Die Ukraine-Bilanz. Mit Olaf Scholz
Shownotes
Bundeskanzler a.D. Olaf Scholz hat beim traditionellen Zeughaus-Gespräch des Museumsvereins des Deutschen Historischen Museums in Berlin auf vier Jahre Krieg in der Ukraine zurückgeblickt – befragt von Table.Media-Herausgeber Sebastian Turner. Der Ex-Kanzler sieht seinen Grundsatz „Putin must not win the war" erfüllt: Russland habe keines seiner Kriegsziele erreicht – weder die Demilitarisierung der Ukraine noch deren schnelle Einnahme – und die ukrainischen Streitkräfte hätten sich zur größten Armee Europas neben Russland entwickelt.
Das gesamte Gespräch mit Olaf Scholz hören Sie am Samstag in einer Sonderfolge von Table Today. [04:53]
Donald Trump hat in seiner Rede zur Lage der Nation vor allem eines getan: sich selbst gelobt. Im Mittelpunkt standen die innenpolitischen Errungenschaften, die er in seinem ersten Jahr der zweiten Amtszeit für sich reklamiert – Außenpolitik streifte er nur am Rande. Eine klare Ansage machte er allerdings in Richtung Teheran: Eine nukleare Aufrüstung des Iran werde er nicht tolerieren. [01:52]
Martin Blessing ist Deutschlands oberster Investitionswerber. Friedrich Merz hat ihn im September vergangenen Jahres zum „Persönlichen Beauftragten für Investitionen“ ernannt.
Blessing arbeitet ehrenamtlich und ist zugleich Aufsichtsratsvorsitzender der Außenwirtschaftsfördergesellschaft GTAI. Im Gespräch mit Michael Bröcker berichtet er, was internationale Investoren derzeit wirklich bewegt: Sie richten den Blick stärker auf Europa und Deutschland. Es gibt aber vor allem vier Hemmnisse, die Blessing von Pensionsfonds und institutionellen Anlegern immer wieder hört. [12:56]
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Transkript anzeigen
00:00:02:
00:00:10: Wumms,
00:00:11: Doppelwumms.
00:00:11: Die Zeitenwende das berühmte Deutschland-Tempo der ständige Ruf nach dem Unterhaken in diesem Land und natürlich die große Frage rund um die Tauruslieferung an die Ukraine.
00:00:22: In der kurzen Amtszeit von Olaf Scholz gab es viele denkwürdige Momente und ziemlich kontroverse Diskussion.
00:00:28: Gestern Abend, am vierten Jahrestag der russischen Vollinversion in der Ukraine hatte unser Herausgeber Sebastian Toner Gelegenheit mit dem Ex-Kanzler beim traditionellen Zeughausgespräch über seine Amtszeit seinen Werdegang und vielleicht auch seine Fehler zu sprechen.
00:00:43: Hier gleich ein kleiner Auszug
00:00:46: Er ist der oberste Chefverkäufer Deutschlands, Martin Blessing ist der persönliche Investitionsbeauftragte von Friedrich Merz und der ex-CEO der Commerzbank soll jetzt dafür sorgen dass ausländische Investoren ihr Geld wieder in Deutschland anlegen wollen.
00:00:59: In seinem ersten Podcastinterview nimmt er uns mit in die Kulissen von Davos und in die Denkweise der internationalen Anleger – und er sagt auch welche Bedenken er immer wieder ausräumt!
00:01:11: Vor wenigen Minuten ist sie beendet worden, die Rede an die Nation von Donald Trump.
00:01:16: Die berühmte State of the Union.
00:01:18: Er hat dort wie nicht anders zu erwarten man seine bisherige Amtszeit über den grünen Klee gelobt
00:01:23: aber auch
00:01:23: deutliche Mahnungen in Richtung Iran formuliert, die wir uns hier anhören sollten.
00:01:29: Und zum Schluss noch eine gute Nachricht aus der Baubranche.
00:01:32: Hier scheint es langsam aber sicher wieder bergauf zu gehen.
00:01:35: Schön, dass Sie auch heute wieder bei uns sind an diesem Mittwoch dem fünfundzwanzigsten Februar.
