Wie viel Frust gibt es in der Merz-CDU?
Shownotes
Auf dem CDU-Parteitag in Stuttgart wird die Diskussion über eine neue Steuerreform eine Rolle spielen. Auch über ein Social-Media-Verbot werden die Delegierten diskutieren. Friedrich Merz hat höheren Steuern auf Spitzeneinkommen und Erbschaften erneut eine Absage erteilt. [01:32]
ZDH-Präsident Jörg Dittrich fordert durchgreifende Reformen - vor allem bei den Sozialabgaben. Er macht einen konkreten Vorschlag zum Umgang mit Krankmeldungen: Karenztage einführen und gleichzeitig eine längere Lohnfortzahlung für schwer Erkrankte vereinbaren. Er appelliert an die Koalition, jetzt durchgreifende Reformen anzugehen, und erinnert an die Kanzler Adenauer, Kohl und Schröder. „Was wollen Lars Klingbeil und der Bundeskanzler, die einst im Geschichtsbuch dereinst über ihre Regierungszeit im Geschichtsbuch stehen haben?“ [08:47]
Deutschland ist ein lohnendes Ziel für Angreifer im Cyberraum. BSI-Präsidentin Claudia Plattner erklärt: Als wirtschaftlich starkes Land sei Deutschland lukrativ für Erpressung im Netz, als Technologiestandort attraktiv für Spionage – und außerdem werde versucht, die öffentliche Meinung aus dem Ausland zu manipulieren. Das BSI arbeitet an einem „Cyberdome". Die digitale Sicherheitskuppel soll Bürger und Unternehmen schützen: Ein automatisches System soll das deutsche Netz umspannen, Angriffe in Echtzeit erkennen und abwehren. [16:58]
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00:00:02:
00:00:11: Genso ruhig weiter, hier gibt's nichts zu sehen.
00:00:13: So könnte das inoffizielle Motto dieses CDU-Parteitags an diesem Wochenende aussehen!
00:00:17: Bloß keine unnötigen Diskussion, kein Streit, keinen neuen Themen vor den Landtagswahlen – so der Plan.
00:00:22: was trotzdem passieren könnte gleich hier bei uns.
00:00:25: Michael, ob das jetzt schon ausreicht für deine Bewerbung als Marketingchef bei der CDU?
00:00:30: Wir werden es erfahren.
00:00:31: Aber wir müssen noch mal was anderes reden und zwar über die fünf Komma sechs Millionen Menschen, die in Deutschland im Handwerk arbeiten.
00:00:38: Es ist die Branche des deutschen Mittelstands.
00:00:40: doch Energiekosten Bürokratie Unfachkräftemangel Und auch der fehlende Rückhalt der Politik macht dem Handwerk schwer zu schaffen.
00:00:47: So jedenfalls sieht es der Präsidentes Zentralverband Jörg Dietrich um.
00:00:51: mit ihm haben wir gesprochen.
00:00:55: Daten sind das neue Gold, das wissen wir alle.
00:00:57: Aber wie schützen wir sie diese Daten vor allem vor den Cyberangriffen die täglich inzwischen auf dieses Land herab rasseln?
00:01:04: Claudia Plattner muss uns dabei helfen.
00:01:05: Sie ist die Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit und der Informationstechnik
00:01:09: sich von Sachen zu trennen.
00:01:10: Das fällt schwer, was Neues zu kaufen.
00:01:13: damit haben allerdings die wenigsten ein Problem und dieses Prinzip scheint jetzt auch die KI zu übernehmen.
00:01:19: das jedenfalls haben Forscher in Tübingen entdeckt.
00:01:22: Auch darüber reden wir an diesem Donnerstag den neunzehnten Februar Und Michael und ich freuen uns dass sie dabei
00:01:27: sind.
00:01:34: Mit Friedrich Merz verstehe ich mich hervorragend.
00:01:38: Ich bin sowieso wahrscheinlich der präfeste CSU-Versitzter aller Zeiten.
00:01:46: Ich will nur bei all den Debatten, die wir jetzt in nächsten Wochen haben mit der SPD eines anmerken.
00:02:09: Wir haben eine Koalition!
00:02:11: Aber die Union hat die Wahl gewonnen.
00:02:13: Und nicht die SPD,
00:02:14: liebe Freundinnen und Freunde!
00:02:16: Da ist schon klar, wo der Ton in Asterlinie anzugehen.
