: das müssen wir auch einen Absprache mit den Haushältern machen.
00:12:20: Das macht ja jetzt keinen Sinn zu versprechen.
00:12:22: Wir machen das einfach, wir brauchen dann konkrete Einsparvorschläge und da bin ich als Finanzpolitiker – ich bin hier für die Einnahmeseite zuständig – nicht so drin wie die Haushaltspolitiker.
00:12:33: Und das müssen wir uns angucken!
00:12:35: Ich werbe sehr dafür in der Fraktion auch bei meinem Fraktionsvorsitzenden Thorsten Frey dass wir das nochmal ansehen, dass wir selbstbewusste Parlamentarier sind, wir sind der Haushaltsgesetzgeber.
00:12:45: Aber wir müssen uns dann auch ehrlicherweise konkret machen und können nicht einfach sagen, ja, wir müssen einfach mal Subventionen kürzen.
00:12:51: Wir müssen mal an den Haushalt ran.
00:12:53: Nein!
00:12:53: Wir müssen die Haushaltsstelle benennen wo wir sieben bis acht Milliarden für die kalte Progression herkriegen.
00:12:59: und wenn wir noch mehr machen wollen, müssen wir das auch definieren.
00:13:02: Und ich halte es übrigens für keine gute Idee eine kalte Profession sozusagen auszugleichen indem ich Steuervergünstigung, vermeintliche Steuersubvention auf der anderen Seite abbau.
00:13:13: Das ist ja ein reiner Verschiebebahnhof.
00:13:15: Nein es muss dann schon richtig aus dem Haushalt kommen.
00:13:17: Okay verstehe aber da gibt's ja Steuerver günstigungen und es gibt Finanzhilfen und es gibts Steuerrabatte und all so was.
00:13:23: also das ist ja nicht so als hätten sie sich in den letzten Monaten auch nicht mit Gegenfinanziosvorschlägen mal befasst lieber Herr Günzler.
00:13:28: Das glaube ich Ihnen nicht!
00:13:30: Ich habe mir eine ganze Menge angesehen aber im Detail des Haushalts... Das muss man aber sagen, bin ich nicht drin und dafür haben wir die Haushälter.
00:13:38: Und ich bin mit ihnen im Gespräch.
00:13:41: Mein Wunsch wäre es wirklich dass wir uns das angucken weil kann ja auch die Ampel hat die kalte Progression ausgeglichen trotz aller Schwierigkeiten.
00:13:49: Die Schwierigkeit sind haushalterisch ein bisschen größer geworden.
00:13:52: Sogar Angela Merkel und Wolfgang Schäuble haben's mal gemacht obwohl dieser Mann nun wahrlich kein steuerpolitischer Finanzminister
00:13:58: war.
00:13:58: Ja also von daher der Auftrag ist klar.
00:14:01: Ich möchte aber auch ganz ehrlich sagen, ich glaube man sollte auch nicht zu viel Erwartung schüren.
00:14:06: Das will ich jetzt hier gar nicht machen!
00:14:08: Ich kann zusagen dass wir uns das nochmal ansehen.
00:14:10: ob wir das hinbekommen weiß ich nicht weil manche Ausgaben sind auch schon zugesagt.
00:14:16: also es ist gar nicht so einfach in diesem Haushalt Dinge zu finden die noch nicht versteinert sind also die nur nicht klar determiniert ausgegeben sind.
00:14:23: Also das ist im Detail alles nicht so Einfach.
00:14:26: Aber Wir werden uns der Sache stellen müssen und ich finde das ist mein Anspruch als Panamitarier.
00:14:31: Vielleicht haben wir auch die Unternehmensberater manchmal recht und sie machen einfach wirklich nicht zehn, sondern fünf Prozent auf alles.
00:14:36: Ja, fünf mal sechshundert Milliarden macht dreißigter Jahr.
00:14:38: Sehen
00:14:39: Sie?
00:14:39: So lieber Herr Günstler noch eine Frage muss ich schon stellen an Ihren Finanzminister.
00:14:44: der Mann hat jetzt in einem Referentendenwurf einen Zuckersteuer erheben wollen, die auch für nicht-zuckerhaltige Getränke gelten soll.
00:14:51: Hat der Mann das mit der Steuer nicht verstanden oder einfach nur seinen Ministerium nicht im Griff?
00:14:56: oder was ist da passiert?
00:14:58: Wenn ich das richtig vernommen habe, gibt es dort ein Arbeitspapier, das auf Arbeitsebene entwickelt wurde.
00:15:03: Ein sogenanntes Eckpunkte-Papier.
00:15:04: Das ist in die Abstimmung mit den anderen Ministerien gegangen und das Landwirtschaftsministerium hat schon remonstriert dagegen im Vorfeld.
00:15:13: Dann ist das alles wie in Berlin immer öffentlich geworden.
00:15:16: also von daher wird ja auf jeden Fall so nicht kommen.
00:15:18: Und das ist entscheidend.
00:15:19: Das hätte auch keine parlamentarische Mehrheit gefunden.
