Details des neuen Heizungsgesetzes
Shownotes
Union und SPD haben sich offenbar auf einen Kompromiss zum umstrittenen Gebäudeenergiegesetz geeinigt: Die 65-Prozent-Pflicht für erneuerbare Energien bei neuen Heizungen soll fallen, stattdessen kommt eine Grüngasquote für Energieversorger. Heute Abend soll der Kompromiss bei einem Treffen der Fraktionsführungen besiegelt werden. [07:07] Bundeskanzler Friedrich Merz macht sich auf den Weg nach Peking und trifft Präsident Xi Jinping. Die wirtschaftlichen Verflechtungen zwischen Deutschland und China sind eng: Chinesische Unternehmen investieren inzwischen rund 116 Milliarden Euro hierzulande. Umgekehrt sind allein in der Provinz Chiayang rund tausend Unternehmen mit deutscher Beteiligung aktiv. [01:48] Die Vorsitzende der Grünen Wirtschaftsvereinigung, Marie-Luise Wolff, sieht in der Elektrifizierung der deutschen Industrie die Zukunft. Sie setzt sich für einen Brückenstrompreis ein – und mahnt eine echte Industriestrategie von der Politik an. [10:19] Heute vor vier Jahren rollten russische Panzer in die Ukraine – und viele Experten glaubten damals, das Land werde in Wochen fallen. Deutschland ist inzwischen der größte Unterstützer der Ukraine – mit rund 39 Milliarden Euro ziviler Hilfe und 55 Milliarden Euro militärischer Unterstützung seit Kriegsbeginn. [13:52] Security.Table-Chef Markus Bickel hat mit IKRK-Präsidentin Mirjana Spoljaric Egger gesprochen – einer der eindringlichsten Stimmen für humanitäres Völkerrecht. Weltweit gibt es aktuell 130 bewaffnete Konflikte, so viele wie nie seit dem Zweiten Weltkrieg. „Mich belastet nicht so sehr die Anzahl der Kriege, sondern die Intensität, mit welcher Kriege heute geführt werden", sagt Spoljaric Egger. [17:14] Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen Impressum: https://table.media/impressum Datenschutz: https://table.media/datenschutzerklaerung
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00:00:02: Das meist diskutierte, vielleicht ein gehasste Gesetz der Ampel war das Heizungsgesetz.
00:00:14: Das eigentlich ja ganz anders hieß nämlich Gebäude-Energie-Gesetz.
00:00:18: aber jetzt Union und SPD haben sich geeinigt sie wollen es mehrheitlich dann doch abschaffen.
00:00:23: die sixty fünf Prozent Quote für die erneuerbaren bei einer neuen Heizung soll wohl gekippt werden.
00:00:29: exklusive Details jetzt gleich bei uns.
00:00:33: Friedrich Merz landet heute nach deutscher Zeit in Peking und trifft dort unter anderem Präsidenten Xi Jinping.
00:00:40: Er tritt erstmals auch als Bittsteller auf, so wird man es wohl sagen müssen – denn China ist die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt und bei important Deutschlands wichtigster Handelspartner!
00:00:52: Vor genau vier Jahren begann die russische Invasion in der Ukraine.
00:00:56: der Morgen, der Tag, der die Welt erschüttert hat und Europa nach, nünzentfünfviertig wieder ein Großflächgenkrieg führte.
00:01:04: Die Sicherheitsordnung hat sich verändert.
00:01:06: Was ist da passiert?
00:01:07: Wir sprechen heute mal mit der Chefin des internationalen Roten Kreuzes über das erste und meist größte Opfer eines jeden Krieges, nämlich die Zivilisten.
00:01:16: Sie heißt Mirjanas Boljaric Egger und spricht gleich bei uns mit Markus Bickel dem Kollegen aus dem Security Table.
00:01:22: Und zum Schluss die ersehnte gute Nachricht des Tages Es ist nicht das Smartphone oder der Bildschirm-Computer, der für die zunehmende Kurzsichtigkeit von jungen Leuten verantwortlich ist.
