Wie viel Entwicklungshilfe können wir uns noch leisten, Frau Alabali Radovan?

Shownotes

Bundesentwicklungsministerin Reem Alabali Radovan verfügt 2026 nur noch über rund zehn Milliarden Euro – fast 20 Prozent weniger als 2023. Sie setzt auf eine Reform mit klarem Fokus: Win-win-Situationen für Deutschland und Partnerländer. Deutsche Interessen sollen eine größere Rolle spielen. Für Schwellenländer soll es keine direkte Förderung mehr geben. [12:28]

Die SPD will ein Social-Media-Verbot für unter 14-Jährige nach australischem Vorbild. Zusätzlich sollen für unter 16-Jährige algorithmisch gesteuerte Feeds, Endlos-Scrollen und Belohnungssysteme verboten werden. 6,6 Prozent der Kinder und Jugendlichen sind laut DAK-Studie bereits süchtig nach Social Media. Während die einen für das Verbot sind, setzen andere auf Medienkompetenz statt Verbote. [01:19]

Das Hamburger Getränkeunternehmen fritz-kola will auch in Aluminiumdosen abfüllen. Jede fünfte Glasflasche werde nicht zurückgegeben, erklärt CEO Mirco Wolf-Wiegert. Für ihn ist klar, dass es am niedrigen Pfandsatz von nur acht Cent liegt. Die Deutsche Umwelthilfe kritisiert den Schritt als „falsch und unnötig“. [07:16]

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00:00:02:

00:00:10: Laut einer DHK-Studie sind bereits heute sechs Prozent der Kinder und Jugendlichen süchtig nach Social Media.

00:00:17: Und deshalb will die SPD ein Verbot für vierzehnjährige verhängen, auch danach soll es Einschränkungen geben.

00:00:24: Aber der Vorschlag sorgt nicht überall für Begeisterung – wir diskutieren ihn auch hier!

00:00:31: Das Hamburger Unternehmen Fritz Kohler gilt eigentlich als Marke, dass sich für Nachhaltigkeit einsetzt.

00:00:36: Aber in Zukunft will das Unternehmen die Getrecke wieder in Alu-Dosen verkaufen!

00:00:40: Warum das?

00:00:41: Der CEO Mirko Wohl Wiegert spricht darüber mit unserem Kollegen Alex Wiedmann.

00:00:45: Weniger als zehn Milliarden Euro hat das Ministerium für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung in diesem Jahr zur Verfügung, dabei sucht Deutschland doch gerade verlässliche Partner im Ausland.

00:00:57: Wie viele Entwicklungshilfe können wir uns noch leisten?

00:00:59: Und welche Projekte sind überhaupt sinnvoll?

00:01:02: Das fragen wie die zuständige Ministerin Rehm Alabali Rado

00:01:06: war.

00:01:19: Michael, wie viel Bildschirmzeit haben deine Kinder?

00:01:22: Eine Stunde am Tag.

00:01:25: In Wahrheit wird es aber durch diverse Ausnahmen Verhandlungsmacht Erfolge der Kinder auf gelegentlich auch mal am Wochenende drei oder vier ausgeweitet.

00:01:34: Heißt Bildschirmbildschirm das ja immer?

00:01:36: die Frage heißt es wirklich auch wenn sie bei der Tageschau mitgucken oder...

00:01:41: Nein Bildschimm heisst schon Zocken Okay.

00:01:43: Da sie jetzt beide Handys haben, dürfen Sie natürlich trotzdem jemanden anrufen oder mit jemandem WhatsApp'n oder Nachrichten schreiben?

00:01:49: Es heißt schon zocken!

00:01:51: Okay, eine schon heißt zockend.

00:01:52: Mein Sohn liebt Minecraft und meine Tochter irgendwelche komischen... Wie heißt das?

00:01:57: Run and High Jump-and-Run Spiele bei Roblox.

00:02:00: Aber es ist schon so wenn sie einmal drin sind in dem Tunnel Handy Ist es total schwierig die da überhaupt wieder rauszukommen.

00:02:06: Man redet wie gegen so ne Wand.

00:02:09: Ich kann davon berichten, dass wenn man dann das Ende durchsetzt.

