CEO Edition. Mit Alexander Glätzle, Robert Zurawski und Michael Kretschmer

Shownotes

Morgen wählt Baden-Württemberg — und das Rennen zwischen CDU-Spitzenkandidat Manuel Hagel und Cem Özdemir (Grüne) ist nach monatelangem CDU-Vorsprung wieder völlig offen. Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer sieht Hagel trotzdem auf Kurs. [01:33]

Vattenfall will bis 2028 mehr als fünf Milliarden Euro in erneuerbare Energien in Deutschland investieren — doch neue Gesetzespläne gefährden dieses Vorhaben. Deutschlandchef Robert Zurawski warnt aber vor falschen Weichenstellungen der Politik. [20:27]

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Quantencomputer könnten Kryptographie und Pharmaindustrie revolutionieren — und idealerweise sind Deutschland und Europa mit dabei. Alexander Glätzle, CEO des Münchner Startups planqc, sieht sein Unternehmen auf einem guten Weg. Aber die Konkurrenz aus China und den USA ist groß. [35:33]

Transkript anzeigen

00:00:02:

00:00:10: Herzlich willkommen zur CEO-Edition von Table Today an diesem Samstag, den siebten

00:00:15: März.

00:00:17: Morgen startet das Supervaljahr, mit der Landtagswahl in Baden-Württemberg.

00:00:22: Lange sah es so aus als ob Manuel Hagel von der CDU die Wahl gewinnen würde – doch jetzt ist es ein Kopf an Kopfrennen!

00:00:28: Hat Hagel etwas falsch gemacht oder liegt es darin, dass die Politik der Bundes-CDU den Menschen nicht gefällt?

00:00:33: Das wollte Michael Bröcker von Michael Kretschmer dem sächsischen Ministerpräsidenten wissen.

00:00:41: Vom braunen Pulleriesen zum Vorreiter der erneuerbaren Energien.

00:00:44: Kaum ein Energiekonzern hat in Deutschland einen so radikalen Wandel verzogen wie Wattenfall.

00:00:50: Doch während sich klar auf Wind Wasser und Speicher konzentriert scheinen neue Gesetzesvorhaben diese Idee auszubrennen.

00:00:57: Warum es sich für Wattenfall fast nicht mehr lohnt, in Deutschland überhaupt in erneuerbare Energien zu investieren?

00:01:02: Das fragten wir den Deutschlandchef Robert Zurawski.

00:01:07: Neben KI zählen auch Quantencomputer zu den Schlüsseltechnologien der Zukunft – deswegen ist die Quantentechnologie auch Teil der Hightech-Agenda des Forschungsministeriums.

00:01:16: Eines der führenden Startups auf diesem Gebiet ist Plank!

00:01:20: Wann das Unternehmen aus München marktreife Systeme bauen kann und was das für die Rolle Europas bedeutet Das bespreche ich mit dem CEO vom Plank, Alexander Gletzler.

00:01:34: Kurz vor der wichtigen Landtagswahl im Baden-Württemberg und in einer Faso wirtschaftlicher Unsicherheit richten sich alle Augen auf die CDU.

00:01:42: In Baden

00:01:42: Württmberg steht er lange als sicher geglaubte Wahlsieg auf einmal auf der Kippe laut den neuesten Umfragen liegend CDU und Grüne gleichauf.

00:01:51: Gleichzeitig gibt es im ganzen Land eine Diskussion um die stark steigenden Spritpreise infolgende des Irankriegs.

00:01:58: Wirtschaftsministerin Katharina Reicher hat bereits bei unserem Podcast angekündigt, die Preisentwicklung ganz genau zu beobachten und notfalls auch einzugreifen wenn klar wird dass die Preise zu hoch sind.

00:02:08: Dafür bekommt die Ministerin viel Zustimmung aus den Bundesländern unter anderem auch von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer.

00:02:16: Michael Bröcke hat mit ihm über die anstehende Wahlmorgen die steigenden Energiepreise und nötige Reformen für den Standort Deutschland gesprochen.

00:02:26: Wir sind kurz vor der bedeutenden Landtagswahl in Baden-Württemberg.

00:02:30: Und irgendwie kurz vor Torschluss haben die CDU Kandidaten immer ein Problem, oder?

00:02:35: Nein, der Manuel Hagel war ja bei ihm eine Woche lang ist ein super Typ und man merkt richtig das erneuer frischer Geist jemand, der das Land toll kennt und so viele Ideen hat und erinnert mich an meine Anfangszeit.

00:02:49: also es ist schön zu sehen ich glaube das wird ein super Kollege.

00:02:52: Ich komme gerade aus dem Bundesrat.

00:02:54: wir haben Winfried Kretschmann verabschiedet, auch ein toller Kollege.

00:02:58: Jetzt beginnt in Baden-Württemberg eine neue Zeit und das wird dem Land gut

00:03:02: tun.".

00:03:03: Wie problematisch fanden Sie sein kleines Video von vor acht Jahren wo er über eine Realschülerin etwas anzüglich geredet hat?

00:03:10: Ja ich fand der hat da richtig reagiert gesagt es war nicht in Ordnung und meine Frau hat mir entsprechend die Dinge gesagt und damit war's eigentlich auch erledigt.

00:03:18: aber es zeigt eben auch wie dieses land drauf ist dass man das dann nicht einfach auch respektieren kann, sagen ja okay das war ein dummer Spruch und der ist eine ganze Weile her.

00:03:27: Und wir nehmen ihm ab das würde er heute nicht mehr so machen.

00:03:29: und jetzt lassen sie nach vorn schauen.

00:03:31: aber das ist auch ein Teil des Problems in diesem Land dass man nicht in Ruhe sachlich diskutiert sondern dass man versucht die Dinge immer weiter zuzuspitzen und diese Unerbittlichkeit dass man auch nicht vergeben kann oder mal ne Sache auf sich beruhigen lassen kann Sehr, sehr schade.

00:03:47: Wir sind der Podcast für Vergebung und Verzeihung hier.

00:03:50: Gibt es bei Ihnen auch noch so alte schöne Videos aus vor zehn, fünfzehn Jahre Kretschmann?

00:03:54: Sind Sie froh, dass bei Ihnen damals kein Social Media gab?

00:03:57: Ich bin ja nicht hundert Jahre alt also mir gab's auch schon Social Media.

00:04:04: wenn ich meine Fotos von damals ansehe denke ich immer meine Frau sagt das früher war nicht alles besser.

00:04:10: nein wir haben alle vermutlich entwickelt und ich finde als junger Mensch Fehler zu machen, ist besser.

00:04:19: Weil man dann nicht in den superverantwortungsvollen Funktionen ist als wenn man das alles später nachholt und ich würde heute auch vieles anders machen aber bin auch dankbar für die Erfahrung und manchmal muss man aus Fehlern lernen.

00:04:32: wie gesagt besser ist man ist da nicht Ministerpräsident sondern vielleicht einfacher Abgeordneter oder Student oder ähnliches.

00:04:39: Die Debatte beginnt natürlich trotzdem.

00:04:41: gibt es Rückenwind oder gibt's Gegenwind von der Bundeszedion?

00:04:43: Der Bundespolitik?

00:04:45: was würden Sie sagen?

00:04:47: Ich denke die baden-württembergische CDU und vor allen Dingen die Menschen in dem Land wollen halt jetzt auch diesen neuen Schritt nach vorn.

00:04:55: Und sie wollen auf jeden Fall, das merkt man an jeder Ecke keine grünen Ideologie.

00:04:59: also den Winfried hat man natürlich abgenommen dass er das pragmatisch schiedt aber man sieht natürlich was da was danach kommt.

00:05:07: Wir brauchen jetzt nicht mehr Gesetzgebung und noch mehr Einschränkungen, sondern wir brauchen diesen Geist von Freiheit.

00:05:12: Wir haben dieses Land – sind hier in Ostberlin ja?

00:05:15: Ich komme aus dem Osten!

00:05:17: Wir haben nach Ninzeundneunzig das nicht aufgebaut mit einer Superbürokratie.

00:05:21: Wenn man die heutigen Regeln nehmen würde und man hätte sie in Ninzeunneunzig gehabt, niemals wäre diese Aufbauost gelungen.

