Die Lehren aus Baden-Württemberg. Mit Andreas Jung
Shownotes
Das Wahlergebnis in Baden-Württemberg ist für die Berliner Koalition eine doppelte Hypothek. Die SPD stürzt auf ihr schlechtestes Ergebnis in der Geschichte des Landes ab. Und die CDU verfehlte den erhofften Wahlsieg zum Auftakt des Wahljahres. Berlin.Table-Leiter Stefan Braun ordnet die Lage ein: Die Koalition schiebe dringend nötige Reformen vor sich her. Für die SPD sei das Ergebnis eine „Nahtoderfahrung". [01:12] Andreas Jung, stellvertretender Vorsitzender der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und CDU-Präsidiumsmitglied, erklärt das Wahlergebnis mit einem starken Landeseffekt: Cem Özdemir habe bei den Zweitstimmen dreißig Prozent erreicht — 150 Prozent mehr als die Grünen bundesweit. [10:32] Beim Nationalen Volkskongress hat China seinen neuen Fünfjahresplan vorgestellt. China.Table-Redakteur Leonardo Pape berichtet direkt aus Peking. [15:28] Professional Briefings kostenlos kennenlernen: https://table.media/testen Impressum: https://table.media/impressum Datenschutz: https://table.media/datenschutzerklaerung
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00:00:02:
00:00:10: Katerstimmung bei Schwarz-Rot.
00:00:12: Nach der Wahl in Baden-Württemberg haben sich die Spitzen von Union und SPD gestern zur Ergebnisanalyse getroffen, welche Konsequenzen die beiden Parteien aus der Wahl ziehen – das besprechen wir mit Andreas Jung dem stellvertretenden Vorsitzender Unionsfraktionen und Präsidiumsmitglied der CDU.
00:00:33: Weniger Wirtschaftswachstum, dafür aber vollen Fokus vor allem auf Zukunftstechnologien und auch die Rüstung.
00:00:38: Das ist der neue Plan für die chinesische Wirtschaft – beim Nationalen Volkskongress werden die Weichen für die Zukunft gestellt!
00:00:44: Und Leonardo Pape, unser Kollege vom China Table, ist live in Peking dabei und kann uns sagen was genau in China geplant
00:00:50: ist.
00:00:53: Ein Menschen persönlich abgestimmte Medizin?
00:00:57: Dank eines digitalen Klons könnte man in Zukunft bald viel gezielter behandeln und operieren.
00:01:02: Ach darüber sprechen wir an diesem Dienstag den zehnten März, schön dass ihr dabei seid!
00:01:12: Am Ende macht ein ganze siebenundzwanzig tausend Stimmen den Unterschied von insgesamt drei Komma vier Millionen Baden-Württembergern die am Sonntag zur Wahl gegangen sind.
00:01:22: Die Grünen gewinnen hauchzart vor der Union.
00:01:25: Im Landtag macht sich der Unterschied überhaupt nicht bemerkbar, beide Parteien bekommen sechsundfünfzig Sitze und hätten so in einer grünen-schwarzen Koalition sogar eine zweidrittel Mehrheit.
00:01:35: von der Union kam nun schon die Forderung ob man nach zwei Jahren den Ministerpräsidenten wechseln könnte angesichts der Stimmengleichheit im Landtag.
00:01:44: das haben die Grünen freundlich unter Hinweis auf die Teilzeitdebatte abgelehnt.
00:01:48: Man wolle doch lieber Vollzeit arbeiten!
00:01:51: Aber das ist vielleicht der lustige Teil der Debatte, die in Berlin überhaupt nicht lustig geführt wird.
00:01:57: Denn die Koalition, die sowieso schon in einem schwierigen Zustand ist hat nun eine doppelte Hypothek.
00:02:04: Die SPD hat das schlechteste Ergebnis ihrer Geschichte – fünf Komma fünf Prozent.
00:02:09: und so richtig hat sie noch keine Antwort darauf gefunden wie es in einem westdeutschen Flächenland sein kann dass sie derartig abstürzt, dass sie in Wahrheit um den Einzug im Landtag hätte bangen müssen.
