Was müssen deutsche Autobauer von China lernen, Herr Sengpiehl?
Shownotes
Jochen Sengpiehl, bis 2024 Marketingchef von Volkswagen Group China, rät den deutschen Autobauern, ihr China-Geschäft ganz von Wolfsburg, Stuttgart und München zu lösen. Halbe Schritte hält er für sinnlos: „Ein bisschen Lokalisierung reicht nicht mehr, sondern entweder ganz China oder irgendwann gar kein China mehr.“ Marktanteile holen die deutschen Marken dort nach seiner Einschätzung nicht mehr zurück – es gehe nur noch um profitable Stabilisierung. [12:20]
In der deutschen Industrie gehen nach Zahlen des BDI 15.000 Arbeitsplätze pro Monat verloren, Haupttreiber ist die Konkurrenz aus China. Kanzler Friedrich Merz hat seine Minister nach monatelangem Ringen mit Vorschlägen gegen das Handelsungleichgewicht beauftragt. Wirtschaftsministerin Katherina Reiche bremst europäische Schutzmaßnahmen weiter, weil sie eine Antwort aus Peking fürchtet. Peking könnte gezielt Unbeteiligte treffen und die Gaspreise für das große BASF-Werk in China erhöhen, damit der Konzern die Bundesregierung bearbeitet. [01:08]
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Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:11: In der deutschen Industrie geht gerade die Angst um.
00:00:13: Der Bundesverband beziffert den zu erwartenden Verlust an Arbeitsplätzen auf fünfzehntausend, die monatlich verloren gehen.
00:00:19: Ein Haupttreiber dafür ist die immer schärferere Konkurrenz aus China.
00:00:24: Wie ernst die Lage wirklich ist und was Berlin und Brüssel jetzt planen das Orten wir gleich ein.
00:00:30: Wir schauen uns an, warum ausgerechnet die deutsche Autoindustrie diesen Druck schon länger ganz direkt zu spüren bekommt.
00:00:49: Ich bin Alex Hofmann und bei mir ist meine Kollegin Angela Köckritz vom Chinatable.
00:01:07: Angela, fangen wir mal mit den Zahlen an!
00:01:09: Wie ernst ist die Lage für die deutsche Industrie gerade wirklich?
00:01:13: Die ist ziemlich ernst wenn nicht sogar dramatisch.
00:01:16: Man kann sich das zum Beispiel erst einmal auf europäischer Ebene anschauen.
00:01:20: da liegt es Handelstefizit zwischen der EU und China.
00:01:29: Und das ist so groß, dass EU-Handelskommissar Maussevkovic diesen Wert selbst als einfach untragbar bezeichnet hat.
00:01:36: In Deutschland ganz konkret der BDI beziffert den Verlust von fünfzehntausend Arbeitsplätzen pro Monat.
00:01:42: Ich habe mit Ferdinand Schaff dem Referatsleiter beim BDI darüber gesprochen und er hat gesagt fast alle Kernbranchen mit Ausnahme des Flugzeugbaus geraten durch die chinesische Konkurrenz unter Druck Und das gilt zum einen für die heimischen Märkte, für die Weltenmärkte aber auch für China selbst und das sieht man auch an den Außenhandelszahlen.
00:02:03: Die chinesischen Importe nach Deutschland sind im vergangenen Jahr nämlich um acht Prozent gestiegen und die deutschen Exporte nach China sind im selben Zeitum um neun Prozent eingebrochen.
00:02:15: Heißt es also dass betrifft vor allem das Geschäft der deutschen Industrie in China selbst?
00:02:20: Nein, chinesische Wettbewerber nehmen deutschen Hersteller Marktanteile auf heimischen Märkten ab aber auch auf den Weltmärkten und dann eben dazu noch in China selbst.
00:02:31: Und der VDMA das ist der Verband der die Interessen der deutschen und europäischen Maschinen- und Anlagenbau vertritt waren inzwischen sehr eindringlich vor diesem Wettbetrieb aus China Kräfte, die sich eigentlich bis jetzt immer gegen Defensivmechanismen ausgesprochen haben wie zum Beispiel die Autobranche, die vollzieht eine Kehrtwende.
00:02:50: Der Volkswagen-Konzernschiff Oliver Blume hat zuletzt rasche Maßnahmen zum Schutz der heimischen Industrie gefordert weil die chinesische Konkurrenz auf dem Hybridmarkt eben auch extrem scharf wird.
00:03:01: Das klingt jetzt aber schon so ein bisschen nach einem deutlichen Stimmungswandel.
00:03:04: Ja genau das ist es auch, das hat auch Bundeskanzler Friedrich Merz bemerkt.
00:03:09: der hat nämlich kürzlich gesagt die deutsche Wirtschaft habe ihre Meinung geändert und das bedeutet natürlich auch dass er sich in einem anderen politischen Umfeld bewegt.
00:03:18: zuletzt hat sich die Stimmung in Deutschland sehr zugunsten von Handelsschutzmechanismen gedreht.
00:03:23: Heißt es könnte noch schlimmer kommen als es jetzt ohnehin schon ist?
00:03:27: Ja, also tatsächlich erwartet die Bundesregierung schon für diesen Herbst mit weiteren schlechten Zahlen und wenn man sich die Analysten anschaut.
00:03:36: Wenn man sich mit Analysten spricht dann wird es sehr deutlich.
00:03:39: eine Studie einer französischen Regierungskommission waren zum Beispiel das mittelfristig bis zu fünfundfünfzig Prozent der europäischen Industrie Produktion im Binnenmarkt gefährdet sein könnten und für Deutschland erreicht dieser Wert sogar bis zu siebzig Prozent.
00:03:54: Und was dabei politisch brisant ist, ich habe mich letztens mit einer Analystin unterhalten die angefangen haben einzuschätzen welche Wahlkreise davon besonders betroffen sein könnten von diesen Arbeitsplatzverlusten und das sind vor allem CDU-Wahlkreise in Baden-Württemberg.