00:01:34: Die Lösung klickt noch näher als man denken könnte an diesem Dienstag den vierundzwanzigsten Februar.
00:01:39: schön, dass Sie dabei
00:01:40: sind.".
00:01:46: Helene reist nach China am Dienstagabend mit dem Bundeskanzler und in China wird das Jahr des Feuerfährtes gefeiert – ein Symbol für Tempo, Dynamik und Aufbruch.
00:01:56: wenn das nicht zu deiner Kanzlereise passt, Helene!
00:01:59: Ich habe gehört, dass Frauen die in diesem Jahr sechzig werden.
00:02:02: Die sind also im Jahr des Feuerpferdes geboren und sie sollen also besonders wild sein so hat es mir ein chinesischer Freund erzählt und eben auch natürlich die Frauen und auch Männer darf man ja nicht vergessen, die in dem Jahr geboren werden.
00:02:16: Also alle Sechzig Jahre das Jahresfeuerpferd ist.
00:02:18: gerade haben die Chinesen das Neujahrs fest gefeiert diplomatisch als besondere Ehre, dass Friedrich Merz unmittelbar zum chinesischen Neujahr oder unmittelbaren nach dem Beginn des chinesen neuen Jahres empfangen wird.
00:02:33: Angela Köckerts, unsere Kollegin aus dem China-Table hat geschrieben gestern Abend im Berlin-Tabel es ist die heikelste und wohl wichtigste Reise des Bundeskanzlers seit seiner Reise zu Donald Trump vor einem Jahr.
00:02:44: Gut, dass du ihn dabei beobachtest!
00:02:45: Warum ist das so heikel, Helene?
00:02:48: Naja, er ist natürlich in einem Zwiespalt.
00:02:50: Einerseits hat die deutsche Wirtschaft Interessen dreißig CEO-Sitzen mit an Bord.
00:02:54: Die wollen ganz konkrete Dinge und einerseits wollen sie was machen am Wechselkurs der eben die Importe nach China schwer macht.
00:03:04: andererseits geht es wieder um das Thema Marktzugang und Rohstoffe und all diese Dinge wo Friedrich Merz verhandeln muss wo er hoffen muss, dass die Chinesen ihm entgegenkommen.
00:03:14: Und zugleich ist es natürlich geopolitisch wichtig mit den Chinesens ins Gespräch zu
00:03:20: kommen.".
00:03:20: Denn das hat ja Friedrich Merz mehrfach gesagt, drei Männer können den Ukraine-Krieg beenden.
00:03:25: Es ist vielleicht die mir Putin, es ist Donald Trump und auch Xi Jinping.
00:03:28: also das Thema wird auch auf der Tagesordnung stehen.
00:03:31: Und dann erinnern wir uns aber daran dass Friedrich Merts ja vor kurzem noch nämlich am Aschermittwoch sehr harsche Worte verloren hat über die Chinesen und ihre Manöval vor Taiwan und gewarnt hat vor der Aggressivität.
00:03:43: Also in diesem Zwiespalt Der unterschiedlichen Interessen muss er sich bewegen.
00:03:49: Wirtschaft First wird sicherlich die Botschaft sein und da müssen wir noch mal ein paar Zahlen nachreichen.
00:03:53: Die politische Dimension haben wir hier ja schonmal besprochen, aber interessant ist schon wie eng inzwischen auch die deutsch- chinesischen Wirtschaftsbeziehungen sind.
00:04:01: In Deutschland ist China der große Investor inzwischen mit sieben Prozent übrigens aller ausländischen Direktinvestitionen.
00:04:08: in Deutschland ist Chine der zweitgrößte Mit hundertsechzehn Milliarden Euro.
00:04:13: inzwischen die chinesische Unternehmen oder die chimesische Staat Hier bei uns in Deutschland investiert.