00:02:21: Und auch für die CDU ist die Lage kompliziert.
00:02:23: Sie wollte ihr super Wahia natürlich mit einem strahlenden Sieg in Baden-Württemberg beginnen und so ist es nun nicht
00:02:30: gekommen.".
00:02:31: Friedrich Merz hat auf seiner Pressekonferenz gestern bekräftig, dass das Bündnis in Berlin natürlich trotzdem funktionieren würde.
00:03:04: mehr und substanzieller etwas hinbekommen müssen, damit wir in Deutschland aus dieser schwierigen wirtschaftlichen Lage herauskommen.
00:03:13: Was bleibt ihm auch anderes übrig als jetzt die Hoffnung zum Prinzip zu erklären?
00:03:18: Aber ist das wirklich realistisch?
00:03:21: findet Schwarz-Rot in Berlin so zueinander, dass sie nun das angehen was Sie sich vorgenommen haben nach den Wahlen nämlich jetzt endlich mutige Reformen durchzusetzen.
00:03:32: Auch Reformen die unbequem sind.
00:03:34: Zumutungen für die Bürger.
00:03:36: können das zwei Parteien die eine Schlappe erlebt haben wenn auch die CDU natürlich in Wahrheit Stimmen dazu gewonnen hat aber eben nicht die Wahl gewonnen habe.
00:03:44: Überall das möchte ich jetzt sprechen mit Stefan Braun Der Redaktionsleiter unseres Berlin-Table und einem ausgewiesenen Kenner sowohl der SPD als auch der CDU.
00:03:54: Hallo Stefan, schön dass du da bist!
00:03:56: Hallo Helene, grüß dich.
00:03:58: Ja, Hypothek für die Koalition – wie schätzt Du das ein?
00:04:04: Es ist in Wahrheit gar nicht so richtig überraschend aber die Hypotheke ist riesig einfach weil diese Koalition März, VBARS, Herr Klingbeil auch Herr Söder ganz genau wissen, sie schieben etwas vor sich her was Sie eigentlich schon im letzten Jahr hätten machen müssen.
00:04:22: Was Sie ganz dringend machen müssen in diesem Jahr und was die Zahlen gnadenlos erzwingen, nämlich dass man in allen möglichen Reformbereichen ist es die Gesundheit, Die Rente ist es die arbeitslosen Versicherungen sind das sozusagen alle möglichen Fördersysteme, die der Staat zum Schutz der Schwächsten gebaut hat.
00:04:47: Die müssen sich reformieren weil sie nicht mehr bezahlbar sind.
00:04:50: und Sie wissen dass sie einen wahnsinnigen Mut brauchen insbesondere natürlich die Sozialdemokraten aber nicht nur die.
00:04:58: In einer Situation, in der das Land verunsichert ist.
00:05:01: In der jeder versucht die Wirtschaft ein bisschen in Schwung zu bringen immer wieder kontakariert wird.
00:05:06: Meistens die Chinesen, die ihre Autos besonders fördern.
00:05:11: Mal sind es die Zölle aus Amerika jetzt ist es der Krieg um den Iran.
00:05:16: Jedes mal passiert wieder irgendetwas was die Wirtschaft dann hemmt bremst im Anblick.
00:05:20: Es ist der Ölpreis.
00:05:22: Das ist wahnsinnig schwierig, das heißt du willst nie einen positiven Schwung hin und in diese Situation hinein musst du Dinge tun.
00:05:29: Du musst
00:05:30: sie tun!
00:05:31: Und hast natürlich Angst davor weil die Gesellschaft im Augenblick nicht so drauf ist dass sich diesen Mut automatisch belohnt.
00:05:37: Du hast jedenfalls keine Garantie.
00:05:39: Die Erfahrung sagt eher na klar finden wir super aber dich wählen wir es nächste mal nicht mehr.
00:05:45: Das isst die Situation unausweiglich.
00:05:48: Stefan, gucken wir uns mal genauer die Lage der SPD an.