00:05:26: Und wir brauchen jetzt Geht's wungenermaßen, wenn man sich anschaut dem Iran.

00:05:30: Die Russen die Chinesen die Amerikaner wir müssen jetzt eine neue Stärke haben und die geht nur mit Freiheit.

00:05:36: ja das ist ein völlig andere Grundhaltung.

00:05:39: die hat die Union.

00:05:40: es braucht die union in dieser Phase

00:05:42: eigentlich freut.

00:05:43: Sonderwirtschaftszone Bundesrepublik Deutschland.

00:05:46: Wir müssen uns dazu machen Ja Und nicht deutschland alleine sondern mit europa müssen in Brüssel erklärten, dass das jetzt wirklich eine andere Zeit begonnen hat.

00:05:55: Und es heißt nicht, dass man Ziele über Bord wirft – den Klimaschutz beispielsweise!

00:05:59: Aber dass man den Weg hinterfragt... Wir haben ja immer den Treiklang gehabt.

00:06:03: bei Energie ging's immer darum bitte schön zu vernünftigen Preisen.

00:06:07: Bitte schön sicher!

00:06:08: Dreihnefundsechzig Tage, vierundzwanzig Stunden und auch ökologisch.

00:06:11: So, jetzt gab's ne Zeit lang wo die Leute gesagt haben, weil die ersten zwei Sachen, die können wir vergessen, wir machen Ökologie Ergebnis sind explodierende Preise.

00:06:18: Jetzt kommt eine andere Zeit, die ist aber aus meiner Sicht viel zu unentschieden in der Durchsetzung.

00:06:25: und das muss passieren dass diese Menschen da von Grünen, Linken und SPD im Europaparlament an dem Tag wo hier wirklich ein Riesenkonflikt losgeht, nicht dem Merkusurabkommen zustimmen sondern sich da wirklich querstellen.

00:06:41: Das beim Thema Elektromobilität wo wir es ganz klar sehen wie die Bevölkerung abstimmt mit ihren Kaufentscheidungen dann wieder so ein halber Kompromiss gemacht wird der nicht Fisch nicht Fleisch ist?

00:06:52: So wird es nichts!

00:06:53: So wird Europa nicht wettbewerbsfähigster Wirtschaftsraum der Welt.

00:06:57: So werden wir weiter verlieren.

00:06:59: Und deswegen noch einmal, wenn jetzt ein starkes Signal in Baden-Württemberg kommt, dass die Bevölkerung das will.

00:07:04: Dann hat das auch eine Wirkung auf dem Bund.

00:07:07: Sie haben jetzt warhundert Maßnahmen beschlossen bei der vergangenen MPK zum Bürokratieabbau Genehmigungsverfahren beschleunigen Es wirkt ja alles immer sehr mühsam und sehr kleinteilig.

00:07:16: dann sind die Kommunen mit dem Boot.

00:07:17: Sechzig Prozent der Bürokratei kommt über Brüssel.

00:07:20: Mal ehrlich wünschen sich manchmal so'n bisschen Millet So'n Bisschen Radikalkur.

00:07:24: Ja es geht oft dieser Radikalkur vieles kaputt was uns wichtig ist.

00:07:30: Wir wollen ein Sozialstaat bleiben, wir wollen Umweltschutz machen und die Arbeitnehmerinteressen waren aber eben in einem vernünftigen Rahmen und dazu braucht es eine gute Diskussionskultur.

00:07:41: eigentlich muss man ganz in Ruhe sagen den Haushalt des Bundes mit vielen Milliarden im Defizit.

00:07:48: Wir sehen die gesetzliche Rentenversicherung, Pflegeversicherung und Krankenversicherungen im Defizeit.

00:07:53: wir sehen die wirtschaftliche Situation.

00:07:55: Deutschland wächst nicht sondern Deutschland wird angegriffen in einem Handelskrieg von anderen.

00:07:59: jetzt in aller Ruhe was ist zu tun?

00:08:02: Ich würde sagen wir müssen Wachstum erzeugen!

00:08:04: Was ist der nächste Schritt um Wachsum zu erzeugt?

00:08:06: Was müssen wir tun im Bereich der Energiepolitik?

00:08:08: Die CO²-Bepreisung kann man doch für eine gewisse Zeit auch mal ein Stück zurückfahren um damit einfach auszusetzen und rückfahren, ja?

00:08:17: Um einfach niedrige Energiepreise zu haben.

00:08:19: Wenn man das Ziel hat, niedriger Energiepreis in die nächsten fünf bis zehn Jahre wird man einen Weg finden wenn wir feststellen Wir arbeiten vierhundert, sechshundert Stunden weniger als beispielsweise Polen im Jahr Als Deutsche im Durchschnitt.

00:08:31: Und wir wollen aber nicht an den Löhnen kürzen Sondern wir wollen einfach mehr Arbeitsleistung haben Während wir wahrscheinlich eine Lösung miteinander finden All diese Dinge in Ruhe jetzt zu diskutieren Aber zügig zu entscheiden und umzusetzen.

00:08:45: Das ist das Gebot der Stunde, man merkt ja hier in Berlin der Bundeskanzler hat das komplett drauf er macht einen Gipfel nach dem anderen er nimmt die Arbeitnehmer die Gewerkschaften dazu die sagen dass dann auch Die SPD muss stärker motiviert werden.

00:08:59: Die muss stärke merken.

00:09:01: wir sind nicht die Partei von irgendwelchen kleinsten Gruppen Wir sind keine Sekte sondern sie verzwergen sich nicht weiter.

00:09:08: der Antritt Arbeitnehmerpartei, Volkspartei für das gesamte Land da sein.

00:09:14: Das ist der Weg, der Sozialdemokrat hilft aber vor allen Dingen auch Deutschland.

00:09:18: Aber

00:09:18: wir erleben ja gerade das Gegenteil von niedrigen Energiepreisen in Folge des Irankriegs.

00:09:22: gibt es konkrete politische Maßnahmen jenseits der Prüfung eines Bundeskatelams die Sie jetzt von der Bundesregierung erwarten?

00:09:29: Ja das ist ein Undink was da passiert und ich muss Ihnen sagen Ich reibe mir die Hände weil ich komme von der polnischen unter tschechischen Grenze.

00:09:37: Ja, ich erlebe das seit Jahren.

00:09:39: Dreißig

00:09:40: Cent billiger?

00:09:40: Ja nicht dreißig sondern vierzig Fünfzig Cent billige in Polen und in Tschechien.

00:09:44: Dabei kommt der Kraftstoff zum Teil aus den gleichen deutschen Raffinerien Aus dem gleichen Tanklager was in Sachsen ist.

00:09:53: Und dann dieser Unterschied.

00:09:55: Ich hoffe dass es jetzt soweit ist Dass man das wirklich nachweisen kann Dass man zeigen kann wie hier Wettbewerb verzerrt wird.

00:10:02: Deswegen die Ministerpräsident wir waren ja gerade zusammen Absoluter Rückendeckung für die Bundeswirtschaftsministerin Katharina Reiche, dass sie jetzt entschlossen das Krathelamt los schickt.

00:10:11: Dass wir hier zu einer Lösung kommen und diese Krisengewinner so auf die Finger gehauen bekommen, dass Sie sowas nie wieder machen.

00:10:17: Das ist das was jetzt notwendig ist.

00:10:19: Alle anderen Dinge sind hilflos ja?

00:10:22: Wir sehen

00:10:23: ja an Polen... Also Tankstellenrabatt und so etwas ist Quatsch, weil Sie sagen lieber bei den Erzeugern anfangen als statt bei den Verbrauchern

00:10:27: nachzudenken.

00:10:28: Absolut!

00:10:28: Bei den Verursachern.

00:10:29: Und die Verursachers sind die Mineralkozzerne.

00:10:31: Wir sehen Ja, das in Tschechien und Polen die Preise viel niedriger sind.

00:10:34: also Wir wissen ziemlich genau, woran es liegt.

00:10:36: Jetzt müssen wir den das nachweisen und das Handwerk legen.

00:10:40: Ein anderes großes Thema bei der MPK war auch wieder einmal die Social Media Diskussion.

00:10:45: Die CDU hat jetzt beschlossen unter vierzehnjährige sollen keinen Zugang mehr zu Social Media bekommen.