00:04:20: und in eine Provinz fährt Friedrich Merz jetzt, in der alleine tausend Unternehmen mit deutscher Beteiligung arbeiten, werkeln und wirken.
00:04:29: Nämlich Provinzt Che Yang.
00:04:30: Da sind so wirklich alle.
00:04:31: BASF, Tüssengruppe Bosch, Bayer ZF Siemens Energy also enger als zwischen Deutschland und China gibt es eben auch kaum eine Handelsbeziehung unserer Nationen.
00:04:42: Und gleichzeitig erinnern wir uns daran, wie Friedrich Merz als auch noch Oppositionsführer war Olaf Scholz scharf kritisiert hat und ihm vorgeworfen hat.
00:04:51: Dass damals es um das Hamburger Terminal ging und die chinesischen Investitionen und Scholz nach China reiste – dass der denkbar schlechteste Zeitpunkt sei, dass China diese Reise propagandistisch ausschlachten werde und dass doch die Zeitenwende endlich mit Blick auf China vollzogen werden müsse.
00:05:07: Nun ist aus Regierungskreisen ganz anderes zu hören.
00:05:11: Man setzt auf Dialog, man wolle mit Peking unbedingt im Gespräch bleiben.
00:05:17: natürlich sei Peking ein Partner einerseits wirtschaftlich andererseits geopolitisch Und man wolle, so heißt es nun weniger schulmeisterlich auftreten in Klammern wohl auch als der Außenminister Wadepfohl.
00:05:29: Möglicherweise sind sogar Regierungskonsultationen irgendwann geplant.
00:05:34: die Zeichen stehen ja ich würde nicht sagen auf Entspannung aber doch auf eine andere Tonalität unbedingt auf einem freundlichen Auftreten was Friedrich Merz dort Peking jetzt hinlegen will.
00:05:46: Interessant ist ja, wenn man mit Wirtschaftsleuten spricht.
00:05:48: es gibt so eine klammheimliche Sehnsucht nach chinesischen Möglichkeiten Wenn man allein die Dynamik der Genehmigung und der Planung des Baus immer wieder mal hört was da möglich ist in einem Autoritären Ein Partei-Regime, dann geht da auch mal eine Brücke zum Beispiel die San Juan Brücke in Peking.
00:06:08: Zehn Spurig übrigens also fünf hin fünf zurück dauerte nur drei und vierzig Stunden einschließlich Abriss, Tieren und Neubau.
00:06:17: Also Unvorstellbar wenn man sich überlegt dass hier eine Brücken mindestens fünf sechs sieben Jahre dauern.
00:06:23: Das sind so Dinge die man mit Wirtschaftsleuten immer wieder einmal hört.
00:06:27: wenn wäre gerne ein bisschen China.
00:06:29: Und das größte Problem aus Sicht der deutschen Wirtschaft ist eben diese sogenannte Investitionsklufft.
00:06:35: Das China und das bedeutet, der chinesische Staat nach Schätzung rund vier Prozent seines BIP in Industriesubventionen gibt die EU dagegen nur eins Komma fünf Prozent und dass es methodisch noch eine umstrittene Zahl.
00:06:50: also wir sehen einfach die Chinesen stärken ihre eigene Wirtschaft und verzerren so natürlich den Wettbewerb.
00:06:56: Auch das führt dazu, dass wir dieses Handelsdefizit von sage und schreibe neunzig Milliarden Euro verzeichnen was natürlich der deutschen Wirtschaft schwer zu schaffen macht.
00:07:13: Das umstrittenste Gesetz der jüngeren Zeit – das Heizungsgesetz steht vor dem Aus, das sagt zumindest die Union.
00:07:20: Es wird abgeschafft.
00:07:22: so heißt es ja auch im Koalitionsvertrag.
00:07:24: Im Grundsatz wird aber eigentlich alles so bleiben wie's ist, sagt Carsten Schneider der SPD.
00:07:28: Umweltminister Naja jetzt gibt´s ein Kompromiss, der manch einem recht gibt und dem anderen etwas weniger.
