Erfolgsgeschichten deutscher Start-ups. Mit Johannes Reck und Hendrik Brandis.
Shownotes
Deutschland ist in der industriellen Robotik deutlich weiter als die USA, berichtet Nina Klotz vom CEO.Table. Sie hat bei ihren Recherchen unter anderem mit TUM-Professor Matthias Althoff gesprochen. Statt humanoider Roboter, die auf zwei Beinen wackeln, entwickeln deutsche Forscher spezialisierte Maschinen wie einen Minipanzer, der auf Baustellen unermüdlich Beton abbricht. "Der kann ewig dastehen und Beton abbrechen, das stört den gar nicht", beschreibt Althoff seinen KI-gesteuerten Bauroboter. Investor Sam Baker von Planet A Ventures sieht noch Nachholbedarf bei deutschen Unternehmen: "Den meisten ist noch nicht bewusst, dass sie diese Roboter unbedingt brauchen, um ihr Geschäftsmodell zu sichern." [01:33]
Johannes Reck, CEO und Mitgründer von GetYourGuide, berichtet im Gespräch mit Michael Bröcker von 30 Prozent Wachstum und über einer Milliarde Euro Umsatz. 50.000 Anbieter listen 200.000 Erlebnisse in über 200 Ländern auf der Plattform. Doch der größte Gegner bleibt Google: "Politiker, die zur Eröffnung von einem kleinen Rechenzentrum [amerikanischer Konzerne] gehen und das als Erfolg verbuchen, bücken sich um Brotkrumen eines Monopols aufzusammeln", kritisiert Reck. Am Beispiel Trivago zeigt er, wie Google mit eigenem Hotelpreisvergleich einen Konkurrenten nahezu zerstört hat: "Kaum eine Chance für neue B2C-Unternehmen, du findest auch keinen Investor mehr, der dafür Geld ausgibt." [07:03]
Am Montag soll die erste Rakete von Isar Aerospace in den Erdorbit starten. Hendrik Brandis, Co-Gründer des VC-Fonds Earlybird, erzählt, warum er von Anfang an investiert hat. Als er seinen Partnern die Idee vorstellte, hätten die gedacht, "was hat er jetzt geraucht?" Das Technologierisiko sei begrenzt, das finanzielle aber immens: "Es braucht ein paar hundert Millionen, um eine Rakete in den Orbit zu bringen." Europa könne sich die Abhängigkeit von SpaceX nicht leisten, denn wer dort fliege, müsse sein Transportgut komplett offenlegen: „Die Frage ist, ob man das will." [19:50]
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00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zu einer weiteren Ausgabe der CEO-Edition von Table Today.
00:00:10: Ich bin Alex Hofmann und heute bei mir im Studio ist meine neue Kollegin Nina Klotz.
00:00:15: Die ganze Welt ist im KI Hype, die Möglichkeiten scheinen unendlich zu sein aber KI wird nicht allen Herausforderungen lösen können.
00:00:24: Wenn man sich die Technologien der Zukunft anguckt, muss man auch zwingend auf die Robotik schauen.
00:00:28: Denn gerade in Kombination mit KI gibt es ja eine ganz neue Dimension an Möglichkeiten was jetzt schon möglich ist und wie die Zukunft in diesem Gebiet aussehen könnte.
00:00:37: Mittlerweile gibt es nur noch wenige Online-Plattformen, die gegen das allmächtige Google bestehen können.
00:00:43: Eine der wenigen Ausnahmen ist das Startup Get Your Guide.
00:00:46: Wir haben mit Johannes Rek dem CEO und Mitgründer von Get Your guide darüber gesprochen wie er das schafft und wie die Zukunft seines Unternehmens
00:00:55: aussieht.
00:00:57: Sollte alles gut gehen startet am Montag die erste Rakete von ESA Aerospace in den Erdorbit.
00:01:03: Das wäre ein Meilenstein in der deutschen und europäischen Raumfahrt.
00:01:07: Einer, der von Anfang an an das Projekt geglaubt hat ist Henrik Brandes.
00:01:11: Der Co-Gründer des Vizifons Earlybird.