00:01:39: Helene kommt in diesen Moment irgendwo in China an und wird morgen an dieser Stelle sicherlich berichten.
00:01:44: Schöne Grüße von ihr aus!
00:01:46: Los geht's!
00:01:56: Das Präsident
00:02:07: der USA.
00:02:25: Nein, Donald Trump bleibt Donald Trump.
00:02:27: eine Veränderung seines Naturels ist nicht mehr zu erwarten.
00:02:30: Es war eine längliche Rede voller Superlative was seine eigene Amtszeit betrifft.
00:02:34: der Mann is mit sich im Rhein so viel kann man sagen.
00:02:37: aber natürlich muss man auf die Nuancen schauen in Capitol Hill wo er geredet hat.
00:02:41: Seine Drohungen in Richtung Iran waren doch schon deutlich.
00:02:45: Das ist warum, in einer Verhandlung von Operationen letztes Jahr, die US-Mitgliedsmeisterung mit einem Attack auf den Iranian Soil, known as Operation Midnight Hammer, obliterated Iran's Nuclear Weapons Programme.
00:03:08: Just over the last couple of months with the protests they've killed at least it looks like thirty two thousand protestors in their own country.
00:03:19: They have already developed missiles that can threaten Europe und unsere Basis überwärts.
00:03:24: Und sie arbeiten, um zu bauen Messerl, die bald in den USA kommen werden.
00:03:30: Nach der Mittwoch-Hämmer wurden sie nicht mehr future Attempten für ihre Wettbewerbsprogramme verbunden.
00:03:38: In einer speziellen Nuclear-Wetze.
00:03:40: Aber sie stammten immer weiter.
00:03:44: Wir wippen es aus und wollen alles wieder starten.
00:03:48: In diesem Moment again pursuering their sinister ... Ambitions, we are in negotiations with them.
00:03:54: They want to make a deal but haven't heard those secret words.
00:03:57: We will never have nuclear weapons.
00:04:06: My preference is to solve this problem through diplomacy.
00:04:11: But one thing is certain I'll never allow the world's number-one sponsor of terror which they are by far To have a nuclear weapon.
00:04:18: can let that happen.
00:04:21: Kommende Woche ist ein besonderer Gast im weißen Haus, nämlich Friedrich Merz.
00:04:25: Er wird dank von seiner China-Reise berichten und sicherlich mit dem US-Präsidenten auch über sein Zeitplan für den Ukraine-Friedensprozess reden – und natürlich über die jüngsten Zolleskalation des amerikanischen Präsidenten, der von seinem Lieblingshandelsinstrument einfach
00:04:40: nicht
00:04:41: lassen will!
00:04:52: Floh, die Ukraine hält stand auf.
00:04:54: vier Jahre
00:04:54: nach dem
00:04:55: Angriff
00:04:56: des
00:04:56: großen, großen Nachbarn Russlands Ist dieses Land noch nicht geschlagen?
00:05:02: Ganz im Gegenteil.
00:05:03: Zwar hat Russland rund zwanzig Prozent des ukrainischen Staatsgebiet inzwischen unter der Kontrolle, aber von einer schnellen Invasion wie die Strategien damals dachten ist einfach nicht die Rede.
00:05:13: Ja das liegt natürlich zum einen an den unfassbar starken Willen der Ukrainerinnen und Ukraine, die am Anfang auch mit wenig Material wirklich das Allermeiste rausgeholt haben was geht und Stand halten konnten.
00:05:24: Dann natürlich muss man auch sagen, liegt es daran dass der Westen auch wenn's etwas länger gedauert hat als nötig gewesen wäre aber dennoch sehr viel Hilfe geliefert hat.
00:05:33: Denn ansonsten hätte man irgendwann der militärischen Übermacht wahrscheinlich nicht mehr standhalten können.
00:05:38: mit reinem Willen
00:05:39: Einer der ganz wenige Wochen erst im Amt war, als die Nachrichten Europa erschütterten.
00:05:44: War Bundeskanzler Olaf Scholz, der mit seiner Ampelkoalition eigentlich Deutschland modernisieren wollte und dann vor allem den Krieg vor der eigenen Haustür moderieren, reagieren musste.
