Das China-Dilemma. Mit Bill Anderson

Shownotes

Beim Antrittsbesuch in Peking hat Bundeskanzler Friedrich Merz einen versöhnlichen Ton angeschlagen: strategische Partnerschaft, kein Konfrontationskurs. Im Mittelpunkt des Besuchs stehen eindeutig die Wirtschaftsbeziehungen – Merz hat aber auch Chinas Einfluss auf Russland und den Krieg in der Ukraine angesprochen. Mit Kritik an seinen chinesischen Gastgebern hat sich Merz sehr zurückgehalten. [01:39]

Direkt aus Peking berichtet Helene Bubrowski – und hat dort Bayer-CEO Bill Anderson getroffen, der mit der Wirtschaftsdelegation angereist ist. Bayer ist seit fast 150 Jahren in China aktiv und betreibt fünf Produktions- und fünf Innovationszentren. Anderson sieht China längst nicht mehr nur als Absatzmarkt, sondern als Forschungspartner – Decoupling hält er für den falschen Weg. [11:02]

Zurück in Berlin: Michael Bröcker hat mit Esra Limbacher gesprochen, dem Sprecher des Seeheimer Kreises. Der SPD-Fraktionsvize fordert einen echten Mentalitätswechsel: „Wir haben momentan ein System in Deutschland, das ist echt stark auf Kontrolle und Berichtspflichten ausgelegt. Da müssen wir einen Wechsel hinbekommen und sagen: Ich vertraue als Staat Bürgern und Unternehmen – und misstraue nicht in erster Linie." Die bisherigen Reformvorschläge aus der Union nennt Limbacher Stückwerk. [14:29]

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00:00:02: Schwieriger Balanceakt für Friedrich Merz in China.

00:00:12: gestern traf sich der Bundeskanzler mit dem chinesischen Ministerpräsidenten Lieb Ching Yang und auch danach mit Staatspräsident Xi Jinping.

00:00:19: China ist und bleibt offensichtlich unser wichtigster Handelspartner, aber es geht natürlich auch um einen fairen Wettbewerb.

00:00:25: bei dieser Reise – und Helene Bubrowski ist dabei!

00:00:28: Wir begrüßen sie gleich direkt

00:00:30: aus.

00:00:31: Ja, hallo from Beijing.

00:00:32: Ich sitze hier in dieser zwanzig Millionen Stadt und schaue auf diese monströsen Hochhäuser Und habe gerade gesprochen mit Bill Anderson dem Vorstandsvorsitzenden von Bayer Der Teil der Wirtschaftselegation ist und erklärt warum China für ihn nach wie vor ein wichtiger Absatzmarkt ist.

00:00:49: Friedrich Merz fragt sich, wie viel Partnerschaft es mit China möglich ist.

00:00:52: In der SPD ist die Frage relevant Wie reformbereit sind wir eigentlich?

00:00:58: Diese Frage stellt sich vor allem auch der Seeheimer Kreis, die konservative Strömung in der Partei.

00:01:03: Wir haben beim traditionellen Grünkohlessen in der ständigen Vertretung dem ersten dieser Art der SPD mit dem stellvertretenden Fraktionsvorsitzenden Esra Limbacher gesprochen.

00:01:14: China ist das Land von Robotik und KI.

00:01:17: Kurzelbaum schlagende Roboter, die werde ich mir gleich anschauen.

00:01:21: Und darüber reden wir nämlich auch noch KI auf dem Vormarsch und zwar auch bei Privatpersonen und was der Verbrancheverband Bitcoin dazu zu sagen hat.

00:01:29: Das alles bei uns am Donnerstag den sechsten, zwanzigsten Februar.

00:01:32: schön, dass Sie uns zuhören.

00:01:39: Helene du bist in Peking hast die ersten Stunden mit dem Kanzler und seiner Delegation verbracht?

00:01:43: Die große Frage wie ist diese multiple Persönlichkeitsstörung, die Deutschland im Verhältnis zu China eigentlich Partner und Rivalen eigentlich tatsächlich bei einer Reise zu spüren?

00:01:55: Ja, ist interessant.

00:01:56: Der Dreiklang, den es ja gab nicht nur Partner-Rivale sondern natürlich auch Wettbewerber so ist es seit einigen Jahren die Position der Bundesregierung und auch der Europäischen Union.