00:04:10: Wie reagiert
00:04:11: die Politik da jetzt drauf?
00:04:12: Ja also nach langem Ringen hat sich Bundeskanzler Merz jetzt bei der Kabinettsklausur zu einer klaren deutschen Position durchgerungen und seine Minister beauftragt Vorschläge gegen das Handels- und Gleichgewicht zu erarbeiten.
00:04:27: Und bei den Treffen der Fraktionsvorstände von CDU, CSU und SPD in Münster haben die ein gemeinsames industriepolitisches Papier für mehr Handelsschutz beschlossen.
00:04:38: Aber es gab monatelange heraus Auseinandersetzungen einer regelrichtigen Ringen der verschiedenen Häuser um die richtige Chinastradik.
00:04:46: Was heißt das?
00:04:48: Wer zieht da in welche Richtung?
00:04:49: Das ist so verteilt auf am drastischsten Wahn das Außenministerium.
00:04:54: Das möchte wirklich mehr Wirtschaftsschutz, es gibt dem Vernehmen nach aber auch Kräfte innerhalb des Kanzleramts die sehr dafür plädieren.
00:05:01: Es ist zum Beispiel Günter Sauter der außen- und sicherheitspolitische Berater von März oder Michael Klaus.
00:05:07: Das ist der Leiter der Abteilung Europapolitik und der frühere Botschafter in China, der China natürlich sehr gut kennt.
00:05:14: Und zuletzt hat sich auch Finanzminister Lars Klingbeil sehr für Handelsschutz stark gemacht.
00:05:19: Und auf der anderen Seite steht Wirtschaftsministerin Katharina Reiche, die schon wiederholt europäische Initiativen für mehr Defensivmechanismen blockiert hat.
00:05:29: Aber auch Lewin Holle – das ist der Wirtschaft- und Finanzpolitische Berater von März im Kanzleramt!
00:05:37: ganz stark die Sorge vor einer chinesischen Antwort auf die Defensivmilchernismen um, also eine Retaliation.
00:05:45: Und nach dem was man hört sagt er ist seit Klüger nichts zu tun solange man nicht genau weiß wie die Chinesen reagieren werden.
00:05:52: Bedroht ist ja nicht nur Deutschland sondern sind viele europäische Länder und europäischer Firmen.
00:05:57: Wie stellt sich denn die EU dazu hin?
00:05:59: Die EU-Kommission, die ist ja in diesem Thema sehr aktiv unter Honda Line und will ihre Handelsschutzinstrumente gezielter einsetzen.
00:06:07: Also zum Beispiel im Moment werden sektorale Schutzzölle diskutiert und ein neues Instrument das EU-Unternehmen dazu ermutigen soll ihre Lieferketten ein Stück weit von China heraus zu bewegen.
00:06:18: Dazu soll es einen Vorschlag bis Ende des Jahres geben.
00:06:21: Die Unternehmen selber sind allerdings relativ skeptisch denn sie befürchten einen größeren Bürokratieaufwand
00:06:28: Mehr Bürokratie, was heißt das konkret?
00:06:30: Wo genau würde die anfallen?
00:06:31: Naja also es wurden eben verschiedene Optionen.
00:06:34: Es wurden verschiedene Optionen diskutiert, also einmal ob man die Unternehmen sozusagen dafür belohnen sollte dass sie diese Diversifizierung machen oder ob man sie dafür bestrafen sollte das Sie sie nicht
00:06:45: machen.
00:06:46: Es scheint eher in Richtung Bestrafen zu gehen und es bedeutet natürlich dass die Unternehmen größeren Bürokratieaufwand haben weil sie das alles sehr genauer dokumentieren müssen auch ihre Lieferketten sehr genau dokumentieren.
00:07:01: sehr viel Auseinandersetzung bestraf und gibt es denn irgendwie auch einen Silberstreif am Horizont, dass man sich mit China auch irgendwie einigen könnte?
00:07:09: Das ist natürlich die große Hoffnung.
00:07:11: Der ganzen Sache Brüssel erhöht gerade den Druck.
00:07:14: Handelskommissar Sefkovic hat Peking eine Frist bis Oktober gesetzt und bis dahin soll China aus EU-Sicht konkrete Ergebnisse liefern sonst gäbe es auch schärfere Maßnahmen.
00:07:26: Während lange von SPD den Handelsausschuss im Europaparlament leitet, gibt sich vorsichtig optimistisch.
00:07:32: Der sagt China zeige Appetit für Verhandlungen.
00:07:35: also man wird es in nächster Zeit sehen, was es geben wird.
00:07:39: Es gab auch von chinesischer Seite vorher schon relativ deutlich Drohungen, dass man erst so ein Handelskonflikt eskalieren lassen würde als es zu einem Handelskrieg geben könnte.
00:07:49: Jetzt wird man eben sehen ob es einen Kompromiss gibt denn letztlich hat natürlich an einem Handel Krieg eigentlich niemand Interesse.
00:07:55: Wie
00:07:56: hoch sind die Risiken an so einem Handelshrieg und was wären die Konsequenzen?
00:07:59: Ja, also der Handelskrieg ist eine Sache.
00:08:02: Das ist dann noch mal die nächste Stufe.
00:08:05: Die erste Stufe sind natürlich erstmal chinesische Retaliationsmaßnahmen und da ist es so dass China einfach komplett Unbeteiligte leiden lassen könnte.
00:08:15: zum Beispiel ein Szenario das oft diskutiert wird ist, dass China gezielt die Gaspreise für das sehr große BRSF-Werk in China erhöhen könnte im Wissen, dass das Unternehmen dann Druck auf die Bundesregierung ausheben würde.
00:08:27: Und es ist eben genau diese Unsicherheit, die so wahnsinnig effektiv ist und die teilweise auch das Kanzleramt und die Bundesregierung lähmt.
00:08:35: Also in den Vergangenheiten ich habe mit verschiedenen Menschen im Hintergrund gesprochen, die mir gesagt haben sie hatten wirklich das Gefühl dass das Kenzleramt fast gelehmt war vor Angst Radlosigkeit und Verunsicherung.