00:01:13: Wir haben mit ihm gesprochen und ihm gefragt warum er das Risiko eingegangen ist ausgerechnet in die Raketenforschung zu investieren und was er sich in Zukunft von dieser Sparte verspricht.
00:01:24: Das ist unser Programm für diesen Samstag den einundzwanzigsten März.
00:01:28: schön dass sie dabei sind.
00:01:33: In Deutschland wird viel darüber gesprochen wie sich die Deindustrialisierung des Landes aufhalten lässt.
00:01:39: Bundeskanzler Friedrich Merz hat im Rahmen des Aufschwung- und Wachstumsjahres das Jahr ist, als eines der Ziele genannt die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie wiederherzustellen.
00:01:51: Nina erklär uns doch mal wie jetzt Technologie die bislang ja eigentlich an die Stelle von klassischer Industrie getreten ist in vielen Bereichen wieder aufwind bringen soll.
00:02:01: Naja, in erster Linie müssen wir natürlich mehr Produktivität schaffen und das ist genau der Punkt wo Automatisierung und auch Robotisierung eingreifen können.
00:02:10: Und helfen können mit weniger Einsatz mehr zu erreichen.
00:02:13: Deutschland und Europa stehen dabei gar nicht so schlecht da oder?
00:02:17: Nee tatsächlich!
00:02:17: Man unterschätzt es immer ein bisschen dass in Deutschland und vor allem in Osteuropa beispielsweise in sehr vielen Fabriken und Lagerhäusern schon auch sehr viele Roboter im Einsatz sind.
00:02:28: Die sehen halt nicht aus, wie man sich Roboter vorstellt.
00:02:30: Die haben mich zwei Arme und machen Pipibs, sondern das sind meistens nur einzelne Arme.
00:02:35: Das sind Dinge die auf Rollen sich fortbewegen und nicht auf zwei Beinen.
00:02:39: aber tatsächlich ist Deutschland beispielsweise im Vergleich zum USA sehr viel weiter was Robotik in Fabrike angeht.
00:02:45: Und warum spricht dann niemand darüber?
00:02:48: Die humanoiden Roboter, also die, die dem Mensch nahe empfunden sind.
00:02:51: Die kriegen ja schon ein bisschen Pressecoverage aber über die Industrierobotter, die ja so wichtig sind, die bleiben irgendwie außen vor.
00:02:59: Ja weil sie keine Salters schlagen und weil sie nicht tanzen können und weil deshalb einfach wie du sagst das Mediencoverage nicht so groß ist auf den Industierrobottern, die weniger cool aussehen am Ende mehr erreichen können als ein Humanoider, der auf zwei Beinen auch meistens sehr wackelig unterwegs ist.
00:03:15: Also ich habe im Zuge meiner Recherche zum Thema Status quo Robotik in Deutschland mit einem Professor von der TUM gesprochen, der auch sagt er sieht überhaupt keine wirklichen Anwendungsfälle für Humanoidoroboter die sich fortbewegen wie Menschen weil sie einfach sehr viel langsamer und sehr viel umgeschickter sind als alles was sich schlauer fort bewegt.
00:03:33: Und was genau ist es das die anderen Roboter so gut können?
00:03:37: Also wenn wir bei dem Beispiel von Matthias Althoff bleiben, der Munich Institute for Robotics and Machine Learning lehrt und forscht.
00:03:45: Der arbeitet mit ganz konkreten Anwendungsfällen aus.
00:03:48: zur Wirtschaft auf denen es zum Beispiel ein Bauunternehmer zugekommen hat gesagt Wir haben auf Vorstellen ein riesiges Problem.
00:03:54: Betonabbrucharbeiten sind Wahnsinnig aufwändig, sind total anstrengend.
00:03:59: Da muss meistens ein Mensch stehen der mit so einem Wasserstrahl diesen Beton abbricht.
00:04:04: das ist körperlich eine riesige Belastung.
00:04:06: die können das maximale Stunde machen und müssen die Pause machen.
00:04:08: Das ist für uns also total teuer und wir haben auch gar nicht genug Leute die Bock auf diese schreckliche Arbeit haben kann dass nicht ein Roboter unternehmen.