00:02:06: CDU hatte eigentlich im Wahlkampf und auch zu Beginn der Regierungszeit gesagt, der Aspekt des systemischen Rewahlen stehe doch sehr im Vordergrund.

00:02:15: Friedrich Merz hat sich mehrfach sehr kritisch zu China geäußert.

00:02:19: bei der Körberstiftung vor einem Jahr hatte er gewarnt die Unternehmen sollten bloß vorsichtig sein.

00:02:23: Der Staat würde sie hier nicht raus kaufen wenn was schief geht.

00:02:26: Und deswegen hatten alle erwartet, dass hier auch ein ziemlich robust Auftreten der Kanzler nach China reist.

00:02:31: Dem ist aber nicht so!

00:02:32: Jetzt wird wieder erwarten von einigen der Aspekt der Partnerschaft sehr deutlich bevorgehoben.

00:02:38: Wir waren uns zunächst einmal einig wir wollen unsere umfassende strategische Partnerschaft

00:02:44: stärken

00:02:45: und eine wichtige Rolle hat heute die Frage gespielt wie wir unseren Wettbewerb gestalten.

00:02:51: das ist nicht nur wirtschaftlich

00:02:53: von

00:02:53: Bedeutung Das sagt auch etwas über die Qualität unserer Partnerschaft

00:02:58: aus.

00:02:58: Chinesen und Deutschen ist bewusst, unser wirtschaftlicher Austausch kriegt ganz maßgeblich zum Wohlstand beider Länder bei dass hier zwei der drei größten Volkswirtschaften der Welt miteinander Handeltreiben entfaltet eine große Kraft und zwar sowohl für uns als auch darüber

00:03:16: hinaus.

00:03:17: Interessant wie sehr wir offenkundig auf China doch angewiesen sind?

00:03:21: Wirtschaft, Wirtschaft!

00:03:22: Wirtschaft ist das Thema dieses Kanzlers nicht nur anhand der dreißigköpfigen Delegationen sondern offenbar will er ja auch mehr Importe von China in die Europäische Union hinbekommen.

00:03:32: Von einem großen Flugzeug-Deal ist die Rede.

00:03:34: Gibt es denn greifbare Erfolge des Kanzler?

00:03:37: Zunächst einmal haben hier beide Seiten ausgetauscht, wo es besser werden kann.

00:03:41: Und da ist die deutsche Seite ziemlich klar und auch die Forderung aus der Wirtschaftsdelegation.

00:03:44: Man stört sich doch sehr am Chinesischen Handelsüberschuss.

00:03:50: Ja man sagt dass die Binnennachfrage in China nicht genug angekurbelt wird und stürzt sich auch am Wechselkurs der eben für chinesische Exporte sehr gut ist aber für Importe nach China eben sehr schlecht ist.

00:04:02: Da hatte die chinesische Seite das zur Kenntnis genommen und gesagt, nehmen wir ernst.

00:04:05: Aber vielmehr ist dann auch jedenfalls greifbar nicht passiert.

00:04:09: Die deutsche Delegation aus Regierungskreisen hört man jetzt ja-ja, dass sei aber normal bei solchen Treffen gäbe es nie direkt eine Antwort klar, das machen wir, sondern das wirke danach – und man müsste jetzt auf Arbeitsebene nacharbeiten an all diesen Themen – aber ein bisschen was Greifbares gibt es doch einen Deal offenbart zwischen Airbus Der chinesischen Regierung, hundertzwanzig Flugzeuge wollen die Chinesen von Airbus kaufen.

00:04:33: Da hatte Macron schon vorgearbeitet.

00:04:35: jetzt scheint es auf den allerletzten Metern zu sein.

00:04:37: und außerdem gibt es so Memorandum of Understanding also eine Art Rahmenvereinbarung für den Bereich Schweinefleisch- und Hühnerfüße.

00:04:44: Also da geht's dann auch um die Frage wie geht man mit der Schweinepest um?

00:04:49: Welche Restriktionen gibt das da?

00:04:51: Da gibt es aus deutscher Seite ein Schritt in die richtige Richtung engere Verzahnung der Wirtschaft und man denkt sofort an Wandel durch Handel.

00:04:58: Und es wird aber gar keine Hoffnung mehr auf den Wandel gelegt, sondern ist es tatsächlich einfach Handel ohne

00:05:04: Wandel.".

