Trumps Botschaft an die UN
Shownotes
US-Präsident Donald Trump hat vor der UN-Generalversammlung dem Iran mit Vernichtung gedroht und zugleich ein Abkommen nach den US-Zwischenwahlen in Aussicht gestellt. Kuba nannte er einen gescheiterten Staat, woraufhin die kubanische Delegation den Saal verließ. Zum Krieg in der Ukraine nannte er weder einen Zeitplan noch konkrete Fortschritte. [01:55]
Nach den Wahlniederlagen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin hat Kanzler Friedrich Merz in der Unionsfraktion um Rückhalt für seinen Reformkurs geworben. Viel Applaus bekam dagegen Ex-Fraktionschef Ralph Brinkhaus für seine Kritik, die Union habe ein Glaubwürdigkeitsproblem. Zugleich stellt die SPD Teile des Reformpakets infrage, darunter das Aus für die abschlagsfreie Rente nach 45 Beitragsjahren. [05:58]
Ralf Fücks, geschäftsführender Gesellschafter des Zentrums Liberale Moderne, warnt die Grünen vor einer Koalition mit der Linken in Berlin. „Ich glaube, dass die Grünen keine Chance haben in der Konkurrenz um Radical Chic“, sagt der frühere Bremer Bürgermeister. Die Grünen dürften nicht „Steigbügelhalter einer neosozialistischen und in großen Teilen israelfeindlichen, antiwestlichen Linken“ werden. Seine Partei solle eigenständig bleiben. [12:39]
Am Samstag entscheidet der Deutsche Olympische Sportbund in Baden-Baden, mit welcher Region Deutschland sich um die Sommerspiele 2036, 2040 oder 2044 bewirbt. Als Favoriten gelten München und die Region KölnRheinRuhr. NRW-Ministerpräsident Hendrik Wüst wirbt mit fast 18 Millionen Tickets und den zuschauerstärksten Spielen aller Zeiten. [22:55]
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Transkript anzeigen
00:00:02: Was genau Donald Trump bei seiner großen Rede, bei der UN-Generalversammlung in New York sagen wollte wusste vorher niemand so wirklich.
00:00:17: Auch deswegen herrschte Nervosität nicht nur in den USA.
00:00:20: Wir sagen ihnen welche Botschaft Trump mitgebracht hat In die Vollversammelung und wie die Welt darauf reagiert.
00:00:28: Der Spießroutenlauf für Friedrich Merz geht weiter.
00:00:30: Nach den Gremien am Montag war der Kanzler gestern bei der Unionsfraktion und musste Rede und Antwort stehen.
00:00:38: Organisiert sich die Fraktion ein Widerstand gegen den Kanzlern?
00:00:41: Wir haben uns bei dem Beteiligten mal ungehört!
00:00:44: Die Grünen sind die Königsmacher in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin, obwohl sie eigentlich zumindest in Meckenburg- Vorpommer mit knapp über fünf Prozent und auch in Berlin mit knapp fünfzehn Prozent schlechte Ergebnisse eingefahren haben.
00:00:55: Aber ohne die Grünen geht wenig, doch ein Problem haben sie denn in Berlin will zumindest der Realoflügel auf gar keinen Fall mit dieser Linkspartei in eine Koalition gehen.
00:01:05: Fragen wir mal Ralph Fuchs, der ehemalige grüne Bremer Bürgermeister ist so etwas wie der Vordenker der Grün- und Geschäftsführer des Zentrums Liberale Moderne.
00:01:13: Und zum Schluss sprechen wir über einen Ja sehr kontroverses Thema, nämlich die Frage wo die olympischen Spiele zwanzig-sechsundreißig-zwanzigvierzig oder zwanzigevierendvierzicht stattfinden.
00:01:25: In Deutschland?
00:01:26: Ja wahrscheinlich aber wohl nicht mehr in Berlin.
00:01:29: Am Samstag kommt es zum Fernduell zwischen Nordrhein-Westfalen und Bayern – nicht nur in der Politik also!
00:01:34: Darüber sprechen wir am Schluss an diesem Mittwoch den XXI.
00:01:38: September
00:01:38: gelegenlos.".
00:01:45: Vor einem Jahr, Sarah hatte Donald Trump sich bei der UN Generalversammlung noch als großer Friedensstifter inszeniert.