00:08:47: Das wäre jetzt die deutsche Perspektive.
00:08:49: aber das betrifft ja nicht nur hiesige Unternehmen sondern auch EUweit relevant.
00:08:53: was schlägt Brüssel denn da jetzt vor?
00:08:55: Wie positionieren die sich?
00:08:57: Also Brüssel ist bei diesem Thema ja sehr aktiv, gerade unter von der Line.
00:09:01: Und ganz konkret will die EU-Kommission die Handelsschutzinstrumenten noch gezielter einsetzen.
00:09:07: Es werden zum Beispiel gerade sektorale Schutzzölle diskutiert und ein neues Instrument das die EU Unternehmen dazu ermutigen soll ihre Lieferketten aus zumindest ein Stück weit aus China raus zu bewegen.
00:09:20: Dazu soll es bis Ende des Jahres einen Vorschlag geben.
00:09:23: Unternehmen befürchten allerdings schon jetzt zusätzlichen Bürokratieaufwand.
00:09:27: Das kann ja nicht gut ankommen bei der Wirtschaft, dass noch mehr Bürokrate.
00:09:32: was heißt das konkret?
00:09:33: wie muss man sich das vorstellen?
00:09:34: Also dem Vernehmen nach werden verschiedene Optionen diskutiert.
00:09:37: Eine Option könnte ja sein, dass man die Unternehmen dafür belohnt, dass sie diese Diversifizierung hervornehmen und eine andere könnte sein, das sieht man sich dafür bestraft, wenn Sie sie nicht vornehmen.
00:09:47: Dem Vernehmend nach geht es eher in die Richtung des Bestrafens.
00:09:51: Und natürlich bedeutet das erst mal, dass die Unternehmen sehr genau dokumentieren müssen wie ihre Lieferketten genau aussehen – und das ist natürlich ein größerer Bürokratieaufwand!
00:10:00: Auf der anderen Seite haben die ganzen Appelle diese Diversifizierung einfach so vorzunehmen, bis jetzt eben nicht so gefruchtet wie das die Politik gerne gehabt hätte.
00:10:09: Das hat sehr viel gesprochen von Auseinandersetzung, von Handelskrieg und von Bestrafung.
00:10:15: Gibt es denn auch die Möglichkeit dass man sich vielleicht mit China einigt?
00:10:19: Ja, das ist natürlich die große Hoffnung.
00:10:21: Das Ganze hat ihr ein langes Vorspiel.
00:10:23: China hat relativ deutlich eben wie du schon erwähnt hattest auch mit Handelskrieg schon gedroht.
00:10:29: Das will natürlich keiner.
00:10:30: Das wird Brüssel nicht.
00:10:32: Das für Berlin nicht.
00:10:34: Es gewinnt ja keiner von dem Handels Krieg und in Brüssel hofft man gerade dass es zu einem Kompromiss gibt und er töte gerade deswegen den Druck.
00:10:44: Handelskommissar Sevkovic hat Peking eine Frist bis Oktober gesetzt.
00:10:48: Im Oktober wird es auch Gespräche geben mit dem chinesischen Handelsminister Wang Wen Tao und bis Oktauber soll China aus EU-Sicht eben konkrete Ergebnisse liefern, sonst drohen schärfere Maßnahmen Während lange von der SPD, der den Handelsausschuss im Europaparlament leitet ist vorsichtig optimistisch erkloppt.
00:11:07: Man könnte sich eventuell auf einen Punkteplan einigen und sagt uns China zeige Appetit für Verhandlungen.
00:11:13: also hoffen wir mal dass es zu einer Lösung kommt
00:11:16: aber auch ganz ohne Risiko werden aber auch diese Verhandlung nicht oder?
00:11:19: Es ist völlig unabsehbar was besichern wird und gerade in dieser Unfallsee Barkeit liegt gerade auch das chinesische Droh-Szenario.
00:11:29: Also es könnte einfach zu einer Gegenmaßnahme kommen, zur Retaliationsmaßnahmen sozusagen.
00:11:34: der Sweetspot aus Pekingersicht ist, dass man nicht weiß was da passieren könnte.
00:11:38: Die haben natürlich wahnsinnig viele mögliche Druckstellen.
00:11:41: Einer die oft diskutiert wird ist zum Beispiel das China ganz gezielt die Gaspreise des sehr großen BSF-Werkens in China erhöhen könnte und das würde dazu natürlich führen, dass BASF dann zur Bundesregierung ergehen würde und versuchen würde Druck auszuüben damit es eben zu einer Rücknahme dieses Schrittes kommt.
00:12:00: Und genau diese Unsicherheit, die setzt eben die Handelnden insbesondere auch das Kanzleramt enorm unter Druck.
00:12:08: Nach der Einschätzung von verschiedenen Personen mit denen ich gesprochen habe war es in den vergangenen Monaten manchmal vor Angst, Radlosigkeit und Verunsicherung wie gelähmt.
00:12:23: Ein Industriezweig, der diesen Druck schon länger ganz direkt zu spüren bekommt ist die Autoindustrie.
00:12:29: Was das für die deutsche Autoindustrie ganz konkret bedeutet, haben wir mit jemandem besprochen, der das China-Geschäft eines deutschen Autobauers von innen kennt.
00:12:36: Jochen Sengpiel war bis hierhin ein Marketingchef von Volkswagen Group China, davor globaler Marketingcheft der Marke Volkswagen.
00:12:44: Das Gespräch mit ihm hat Amelie Richter vom Chinatable geführt.
00:12:49: Vielen Dank, dass Sie heute da sind und mit uns ein bisschen über Ihre China-Erfahrungen sprechen.
00:12:53: Ich bin gespannt was wir heute alles von Ihren Erinnerungen an die Volksrepublik hören werden.
00:12:58: Vielen Dank fahre ich dafür für die Einladung!