00:05:13: Fährnis im Wettbewerb.

00:05:15: Die chinesischen Unternehmen fluten den europäischen Markt mit Billigprodukten, die staatlich subventioniert werden.

00:05:21: Es ist immer wieder von bürokratischem Hemmnissen die Rede wenn deutsche Unternehmen in China investieren wollen.

00:05:26: die Pflicht zu Joint Ventures mit chinesischer Unternehmen wie viel von dem hast du in der Wirtschaftsdelegation vernommen?

00:05:32: Naja also es gibt schon viele Druckpunkte ich habe einige benannt und natürlich ist das Thema Rohstoffe ein ganz entscheidendes was auch ein Problem darstellt.

00:05:43: Das Thema Bürokratie und Kontrollen usw.

00:05:47: So trotzdem ist es so, das werden wir gleich hören von Bill Anderson dem Vorsitzenden von Bayer dass China nach wie vor ein wahnsinnig attraktiver Markt ist und zwar nicht nur als Absatzmarkt und nicht nur wie früher mal als Werkbank sondern auch wirklich Forschung und Technologie sind jetzt mittlerweile hier gehören zur Weltspitze.

00:06:08: ja das sagen auch die Pharmaunternehmen sagen Generiker können die schon lange, aber jetzt sind sie auch bei der Forschung ziemlich weit oben.

00:06:15: Dort will man jetzt auch kooperieren – war es auch immer bei aller Vorsicht, die man ja in diesem Bereich wirklich an den Tag legen muss.

00:06:21: Aber so hat das auch die deutsche Delegation bestätigt, dass man dort schauen will was möglich ist.

00:06:27: Also es ist eben beides!

00:06:30: Es ist nach wie vor schwierig.

00:06:31: wir haben es mit einem System zu tun, das ganz anders ist als uns.

00:06:36: Wir haben's auch mit immanenten Sicherheitsfragen zu tun darüber müssen wir gleich noch reden Die hier keine große Rolle spielten, also das Thema Spionage und Sabotage.

00:06:44: Aber es ist nach wie vor für die deutsche Wirtschaft irre wichtig – was man daran sieht, dass eben dreißig Top-CEOs von Ulla Colenius bis Oliver Blume mitgefahren sind!

00:06:54: Aber ich finde, wenn ich mir seine Äußerung anschaue klingt schon fast wie Donald Trump.

00:06:59: Der sich ja immer über die unfähren Handelspraktiken aufregt.

00:07:04: und jetzt sagt Merz auch, der doch eigentlich ein Verfechter von Freihandel ist Ja es gebe eine Unwucht in den Handelbeziehungen zwischen Deutschland und China.

00:07:12: Das Handelsdefizit liegt bei achtzig Milliarden Euro.

00:07:15: das hat sich mehr als verfünffacht in den letzten Jahren.

00:07:17: Und da klingt Friedrich Merz fast ein bisschen wie Trump, der sich ja auch immer wieder über Handelsdefizite beklagt

00:07:23: Naja, wobei ist natürlich ein Punkt bei diesen Summen sogar neunzig Milliarden halbens Defizit soll es sein.

00:07:29: Das ist für die deutsche Wirtschaft schwierig.

00:07:31: Die Chinesen sind allerdings ziemlich selbstbewusst und sagen naja also ihr Deutschen habt so lange profitiert von den Verhältnissen hier.

00:07:39: Ihr habt so lange gute Geschäfte gemacht mit China, jetzt dreht es sich halt mal um und dieses Handelsdefizit besteht ja erst seit einigen Jahren.

00:07:46: Es ist eine neuere Erscheinung also der Überschuss auf chinesischer Seite.

00:07:50: Also die Chinesen haben sich da bisher nicht großartig bewegt.

00:07:54: aber lassen wir mal reden über das Thema Ukraine und das Thema Sicherheit was ich wirklich interessant finde dass Thema Sicherheitsspielte praktisch keine Rolle, nur ganz am Rand hat man gesagt naja.

00:08:04: Man will sehr gerne Investitionen nach Deutschland holen.

00:08:07: chinesische Investitionsstaatsfonds Herr Blessing ist auch dabei der persönliche Beauftragte für Investition werden gerade im Podcast.