00:02:21: Aber was wir nicht zulassen werden, ist das Politik von oben herab auf fleißige Menschen
00:02:26: in diesem Land schaut und denen sagt, dass sie besser
00:02:29: werden müssen damit wir vorankommen.
00:02:31: Das ist doch nicht unser Stil, liebe Genossen und Genossen Auch wenn es nicht allen gefällt auch wenn es immer richtig verstanden wird.
00:02:39: Es arbeiten in diesem Land Millionen Menschen, mehr als nur acht Stunden am Tag.
00:02:45: Aber insgesamt ist die Leistung, die wir in diesem land erbringen auch die technologische Leistung Die Innovationsfähigkeit unseres Landes nicht da wo sie sein müsste.
00:02:54: Bitte liebe Sozialdemokraten, macht euch die Mühe.
00:02:56: Unterscheidet mal zwischen Privatvermögen und Betriebsvermügen!
00:02:59: Wir wollen das Betriebevermögend entlasten und nicht das besonders hohe Privat-Vermögen.
00:03:04: Das ist der Unterschied für die
00:03:05: Unterschiede in denen wir gemacht haben im Ärztesfeuerhaus.
00:03:10: Das gleiche geht zu den
00:03:11: Einkommensteuern.
00:03:12: Liebe Sozialdemokraten, versteht bitte auch die Einkommenssteuer ist nicht nur eine Steuer für diejenigen, die viel verdienen.
00:03:19: Es ist die Einkommensteuer und Unternehmenssteuern für die Mehrzahl der mittelständischen Unternehmen in Deutschland.
00:03:24: Und sie müssen Geld verdienen!
00:03:26: Und von diesem Geld müssen Sie was übrig behalten damit Sie investieren können – und damit Sie Arbeitsplätze in Deutschland behaupten.
00:03:33: Wenn wir beide in fünf Jahren wieder hier sind ….
00:03:37: und ich vielleicht immer noch im Amt bin….
00:03:45: Sie zählen nicht so häufig aus der Familie, aber an dieser Stelle vielleicht doch.
00:03:48: Also mein Vater ist am siebten Januar hundertzwei
00:03:51: geworden.".
00:03:59: Politische Volklore am Aschermittwoch und natürlich die eine oder andere Stichelei auch innerhalb der Koalition zwischen CDU CSU und SPD, Markus Söder und Lars Klingbein am politischen Aschernmittwoch.
00:04:11: Sie haben sich schon mal warm gemacht.
00:04:12: Jedenfalls der CDU-Teil, den wir gerade gehört haben für den Parteitag am Wochenende.
00:04:17: Dort treffen sich Tausend Funktionäre und Mandatsträger usw.
00:04:21: in Stuttgart.
00:04:23: Friedrich Merz und die CDU-Spitze wird wieder gewählt.
00:04:25: Es geht natürlich vor allem um das Ergebnis für den Vorsitzenden.
00:04:29: Knapp neunzig Prozent hat er im Jahr ist jetzt zwei tausend vierundzwanzig bekommen.
00:04:32: Jetzt schauen alle auf die Fünfundachtzig Prozent von Marco Söder.
00:04:39: Sicher sein, dass die CDU bekanntlich auch ein Kanzlerwahlverein den Kanzlern vor den Landtagswahlen nicht dramatisch schwächen wird.
00:04:47: Aber die Neunzig muss er schon reißen!
00:04:49: Ja?
00:04:50: Also, Kanzler-Wahlvereiner kann man jetzt zuletzt ein Fragezeichen hintermachen.
00:04:53: Da haben ja schon nicht alle hinterm Berg gehalten mit ihrer Kritik an der Führungstil des Kanzlers, dass er die Zügel nicht fest genug in der Hand hielt.
00:05:01: Das ist zu oft aus dem Bruder gelaufen ist, wobei natürlich auch innerhalb des Männerclubs, der da regiert, durchaus die Schulzuweisungen von einem zum anderen gehen also zwischentostenfrei hier entsparen Und dem Kanzler wird die Schuld verteilt, aber sei es drum.
00:05:14: Also neunzig ist wahrscheinlich die Grenze unter die er nicht fallen darf damit es keine Diskussionen gibt.
00:05:20: Ja, was ist das Ventil?
00:05:21: Dass es ja immer gibt.
00:05:22: So sieht man's auch im Kanzleramt bei Parteitagen.