00:05:55: Und das hat er mit seine Ampel durchaus ganz gut getan auch wenn er spät in die Puschen kamen, wenn man die Unterstützung vor allem die militärische Unterstützung für die Ukraine sieht.
00:06:05: Er stand immer wieder in der Kritik am Ende derjenige gewesen, der in Europa die meiste Hilfe für die Ukraine gegeben hat.
00:06:13: Gestern Abend, am vierten Jahrestag dieser volle Invasion hatte unser Gründer und Herausgeber Sebastian Tonow die Gelegenheit mit dem Altkanzler beim traditionellen Zeughausgespräch des Museumsvereins des Deutschen Historischen Museums über diese Zeit, über diese Tage als Kanzler zu reden.
00:06:30: Picke-Packe Freu war es im Museum!
00:06:32: Wir haben hier für Sie schon mal einen kleinen Auszug aus diesem Gespräch.
00:06:36: Das ganze Gespräch können Sie am Samstag in einer Sonderfolge von Table Today hören.
00:06:41: Hier ein kleiner Eindruck, was da gestern Abend los
00:06:43: war.".
00:06:51: Der
00:07:05: wollte mit mir sprechen, aber ich war informiert darüber, dass es passiert war jetzt.
00:07:09: Aber es war ja so, dass wir die ganzen Tage vorher alle schon damit gerechnet hatten, das ist jetzt geschieht.
00:07:16: Insbesondere nachdem die Entscheidung gefolgen war, die sogenannten unabhängigen Volksrepubliken anzuerkennen durch Russland konnte man sich überhaupt keine Illusion mehr machen und irgendwie annehmen, dass nicht dazu kommt.
00:07:32: Aus dem habe ich ja mitgenommen aus meinem vorherigen Besuch in Kiew und dann in Moskau, dass der russische Präsident auf meine Frage kann es mir passieren das sich hier starte nach Deutschland zurück und aus dem Fenster Flugzeugfenster sehen kann wie Kampfjets Richtung Ukraine aufbrechen?
00:07:56: nicht geantwortet hat.
00:07:57: Zeitenwende Sie haben diesen Begriff geprägt oder?
00:08:02: bekannt gemacht mit ihrer Rede.
00:08:05: Der Zeitenwender heißt, es gibt eine Zeit davor und eine Zeit
00:08:07: danach.".
00:08:08: Was wäre Ihre Beschreibung?
00:08:11: Welcher Begriff ist richtig für die Zeit davor?
00:08:14: Und was ist der Begriff, der heute die Zeit danach
00:08:18: beschreibt?".
00:08:30: Es ist die Aufkündigung der Verständigung, dass Grenzen nicht mit Gewalt verschoben werden dürfen.
00:08:40: Der Kern der Ververständigung der KSZE gewesen und der OSZE.
00:08:45: Dass wir die Grenzen so wie sie historisch zufällig entstanden sind akzeptieren und das Sie mit Gewald nicht verschoben würden
00:08:54: Wie würden Sie es umschreiben?
00:08:55: Die Zeit in der wir jetzt leben
00:08:58: Eine Zeit in deren wir den Aufstieg des globalen Südens und insbesondere Asien ziehen.
00:09:06: Und was wir gegenwärtig erleben, ist der relative Bedeutungsverlust des Nordens – Russlands, das dazu gehört, Europas und der USA, Nordamerikas.
00:09:21: Die USA da bin ich ziemlich überzeugt werden auf absehbare Zeit des mächtigsten Land der Welt sein.
00:09:29: aber sie haben, und das ist ja auch Kern der Sicherheitsstrategie des jetzigen Präsidenten wahrscheinlich aufgegeben.
00:09:36: Eine auch im eigenen Interesse digende aber doch Weltordnung zu garantieren mit ihrer Macht und ihren Möglichkeiten und folgen mehr Ihren Interessen.
00:09:48: Aber was passiert?
00:09:49: Es ist ja der Aufstieg Asiens unter übrigen Welten – und zwar in den Jappanischen Marien über die Russische.
00:10:01: Und deshalb ist es ein völliger Irrtum, wenn Putin mit seinem Russland die Idee macht, wir und die übrige Welt gegen The Global West mehr das so schön nennt.