00:08:15: Der soll gucken was möglich ist und dann sagt man na ja in dem Bereich der kritischen Infrastruktur und so weiter nicht und da wirkt man oft um Verständnis.

00:08:22: es finden die Chinesien natürlich nicht so toll aber Wir denken an den Hamburger Hafen und natürlich an Huawei und das fünf Genetz und all diese Dinge.

00:08:29: Da wollen sie Deutschen auch keine Abstriche machen, auch die Europäer insgesamt nicht.

00:08:33: Das finden die Chinesen nicht so gut.

00:08:34: aber insgesamt will man die Chnesen?

00:08:37: So ist es ganz klar zu hören von Friedrich Merz stärker auch nach Deutschland holen.

00:08:41: Interessant dass die chinesischen und chinesisch-deutschen Wirtschaftsbeziehungen eigentlich sogar ausgebaut werden.

00:08:45: Von Die Coupling ist auf dieser Reise wenig die Rede, denen dann noch die Frage zur Ukraine und zur Sicherheit kann denn Merz bei dem Staatspräsident irgendetwas erreichen?

00:08:55: gibt es ein Interesse Chinas an mehr Druck auf Putin?

00:08:59: Er hat selbst nach dem Gespräch mit Xi Jinping drüber berichtet, dass er das Thema angesprochen habe.

00:09:04: Dass er die Chinesen aufgefordert haben hier auf den Frieden hinzuwirken?

00:09:10: Ja,

00:09:10: China-Schlimme wird oft der Welt gehört.

00:09:13: Seine Entscheidungen fallen ins Gewicht.

00:09:15: Daher wächst aber auch eine Beantwortung.

00:09:18: Ich habe gesagt, meine Gesprächspartner heute gebeten ihren Einfluss gelten zu machen um den russischen Handelskrieg gegen die Breine

00:09:26: zu beenden.

00:09:27: darauf kann.

00:09:31: Wir wissen eben auch, dass die Signale aus China in Moskau sehr ernst genommen werden.

00:09:37: Das gilt für Worte und wie auch für

00:09:39: Taten.".

00:09:40: Und sie ein bisschen selbst beim Wort zu nehmen, denn die Chinesen präsentieren sich ja hier als die Hüter der regelbasierten Ordnung, als diejenigen, die für den Frieden eintreten?

00:09:48: So – Die Wahrheit ist allerdings auch das, die chinesenmassive Unterstützer Russlands sind!

00:09:54: Da gab es, soweit wir hören noch keinerlei Bewegung von chinesischer Seite.

00:09:59: Aber auch hier gilt und das ist die Hoffnung der Deutschen, dass man indem man diese Themen zumindest anspricht, die Chinesen zum Nachdenken bringt.

00:10:08: Naja da ist sicherlich auch sehr viel Hoffnung dabei.

00:10:10: Friedrich Merz hat dann gesagt es ginge erstmal natürlich auch darum sich kennenzulernen.

00:10:13: wir dürfen nicht vergessen das ist ein Antrittsbesuch also man dürfe jetzt auch nicht direkt zuviel erwarten.

00:10:19: Da hat er sicherlich recht.

00:10:20: aber ich würde schon sagen etwas verstörendes angesichts dieser Gesamtlage und der Tatsache wie vorsichtig für alle sein müssten angesichts doch der chinesischen Aktivitäten und auch destruktiven Aktivität auf verschiedenen Ebenen, dass wir hier so eng an China ranrücken wollen.

00:10:41: Das erinnert wirklich ein bisschen an die Ära Merkel Jahre nach Beginn des Angriffskriegs, wo wir über Zeiten wenden und Ähnliches sprechen.

00:10:50: Und die Lehren aus der Zeitwende, die Übertragung der Zeitenwender auf China – das war hier bei dieser Reise eine ganz andere Tonalität.

00:11:14: Ja, ich habe ihn gestern Abend in der Hotellobby getroffen und konnte ihm ein paar Fragen stellen.

00:11:19: in China, und

00:11:21: wir haben

00:11:23: fünf Produktionssitzungen.

00:11:25: Wir haben fünf Innovationen-Zentren.

00:11:27: Es ist ein sehr wichtiges

00:11:28: Land für uns, meistens in den Medizinen.