00:02:14: Weil man sagt jetzt hat die Uhr geklingelt Jetzt ist die Zeit vorbei Dann gibt es ja immer schlechte Laune und fast immer Streit.

00:02:20: Das finde ich wirklich das ärgerliche auch für den Familienfrieden und ich denke immer so wie schön muss es gewesen sein als man diese Diskussion mit den Kindern noch nicht führen musste.

00:02:30: Im Durchschnitt Michael, da stehst du eigentlich noch ziemlich gut damit deinen Kindern verbringen Kinder und Jugendliche zwei Komma sieben Stunden nicht nur vor dem Bildschirm sondern auf Social Media Plattform oder am Ende sogar noch deutlich mehr.

00:02:43: meine Kinder sagen dann immer Mama Du bist selber ständig am Handy.

00:02:46: Ich sage dann ich arbeite ja auch.

00:02:48: manchmal gucken Sie über die Schulter und finden das alles streng genommen Nicht Arbeit weil sie natürlich auch einen anderen Begriff von Arbeit haben, als dass man Nachrichten schreibt.

00:02:55: Aber sei es drum.

00:02:56: also wir haben ein Problem bei Social Media und das lautet Sucht!

00:03:00: Und die SPD will da jetzt ran ganz nach dem Vorbild Australien soll für ihre Jugendliche unter vierzehn Jahren ist ein Social Media Verbot geben und selbst die unter sechzehn sollen an verpflichtende Jugendversionen nur auf ihr Handy laden können und algorithmisch gesteuerte Feats- und Empfehlungssysteme sollen für diese Altersgruppe verboten werden.

00:03:18: Das ist ja eben auch so, dass man zum Beispiel bei TikTok automatisch in das nächste Video reinkommt und so weiter.

00:03:25: Also, dass diese Sucht auch noch gesteigert wird durch die Art und Weise wie diese Apps programmiert sind.

00:03:31: Und deswegen soll es eben auch Mechanismen geben, die genau das verhindern, dass eben Videos nicht mehr automatisch abgespult werden.

00:03:37: Dass man nicht in dieses Endlos-Scrollen kommt.

00:03:39: und auch Pushbenachrichtungen und Belohnungssysteme für intensive Nutzung sollen verboten werden um möglichst wenig Suchtsteigernes im Angebot zu haben.

00:03:50: Auf Frankreich diskutiert die in der Nationalversammlung gerade ein Verbot für unter fünfzehnjährige, also das Thema ist heiß.

00:03:56: hier sind meine Argumente.

00:03:57: dagegen weiß ich wie du siehst Helene.

00:04:00: Ich bin erstmal der Meinung es ist Sache der Eltern der Erziehung dass man das Thema irgendwie hinkriegt und nicht schon wieder der staatlichen Ordnungsrecht ist.

00:04:10: außerdem glaube ich auch am Ende kriegst du sich wirklich kontrolliert von diesen ganzen digitalen Entwicklungen fernzuhalten, mit auch nicht wirklich funktionieren.

00:04:18: Alleine diese einfachen Umgehungsmöglichkeiten die ich hier bei meinen Kindern immer erlebe wie zum Beispiel sich irgendwelche VPNs zu bauen auf ihrem Computer selbst finde ich vergeblich irgendwie den Computer meines Sohnes abgeschaltet hatte über das WLAN.

00:04:31: also ich bin mir nicht so sicher ob man es überhaupt kontrollieren kann.

00:04:35: und wenn es kein Gesetz ist was man oder keine Regel die man irgendwie durchhalten kann dann ist es fraglich ob man sie überhaupt einführen sollte.

00:04:43: Da bin ich eine Hartleinerin, wie übrigens auch Karin Prien.

00:04:47: Ich weiß nicht ob sie sich als Hartleinarin bezeichnen würde aber sie zeigt sich jedenfalls offen für ein solches Verbot.

00:04:52: Ich finde auch das Argument dass es vielleicht nicht lückenlos durchsetzbar und kontrollierbar ist, ist keins.

00:04:59: denn am Ende das gesamte Strafrecht besteht aus Regeln die trotzdem ständig gebrochen werden und dann gibt's halt ne Sanktion.

