Das China-Tempo. Mit Bjørn Gulden und Roland Busch
Shownotes
Friedrich Merz hat in Hangzhou das Robotik-Unternehmen Unitree besucht – ein Zentrum chinesischer KI-Entwicklung. Die Roboter dort können Treppen steigen, selbstständig in Hochhäuser vordringen und Brände bekämpfen – und zeigen, wie ernst China den Einsatz von Robotern als Antwort auf sinkende Geburtenraten nimmt. Chinesische Investitionsfonds haben 26 Milliarden Euro in diese Technologie gesteckt – Unitree ist eng mit Xi Jinpings Staatsapparat verbunden. [01:27]
Siemens-CEO Roland Busch begleitet die Kanzlerdelegation und beschreibt die Herausforderung nüchtern: China ist kein billiger Zulieferer mehr, sondern ein hochinnovativer, extrem kostensensitiver Markt – und die USA liefern immer wieder neue Zollüberraschungen. Beide Märkte sind für Siemens unverzichtbar, De-Risking sei kein Länder-Thema, sondern ein Prinzip der Diversifizierung. „Entscheidend ist, dass auch wir in Deutschland unseren Beitrag liefern und partizipieren. Aber da gibt es noch einige Hausaufgaben zu machen. Vor allem müssen wir schneller werden." [06:04]
Adidas-Chef Bjørn Gulden sieht China als einen seiner wichtigsten Märkte: Adidas wächst seit drei Jahren zweistellig, produziert lokal für den lokalen Markt – und damit weitgehend unabhängig von Währungsschwankungen. Die politischen Gespräche zwischen der deutschen Wirtschaftsdelegation und der chinesischen Seite erlebte er als „super, super offen. Man redet ohne Skript und wirklich offen miteinander.“ [10:25]
Bund und Länder haben sich auf ein neues Krankenhausreformanpassungsgesetz geeinigt – das Ergebnis verwässert die ursprüngliche Reform von Karl Lauterbach erheblich. Table-Gesundheitsexpertin Magdalena Latz fasst zusammen: „Es zeigt sich, dass einfach nur wahnsinnig große Angst vor den Wählern besteht. Das Grundproblem ist, dass nur in Wahlperioden gedacht wird." [13:39]
Olaf Scholz bei Table Today Morgen, Samstag, spricht Table-Media-Herausgeber Sebastian Turner mit Altkanzler Olaf Scholz – über Migration, den Ukraine-Krieg, seine Verhandlungen mit Putin und das Ende der Ampel.
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00:00:02: Table Today
00:00:04: mit Michael
00:00:05: Brücker
00:00:05: und Helene Bubrowski.
00:00:10: Salto schlagende und poxsende Roboter, die sind nicht nur ein lustiger Partygeck wie sie sich vielleicht vorstellen können.
00:00:16: Sie sind offenbar der neuste Meilenstein in der Technologie der Robotik – wie es jetzt in China!
00:00:22: Nicht nur der Kanzler beobachtet hat sondern auch unsere Kollegin Helene Bubrowski, die mit ihm gereist ist.
00:00:27: China legt bei der Entwicklung ein enormes Tempo vor.
00:00:30: Darüber reden wir hier gleich und Helene hat außerdem mit dem Siemens CEO Roland Busch und dem Chef von Adidas Björn Gulden gesprochen.
00:00:38: Seit mittlerweile vier Jahren wird jetzt schon über die Krankenhausreform diskutiert und gestern soll es eine Eiligung gegeben haben.
00:00:44: Was wurde aus der von Lauterbach angestoßenen, großen tiefgreifenden Reform?
00:00:49: Ist der Kompromiss jetzt ein Reformchen oder kommt wirklich das was schon lange gefordert wurde.
00:00:55: Wir sprechen mit unserer Kollegin vom Berlin-Table Magdalena Latz.
00:00:57: Schnell eine kleine Nachricht per WhatsApp schreiben oder den Geburtstag eines Promis googeln oder sich die nächste Bahnverbindung anzeigen lassen.
00:01:05: Mittlerweile ist das Internet ein fester Bestandteil des Alltags aber es gibt immer noch Menschen in Deutschland die komplett aufs Internet verzichten wollen Und es sind übrigens mehr als man denkt.