00:11:29: Wir verkaufen die meisten unserer Medizin in China als auch andere Bereiche der Welt, aber wir arbeiten also größtendlich mit lokalen Unternehmen zu entwickeln, neue Medizin für China und für das Leben.

00:11:57: Das ist ein wichtigem Land für z.B.

00:12:00: Kroppprotektschenprodukte.

00:12:01: Und dann gibt es Konsumereihilfe hier auch eine erhöhte Division.

00:12:05: So, Billier kam hier alle von Europa zu sprechen mit der deutschen Regierung und den deutschen Ökonomischen Belegungen.

00:12:12: War es für ihn wirklich so eine lange Reise?

00:12:14: Und was hast du noch von der deutschen Seite getroffen?

00:12:17: Ich sehe es nicht als transaktional.

00:12:19: Wir sind hier seit hundertundfünfzig Jahren.

00:12:21: Wir haben große Arbeitsbedingungen mit großen Universitäten.

00:12:25: Wir arbeiten mit den Regierung-Officials hier und in jedem Land, wo wir operieren.

00:12:30: Aber wir haben sehr gute Relationschaften.

00:12:32: Es ist wichtig zu checken, weil wenn du irgendwann einen wichtigen Partner hast, dann musst du durch Dinge, die besser diskutiert werden als in Person.

00:12:40: Ich denke, wir hatten heute einige wirklich gute Gespräche.

00:12:42: Sie sind sehr frank.

00:12:44: Denken über Deutschland und China – eine große Menge von diesen beiden Ländern.

00:12:48: Das ist einer der größten Trade-Relationschaften im ganzen Welt zwischen zwei Staaten.

00:12:52: both countries have a lot to gain from improving those ties, and a lot lose if they were get worse.

00:12:59: So it's very good investment of my time in everyone else on the trade

00:13:04: mission."

00:13:21: from each country to think about ensuring supply of critical products, whether it's foods, medicines things like seeds.

00:13:31: I totally understand that we learned during the pandemic.

00:13:33: what happens when supply chains break down?

00:13:37: The idea of de-risking seems a good concept but i then have get grounded right back in reality.

00:13:44: Das ist, dass die globalen Supply Chancen, die über den letzten vier bis fünf Jahrzehnte verabschiedet wurden.

00:13:50: Sie waren enormes beneficial in dem Hinblick auf die Produktion der Produkte an einem erforderlichen Preis zu zweit so viele Menschen wie wir sie schon vor vielen Jahren hatten.

00:14:00: Ich würde viel Investition und Zeit, Energie und Diplomität für das Verbrechen des Tradesystems versichern gegen die

00:14:25: Schmerzen.

00:14:28: Ein

00:14:35: Paradigmenwechsel in der Rentenpolitik, das Gesundheitssystem von Kopf auf die Füße stellen und tief greifende Reformen im Sozialstaat.

00:14:42: Es sind ziemlich hohe Erwartungen, die diese Bundesregierung an sich selbst gestellt hat Bis jetzt mit überschaubarem Ergebnis.

00:14:48: Immerhin sind sich alle einig, es muss jetzt noch mehr kommen!

00:14:51: Der Zeitplan ist klar.

00:14:52: bis zur Sommerpause nach den Landtagswahlen soll es den großen Masterplan geben.

00:14:58: Wie mutig sind diese beiden Koalitionspartner wirklich?

00:15:01: Vor allem wie mutig ist die SPD deren linker Flügel sich zumindest beim Sozialstaat gegen Kürzungen wert.

00:15:08: Aber es gibt ja auch noch den Seeheimer Kreis, die konservative Strömung innerhalb der SPD immer regierungsfreundlich, immer pragmatisch und bei den Wirtschaftsthemen manchmal auch überraschend.

00:15:19: so zuletzt der Appell dass man einen Mentalitätswechsel beim Umgang mit Unternehmerinnen und Unternehmern in diesem Land benötigt.

00:15:26: Wir waren zu Gast beim Seehammerkreis Grünkohlessen vor wenigen Tagen in der ständigen Vertretung und haben dort mit einem der drei Sprecher reden können, mit Esra Limbacher dem Fraktionsvize aus dem Saarland.

00:15:38: Schön dass Sie heute bei uns sind.

00:15:39: Guten Tag Herr Limbacha!

00:15:41: Grüß Sie.

00:15:41: Hallo!