00:15:24: Das kann ich so nicht beurteilen.
00:15:26: Er kann ja nichts dafür, wenn auf Arbeitsebene Papiere ausgetauscht werden, dass die an die Öffentlichkeit kommen.
00:15:31: Aber das ein Ministerium arbeiten muss und Papiere erarbeiten muss ohne dass der Minister jedes Papier kennt, versteht sich von selber.
00:15:38: Ja aber angeblich ist das Thema ja als Getränkesteuer schon seit Wochen auch in der Regierung durchaus Thema und keiner hat da aufgeschrieben.
00:15:46: Ist diese Koalition am Ende vielleicht einfach eine Steuererhöhungskoalition?
00:15:50: Nein, das glaube ich nicht.
00:15:51: Es gibt ja in der Zuckersteuer was mein Verständnis um fiskalische Aspekte sondern um gesundheitsliche Aspechte.
00:15:59: Großbritannien hat man ja da Erfolge mit gehabt und unsere Getränke haben mehr Zucker gehalten als die in Großbritanien.
00:16:05: Dagegen wollen wir vorgehen.
00:16:06: Wir wollen ja nicht unbedingt mehr Einnahmen erzielen, sondern wir wollen ja gesundheitspolitisch etwas erreichen.
00:16:11: Das ist geeint.
00:16:12: aber sich auf eine Zuckersteuern zu verständigen In einem Koalitionsausschuss oder in einem Kabinett ist das eine, aber die Detailarbeit ist dann ein bisschen schwieriger und da haben sich ein paar Fachmitarbeiter rangesetzt.
00:16:24: Haben gesagt wie es aussehen könnte?
00:16:26: Der Minister hat jetzt entschieden was nicht drin ist und das ist glaube ich ein klares Wort!
00:16:30: Dann wollen wir es dabei bewenden lassen.
00:16:32: immerhin gönnen wir uns jetzt im niedersächsischen Wahlkampf oder Herr Günstler einen alkoholfreies Bier dass dann künftig nicht besteuert wird richtig?
00:16:39: Davon gehe ich jetzt mal aus und freue mich drauf.
00:16:43: Es muss doch kalt sein.
00:16:44: Ich bedanke mich für das Gespräch, lieber Herr Günstler.
00:16:46: Ja danke, Herr
00:16:57: Brücker!
00:16:59: Die arabische
00:17:12: Halbinse steht im Mittelpunkt der deutschen Politik.
00:17:16: Es gibt Interessen und wir erinnern uns an den Besuch von Robert Habeck beim E-Mail von Katar, wo er den Bückling machte.
00:17:23: damals ging es um die Diversifizierung von Energiequellen für Deutschland.
00:17:29: das war kurz nach Beginn des Kriegs Russlands gegen die Ukraine.
00:17:35: jetzt waren zu Beginn dieser Legislaturperiode Erst die Wirtschaftsministerin Katharina Reiche in den Vereinigten Arabischen Emiraten, kurz darauf reiste der Kanzler dorthin.
00:17:46: Ein interessanter Wirtschaftspartner aber natürlich auch ein politischer Partner, ein strategischer Partner gerade in der Iran-Frage haben wir das gesehen
00:17:55: Ja und ein verlässlicher Partner inzwischen auch wenn man sicherlich über die autokratischen Strukturen die Art der Regierungsform dort diskutieren kann.
00:18:03: Viele Bühlen um dieses Land.
00:18:05: als ich mit Katharina Reiche im November zweifemzwanzig in Abu Dhabi war, war gerade vorher eine koreanische Delegation mit den wirklich dem gesamten Kabinett und Regierungschef und es waren sechshundert Leute da, die riesige Deals unterzeichnen haben und wir kamen irgendwie immer ein bisschen zu spät.
00:18:19: jetzt soll es aber endlich soweit sein.
00:18:20: einen Millionen schwerer Investitionspakt soll geschlossen werden und unterzeichnet werden hier in Berlin sogar einen Staatsempfang wird das für den Herrscher von Abu Dhabi geben den Scheich.
00:18:31: Interessant, da wird es auch wieder Proteste geben nehme ich an denn ja die Strukturen dort sind autokratisch.
00:18:39: Es geht um das Thema Menschenrechte.
00:18:40: aber da hat Friedrich Merz klar gemacht Er wolle keine Außenpolitik mit dem erhobenen Zeigefinger machen, er wolle anders als die Ampelregierung und insbesondere Annalena Baerbock nicht der Welt erklären wie es richtig geht.
00:18:52: Aber wir sind da in einem Spannungsverhältnis denn am Ende kann man auch mit Ländern nicht Handel treiben wenn man nicht sicher sein kann dass es dort zumindest gewisse Standards gibt für ja die Produktion aber auch natürlich die Verlässigkeit des Justizsystems usw.
00:19:08: Jedenfalls roter Teppich für den Scheich.
00:19:10: und danach gibt es eine Investorenkonferenz, auf die der Kanzler mit großer Freude blickt.