00:01:15: Eine spannende Studie bekommen Sie hier von uns auch noch zum Schluss dieses Podcast am Freitag, den siebenzwanzigsten Januar.
00:01:20: Schön dass Sie wieder dabei sind.
00:01:27: Helene wo erreiche ich mich jetzt eigentlich gerade genau?
00:01:30: Michael Ich bin jetzt in Hangzhou eine zwölf Millionen Stadt.
00:01:34: Hundert neunzig Kilometer südwestlich von Shanghai und interessanterweise eines der führenden Zentren für KI in China.
00:01:42: also dreißig Prozent des Bips dieser Stadt kommt durch die Digitalwirtschaft zustande.
00:01:47: Hier sitzen Alibaba, The Ant Group und auch das Unternehmen Unitree wo ich gerade auf dem Fußboden sitze neben lauter tanzenden Robotern.
00:01:56: Man weiß manchmal gar nicht genau wer hier eigentlich noch Mensch und wer hier Roboter ist.
00:01:59: wirklich crazy!
00:02:00: Die menschliche Intelligenz Selina habe ich hier aber hoffentlich jetzt gerade am Telefon sagt mir warum hat der Kanzler diesen Ort, also diese Firma das Unternehmen ausgesucht.
00:02:09: Welche Botschaft soll davon ausgehen und was machen die anders?
00:02:11: Naja der Kanzlerin hat sich ja in der Tradition auch der vergangenen Kanzlereisen neben Peking eine andere Stadt ausgesucht, die er auch noch besichtigt.
00:02:19: Wir erinnern uns, die Kanzerin war kurz vor der Pandemie in Wuhan und eben der Kanzler ist nach Hanzhu geflogen mit seiner Delegation.
00:02:26: Ja, es geht natürlich hier schon darum mal zu besichtigen wie die Zukunft aussehen könnte.
00:02:31: denn diese Roboter das sind wirklich nicht einfach irgendwelche Gimmicks auch wenn sie teilweise eine Hundeform haben auf vier Beinen laufen man hier.
00:02:39: sehen kann wie man mit diesen Hunden spielen kann Bälle werfen kann und sonst was.
00:02:43: aber das hat natürlich auch einen handfesten wirtschaftlichen Hintergrund.
00:02:47: Denn bei den Chinesen haben ein ähnliches Problem wie Deutschland sinkende Geburtenraten, also die Staatsführung macht sich schon Gedanken drüber ob ein Teil der Arbeit künftig durch Roboter ersetzt werden kann.
00:02:59: Ob die Produktivität gesteigert werden kann wenn eben nicht künftige Menschen an den Fließbändern oder an den Werkbänken stehen wobei China ja längst nicht mehr den Werkmarkt der Welt ist.
00:03:08: darüber haben wir schon gesprochen.
00:03:10: aber trotzdem braucht es natürlich Arbeitskräfte.
00:03:12: so Investitionsfonds haben sechsundzwanzig Milliarden Euro investiert für die Weiterentwicklung dieser Technologie.
00:03:19: Und einen Teil sieht man hier eben bei Unitree und es ist wirklich spektakulär, ein Boxkampf habe ich gerade gesehen von zwei Robotern, die zu Boden fallen und einfach weiter boxen.
00:03:28: das ist schon sehr nah dran an einem Boxkampf zwischen Menschen.
00:03:33: Was nimmt denn der Kanzler oder die deutsche Wirtschaft davon mit?
00:03:35: Es heißt ja immer, die europäische Chance könnte die Verbindung von industrieller Basis, Maschinenbau und eben diesen Robotern sein eine der großen deutschen Firmen.
00:03:44: KUKA ist hier auch in chinesischer Hand inzwischen.
00:03:47: also was nimmt er mit für den Standort Deutschland?
00:03:49: Naja der kanzler nimmt sicherlich mit dass Deutschland einen sehr großen Nachholbedarf Punkten hat.
00:03:55: Das ist sicherlich ein Bereich, wo Deutschland viel von China lernen kann in Klammern wenn diese Lücke überhaupt noch aufzuholen ist denn die Technologie entwickelt sich hier wirklich rasant.
00:04:06: Ein Kollege hier von vor Ort berichtete dass er im vergangenen Jahr schon bei Unitree war.
00:04:09: da waren die Roboter längst nicht so weit.