00:01:50: Er behauptete, niemand habe jemals so viele Kriege beendet wie er und überhaupt müsste er ja auch den Nobelpreis bekommen – den Friedensnobelpreis natürlich!
00:01:58: Dann gab es eine kleine Abrechnung mit der UN-Beschimpfungen weil angeblich der Teleprompter nicht funktionierte.
00:02:04: Dieses Mal ging alles etwas glämpflicher ab.
00:02:07: Ja also den Telepromper und die Rolltreppe hat er in diesem Jahr nicht beschimpft?
00:02:12: Aber der Präsident hatte für dieses Jahr trotzdem einige Themen auf seiner Agenda.
00:02:17: Die sind zwar bis zu seiner Rede geheimgeblieben, aber die meisten hätten es sich vielleicht schon denken können.
00:02:22: Es ging um den Iran und Krieg in der Ukraine Und die Grönland-Frage der
00:02:27: islamischen Republik und machen es schnellstens.
00:02:30: Nie geben sie
00:02:32: ihnen
00:02:32: eine Chance, um zu töten und die Menschen und Länder wiederzusehen.
00:02:42: Darf ich sie in die Hölle fahren mit keinem Geheimnis von Survival und keinem Hoffnung auf Zukunftsgratis oder Generationen?
00:02:59: Aber ich glaube, dass wir ein Deal machen können, nach dem Wahlkrieg.
00:03:05: Denn das macht keinen Sinn für sie nicht.
00:03:07: Wieder einmal Drohungen und gleichzeitig auch das Angebot für Diplomatie.
00:03:11: Das ist die Trumpische Doppellogik, also entweder gibt es nach den Kongresswahlen jetzt in den USA ein Abkommen mit dem Iran und einen möglichen Wiederaufbau oder er werde die islamische Republik auslöschen so die unverruhrende Drohung des Präsidenten.
00:03:24: Ja, und das hören wir ja nicht zum ersten Mal.
00:03:26: Also wir erinnern uns alle an den wiederkehrenden Spruch We Hit Them Hard.
00:03:31: Das ist ja offenkundig das Bild von Donald Trump was er mit Blick auf den Iran hat.
00:03:35: Und doch kann man ja nicht von einem beendeten Krieg sprechen und die Amerikanerinnen und Amerikanern kriegen nach wie vor zu spüren Was da im Iran passiert nämlich preislich.
00:03:45: also das ist noch lange nicht vorbei.
00:03:48: Jetzt hat Trump aber trotzdem noch mal bekräftigt, dass das Regime im Terror niemals über Atomwaffen verfügen werde.
00:03:55: Also stand jetzt gibt es da ja schon Programme die beendet werden müssten.
00:03:59: so weit muss man ja schon Mal gehen.
00:04:01: und die Vertreter des Iranens haben wohl der Rede von Donald Trump am Anfang noch zugehört dann aber den Saal verlassen Michael und nur ein Delegierter ist sitzen geblieben.
00:04:11: Ja und damit waren die iranischen Delegierten nicht die einzigen, die Protest auch physisch zeigten.
00:04:16: Denn Trump widmete sich danach Kuba seinem neuen Lieblingsgegner dass kein Land so sehr scheitere derzeit wie Kuba und überhaupt beschimpfte.
00:04:25: Das Land, das zwischen dem Atlantik und dem Golf von Mexiko – in Trumps Sinne natürlich den Golf von Amerika – liegt und einige Delegationsmitglieder wollen sich das auch nicht länger anhören.
00:04:36: und gegen Richtung Ausrückgang.
00:04:37: hören wir mal rein was Trump zu Kuba zu sagen hatte.
00:04:43: Es ist ein absolut
00:04:52: verletztes
00:04:54: Staat.
00:04:56: Es fällt wie nie vor, und es wird fallen.
00:04:59: Marco Rubio handelt eine Negation.
00:05:02: Er ist tief in die Negation mit Cuba.
00:05:04: Mal sehen, was passiert.
00:05:06: Wir werden nicht einen Haken für foreign Abversare zu threaten in Amerika auf unser eigenem Dorse.
00:05:14: Also mit Kuba hat Trump auf jeden Fall abgerechnet in seiner Rede.