00:07:38: Ja interessant ist ja, dass es diesen Kompromiss nun nicht aus dem Bundeswirtschaftsministerium gibt oder vielleicht auch aus dem Klimaministerium sondern das es von den Fraktionsspitzen offenbar erarbeitet wird.
00:07:49: Das ist doch ziemlich erstaunlich denn natürlich hat das Ministerium von Katharina Reiche auch daran gearbeitet.
00:07:55: allerdings so höre ich wirklich in einer sehr kleinen Gruppe man wollte nicht, dass das im Haus breit diskutiert wird Ein Thema, das ja doch ziemlich vermient ist.
00:08:04: Denn einerseits gab es diesen Ärger ums Heizungsgesetz und andererseits gab's dann nach der Ansage, dass Heizungssetz wird abgeschafft auch wie der Ärger.
00:08:11: Denn die Wahrheit ist, dass sich die Wärmebranche eigentlich mit diesem Habeg-Gesetz dann doch ganz gut arrangiert hat und die Unsicherheit vor allem nicht wollte, dass also alle paar Monate eine neue Devise ausgegeben wird, wie sich die Wermesurtschaft entwickeln
00:08:24: soll.".
00:08:25: Ja, die Union hatte vor allem eigentlich Umer Klein Erner ihr Häuschen im Blick.
00:08:31: Wenn da die Gasheizung von heute auf morgen ihren Geist aufgibt, dann hätte sie theoretisch bei dem Neubau eine Wärmeprumpen hinaus und nur dieser Teil, das war der den die Union unbedingt abschaffen wollte.
00:08:53: Dieser berühmte Satz, den auch Jens Spahn jetzt wieder gesagt hat wir regieren nicht in den Heizungskeller hinein.
00:08:59: de facto läuft es natürlich dann trotzdem darauf hinaus.
00:09:01: wer eine neue Heizung installiert kommt an der Wärmepumpe eigentlich kaum vorbei aber gut jedenfalls kippt diese fünfsechzig Prozentregeln jetzt so hören wir alternativ kommt rein eine Grüngasquote.
00:09:13: das heißt also statt Vorgaben für Heizungen Besitzer sollen die Energieversorger Schrittweise verpflichtet werden mehr Biometharen oder Wasserstoff ins Netz einzuspeisen, also ihr Gas grüner zu machen als das der Eigentümer seine Gasheizung abschaffen muss.
00:09:29: Worum es vor allem geht, ist eine gesichtswahrende Lösung.
00:09:33: In SPD-Kreisen heißt das jetzt man werde gar nicht so viel an dem Gesetz ändern aber es müssten irgendwie alle Seiten aus dieser Nummer rauskommen.
00:09:40: die SPD auch wenn sie das am Ende alles auf Habeck geschoben hat ja schon in der damaligen Form von Bauministerin Geivitz an dem Gesetzentwurf mitgewirkt und das natürlich auch im Bundestag verabschiedet.
00:09:51: Jetzt schreibt ihr den Koalitionsvertrag mit der Union rein wird abgeschafft.
00:09:55: also aus diesem ganzen Schlamassel aus dem kommunikativen Schlamasse.
00:09:59: So würde ich es nennen, muss es nun einen Ausweg geben.
00:10:02: endlich nach fast einem Jahr jetzt Regierungszeit und ja nun geht es vor allem darum dass keiner das Gesicht verliert.
00:10:10: heute Abend jedenfalls als Spitzen treffen der Minister mit den Fraktionsführungen wahrscheinlich dann auch die Verkündigung dieses Kompromisses.
00:10:17: wir halten sie natürlich hier auf dem Laufenden.
00:10:19: für
00:10:19: die Reduktion Der Emission und damit auf dem Weg zu einem klimaneutralen Deutschland spielt der Wärmebereich eine entscheidende Rolle.
00:10:27: Deswegen war ja das Gesetz aus Sicht der damaligen Regierung auch so wichtig, wie eine tragfähige Transformation aussehen konnte.