00:05:06: Regeln sind erstmal eine Richtlinie, um festzustellen was wohin gehts.

00:05:11: Was ist richtig?

00:05:11: Was ist falsch?

00:05:12: Was gut für Kinder?

00:05:13: Was nicht gut für die Kinder?

00:05:15: Viele Eltern wissen ja selber nicht wie sie es machen sollen kriegen das Thema überhaupt nicht in den Griff.

00:05:20: und ich finde wirklich gegen diese Übermacht der Plattformen, gegen diese Manipulation durch diese suchtmachenden Algorithmen, die wir da haben Da ist das Ordnungsrecht in der Tat der richtige Weg.

00:05:32: Also aus meiner Sicht einfach Handy nicht kaufen den Kindernwira zum Beispiel ein Argument, dann bräuchte man auch nicht wieder nach dem Staat rufen zu.

00:05:39: da eben glaube ich wirklich dass die Alterskontrollen erstens eine hohe technologische Bürokratie, die da wieder in Gang gesetzt wird.

00:05:47: Die wir eigentlich gar nicht brauchen.

00:05:48: Ich glaube das es erst recht eine riesige Lust geben wird auf diejenigen, die es dann vielleicht doch dürfen oder auf dem Schulhof mitgenommen haben.

00:05:57: Oder sich irgendwelche organisiert haben welche Handys.

00:06:01: und ich bin überhaupt der Meinung lass uns lieber Medienkompetenz ganz früh in den Grundschulen fördern diskutieren kommunizieren lasst uns über Cyber Mobbing reden übersucht Probleme.

00:06:11: also das wären meine Ideen dass Aufklärung Anreize und auch Kompetenz, Vermittlung immer die bessere Lösung ist als die Regel.

00:06:20: Ich würde sagen es schließt sich nicht aus.

00:06:22: natürlich bleiben einem die Diskussion zu Hause nicht erspart über die Frage was darf man wie viel darf man?

00:06:27: das hat auch mit Vertrauen aber auch mit Kontrolle zu tun auch mit übrigens anwesenden Eltern die das nicht alles outsourcen auch mit Eltern die sich sich zu leicht machen und sagen ist doch irgendwie besser wenn die Kinder vom Fernseher sind dann stören sie mich nicht all.

00:06:41: das is auch ein Thema sich ehrlich machen muss.

00:06:45: und was du sagst, mich ja einfach kein Handy kaufen oder jedenfalls nicht so früh kaufen.

00:06:49: Da bin ich absolut dabei auch wenn ich dann, also ich würde auch einfach sagen keine Playstation kaufen, einfach diese ganzen Dinge nicht kaufen.

00:06:56: Ich habe das Gefühl bei uns gibt es Probleme erst seit wir ein iPad haben weil's früher einfach gar keine Möglichkeit gab.

00:07:03: Also in dieser Hinsicht ist weniger sicherlich mehr

00:07:17: Die Getränke.

00:07:18: Dosen feiern ein großes Comeback.

00:07:19: Wir hätte das gedacht, weißt du eigentlich Jürgen Trittin?

00:07:22: Jedenfalls über vier Milliarden Stück in Deutschland wurden letztes Jahr verkauft.

00:07:26: Das ist schon erstaunlich.

00:07:27: immerhin brach der Verkauf.

00:07:29: Zwei tausend drei Jahre massiv.

00:07:30: einen Umweltschützer finden diese neue Liebe zu Dose gar nicht.

00:07:33: gut.

00:07:34: zwei ist die Recyclingquote bei Dosen bei weit über neunzig Prozent.

00:07:37: aber auch der Prozess dieser Reinigung und Wiederaufbereitung sitzt natürlich CO-zweifrei.

00:07:43: Nun denn, das Hamburger Unternehmen Fritz Kohler will in Zukunft seine Getränke auch wieder in der Dose verkaufen.

00:07:48: Und dabei galt dieses Unternehmen doch gerade als großer Verfechter von Nachhaltigkeit und von der Verwendung von Glasflaschen!

00:07:55: Wieso man sich jetzt doch dafür entschieden hat?