00:05:52: Da war
00:05:52: ja
00:05:53: der Generalsekretär Klüssendorf wirklich nicht zu beneiden, der das Wahlergebnis kommentieren musste.
00:05:58: Andreas Stoch, der Vorsitzende der SPD in Baden-Württemberg hat sofort angekündigt seinen Amt niederzulegen und so richtig weiß man auch gar nicht wie viel Nachwuchs ist da eigentlich.
00:06:10: also Ist das jetzt einfach so, dass man Baden-Württemberg abschreiben kann und sich jetzt voll auf Rheinland-Pfalz konzentriert oder wird der SPD noch sehr lange nachhängen?
00:06:22: Ich glaube, das eine ist dass sie das natürlich versuchen werden und es hatte ja auch seinen Grund warum ausgerechnet der Wahlkämpfer aus Rheinland-Pfalz Herr Schweitzer heute morgen sofort in den Medien war weil er genau diese Erzählung sagt Mensch wir wussten des beiden würden da schwierig aber entscheidend wird sein.
00:06:39: Der Amtsbonus in Rheinl-Pfalz und dann geht's uns wieder besser.
00:06:42: also innovatorisch werden Sie natürlich diesen Versuch machen.
00:06:46: In Wahrheit ist es so.
00:06:48: sie haben im Augenblick keine Figur der das Publikum gerne hinterherläuft.
00:06:54: Also keine Figur, die als Vorbild dient, die modern genug ist den Leuten nicht nur zu sagen wir retten euch wenn es ganz schlimm kommt sondern er sagt Das ist ein modernes Industrieland.
00:07:06: Das is' ein modernis Land mit KI Forschung.
00:07:09: Das sind die Strukturen der Zukunft und ich stehe dafür dass wir dieses land neu aufbauen, dass wir das land nach vorne bringen.
00:07:16: Und Ich hab den Mut!
00:07:18: Ich habe den Elan!
00:07:20: Diese Figur gibt es leider nicht, sondern es gibt Frau Bars, die ist alles was man hört aus internen Gesprächen viel reflektierter als man das öffentlich wahrnimmt.
00:07:31: Aber in der Öffentlichkeit hat sie eben immer diesen Torteiligungsstruktus.
00:07:36: Wir kommen nun um die Schwächsten und wir werden die Schwechsten nicht im Stich lassen.
00:07:39: aber wenn man dann Partei hinein hört, vor allem in die Generationen der Fünfzig- bis Sechzigjährigen.
00:07:46: Das klingt nach alt aber das sind alles die Leute, die vor zwanzig, fünfundzwanzig Jahren den modernen damals jungen Gerhard Schroeder gewählt haben.
00:07:54: und die haben es nicht gemacht weil er gesagt hat ich rette euch sondern sie haben es gemacht weil Schroeder ihnen das Gefühl gehabt.
00:08:01: Ich habe eine Idee von einem modernen Deutschland und ich kämpfe dafür Und wenn es schwierig wird bleibe ich im Sturm stehen.
00:08:07: Diese Figur
00:08:08: haben sie, egal wo man hinguckt.
00:08:10: Nicht im Bund, nicht in den Ländern und vielleicht dann selten aber das wissen natürlich die meisten nicht in der einen oder anderen Kommune.
00:08:19: Das ist das große Loch mit dem die SPD zu kämpfen hat und wo ich im Augenblick nichts sehe dass sie das lösen
00:08:26: kann.".
00:08:27: Glaubst du da es jetzt ein Schuss ist?
00:08:30: der die SPD zum Nachdenken bringt und sagt also wir müssen uns in dieser Phase, in der es auch weltwirtschaftlich ebenso aussieht wie du gerade beschrieben hast ein Stück neu erfinden.
00:08:42: Wenn Sie ehrlich zu sich sind dann haben sie so eine Nahtoderfahrung gehabt.
00:08:47: das ist jetzt ein spektakuläres Wort aber in der Tat wären Sie aus dem Landtag in Schubkart geflogen dann wäre es ungefähr sowas gewesen.