00:10:36: Darüber hat gestern eine illustre Runde sich zusammengefunden und ziemlich engagiert diskutiert.
00:10:43: Organisiert wurde das Ganze von der Grünen Wirtschaftsvereinigung Unabhängige Vereinigungen, die aber den Grünen nahesteht.
00:10:51: Eine Vereinigung, die sich auf die Fahne geschrieben hat Wirtschaft und Ökologie zusammenzubringen, zusammenzudenken.
00:10:59: Es sind keine Utopisten, die an das Grüne Wirtschaftswunder glauben, sondern sie ziemlich handfest nach Lösungen suchen.
00:11:05: Und gestern Abend wurde diskutiert unter anderem mit Professor Moritz Schulerich dem Präsident des Kieler Instituts für Weltwirtschaft und Markus Krepper war dabei der CEO von RWE, außerdem Franziska Brandner.
00:11:19: Die Grünen Vorsitzende!
00:11:21: Und es ging um die Frage wie man erneuerbare Energien vernünftig fördern kann natürlich auch um die frage ob man sich ehrlich machen muss und sagen muss von manchen Industrien müssen wir uns dann vielleicht verabschieden?
00:11:31: Vielleicht wird das einfach keinen Stahl made in Germany geben, weil es schlicht zu teuer ist.
00:11:37: Ich habe gesprochen am Rande der Veranstaltung mit der Vorsitzenden der Wirtschaftsvereinigung Marie-Louise Wolff – sie war ehemals Vorstandsvorsitzende des Energieunternehmens Entega.
00:11:51: Guten Tag, Marie-Louise Wolfs!
00:11:52: Guten Tag Helene Bebrowski!
00:11:55: Ist die Zukunft die reine Elektrizität?
00:11:57: Hundertprozentig ist sie das... Nicht nur erneuerbarer, aber im Wesentlichen Teil sind es Erneuerbare.
00:12:04: Warum?
00:12:05: Weil Strom und Antrieb durch Strom den höchsten Wirkungsgrad am Energieverbrauch hat.
00:12:14: Ja wir schaffen damit am meisten.
00:12:15: Wir schaffen damit viel mehr als über Feuerchen machen vorher Gas irgendwo rein tun oder Benzin und dann ein Auto antreiben.
00:12:22: das ist einfach der effizienteste Weg für Antriebe.
00:12:26: Ist es denn so dass jegliche Produktion auch auf Elektrizitätsbasis funktioniert oder auch auf Basis erneuerbarer Energien?
00:12:35: Oder müssen wir uns ehrlich machen und sagen, manches können wir künftig dann nicht mehr in Deutschland produzieren weil es schlicht zu teuer ist.
00:12:41: Beispiel etwa
00:12:42: Stahl?
00:12:43: Das ist eigentlich eine Preisfrage.
00:12:45: Ich bin dafür die Industrien, die sich transformieren Die den Weg gehen Auch zu unterstützen.
00:12:51: Es gab mal so ein Wort wie Brückenstrompreis Also ein Industriestrompreis bis sie auf der Brücke bei dem Strom angekommen sind.
00:13:00: und dazu brauchen wir aber erst mal ein Konzept, die wir das machen.
00:13:03: Welche Unternehmen sind es?
00:13:05: Und welche nicht?
00:13:06: Also die klassische Industriepolitik,
00:13:08: d.h.,
00:13:09: welche Industrien wollen wir hier behalten?
00:13:12: Wenn wir sie behalten wie können wir sie fördern?
00:13:15: Haben wir einen Industriekonzept in Deutschland?
00:13:18: Meines Wissens noch nicht!
00:13:19: Ich hoffe dass da jemand daran arbeitet in der Bundesregierung, dass es Teams gibt, die an diesen Themen arbeiten denn im Vergleich zu früher noch eine ganz andere Herausforderung, nämlich Resilienz zu erlangen in dieser geopolitischen Situation.
00:13:34: Auch industrielle Resilience.