00:07:57: Das wollte Alex Wiedmann, unser Kollege vom CEO-Table, vom Co-Gründer Mirko Wolf Wiegert wissen.

00:08:03: Herzlich willkommen im Podcast Table Today, Mirko Wolff Wiegart.

00:08:07: Vielen Dank für die Einladung.

00:08:08: Moin

00:08:09: Und jetzt bringen Sie deutschlandweit eine Aluminion-Dose raus.

00:08:13: Sind sie am Ende doch nicht besser als Coca Cola?

00:08:16: Wir versuchen auf jeden Fall, eine gute Cola zu sein und das Herzstück von Fritz Kohler ist und bleibt Glasmehrweg.

00:08:21: tatsächlich damit sind wir sehr professionell unterwegs.

00:08:24: Gleichzeitig ergänzen wir unser Portfolio über aber mit eben Getränkedosen für Glasverbotszonen Festivals und die Dose hat ein zwei Vorteile, die wir damit auch erreichen können.

00:08:37: Welche Vorteile wären das?

00:08:38: Warum war diese Ergänzung notwendig?

00:08:41: Wir haben aktuell damit zu kämpfen, dass wir mit unseren Bierflaschen – also wir nutzen quasi Bierflächen für unsere Lemonaden.

00:08:47: Auch wenn sie weiß sind und nicht grün oder braun wie Bierfläschen, aber es sind im Kernsens Bierfläschen – ein aktuelles Problem ist, dass unsere Flaschen nicht genug zurückkommen.

00:08:56: Das heißt damit zukämpfen, der geringe Pfandsatz von acht Cent nicht jetzt der ganz große Anreiz ist, Und bei Einwegverpackungen, bei Dosen zum Beispiel.

00:09:08: Die haben ein Zinfant drauf.

00:09:10: Das heißt wenn sie jetzt in Berlin oder Hamburg-Köln München irgendwo draußen im Park sitzen und bei guten Wetter an ihre Getränke konsumieren... Sie möchte die ja nicht zurück tragen, das stellen sie die Glasflaschen neben dem Papierkopf zum Beispiel.

00:09:23: Oder eben die Dose wird sofort von irgendjemand mitgenommen und zurückgebracht.

00:09:26: Die Glasflashmanibierflasche steht sehr lange da oder wird auch gar nicht mehr zurück gebracht Und das ist ein problemes aktuellen Vorteil, was Einweg hat.

00:09:35: Wir treten dafür ein, dass wir den Pfandsatz von Bierflaschen von acht auf fünfundzwanzig Cent erhöhen.

00:09:40: Können Sie das quantifizieren?

00:09:41: Wie viel Prozent ungefähr dieser Glasflasche nicht zurückkommen bei Ihnen?

00:09:47: Wir legen dabei fast zwanzig Prozent der Flaschen, die nicht zu uns zurück kommen.

00:09:50: Aber haben sie denn Reaktionen von ihren Kunden vielleicht auch bekommen?

00:09:54: zur neuen Einführung?

00:09:55: Ja genau!

00:09:56: Wir hatten eine Testphase in Hamburg.

00:09:57: Das heißt, wir haben ein paar Tausend Dosen in Hamburg verkauft.

00:10:00: Es gab einige negative Stimmen, die meisten waren aber sehr positiv.

00:10:04: Endlich, tolle Klasse

00:10:05: usw.,

00:10:06: also wir haben mehr positive als negative Rückmeldung

00:10:09: bekommen.

00:10:10: Ja und dennoch sagt die deutsche Umwelthilfe der bundesweite Umstiege auf umweltschädliche Getränkekosen ist falsch und unnötig.

00:10:17: was sagen sie dazu?

00:10:20: Ja, wir sind große Fans deutschen Umwelthilfe und animieren gerne mit uns gemeinsam für höheren Pfandsatz einzutreten.

00:10:27: Also A-Höhrenpfandsatz und vielleicht auch eine höhere Mehrwegquote in Deutschland – auch gerne das!

00:10:32: Damit wir das Mehrwegsystem stärken tatsächlich und dann die Dosen weniger daran wandt werden, da sind wir gerne dabei auf dem Weg für Gespräche.