00:05:24: irgendein Antrag der plötzlich gegen die Antragskommission dann vom Parteitag beschlossen wird um doch auch mal ein Zeichen zu setzen wie vital vielleicht auch wie konservativ diese Partei noch isst.
00:05:34: zwei Anträge werden da immer wieder genannt Gibt es doch eine Steuerdematte also mehr Steuersenkungen als es vielleicht die Partei bisher in den Koalitionsverhandlungen ausfahrendet hat oder gibts einen Aufstand gegen das geplante Social Media-Verbot für die unter vierzehnjährigen?
00:05:48: Ja und zu der ersten Frage, zur Frage der Steuer hat der Kanzler jetzt sich klar geäußert.
00:05:54: Und zwar im Podcast der geschätzten Kollegen Robin Alexander und Dagmar Rosenfeld.
00:05:58: hören wir mal was er gesagt hat.
00:06:00: Wir sind mittlerweile schon jetzt.
00:06:02: wenn man die sogenannte Reichensteuer die ja am Ende auch nochmal den Knick nach oben macht und die Kirchensteuer und den Solidaritätszuschlag zusammen nimmt dann sind wir bei fast fünfzig Prozent.
00:06:12: also ich würde sagen mehr geht nun wirklich nicht.
00:06:16: Das war Machtwechsel, der Kanzler in seinem ersten Interview in diesem Jahr und er spricht natürlich über den Grenzsteuersatz.
00:06:21: Also den Steuersatzt, der auf dem letzten verdienten Euro fällt.
00:06:24: die fünfzig Prozent sind deswegen immer ein wenig einzurorten.
00:06:27: Natürlich zahlt auch einen Spitzenverdiener einen anderen Durchschnittsteuerschatz, der irgendwo bei twenty-fünf Prozent liegt.
00:06:34: trotzdem Ja, natürlich gibt es im deutschen Steuersystem bereits eine Umverteilung.
00:06:38: Knapp vier Komma fünf Millionen Menschen zahlen bereits den Spitzensteuersatz und die Einkommen stärksten zehn Prozent aller Steuerzahler in Deutschland bestreiten fast Sechzig Prozent des gesamten Einkommenssteueraufkommens.
00:06:51: Das muss man wissen gerade an diejenigen, die sagen da müssen noch viel mehr große Pakete auf die breiten Schultern der Spitzenverdiener.
00:06:58: Einerseits kann man sagen die Umverteilung findet statt denn zehn Prozent erwirtschaften fünfzig Prozent das gesamte Steueraufkommen.
00:07:05: andererseits ist es natürlich schon so dass auch die breite Masse der Mittelstand demjenigen die nicht richtig viel verdient trotzdem sehr stark belastet sind in diesem Land.
00:07:15: und Ja, insofern ist die Frage ob nicht diejenigen, die doch sehr breite Schultern haben denen das alles nicht so viel ausmacht.
00:07:23: Ob sie noch ein bisschen mehr tragen könnten?
00:07:26: So jedenfalls sieht es die SPD.
00:07:28: Es gibt eine Idee, die in der Union kursiert nämlich dass man den Solidaritätszuschlag auch für die Restzahler also die zehn Prozent der Spitzenverdiener auch abschafft und in den Einkommenssteuer tarif integriert.
00:07:39: Das hätte vor allem ne Verteilungswirkung zwischen Bund und Ländern weil der Soli eigentlich bisher nur dem Bund zusteht.
00:07:44: es ist steuersystematisch logisch man könnte aber allerdings jetzt nicht eine große Steuersenkung daraus machen.
00:07:51: Das gilt in der Union als denkbar, am Ende eine echte Steuererhöhung ganz oben wie es die SPD will ist mit Friedrich Merz nichts zu machen und mit der Basis der CDU natürlich auch
00:08:01: nicht.".
00:08:02: Wenn man oben nichts macht also die sehr reiche Nichtstärke belasten will und das will der Kanzler nicht sondern den Steuerschatz weiter nach rechts verschiebt also die Mitte entlastet würde das ungefähr thirty-fünf Milliarden Euro kosten?
00:08:17: Und es ist völlig unklar, woher dieses Geld kommen soll.
00:08:20: Bereits für das kommende Jahr, also die Bundesregierung geht von einer Lücke von zwei Milliarden Euro aus, die aufgetan werden müssen und so viel sei auch gesagt darf nicht aus dem Sondervermögen finanziert werden.