00:10:13: Sondern Wahrheit ist es dieser Vorgang.
00:10:16: Wahrscheinlich ist heute der allergrößte Teil der Welt Produktion, wenn man industrielle Produktion nimmt im globalen Süden.
00:10:25: Wir haben ja schon viele Vereinnahm, aber der Aufstieg Korea, Japan ... Teilwarns ist ja auch Teil dieses Prozesses.
00:10:36: und heute sehen wir Vietnam, Indonesien.
00:10:38: Wir sehen die Philippinen.
00:10:43: Es ist eine hochinteressante Interpretation aber die Zeitenwände, die Sie in Ihrer Rede beschrieben haben hat ja wenig damit zu tun dass Russland in der Ukraine etwas macht weil in Asien jemand aufsteigt.
00:10:55: Ja aber es ist aus meiner Sicht etwas was darum geht wie Russland um seine Macht ringt.
00:11:01: Und da hat Putin sicher explizit geäußert, er will nicht hundertvierzig Millionen Einwohner haben sondern eigentlich betrachtet er Belarus und die Ukraine als Teil Russlands.
00:11:12: Und am liebsten hätte sich glaube ich eine komplette Eroberung der Ukraine in weniger Zeit gewünscht.
00:11:19: Wenn man jetzt sozusagen den strategischen großen Verlierer beschreiben sollte dieser ganzen Entwicklung?
00:11:26: Und sie sagen, Putins Ziel war sich dramatisch zu vergrößern um selbstbewusster gegenüber China zu sein.
00:11:32: Und gegenüber der Welt!
00:11:33: Und das Ergebnis ist eine vollkommene Abhängigkeit von China.
00:11:37: Es ist eine große ökonomische Abhängigkeit.
00:11:41: es ist aber auch natürlich die Tatsache dass Russland keines seiner Ziele erreicht hat.
00:11:50: Putin must not win the war habe ich gesagt und auch der amerikanische Präsident Und er wird ihn, wenn es nicht zu einer dramatischen Entwicklung auf dem Schlachtfeld in der Ukraine kommt die keiner gegenwärtig prognostiziert muss man dazu sagen.
00:12:06: Er wird ihn nicht mehr gewinnen.
00:12:09: Er wollte dass die Ukraine demilitarisiert wird und er meinte wirklich null.
00:12:16: das weiß ich aus den Gesprächen vor dem Krieg und auch nach dem Kriegshaus hoch wo ich mit ihm telefoniert habe Als die Ukraine und Russland noch verhandelt hatten in den Wäldern von Belarus und in Istanbul, man sich verhandelte über die Frage wie groß soll die ukrainische Armee sein?
00:12:33: Sechzig-achtzigtausendhunderttausends.
00:12:35: Es wird jetzt rauskommen.
00:12:36: das ist eine Armee von mehreren hundert.
00:12:38: tausend ist achthundert Tausend sagen die Ukrainer Und das würde die größte Armee neben der russischen in ganz europa sein Eine Armee, die aber dann nach einem Krieg existiert.
00:12:51: Den Russland nicht erfolgreich hat für sich gewinnen
00:12:55: können.".
00:13:02: Das größte Problem der deutschen Wirtschaft ist wenn sich die internationalen Investoren von uns als Standort los sagen.
00:13:10: Immer noch gilt das Saldo zwischen ausländischen Direktinvestitionen hier Und dem was an Kapital abfließt aus Deutschland ist leicht negativ.
00:13:21: Das soll ein Mann mindestens ändern und der heißt Martin Blessing, er ist der Investitionsbeauftragte des Bundeskanzlers von ihm selbst ernannt worden als eine Art Chefverkäufer Deutschlands.
00:13:32: Er soll die Investoren anlocken, er soll auch die Probleme, die Investorien vielleicht mit dem Standort haben, an die Bundesregierung kommunizieren – der Draht zu Friedrich Merz ist vorhanden!
00:13:41: Der langjährige Vorstandsvorsitzende der Commerzbank und studierte Betriebswirt gilt als Bestens vernetzt.
00:13:47: Ahnung hat der Mann aus seiner alten Branche ohnehin und den Standort Deutschland sieht er deutlich positiver als mancher von uns in den Medien, würde ich mal sagen.