00:08:54: Wir wissen alle was das sehr wahrscheinlich für die FDP bedeutet.
00:08:58: Die ist auch rausgeflogen Und das hätte der SPD auch passieren können.
00:09:03: Wenn sie nicht ehrlich zu sich sind, wenn Sie mich sehen ja es ist alles schwierig Ja es wird das Risiko meines Lebens.
00:09:11: ja ich weiß möglicherweise werden uns die Leute abwählen
00:09:15: aber
00:09:16: manchmal ist es ja auch so wenn du wirklich mit dem Rücken zur Wand stehst dann ist alles was vorher verkampft ist angespannt ist wo du dauernd siebzehntausend Gedanken dir machst was jetzt alle schiefdehen könnte ist plötzlich vorbei.
00:09:29: Dann bist du plötzlich wieder bei dir und dann machst du das, was du nur noch verrichtlich hältst.
00:09:34: Das könnte ein solcher Moment sein!
00:09:36: Ich würde überhaupt nicht sagen, dass Lars Klingweil und Dabel Baas gerade in diesem Duo das nicht hinkriegen können.
00:09:43: aber sie müssen...das ist hart und ehrlich und das muss man immer sagen weil die Journalisten in dieser Situation eben nicht sind.
00:09:50: Sie müssen einkalkulieren, da sie in ein zwei drei Jahren spätestens weg sind Und das muss man immer mitgedenken, wenn man von Politikern so ganz große Schritte erwartet.
00:10:00: Das Risiko, dass du rausfliegst ist jeden Tag da und in solchen Fällen ist es natürlich vehementer.
00:10:08: Vielen Dank, Stefan, dass Du heute bei uns warst!
00:10:10: Gerne,
00:10:11: gerne... So viel zur SPD.
00:10:18: aber auch bei der CDU gab's Gesprächsbedarf.
00:10:21: Aus dem Parteipräsidium hieß es gestern, man wolle das Ergebnis realistisch einordnen.
00:10:25: Immerhin hat man ja deutlich zugelegt im Vergleich zur letzten Wahl und im Parlament hat man nun genauso viele Sitze wie der Wahlsieger.
00:10:32: Also nur ein ärgerlicher Ausrutscher oder steckt doch mehr dahinter?
00:10:36: Das will ich von Andreas Jung wissen!
00:10:38: Er ist gebürtiger Freiburger und stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion und außerdem Mitglied im Präsidium Und er war auch bei den gestrigen Gremiensitzungen dabei in Berlin und in Stuttgart.
00:10:50: In Stuttgard habe ich ihn am gestrige Abend noch erreicht, hallo schön dass Sie da sind lieber Herr Jo?
00:10:56: Ja sehr gerne guten Abend!
00:10:58: Was können sie uns denn aus dem Gremien Sitzung berichten?
00:11:02: Erstens Manuel Hadel hat unser Vertrauen auch für den Prozess der jetzt ansteht die Rückentwicklung der CDU Brandenburg.
00:11:11: Und zweitens, wir gewinnen zusammen.
00:11:14: Wir verlieren zusammen oder auch wenn es jetzt so eine Paz-Situation ist, auch das machen wir dort zusammen.
00:11:20: Aber wir weisen nicht von Stuttgart nach Berlin und von Berlin nach Stuttgard.
00:11:25: Wir sind SCDO geschlossen in diese Wahl und werden jetzt geschlossen nach Formelku.
00:11:29: Wobei ja Vertreter der Bundesebene zum Beispiel Kanzleramt Chef Frey aber auch Fraktionsvorsitzender Jens Spahn am Sonntag auf die Frage ob es dann auch an der Bundesebene gelegen habe, das Wahlergebnis ganz klar gesagt haben.
00:11:45: Nein!
00:11:45: Das konnte man lesen als Schuldzuweisung an Manuel Hagel.
00:11:49: Ist das überinterpretiert oder falsch interpretiert?
00:11:52: Das ist falsch interpretierter worden.
00:11:55: Beide waren in unseren Gremiensitzungen dabei und ich habe die Äußerungen gesehen.