00:13:36: Das heißt es ist unbedingt Zeit sich industriepolitisch Gedanken zu machen.
00:13:41: Das war früher immer ein Schimpfwort.
00:13:43: da hat man gesagt das ist doch Planwirtschaft, Planifikation und dass machen die Franzosen was machen
00:13:47: wir doch nicht?
00:13:48: Wir brauchen das jetzt ja aus den genannten Gründen.
00:13:54: This is an ABC
00:13:56: News Special
00:13:56: Report.
00:13:57: We're coming on the air at this hour with breaking news after the US warned all day of a full scale Russian invasion of Ukraine that it was imminent, Vladimir Putin has just addressed to Russian people moments ago announcing what Putin called the start of military special operation.
00:14:12: in his words...
00:14:13: Overnight!
00:14:14: The lives millions of
00:14:16: people in Ukraine
00:14:17: changed
00:14:18: forever.
00:14:23: Moments later,
00:14:24: thunderous explosions
00:14:30: echoed throughout the capital.
00:14:32: Heute vor genau vier Jahren, kurz vor vier Uhr morgens Mitteleuropäischer Zeit hörten die Menschen in der Ukraine die ersten Explosionen.
00:14:39: Vladimir Putin hatte seine Truppen losgeschickt und wenige Minuten zuvor im Fernsehen einen Sondermilitäreinsatz verkündet.
00:14:46: Geplant war ein sehr schneller Krieg.
00:14:48: er wollte die Ukraine in wenigen Wochen einnehmen doch jetzt sind es inzwischen Vier Jahre Krieg mitten in Europa.
00:14:56: Ja, wie wir damals darüber sprachen war schon sehr zynisch.
00:15:00: Ich habe gehört bei einem Briefing in Berlin naja selbst wenn die Ukraine alles aufbietet dann wird sie doch nicht mehr als ein Igel sein der die Stacheln aufstellt und Russland ist ein Panzer der drüber fährt und diesen Igel einfach platt macht so dachte man damals hat die Ukraine aber unterschätzt den Kampfeswillen der Ukraine unterschätz und auch die militärischen Möglichkeiten auch den Erfindergeist dieses Volkes und den Freiheitsdrang.
00:15:27: Aber natürlich hat die Ukraine einen sehr, sehr hohen Preis gezahlt
00:15:31: dafür.".
00:15:42: höflichen Lächeln, wie es Melnik damals berichtete.
00:15:45: Der Ukraine blieben ja nur wenige Stunden eine Unterstützung sei wenig sinnvoll.
00:15:50: da hat sich nicht nur der Finanzminister getäuscht sondern viele andere auch.
00:15:53: vier Jahre halten die Ukraine jetzt durch und immerhin muss man sagen Russern hat zwar knapp zwanzig Prozent der Ukrainer inzwischen besetzt aber dieser Boden ist mit viel Blut erkauft.
00:16:04: allein im vergangenen Jahr sind für jeden eroberten Quadrat Kilometer im Schnitt siebzehn russische Soldaten gestorben.
00:16:11: Putin ist von seinem Minimalziel dem kompletten Donbass einzunehmen, immer noch weit entfernt.
00:16:33: die aufgenommen wurden, zum Teil auch gut aufgenommen wurde.
00:16:45: Aber natürlich auch heim.
00:16:47: wir haben zurück wollen.
00:16:48: also ein unermessliches Leid ist über dieses Land gekommen
00:16:52: Und Deutschland ist inzwischen gerade nach dem Rückzug der Amerikaner, vor allem bei den zivilen Hilfen aber auch bei der militärischen Hilfe die Nummer eins bei den Unterstützern.
00:17:00: Seit dem vierzehsten Februar-Zweitersohn-Zweiundzwanzig hat Deutschland für die Zivile Unterstützung alle all das was nicht Militärische Güter waren rund vierzig Milliarden Euro zur Verfügung gestellt und militärische Hilfe in Höhe von immerhin fünfundfünfzig Milliarden euro.