00:10:40: Ein anderes Thema ist noch, was können freiwillige unternehmerische Maßnahmen denn beim bewussten Konsum wirklich bewirken und wo braucht es klare staatliche Regel?

00:10:49: Ja also sie sprechen da ja darauf an auf Overconsumption.

00:10:54: Also dass der Konsum zu groß ist von zum Beispiel Süßgetränken wie jetzt eine Cola, Limonade und andere weiter.

00:11:00: Ich sehe A uns Unternehmen selber in der Pflicht.

00:11:04: Das heißt, wir haben mit Gründung von Fritz Kohler vor über zwanzig Jahren von vornherein gesagt, Cola gibt es nur in kleinen Glasflaschen und nicht in großen Flaschen also keine Liter Ware.

00:11:15: Weil wir ein reines Genussmittel sind.

00:11:18: Also jetzt ist es ja einige auf die Idee kommen Lemonaden auch große Plastikflasche anzubieten weiß ich gar nicht worum.

00:11:23: aber bei Bier macht's niemand.

00:11:25: Also niemand bietet jetzt Bier in der zwei Liter Fasche.

00:11:27: Es hat einen guten Grund man trinkt Kohler wie Bier rein aus Genuss.

00:11:31: Wir sind ja kein Wasser das man immer den ganzen Tag übertrinken sollte.

00:11:34: Insofern sehe ich uns als Branche zuvor das in der Pflicht, uns so zu managen.

00:11:40: Dass wir da Verantwortungsverbewusst unsere Produkte verkaufen und dazu gehören zum Beispiel auch kleinere Portionen.

00:11:48: Wir haben eine portionsgrößen Studie gemacht Und können quasi belegen dass große portionen auch zu mehr konsum anregen oder auch zu viel konsum führen tatsächlich.

00:11:59: Und auch dass Konsumenten selber sich bewusst sind dass kleinere Portionen auch zu einem geringeren, verantwortungsvolleren Konsum führen.

00:12:07: In meiner idealen Welt gäbe es Limonade zum Beispiel nur in Flaschen oder in Portionsgrößen maximal halber Liter und keine Liter oder eins kann fünf Liter.

00:12:16: Das heißt würden wir als Branche uns selber regulieren oder verantwortensgroß handeln wären wir zb nicht so stark im öffentlichen Fokus.

00:12:25: Herr Wiegert vielen Dank fürs Gespräch!

00:12:27: Danke Ihnen.

00:12:37: Die deutsche Entwicklungszusammenarbeit ist in der Krise, denn einerseits hat sie immer weniger Geld.

00:12:41: Es sind nur noch etwa zehn Milliarden Euro in diesem Jahr im Haushalt und andererseits ist die Umstrittener denn je.

00:12:47: nur noch fünfzig Prozent der Deutschen sind überzeugt dass es richtig ist was wir in der Entwicklung zusammenarbeiten tun.

00:12:55: dabei gibt es ja in Wahrheit auch sehr erfolgreiche Projekte.

00:12:58: aber eben nicht alle Projekten sind in der Vergangenheit so erfolgreich gewesen trotz der umfassenden Evaluation.

00:13:05: das Deutsche Institut für Weltwirtschaft im Kiel hat nun eine Idee, wie man den Erfolg von Projekten besser messen kann und wie man es in Einklang bringen kann mit dem deutschen Interesse.

00:13:16: Also von einer Win-Win Situation ist dort die Rede Und diesen Ansatz verfolgt auch das Ministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung.

00:13:25: Aber kann das wirklich alles funktionieren?

00:13:28: Wir fragen Rehm Alabali Radovan, die Ministerin Hier ist sie.

00:13:32: Hallo Frau Alabaliradova Ja, sagen Sie mal Ihr Ministerium ist ja immer wieder Gegenstand von Debatten.

00:13:41: vor jeder Bundestagswahl wird darüber geredet ob man dieses Ministerium überhaupt noch braucht.

00:13:46: Was wollen sie tun um die Akzeptanz der Entwicklungszusammenarbeit zu steigern?