00:04:12: jetzt gibt es hier auch Roboter Feuerlöschen, die sind aus nicht schmelzenden Material.
00:04:18: Man kann einen Löschlauch dran anschließen und sie können in brennende Hochhäuser geschickt werden dort selbstständig Stufen hochgehen und Feuer löschen.
00:04:26: also das sind natürlich dann auch Bereiche wo die praktische Bedeutung sehr klar wird.
00:04:31: aber ein Punkt gibt es und der müsste auch Friedrich Merz zu denken geben Auch dieses Unternehmen ist nicht
00:04:38: frei
00:04:38: und nicht ausschließlich irgendwie dem Westen zugewandt sondern ist eben schon sehr stark verbandelt mit der Führung von Xi Jinping.
00:04:49: Xi Jinping hat auch dieses Unternehmen für gala Auftritte benutzt und eben auch für seine Staatspropaganda.
00:04:55: also man darf schon nicht naiv sein, mit wem man sich hier einlässt und wer am Ende darüber entscheidet was diese Roboter können und auch was sie alles implantiert haben.
00:05:05: Also da ist Vorsicht gefragt.
00:05:07: Das Thema Sicherheit, das ist auf dieser Reise nicht sehr groß vorgekommen.
00:05:11: Friedrich Merz wollte hier niemanden verschrecken aber er und auch die anderen Leute in der Bundesregierung werden das wissen dass hier Vorsicht sehr ratsam ist.
00:05:22: Es interessant wie sich das geändert hat.
00:05:24: früher hieß es Verkaufen an China heute heißt es auch Lernen von China.
00:05:28: was hörst du noch aus der Wirtschaftsdelegation?
00:05:30: Was treibt die Manager um den Kanzler begleiten?
00:05:33: Ja natürlich blicken die jetzt auch auf die nächste Woche.
00:05:37: Da fliegt nämlich Friedrich Merz nach Amerika.
00:05:39: Jetzt geht es um die Frage, wie sieht die künftige Zollpolitik mit den USA eigentlich aus?
00:05:45: Derzeit heißt das ja fünfzehn Prozent.
00:05:46: auf alles davon profitiert jetzt auch China.
00:05:49: im
00:05:49: März wollen sich Xi Jinping und Donald Trump treffen.
00:05:53: so.
00:05:53: Und jetzt ist die Frage diese zwei Weltmächte und wo steht eigentlich Deutschland da?
00:05:58: Das treibt auch Roland Busch um den CEO von Siemens und mit ihm habe ich in Hangzhou gesprochen.
00:06:04: Schön dass sie kurz Zeit haben Herr Busch.
00:06:06: Ja grüßlich
00:06:07: Sagen Sie mal, nächste Woche bricht der Kanzler nach Amerika auf.
00:06:11: Also auf die andere Seite der Welt macht er sich.
00:06:13: wenn sie jetzt die Märkte Amerika und China vergleichen würden Sie da sagen mittlerweile ist China vielleicht sogar der verlässlichere Partner der beiden?
00:06:21: Also zunächst einmal sind beide Märkte für uns sehr relevant.
00:06:25: das sind mit Abstand die beiden größten Märkte.
00:06:28: Wir haben unterschiedliche Themen.
00:06:31: Auf der einen Seite haben wir momentan auch nicht mit Zölln zu kämpfen, die sich permanent ändern.
00:06:36: auf der anderen Seite wenn China einen sehr starken Wettbewerb also sein innovativer Markt das sich extrem schnell entwickelt hat Ein sehr, sehr kosten-sensitiver Markt.
00:06:46: Das heißt die Herausforderungen sind unterschiedlicher Art.
00:06:49: Wir müssen mit beiden umgehen, denn in beiden Märkten müssen und wollen wir nur unsere Markteranteile verteidigen und sogar Markternteile zu gewinnen.
00:06:55: Die Strategie der Bundesregierung ist ja aber dann doch noch eine andere.
00:06:59: Bei China ist immer noch das offizielle wording de-risking.
00:07:03: Man sollte sich nicht zu abhängig machen.
00:07:05: Sie haben ein großes Geschäft Mit Siemens in China schon lange gehabt Und auch jetzt gibt es die Gefahr dass sie abhängig werden und dann eben am Ende doch mit einer Diktatur hier zu tun haben in diesem Land?