00:08:35: Sarah Sievert und ich sind vor Ort in Stuttgart am Samstag auch mit einem Sonderfolge zum CDU-Parteitag.
00:08:41: Und dort wird dann abschließend Markus Söder diesen Parteitag beschließen, also für Friedrich Merz wahrlich kein einfaches
00:08:46: Wochenende.".
00:08:53: Über das Handwerk wird in der öffentlichen Debatte nur selten gesprochen.
00:08:58: Vor allem von denjenigen die gerade irgendetwas renovieren und sich darüber beschweren wie lange sie auf Handwerker warten müssen fast länger als auf Termine beim Facharzt Und ansonsten geht es manchmal um längere Lebensarbeitszeit.
00:09:10: und dann kommt immer das Beispiel des Dachdeckers Ü-Sechzig, den man ja nicht zumuten kann dass die Alterskanzel noch weiter nach hinten verschoben wird.
00:09:18: Dabei hatte sich dann aber auch schon bei den politischen Debatten
00:09:21: um
00:09:21: diese wichtige Branche in der knapp sechs Millionen Menschen arbeiten oft als selbstständige und in kleinen Unternehmen bis zu zehn Mitarbeitern.
00:09:29: Trotz der Milliardeninvestition des Staates, in Infrastruktur und dem Bauturbo und so weiter gibt es immer weniger Handwerksbetriebe.
00:09:37: Warum ist das so trotz der großen Nachfrage?
00:09:39: Das fragen wir einen Dachdecker, der auch noch Präsident des Zentralvermanstes Deutschen Handwerkes ist.
00:09:43: Er heißt Jörg Dietrich und ist bei uns zu Gast im Studio.
00:09:57: verankert und das ist natürlich auch eine Kritik.
00:10:00: Ich würde hier vor allem die Fraktionen und die Parteien in den Fokus nehmen, weil der Kanzler die richtigen Themen beschreibt, die Wirtschaftsministerin beschreibt es richtig aber wenn's dann in die Abstimmung der Ministerien in verschiedenen Parteifarben geht oder in die Fraktionen dann zerflettert das Ganze und dann ist eben nicht mehr der Mittelstand des Handwerk- und der kleine Betrieb im Fokus sondern reden wir nur noch von den Konzernen.
00:10:26: Bei ihm trifft ja alles zu, was insgesamt am Standort an Problem gerade kursiert.
00:10:31: Die hohen Energiekosten schlagen bei euch überproportional zu die hohen Lohnnebenkosten natürlich auch und die Bürokratie für so ein vier fünf sechs zehn Mann Unternehmen.
00:10:40: erst recht ist das so?
00:10:42: Das Handwerk mit dem Spruch lebenslänglich Deutschland.
00:10:46: wir können nicht ausweichen Wir wollen ja auch nicht aus weichen.
00:10:51: es.
00:10:51: eine ganz andere Frage.
00:10:52: aber dort ist dieser Druck da durchdeklinieren, Geopolitik, Digitalisierung, Bürokratie.
00:11:00: Die Bündelung all dieser Themen macht diesen Wandel gerade aus der viele Menschen besorgt, der Angst macht und der Unmacht erzeugt.
00:11:12: Alle Maßnahmen, die wir bisher sehen, reichen nicht aus.
00:11:16: Wir sollen jetzt teilweise die Bundespolitik loben für das was bisher gemacht wurde.
00:11:21: Das ist ja korrekt!
00:11:22: Aber wir sehen dass die Wachstumsdaten nach wie vor nicht kommen.
00:11:27: dem zufolge reicht es nicht aus und Wirtschaftswachstum wird diese Ängste einkränzen.
00:11:33: wenn jetzt schon der Wirtschaftswissenschaftler Fratsche kommt und sagt nie wieder wachstun Was ich nebenbei gesagt als Dachdeckermeister schon mal für Unsinnhalte so etwas zu sagen, dann sehen wir wie tief diese Ohnmacht, diese Angst setzt und die müssen wir angehen.
00:11:49: Ja es gibt einen großen Wandel aber wir müssen Veränderungen anschieben und die, die Politik momentan bietet reichen nicht aus.
00:11:56: Ihr konkreter Beruf Dachdekker ist ja immer nur dann in der Diskussion wenn's mal wieder darum geht längere Arbeitszeiten kritisch zu sehen, dann wird ja immer das Beispiel Dachdecker genannt.
00:12:06: Kann ein Dachdäcker nicht länger als sixty-fünf arbeiten?