00:12:59: Ich freue mich.
00:13:00: Weil ich würde gerne wissen wenn sie heute nochmal bei Null anfangen könnten... Was würden Sie beim Chinag Geschäft eines deutschen Autobots komplett anders machen?
00:13:09: Also ich würde ohne Zögern mich von den deutschen Headquarters entkoppeln also München Ingolstadt, Wolfsburg, Stuttgart und das China-Geschäft komplett lokalisieren.
00:13:21: Mein ehemaliger Arbeitgeber hat es, finde ich sehr gut gemacht mit in China.
00:13:25: vor China ist die Strategie von Herrn Brandstädter.
00:13:29: aber bis es überhaupt so weit kam dass des Wolfsburg genehmigt hat sozusagen diese Entkopplungsphase alles meines Erachtens viel zu lange gedauert.
00:13:38: dieser Markt ist anders als Europa.
00:13:42: Er ist einfach nicht vergleichbar.
00:13:43: Das hat dreißig Jahre gut funktioniert, German Engineering, die Marki war extrem stark.
00:13:48: Es gab nur einen Verbrennermarkt, es gab nun diese enorme chinesische Konkurrenz und dieses Selbstbewusstsein dieser Genset.
00:13:57: Sie waren selbst oft in China an Mobilität iPhone on Wheels liegt völlig andere Werte an die Anforderung eines Automobils und es müsste komplett anders konfiguriert werden.
00:14:11: Mehr Hightech, modernes Design, Local Sourcing, lokale Design-Zentren und muss zu hundert Prozent den chinesischen Geschmack entsprechen.
00:14:21: das würde ich als allererstes tun.
00:14:24: Was würden Sie sagen?
00:14:25: Welche Entscheidung muss denn die deutsche Autosindustrie in China eigentlich jetzt treffen vor der sie sich ein bisschen noch drückt.
00:14:31: Was wäre diese Entscheidung?
00:14:32: Erstmal
00:14:33: muss ich dazu sagen, dass viele Verbände VDA BDI die Politik seit Jahren wissen was in China los ist.
00:14:41: Ich habe selbst mehrere Delegationen durch Peking geführt und über eine Automesse.
00:14:45: also das ist nicht neu Und alles sind im Moment so erschrocken was da im Ende auf uns zukommt.
00:14:51: Also die Entscheidung lautet Ist China noch einen Absatzmarkt oder ist es ein vollwertiger Automobilstandort?
00:14:59: Und während China weiter aus Wolfsburg, Stuttgart, München oder wo auch immer Ingolstadt ihre Heimatstadt versucht das Geschehen zu steuern.
00:15:08: Ich glaube es funktioniert nicht.
00:15:10: also man muss Design Entwicklung Software KI Einkauf und die Entscheidungen müssen in China getätigt werden und zwar mit China.
00:15:20: Speed Kommt noch kommt später noch warum China Speed so wichtig ist Und ein Beispiel, warum das auch gut funktioniert hat war Volkswagen hat mit Schaupeng und zusammen da war ich noch mit Beteiligt eine neue Marke gegründet.
00:15:34: Denn IDunix ist ein eigenes Joinventure und hat das Auto in vierundzwanzig Monaten von der ersten Skizze bis zur Produktion auf die Straße gestellt.
00:15:44: Das ist tolle Performance.
00:15:48: aber die unbequeme Wahrheit Ein bisschen Lokalisierung reicht nicht mehr, sondern entweder ganz China oder irgendwann gar kein China mehr.
00:15:57: Es ist ja nicht so als wäre die deutsche Autoindustrie hätte irgendwie Scheulklappen auf und würde nicht mitbekommen was los wäre.
00:16:03: aber man kann sich ja Dinge auch schön reden.
00:16:07: Deswegen, was würden sie denn sein?
00:16:08: Was die größte Selbsttäuschung ist wo die deutsche Autoinustrie beim Blick auf China eigentlich immer noch in die falsche Richtung läuft.
00:16:16: Also ich glaube, das ist nicht nur die deutsche Autoindustrie.
00:16:18: Das ist die gesamte Industriepolitik bis runter zum Mittelstand.
00:16:22: Es gibt heute noch große Mittelständler in der Schädigung, die sagen ja diese Chinesen schaffen doch unsere Qualität gar nicht und es einfach ein Drogschluss.
00:16:31: also viele Unkenntnis wirklich von Politikern und Verbänden.
00:16:36: China ist uns technologisch in vielen Belangen schon längst überlegen auch im Automobilbau.
00:16:44: Die beste Qualität und German Engineering, die beste Spaltmaße sind einfach keine Wettbewerbspositionierung mehr.
00:16:54: Und übrigens wissen das viele verantwortlich hier in Deutschland!
00:16:59: Jetzt wundert man sich plötzlich warum BYD und Guili und die ganzen Chinesen den europäischen Markt fluten?
00:17:06: Das ist doch erst der Anfang da kommen wir später dazu.
00:17:08: ich gebe mir ein paar Beispiele von drei Autos.
00:17:12: So dieser Xiaomi Su-Sieben Ultra ist ein Fahrzeug, das hat thousandfünfhundert PS und beschleunigt in eins, neun acht Sekunden und es kostet aber nur Neunzigtausend Euro.
00:17:26: Das sind vergleichbare Werte wie einen Supersportwaken von Ferrari oder GT III Porsche.
00:17:32: die kosten eine halbe Million so.
00:17:34: der zweite ist Denza Z-neun GT, übrigens war Mercedes lange an BioWide, die man an den Saar beteiligt.
00:17:42: Ich weiß nicht warum er das damals gekündigt hat.
00:17:45: Das ist muss man sich vorstellen ein Auto ähnlich wie ein Porsche Panamera so einen Gran Turismo oder wie so ein großer Mercedes und der hat siebenhundertsechsten-siebzig PS und über tausend Newtonmeter Und da kostet in Deutschland um die hunderttausend Euro.