00:07:18: Also das Thema De-risking hat mit den Ländern nichts zu tun, sondern es ist ein Generalistthema.
00:07:23: Einfach mal angucken was ist nie gut die Abhängigkeit von einem Partner oder einem Land zu haben.
00:07:29: Und es trifft natürlich auf China zu weil dort sehr viele Themen verlagert wurden um billige Fertigungen zu haben.
00:07:35: Dass das ein Thema was mal angehen muss, auf der anderen Seite hängen wir nicht stark von Stimmung Technologien also ab.
00:07:40: Und letztendlich diversifizieren und dann mehrere Möglichkeiten zu haben macht es uns aussehen unabhängig vom Ganzen.
00:07:47: Vor einem Jahr bei seiner Rede vor der Körperstiftung hat der Bundeskanzler die Unternehmen gewarnt und gesagt wenn es hart auf hart kommt und sie hier an Geschäft verlieren, dann kommt nichts zur Bundesregierung und hofft dass wir sie raus kaufen.
00:08:00: Was haben Sie damals gedacht?
00:08:01: ist das eine immanente Gefahr für Siemens?
00:08:04: Das ist nicht unser Geschäft, was wir haben.
00:08:07: Wir investieren in China kontinuierlich und verdienen gutes Geld.
00:08:11: Also wir haben eine Verzinsung des Investments.
00:08:13: Ich mache mir darüber keine Sorgen.
00:08:16: Und wir haben im Übrigen auch keine Unterstützung von der Regierung bekommen für die Geschäfte.
00:08:20: Wir fühlen uns ja sehr wohl!
00:08:22: Wir waren vorhin bei einem KI-Roboterfabrikanten hier Unitry.
00:08:28: Kann Siemens sowas eigentlich auch oder perspektivisch wollen, sie sowas können?
00:08:32: Es war ja schon spektakulär da diese tanzenden Roboter zu sehen.
00:08:37: Also wir haben zum Thema Robotics uns die Karten noch nicht gelegt.
00:08:43: Wir haben Fertigkeiten, die es braucht also wir können automatisieren, wir haben Antriebe, wir können KI und wir können Modelle trainieren.
00:08:50: Auf der anderen Seite ist das ein Markt wo wahnsinnig viel Kapital reinfließt Und wir müssen uns genau überlegen in welcher Stelle Wir werden sicherlich beitragen, wenn es darum geht Roboter zu fertigen.
00:09:03: Das können wir automatisieren aber wir wären auch in der Lage ein Teil des Technologiestacks von Robotern mitzumachen.
00:09:10: Da braucht ihr richtigen Partner und natürlich auch entsprechend viel Kapital weil dieser Markt entwickelt sich unglaublich schnell und es geht wahnsinnig viel Geld hinein.
00:09:21: Ja, sechsundzwanzig Milliarden Euro sollen chinesische Lokalegierung aufgewendet haben um dieses Geschäft zu fördern.
00:09:27: Macht Ihnen das auch manchmal ein bisschen Angst wenn Sie sehen dass in einem Land wie China Roboter sind die so viel können?
00:09:33: Die können ja zu allem möglichen eingesetzt werden.
00:09:36: Technologie hat immer verschiedene Einsatzmöglichkeiten und das trifft sicherlich auch Roboter zu.
00:09:41: Macht mir keine Sorge, ich sehe eher das Potenzial in überalternden Gesellschaften wo man eben nicht genug Arbeitskräfte findet die bestimmte Aufgaben machen.
00:09:51: entscheidend ist dass auch wir in Deutschland unseren Beitrag liefern und auch parteizipieren.
00:09:58: aber da gibt es noch einige Hausaufgaben zu machen.
00:10:00: vor allem müssen wir schneller werden.
00:10:01: Vielen Dank Herr Busch.
00:10:03: sehr gerne
00:10:04: Ja, Michael und Du hast vorhin sehr richtig gesagt.
00:10:06: Wir lernen von China!
00:10:08: China ist längst nicht mehr die Werkbank der Welt.
00:10:11: Der CEO von Adidas ist auch hier Björn Gulden und ich habe ihn gefragt wie sein Geschäft in China eigentlich jetzt aussieht ob China für ihn auch mittlerweile das Tor zur Welt ist?
00:10:23: Auch mit ihm hab' ich gesprochen.