00:05:18: Wir schauen jetzt noch mal nach Europa, nämlich in die Ukraine wo der US-Präsident den Krieg ja weiterhin beenden will, Michael?
00:05:25: Ja und immerhin hat er gesagt, dass sie seinen weiteren guten Kontakt mit Russlandspräsident Vladimir Putin und Volodymy Zelensky erwollte diesen Konflikt mit täglich Tausenden von Todesopfern lösen.
00:05:36: Er verspricht das weiterhin.
00:05:37: einen genauen Zeitplan gab er allerdings nicht.
00:05:40: Ob die Ukraine also in den dann fünften Kriegswinter gehen muss, ist sehr wahrscheinlich denn konkrete Neuigkeiten in Richtung Friedensprozess konnte Donald Trump vor der UN nicht verkünden.
00:05:58: Sarah gestern wieder einmal ein wichtiger Termin für den Bundeskanzler in den eigenen Reihen – die Unionsfraktion, die einen verschärften Reformkurs haben will und überhaupt auch unzufrieden ist mit ihm hat ihn eingeladen.
00:06:08: Was heißt eingeladene Erstteil dieser Fraktion?
00:06:11: Gab's da eine Abrechnung oder war alles jetzt irgendwie doch Friedefreude Eierguck?
00:06:15: Naja, von einer Abrechnung kann man nicht unbedingt sprechen Michael.
00:06:18: Aber es war auch nicht alles für die Freude Eierkuchen.
00:06:21: also zu Beginn der Sitzung hat den neue Fraktionsvorsitzende Thorsten Frei nochmal den Blick auf die Wahlen in Mecklenburg-Vorpommern und Berlin geworfen und hat eben auch noch mal sehr deutlich gesagt dass das ein Desaster für die CDU gewesen ist.
00:06:35: da gäbe es nichts zu beschönigen so hieß es von Teilnehmern.
00:06:39: Also da hat man sich wohl sehr ehrlich gemacht Man dürfe jetzt auch nicht wegreden, wer die Verantwortung für diese Ereignisse trage.
00:06:46: Also man isst sich auf jeden Fall der Schuld im Bund bewusst und auch Friedrich Merz hat es nochmal angesprochen.
00:06:53: was aber übereinstimmt die Teilnehmer mir berichtet haben ist dass die Selbstkritik bei Merz ziemlich knapp und kurz ausgeführt wurde.
00:07:02: Also da ging es vor allen Dingen, er hat für allen Dingen wieder die Flucht nach vorne versucht, hat sich versucht kämpferisch zu geben nochmal betont jetzt müssen die Reform aber wirklich kommen und quasi um Rückhalt gebeten um das auch durchzusetzen.
00:07:15: in Richtung der SPD hat sich auch ein bisschen kämpferisch in Richtung des SPD gegeben.
00:07:19: also da ist einen März aufgetreten der auf jeden Fall den Rückhalt in seiner Fraktion gesucht hat.
00:07:25: Ja wieso oft sagt er ja auch dass was diese Leute, vor denen er da gerade spricht auch hören wollen.
00:07:30: Mir simste ein Teilnehmer volle Attacke in Richtung SPD.
00:07:34: zu den Ausführungen von Friedrich Merz man konnte sie so deuten dass er jetzt mit großer Werft diesen Reformkurs durchsetzen will.
00:07:42: Auch von einer großen neuen Ruckrede ist die Rede immer wieder Die Merz angeblich noch halten will um den Deutschen zu erklären, warum man all das jetzt macht und Lars Klingbe als Bertelsmann rede die damals ja zu einem Koalitionsausschuss führte mit dem Friedrich Merz eigentlich alles auflösen wollte was leider dann gar nicht gelungen ist.
00:08:00: Da müsste er jetzt nachlegen, siemste mir einen Teilnehmer und so etwas habe ihr angedeutet.
00:08:05: Man darf gespannt sein ob das reicht.
00:08:07: jedenfalls die großen kritischen Rückmeldungen an ihn direkt wenn er im Saar ist die gab es dann wohl nicht
00:08:14: Zumal man ja auch dazusagen muss, also er hat da jetzt klar die Reformen nochmal angesprochen.
00:08:19: Aber er hat jetzt nicht einen konkreten Zeitplan wie ihn sich ja einige gewünscht haben aufgemacht.