00:10:50: ist ein Prüfauftrag geht in Richtung Bundesregierung.

00:10:53: Wer muss da jetzt schneller handeln im Bund?

00:10:57: Wir sind uns einig als Ministerpräsidenten dass wir das tun wollen, dass wir ein gesundes Aufwachsen Welt ermöglichen wollen und sichern müssen, nicht wollen sondern müssen.

00:11:10: Und die Erkenntnisse sind sehr klar.

00:11:12: es geht eigentlich nicht um das ob eine Altersbeschränkung, sondern um das wie?

00:11:17: Und ab welchem Alter?

00:11:18: Das sollte eben nicht von Politikern entschieden werden, sondern dass Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlermediziner uns sagen, die Expertengruppe ist eingesetzt.

00:11:26: was wir heute vereinbart haben ist, dass wir dieses Ergebnis nehmen werden und das dann auch umsetzen wollen.

00:11:31: Eine Frage zur Bundespolitiker Kretschmal Bis zum Sommer heißt es soll jetzt der größere Plan kommen Sozialstaatsreform, Rentenreform.

00:11:40: Erwarten Sie eine Art Masterplan für Deutschland?

00:11:42: Der verschiedene Bereiche umfasst oder warnen sie vor zu viel Erwartung?

00:11:48: Wir haben in Deutschland ein vollmindantes Problem.

00:11:51: Wir haben es gerade beschrieben was unser Wachstum angeht die wirtschaftliche Leistungsfähigkeit Und die Unterfinanzierung der sozialen Sicherungssysteme und des Bundeshaushalts.

00:12:01: Deswegen muss man an verschiedenen Stellen gleichzeitig arbeiten, wir haben enorme Sprünge bei den Kosten beispielsweise das Bundesteilhabegesetz oder der Hilfe zur Pflege – Das kann nicht richtig sein!

00:12:15: Das muss man neu ordnen.

00:12:17: Das ist die erste Maßnahme, das wird nicht reichen.

00:12:20: Die zweite ist mit Wachstum dafür zu sorgen, dass es mehr Steuereinnahmen gibt.

00:12:24: Und nur wenn man beides gleichzeitig und sehr konsequent tut werden wir am Ende zu einer Lösung kommen die es geben muss.

00:12:30: Die Kommunen waren heute da.

00:12:32: Fünfzig Milliarden haben sie Kassenkredite.

00:12:35: weitere fünfunddreißig Milliarden wären bis zum Jahresende dazukommen.

00:12:39: das ist ein Prozess der ist sehr schnell endlich weil dann die Banken keine Kredite mehr geben können.

00:12:44: Die Länder können nicht mehr helfen finanziell am Rücken an der Wand stehen.

00:12:48: Deswegen ist das, was wir da besprochen haben unausweichlich und da sind wir wieder bei dem Punkt wenn man das in Ruhe diskutiert wird deutlich dass davor muss man keine Angst haben sondern diese Veränderungen die wir jetzt vornehmen sorgen dafür dass der Kern das wichtige das was uns wirklich wichtiges erhalten bleibt nämlich Menschen helfen zu können Diese Hilfe brauchen und eben Spreu vom Weizen zu trennen.

00:13:10: Man

00:13:10: hat nicht das Gefühl, dass der Bund da gerade Eile hat bei diesem Thema finanzielle Hilfe für die Kommunen Stichwort Veranlassungskonnexität?

00:13:17: Ja es ist in der Tat so.

00:13:18: Es gibt den einen oder anderen, der halt den Schuss immer noch nicht gehört – in Berlin, in Brüssel.

00:13:24: Das ist vor allen Dingen auch ein Thema, das muss man schon sagen von den Sozialdemokraten.

00:13:28: Das erleben wir immer wieder.

00:13:30: da geht es darum Leistungen schneller einfacher pauschaler digitaler zu machen.

00:13:35: nicht darum geht's nicht zuerst sondern es geht um den Betrag um das absolute und wenn wir sehen dass wir zum Teil pro Jahr zehn Prozent mehr Kosten haben bei dem Bundesteilhabegesetz das kann doch keiner erklären dass das richtig ist.

00:13:50: ja und deswegen muss da rangegangen werden.

00:13:53: In Brandenburg gibt es jetzt eine schwarz-rote, eine rot-schwarze, Entschuldigung Koalition.

00:13:57: Eine zweier Koalition mit Mehrheit.

00:13:59: sind sie ein bisschen neidisch?

00:14:00: Brandenburger ist für uns als Sachsen ein ganz wichtiges Land.

00:14:03: wir haben große Themen.

00:14:04: Wir müssen Berlin helfen!

00:14:06: Wir sitzen hier an der Spree.

00:14:07: Wenn wir nicht handeln und mitmachen können Sie bald auf dem Trocknen sitzen.

00:14:13: Da gibt's hier keine Spreme.

00:14:15: Ich kenne noch die Bilder aus den Zwanzigerjahren da standen mitten in der Sprekehne auf dem Trockenen.

00:14:21: wenn die Braunkohle endet gibt es das Wasser nicht mehr und deswegen müssen wir jetzt gemeinsam arbeiten.

00:14:27: Die Berliner sollen sich mal gut stellen mit uns.

00:14:29: Sollte man immer generell mit den Sachsen, aber vor allem orientieren Sie gerade die Sachsen Richtung AfD.

00:14:34: Jüngste Umfrage lieber Herr Kretschmer, thirty-fünf Prozent AfD CDU nur noch neunundzwanzig Prozent.

00:14:39: Was ist denn der Effekt, dass dort weiterhin ein CDU Ministerpräsident regiert?

00:14:43: Wenn das das aktuelle Ergebnis ist?

00:14:45: Ja, Sachsenliste Teil der Bundesrepublik Deutschland, die Menschen lesen Zeitungen erleben was passiert sind mit vielen Dingen, die derzeit passieren nicht einverstanden.

00:14:56: Sie freuen sich und wissen auch zu schätzen wie Alexander Dobrindt die Zahl der Flüchtlinge begrenzt.

00:15:03: sie wünschten sich mehr Abschiebungen, sie wünschten sich auch mehr Begrenzungen, Sie wünschte sich dass die Frage von staatlicher Regulierung vernünftiger zurück entschlossener zurückgeführt werden würde.

00:15:17: und so gibt es den einen oder anderen Punkt.

00:15:19: ich denke da sind wir So wie in vielen anderen Bundesländern auch.

00:15:25: Nur mit einer guten Politik werden wir das Vertrauen wieder zurückbekommen, werden neue Zustimmung bekommen und populistende Nährboden entziehen.

00:15:38: Wie Sachsen haben ja schon beim Thema Russland und Ukraine eine durchaus andere Position als manche in Berlin oder den westdeutschen Ländern.

00:15:45: ist es bei dem Iran Krieg eigentlich jetzt genauso dass die deutliche Zustimmung des Bundeskanzlers für den Angriff der Israelis und der Amerikaner ihrer Klientel da gar nicht gut gefällt?

00:15:56: Ja, man fragt sich halt erstens was ist das Ziel.

00:16:00: Wann endet das?

00:16:01: Was kommt danach?

00:16:04: Und offensichtlich gibt es das Völkerrecht nicht mehr sondern es gibt nur noch das Recht des Stärkeren.

00:16:12: Das ist etwas was ich auch nicht in Ordnung finde was mich auch extrem besorgt weil wer liegt hier eigentlich jetzt fest welcher Staats- und Regierungschef umgebracht wird, wo man ein Regime-Change macht.

00:16:25: Was ist der Maßstab?

00:16:29: Wo wir uns alle daran verlässlich halten können was die Regeln in dieser Welt haben.

00:16:33: Wir wollen eine regelbasierte Weltenordnung.

00:16:37: das ist schon sehr verstörend.

00:16:39: und schauen sie Irak Syrien Libyen.

00:16:46: sicherlich sind diese Diktatoren weg.

00:16:50: Ich habe viele Begegnungen mit iranischen Menschen gehabt.

00:16:54: Die freuen sich sehr, dass da jetzt endlich mal diese furchtbaren Diktatoren – wenn das so stimmt – zwölf bis dreißigtausend Menschen allein in diesem Jahr umgebracht, hingerichtet sind ja Dimensionen, die erinnern uns an die Zeit des Nationalsozialismus und diese Größenordnung.