00:15:42: Sind sie eigentlich sauer wenn die Journalisten immer schreiben?

00:15:44: Der konservative Parteiflügel.

00:15:46: Ich fand das tatsächlich immer komisch weil ich mich nie als konservativ empfunden habe sondern immer praktmatisch an der Sache orientiert und nicht immer Ideologie-Debatten hinterher gelaufen bin.

00:15:58: Aber eine Sache, die hat mich dann noch interessiert nämlich euer jüngstes Papier oder Appell.

00:16:03: da steht tatsächlich drin und wir reden hier über ein SPD-Parteiflügel.

00:16:06: ihr fordert einen Mentalitätswechsel im Umgang mit Unternehmen.

00:16:10: haben Sie darüber schon mit Werbelbars geredet?

00:16:13: Klar ich glaube da besteht große Einigkeit auch in der Koalition im Übrigen weil Das auch Bestandteil des Koalitionsvertrags ist, dass wir einen Neuanfang in vielen Bereichen machen wollen.

00:16:24: Und wer, wenn nicht wir als Sozialdemokraten sind die Reformpartei, die sowas auch angehen könnten?

00:16:30: Dann

00:16:30: müssen Sie doch mal konkrete Dinge umsetzen, die schmerzhaft sind vielleicht sogar für die eigene Klientel!

00:16:35: Na ja dann muss man glaube ich aufpassen.

00:16:37: was wir in den letzten Wochen erlebt haben war viel Stückwerk das aus der Union gekommen ist.

00:16:43: Das fand ich muss ich ehrlich sagen befremdlich.

00:16:46: da ging es... Darum irgendwo Zahnarztkosten irgendjemanden aufzuhalten oder da die telefongenische Krankenschreibung zu streichen.

00:16:54: Im Kern ging es ja immer darum, den Arbeitnehmer irgendwie zu schröpfen und zu belasten – das wird nie Bestandteil sozialdemokratischer Politik sein!

00:17:02: Aber was es sein kann, nämlich dass wir ein großes Gesamtkonzept finden und weg von diesem Stückwerk endlich kommen.

00:17:09: Das ist glaube ich jetzt Aufgabe in so einer herausfordernden Zeit das wir das als Koalition gemeinsam mit der Union auch wirklich schaffen.

00:17:16: Gesamtpladen

00:17:17: finde ich nachvollziehbar würde auch die Wirtschaft nicht anders sehen.

00:17:19: aber die Frage ist doch ob sie die Analyse teilen.

00:17:22: wird in Deutschland beispielsweise insgesamt zu wenig gearbeitet?

00:17:26: Das glaube ich überhaupt nicht!

00:17:29: gibt auch kaum eine Statistik wirklich her, dass zu wenig gearbeitet wird.

00:17:33: Ganz im Gegenteil das muss man ausdrücklich sagen sondern sind sehr viele fleißige Menschen die aber und das ist das Problem oft von ihrer Arbeit dann gar nicht das sich leisten können was sie wollen und das treibt uns als Sozialdemokraten um und im übrigen auch ne Wahrnehmung vom Staat haben dass wir viel fordern Aber am Ende des Tages ist nichts für sie gemacht wird und nichts übrig bleibt.

00:17:58: Und im Land auch nicht das funktioniert, was Sie sich gerne wünschen – und das treibt mich wiederum sehr

00:18:03: um!

00:18:03: Noch mal ganz kurz zum Arbeitszeitvolumen.

00:18:05: Sie wissen schon dass die Portugiesen, die Griechen, die Italiener insgesamt mehr arbeiten als wir.

00:18:09: Irgendwoher muss doch die Produktivität kommen in diesem Land wenn nicht durch Mehrarbeit oder durch mehr Innovation?

00:18:16: Ich glaube durch... tiefgreifende Reformen können wir das in Deutschland schaffen.

00:18:20: Wir haben zum Beispiel angesprochen einen Mentalitätswechsel, ich finde es extrem wichtig zu sagen wir haben momentan ein System in Deutschland was die Wirtschaft aber auch den Bürger betrifft der ist echt stark immer auf Kontrolle Berichtspflichten ausgelegt.

00:18:35: da müssen wir eine Wechsel hinbekommen dass wir sagen Traue als Staat dem Bürger, dem Unternehmen und Misstrauern nicht in erster Linie.