00:12:09: Ich ärgere mich immer darüber dass das ganze Land nur noch aus dachdeckern besteht und sie wollen ja gerne hier auch Neuigkeiten haben.
00:12:20: mein Vater hat neunzenhundert drein fünfzig ist er in die Lehre gegangen über diese Lehrzeit, weil er ausgebildet wurde von älteren Dachdeckern.
00:12:33: Die waren nicht vierzig oder fünfzig Jahre alt, die waren teilweise Ende sechzig.
00:12:37: Warum?
00:12:38: Weil die meisten im Zweiten Weltkrieg gestorben waren.
00:12:42: und der sagt ich war mir so froh wenn sie sich mal eine Sekrette angezündet haben, weil die so kontinuierlich gearbeitet haben Menschen nicht mit drei oder vierzig Jahren im Arbeitsleben kaputt zu machen, damit sie eben nicht mehr arbeiten können mit Sechzig.
00:12:54: Das ist auch eine Herausforderung und wir müssen Gründe finden wie wir längeren Arbeit sein können diese soziale Miteinander in den Fokus zu nehmen das gerade auch im Familienbetrieb im Handwerk zu bieten ist.
00:13:05: Ich persönlich bin nicht aktiv auf dem Dach tätig.
00:13:09: Aber ich kann mir zum Beispiel auch nicht vorstellen, zu einem fixen Zeitpunkt in Rente zu gehen weil ich diese soziale Miteinander sehr schätze.
00:13:16: also das würde ich gerne in den Fokus nehmen.
00:13:17: und natürlich gibt es Belastungen die man mit Ende sechzig nicht mehr aushalten kann.
00:13:24: Gehen mehr anwegliche Betriebe insolventpromo dann als dass neue gegründet werden?
00:13:28: Vielen Dank für die Frage!
00:13:29: Weil ich immer wieder der Öffentlichkeit klar machen möchte Es gibt im Handwerk keine Insolvenzbälle.
00:13:34: Es gibt ein stilles Sterben, weil ein Handwerker als Personengesellschaft der sagt ich ihren Sorgen komme und mein Geld verliere was ich verdient habe dann schließe ich lieber zu.
00:13:46: Und das verlieren wir gerade.
00:13:47: Kapazitäten die wir in Wahrheit dringend brauchen und die uns dann fehlen wenn es mal wieder losgehen muss.
00:13:53: unser
00:13:54: Deswegen sind sie hier, um auf diese Probleme aufmerksam zu machen.
00:13:57: Sie haben zum Abschluss die Chance, diese drei Maßnahmen, die zwei Maßnahmen vielleicht mal konkret zu benennen, die die Politik umsetzen muss damit es nicht zu diesen stillen Sterben kommt.
00:14:07: Für das Handwerk als lohnintensive Branche stehen an allererste Stelle die sozialen Sicherungssysteme.
00:14:13: Die sozialen sicherungssystem ist ein Standortvorteil Deutschlands.
00:14:17: Wenn sie uns aber Einen so großen Nachteil bereiten, dass wir damit nicht mehr wettbewerbsfähig sind.
00:14:24: Dann geht das nicht.
00:14:25: Erditorich
00:14:25: was halten Sie denn ganz konkret zum Beispiel von einem Karrenstag?
00:14:28: Ich persönlich!
00:14:30: Halte etwas davon, wenn wir hingehen würden und sagen Wir können Menschen zumuten am Anfang ein zwei oder drei Querenztage zu geben in Eigenverantwortung.
00:14:40: Und wir nehmen dafür ans Ende der Lohnverzahlung zwei Wochen hinten dran.
00:14:45: nicht nur drei Tage sondern gehen von sechs auf acht Wochen.
00:14:48: dann erreichen wir zum einen das Bewusstsein, was bedeutet es wenn ich nicht auf Arbeit komme?
00:14:54: und auf der anderen Seite helfen wir denen die wirklich krank sind.
00:14:58: Die nach sechs Wochen runterfallen von hundert Prozent Lohnverzahlung auf drei Sechzig Prozent.
00:15:04: Wir könnten dort echte Solidarität üben.
00:15:06: Das ist so ein Beispiel über das diskutiert werden muss.
00:15:10: Wenn wir da in andere Länder schauen dann gibt es in anderen Ländern Karenztage oder Es gibt höhere Eigenbeteiligung, es gibt in Dänemark bei der Rente eine Dynamisierung nach der Lebenserwartung.