00:19:15: Nämlich Ende Oktober lädt er ein zwei Tage nach Berlin in die Hochschule ESMT.
00:19:20: dreihundert weltweit tätige Investoren werden kommen und mit dem Kanzlerin im halben Kabinett über den Stadtort Deutschland reden.
00:19:27: Und seine Hoffnung ist dass die ganz anders und viel positiver auf Deutschland blicken als wir nörgelige Journalisten oder die Kritiker in der Opposition.
00:19:35: unter anderem ist das CEO von Vidya da und Amazon-Vorstände Goldman Sachs JP Morgan also sehr prominent besetzt.
00:19:43: Und die Hoffnung ist, dass wenn schon aus dem Inland die Wirtschaft nicht stimuliert wird oder nicht ausreichen dann muss das Geld eben für die neuen Investitionen von außen
00:19:52: kommen.
00:20:00: Also ich habe so gar kein Problem beim Schlafen, das ist echt wichtig.
00:20:11: Das ist ja das Wichtigste für die Gesundheit, hab' ich gelernt!
00:20:13: Das ist absolut richtig... Acht
00:20:14: Stunden müssen's schon rein.
00:20:15: Wirklich?
00:20:16: Das schaff ich quasi nie.
00:20:18: Ja nein und manchmal liegt man auch nachts wach und dann geht einem das ein oder andere noch durch den Kopf.
00:20:23: Die Gedankenkreisen...
00:20:25: Nee, das kenne ich ja nicht.
00:20:26: Das sei jetzt vielleicht diskriminierend aber ich finde es ist wirklich ein Frauenthema.
00:20:29: Wo
00:20:29: weiß ich ehrlich gesagt nicht.
00:20:30: Ich
00:20:30: kenne keinen Mann der nachts warst wie über den Tag nochmal nachdenkt.
00:20:33: Nicht
00:20:33: über den tag nachdenken, sondern über die wichtigen Dinge die anbeschäftigen.
00:20:37: Ich kenne auch durchaus Männer, denen es so geht aber wie dem auch sei das sind vielleicht eher die sensibleren.
00:20:43: Achso?
00:20:43: Ja okay.
00:20:46: Das ist vielleicht Teil des Problems.
00:20:48: Na gut also an die sensiblesen Männer da draußen und an die Frauen, die uns zuhören.
00:20:54: Es gibt eine Studie aus Japan, die tiefer schläft und besser träumt, vielleicht auch schöner träumen.
00:21:02: Nämlich... Und das ist ein Befund der zum Teil überrascht und zum Teil nicht überrasacht.
00:21:06: Das Nicht-Überraschende Bäume vor der Tür stehen.
00:21:10: Also die dämpfen natürlich den Schall, die verbessern die Luft möglicherweise und anderes.
00:21:14: aber sie haben auch herausgefunden dass man in hohen Häusern besser schläft also jedenfalls wenn hohe Häuser um einen rumstehen.
00:21:20: das ist möglicherweise sowas wie die Feng Shui Idee.
00:21:23: Wenn ich also durch ein großes Bauwerk geschützt werde oder durch eine Wand dann fühle ich mich sicherer Dann komme ich leichter in diesen ja in dieses Uhr vertrauen hinein Dass er der Schlaf isst Ja dass man wenn man denkt Hinter einem steht einer, der etwas Böses will.
00:21:38: Dann fällt es einem eben schwer in den Schlaf zu kommen.
00:21:41: Also interessant!
00:21:42: Jetzt ist die Frage was folgt daraus?
00:21:45: Ja das Hochhäuser generell mit in der Baupolitik eine größere Rolle spielen sollten nicht nur wegen dieses Grundes sondern einfach auch weil wir nach oben bauen können in diesen urbanen Zentren wo dringend Fläche fehlt.
00:21:55: In den Himmel bauen und in den Himmeln denken ja weg
00:21:59: mit der Traufhöhe Die es in Berlin gibt, die es in Köln zu Recht gibt.
00:22:02: Also der einzige Stadt der Welt weil der Dom nicht überbaut werden darf aber in jeder anderen Stadt haltings wirklich für überflüssig.
00:22:07: In Chicago habe ich mir jetzt angeschaut wie diese alten Hochhäuser aussehen von Anfang des zwanzigsten Jahrhunderts.
00:22:12: Wunderschön sehr stilvoll zum Teil Aber das
00:22:15: CS Tower ist halt auch geil.
00:22:16: Ja Das ist alles wunderschöne und jetzt sind sie hoffentlich ausgeschlafen an diesem Morgen Und kommen gut durch den Tag und können dann am Wochenende ruhig schlafen.
00:22:25: Am Samstag ist der CEO-Table wieder für Sie da.
00:22:27: Darauf dürfen Sie sich freuen sind am Montag wieder da.
00:22:31: und dann zu unserer letzten gemeinsamen Sendung.
00:22:35: Und da dürfen Sie jetzt schon gespannt sein!
00:22:38: Ich kann es kaum erwarten, tschüss bis dann!
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