00:13:56: Schön dass er zu seinem ersten Podcast-Interview bei uns Station gemacht hat bevor er in den Flieger nach China mit dem Kanzler gestiegen ist.
00:14:03: Schön das sie da sind.
00:14:03: Hallo lieber Herr Blessing!
00:14:05: Lieber Brücker Grundtag?
00:14:06: Schön dass Sie da sind Herr Blessingen.
00:14:07: Ich weiß die arbeiten ehrenamtlich aber wenn sie doch einen Vertrag gemacht hätten, der Ihnen eine finanzielle Zuwendung für Ihren Job gibt.
00:14:14: Hätten Sie Ihre Provision schon verdient jetzt nach knapp einem Jahr?
00:14:18: Naja erstens ist es ein halbes Jahr.
00:14:19: und zweitens glaube ich noch nicht!
00:14:21: Das ist aber auch nicht schlimm weil das Anwerben von Investitionen denn darum geht's ja... ...ist ein langfristiges Geschäft.
00:14:27: Die sind
00:14:27: so ne Art Chefverkäufer in der Bundesrepublik.
00:14:29: Genau ich nenne mich immer Chief Investor Relations Officer also derjenige der die Aktie Deutschland in Anführungsstrichen vermarkten soll.
00:14:37: Dann lassen Sie uns mal konkret reingehen, man hört immer wieder die Investoren hätten Lust auf Europa und auf Deutschland.
00:14:44: Stimmt das erstmal?
00:14:45: Ja vielleicht haben sie ja in der letzten Woche die FT gelesen großer Artikel dass immer mehr in europäischen Aktien investiert wird.
00:14:55: also wenn ich mit Investoren internationalen rede dann haben die alle das Gefühl dass sie etwas zu viel in Amerika investiert sind und dort etwas Geld vom Tisch nehmen Rest der Welt und dann auch in Europa und dort gerne in Deutschland investieren.
00:15:11: Die zentrale Frage ist ja, das ist de-risking?
00:15:13: Weil Trump zu erratisch, zu unbeherrscht ist oder ist es tatsächlich der Glaube an die Innovationsfähigkeit der deutschen Unternehmen?
00:15:21: Ich glaube, es ist zum guten Teil auch de- risking.
00:15:24: Also aus zwei Gründen erstens haben die teilweise zu viel US Exposure Und zweitens sehen sie auch dass der US Dollar über Zeit schwächer wird Und dann macht es natürlich Sinn auch nicht nur im US-Dollar zu sein, wenn der jedes Jahr fünf Prozent verliert.
00:15:41: Dann sind sie schon fünf Prozent hinten bevor so sagen das Esset in dass sie investiert haben irgendeine Rendite gemacht hat.
00:15:48: Insofern gibt es diesen Schiff.
00:15:50: die Investoren sagen aber auch noch, dass die Dynamik – auch die technische Entwicklungsdynamik in den USA natürlich höher eingeschätzt wird als in Europa.
00:15:59: Also Sie müssen ja so eine Art Equity-Story für Deutschland bauen!
00:16:01: Was sind denn die zentralen Punkte, die Sie einem außenischen Investor sagen?
00:16:05: Warum ist jetzt sich lohnt, in die deutsche Wirtschaft zu
00:16:09: investieren?!
00:16:10: Ich glaube der wichtige Punkt in Ihrer Frage ist ja warum?
00:16:13: jetzt und das ist ganz klar es hat sich etwas geändert in Deutschland.
00:16:18: wir haben ja unterinvestiert, sowohl in unsere Infrastruktur als auch zum Beispiel in unserer Verteidigung.
00:16:27: Und das hat sich mit der neuen Regierung geändert.
00:16:29: da gibt es ganz klar den Willen dieses umzudrehen und dass manifestiert sich in der wie nennt man das Bereichsausnahme glaube ich für die Verteiligung und zusätzlich auch natürlich in dem fünfhundert Milliarden Sondervermögen.
00:16:45: Das ist für Investoren ein ganz klares Zeichen dass die Bundesrepublik Deutschland ihren Kurs ändert und von einem System, wo wir sehr zurückhaltend waren jetzt in ein System geht.