00:15:22: Es gibt in Österreich keine Beitragsbemessungsgrenze bei der Rentenzahlung.
00:15:28: Wenn wir sagen würden, damit wir wettbewerbsfähiger sind, wir nehmen die Einkommenssteuer ein Stück runter und dafür zahlen alle Rentenversicherung ein, weil dieser Verschiebebahnhof über den Bundeshaushalt... Die Spitschenverdiener
00:15:41: eben deutlich mehr als die.
00:15:41: Dann
00:15:42: ist das so!
00:15:43: Aber wir brauchen einen Gesamtkonzept und ich weiß ja dass immer alle sich nur das Beispiel raussuchen was sie gerade brauchen, die einen die sagen wir wollen den Sozialstaat schleifen nein das will nicht als Handwerksmeister, die anderen die sagen Wir müssen es nur jemandem wegnehmen.
00:15:56: Das ist auch keine Lösung.
00:15:57: Ja aber wenn's konkret wird, wirds kompliziert.
00:15:59: man muss am Ende auch über einzelne Maßnahmen reden Auch wenn alle das Gesamtkonzept... Ich finde
00:16:02: es nicht zu kompliziert.
00:16:04: Argumentiere mit Kairos dem Augenblick.
00:16:07: Wir brauchen jetzt eine Politik, die ein Mann datet.
00:16:11: Es gibt eine Mehrheit von CDU und SPD im Bundestag Und es gibt eine Bundesregierung, die die Probleme kennt, die sie benennt.
00:16:19: Und Adenauer hat zu einer Zeit als es undenkbar war ne Westbindung gemacht.
00:16:25: Helmut Kohl hat erkannt dass es historisch eine Möglichkeit gibt der Wiedervereinigung.
00:16:30: Willi Brandt hat Ne Ostpolitik gemacht.
00:16:31: dafür hatte auch nicht nur Jubelfeiern bekommen.
00:16:35: Gerhard Schröder hat eine Agenda-Zwanzigzehn aufgesetzt und dieser Moment ist jetzt da!
00:16:40: Was wollen Lars Klingbeil und der Bundeskanzler, der einst im Geschichtsbuch stehen haben über ihre Regierungszeit?
00:16:48: Das ist meine Frage – und da muss was
00:16:49: passieren."
00:16:50: Sagt Jörg Dietrich, der gerade wiedergewählte Handwerkspräsident, der auch noch aus dem Osten kommt wenn man zu sagen darf.
00:16:55: Vielen Dank für dieses
00:16:56: Gespräch!
00:17:06: Wie werden unsere Daten sicher und geschützt?
00:17:09: Das fragen sich nicht nur wir Bürger mit unseren Computern, das fragen sich inzwischen auch die kritischen Infrastrukturbetreiber zum Beispiel.
00:17:14: Auch die Bundesbank, die über fünf Tausend Mal pro Minute angegriffen wird.
00:17:18: Die Cyber-Angriffe sind die neue Form der Angriffe auf unser Territorium, auf unsere Infrastruktur wie... Kommen wir eigentlich damit klar?
00:17:27: Das fragen wir eine Frau, die sich wirklich auskennt wie kaum eine andere.
00:17:31: Nämlich Claudia Plattner, die Präsidentin des Bundesamts für Sicherheit in der Informationstechnik Lisa Martina Klein.
00:17:36: Unsere Kollegin vom Security Table hat mit ihr gesprochen.
00:17:40: Neben der Cyberdominanz und der Detail-Souveränität beschäftigt sich das BSI ja hauptsächlich auch mit Schutz vor Cyberattacken.
00:17:47: Wie verbundbar ist denn die deutsche Industrie aktuell?
00:17:50: Also wir haben gerade im letzten November auch wieder ein Lagebericht rausgegeben, in dem wir auch klar aufgrund des Zahlenmaterials das uns vorlag auch konstatieren mussten.
00:17:58: Dass dieses Thema Angriffsflächen tatsächlich unser großer Schwachpunkt ist wo wir noch einiges tun müssen um dann nach vorne zu kommen.
00:18:06: Wir sind im digitalen Raum nachgefohnt so verwundbar So und jetzt ist der Punkt zum einen Verwundbarkeit Zum anderen ist natürlich auch Attraktivität sag ich mal.
00:18:16: Wir sind halt auch ein lohnendes Ziel.
00:18:18: Also wir sind nach wie vor wirtschaftlich auch erfolgreich.