00:11:58: Das haben sie nicht so gemeint.
00:12:00: Wenn wir das Ergebnis analysieren, kommt man ja nicht um hin festzustellen dass einen starken Landeseffekt gegeben hat, der weniger die CDU als vielmehr die Grünen betrifft.
00:12:11: Die Grünen sind in Berlin bundesweit bei etwa zwölfprozentigen Umfragen.
00:12:17: Cem Özdemir ist bei den Zweitstimmen bei dreißig Prozent also hundertfünfzig Prozent mehr
00:12:23: Zuspruch
00:12:24: als die grün bundesweiten.
00:12:26: Das ist ja Sondereffekt und das offenkundige Landeseffekt.
00:12:29: im Ergebnis dessen dass er sich weitestmöglich distanziert hat von den Grünen Ein Wahlkampf gespielt, wo die grüne Partei kaum eine Rolle gespielt hat über sich mit den Positionen sehr klar von den grünen Positionen abgegrenzt hat.
00:12:45: Das ist der Sondereffekt und der hat in der Tat jetzt nichts mit der Berliner Politik zu
00:12:49: tun.".
00:12:50: Der Kanzler hat angekönigt und sich zuversichtlich gezeigt dass er mit der SPD weiterhin konstruktiv regieren wird?
00:12:58: Was muss jetzt passieren, damit das gelingt?
00:13:01: Die SPD legt ihre Wunden auch für die CDU.
00:13:03: Ist es ein anderer Staat in das Wahljahr als sie sich erhofft hatte?
00:13:08: Braucht es einen Treffen im Meseberg?
00:13:10: Muss man sich erst mal gegenseitig einmal fest in die Arme nehmen?
00:13:14: oder was empfehlen Sie?
00:13:17: Es braucht keine Sondertreffen und keine Umarmungen der Kanzlerin.
00:13:21: aber sie ist vorhin auch angesprochen haben für Dich.
00:13:23: Merz war noch am letzten Freitag bei zwei Veranstaltungen in Baden-Württemberg, in meiner Heimat in Stockach und dann im Ravensburg.
00:13:30: Sondern beides stark besuchte Veranstaltung ist ja umjubelt worden sind übrigens die Wahlkreise über den stärksten Zuwachs bei den Zweitstimmen.
00:13:39: Wir haben einen Koalitionsvertrag.
00:13:41: wir müssen die Dinge umsetzen.
00:13:43: das kann nicht danach ausrichten wo gerade welche Landtagswahl ist sondern zu Recht auch die Erwartung der Menschen dass wir Reformen angehen also das Land voran bringen gegeneinander regieren.
00:13:56: Wir sehen das Umfragen, den gesagt hat.
00:13:58: ja viele CDU-Anhänger finden die SPD sich zu stark durch.
00:14:02: bei SPD Anhängern wird gesagt CDU setzt sich zu sehr durch man kann nicht gegenein und man kann nur miteinander regieren.
00:14:10: wir brauchen einen gemeinsamen Geist.
00:14:12: den gibt es in dieser Regierung auf Ebene der Bundesregierung den gibts in den Koalitionsfraktionen und so müssen wir dieses Land voran bringen und so durch Taten durch Inhalte konkret überzeugen.
00:14:22: Kommen wir zu einer zweiten Lehre, nämlich die Vereinland-Falz wo ja schon in zwei Wochen gewählt wird.
00:14:28: Jetzt auf den letzten Metern im Wahlkampf.
00:14:30: dort haben Sie eine Empfehlung an Ihre Kolleginnen und Kollegen was man vielleicht nicht machen sollte oder anders machen sollte denn da geht es auch für die CDU um das Ministerpräsidentenamt?
00:14:43: Ja sie brauchen keine Empfehlungen, die machen einen ganz starken Wahlkampf.
00:14:47: aber vielleicht als eine Analyse Wir haben fifty-fünfzig von siebzig Wahlkreisen gewonnen und laden bei den Erststimmen fast zehn Prozent vorne, bei denselben Bundestrend wie bei den Zweitstimmen logischerweise am selben
00:15:02: Tag.