00:13:51: Die letzten Monate haben aus meiner Sicht ganz genau gezeigt warum wir dieses Ministeriums brauchen.

00:13:58: Wir sind gerade aktuell in einer schwierigen weltpolitischen Lage.

00:14:04: Die ganze Weltordnung ist im Umbruch und gerade jetzt sind wir angewiesen auf verlässliche Partnerschaften, vor allem mit dem globalen Süden.

00:14:16: Und ich möchte jetzt zeigen mit dem Ministerium dass wir die Kritik auch sehen das wir uns damit beschäftigen, dass wir aber auch wirklich sehr viele Stärken

00:14:28: haben

00:14:29: und deshalb habe aufgesetzt, die auf sechzig Jahre Expertise deutscher Entwicklungszusammenarbeit basiert aber auch in die Zukunft schaut.

00:14:42: Ja der neue Ansatz heißt Win-Win also beide Seiten sollen profitieren.

00:14:46: vielleicht können Sie mal sagen wie kann man das denn eigentlich messen?

00:14:49: Das kann man in unterschiedlicher Form messen.

00:14:51: wir sind in vielen Bereichen unterwegs Wir sind ein Politikfeld, das unglaublich viel evaluiert wird.

00:14:59: Es wird schon viel gemessen aber wir müssen in Zukunft stärker schauen was funktioniert und was funktioniert nicht.

00:15:07: Ein Teil davon haben wir schon in der Reform gemacht.

00:15:11: zu sagen Was hat wirklich gut funktioniert und darauf setzen wir?

00:15:14: Und was eben vielleicht eher weniger.

00:15:17: Ich möchte dass wir da stärker auch auf Datenanalyse setzen und das werden wir auch im Haus tun.

00:15:24: Aber die Frage ist ja, Frau Alabali Radovan was mit den Projekten, die bisher gefördert wurden wo Deutschland nicht unmittelbar profitiert?

00:15:32: Also zum Beispiel der Schutz von Kindern und Frauen in Ländern des globalen Südens.

00:15:38: Da kann man ja nicht sagen dass Deutschland einen unerwartenden Nutzen hat.

00:15:41: fallen solche Projekte dann künftig hinten runter?

00:15:44: Nein, auf gar keinen Fall.

00:15:46: Denn es geht um deutsche Interessen nicht ausschließlich um deutsche Wirtschaftsinteressen oder ausschliesslich um deutsche Sicherheitsinteressen.

00:15:54: Natürlich ist es auch in unserem Interesse dass es wieder mehr Demokratien gibt das wir Demokratie schützen, dass wir Menschenrechte schützen und dass wir das Klima schützen.

00:16:06: Das zählt für mich zu deutschen Interessen und ein ganz wichtiger Schwerpunkt meiner Arbeit und der Arbeit des BMZ ist die Bekämpfung von Hunger, Armut und Ungleichheit mit einem Fokus auf Kinder- und Jugendliche.

00:16:22: Sie haben jetzt gesagt, deutsche Interessen sind nicht nur Wirtschaftsinteressen aber eben auch Wirtschaftsentressen.

00:16:27: Und insofern ist die Rede auch davon dass die Außenwirtschaftsförderung, die ja im BMWE im Bundeswirtschaftsministerium resortiert und die Entwicklungszusammenarbeit Hand-in-Hand gehen.

00:16:37: Insofern es auch Voraussetzung das die beiden Ministerinnen gut zusammenarbeiten.

00:16:41: wie ist ihr Verhältnis zu Katharina Reiche?

00:16:44: Also wir arbeiten gut zwischen den Häusern zusammen.

00:16:48: Es ist natürlich klar Frau Reiche und das BMW auch andere Schwerpunkte haben.

00:16:55: Wir haben jetzt kürzlich gemeinsam ein KI-Hub eröffnet für deutsche Unternehmen, die durch diesen Förderdschungel jetzt einfacher einen Zugang finden.

00:17:07: Frau Ministerin, aber wir haben doch ein Problem in der Sache.

00:17:10: Was auch ein Problem für die Akzeptanz ist das nämlich von den Mitteln, die ihr Haus zur Verfügung stellt in vielen Fällen bei großen Infrastrukturprojekten nicht deutsche Unternehmen den Zuschlag kriegen.