00:17:14: Ja und die Hilfsorganisationen haben dieser Tage nicht nur wegen der Ukraine so unfassbar viel zu tun, sondern es gibt daneben auch die Kriege, die wir nicht vergessen dürfen in Gaza im Sudan am Horn von Afrika.
00:17:27: Es sind mehr bewaffnete Konflikte als irgendeinem anderen Zeitpunkt seit dem Zweiten
00:17:32: Weltkrieg.".
00:17:33: Damit hat Mirjana Spolgaric Egger zu tun.
00:17:37: sie ist die Chefin des internationalen Roten Kreuzes und sie ist sehr besorgt.
00:17:40: Nicht allein wegen der Zahl der Krieges ist auch die Intensität mit der diese Kriege geführt werden.
00:17:46: das werden wir gleich hören.
00:17:48: Markus Bickel von der Security Table, hat mit Miljana Spolgaric-Egger gesprochen.
00:17:53: Frau Spoljaric Egger, die Welt sieht gerade hundertdreißig bewaffnete Konflikte so viele wie nie seit Ende des Zweiten Weltkrieges.
00:18:03: Wie kann es geschafft werden, die Zahl der Konflikte wieder zu reduzieren?
00:18:08: Die Entscheidung ob ein Krieg
00:18:10: gewonnen
00:18:10: ist oder nicht, ist immer eine politische Entscheidung.
00:18:15: Wir müssen zum Primarkt des politischen Zurückkehren, ohne eine politische Zusammenarbeit der Staaten auch von der mächtigen Staaten wird es nicht gehen.
00:18:24: Wir brauchen jetzt Staatsführer die den Mut haben über Kompromisse zu sprechen, die den mut haben zu sagen Es gibt keinen absoluten Sieg!
00:18:35: Es gibt nur den totalen Krieg.
00:18:37: Der Kriegsfall muss immer das letzte Mittel bleiben wenn sie ihre Bevölkerung adäquat schützen möchten Und sie müssen auch in Bereitschaft investieren und Bereitsschaft, humanitäre Hilfe zu leisten.
00:18:51: Sie viele Infrastruktur zu bewahren damit ihre Bevölkerung weiterhin Zugang zu Essen, zu Wasser zur Grundversorgung hat.
00:19:01: Das ist nicht gegeben!
00:19:02: Man kann nicht nur mit Waffen einen Krieg gewinnen.
00:19:06: Dazu kommen die neuen Technologien, um vieles den negativen Konsequenzen der Kriegsführung Verstärkten.
00:19:15: Mich belastet nicht so sehr die Anzahl der Kriege, sondern die Intensität mit welcher Kriege heute geführt werden – das Ausmaß dieser Kriege.
00:19:25: Das nimmt zu!
00:19:27: Weil sich die neuen Technologien immer stärker verbreiten und jetzt auch die künstliche Intelligenz dazukommt, die dazu führen wird und zwar mittelfristig bereit, dass wir nicht mehr kontrollieren werden als Menschen wo die Waffen eingesetzt werden und gegen wen?
00:19:43: Können Sie noch genauer beschreiben, wie diese neue Art und Weise der Kriegsführung sich verändert hat?
00:19:49: In welchen Konflikten sieht man das schon?
00:19:52: In jedem Konflikt.
00:19:54: Wir haben in den letzten Jahren erlebt, wie der Konflekt zwischen der Ukraine und Russland eskaldiert ist zu einem Drohnenkonflikt.
00:20:04: Es kämpfen Drohne gegen Menschen Und die Anzahl der Getöteten unter Vermissten steigt exponentiell.
00:20:12: Aber Stronen natürlich auch bewirken ist, dass niemand mehr sicher ist und nirgends mehr sicher isst.
00:20:42: Aufruf an die Staatsführer, sich zusammenzusetzen.
00:20:45: An den Tisch zu setzen und ernsthaft zu fahren und damit diese Krieger aufhören.