00:17:14: Man ist hin- und hergerissen.

00:17:16: natürlich muss das ein Ende haben aber Wie es dann am Ende weitergeht, dass diese Frage haben wir nicht beantwortet bekommen.

00:17:25: Die wird auch nicht besprochen,

00:17:27: ne?

00:17:27: Ja weil selten von Außenregime-Change wirklich funktioniert hat.

00:17:30: Genau also das ist der Punkt und ich würde schon sagen in dieser Frage braucht man einen breiten Diskursraum Weil es eben Bedenken alles Sorgen gibt, weil es vielleicht auch andere Meinungen gibt.

00:17:45: Mein Spektrum ist ein bisschen aufgemacht.

00:17:48: Auf der einen Seite zu sagen, natürlich diese furchtbaren Mulas, ja die Leute, die Tausende, Zehntausende umbringen und Angriffe in der ganzen Welt machen, die auch sicherlich hinter den Angriffen in Israel stecken und diesen furchttbaren Morteinschlägen stecken.

00:18:05: Und auf der anderen Seite was folgt daraus?

00:18:07: Wie geht es weiter?

00:18:09: Wir werden sehen.

00:18:09: eine letzte Frage noch Herr Kretschmann mit allen reden aber nicht mit allen abstimmen.

00:18:14: Ist ein bisschen das Prinzip einer Minderheitsregierung.

00:18:15: wie funktioniert er eigentlich im Alltag?

00:18:17: Ja, das ist so eine alberne Formulierung.

00:18:21: Weil im Kern geht es darum... Wir haben einen Landtag der es gewählt.

00:18:28: Jeder der da Mitglied ist hat die gleichen Rechte.

00:18:31: Ich würde auch immer sagen die gleichen Pflichten und ich habe den Kolleginnen und Kollegen des Angeboten sehr auf Augenhöhe mit demut.

00:18:39: wir machen wie Vorschläge.

00:18:40: Es gibt ein Konsultationsmechanismus ihr könnt alle mitmachen Und die Einzigen, die gesagt haben wir machen denn überhaupt nicht mit.

00:18:46: Wir wollen dass ihr scheitert ist die AfD und so verhalten sie sich auch jedes Mal.

00:18:53: Nein es ist sehr viel Verantwortungsbewusstsein bei den verschiedenen Akteuren.

00:18:58: das tut sehr gut.

00:18:59: Es ist ein anderes Klima in anderer Umgang miteinander.

00:19:02: wie lange das hält wissen wir nicht.

00:19:05: ich weiß noch nicht ob man das so einfach kopieren könnte.

00:19:07: dann eine andere Region ist sehr sehr viel mit Menschen zusammen aber Zurzeit würde ich sagen, da sitzen im sächsischen Landtag verantwortungsbewusste Menschen die ihre Heimat lieben und die etwas für ihr eigenes Land und für die Menschen erreichen wollen.

00:19:20: Und deswegen gelingen uns auch viele Dinge gemeinsam.

00:19:23: Manche in der Bundes-CDU wünschten sich einen etwas offeneren Umgang mit dem Thema Minderheitsregierung – Sie auch?

00:19:28: Nein, ich glaube dass viele nicht wissen worüber sie reden.

00:19:33: Das A und O das Wichtigste überhaupt ist es wäre rauskommen aus dem Geräteumgang mit irgendjemandem.

00:19:39: sondern Was sind die Gründe?

00:19:42: Und die Gründer haben wir auch oft miteinander diskutiert.

00:19:44: Nach jeder Landtagswahl, Europawahl, Bundestagswahlen gibt es eine Nachwahlbefragung.

00:19:49: Man weiß wofür die Leute stehen wie sie sind und diese Themen abzuarbeiten hintereinander ist wichtig und da brauchen wir jetzt hier in Berlin unseren Koalitionspartner.

00:19:59: wird sehr viel investiert auch an persönlichen Gesprächen entgegenkommen.

00:20:05: Wichtig ist dass wir jetzt wirklich auch ins Handeln kommen.

00:20:08: das erste Jahr ist um Jetzt hat sich alles geruckelt, das merkt man auch.

00:20:13: Diese Regierung ist heute viel stabiler, viel abschlussfähiger als sie es in den ersten Monaten war.

00:20:18: und jetzt geht's ums Ganze.

00:20:21: Herr Kretschmer vielen Dank dass Sie zu Besuch waren bei uns hier im Steffstudio im ehemaligen Ostteil Berlins.

00:20:26: Vielen Dank!

00:20:26: Absolut!

00:20:33: Wattenpfeil

00:20:34: will sich eigentlich an die Spitze der grünen Energieversorgung setzen.

00:20:37: dafür sollen bis zwanzig achtundzwanzig fünf Milliarden Euro investiert werden besonders in Wind- und Wasserkraften.

00:20:44: Aber

00:20:45: diverse Pläne aus dem Wirtschaftsministerium machen den Deutschlandchef und Finanzchef der erneuerbaren Sparte von Wattenfall international Robert Zurafski Sorgen.

00:20:54: Warum Zurafki trotz dieser Bedenken an den Erfolg der Decarbonisierung glaubt, was passieren muss damit Deutschland wieder zum attraktiven Markt für grüne Milliarden Investitionen wird?

00:21:03: Das hat er unserem Kollegen vom Berlin-Table Malte Kreuzfeld gesagt.

00:21:15: aber auch insgesamt lange hier als Braunkohlebetreiber, Atombetreiber und großer Netzbetreber bekannt inzwischen eigentlich komplett auf erneuerbare und speichersetzend.

00:21:24: Was hat Ihnen den Ausschlag für diese Kehrtwende gegeben?

00:21:28: Ja also ich würde sagen Wartenfall ist da sehr konsequent in der Umsetzung der Strategie in Richtung Fossilfreiheit zu gehen für die Gesellschaft aber auch eine Energieerzeugung zum Teil eben sicher durch Verkäufe durch D-Investitionen selbst drücktbauten.

00:21:49: Man kann heute sagen, es ist heute in Deutschland sowieso aber auch in Europa ein Energiekonzern der in einigen Ländern integriert ist wie in Schweden beispielsweise noch also Erzeugung Netze Kunden.

00:22:02: In Deutschland Erzeugungen Speicherkunden und der ganz konsequent auf die Fossilfreiheit gesetzt.

00:22:08: das heißt unsere gesamten Anlagen sind mit so wenige Ausnahmen im Gasbereich fossilfrei.

00:22:14: Aber Atomkraftwerke, haben Sie entschieden zum Beispiel noch eine ganze Menge?

00:22:16: Vermissen Sie Krümmel und Wunsbüttel so manchmal die sich hier stilllegen mussten.

00:22:20: Ja vielleicht ist das mal wichtig.

00:22:22: Fossilfreiheit heißt eben auch atomkraft ist Teil davon dass jede gesellschaft oder jedes land gesellschaft und politik entscheidet sich für bestimmte wege der energieversorgung.

00:22:34: Das ist nicht ne wattenfallentscheidung das ist eine gesellschaftliche Entscheidung.

00:22:37: In Schweden gehört da die Krankheit dazu, in Deutschland haben sie richtigerweise gesagt nicht mehr.

00:22:41: Da haben wir uns seit langen Entscheidungsprozessen der letzten zwanzig, dreißig Jahre entschieden das nicht mehr zu tun.

00:22:48: Insofern vermisse ich es nicht!

00:22:49: Das ist einfach eine Entscheidung mit der wir umgehen müssen.

00:22:51: Heute setzt Wackenfall also vor allem auf Wind-, Wasser- und Speicher.

00:22:55: Und da plant die Bundesregierung im Moment ja aber große Veränderungen.

00:22:58: Fürchten Sie dass der Ausbau von Erneuerbaren und von Speichern in Zukunft schwieriger wird?

00:23:02: Ja,

00:23:03: es gibt viele

00:23:04: Vorschläge, sagen wir mal schon, zum Teilweise offiziell bekannt sind.

00:23:07: Zum teilweise geliegt wurden die in die richtige Richtung gehen und da kommen vielleicht noch dazu im Detail.