00:18:21: Das heißt, Angreife haben es doch durchaus auf unsere Vermögenswerte abgesehen mit Erpressung, mit Ransomware und allem was da dazugehört.
00:18:29: Und gleichzeitig haben man natürlich auch einiges an Know-how also technisches IP, technisches Know-How das da gesucht wird in Spionagethematiken, Aktivitäten.
00:18:38: Ja und inzwischen sind wir jetzt gleichzeitig auch noch energiopolitisch sehr, sehr spannenden Welt unterwegs.
00:18:44: Ich formuliere es mal so das heißt wir haben hier jetzt also durchaus wenn wir über Spanage reden auch noch politische Aktivitäten die vor sich gehen und auch die haben im Cyberbereich natürlich eine ganz große Fläche um die wir uns kümmern müssen.
00:18:57: Wir haben ja immer der Industrie und Sie sagten sie ist ein attraktives Ziel wie attraktive ist die Lüstungsindustrie?
00:19:03: Und auch die Zulieferer-Industrie vor allem gerade
00:19:06: Es sind jede Menge Industrien durchaus spannend.
00:19:09: Also das eine ist die finanzielle Motivation, in der finanziellen Motivion ist den Angreifern ziemlich egal wen sie da jetzt gerade treffen so lange sie dort auf irgendeine Art und Weise haben die Möglichkeit den Angriff zu versilbern.
00:19:21: bei einem politisch motivierten angreifer.
00:19:24: da haben wir natürlich dann auch ein Interesse im Zweifelsfall an entsprechenden Branchen da etwas tiefer zu gehen, zum Beispiel Spionage zu betreiben.
00:19:31: und das betrifft dann Rüstungsindustrie.
00:19:33: Das betrifgt Zuliefernindustrie.
00:19:34: Es betriffe aber auch Hightech-Firmen und es betriffte übrigens auch nicht im Industriebereich Politiker, Parteien, politische Stiftung.
00:19:43: Da passiert einiges.
00:19:45: Wie verhindern Sie denn das Unternehmen jetzt nur Checklisten abarbeiten, aber vielleicht ein bisschen außer Augen verlieren?
00:19:51: Was ist eigentlich?
00:19:51: bedeutet wirklich, dass sie lehnt es einem wirklich gut aufgestellt sein im Bereich was ja beinhalten würde voraus zu denken zu antizipieren.
00:20:01: Wir versuchen den Firmen hier bestmöglich Hilfsmittel an die Hand zu geben in die Informationen zu geben.
00:20:07: wir versuchen definitiv auch nicht eben genau in diese Checklisten und Dokumentationsthematik reinzukommen.
00:20:12: Wenn wir sagen immer, wenn ihr eure Cyber-Sicherheit im Griff habt, dann fehlt die Dokumentierung, da ich sage man einfach strechen umsonst raus.
00:20:19: Wann hat man denn wirklich ein Problem?
00:20:20: Wir haben selber lange genug den Job gemacht!
00:20:22: Wann habe man wirklich einen Problem, wenn man tatsächlich nicht gut aufgestellt ist?
00:20:24: Wenn man gut aufgestellt ist, kriegt man die Dokumentation auch hin.
00:20:27: Das ist eigentlich auch gelernte Praxis und das wissen die meisten Unternehmen auch.
00:20:33: ist klar, dass die Unternehmen entsprechend das Risikomanagement für sich auch aufstellen müssen.
00:20:38: Wie sie das machen?
00:20:39: Da gibt es durchaus Freiheit und Gestaltung – das ist gar nicht die Frage!
00:20:42: Aber Sie müssen es halt so machen, dass sie sich um ihr Thema Cyber-Sicherheit auf eine Art und Weise kümmern, der sie am Ende des Tages auch sicherer macht.
00:20:49: Wir versuchen Ihnen möglichst wenig zusätzliche Dokumentationspflichten aufzuerlegen, viel Information, viel Hilfestellung zu geben Einfache Möglichkeiten, die zum Beispiel bei uns Europas Portal zu registrieren, Meldungen zu machen.
00:21:01: Wir versuchen die Bürokratie herauszunehmen so gut es geht.
00:21:03: wir wollen genau wie alle anderen dass sie sich vorwiegend und das Thema Cyber checken.
00:21:08: Und Resilienz am Ende des Tages?
00:21:10: Das ist genau der Punkt!