00:20:51: Wir brauchen Waffenholen!
00:20:53: Und es ist mir ehrlich gesagt lieber... wir sehen eine Deeskalation der größten Konflikte heute in Europa im Horn von Afrika im Nahen Osten als dass wir mehr Geld bekommen weil wir können die Hilfe ohnehin nicht mehr ausliefern.
00:21:09: Globale Referenzorganisation für das humanitäre Volkerrecht hat mit sechs Staaten – Frankreich, Brasilien, Südafrika, China, Jordanien und Kasselstan – einen internationalen Aufruf lansiert, mit der Absicht, Ende des Jahrzehnts und zwanzig eine internationale Konferenz durchzuführen um die Relevanz des humanitären Volkerrechts um der Kämpferabkommen neu zu bestätigen.
00:21:34: und auch den politischen Willen zu bekunden, sich künftig stärker an das humanitäre Völkerrecht zu halten.
00:21:42: Es ist der Schlüssel zur Deeskalation weil die ersten Schritte in Richtung Waffenruhe sind immer humanitärer Schritte, die sich im Rahmen dieser Regeln befinden müssen um wirklich Wirkung zu entfalten.
00:21:58: Mittlerweile beteiligen sich hundert Staaten an diese Initiative auch Deutschland.
00:22:03: Hundertfünfzig Starken beteiligen sich an den Konsultation zur Vorbereitung der Konferenz, die jetzt Ende Jahr vom König von Jordanien einberufen wird mit Unterstützung der sechs ursprünglichen Initiatoren.
00:22:29: Kurzsichtigkeit ist mein heutiges Thema.
00:22:31: Es ist längst eine Volkskrankheit geworden, nicht nur bei mir wie man anhand meiner Brille ja immer wieder erkennen kann und der Kontaktin sind die irgendwie überhaupt nicht mehr funktionieren.
00:22:38: bei mir aber bei den jungen Leuten ist sie auch gewachsen und gestiegen und die Schuld wurde bisher dem Bildschirm gegeben.
00:22:45: Der berühmten Bildschirmser hat den Screens Aber es ist gar nicht so wie eine Studie der State University of New York gerade festgestellt hat.
00:22:53: Interessant.
00:22:54: Ich habe ja immer die Hoffnung, dass die Kurzsichtigkeit unter der ich auch leide, sich irgendwann mit Altersweitsichtigkeit ausgleicht.
00:23:01: Bei manchen Leuten soll das so sein aber gesagt ist es nicht.
00:23:04: Man kann auch gleichzeitig kurzsichtig und weitsichtig sein.
00:23:08: Zwei Mal minus Geplus oder wie war das nochmal genau?
00:23:11: Also ich hab' ja Bauch beides in der Gleitsichtbrille, die sündhaft teuer war.
00:23:15: Alles nicht schön.
00:23:16: Jedenfalls die gute Nachricht ist, das Problem ist nicht das Display weil davon würde man die Kinder ja nie wieder wegkriegen sondern es sind die schlechten Lichtverhältnisse in den Wohnungen und Büros.
00:23:27: In schlecht beleuchteten Räumen auf sein Handy oder Buch schaut da verengt sich die Popille gleich doppelt.
00:23:32: Das haben diese Forscher herausgefunden und die Netzhaut bekommt einfach nicht genug Lichtstimulation.
00:23:37: also mehr Zeit draußen verbinden oder mehr Licht drinnen machen und schon Wird es mit der Kurzsichtigkeit vielleicht ein bisschen besser gehen?
00:23:46: Ist das nicht eine herrliche gute Nachricht zum Schluss dieses sonst so thematisch schwierigen Podcast.
00:23:51: Let the sunshine in!
00:23:53: So sieht's aus, bis morgen.
00:23:55: wir sind wieder für Sie da Helene dann aus China ich aus Berlin am Mittwoch bis dahin Table Today ab fünf Uhr für Sie.
00:24:01: Ciao ciao!
00:24:08: Tschüss!
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