00:18:43: Und dieser Mentalitätswechsel bedeutet dass diese Kontrollen die Berichtspflichten wegfallen.

00:18:49: das will ich hinkriegen für ein gewerktischer Schritt nach vorne.

00:18:51: Aber Herr Liemberg ich will mal was Konkretes hören.

00:18:53: Sie sagen Berichtspflichtenkontrolle bin ich ja bei Ihnen.

00:18:56: also reden wir über die Arbeitszeiterfassung.

00:18:58: kommt von der SPD Tariftreuen zusätzliche Bürokratie für Unternehmen?

00:19:02: nennen sie mir mal einen Gesetz wo die SPD sagt Wir brauchen das nicht mehr.

00:19:05: hier verzichtet die SPD bewusst auf Informations- oder Berichtspflichten für deutsche Unternehmen?

00:19:11: Wir machen momentan genau das, nämlich etwas was den Alltag der Menschen betrifft.

00:19:17: Wenn wir bei so Kleinigkeiten auch wenn es jetzt nur eine kleine Gruppe betrifgt vielleicht aber trotzdem ist es finde ich wichtig zu sagen beim Kindergeldantrag verzichten wir in Zukunft einfach mal auf dem Antrag sondern es wird automatisch ausgezahlen

00:19:31: bis aus sich.

00:19:33: Weiter geht es natürlich bei einem enorm komplizierten Vorgang Elterngeldanträge.

00:19:39: Das gleiche will ich sagen, jeder der ein Kind zu Hause hat weiß wie schwierig das ist.

00:19:43: Es hängt auch oft an den Ländern.

00:19:45: Ich kenne Beispiele hier in Berlin da warten Eltern Monate auf die Auszahlung ihres Elterngeldes.

00:19:52: Das sind doch Probleme, die die Menschen im Alltag beschäftigen und nicht... immer die Punkte, die vor allen Dingen von Arbeitgeberverbänden in die öffentliche Diskussion eingespielt werden.

00:20:00: Einverstanden Herr Limbarer aber wo würden Sie sagen müssen wir an die Lohnzusatzkosten ran?

00:20:04: Wir sind uns doch alle einig dass Arbeit zu teuer ist in Deutschland sowohl für den Arbeitgemer wie für den arbeitnehmer der zu wenig Netto herausbekommen.

00:20:12: Wo würden sie rangehen im Sozialstaat damit die Lohenzusatzkosten wirklich sinken und das was ihr im Papier aufgeschrieben habt wirklich passieren kann.

00:20:20: Es sind verschiedene Stellschrauben glaube ich an denen man drehen kann und muss.

00:20:24: Deswegen sage ich immer, dieses Stückwerk auch was dann wieder aus Interviews irgendwas rausgegriffen das hilft überhaupt nicht

00:20:30: weiter.

00:20:31: Eigentlich

00:20:31: braucht man eine große Lösung.

00:20:33: aber wenn Sie mich fragen gibt es zwei Stellschrauben einmal die Steuersite, einmal dass wir sie gesagt haben die Abgabenseite.

00:20:39: Ich glaube die SPD muss immer einen klaren Kompass haben und das ist an der Seite der arbeitenden Bevölkerung.

00:20:46: Das bedeutet, dass wir insbesondere im Steuerrecht die Mittelschicht in den Blick nehmen müssen.

00:20:52: Die haben nämlich momentan das Gefühl, dass viel Politik gemacht wird.

00:20:55: Aber einfach nicht für sie und die SPD schon gar nicht.

00:21:00: Deswegen glaube ich für die Mittelschichte im Einkommensteuer einer Entlastung hinzubekommen ist wichtig.

00:21:06: auf der anderen Seite geht es natürlich immer auch um diese Sozialabgaben.

00:21:10: Sie haben es richtigerweise angesprochen.

00:21:12: Ich hatte immer persönlich ein Problem damit das Versicherungsfremde Leistungen mit da drinnen sind.

00:21:18: Ich glaub darüber muss man jetzt diskutieren, ob das wirklich die Antwort auf die Zukunft ist.

00:21:24: Ich glaube es nicht aber wie gesagt das kann immer nur ein Ergebnis von einem Gesamtpaket sein zu glauben man könnte einen Einzelpunkt mal rausreißen und durchsetzen dass es nicht klug und kein Reformpaket sei.