00:18:03: vergleichbares Modell der deutschen Luxusmarken liegt man schon fast bei zweihunderttausend Euro.
00:18:08: Das zeigt, auf was für technologischen Niveau man sich befindet und das kann ich jetzt noch so weiter erzählen bis in die Produkte weiter unten sogar vergleichbar mit einem Golf aber leistungswerte wie ein Tiguan oder wie ein Touareg oder wie einen, sagen wir mal Q-Sieben absolut bezahlbaren Preis.
00:18:32: und es zeigt, mit was für einer Wucht die Chinesen nach Europa kommen.
00:18:36: Die müssen wir etwas entgegenstellen.
00:18:39: Wenn Sie jetzt einen deutschen Vorstand zu seinem China-Geschäft einen Satz mehr geben könnten?
00:18:44: Ich würde dir lauten, hättest du etwas mit dem Preis zu tun?
00:18:47: Würden sie was zum Preis sagen?
00:18:48: Also wenn ein Vorstand neu nach China kommt und war noch nie da oder ab und zu mal da, würde ich ihm drei Dinge raten.
00:18:55: Erstens, ich würd' sagen, vergiss nicht!
00:18:58: Du fährst in eine Diktatur und nicht in die Lüneburger Heide.
00:19:03: Wir sind nur noch geduldet, wir Deutschen weil wir eigentlich nichts mehr haben was die Chinesen aktuell brauchen von uns.
00:19:11: Und sagt deinem CEO unter dem Aufsichtsrat dass du jetzt in China vor China umsetzt und das er zu keinen Technik Abnahmefahrten mehr muss oder zu irgendwelchen Design Meetings nach Stuttgart oder München.
00:19:26: also finally Du musst auch die Marke Die Marke, den chinesischen Bedürfnissen
00:19:34: anpassen.
00:19:35: Und das ist die Regionalisierung der Marke?
00:19:38: Nicht die Grundwerte aber ich muss die Marke schleunigst an die Bedürftnisse der Verbraucher anpassen und jetzt hat lange Jahre überhaupt nicht stattgefunden.
00:19:49: Ich habe da manchmal einen Eindruck zumindest Markenanpassung weil wir ja schon auch Audi gesprochen haben.
00:19:53: es gab da zumindest Nachdenken darüber.
00:19:57: Die vier Ringe wurden ersetzt mit dem Schriftzug, weil es auf den Markt vielleicht besser funktioniert.
00:20:02: Also es gibt schon Dinge die die Deutschen von den Chinesen auch lernen.
00:20:06: Was würden sie denn jetzt sagen was noch die eine Sache wäre wo die Deutschen das von den chinesen lernen müssten bevor's zu spät ist für die deutsche Autoindustrie dort im markt?
00:20:15: Ich würde vielleicht erst mal anfangen nun mal wirklich deutlich zu machen.
00:20:18: Das sind zwei unterschiedliche Systeme.
00:20:21: Wir sind der freiheitlich demokratische Land und wir haben uns Lang für das Thema Frieden entschieden.
00:20:27: Das war auch gut so, aber China ist eine autoritäre staatskapitalistische Militärdignatur.
00:20:35: Die denkt nicht in Legislaturperioden die hatten ganz langen Abend die denkt in Jahrzehnten die stellt Pläne auf und ich glaube die moderne Volksrepublik wird hundert Jahre glaub im jahr zwanzig vierzig bin ich sicher und es ist absolutes Ziel.
00:20:51: Neunvierzig neunvierzig okay aber Absoluziel Nummer eins, Weltmacht Nummer eins und von dem werden sie nicht ablassen.
00:21:00: Und deswegen es gibt nur ein einziges Wort was wir beherzigen sollten das heißt China Speed die Geschwindigkeit.
00:21:09: schneller entscheiden schneller genehmigten schneller investieren schneller strategische Partnerschaften eingehen und feinerlich schneller umsetzen Denn wir haben in Deutschland kein Wissensproblem.
00:21:22: Wir haben die besten Talente, wir haben die besten Universitäten.
00:21:26: Also in der Spitze sind wir nach wie vor cutting edge.
00:21:30: Aber was bei uns einfach nicht funktioniert ist diese verkrustete Lehmschicht in der Politik auch in großen Konzernen und das geht zu Lasten der Geschwindigkeit.
00:21:41: Und wer China kennt weiß er wird schon mal auf den chinesischen Mauerstand und hat schon Mal drei Minuten Die Luft angehalten weiß, wozu dieses Volk im Stande ist.
00:21:52: Wegen wünsche ich mir einfach nur ein Wort des Heizspietes.
00:21:56: Was in China ja zuletzt auch immer noch gut gesehen wurde war Deutsche Tugend, Made In Germany.
00:22:02: War schon immer noch ein Begriff als ich dort aufstudiert hat.
00:22:04: wenn man gesagt hat man kommt aus Deutschland war schon immer eine Bewunderung da.
00:22:08: deswegen will mich interessieren welch deutsche Stärke wird denn in China aus ihrer Sicht überschätzt aber im Moment vielleicht auch unterschätz die wir immer noch haben?
00:22:18: Frau Richter, ich würde die Frage ein bisschen anders stellen.
00:22:21: Deutschland war ist weiterhin hat enorme Stärken.
00:22:24: das Thema German Engineering Sie sprachen es an oder Präzision Qualität Maschinenbau.
00:22:30: Wir haben viele Weltmarktführer hitten Champions Aber diese klassischen Stärkungen reichen heute nicht mehr.
00:22:37: Diese analogen Weltmarkt-Führer Das funktioniert halt nicht mehr.
00:22:41: Sondern Chinas neue Stärke ist die Kombination aus Speed Skalierung, KI-Softwaredaten und Robotik zusammengebaut zu einem neuen industriellen Ökosystem.
00:22:55: Die Zahlen zeigen einmal die Dimension.
00:22:56: China hat bereits über zwei Millionen Oman wie der Industrierobotter, die in Fabriken arbeiten.