00:08:25: Er hat nicht gesagt was wirklich anders werden muss oder irgendeiner Art der Perspektive so ist es zumindest bei vielen Abgeordneten mit denen ich gesprochen habe angekommen aufgezeigt.
00:08:36: Das waren mehr so eine Art Low Hanging Shrewds Also in Richtung der SPD Vor allen Dingen sowas gesagt wie die SPD.
00:08:43: Müsse jeden Zweifel ausräumen, dass sie der Linken ins Amt verhelfen in Berlin?
00:08:47: Also damit kriegt er natürlich bei den eigenen Leuten Applaus aber das zeigt jetzt noch nicht wirklich wo die Reise hingehen soll und dementsprechend gab es eben doch auch die ein oder andere kritische Meldung.
00:08:58: also da war zum Beispiel der ehemalige Fraktionsvorsitzender Ralf Brinkhaus, der auch für seinen Beitrag sehr großen Applaus bekommen haben soll.
00:09:06: Der sagt ja die Union trete im Moment sehr unprofessionell auf und habe ein Glaubwürdigkeitsproblem, wo ja auch jeder weiß wen er damit meinen könnte.
00:09:16: Und das ist was David Friedrich Merz jetzt auch erst mal nicht rauskommt.
00:09:20: also dieser Unmut der ist offenkundig weiterhin da auch wenn er nur so ein bisschen wahrbart aktuell aber auch damit zusammenhängt dass es keine Alternative gibt.
00:09:28: Karl Brinkhaus, der Mann, der von Friedrich Merz ersetzt wurde als Fraktionsvorsitzender.
00:09:32: Er ist wirklich einer der notorischen Kritiker.
00:09:34: Gehen wir raus aus der Fraktion.
00:09:36: vielleicht noch Einsatz zu denen die am Ende entscheidend sind für die Zukunft des Kanzlers nämlich die Landesvorsitzerinnen in der CDU.
00:09:42: da haben sich zwei der Ministerpräsidenten jetzt geäußert die durchaus zu den Kritikern Gehörten auch eine Rolle gespielt haben sollen beim Rausstreichen des Namens Friedrich Merz in das gemeinsame Dokument.
00:09:53: Michael Kretschmer, der Ministerpräsident aus Sachsen hat klar gemacht es braucht eine schonungslose Analyse so hat er es im MDR gesagt und dass habe natürlich auch etwas mit Personen zu tun.
00:10:02: dieser Neustart der da jetzt kommen müsse ähnlich.
00:10:05: Mario Vogt ein weiter so könne es nicht geben hatte am Rande einer Klausur der CSU im Kloster Banz gesagt Es sei nichts weniger notwendig als eine Generalinventur der Berliner Regierungspolitik.
00:10:16: Also Sarah, der Kanzler ist noch lange nicht durch?
00:10:19: Nee absolut nicht.
00:10:20: und manchmal hört man ja Kritik auch zwischen den Zeilen.
00:10:23: also es gibt manchmal Kritik ohne dass sie ausgesprochen wird.
00:10:27: denn wenn wir uns Michael Kritschmer und Mario Vogt so anhören dann klingt das ein bisschen wie Stefan Ebers am Montag.
00:10:34: da gibt es durchaus Punkte die Sie kritisch sehen.
00:10:36: keiner nennt explizit den Kanzlern aber bekennen will sich auch niemand mehr zu Friedrich Merz, also das klingt mir sehr nach einer Übergangsphase.
00:10:45: Das nächste Problem für den Kanzler ist nicht in den eigenen Reihen zu finden sondern beim Koalitionsbanner.
00:10:49: die SPD hat auch ein Papier veröffentlicht dass es in sich hat nämlich dort wird klar gemacht die Einsparen die bisher ja Teil des Reformkonzepts waren zum Beispiel bei der Gesundheitsreform das seien keine wirklichen Reformen.
00:11:01: ein schlichtes weiter.
00:11:02: so kann es nach diesen Landtagswahlen nicht geben Und es gibt ein klares Bekenntnis zum Erhalt der abschlagsfreien Rente nach fortyfünf Beitragsjahren.
00:11:10: Das ist entscheidend, denn das hatte eigentlich die Kommission ja ausgeschlossen, dass das weiterläuft.
00:11:15: Werbel Bas hatte damals gesagt, das ist richtig so!