00:21:11: Das heißt zum einen natürlich eine Prävention sicherstellen, dass man eben halt Angriffsflächen verkleinert, gut schützt und zum andern aber eben auch dafür sorgt... Wie sagt man zwischen der Business Continuity Und zwei für zwei, wenn man dann doch getroffen wird auch möglichst schnell mit Resilienzmaßnahmen auch schnell wieder auf den Fischen steht.
00:21:30: Ich möchte nochmal ein Kommunikationsthema ansprechen.
00:21:32: es hat einen sehr catchy Begriff Den Cyber Dome.
00:21:35: Das würde ich gerne wissen wie sie zu diesem Begriff stehen und vielleicht können Sie ganz kurz erklären was ist?
00:21:40: Es ist ein Vorschlag gewesen von Alexander Dobrindt aber so ganz klar scheint es nicht zu sein was das eigentlich sein soll.
00:21:46: Das ist auch tatsächlich ein Auftrag an uns als BSI, uns darum zu kümmern.
00:21:49: Geht dann dieser Stelle darum zu sagen wie können wir eine Art Schutzschirm aufspannen der im Bereich Cyberraum entsprechend Verbraucherinnen und Verbrauchern aber auch Unternehmen so schützt das Angriffe idealerweise halt einfach daran abprallen und ins Leere laufen?
00:22:04: Und das hat ganz viel damit zu tun dass man Cyber Sicherheit automatisiert.
00:22:10: Das heißt man fängt normalerweise an ganz klassisch verzeihen sie wenn ich das kurz ausführe mit einer Sensorik zu schauen, was passiert da eigentlich gerade?
00:22:19: Angriffe zu entdecken.
00:22:20: Dann zu analysieren und zu bewerten.
00:22:22: Und dann im Zweifelsfall auch automatisch zu stoppen.
00:22:24: Das ist die Grundidee.
00:22:26: Unter uns sollen sich in solchen Schutzschirmen alle finden können.
00:22:29: Ich gebe Ihnen mal ein ganz banales Beispiel.
00:22:32: Wenn irgendjemand eine Webseite aufnimmt, die einen Bankname erinnert, aber hinten ist die Änderung etwas anders... Aber es war gar nicht die Bank!
00:22:39: Dann kann man sich schon fragen, warum machen Sie denn
00:22:40: das?!
00:22:41: Da ist jetzt erst einmal nicht so weit hergeholt, dass vielleicht dort auch ein Fishing stattfinden soll, jemand möchte Daten abgreifen und dann sind wir glaube ich als Staat gut beraten das zu monitoren und an der Stelle zu sagen okay was passiert hier?
00:22:53: Und wenn dort Fishing passiert, dann lasst uns diese Seite sofort automatisiert auch wieder vom Netz nehmen.
00:22:59: Darum geht es um diese Art von Mechanismen und das war jetzt nur ein Use Case für ganz vielen.
00:23:03: Das wollen wir machen und am Ende des Tages ist es mir relativ egal wie das heißt.
00:23:07: Namen sind Schall und Rauch.
00:23:08: Wir wollen dass es funktioniert.
00:23:09: Vielen Dank!
00:23:10: Danke fürs Gespräch.
00:23:11: Sehr gerne
00:23:20: Elinne.
00:23:20: KI soll eigentlich vereinfachen und alles effizienter, schneller und smarter machen.
00:23:25: Aber jetzt haben Forscher der Uni Tybing herausgefunden dass die KI oft noch mehr Infos hinzufügt als unnötige Infos zu streichen ist die KI doch nicht so intelligent.
00:23:36: Interessant jedenfalls hat die KI offenbar auch allen Problem, dass die Bürokratie in diesem Land hat.
00:23:41: Es kommt immer noch etwas dazu und dieses one-in-one out oder gerade One In Two Out das beherrscht offenbar die KI auch nicht!
00:23:48: Also sie hat aber auch ein bisschen.
00:23:49: dann deine Eigenschaften.
00:23:51: Manche Antworten auf ganz einfache Fragen sind schlicht zu lang und zu kompliziert.
00:23:55: Danke schön
00:23:56: so gehen wir wunderbar in diesen ersten Tag der Fastensheit.
00:23:58: Sie merken schon Die Laune im Studio nimmt deutlich ab.
00:24:02: Bis dahin Wir versuchen es mit besserer Laune morgen wieder am Freitag den zwanzigsten Februar Table Today mit Michael Brücker und Helene Bubrowski.
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