00:23:02: Das heißt eine enorme Skalierung ist, die haben glaube ich ungefähr vierundfünfzig Prozent der Industrieroboter weltweit.
00:23:09: Bei Humanoiden wird immer noch so belächelt, das schaffen die doch nicht.
00:23:12: Vor kurzem ist ein chinesischer humanoider Roboter neun Komma drei fünf Sekunden auf hundert Meter gelaufen.
00:23:19: Schneller als der schnellste Mensch ja?
00:23:21: Ja, mit Abstand schneller.
00:23:23: es ist achtzig Prozent der weltweiten Neuinstallation an humanoiden Robotern und Es gab zum Chinese New Year diesen Dance, diesen Kung Fu-Tan sind alle belächelten haben.
00:23:35: aber Wer weiß, was in diesen Industriehallen passiert?
00:23:41: Wie die humanien Roboter mit KI trainiert werden und dass alle gleichzeitig programmiert werden.
00:23:46: Da sollte sich glaube ich mal wirklich Gedanken machen.
00:23:49: Zweit ist die generative KI kam schon im Jahr zwanzig vierzehn bis zwanzigtreiundzwanzig siebzig Prozent der weltweiten Patente im KI-Bereich also achtunddreißig tausend gegenüber Deutschland siebenhundert Patente, da hätte sich damals schon ausmachen können.
00:24:08: Was passiert?
00:24:09: Und im Jahr zwanzig vierundzwanzig und fünfundzwanzig kamen noch mal über dreinvierzichttausend chinesische KI-Patentfamilien dazu.
00:24:20: Und damit ... Jetzt kommt eine Quantencomputing.
00:24:22: Da hat China weltweit sechstenvierzig Prozent Weltmarktanteilen.
00:24:27: China USA nur dreinzwanziger und Europa nur sechs Prozent.
00:24:32: Und jetzt vielleicht noch so ein So ein Zusatz.
00:24:36: in China studieren leider nicht mal zweitausend deutsche Studenten an diesen Elite Hochschulen, aber achtunddreißigtausend chinesische Studenten in Deutschland.
00:24:48: Und da gibt es auch einen ganz berühmten, das ist dieser Wangang, der kam dann zu den UAH nach Deutschland und hat an der TU Klausthaler studiert und auch promoviert.
00:25:01: Und war dann zehn Jahre bei Audi in der Forschung und Entwicklung, im Jahr zweitausend übrigens wie alle Talente und Größen.
00:25:09: Ich hatte einen Arzt, der hat mich operiert.
00:25:11: Er war Chefarzt der chinesischen Leichtheit-Lädigmannschaft.
00:25:15: Der hat in Harvard studiert.
00:25:17: Da bin gefragt warum bist du nicht gleich dort geblieben?
00:25:21: Das sagten da weil ich mein Land alles zu verdanken habe.
00:25:24: Und das zeigt ein Stück weit dieser Wann gang kamen dann zwei tausend zurück, war dann Professor an der berühmten Tongji-Universität und war dann der Begründer der Vater der Elektromobilität.
00:25:40: Und stellen Sie vor mit dem Wissen aus Deutschland hat er mit unerschöpflichem Kapital nur ein Auftrag gehabt Make China Great Again im Elektrozeitalter.
00:25:53: Und zwischen dem Jahr zwei Tausend Sieben, war er Minister für Wissenschaft und Technologie.
00:25:59: So, das zeigt ein bisschen China hat über Jahrzehnte sehr genau studiert was Deutschland gut kann übrigens auch was Amerika gut kann.
00:26:08: vielleicht wird es Zeit dass wir genauso intensiv mal China studieren was China besser kann.
00:26:16: und Deutschland perfektioniert Produkte China skaliert ganze Systeme Genau, das ist der Unterschied in mir verstehen müssen.
00:26:26: Gibt noch ein Beispiel?
00:26:27: Im Jahr three, um die neunziger Jahre kam Kai Sen von den Japanen, von Toyota als damals revolutionäres Produktions- und Logistiksystem.
00:26:39: Was haben die Deutschen damals gemacht?
00:26:41: was hat zb Ferdinand Piersch gemacht?
00:26:44: Er hat dieses System studiert er war demütig er hat seine Ingenieure damit beschäftigt Und wir haben es besser gemacht.
00:26:52: Wir haben antizipiert, wir haben gelernt und wir haben dann daraus gelernt – und ist noch besser gemacht!
00:26:57: Und das fehlt mir einfach jetzt.
00:26:58: dieser Elan oder dieser Mut.
00:27:02: Das ist was ich hier sozusagen
00:27:05: habe.
00:27:07: Wenn Sie jetzt wetten müssten wer von den deutschen Herstellern in China ist denn gut darin diese Sachen zu beobachten?
00:27:15: Zu schauen wie man sich anpassen muss und kann deswegen im Jahr Eventuell besser dastehen, als das jetzt noch der Fall ist.
00:27:24: Und bei welchem würden Sie sagen da geht es bergab?
00:27:27: Da sieht schlecht aus.
00:27:29: Vor euch die Frage ist mir ein bisschen zu einfach.
00:27:32: ich würde anders wetten.
00:27:34: Zweizig-dreißig werden in China nicht bestimmt die deutsche Marken gewinnt sondern diejenigen die aufhören China aus Stuttgart München oder Ingolstadt steuern zu wollen.
00:27:45: Das geht nicht!
00:27:46: Während China für China entwickelt braucht chinesisches Design Software, KI, Konnektivität auf Augenhöhe, Local Sourcing, lokale Partnerschaften und das in China Speed.
00:28:00: Und last but not least wenn wir das auf Augen Höhe schaffen haben wir finde ich noch einen Riesen Asset.
00:28:07: da sind die Marken.
00:28:08: Die Marken sind nach wie vor Big Brands aber sie müssen chinesifiziert werden.
00:28:15: Sie müssen dem Markt angepasst werden und modernisiert werden wo wir dann doch noch ein Schritt weiter nach vorne gehen.