00:16:57: Wo wir in diese beiden Bereiche Infrastruktur und Verteidigung mehr investieren.
00:17:01: Nehmen Sie uns mal mit wie so ein konkreter Arbeitsalltag bei Ihnen aussieht?
00:17:04: Sie sind Aufsichtsratsvorsitzender der quasi außenwirtschaftsförder Einheit der Bundesrepublikte GTI.
00:17:11: Da haben sie auch Büros und auch einen Staff.
00:17:13: also Wie sieht so ein normaler Tag eines Investitions beauftragendes Bundeskanzlers aus?
00:17:17: Zum Ersten, ich mache das ja nicht Vollzeit.
00:17:19: Ich mache das ungefähr zwei bis drei Tage die Woche.
00:17:23: der Tag läuft unterschiedlich besteht aber zu einem Teil aus Terminen in der GTI mit der Geschäftsleitung mit Mitarbeitern zusammen mit den mit Investoren.
00:17:35: da gibt es Investoren die schon eine Produktionsstätte in Deutschland haben und diese erweitern wollen.
00:17:42: Es gibt Gespräche mit Finanzinvestoren, die sich über verschiedenste Möglichkeiten bei Infrastrukturprojekten erkundigen.
00:17:51: Dann diskutiere ich auch teilweise mit Ministerien um Ideen für diese Infrastruktur Projekte zu generieren.
00:17:58: also eine Serie von Gesprächen teilweise physisch, teilweise per Videokonferenz Und dann musst du das ja auch irgendwie noch zusammenfassen und gucken dass irgendwas passiert.
00:18:07: Sie skizzieren, was möglich ist in Deutschland und wie geht es dann weiter bis es zu einem tatsächlichen Invest vielleicht kommt?
00:18:14: Ich glaube da muss man drei unterschiedliche Fälle unterscheiden.
00:18:18: Das eine ist jemanden möchte eine wirkliche Ansiedlung machen also weil wir jetzt hier in Berlin sind.
00:18:25: vor ein paar Jahren hatte sich ja Tesla entschieden hier in Brandenburg eine neue Fabrik zu bauen.
00:18:30: so Das sind längere Gespräche, in denen die Firmen sich überlegen.
00:18:34: Ich möchte expandieren und nach Europa gehen.
00:18:36: Dann gibt es eine Debatte wohin?
00:18:39: Nach Deutschland kann die GTI als erste Anlaufstelle helfen.
00:18:44: Die GTI ist ja die Wirtschaftsförderungsagentur des Bundes.
00:18:49: Sie würde dann zum Beispiel helfen und an einem bestimmten Zeitpunkt das Projekt an das Bundesland für das man sich mit der Firma entschieden hat übergeben.
00:19:00: Zum Beispiel gibt es jetzt einen großen Bau, eine Ansiedlung von Eli Lilly dem amerikanischen Pharma-Konzern für die Produktion ihrer Abnehmensspritzen in der Nähe von Mainz in Alsai also Rheinland-Pfalz.
00:19:13: Da hat die GTI im Anfang geholfen und hat das dann mit Rheinlands-Pfalz der Landesregierung unter natürlich auch den kommunalen Stellen rund um Alsai entwickelt.
00:19:24: Und jetzt wird diese Fabrik für zwei Komma fünf Milliarden gebaut.
00:19:27: Und zum Beispiel Microsoft, Google die milliardenschwere Rechenzentren hier bauen wollen.
00:19:31: Sind sie dann da auch involviert oder läuft das ohne ihre Beteiligung?
00:19:35: Teilweise
00:19:35: ja.
00:19:36: teilweise läuft es auch schon.
00:19:37: wenn die schon weit fortgeschritten sind Dann kann ich ja keinen Beitrag mehr leisten und mich nur drauf zu setzen macht der auch keinen Sinn.
00:19:44: also diese Projekte dauern halt länger.
00:19:47: Das zweite was es gibt sind Infrastruktur Themen.
00:19:51: Es gibt jede Menge Infrastruktur Investoren, Infrastruktur Fonds die daran interessiert sind, in Infrastruktur mitzuinvestieren.