00:15:03: Das heißt es sind alle Anlagen bundesweit da um starke Ergebnisse holen zu können.
00:15:08: In einem Fall ist eine Situation die ist anders als in Baden-Württemberg.
00:15:11: In Baden Württemberg war das das Rennen um Platz eins oder zwei Schwarz oder Grün.
00:15:18: damit eine wichtige Frage wer liegt vorne?
00:15:21: Aber eben nicht alternativ, die einen oder die anderen.
00:15:24: Das ist im Rheinland-Pfalz anders und da geht es darum ob die Ampel weitermacht oder ob's eine CDU geführte Regierung gibt und damit einfach klare Alternativen mit Gordon Schniele und sehr glaubwürdigen engagierten Kandidaten.
00:15:38: und deshalb haben sie alle Chancen.
00:15:40: Vielen Dank lieber Herr Jung für ihre Zeit und alles Gute.
00:15:43: Danke Ihnen auch.
00:15:44: Alles Gute
00:15:57: Ciao.
00:16:05: Einmal im Jahr kommt in China der Nationale Volkskongress zusammen.
00:16:08: Es ist vor allem ein Instrument der kommunistischen Parteiführung, um nach innen Selbstvertrauen und den anscheinend politischer Partizipation zu vermitteln.
00:16:18: Die Abläufe sind streng formalisiert.
00:16:20: Es gibt praktisch keinen Raum für Diskussion, drei Tausend Delegierte verbringen eine Woche in der Halle des Volkes.
00:16:28: es gibt drei Plenarsitzungen ansonsten trifft man sich in Arbeitsgruppen aber in diesen Plenar Sitzung da redet nur der Vorsitzende und das ist ein hoher Parteikader.
00:16:37: und von den dreitausend Menschen die in der Halle sitzen hört man eigentlich nur den Gleichtakt wie sie die Seiten umblättern und wie Sie frenetisch klatschen.
00:16:47: Unser Kollege Leo Papel saß im dritten Stock in der Halle des Volkes auf der Journalistentribüne, denn immerhin das ermöglicht.
00:16:55: Das Regime so viel Teilhabe ist dann möglich und jetzt ist er bei uns vom China Table in Peking zugeschaltet.
00:17:04: Hallo Leo schön dass du da bist!
00:17:06: Hallo Helene ich freue mich
00:17:08: Einmal.
00:17:08: kurz vielleicht die Atmosphäre im Raum.
00:17:11: wenn Du da im Dritten Stock sitzt und nach unten schaust ist das der Anschein von Partizipation, die da vermittelt wird?
00:17:17: Wie ich es in der Anmoderation gesagt habe.
00:17:20: Ich glaube wenn man die Bilder vom Volkskongress sieht, sieht das ja doch alles sehr ritualisiert und dadurch auch etwas befremdlich einförmig aus.
00:17:32: zum einen soll es tatsächlich auch diese Art von Einheit und von Macht nach Innen demonstrieren auch dem eigenen Volk also.
00:17:42: Zum einen wirkt es eben gar nicht nach Partizipationen, sondern nach Kontrolle.
00:17:48: Zum anderen gibt es aber diese dreitausend Delegierten die aus allen Teilen des Landes kommen und zumindest versucht die Regierung in anderen Teilen doch auch dem eigenen Volk zu vermitteln das sind wirklich die Menschen die für euch stehen Und wir machen sozusagen für euch auch Partizhipation möglich.
00:18:07: Aber wenn man in dieser großen Halle des Volkes sitzt dann merkt man davon erstmal nichts, denn da gibt es wirklich immer nur die Vorsitzpersonen, die spricht und es werden alle Berichte- und Beschlussdokumente eigentlich nur verlesen.
00:18:24: Das heißt, man sitzt dort über Stunden und ich glaube das ist wahrscheinlich auch schwierig für die Abgeordneten eben zu folgen weil sie überhaupt nicht sagen können etwas partizipativen oder eher interaktiven passiert, das geht dann zwischen den Sitzungen und auch in den Medienaussagen die die einzelnen Delegierten nach außen geben können.