00:04:16: Und dann hat sich der Professor mit dem Team aus Studierenden zusammengesetzt und hat einen Roboter entwickelt Der aussieht wie so ein Minipanzer eigentlich und der kann ewig dastehen.
00:04:26: Und Betonabbrechen, das stört den gar nicht!
00:04:29: Das Besondere an diesem Roboter ist halt dass er das auf unterschiedlichsten Baustellen machen kann.
00:04:34: Keine Baustelle ist wie eine andere.
00:04:36: Das ist auch der Gegensatz zu den klassischen Robotern in den Fabriken die am Fließband stehen und immer das Gleiche machen.
00:04:41: Dieser Roboter kann sich in einer Umwelt orientieren.
00:04:45: Er kann wahrnehmen wie es da aussieht und kann sich dann entsprechend bewegen und anpassen.
00:04:51: Quantensprung in der deutschen Robotik überhaupt, dass die Roboter dank KI jetzt schlauer werden.
00:04:59: Anführungszeichen weil sie eben so sich besser an unterschiedliche Situationen anpassen können.
00:05:06: und was braucht es jetzt damit?
00:05:08: Die Deutschen Roboterhersteller auch wirtschaftlich erfolgreich sein können.
00:05:11: manche sagen Tempo aber ich glaube eigentlich das ist nur das eine.
00:05:14: das andere ist wenn der Schluss ist auch oft genannt dass Sie sich weiter spezialisieren auf die Sonderfälle fokussieren.
00:05:21: Das sagen natürlich die Professoren aus den Bereichen, aber das ist auch wirklich so dass Deutschland relativ weit vorne ist was Forschung und Entwicklung von Robotik angeht.
00:05:30: Und da sollte man eben auch weiter investieren, dass Deutschland weiter Roboter entwickeln kann, die auf sehr spezielle Situationen eingehen können.
00:05:38: Das sind dann nicht die von der Stange, die in China perspektivisch bald günstiger produziert werden können sondern es sind eben Roboter für einzelne Use Cases sind und vor allem auch in die schon bestehenden Fabriken hier in Europa gut eingebaut werden können, weil hier gibt es ja viele Legacy-Systeme.
00:05:54: Hier ist schon viel an Automatik drin und da braucht man jetzt eben sehr spezialisierte Roboter, die sich da gut einfügen
00:06:00: können.".
00:06:03: deutschen Unternehmen gekauft?
00:06:05: Noch nicht unbedingt.
00:06:07: Also ich habe mit dem Investors in Baker von Planet A gesprochen, der sagt was seiner Meinung noch fehlt ist das Bewusstsein für die Notwendigkeit hier zu investieren bei vielen Unternehmerinnen und Unternehmern in Deutschland.
00:06:21: Er sprach vor einem sogenannten Urgent buyer den er hier noch vermehrt sehen möchte dass es ganz unbedingt braucht, weil es seine Zukunft sichert und sein Geschäftsmodell.
00:06:32: Und wenn er dieses Produkt ist in dem Fall Roboter nicht kauft dann kann er so nicht weitermachen.
00:06:37: Er meint er sieht etliche Urgent-Baja hier in Europa aber den meisten ist das noch nicht zu bewusst.
00:06:44: Wenn Sie mehr darüber erfahren wollen was Roboter zum Beispiel mit den Donenkosten machen und wie auch industrielle Roboter noch einmal stark von den großen Sprachmodellen profitieren können Das hat Nina für Sie im CEO-Table noch einmal genauer untersucht.
00:06:57: Lesen können sie das Ergebnis unter table.media.
00:07:00: slash ceo
00:07:09: Die typischen Sehenswürdigkeiten, leckere Restaurants oder der kleine Geheimtipp – das alles bekommen Sie bei Get Your Guide!
00:07:16: Das in Berlin sitzende Unternehmen hatte sich zur Aufgabe gemacht, für jeden das passende individuelle Reiseerlebnis anbieten zu können.
00:07:24: Aus einer Idee von fünf Freunden ist mittlerweile ein weltweit erfolgreicher Konzern geworden.
00:07:30: Hundertfünfzigtausend Reiseerlebnisse in zwölf tausend Städten können sie auf der Internetplattform entdecken und buchen.