00:19:59: Seien das Datencenter, sein das Verkehrswege – das kann aber auch Energieversorgung sein!
00:20:07: Da ist das Kernthema gar nicht das Geld zu finden.
00:20:10: Da ist es das Kern Thema, die investierbaren Projekte zu
00:20:14: generieren.".
00:20:16: Baureif sind, wie man sagen würde.
00:20:17: Ja und die Schublade für... Da muss nicht nur das Projekt baureif sein sondern sie müssen auch eine Struktur haben.
00:20:23: Die ist privaten Investoren erlaubt da rein zu investieren.
00:20:27: Was meine ich damit?
00:20:28: Sie brauchen einen Cashflow.
00:20:30: Also irgendwo muss ein fester Betrag von Geld über eine Zeit fließen.
00:20:34: wenn sie jetzt zum Beispiel einer Brücke bauen wollen Und sie machen das in einem Projekt gemeinsam mit einem externen Betreiber Dann sagt er, okay ich stelle im Zeitraum X zwei Jahre diese Brücke hin.
00:20:47: Jetzt mal als Beispiel.
00:20:49: So dafür will ich hinterher natürlich einen gewissen Return bekommen.
00:20:53: Lass uns sagen fünf Prozent die Brücke kostet hundert Millionen.
00:20:56: Ich will also jedes Jahr fünf Millionen Cashflow haben, Return.
00:20:59: und am Ende müssen wir uns überlegen wem die Brücken eigentlich wie gehört?
00:21:03: Da musst du ein Vertrag machen der dem Ersteller garantiert dass er diese fünf Millionen bekommt.
00:21:10: wenn sie jetzt sagen ich mache das jährlich aus dem Haushalt dann hat der das Risiko, dass der Haushalt nächstes Jahr nicht aufgestellt wird oder die Haushaltsmittel gestrichen und sagt er mache ich nicht.
00:21:20: Also müssen sie irgendwo einen stabilen Cashflow generieren Und das muss sich am Schluss auch noch rechnen.
00:21:26: Sie müssen ja irgendwie nachweisen können warum ist es besser?
00:21:30: Die Brücke für fünf Prozent durch ein privaten erstellen zu lassen als sich im Kapitalmarkt für zwei Komma acht Prozent das Geld zu leihen und es mit staatlichen Schulden staatlich bauen zu lassen.
00:21:42: Und auch diesen Nachweis können Sie bringen, dann muss der Investor sagen ich kann schneller bauen, ich kann's hinterher günstiger warten.
00:21:51: also ich mache einen längerfristigen Erwartungsvertrag oder man geht hin und sagt Ich baue das sogar seriell!
00:21:56: Ich mach eigentlich nur eine Brücke sondern ich mach zwanzig und wenn ich die serielle Bauer kann ich sie günstige bauen als wenn jedes einzeln vergeben wird.
00:22:04: so diese Debatte muss man dann führen.
00:22:06: Ja, und das ist natürlich ein riesiges Geschäftsfeld möglicherweise für die Privatwirtschaft.
00:22:09: Was da an Infrastrukturleistungen in den nächsten Jahrzehnten auf uns zukommt?
00:22:13: Nehmen Sie mich nochmal mit zurück zum Beispiel zu diesem Investoren-Roundtable in Davos.
00:22:17: Wenn diese ausländischen Investoren Pensionskasten mit Ihnen reden was sind denn Aus deren sich die Hemmnisse, die der deutsche Standort hat wo sie Rückfragen an sie haben Und sagen ja dann müssen wir noch dran arbeiten.
00:22:28: Was sind diese Punkte?
00:22:29: Die Themen die da hochkommen sind eigentlich immer relativ ähnlich.
00:22:33: Das erste Thema sind Genehmigungsverfahren in Deutschland, die dauern einfach zu lange.
00:22:39: Das zweite Thema sind Bürokratie und Regulierung – das ist oft so viel dass sie sagen macht hier eigentlich keinen Spaß.
00:22:49: Das dritte sind Energiekosten, die einfach sehr hoch sind und das vierte ist rund um den Arbeitsmarkt Flexibilität, Lohnnebenkosten.
00:22:58: Das ist so das andere Thema wo sich ausländische Investoren einfach oft schwer tun.