00:23:13: Und es gibt auch ein paar Entscheidungen oder ein paar Richtungen, die sagen wir uns als Unternehmen die Sorgung falten auf die Stirn bleiben weil sie Unsicherheit im Markt schüren und Unsicherheiten sind immer schlecht für den Investitionsklima.

00:23:24: Was führt denn zu dieser Unsicherkeit?

00:23:25: Parallel sind ja drei Aktivitäten gerade im Gange.

00:23:28: das ist die EEG-Reform.

00:23:29: Zum ersten, ersten, siebenundzwanzig muss ein neues EEG gesetzt sein.

00:23:33: Parallel gibt es das sogenannte Netzpaket, was ja schon auch ganz viel durch die Presse gegeistert ist.

00:23:38: und die dritte Aktivität ist am Seiten der Bundesnetzagentur des sogenannten Agnes.

00:23:42: Das auch sozusagen auf Netzendgelder abzielt.

00:23:46: Bei allen drei einzelnen Bausteinen ist uns die Gesamtbürgung noch nicht klar und diese Unsicherheit aus diesen drei Baustein führt dazu dass Investitionen natürlich im Moment schwierig zu bewerten sind.

00:23:59: Okay, unter anderem geplant ist ja so ein Redispatch-Vorbehalt heißt das.

00:24:03: Auf gut Deutsch man kriegt für Strom den man einspeisen könnte aber nicht einspeisern kann weil das Netz überlastet ist in Zukunft keine Vergütung mehr oder keine Entschädigung dafür dass man nicht einspreisen konnte.

00:24:12: Wie würde sich das denn auswirken für jemanden der jetzt einen Windpark und Solarpark bauen will?

00:24:16: würden sie mit dieser Ungewissheit die es dann hier erbringt noch Investitionsentscheidungen treffen können?

00:24:22: Also ich würd stand heute sagen dass das ein sehr sehr schwieriges Thema ist viele InvestitionsEntscheidungen nicht kommen

00:24:29: würden.

00:24:30: Denn

00:24:31: da, wie es im Moment der Diskussion ist diese drei Prozent das wurde so eine große Unsicherheit für zehn Jahre bedeuten was ein Großteil auch der deutschen Fläche betrifft und die müssen sich vorstellen sie stehen dann vor Investitionsentscheidungen stand heute und Sie wissen eigentlich gar nichts genau kommt.

00:24:47: Sie wissen nur vermutlich gilt dieser Redispatch Vorbehalt dann für meine Investitionen und mag sein dass ich dann hier und da noch Investition rechnen bestimmten Gebieten aber für die große Mehrheit wäre.

00:24:58: Das ist sozusagen das Damoklesschert, ich will es mal bezeichnen.

00:25:02: Die Wirtschaftministerin argumentiert ja immer dass die Energiewende dadurch billiger wird wenn man den Ausbau etwas bremst oder anders gestaltet oder regional anders gestaltet.

00:25:12: Keine Einschätzung, dass das billiger werden wir weniger Erneuerbare zu bauen?

00:25:16: Ich glaube die Richtung von der Bundeswirtschaftsministerin, dass wir den Ausbohr der Erneuernbahn und den Netzausbau in Einklang bringen müssen, die ist richtig!

00:25:26: Nur das bei dem Instrument sozusagen im Detail sind wir uns glaube ich nicht ganz einig, denn ich würde sagen was Deutschland braucht ist auch einen konsequenzen Netzausbau.

00:25:35: Ja wenn wir jetzt die Erneuerbaren bremsen dann haben wir hinten auch wieder ein Problem Denn die Decarbonisierung heißt solche die Art ja drei Vorteile eigentlich ne?

00:25:43: Die langfristig gesprochen erhöht die Decommonisierung und die erneuerbare Investition gehört dazu die Wettbewerbsfähigkeit von Deutschland oder Europa.

00:25:53: Sie macht uns unabhängiger und resilienter.

00:25:57: Deswegen muss Ausbau der Erneuerbaren den Solar- und Netzausbau handeln.

00:26:04: Was wäre Ihr Vorschlag, wenn Sie jetzt sagen, so wie das zum Beispiel mit diesem Redispatch Vorbehalt geplant ist?

00:26:09: Geht es nicht in die richtige Richtung?

00:26:10: Wie würden sie sagen, wie kriegt man es hin, dass die Erneurerbaren vor allem da gebaut werden, wo sie dann auch eingespeist werden können und wo das Netz genug Kapazitäten hat?

00:26:20: Es gibt ja andere Instrumente, und ich glaube die sind besser geeignet.

00:26:24: Und wir als Branche sind denke ich auch bereit da Verantwortung zu übernehmen an der Stelle.

00:26:30: Für mich ist wichtig dass der Netzausbau weiter im Vordergrund steht, um ihre Frage konkret zu beantworten.

00:26:36: Es gibt hier andere Instumente.

00:26:37: Ich nenne mal das Beispiel den Baukostenzuschuss.

00:26:41: Damit kann ich auch den Ausbausteuern in den richtigen Gebieten... Verursache aber mit dem Bauchkostenzuschuss keine große Unsicherheit, weil den kann ich von vornherein allen kalkulieren in meine Investitionen und in mein Business Case.

00:26:54: Das heißt also dass dann in Zukunft auch wer einspeisen will sich an den Kosten für den Netzanschluss beteiligen muss?

00:26:59: Das ist auch Teil vom Netzpaket.

00:27:00: hier.

00:27:03: weiteres großes Projekt was ja geplant ist bei denen die sie genannt haben noch nicht dabei war ist ja dieser sogenannte Kapazitätsmarkt das in Zukunft das Kraftwerke Geld bekommen nicht nur wenn Sie Strom verkaufen sondern einfach dafür dass sie bereit stehen.

00:27:15: Und da gibt es ja auch einige Kritik dran.

00:27:18: Sie zum Beispiel betreiben große Pumpspeicherkraftwerke, würden sie sich noch lohnen wenn in Zukunft fossile Kraftwerke subventioniert werden um als Reserve bereit zu stehen?

00:27:29: Das ist eine gute Frage.

00:27:30: also wir sind als Wattenfeld tatsächlich kein Freund des Kapazitätsmarktes.

00:27:34: Es ist ein komplexes Instrument das darf man nicht unterschätzen.

00:27:38: die Einführung ist nicht ganz einfach und ich sehe einfach nicht oder wir sehen einfach nicht wie der Kapazitätsmarkt und uns hilft sozusagen, dass die Systemkosten geringer zu halten.

00:27:51: Die Einführung des Kapazitätmarktes führt aus meiner Sicht erst mal sogar zu höheren Kosten.

00:27:56: Sie haben die Pumpspeicherwerke genannt ist vielleicht auch gut zu wissen.

00:27:59: das Wattenfall ist einer der größten Betreiber von Pumpspeichewerken in Deutschland, zwei Komma sieben Gigawatt.

00:28:04: Das sind über vierzig Prozent der gesamtdeutschen Pumpspeicherkapazitäten.

00:28:08: Und ich hatte es ja genannt von den drei Bausteinen.

00:28:11: Ein Baustein dieser Agnesreform könnte auch dazu führen, dass die Postmeicherwerke mit Netzentgelten belastet werden.

00:28:18: Also ich belaste einerseits ein vorhandenes Instrument für Speicher und Flexibilität mit höheren Netzentgelten und gleichzeitig einen Kapazitätsmarken.

00:28:25: Das macht irgendwie alles keinen Sinn.

00:28:27: Ich wünsche mir das wir das zusammendenken.

00:28:29: Da machen die Branche aber gute Vorschläge, hoffe dann auch die Vorstellungen gehört werden.

00:28:35: Wir brauchen beides.

00:28:36: Das sind sich entweder Ohler, wir brauchen Beides!

00:28:38: Wir brauchen Speicher und das kann Batterien sein, Bumspeicher werkelt.

00:28:40: Wir brauchen für die Versorgungssicherheit aber auch die jetzt bestätigten Gaskraftwerke.

00:28:45: Gehen Sie denn davon aus dass die Energiewende in Deutschland mit dem gleichen Tempo vorangehen würden?

00:28:50: Dass was schaffen werden diese achtzig Prozent erneuerbare bis zwanzig dreißig zu erreichen und dann die komplette Klimaneutralität des Stromsektors bis zwantsich vierzig hinzukriegen.