00:28:25: Der Erfolg heißt nicht mehr Wachstum, ich glaube nicht mehr daran dass wir die Marktanteile in China noch weiter ausbauen können.
00:28:32: es geht eher um Stabilisierung aber profitabel Stabilisierung.
00:28:37: Meine Bitte wäre deshalb wer China aus Deutschland steuert verliert.
00:28:42: Wer China in China macht kann davon profitieren.
00:28:47: Das ist für mich das Wort zum Sonntag.
00:28:49: Was würden Sie dann aber auch sagen, wann ist denn der Zug für die deutschen Hersteller in China tatsächlich abgefahren?
00:28:55: Ist das jetzt was wir sehen diese Woche mit VW'en, Zwickau und M-Hen?
00:29:01: Also für mich ist der Zug abgefahren wenn diese ruinöse Preiskampf in China weitergeht Und wir weiter in europäischer Geschwindigkeit darauf reagieren.
00:29:11: China verfügt über Kapazitäten, habe ich erzählt von fünfzig Millionen Autos die sie produzieren können und sie verkaufen weltweit aber nur zwanzig Millionen.
00:29:22: Das heißt eine Überkapazität von fünfzwanzig Millionen Fahrzeuge die Sie jetzt in den Markt drücken was viel nicht so irgendwie bekannt ist.
00:29:33: das System hat System.
00:29:37: von den hundert Marken, die es im Moment gibt in China Elektromarken.
00:29:41: Nach dem Motto Survival of the fittest werden mit staatlichem Rückenwind enormer Skalierung und China Speed vielleicht nur fünf sechs übrig bleiben aber die gehen dann voll in die Globalisierung und die werden global power brands und die würden uns noch viel ärger bereiten.
00:30:03: außerdem wenn sie vorstellen zur Zeit der Verbrenner, also die Genset kauft nicht die Autos ihrer Eltern.
00:30:12: Die wollen nicht diese Autos der Vergangenheit kaufen sondern sie haben einen enormen eigenen Willen und deswegen ist Made in Germany für mich abgelaufen oder muss revitalisiert werden und deshalb gibt es zu mich im Moment so ein Point of No Return Wenn die Chinesen so weitermachen mit den Subventionierungen, bei dem Preiskampf der Tötlich ist übrigens für die Absätze in China.
00:30:40: Die uns ja im Moment zu stark belasten weil wir haben immer jahrelang von China profitiert Wir haben Milliarden verdient davon sehr gut gelebt.
00:30:49: aber wir haben leider keine Rückstellung gebildet und wir haben vielleicht unterschätzt mit welcher Wucht China dann zurück kommt.
00:30:57: also wir brauchen ihn China vor China.
00:30:59: Sie haben ja schon erwähnt, dass der Wettbewerb wir auch zwischen chinesischen Herstellern dort im Markt ist.
00:31:03: Ja auch kein Zuckerschläckender gibt es ja auch wahnsinnig voll Drängungskampf.
00:31:07: deswegen wenn sie jetzt einen deutschen Auto Vorstand eine Woche nach China schicken würden was würden sie sagen?
00:31:13: soll der sich angucken welche drei
00:31:15: Firmen
00:31:16: oder welche drei Dinge entweder aus dem Autobereich oder vielleicht auch etwas anderes?
00:31:20: ich habe ja mehrere Delegationen also Politik und die Deutschen Händlerverbände mehrfach so Quick and Dirty Introductions gemacht.
00:31:29: Ich würde sie als allererstes in keine einzigen Autofabrik schicken, sondern ich werde erstens in diese Premium Malls in Shanghai die HKRE Taiko Super Mall und in Peking in die SKP Mall schicken weil dort stehen die Autos nicht draußen wie im Industriegebiet Sondern zwischen Luxus Fashion und auch zwischen Handtaschen und Mobile, Huawei und werden dort wahrgenommen wie Premiumprodukte.
00:32:03: Und da versteht man innerhalb von zwei Stunden, wie die Genset konsumiert.
00:32:08: Übrigens gibt es sechs Millionen High-World Net Income über eine Million Dollar.
00:32:15: also die Kaufkraft ist enorm auch der Weltmarktanteil von Luxus alles was Louis Vuitton Gucci Prada Rolex und Cartier hat China einen Weltmarktanteil von vierzig Prozent.
00:32:28: So und wer das mal durchläuft, welche Kaufkraft dahinter steckt, warum das Auto in China längst ein digitales Lifestyle-Produkt geworden ist?
00:32:38: Und zweitens ich würde jeden zu der Firma ByteDance schicken in die Hauptzentrale.
00:32:45: Bytedance beschäftigt hunderttausend Menschen und hat mit Daubau, Seedance Tiktok durch jenen eine gigantische AI-Plattform gebaut.
00:32:56: Und wer einmal diese Tech-Kultur erlebt hat, diese jungen Leute die in Schlange vor der Hauptzentrale auf das nächste Release warten oder da Chinesische Staat Einzelunternehmer bis zu einer Million Dollar fördert wenn sie es schaffen eine Million Dollar Umsatz zu machen, im Mindestens Wahnsinns Motivation Der weiß was China Speed ist.
00:33:22: und wahrscheinlich fragt sich der Vorstand dann zum ersten Mal, warum bei uns für ein jedes Software Update drei Gremien und zwei Betriebsfeinbarungen notwendig sind.
00:33:35: Und drittens, finally, ihr habt es schon erwähnt ich würde jedem Vorstand empfehlen zur chinesischen Mauer zu fahren, sich da hinzustellen und fünf Minuten mal nichts zu sagen.
00:33:53: wird er verstehen, wenn er dieses Land etwas entwickeln will.
00:33:58: Und wenn das Land nach dieser Demütigung auch der Opium-Kriege erniedrigt wurden was dieses Land im Stande ist zu leisten weil es war schön über Jahrtausende Welt macht und mehr China.
00:34:12: Ausbildung braucht ein deutscher Autovorstand für die erste Woche nicht.