00:23:04: Wie oft briefen Sie den Bundeskanzler, der sie ja persönlich ausgesucht hat?
00:23:07: Eigentlich nach Ihren Gesprächen haben Sie einen wöchentlichen Joe Fix.
00:23:10: kriegt er mit was Sie von den Investoren gespiegelt bekommen?
00:23:15: Wir machen jetzt keinen wöchenlichen Joe Fix aber gibt schon Gespräche und gehen Sie davon aus dass es da genügend Feedback auch gibt.
00:23:24: Und er kriegt ja auch Feedback von anderen Leuten.
00:23:26: Aber zum Beispiel in Davos war er dabei.
00:23:28: also da brauche ich hinterher nicht zu berufen
00:23:30: Ja, wir müssen nur das Thema Standort Deutschland ja hinkriegen.
00:23:32: Insofern glaube ich ist die Schwerpunktsetzung in der Bundesregierung schon entscheidend dafür dass sie Erfolg haben?
00:23:38: Das stimmt.
00:23:39: aber Ich kann ja nur in dem Rahmen wie mein Auftrag ist helfen und mit denen reden.
00:23:44: Politische Rahmenbedingungen setzen muss am Schluss natürlich Die Regierung und das Parlament.
00:23:50: da kann ich nur input geben.
00:23:51: Da kann ich die Punkte die ich jetzt gesagt habe Natürlich aufzählen.
00:23:55: Auf der anderen Seite ist ja nicht so dass gar nichts passiert ist.
00:23:57: also zum Beispiel Genehmigungsverfahren.
00:24:00: Wenn Sie sich angucken, vor Weihnachten gab es doch die Konferenz der Ministerpräsident mit der Bundesregierung.
00:24:05: Die Zwarhundertmaßnahmen.
00:24:07: Ich glaube das ist eins der...
00:24:09: ...wenn sie auch mal umgesetzt würden jetzt?
00:24:10: Ja aber ich glaube da läuft ja was und wenn das läuft dann haben sie auch gerade.
00:24:16: bei Genehmigungsverfahren gibt es dann mehr Projekte die überbohrendes nationales Interesse ist der Begriff die dann einfach schneller umgesetzt werden können.
00:24:25: Vielen Dank dass Sie heute bei uns waren.
00:24:26: viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!
00:24:28: Vielen Dank
00:24:34: Mick, das erste Mal seit drei Jahren ist die Zahl der Baugenehmigung in Deutschland für Wohnungen und Häuser tatsächlich mal wieder gestiegen.
00:24:40: Also gibt es doch ein kleines Signal des Aufschwungss in der Bauindustrie?
00:24:45: Könnte man so interpretieren.
00:24:46: ja!
00:24:47: Man muss natürlich dazu sagen dass zwanzig vierundzwanzig generell das schlechteste Baujahr in der Geschichte Deutschlands war.
00:24:53: aber immerhin im Vergleich zu diesem schlechten Jahr gibt es jetzt einen Plus von zehn Komma acht Prozent bei den Genehmigungen.
00:24:59: insgesamt wurden knapp zweihundertvierzichttausend neue Wohnungen in Auftrag gegeben.
00:25:04: Immerhin auch ein Zuwachs bei einen Familienhäusern ist vorhanden und mehr Familienhäuser, das ist doch schon mal gut.
00:25:10: wenn wir jetzt auch noch die Steuernabgabensystemate gerade für junge Familien die sich ihr Eigentum gerne leisten wollen mal angehen würden in der Politik wäre ich sehr dankbar.
00:25:19: aber immerhin der Wohnungsmarkt entspannt sich.
00:25:22: vielleicht geht ja doch noch was in diesem Deutschland denn einiges in diesem Land sollte dringend neu gebaut werden
00:25:29: Aber manches soll auch beim Alten bleiben.
00:25:30: Morgen ist Helene Bubrowsky dann wieder für uns da, vor allen Dingen live aus China wird sie berichten wie die Reise von Kanzler Merz läuft.
00:25:38: bis dahin machen Sie es gut.
00:25:39: Ciao ciao!
00:25:40: Auf
00:25:45: Wiederhören!
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