00:18:50: Jetzt wurde der neue fünf-Jahresplan vorgestellt.
00:18:54: wo legt das Regime den Fokus für die Zukunft?
00:18:59: Der Fokus liegt auf jeden Fall auf größerer technologischer Unabhängigkeit und auch auf Durchbrüchen in gewissen Schlüssel-Technologien.
00:19:10: Auf jeden Fall macht die Regierung im neuen fünf Jahresplan klar, wir wollen uns in so zentralen Technologien wie Halbleitern oder Industrierobotik vom Rest der Welt unabhängig machen.
00:19:25: und dort wo wir gerade noch Abhängigkeiten haben eben wie bei fortgeschrittenen Typs Luftfahrt, Aerotechnik.
00:19:38: Dort wollen wir gezielt eigene große nationale Industrien aufbauen die auch in der Weltspitze mithalten können.
00:19:44: Ein anderes Thema beschäftige ich China natürlich auch.
00:19:47: das ist der Iran Krieg der es für Asien ein Problem denn das meiste Öl aus der Golfregion das wird eben nach Asien geliefert.
00:19:55: wie verhält sich China hier?
00:19:57: Wie groß ist dieses Problem?
00:19:59: in den Verlautbarungen des Regimes?
00:20:01: und in Wirklichkeit
00:20:03: ja.
00:20:03: also Der Iran exportiert achtzig bis neunzig Prozent seines Öls nach China, das heißt für den Iran selber ist China der mit Abstand größte wichtigste Abnehmer.
00:20:17: Für China selbst sind es dann wiederum zwölf bis dreizehn Prozent des Öls was es selber braucht, was aus dem Iran kommt.
00:20:24: Das heisst dass auch ein beträchtlicher Anteil aber die Abhängigkeit ist weniger groß.
00:20:30: Trotzdem hat man gesehen, schon in den ersten Tagen nach Beginn des Irankrieges hat die Regierung in China Exportföre angewiesen alle Ölexporte diesel durch bestimmte Verträge noch ins Ausland hatten zu stoppen.
00:20:45: Also alles Öl was schon vor Ort war auch im Land zu lassen.
00:20:50: das Paradoxe ist wenn man jetzt dieser Tage die chinesische Staatsmedien anguckt dann gibt es dort zwar viel Berichte über dem Iran Krieg Aber es geht eigentlich nie um Chinas Interessen, auch China's Probleme durch den Krieg und auch nie um ein chinesisches Engagement.
00:21:09: Und auch beim Volkskongress merkt man das in diesen formalisierten Abläufen dieser Kriege eigentlich keine Rolle stattfindet.
00:21:19: Das einzige Signal gab es am Sonntag.
00:21:22: da hatte der Außenminister Wang Yi eine Pressekonferenz Und der hat den Krieg verurteilt und einen Waffenstillstand gefordert.
00:21:31: Aber er war trotzdem gegenüber den USA erstaunlich kooperativ, das hat auch damit zu tun dass sich West-Präsident Trump schon für Ende März für ein Besuch hier in Peking angekündigt hat.
00:21:45: Ja genau darüber wollte ich noch sprechen.
00:21:47: es ist ja schon ein spektakuläres Treffen angesichts des Verhältnisses der beiden Länder angesichts dieses Zollstreits.
00:21:55: Wie blickt China auf das Treffen?
00:21:57: Welche Erwartungen hat man da?
00:21:59: Nächster China, dass Treffen noch nicht offiziell bestätigt.
00:22:03: Das tut China bei großen diplomatischen Anlässen immer erst ein paar Tage voraus eben auch wenn man sich ein bisschen vor diesem Gesichtsverlust absichern will, dass ein Tresem dann doch im letzten Moment nichts stattfindet.
00:22:20: Das hat leider bei unserem deutschen Außenminister, bei seinem geplanten ersten China-Besuch trotzdem nicht funktioniert.