00:34:17: Wenn Sie diesen Vorstand nochmal in China wehren und sie kriegen hundert Millionen Euro zusätzlich für China Geschäft
00:34:23: Wofür
00:34:23: würden Sie kein einzigen Euro ausgeben?
00:34:25: und wofür den größten Teil?
00:34:27: Würden sie damit nie Moal gehen, was würden sie machen?
00:34:30: Also ehrlich gesagt mit Hundert Millionen kommt man in China nicht weit.
00:34:34: In der Autoindustrie.
00:34:36: Das ist schon gar nicht wie ein großer Autokonzernis.
00:34:39: aber ich komme ja aus der Vermarktung Vertriebe Marketing.
00:34:43: also ich würde keinen einzigen zusätzlichen Euro im klassisches Marketing stecken nach deutscher Muster Lineare Kampagnen, klassische Medienpläne, monatelange Launches und monatellange Agenturabstimmungen nach dem alten Final-Prinzip.
00:35:00: So das alte Marketing ist eigentlich tot!
00:35:03: China ist der zweitgrößte Werbemarkt der Welt mit einer Billion RMB also ungefähr Hundertfünfzig Millionen US Dollar.
00:35:12: Und vor allem ist es ein völlig anderes Marketingbetriebssystem.
00:35:18: Stellen Sie vor, die Firma Temu oder Skiin waren vor drei Jahren noch unbekannt.
00:35:23: Jetzt gehören sie zu den fünf größten weltweiterfolgreichsten Shopping-Download-Apps und alles nur über Mobile, Social Media, Short Videos, Retail Media eCommerce weil die haben sich dort zu einem konsistenten Wertschöpfungsvermarktungsprozess zusammengeschnürt.
00:35:47: Neunzig Prozent der Bevölkerung nutzt Social Media.
00:35:51: Und genau dort würde ich den Großteil der Hundert Millionen investieren in China als Marketing Labor für den gesamten deutschen Auto Betrieb oder Konzerne, Ich würde von BYD Xiaomi lernen wie man heute Autos verkauft über Algorithmus, Daten getrieben, automatisiert always on mit KI-generierten Content, Social Commerce Influencern und Communities.
00:36:19: Und zwar die Direktkonverten.
00:36:22: nicht China erklären sondern von China lernen und diese neue Marketing Betriebssysteme anschließend nach Europa übertragen können wir vielleicht noch ein paar Arbeitsplätze sichern weil diese neue Format der Vermarktung ist unschlagbar und da müssen wir langsam davon lernen.
00:36:41: Eine ganz letzte Frage noch, weil Sie können die Arbeitsplätze erwähnt haben.
00:36:45: Haben sie denn eine Meinung dazu?
00:36:46: Was jetzt bedeuten würde wenn wir in den deutschen Werken für den chinesischen Markt herstellen was ja öfter jetzt schon mal reingeworfen wurde?
00:36:55: Ich habe das Beispiel von IDunix und da muss ich wirklich meinem ehemaligen Arbeitgeber einen riesen Komplement machen auch auf Brandstädter.
00:37:04: was die da in zwei Jahren auf die Beine gestellt haben ist gigantisch.
00:37:08: Die Autos sehen besser aus, die Autos sind technisch den europäischen Fahrzeugen überlegen.
00:37:14: Die Produktion in China ist deutlich günstiger von den Stunden setzt.
00:37:18: zum Personalkosten Ich würde es mal anders sagen um die deutschen Werke zu retten oder um noch mehr Arbeitsplätze langfristig zu schützen bin ich absolut dafür dass man chinesische Autos in Deutschland produziert oder auch exportiert.
00:37:36: Die allererste Frage, wenn Sie sich einen chinesischen Wagen kaufen würden.
00:37:39: Welcher wäre es dann?
00:37:40: Welchen würden Sie denn hier nach Deutschland bringen
00:37:42: zum Fahren?
00:37:43: Also wenn ich die freie Wahl hätte und Budget keine Rolle spielt würde ich mir einen Yang Wang.
00:37:50: Yang Wang ist die Luxusdivision von BYD und der ist vor Kurzem auf dem Nürburgring vierhundertsechsundneinzig Stundenkilometer gefahren Und ich glaube damit hätte ich Spaß anderen zu zeigen was heute technisch möglich ist.
00:38:07: Super!
00:38:08: Vielen lieben Dank, Herr Senkpiel für die Einblicke in die Arbeit in China und jetzt auch zurück in Deutschland.
00:38:14: Und vielen Dank, dass ihr heute da war.
00:38:15: Auch vielen Dank dafür, dass ich hier sein durfte.
00:38:17: Hat mir viel Spaß gemacht.
00:38:19: Danke schön, ciao!
00:38:20: Ciao!
00:38:20: Wenn
00:38:28: man aus den Gesprächen heute etwas mitnehmen kann, dann vielleicht das.
00:38:32: der Streit zwischen Berlin, Brüssel und Peking ist noch lange nicht entschieden.
00:38:36: Aber es zeigt sich ja schon jetzt wie unterschiedlich die einzelnen Ressorts und Unternehmen mit dem Druck aus China umgehen.
00:38:41: Und da ist es aber eben auch ganz wichtig eine gemeinsame Linie zu finden, denn es ist natürlich absolut in Pekings Interesse wenn es aufgrund dieser Spaltung und auf Grund dieser Einzelinteressen eben keine politische Antwort geben wird.
00:38:56: Was uns das Gespräch aber auch gezeigt hat von unserem Gesprächspartner Jochen Senkpiel ist, weil im China wirklich bestehen will.
00:39:01: Der muss sich dem Markt und seinem Tempo anpassen.
00:39:04: Also Made in Germany hatte früher einen großen Glanz auf dem chinesischen Markt.
00:39:08: Inzwischen reicht es offenbar nicht mehr aus!
00:39:11: Das war's
00:39:12: für heute.
00:39:13: Vielen Dank fürs Zufahren und bis zur nächsten Ausgabe.
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