00:11:17: Das gehört zum Gesamtkunstwerk dazu.
00:11:19: Nun wird das wohl alles wieder ein wenig aufgeschnürt.
00:11:21: Genauso ist es ja auch bei anderen Themen.
00:11:23: Also da ist die Steuerreform, also da spricht man jetzt nochmal über die stärkere Besteuerung von Erbschaften zur Finanzierung von Bildungen oder dass der Fokus eben auf bezahlbarem Leben sein muss – also einen Preisdeckel bei den Pflegekosten.
00:11:37: Das sind alles Themen, die jetzt nochmal eine Rolle spielen werden und das macht ja die bevorstehenden Reformen.
00:11:43: Die ja in jedem Fall Einschnitte für die Bürgerinnen und Bürger bedeuten werden nicht einfacher wenn da einer SPD ist, die dichtmacht und eine CDU, die eigentlich auch gerade das Bedürfnis hat sich auf ihren Kern zurückzubesinnen.
00:11:56: Ja, wobei ist dabei der Union ja auch zwei Lager gibt unter anderem.
00:11:59: Der Laumann-Flügel, der das Thema Gesundheitsversicherung in die Debatte gebracht hat.
00:12:04: Also es gibt ja auch CDU-Politiker, die sagen wir müssen irgendwie diese Reform gerechter machen oder sie zumindest in der Breite der Bevölkerung beliebter.
00:12:12: und vielleicht auch deswegen dass treffen gestern Abend mit den beiden neuen oder alten Sozialministern Carsten Lindemann und Bärbel Bas zusammen mit Björn Böning dem Vertrauten von Lars Klingball um Staatssekretär im Finanzministerium Alexander Dobrindt dem Koordinator des CSU in der Bundesregierung und der Kanzler- und Chefin Nina Warken.
00:12:28: Da soll es auch darum gegangen sein, welche Reform kommt jetzt wie und vor allem mit welcher Belastung.
00:12:34: wir sind gespannt was dabei herauskommt.
00:12:36: sie hören selbstverständlich dann hier bei uns.
00:12:39: Fünf Komma Sieben Prozent in Mecklenburg Vorpommern und nur knapp fünfzehn Prozent in Berlin.
00:12:47: eigentlich kein Grund zu feiern für die Grünen.
00:12:49: doch auf der einen oder anderen Party gab's glückliche Gesichter weil die Grüner Ohne sie geht gar nichts bei der Regierungsbildung im Nordosten oder in der Hauptstadt.
00:12:57: Allerdings ist das nicht so ganz einfach, denn vor allem hat er einige Bundesgrüne mit dem möglichen Koalitionspartner der Linken.
00:13:05: Die hat ein handfestes Antisemitismusproblem und dubiose Verbindung zur organisierten Kriminalität zu Israel-Hassan in ihren eigenen Reihen.
00:13:13: Und manche einer, die da in Regionalparlamente oder ins Abgeordnetehaus einzieht, hat mit einem pragmatisch bürgerlich progressiven Grünen relativ wenig am Hut.
00:13:24: Und da die Grünen ja strategisch in der Mitte dieser politischen Republik, die SPD vielleicht ersetzen wollen, können sie sich doch eigentlich so ein Bündnis mit der radikalen Linken nicht erlauben.
00:13:36: Fragen wir mal was da los ist?
00:13:37: Einen, der gerne weiter denkt für die Grüner.
00:13:40: Einer der Urgrünen kann man wohl sagen ohne ihm zu nahe zu treten.
00:13:44: Er war grüner Bürgermeister in Bremen.
00:13:47: Später war er in der Heinrich-Böll-Stiftung einer der Vorstände und ist Geschäftsführer gesellschaftliches Zentrum für liberale Moderne.
00:13:53: Die Rede ist natürlich von Ralph Füchschön, dass Sie heute da sind.
00:13:56: Guten Tag lieber Herr Füchs!
00:13:58: Guten Tag Herr Bröckers!
00:13:59: Kurz mal eine Einschätzung zur Wahl vor allem in Berlin die Grünen mit einem schlechtesten Ergebnis seit zwanzig Jahren.
00:14:04: was ist doch passiert?
00:14:06: Naja ich mache mir wahrscheinlich nicht beliebt bei den Berliner Grünen wenn ich sage das hat sich nicht ausgezahlt der Linken nachzulaufen und die Partei nach links auszurichten.