00:28:59: ist das mit der derzeitigen Politik realistisch.

00:29:02: Ist eine gute Frage.

00:29:04: Das Ziel ist ambitioniert, um damit mal anzufangen.

00:29:07: Und ich glaube manchmal ist es gut, ambitionierte Ziele zu haben weil da muss man sich ein bisschen strecken um das Ziel zu erreichen.

00:29:14: Ich glaube immer noch möglich und ich glaube dass auch der einzig richtige Weg nach vorne denn Man sieht das jetzt gerade an der aktuellen Situation Die Decarbonisierung macht uns unabhängiger sie macht uns resilienter und erhöht die wettbewerbsfähigkeit mittelfristig kurzfristig.

00:29:33: Wir brauchen bestimmte Investitionen, da müssen wir durch.

00:29:35: Das ist so ein Investitionsberg sicherlich vor allen Dingen auch in Netze den wir vor uns haben.

00:29:41: aber ich glaube es ist möglich und das Ziel zu erreichen.

00:29:46: Ein Bereich wo es dazu letzte große Probleme gab bisher die Windkraft im Meer also die Offshore-Windkraft, wo Wattenfeier ja auch ein relevanter Akteur ist.

00:29:56: Vor zwei Jahren haben wir ja sehr große Nachfälle.

00:29:58: Wir haben jahrelang Milliarden bezahlt, um überhaupt Zuschläge zu kriegen.

00:30:01: Im letzten Jahr gab es jetzt kein einziges Gebot und da wird nichts gebaut.

00:30:05: Da zeichnet sich eine große Verzögerung ab, dass auch das Zwanzig-Dreißig-Ziel nicht erreichbar sein wird.

00:30:10: Es ist ein Datenschief gegangen und wird sich das wieder einfangen lassen?

00:30:14: Genau in der Offshoreindustrie gab's noch mal ein paar Bewegungen und es ist im Moment nicht so einfach.

00:30:20: was meine ich mit ein paar Bewegungen?

00:30:21: Die Business Case ist um damit sozusagen anzufangen, die sind schwieriger geworden.

00:30:24: Warum sind sie nicht schwieriger?

00:30:26: Die Investitionskosten haben sich deutlich erhöht tatsächlich seit im Jahr zwanzig, einundzwanzig.

00:30:32: Teilweise hat man auch Preisspringen gesehen.

00:30:33: von vierzig Prozent für bestimmte Komponenten Nummer eins, Nummer zwei in der deutschen Außenwirtschaftszone sowie die Flächen derzeit zugeschnitten sind gibt es relativ große Verschattungseffekte.

00:30:48: also man könnte sozusagen ein bisschen Platz sagen die Windparks klauen sich gegenseitig den Wind.

00:30:53: Ich komme gleich auf die Lösung, wie man es machen kann.

00:30:55: Aber das ist ein Effekt.

00:30:56: und der dritte Effekt ist, dass auch die Förderung weggefallen war.

00:31:02: So um dir waren ja einer der letzten, den noch.

00:31:04: letztes Jahr haben wir die finale Investitionsentscheidungen für unseren Nordlichpark getroffen, ne?

00:31:08: Einz-kommer sechs Gigawatt in der zweitgrößter Windpark der Welt übrigens ohne direkte Fördering.

00:31:13: Der Business Gas Rechnetzicht.

00:31:14: Wir fangen dieses Jahr mit dem Bau an, zwanzig, achtundzwanzig im Betrieb.

00:31:18: so jetzt gibt's einen Ja keine Ausschreibung haben Sie gerade richtigerweise gesagt Und was kann man jetzt machen oder was muss geschehen, um wieder Ausschreibungen zu haben?

00:31:26: Eigentlich sind es zwei Sachen und das eine ist auf dem Weg gebracht worden.

00:31:30: Wenn ich so richtig alles höre... Das ist ein Förderregime, also CFDs, wobei Klammeraufwattenfallpositionen hier so viel Markt wie möglich und so viele Start wie nötig.

00:31:42: Ja wir brauchen in der jetzigen Phase vermutlich einen kurzfristig CFD's aber ich würde mir mittel-und langfristig wünschen dass der Markt das wieder alleine richtet, so wie wir unseren Norddeich Projekt bauen Und wird diese Projekte mit PPAs, also mit Stromlieferverträgen für die Industrie sozusagen absichern können.

00:31:59: Ja da hat der Staat übrigens auch ein ganz wichtiges Instrument in der Hand und zwar Sicherheitsgarantien für PPA's.

00:32:05: Wir liefern heute diese PPA'S mit großen Industrieunternehmen.

00:32:09: Man könnte das aber auch für den Mittelstand und darum mal nicht ganz so große Industrie-Unternehmen öffnen Und die brauchen aber Absicherungsgarantien, sonst ist es für uns schwieriger als Unternehmen und wir würden auch dafür keine Bank-Garantien bekommen.

00:32:22: Hier kann der Staat eingreifen, das kostet den Staat gar kein Geld diese Garantie, sondern nur in dem Moment, wenn sie ausfallen würden.

00:32:27: Eine weitere Sache, die es ja noch in großem Ausmaß brauchen wird, ist neben den Speichern, die jetzt schon gibt wie ihre Pumpspeicher

00:32:33: usw.,

00:32:33: dass wir immer mehr Batteriespeicher brauchen werden um diesen Tagesverlaufsspitzen mit der Solarkraft am Mittag zum Beispiel auszugleichen.

00:32:40: Auch da sind große Investitionen erforderlich.

00:32:44: Zweifel, ob die alle so kommen werden mit den neuen Regeln.

00:32:47: Sie sind in diesem Markt ja auch aktiv?

00:32:48: Was ist das Problem beim Speicherausbau im Moment?

00:32:50: Wenn sie vor einer Wirtschaftlichkeitsrechnung für so einen Speicher stehen, wissen sie im Moment oder können sie im moment tatsächlich nicht ausrechnen, mit welchen Netzentgelten die Speicher belastet werden, ob sie belastete werden?

00:33:00: wie lange gilt der Vertrauensschutz?

00:33:02: also sind so viele Bälle in der Luft und es eigentlich diese Unsicherheit, die weg muss weil da Die Branche, und das ist nicht nur bei Wattenfall so.

00:33:09: Und die Branche ja jetzt vorsichtig ist bei diesen Investitionsentscheidungen.

00:33:12: Das ist ja ganz klar!

00:33:12: Das würde jeder so machen, ne?

00:33:15: Und diese Unsicherheit muss schnellstmöglich raus, denn sie haben es richtigerweise gesagt Wir brauchen diese Flexibilität.

00:33:20: Wir brauchen dieses Speicher in Deutschland.

00:33:22: Die Tageslastkurve wenn man sich die anschaut.

00:33:24: Mittags an so einem schönen Tag wie heute.

00:33:26: Mittag zero Euro im Prinzip oder vielleicht sogar negative Preise.

00:33:30: Abends sind die Preise bei zwei Hundert Euro die Megawatt Stunde.

00:33:34: Das zeigt ja deutlich dass im Markt Flexibilität und der Speicher fehlt.

00:33:38: Das heißt im Moment müssen Sie aber gut verdienen mit Ihren Pummspeichern?

00:33:41: Im Moment verdienen wir gut, mit den Pumspeicherwerken.

00:33:44: Ehrlicherweise nutzen wir das aber um jetzt die Pumpspeicher Werke fit zu machen für die nächsten zwanzig-fünfundzwanzig Jahre.

00:33:50: also das Geld wird wirklich jetzt genommen und wird wieder investiert um die fit zum Machen für die Nächsten Zwanzig, Zwanzigjahre.

00:33:55: denn ich bin ein bisschen auch vielleicht ein Fan der Pumsspeicherwerke.

00:33:59: Dann braucht er Beiles.

00:34:00: Batterien für den kurzfristigen Ausgleich, Pumpspeicherwerke können einfach länger laufen und sie stehen einfach länger.

00:34:06: Pummspeicher-Werke sind ja hundert

00:34:07: Investitionen.".

00:34:09: Und im Moment merkt man ja gerade nochmal ganz aktuell wie problematisch das die Abhängigkeit von Gas und Öl ist, wo die Preise da so stark steigen.