00:10:25: Vielen Dank Herr Gulden dass Sie sich die Zeit nehmen.
00:10:28: Für Sie immer.
00:10:30: Wie nett!
00:10:32: Herr Grün, früher sagte man China ist die Werkbank der Welt.
00:10:36: das hat sich jetzt sehr verändert.
00:10:37: wie ist Ihr China-Geschäft?
00:10:39: Wie sieht es aus?
00:10:40: Also seit ein paar Jahren gut also das ist ja auch einen großen Markt für uns zu verkaufen.
00:10:45: wir produzieren viel hier für Export nicht mehr nach USA wegen die Tariffs aber für den Rest von der Welt Und da produzieren wir viel für den lokalen Markt und verkaufen auch sehr viel, so für uns ist es ein sehr wichtiger Markt.
00:10:57: Wie schwierig ist der Marktzugang in China?
00:11:00: Also für uns im Sport ist eigentlich der Zugang nicht schwierig.
00:11:06: Wir haben die gleichen Zugangen wie erladen, auch die Lokalen gab ein bisschen Probleme mit sozusagen mal Schützung von Designs- und Marketingrecht und so.
00:11:14: aber das hat sich auch verbessert und generell ist es so für Man muss nur gut sein, um hier auf viele Kunden zu gewinnen und erfolgreich zu sein.
00:11:25: Das heißt Ihr Geschäftsmodell ist sehr stark local for local das heisst die Wechselkursgeschichte stört sie zum Beispiel gar nicht so sehr?
00:11:34: Na gut also solange dass wir hier produzieren dann produzieren wir in R&B und verkaufen in R & B so da macht es nicht so große Probleme.
00:11:43: Generell ist ja Währungsschwankungen für ein deutsche Unternehmen immer schwierig weil du konvertierst ja sagen mal deine Ergebnisse zurück.
00:11:50: Aber ich muss sagen, dass die Stabilität hier in China hat sich für uns oder der Branche sehr verbessert und wir sind zurzeit sehr zufrieden.
00:12:00: Wie beliebt sind Adidas Produkte in China?
00:12:02: Ja gerade jetzt, ich würde sagen gut also wir wachsen ja zweistellig seit drei Jahren und haben auch das Gefühl – und das können wir auch messen – dass die Marke mehr und mehr beliebt wird.
00:12:13: so wir sind auf einem sehr guten Weg.
00:12:16: Wie haben Sie die Gespräche erlebt zwischen der deutschen Wirtschaftsdelegation und der chinesischen Seite?
00:12:23: Für allen finde ich es toll, dass unsere Kanzlerin mit seinen Leuten hier geht und zu einem offenen Gespräch führt.
00:12:30: Ich glaube wenn man das vergleicht für einige Jahre war das Gespräch auf die politische Ebene wo wir auch dabei waren super super offen.
00:12:37: Man redet jetzt ohne Skript sondern man redet wirklich offen miteinander.
00:12:44: Ich habe das Gefühl, dass beide Seiten gerne noch mehr kooperieren.
00:12:47: Und für uns oder für mich als ein einfacher Wirtschaftsmann in Sport finde ich, dass diese Samarise sehr wichtig war und es schön zu sehen, was Leute wirklich versuchen, einen besseren Verhältnis zu haben.
00:12:59: Ein
00:13:00: einfacher Wortschatzmann sagen Sie aber vielleicht können Sie Ihr China-Geschäft nochmal beziffern?
00:13:04: Wie viel Umsatz machen Sie hier?
00:13:06: Ich schätze wir werden dieses Jahr so ungefähr vier Milliarden machen im Verkauf Und dann beschaffen wir noch viel mehr.
00:13:15: Wir haben eine ganz große Sammelaktivität hier.
00:13:18: Vielen Dank für Ihre Zeit, lieber
00:13:20: Herr
00:13:22: Gönne!
00:13:22: Danke für die spannenden Einblicke in eine kurze aber offenbar erkenntnisreiche China-Reise.
00:13:27: kommen gut nach Hause.
00:13:28: ich freue mich auf dich hier wieder im Studio Berlin.
00:13:31: Ich freu' mich auch mal lieber wobei es wirklich spannend und spektakulär war in China.