00:14:19: Weil es schon die Linkspartei gibt?
00:14:21: Redigt ein progressives Linksbündnis, landet als Juniorpartner und womöglich als Steigbügelhalter einer neo-sozialistischen und in großen Teilen israelfeindlichen antiwestlichen Linken.
00:14:37: das kann es eigentlich nicht sein dass sie grün so ihre Eigenständigkeit an den Nagel hängen.
00:14:43: Im Bund profitiert sie ja eigentlich davon, dass in der linken Mitte die SPD so schwächelt, die Linke und das BSW zumindest Bundeswahl in Umfragen nicht die Relevanz haben und die Grünen sich sehr stabilisiert haben?
00:14:56: Ist die strategische Positionierung der Grünen denn eine neue SPD oder doch irgendetwas zwischen SPD-und Linkspartei?
00:15:05: Ich würde sagen statt der Linkspartei nachzulaufen sollten die Grüner sich vorrangig um die heimatlos gewordenen Wählerinnen und Wähler von FDP, Union und SPD kümmern.
00:15:20: Die nicht bei der AfD Zuflucht suchen wollen sondern die jetzt nach einer neuen politischen Orientierung suchen.
00:15:30: Und das wäre eine Partei, die eine freiheitliche Orientierung marktwirtschaftlicher Ausrichtung mit sozialer und ökologischer Verantwortung verbindet.
00:15:41: Das ist ja eigentlich der Kurs der Grünen in Nordrhein-Westfalen, in Baden-Württemberg aber es gibt auch andere Strömungen in der Partei die immer noch von einem Linksbündnis träumen und das wäre für mich sagen ein Albtraum gar nicht nur aus parteipolitischer Sicht sondern wenn die Bundesrepublik nur noch die Wahl hat zwischen einem Rechtsblock aus AfD und konservativen Resten der CDU, unter einem Links-Blog, der angeführt wird von der Linken.
00:16:17: Das wäre ein politisch und ökonomischer Disaster.
00:16:22: Aber genau das erleben wir zumindest in Teilen der Gruppen die in den letzten Monaten wählen durften vor allem bei den jungen Leuten entweder teilweise radikale Rechte wählen oder wie jetzt in Berlin zu fast fünfzig Prozent Die Linkspartei, obwohl doch eigentlich die Grünen gerade immer auch auf die Jugend setzen mit ihren Generationenthemen.
00:16:41: Kann man das zurückholen oder wenn ja wie?
00:16:44: Ich glaube dass die Grüner keine Chance haben in der Konkurrenz um Radical-Schick.
00:16:52: Das gibt es natürlich in dieser urbanen akademischen jungen Mittelschicht.
00:16:59: Da ist jetzt Sozialismus wieder in Antikapitalismus.
00:17:04: Aber ich glaube, dahinter steht die Sehnsucht nach Orientierung.
00:17:10: Nach Zukunft?
00:17:12: Welche Partei verspricht noch Zukunft?
00:17:15: Interessanterweise hat die AfD ja in Sachsen-Anhalt im Wahlkampf geführt mit dem Slogan Alles ist möglich!
00:17:23: Das war mal ein linksradikaler Slogans in den siebziger Jahren.
00:17:28: Wir können die Welt verändern wenn wir wollen Und so tritt ja auch die Linke auf.
00:17:34: Das heißt, das sind Parteien, die eine Anziehungskraft ausüben weil sie über die Verwaltung des Status quo hinausgehen und sagen wir wollen etwas ändern.
00:17:44: Ja?
00:17:45: Wir wollen die Dinge ändern.
00:17:47: Die Grünen müssen auch eine Partei der Veränderungen sein aber eben nicht eine systemoppositionelle Partei sondern eine Reformpartei.
00:17:58: ökologischer Aufbruch, als Green Grows, neue Stufe der Industriegesellschaft.
00:18:05: Innovationen, Partizipation, selbstbewusste Bürgergesellschaftsverbindung von Freiheit und Verantwortung.
00:18:15: Also weiß im Prinzip wie das geht und dass es auch bei Wahlen erfolgreich sein kann.
00:18:21: Das ist ja vor allem in Baden-Württemberg durchexerziert worden.