00:34:18: Glauben Sie dass jetzt diese Situation, die wir gerade erleben noch mal dazu führt?

00:34:23: Dass vielleicht dieses Zögern beim Ausbau der Erneuerbaren oder was man so ein bisschen erlebt hat, dass sich das jetzt doch noch wieder in die andere Richtung bewegen wird und dass ihre Argumente da auch und ihre Einwände stärker gehört werden.

00:34:35: Dadurch, dass alle gerade nochmal merken, dass es mit Öl- und Gas doch eine sehr riskante Geschichte ist?

00:34:41: Also lassen Sie sich mal so sagen... Erstmal natürlich ist das keine schöne Situation!

00:34:44: Aber wie sie gerade sagen, es zeigt einfach, wenn wir schlau in die Dekarbonisierung investieren dass wir uns unabhängiger machen können von genau diesen fossilen Quellen, die für diese Preisschwakung sorgen.

00:34:56: Das sieht ja jeder jeden Tag an der Tankstelle!

00:34:58: Also wir würden uns unabbängiger dafür machen als Land-, als Europa auch resilienter und deswegen ist es genau wichtig eigentlich diesen Ausbaubfahrt der Decarbonisierung weiterzubehalten übrigens auch den CO-Zertifikatlehandel auch weiter zu behalten in alle diese Instrumente beizubehalten um in die Richtung Decarbonisierung zu gehen und uns langfristig in Deutschland Europa unabhängiger von fossilen Quellen zu machen.

00:35:23: Das ist ein schönes Schlusswort, dann danke ich herzlich für den Besuch bei uns Robert Zurafski der Chef von Wattenfell Deutschland!

00:35:29: Vielen Dank!

00:35:44: Das Unternehmen aus München versteht sich als Full-Strike Anbieter für Quantentechnologie, das die gesamte Wertschöpfungskette abdecken will.

00:35:51: Von der Hardware und Quantenbetriebssysteme bis hin zu Quantenkomputeranwendungen und quanteninspirierten Softwareentlösungen.

00:35:59: twentyfünfundzwanzig wurde Plank mit dem Preis für das beste Startup des Jahres ausgezeichnet.

00:36:05: Die Hoffnung in das junge Unternehmen sind groß.

00:36:07: Europa will eine Führungsrolle im Bereich Quantentechnologien einnehmen.

00:36:11: Doch wie steht es um diese Vision und ab wann kann Plunk eigentlich marktreife Produkte auf dem Markt bringen?

00:36:17: Das soll mir der CEO und Mitgründer Alexander Gletzle erklären.

00:36:21: Herzlich Willkommen!

00:36:22: Hallo Herr Hoffmann, freut mich sehr in Ihrem Podcast zu sein.

00:36:25: Ihr Quanten-Starter Plunk hat einen neunzwanzig Millionen Auftrag vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt ein zwanzig millionen Projekt mit einem Leibniz Rechenzentrum, ESA-Auftrag im Zusammenhang mit der Ariane VI.

00:36:37: Ihre Hauptkunden sind also staatliche Institutionen.

00:36:40: Wann kauft denn der erste privatwirtschaftliche Kunde einen Quantenkomputer von Plank?

00:36:45: Nicht als Forschungsprojekt, sondern weil er sich wirklich rechnet!

00:36:48: Sobald es einen echten kommerziellen Mehrwert gibt.

00:36:51: dazu müssen Quantenkompierter leistungsstärker werden.

00:36:53: Dazu braucht man Fehlerkorrektur.

00:36:55: ich gehe davon aus dass es in den nächsten drei bis fünf Jahren so weit sein wird Bis zum Ende dieses Jahrzehnt planen wir kommerziell nutzbare Quantekomputer anzubieten wo die Entscheidung dann wirklich eine ökonomische Entscheidung ist.

00:37:09: Und ich glaube, das ist der springende Punkt für privatwirtschaftliche Unternehmen.

00:37:13: erste Geräte also wirklich nutzbare Quanten Computer wird es aber doch schon vorher geben.

00:37:18: Sie hatten ja schon für Ende des Jahres Anfang nächsten Jahres Die ersten Auslieferungen angekündigt.

00:37:23: bleibt das dabei?

00:37:24: Wir sind voll im Plan mit unseren großen Kundenprojekten sie haben es angesprochen Mit dem deutschen Zentrum für Luft und Raumfahrt aber auch mit dem Leib ins Rechenzentrum.

00:37:33: Das sind, wie Sie es eingeladen haben, Forschungsaufträge.

00:37:36: Das sind Bestpads.

00:37:38: die haben noch nicht die Leistungsfähigkeit zum wirklich ein industrierelevantes Problem zu lösen.

00:37:43: aber sie ist ein ganz wichtiges Vehikel für uns einerseits zum Kunden orientiert diese Quantencomputer zu entwickeln Aber auch für Institute wie das DLR oder dem Leibniz Rechenzentrum um frühe Erfahrung zu generieren und Quanten ready zu werden wenn diese Maschinen dann leistungsstärker und größer werden.

00:38:03: Was können diese Maschinen denn besser als so ein klassischer Supercomputer?

00:38:07: Amten Computer verwenden die Gesetze der Quantenphysik, das heißt sie verwenden Superposition, Verschränkung, Interferenz und können damit eine deutlich größere Paralysierbarkeit erreichen.

00:38:21: Man kann sich es vereinfacht zuvorstellen wie den Weg durch einen Labyrinth finden.

00:38:26: Während Sie Alleine am Weg müssten sie um jede Ecke schauen, alle möglichen Wege ausprobieren bis sie endlich hoffentlich mit dem Faden der Ariadne den Ausgang des Labyrinths gefunden haben.

00:38:38: Ein Quantenkomputer das wäre so wie ein Fluid!

00:38:42: Wie wenn Sie Wasser in das Labyrinth lernen dass sich gleichzeitig durch alle Wege ausgebreitet und sobald einen Wassertropfen den Ausgang gefunden hat kollabiert diese Wasserwelle in einen Fluss, der genau den kürzesten Weg durch das Labyrinth aufzeigt.

00:38:59: Jetzt hatten wir beeindruckende Begriffe aus der Quantenphysik und ein relativ abstraktes Bild.

00:39:03: Können Sie vielleicht mal so ein Use Case- oder Rechenbeispiel nennen, wo so'n Quantenkomputer wirklich gegen eine Supercomputer gewinnt?

00:39:10: Das wohl bürümteste Beispiel ist Choresalgorithmus, was darum geht, Primfaktoren zu zerlegen.

00:39:16: Das ist die Anwendung, auf der unsere Kryptologie RSA.

00:39:23: Wenn Sie sich im Internet eine E-Mail-Bostfach einlocken oder eine Banktransaktion ausführen, basiert das auf diesem asymmetrischen Schlüssel Austausch.

00:39:34: Und der ist nur deswegen sicher weil die besten Supercomputer der Welt Jahrzehnte brauchen würden um Brutforce alle Kombinationen auszuprobieren.

00:39:43: Im Quanten Computer könnte das mit Chancelgruppes exponentiell schneller in vielleicht wenigen Stunden.

00:39:51: Andere Beispiele kommen aus der Chemie oder aus der Pharmaindustrie.

00:39:56: Wenn Sie verstehen wollen, wie einzelne Moleküle sich miteinander verbinden und die Wirkstoffe Ihre Wirksamkeit entfalten.

00:40:05: und Sie wollen das exakt simulieren dann reicht Ihnen da die Rechenkapazität der besten Supercomputer heute nicht aus.

00:40:13: Ein einfaches Beispiel ist ein Einfaches Aspirinmolekül mit ungefähr zwanzig Atomen kann gleichzeitig in zehn noch achtundvierzig Vibrations- oder Rotationszuständen sein.

00:40:24: Zehn nach achtenvierziger ist eine Zahl, da kann sich keiner von uns was vorstellen.

00:40:28: Eine Zahl mit achten vierzig nullen aber das ist ungefähr die Anzahl der Atome aus der unser Planet Erde besteht.

00:40:35: und das zeigt doch wie absurd es ist.

00:40:37: und die Information den einem Aspirinn Molekül quantenmechanisch gleichzeitig drinsteckt bräuchte ich eine Festplatte eine klassische Festplatte, die alle Atome unseres Planeten Erde als Speichereinheit verwendet.