00:22:26: Aber so ist Ihnen das Strategie gerade geht man aber davon aus dass dieses Treffen nicht verschoben wird weil es China einfach sehr wichtig ist die Beziehungen zu den USA zu stabilisieren.
00:22:40: und das hat auch den Grund bis die USA In den letzten Monaten ja eher davon abgerückt sind, China in das Zentrum ihrer Außenpolitik und als wirklichen systemischen Rivalen stets zu definieren und zum Ziel ihrer Außepolitik zu machen.
00:22:57: Also nach dem Deal im Handelsstreit schon im Oktober hat Trump eigentlich davon abgesehen, China noch in seiner nationalen Sicherheitsstrategie besonders hervorzukehren oder auch in seiner State of the Union Rede noch als besonderen systemischen Rivalen zu nennen.
00:23:15: Das heißt, gerade ist eigentlich für China die US-Position eine eher angenehme und sie versuchen natürlich USA in dieser Stabilität zu halten.
00:23:26: Die neue Zollpolitik ist ja auch für China erstmal eine Entlastung denn die Zölle zuvor waren ja deutlich höher!
00:23:34: Vielen Dank Leo für heute und Grüße nach Peking.
00:23:37: Ich danke dir Helene
00:23:45: Lieber Flo, du Head of Podcast war noch was.
00:23:48: Es ist immer irgendwas Helene und das ist immer etwas Spannendes!
00:23:51: Die Digitalisierung.
00:23:52: sie macht jetzt mittlerweile auch vor der Medizin nicht mehr halt.
00:23:56: die neueste Idee von einigen wenigen ausgewählten Wissenschaftlern ist ein digitaler Klon von seinem Patient zu erstellen.
00:24:04: Es ist ja schon ganz schön viel, wenn man mal bedenkt wie schwer wir uns in Deutschland getan haben bei der digitalen Patienten.
00:24:12: Aber da halten wir uns immer sehr stark mit der Bürokratie auf leider.
00:24:15: Ja aber der Vorteil dieses digitalen Klons also wie gesagt gibt es jetzt erstmal nur an einigen wenigen versuchen ist aber das ärzte halt dann aufgrund von MRT-Bildern anderen Daten, die man schon sowieso hat oder auch von tragbaren Geräten dann dieses digitale Appel von einem Patienten erstellen kann und man dann schon im Vorhinein weiß was beispielsweise bei so einer OP auf einen zukommt.
00:24:37: Denn jeder Mensch ist ja dann doch ein bisschen anders und stand jetzt müssen da nicht hier oben immer vor Ort sagen hoppala das hatte ich irgendwie anders in Erwartung oder war es auch immer.
00:24:46: und dann halt spontan reagieren und so könnte man dass alles schon hunderte mal vorher simulieren bevor man auch nur ein einziges Kölpel in der Hand gehabt hat.
00:24:53: Und wie weit ist diese Entwicklung schon, also wann können wir damit rechnen was die auch eingesetzt wird?
00:24:58: Am Ende ist es natürlich ein reines Ressourcenproblem.
00:25:00: Also die Rechenleistung kannst du dir vorstellen wenn wir jetzt hier für jeden Menschen auf der Welt einen digitalen Klo haben?
00:25:06: Die sprengt glaube ich alles was aktuell noch zur Verfügung steht.
00:25:09: Es ist am Anfangs Stadium aber es ist zumindest mal ein Schritt in Richtung deutlich präziserer Medizin
00:25:16: Und ein Haftungsthema sicherlich auch.
00:25:18: Also wer haftet eigentlich, wer
00:25:19: zahlt den Schaden?
00:25:20: Ja,
00:25:23: ich darf mal auch nicht ganz vergessen!
00:25:25: Am Ende wenn irgendwas schief geht wollen die Leute Geld.
00:25:28: Vielen Dank Flo für diesen Einblick in die Zukunft.
00:25:31: und dem Hörern und Hörer das war's für heute.
00:25:34: Morgen sind wir wieder da Wenn Sie Lust
00:25:36: haben Wir würden
00:25:36: uns freuen
00:25:43: Tschüss.
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