00:21:36: nein wir brauchen eine gesamte Agenda für Deutschland die Mut macht und die Leute nicht verängstigt.

00:21:41: ich erinnere mich an den deutschland plan in einst Frank Walter Steinmeier vorgestellt hat im Wahlkampf

00:21:46: ja war sicherlich nicht das schlechteste gewesen.

00:21:49: Wünschen Sie sich diesen Gesamtplan vor der Sommerpause zumindest in der Skizze, in der groben Struktur?

00:21:55: Wissen sie ich glaube das ist eine Frage die ihr könnt eigentlich schon einer Liste stellen.

00:22:00: Der sie ja auch sind, denn sofern ist das völlig okay.

00:22:03: Ich will

00:22:03: sie auch nicht enttäuschend erinnern.

00:22:05: Aber sie werden es nicht von mir hören dass ich mich da an irgendeinen Datum festklammert.

00:22:10: Ja man muss ja schon mal was kommen.

00:22:12: Absolut!

00:22:13: Ich glaube, der Bevölkerung ist gar nicht mal so wichtig ob das jetzt diese nächste Woche oder nächsten Monat pausiert.

00:22:19: Aber ich glaube was alle wollen ist dass ein Ruck durch dieses Land geht!

00:22:23: Ich will Teil dieses Rucks sein und ich hoffe viele andere in der Koalition auch.

00:22:28: Vielen Dank Herr Limbacher.

00:22:29: Danke Ihnen alles Gute.

00:22:38: Lieber Mick du in Deutschland erzähl mir war noch etwas.

00:22:41: Ja, ich geb dir noch eine kleine KI-Statistik mit auf den Weg in deinen Tag in China.

00:22:46: An dem Yaten-Rissichprozent der Deutschen nutzen regelmäßig KI bereits auf ihrem Smartphone.

00:22:52: Helene hast du überhaupt Chatchi Bitti?

00:22:53: Auf deinem Handy!

00:22:54: Du hast ja ein neues eigenes Handy nur für diese Reise mitgenommen und wir erreichen dich ja jetzt auf einem eigenen VPN.

00:23:00: Warum eigentlich dieser ganze

00:23:01: Wahnsinn?!

00:23:02: Ich habe nicht nur einen eigenen VPN, aber auch eine neue E-Mail Adresse für die Reise, eine neue Telefonnummer... Das chinesische Wi-Fi ist ja so gar nicht richtig zu nutzen.

00:23:13: Da sind alle Seiten blockiert, hier in meinem Hotel ist eine Liste, wo drauf steht, wo man überall auf welche Seite man nicht gehen darf und dazu gehört nicht nur WhatsApp, Google, Twitter, Facebook und vieles mehr...

00:23:25: Auch Table Briefings!

00:23:27: Ja, Table Briefing auch nicht ohne weiteres abrufbar.

00:23:31: Die Chinesen nutzen im Gegensatz dazu – das zeigte mir einen Journalist der vor Ort lebt Alle das Tool Rechat und ohne dieses Tool kommt man hier überhaupt nicht mehr klar.

00:23:42: Da ist alles drauf vor allem, dass bezahlen läuft über Rechat die Kreditkarte hinterlegt.

00:23:48: man benutzt ein Handy für alle sogar für die Bettler die es zu offiziellen in China gar nicht gibt aber sogar die Bettl.

00:23:54: Wir haben einen QR-Code vor sich liegen, wo man mit dem Handy bezahlt.

00:23:58: Also Barbezahlung gibt es fast nicht mehr!

00:24:00: Helene im fernöstlichen KI Wunderland immer ein eins Komma zwei Milliarden Nutzer hat diese App WeChat.

00:24:06: Helene ich freue mich wenn du morgen wieder auf der Rückreise bist und wir dann wieder über WhatsApp oder sonst was oder über Teams kommunizieren können.

00:24:13: Wir sprechen uns morgen allerdings auch nochmal mit Helene natürlich aus und ihren Erfahrungen von den Terminen bei Mercedes-Benz oder bei der Robotics Firma.

00:24:21: Wir freuen uns auf Sie, bis dahin.

00:24:23: Ciao ciao!

00:24:23: Morgen

00:24:24: aus

00:24:27: Hangzhou.

00:24:29: Bis dahin tschüss tschüs.

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