00:13:45: Tausend sieben Monat Krankenhauser gibt das in Deutschland soviel wie in kaum einem vergleichbaren industriellen westlich geprägten land.
00:13:53: nicht alle sind wirklich nötig.
00:13:54: sieben hundert sind eigentlich sogar verzichtbar sagt der gesundheitsexperte josef hecken.
00:13:58: und viele hatten auch damit gerechnet dass deswegen die lauterbarsche klinik reform am ende doch kommt.
00:14:05: von wegen.
00:14:06: gestern haben sich bund und länder geeinigt und die krankenhausreform wird deutlich verwässert.
00:14:11: so wie es mal angedacht war kommt es nicht mehr.
00:14:14: Viele der kleinen Landkrankenhäuser, die den Politikern im Wahlkampf wichtig sind aber vielleicht wirtschaftlich keinerlei Berechtigung mehr haben bleiben jetzt doch erhalten.
00:14:22: Um genau das zu verhindern dafür wurde jetzt eigentlich vier Jahre lang verhandelt.
00:14:26: gestern gab es eine Einigung.
00:14:27: Wir berichten über die Details und reden darüber mit Magdalena Latz, der Gesundheitsexpertin aus unserem Berlin-Table.
00:14:33: Hallo Magdalina!
00:14:34: Hey!
00:14:35: Karl Lauterbach hat mal gesagt ohne diese Krankenhausreform würden twentyfünf Prozent der Krankenhäusa sterben.
00:14:41: Jetzt gibt's ne Einigung.
00:14:42: sterben jetzt noch Krankenhäuser?
00:14:45: Ich glaube nein, ehrlich gesagt.
00:14:47: Denn den Krankenhäusern in den Ländern werden jetzt so viele Ausnahmemöglichkeiten gegeben, dass vielmehr kleine Krankenhörser jetzt am Netz bleiben dürfen.
00:14:56: Im Ende haben die Länder ja durch ihre Zuständigkeit die Sorge gehabt, dass ihre Lieblingslandkrankenhäuser in ihren Wahlkreisen wahrscheinlich dicht machen müssen.
00:15:06: Gibt es denn dann überhaupt jetzt noch Effizienz oder Einspar-Effekte?
00:15:10: Es gibt Tatsächlich Berechnungen des RBI Leibniz Instituts, dass es Einsparpotenziale gegeben hätte durch die ursprünglich von Lauterbach vorgesehene KHVVG.
00:15:20: Also das Krankenhaus-Reformanpassungsgesetz.
00:15:23: also das hätte ein Einsparpotenzial von neun Milliarden Euro gebracht und die werden jetzt wenn die Änderung so kommen und wenn der Istzustand zementiert wird werden sie verloren gehen.
00:15:36: Das RBI sagt Wenn das alles so kommt wie es geplant ist dann wird es überhaupt keiner Einsparung geben.
00:15:43: Aber Magdalena Josef Hecken, der Chef des Gemeinsamen Bundesausschusses ja durchaus ein Experte in dem Gesundheitssystem hat ja mal gesagt, siebenhundert Kliniken von tausend Siebenhundert sind eigentlich verzichtbar!
00:15:53: Wenn jetzt diese Einigung den Status quo erhält, wird Frau Wagen noch keine Einsparungen erzielen können?
00:15:59: Das heißt die muss das Geld irgendwo an einer anderen Stelle wieder reinholen.
00:16:03: Ende März solls ja die Vorschläge der GKV-Kommission geben wie das Gesundheitssystem respektive die Krankenkassen in Zukunft finanziert werden sollen.
00:16:15: Und da muss sie dann wirklich die Karten auf den Tisch legen und sagen an der unter Stelle müssen wir sparen, weil so wie das ausufert wird es wahrscheinlich nicht mehr lange gut
00:16:25: gehen.".
00:16:26: Was sagt das eigentlich über die Reformfähigkeit dieser Koalition?
00:16:29: Aus wenn Sie bei einem eigentlich schon vorab konzentrierten Plan wie diesem Klinikgesetz jetzt so verwässerte Reformen nur vorlegen und die großen Brocken doch eigentlich noch kommen, auch in dem Sozialbereich um den du dich ja auch kümmerst.
00:16:42: Also aus meiner Sicht zeigt es dass einfach nur wahnsinnig große Angst vor den Wählern besteht denn die Krankenhäuser sind in den Regionen die größten Arbeitgeber oder sehr oft die größte Arbeitgebe.