00:17:23: Es sind sogar nur wirklich elf Prozent Die davon profitieren.

00:17:27: alles andere sind Unternehmen aus anderen Ländern.

00:17:31: In vielen fällen sind es auch chinesische Unternehmen Das Auslandhandhabt das völlig anders.

00:17:36: Bei Amerika ist es zum Beispiel so, dass zu eighty-fünf Prozent heimische Unternehmen den Zuschlag bekommen.

00:17:43: Bei den Japanern sind das achtundsiebzig Prozent und auch bei den Franzosen ist es so, in sechzig Prozent der Fälle eigene Unternehmen dann von den Mitteln profitieren.

00:17:54: Wie können Sie das verbessern?

00:17:55: Das künftig auch die deutschen Unternehmen stärker profitieren von den mittenden, die sie zur Verfügung stellen?

00:18:02: Ja, das kann und muss man ändern.

00:18:05: Natürlich werden deutsche Vergabe ist, sollten auch deutsche Unternehmen zum Zugekommen.

00:18:11: Zum anderen treibt mich das aber auch um weil gerade deutsche und europäische Unternehmen vor Ort für etwas stehen was für nachhaltige Entwicklung gebraucht wird.

00:18:20: Und zwar lokale Wertschöpfung indem sie Jobs schaffen Ausbildung.

00:18:24: Gerade deutsche Unternehmen sind sehr hoch anerkannt im globalen Süden für Ausbildungen und weil sie eben auch zum großen Teil für Menschenrechtsstandards stehen für Klima Standards, die eingehalten werden.

00:18:38: Genau über diesen Weg kann man auch etwas daran tun indem man zum Beispiel die Qualitätsstandards erhöht bei Vergabe und dass man auch schneller und imbürokratischer wird.

00:18:50: Daran arbeiten wir auch gemeinsam mit dem BMW aber auch mit der EU das das mehr möglich wird.

00:18:57: und auf der anderen Seite muss man aber auch sagen was ist der Unterschied zwischen Frankreich und Deutschland?

00:19:04: Das fällt natürlich auf.

00:19:06: Frankreich hat immer noch Generalunternehmen, die sehr stark in Großprojekten unterwegs sind.

00:19:14: Seitdem Hochtief nicht mehr da ist sozusagen oder nicht international unter Deutschlandlage tätig ist gibt es sozusagen kein Generalunternehm was zum Beispiel einen ganzen Hafen in einer afrikanischen Stadt bauen kann.

00:19:31: das gehört zur Wahrheit auch dazu, dass wir da eine andere Lage haben.

00:19:37: Auch ein bitterer Befund ehrlich gesagt?

00:19:39: Dass wir in Infrastrukturprojekten schlicht abgehängt sind weil wir es nicht mehr können.

00:19:44: Ist ein Teil.

00:19:44: man muss aber gleichzeitig dazu sagen das wir in der Zulieferung fast immer mit dabei sind.

00:19:51: ich übertreibe jetzt mal was ist wirklich so?

00:19:53: Wir sind sehr, sehr vielen großen Infrastrukturprojekten.

00:19:57: Zum Beispiel gerade in Indianambau auch einer Mitrostation des Siemens Energy beteiligt.

00:20:02: In Sao Paulo habe ich es mir auch angeschaut.

00:20:03: Siemens energy ist sehr stark unterwegs.

00:20:06: Gerade im Gesundheitssektor sind wir ganz vorne mit dabei auf dem afrikanischen Kontinent.

00:20:13: Es gibt fast kein OP-Saal der nicht auch deutsche Technik

00:20:18: hat.

00:20:19: Wir haben sehr viele Vorteile, aber was diese wirklich sehr großen Aufträge angeht.

00:20:24: Da glaube ich ist jetzt das sollte das Ziel sein vor allem europäisch zu denken.

00:20:29: Frau Ministerin zum Schluss nochmal Sie haben ja auch weniger Geld zur Verfügung.

00:20:33: der Haushalt ist für sie kleiner geworden.