00:18:26: Aber das muss man dann auch glaubwürdig kommunizieren.
00:18:30: Wenn das so ist und die Zukunft der Grünen, dieses progressiv pragmatische ... Auch ja,
00:18:36: Zukunftsversprechen
00:18:37: auf jeden Fall?
00:18:38: Ja, nicht nur pragmatisch.
00:18:39: Pragmatisch, ja, sie sagen in der Umsetzung unserer politischen Ziele.
00:18:44: aber dahinter muss schon eine Ambition stehen.
00:18:49: Es gibt doch das verbreitete Gefühl in der Gesellschaft dass ein weiter Sohn nicht funktioniert wird.
00:18:56: Die Veränderungen sind so dramatisch, in denen wir uns befinden.
00:19:01: Digitale Revolutionen, künstliche Intelligenz Klimawandel demografischer Wandel Kulturelle Veränderung in den Geschlechterbeziehungen das ist eine solcher Sturm von Veränderungs.
00:19:16: Das sagen Politik die einfach nur versucht vorzuschreiben was ist Nicht mehr nachgefragt wird Und das ist ja auch das Drama von SPD und sagen CDU.
00:19:28: Sie schreiben im Grunde nur ihre Tradition fort, und das läuft ins Lehre.
00:19:34: Jedenfalls wenn das so der Kurs sein sollte dann müsste die Grünen auch die Bundespartei doch eigentlich klar machen dass auf gar keinen Fall in Berlin mit einer Partei koaliert werden kann indem eben nachweislich antisemitische anti-israelische Mitglieder tendenzen Position vertreten werden.
00:19:55: Also das geht für mich an den Kern unserer Glaubwürdigkeit, dass ich will nicht sagen die Linke ist in ihrer Gesamtheit und schon gar nicht alle ihre Wähler sind, sagen Antisemitten.
00:20:09: aber klar ist, dass es hinter dieser fröhlich freundlichen Fassade der Berliner Linken mit ihres sympathischen Spitzenkandidatin ein hartes Netzwerk gibt von Israel-Hassern, die Verbindungen pflegen zu Islamisten und sogar wie wir jetzt gesehen haben zur organisierten Kriminalität.
00:20:31: Und das geht gar nicht!
00:20:34: Wenn es da nicht eine wirklich harte Grenze gibt können die Grünen mit einer solchen Partei nicht koalieren.
00:20:42: Wie kann so eine Grenze aussehen?
00:20:44: Es muss
00:20:44: klar sein, dass es
00:20:49: da sowohl personell wie politisch einen Schnitt gibt.
00:20:53: Dass Leute die diese Positionen vertreten dürfen keinen Einfluss auf die Politik in der deutschen Hauptstadt haben.
00:21:04: Das gilt nicht nur für diese Frage Antisemitismus sagen Israel Feinschaft.
00:21:11: Die Linke hat auch Wirtschafts- und finanzpolitische Positionen oder in Fragen der inneren Sicherheit, die einfach meines Erachtens weltfremd bis gefährlich sind.
00:21:24: Und wenn sich die Grünen dem anpassen geben sie sich selbst auf!
00:21:28: Herr Fuchs, wo sehen Sie dann strategisch perspektivisch die Position der Grünen?
00:21:32: An der Seite der CDU immer anschlussfähig auch ans konservative Milie oder strategisch mit Rot-Grün.
00:21:38: Oder muss man sich immer wieder neu ja sich die Partner aussuchen und damit möglichst ohne Koalitionsaussagen in die Wahlkämpfe gehen?
00:21:45: Ja vor allem müssen die Grünen eine eigenständige Position von mir einen eigenen Pool bilden.
00:21:52: sie hatten immer Wertkonservative, Liberale und linke Elemente in ihrer Programmatik und in Ihrer Wählerschaft.
00:22:01: Diesen Spagat müssen Sie halten!
00:22:05: Sich an die CDU anzulehnen wäre ein ziemlich törichtes Unterfangen weil man gar nicht weiß wo die CDU in drei oder vier Jahren noch stehen wird.
00:22:16: Und das gilt erst recht für die Linkspartei.
00:22:20: Die Grünen müssen koalitionsfähig sein mit allen Parteien, die für liberale Demokratie, Marktwirtschaft ökologische Verantwortung soziale Teilhabe stehen.