00:40:50: Deswegen wird es nie möglich sein, Quantenchemierechtungen exakt auf einem klassischen Computer zu lösen.

00:40:57: und da ist unglaubliches Potenzial dahinter.

00:41:00: Richtung neue Materialien, Richtung Decarbonisierung, Richtung personalisierte Medizin – das ist unsere große Vision, dass wir da etwas weiträumen können!

00:41:11: Bekommen Sie da schon Signale aus der Wirtschaft, als insbesondere aus den genannten Branchen Sicherheit und Medizinfarmer?

00:41:20: Wo auch Konkretes Interesse ausgesprochen wird an Quantencomputern.

00:41:25: Das sind genau die Branchen, die hier bereits sich sehr gut aufgestellt haben.

00:41:29: Alle großen Pharma- und Chemieunternehmen haben ihre Krankencomputingteams bereits seit mehreren Jahren intern aufgebaut.

00:41:36: mit denen reden wir ja auch zusammen.

00:41:41: Kryptologie ist es eher im Defensbereich, Nachrichtendienste aus diversen Ländern.

00:41:49: Die haben natürlich höchstes Interesse hier aktuellsten Stand der Technik zu sein um diesen Moment nicht zu verschlafen denn den Impact glaube ich kann man sich schon ein bisschen wie eine Erdombom bevorstellen.

00:42:03: wenn eine Nation alleine in der Lage ist Verschlüsselung zu knacken wird das zu einer enormen Asymetrie Informationsaustausch führen.

00:42:13: Und ich glaube, wir sind angehalten hier für ein Gleichgewicht zu sorgen und für Post-Quantenverschlüsselung rechtzeitig zu implementieren die dann auch Quantencomputer selber nach heutigem Stand nicht mehr entschlüsseln können.

00:42:27: und da ist es ganz wichtig dass Deutschland das Europa ganz vorne mitspült.

00:42:32: Wir sind in der Internationali Wettbewerber.

00:42:34: Sind das IBM und Google oder gibt's da auch Startups wie Ihres?

00:42:38: In anderen Ländern, die da schon sehr weit vorbrechen?

00:42:42: Es gibt mittlerweile eine Reihe von sehr, sehr guten Startups in Europa unter anderem IQM die jetzt auch an die Börse gegangen sind.

00:42:52: In Amerika wird das Feld eher genau wie Sie es gesagt haben von den Großindustriegeganten dominiert also Google, IBM, Amazon, Intel.

00:43:02: all die haben eigene Quantencomputerprojekte.

00:43:06: In China ist die Situation wieder ein bisschen anders.

00:43:08: In China wird die Quantum Computing Fortune hauptsächlich von nationalen Labs vorangetrieben, die dann direkt an die Zentralregierung reporten.

00:43:17: Wenn ich es richtig verstanden habe sind die Ansätze der großen US-Konzerne und ihrer ein bisschen in anderer, die arbeiten mit Supra Leitern, die runtergekühlt werden müssen.

00:43:27: Ihr Konzept funktioniert auch bei Raumtemperatur.

00:43:31: das hat Vor- und Nachteile weil kühlt, produzieren weniger Fehler.

00:43:37: Glauben Sie mit Ihrem Konzept da international wettbewerbsfähig sein zu können?

00:43:42: Ja absolut und ich glaube Neutralatome, so nennt sich unsere Technologie ist hier weltweit wirklich auf der Überholspur.

00:43:51: sie hat auch im akademischen Bereich jetzt überragende Resultate Richtung Fehlerkorrektur, Richtung Qualität der Cubits.

00:43:58: die weltweit größten Cubit Arrays sind mit neutralatomen realisiert worden.

00:44:03: wenn man Verdoppelungsrate sich anschaut, dann ist das von allen Modellitäten der schnellste Fortschritt.

00:44:10: Aber trotzdem, also vollkommen recht es gibt mehrere Modellität und des Rennenes muss man jetzt fairerweise sagen.

00:44:17: noch offen alle diese Modelliten haben Vor- und Nachteile und möglicherweise wird's auch kein Devintatexidol geben was ich rausstellen würde dass neutral Atomen für andere Anwendungen besser sind.

00:44:34: Noch einmal kurz zurück zu den Anwendungsbereichen.

00:44:36: Sie arbeiten ja auch mit der Deutschen Bahn zusammen, das ist ja etwas was noch ein bisschen closer to home für viele Leute ist.

00:44:43: Da geht es darum Algorithmen für Fahrpläne und Störfallmanagement im Schienenverkehr zu verbessern.

00:44:50: Was genau machen sie da?

00:44:51: Weil das klingt jetzt erst mal nicht nach dem was ich vorhin genannt haben mit zehn hoch acht um vierzig Stellen.

00:45:00: Das hat natürlich ganz eine klare egoistische Komponente, in dem ich selber sehr viel mit der Bahn am Weg bin und sehr viel Reisen muss.

00:45:07: Aber Spaß beiseite!

00:45:09: Optimierungsprobleme gerade im Logistikbereich sind mathematisch oder von einer Komplizitätsklasse extrem hart zu lösen.

00:45:18: Die skalieren mit den Anzahl der Noten exponentiell

00:45:22: und

00:45:22: stellen eine der härtesten Probleme mathematisch dar.

00:45:26: Ob Quantenkompierte hier einen Mehrwert bieten muss man fairerweise sagen, ist noch vollkommen offen.

00:45:31: Aber das ist auch genau der Spirit von diesem Projekt.

00:45:34: wir wollen hier gemeinsam mit einem großen Partner und auch dem Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt die das Projekt Sponsoren herausfinden ob Quantencomputer bei genau solchen Optimierungsproblem in der Logistik hier einen Mehrwert bieten können.

00:45:49: Die Antwort ist noch offen aber es auf jeden Fall ein Riesenanwendungsfeld und wenn sich dort herauskristallisiert kann Computer nicht mehr was bieten können, dann würde sich von einem Tag auf den anderen einen Milliardenmarkt öffnen.

00:46:04: Ihr Projekt Planck ist eine Ausgründung des Max-Planck-Instituts und wird natürlich sehr stark auch mit öffentlichen Geldern gefördert.

00:46:12: Ist Ihnen das schon genug oder würden Sie sich da noch mehr wünschen?

00:46:16: Insbesondere mit Blick auf das Thema Souveränität, dass Sie vorhin ja auch angesprochen

00:46:19: haben Wir werden die nächsten Jahre ganz klar von Kapitalabhängen, entweder von Investoren Risikokapitalgebern oder eben weiterhin vom deutschen Staat oder von der Europäischen Union über Aufträge und über Forschungsprojekte.

00:46:36: Wie Sie anfangs gesagt haben, Quantencomputer sind auch nicht reif genug.

00:46:39: es gibt noch keinen Markt wo Privatwirtschaft diese Unternehmen wirklich kommerziell sagt.

00:46:44: das macht Sinn einen Quanten Computer zu bauen und deswegen ist dieser Vielleicht künstliche Markt, denn hier die Europäische Union oder die Bundesregierung schafft für uns so wichtig.

00:46:56: Und der Kapitalbedarf in den nächsten Jahren – für jedes von diesen Quantencomputing-Startups wird enorm sein!

00:47:02: Wir müssen hier wettbewerbsfähig sein mit Startups im USA, die gerade eine Milliarde pro Startup raisen, die an die Börse gehen und hunderten Millionen auf Knopfdruck bekommen können.

00:47:18: Mit diesem Start-up sind wir ein Wettbewerb.

00:47:20: Ein Wett Bewerb um Talent, aber auch einen Wett bewerben um Lieferketten, um exklusive Agreements mit unseren Zuliefern.

00:47:29: und wenn Europa – wenn Deutschland – souveräne Quantencomputer made in Germany wo wie auch die Wertschöpfung und die Herstellung in Deutschland haben möchte und ich hoffe das dann braucht es hier Kapitalsummen in einer eigentlichen Dimension

00:47:46: Sagt Alexander Gletzle, Gründer und CEO des Quanten Start-ups Blank.

00:47:50: Ganz herzlichen Dank!

00:47:52: Vielen herzliche Danke Hoffmann.

00:47:53: Ich sage gefreut und froh es kannst du sein.

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