00:20:36: nach ihrer Reform wird es also ja wohl so sein dass manche Projekte rausfallen dass die Förderung ausläuft das bestimmt nicht mehr gefördert wird oder?

00:20:48: Wir müssen strategischer werden.

00:20:50: Es geht jetzt auch um unsere Rolle in der Welt, in dieser sich verändernden Welt und da kann man muss man fokussieren und strategisch rangehen und das haben wir jetzt gemacht.

00:21:03: Das heißt also wir schauen genau in die Region wo machen wir was?

00:21:09: Wo fokusieren wir welches Thema, was können wir eben gut Was können wir einfach auch aufgrund der Haushaltskürzungen, die schmerzhaft sind nicht mehr leisten?

00:21:21: Ein großer Punkt der Reform ist wie gehen wir eigentlich mit Schwellenländern um.

00:21:25: Brauchen sie wirklich noch klassische Entwicklungszusammenarbeit?

00:21:30: und ich habe beschlossen dass wir gerade mit aufstrebenden Volkswirtschaften wie Brasilien Südafrika Indien die können einen großen Teil ihrer Entwicklung auch selbst, finanzieren.

00:21:40: sie brauchen aber Unterstützung vor allem beim Thema Transformation hin.

00:21:44: Wenn es um Klimaschutz geht und in Fragen von Demokratie wenn es um Südamerika geht.

00:21:51: also da werden wir jetzt vor allem über Kredite mit den Ländern zusammenarbeiten und nicht über Zuschüsse.

00:22:01: Für diese Entscheidung auch großes Verständnis.

00:22:04: Auch unsere Partnerländer verändern sich und da müssen wir dann auch unsere Strategie verändern.

00:22:09: Vielen Dank für Ihre Zeit, Frau La Baleradovan!

00:22:11: Danke auch!

00:22:20: Michael, wir müssen über Berlin reden.

00:22:22: Diese Stadt die nun schon wieder unter einem leichten Schneeschleier

00:22:26: liegt

00:22:26: und damit verschleiert was für Hässlichkeiten sich darunter verbergen.

00:22:31: ein Freund von mir schickt mir seit acht Tagen einen Bild von einer völlig überfüllten Mülltonne und zwar mitten im Zentrum Berlins direkt vor dem Eingang zur S-Bahn Friedrichstraße.

00:22:43: Seit acht Tagen steht dort diese Gewerbetonne und jeden Tag wird sie voller Quilt über, Müll liegt auf der Straße Und man denkt sich einfach nur ein Wort und das lautet

00:22:54: Stinken?

00:22:59: Stadtbild

00:23:02: Das sind die Stings, hab ich gerade gedacht weil es ist wirklich nicht nur in der Mülle sondern ich finde ja wirklich nah zu jedem Bahnhof wo ich aussteige riecht irgendwo nach Aurin.

00:23:09: Diese Stadt ist wirklich in den letzten Jahren Ehrlicherweise schmuddeliger geworden, als ich sie je für möglich gehalten hätte.

00:23:17: Neulich war unsere Verwandtschaft aus Basel hier und sagte irgendwie ganz überrascht wie hässlich kann das eigentlich alles sein?

00:23:25: Auch München war viel sauberer und schöner wo ich gerade war.

00:23:28: es ist wirklich traurig dass hier nichts passiert und irgendwie die Berliner offenbar das auch noch toll finden.

00:23:33: Ja dieses ganze Armer war sexy aber dann auch wieder vorbei.

00:23:36: Diese Kampagne war ja ganz passend mal, aber jetzt ist es eher arm und runtergekommen.

00:23:41: Also die Rathaus-Turmur hier am Charlottenburger Turm ist seit über einer Woche kaputt.

00:23:47: Es steht immer auf vier Uhr und auch da tut sich nichts.

00:23:51: Aber wir wissen ja dass es in der Stadt auch viele ehrgeizige und umtriebige Beamte gibt und vielleicht hören ja einige von Ihnen diesen Podcast und hören deswegen unseren flehentlichen Ruf.

00:24:01: Tun Sie doch was!

00:24:02: Wir

00:24:02: sind jedenfalls trotzdem wieder da für Sie am Mittwoch, den achtzehnten Februar bis dahin.

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