00:22:32: Das sind die Kernpunkte!
00:22:34: Wir sind gespannt ob die Grünen auf Sie hören und wo sich auch die anderen Parteien hin entwickeln werden.
00:22:38: man kann es derzeit tatsächlich gar nicht mehr vorher sagen.
00:22:41: insofern vielen Dank für diesen Moment und sicherlich nicht das letzte mal bei uns Ralf Fuchs.
00:22:45: Vielen Dank!
00:22:46: Gerne!
00:22:46: Michael,
00:22:55: war noch was?
00:22:56: Endlich mal Sport zum Abschluss.
00:22:58: Sarah, denn das wahre Duell ist nicht das zwischen Markus Söder und Henrik Wüst sondern das zwischen NRW und Bayern rund um die olympischen Spiele, die werden am Samstag in Baden-Baden verkündet wo der deutsche Standort sein soll für die Bewerbung.
00:23:13: es sind nur noch Nordrhein-Westfalen und Bayern im Rennen.
00:23:16: Wer macht Sarah?
00:23:17: Was ist deine Prognose?
00:23:18: Ja nachdem die Hauptstadt tragischerweise raus ist muss ich sagen Das ist bei aller Sympathie für Nordrhein-Westfalen.
00:23:26: Michael, ich weiß du wirst mich jetzt lünden aber in Bayern doch ein bisschen schöner ist wenn wir die Menschen nach Deutschland holen.
00:23:34: also wenn sie sich das Schöne dieses Landes angucken dann sehe ich da die Berge die sehen in Bayern die man dann vielleicht im Rahmen eines solchen Besuchs noch sich mit anschauen kann.
00:23:44: und den NRW fällt mir da nicht so viel ein obwohl es natürlich auch da schöne
00:23:48: Ecken gibt.
00:23:48: Sarah Siewat, ich wusste dass du das sagst und deswegen freue mich mit dir diesen Podcast machen zu können.
00:23:53: Erstmal kommst du natürlich aus irgendeinem Südniedersächsischen Stadt und hast gar keine Ahnung von Nordrhein-Westfalen.
00:23:59: Ich sage dir, es ist das ideale Land eigentlich für die olympischen Spiele ist.
00:24:03: Denn bei uns in Nordrheim Westfalen, wie ich das mal so sagen darf da gibt's hier alles schon die ÖPNV-Verbinde und die großartigen Fußballstadien, die tollen Kanustrecken.
00:24:12: Die sehen für welche Wettbewerbe?
00:24:15: Die Super Basketballhallen zum Beispiel in Köln und natürlich diese Herzensstadt Kölnen fürs olympische Dorf also eigentlich ideal.
00:24:21: Und so sagt es zumindest Hendrik Wüst man könne mit fast achtzehn Millionen Tickets wahrscheinlich die zuschauerstärksten Spiele aller Zeiten organisieren.
00:24:31: Und am Ende wird es dann doch wieder München, nur wegen Rufbäuhaus und Oktoberfest.
00:24:34: Ja wollen wir jetzt die Amerikaner oder Franzosen mit der... wie heißt das nochmal?
00:24:40: Schwebebahn in Wuppertal beeindrucken sich noch nicht!
00:24:44: Bitte
00:24:44: Frau Siebert mehr Respekt für Weltkultur Technologieerbe.
00:24:50: Ich rechne mit vielen bösen Nachrichten nach diesem Podcast!
00:24:53: Wir sind gespannt, freuen uns sehr auf jeden Fall auf die olympischen Spiele denn es braucht mehr von diesen großen Vier-Events.
00:24:59: wenn sie nachhaltig gestaltet werden kann es sogar zu einer Infrastrukturoffensive in diese jeweiligen Regionen führen.
00:25:07: Jedenfalls zu einem Samengehörigkeitsgefühl wie wir es viel zu selten haben seitdem die Fußballer ohnehin bei Weltmeisterschaft nichts mehr auf die Kette kriegen.
00:25:15: brauchen wir halt vielleicht die Olympischen Spiele.
00:25:16: Ich freue mich jedenfalls, Sie hören spätestens am Motor wär's dann geworden ist bei uns!
00:25:20: Ich bin aufgeregt bis dahin.
00:25:21: Morgen sind wir wieder für Sie da.
00:25:27: Ciao ciao!
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