00:16:55: man möchte sich natürlich nicht mit dem Zorn des Wählers anlegen.
00:17:00: das Grundproblem ist hier einfach nur in der Zeit der Wahlperiode gedacht wird.
00:17:06: Lauterbach hatte da eigentlich wirklich einen guten Ansatz oder hat sich da auch wirklich was getraut?
00:17:11: und jetzt überwiegt aber wieder die Angst, dass man in den Ländern doch wahnsinnig wütend darüber ist und deswegen ist man auch bereit weitgehende Zugeständnisse zu
00:17:21: machen.".
00:17:21: Was war denn überhaupt der Impuls von der neuen Gesundheitsministerin an dieses Klinikgesetz noch mal ranzugehen?
00:17:27: Also ursprünglich ist die KHVVG, also das Krankenhausreformanpassungsgesetz von Lauterbach auf den Weg gebracht worden um Kliniken mehr zu spezialisieren und es zu zentralisieren dass mehr Qualität entsteht.
00:17:41: Und das Gesetz ist dann vergangenes Jahr in Kraft getreten Anfang Januar und als die Ampel dann kaputt gegangen ist und Nina Waken dran kam hat sie gesagt okay Wir haben zwar jetzt diese Krankenhausreform, aber wir müssen das Praxistauglicher gestalten und in Ländern mehr Zeit geben um diese Änderungen vorzunehmen.
00:18:01: Eben auch aus der Sorge dass die Länder dem Bund aufs Dach steigen weil die Krankenhäuser ein sehr emotional besetztes Thema sind.
00:18:08: deswegen ist man bereit sehr weitreichende Ausnahmen zu zugestehen.
00:18:13: Man ahnt was auf diese Koalition noch zukommt, wenn es an die ganz dicken Brocken geht.
00:18:17: Vielen Dank Magdalena für deine Einschätzung und hier wer mehr wissen will gestern Abend im Berlin-Table Die Einigung des Klinikreforms Gesetzes bei uns zu lesen.
00:18:26: Übrigens Sie können sich kostenlos für diesen Newsletter anmelden unter table.media slash berlin.
00:18:31: vielen dank magdalena.
00:18:32: Danke tschau
00:18:40: Floh war noch etwas.
00:18:42: Das Internet ist ja mittlerweile der allumfassende Informationsgeber und man kann sich eigentlich gar nicht mehr vorstellen, wie das Leben so ohne Internet ist.
00:18:49: Wir haben es festgestellt als er Stromausfall war – und das war auf jeden Fall schwierig!
00:18:53: Aber es gibt in Deutschland tatsächlich Leute die freiwillig aufs Internet verzichten.
00:18:58: Meine Kinder hören nicht dazu ich kann es mir überhaupt nicht mehr vorstellen.
00:19:01: aber wie viele sind es?
00:19:02: Und warum?
00:19:03: Es sind circa zwei Millionen Deutsche überhaupt gar keinen Zugang zum Internet haben, es überhaupt nicht nutzen.
00:19:10: Es sind natürlich vor allen Dingen ältere, also in der Altersgruppe Ö-vierundsechzig die wahrscheinlich einfach aus Gewohnheit sagen ich brauche das nicht vielleicht auch dass technische Verständnis da nicht so haben.
00:19:19: aber es gibt auch zwei Prozent der sechzehn bis vierundzwanzig jährigen die überhaupt gar kein zugang zum internet haben.
00:19:26: Vielleicht ist das ja auch am Ende die Freiheit, die wir uns alle wünschen mal ganz weg zu sein von der großen globalen Netzwelt.
00:19:33: Die wir uns jeden Tag fast suchtmäßig schon reinbegeben!
00:19:42: Wir freuen uns jedenfalls wenn Sie mit Internetanschluss auch am Samstag wieder einschalten hier bei Table Today denn haben wir einen besonderen Podcast für sie.
00:19:49: unser Herausgeber Sebastian Thuner spricht mit dem Altkanzler Olaf Scholz Mehr als eine Stunde lang über seine Bilanz, über den Ukrainekrieg.
00:19:56: Über seine Verhandlungen mit Putin – aber auch das was am Ende die Ampe zum Scheitern brachte!
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