00:07:37: Trotz diverser internationaler Krisen läuft es im Reisegeschäft sehr gut, sagt einer der Gründer und CEO Johannes Rek.
00:07:44: Aber es gibt natürlich einen großen ja fast übermächtigen Konkurenten Google.
00:07:50: Der US-Techigant hat schon einige Firmen in Schwierigkeiten gebracht,
00:07:54: weil
00:07:55: er deren Konzept übernommen und in seine Suchmaschine prominent platziert hat.
00:08:00: Ist es also nur eine Frage der Zeit bis die Erfolgsgeschichte von GatioGuyd auch dem Machthunger von Google zum Opfer fällt?
00:08:08: Das hat Michael Bröker mit Johannes Reich besprochen!
00:08:20: GatioGuide ist ein sehr erfolgreiches Unternehmen, das international aufgestellt ist.
00:08:26: Wir haben gerade unsere Daten publiziert.
00:08:27: wir sind letztes Jahr mit dreißig Prozent gewachsen und haben die eine Milliarde Umsatzschwelle geknackt über... Wie
00:08:33: viel Jahre seid ihr?
00:08:34: Wir sind mittlerweile im sechzehnten
00:08:36: Jahr.
00:08:36: Du würdest sagen gemäß Adenauer leicht umgewandelt Urlauben tun die Leute immer
00:08:41: Absolut.
00:08:42: Die Reisebranche ist seit der Pandemie vollmünand gewachsen und vor allem im Erlebnisbereich, in dem wir der globale Marktführer sind, ist der schnellstwachsende Bereich der Reise branche werden mittlerweile über vierhundertzwanzig Milliarden Euro pro Jahr ausgegeben und vier Milliarden wurden auf unserer Plattform in den letzten zwölf Monaten ausgegeben.
00:09:01: Ihr seid in diversen Märkten?
00:09:03: Ist der Deutsche so gemäß des Klischees tatsächlich auch der Urlaubs- und reisefreudigste Markt?
00:09:08: Mittlerweile sind die USA unser größter Markt.
00:09:11: Gleichzeitig ist aber Deutschland nach wie vor ein enorm stark wachsener Markt und das stimmt, die Deutschen lieben es die Welt zu erkunden.
00:09:17: Krieg ich irgendetwas auf deiner Reiseplattform noch nicht was du gerne drauf hättest?
00:09:21: Oh ja da gibt's auch sehr viel...
00:09:24: Sag mal ein Beispiel!
00:09:25: Also wir sind zum Beispiel im Bereich Sport und Events gerade eben gestartet und wir haben in den USA jetzt Führende Teams wie zum Beispiel die Orlando Magic oder LA Clippers, also die Brooklyn Nets drauf bekommen und das wird auch sehr rege gebucht von Reisenden.
00:09:38: Ich dachte es gibt keine NBA-Tickets, man kriegt sie nicht?
00:09:40: Doch
00:09:41: doch!
00:09:41: Weil GTA Guide kriegt das jetzt der Reisen und die Teams finden das auch super in den US.
00:09:45: aber Sie wissen des Reisende im Schnitt mehr Geld ausgeben mit dem Stadion als die Einheimischen.
00:09:50: Aber z.B.
00:09:50: der Fußball, also FC Barcelona Arsenal London Das wäre für mich absoluter Highlights.
00:09:55: Die wollen das noch nicht, aber ich glaube da kommen wir auch in den nächsten Jahren.
00:09:58: Krieg
00:09:58: bei dir auch FC Köln Tickets?
00:10:00: Noch nicht ist dann aber glaube ich ein bisschen
00:10:02: weniger
00:10:03: als Kölner.
00:10:04: Natürlich wäre das mein Traum.
00:10:06: Fußballwärmtickets, das wäre jetzt ein Gamechanger?
00:10:09: Ja auch gut da ist die Distribution noch nicht so weit aber ich denke dass es in all diesen Bereichen sicherlich mehr touristische Distributionen in der Zukunft geben wird und auch mehr Paketierung die online verkauft wird.
00:10:21: im Moment ist das tatsächlich noch einen sehr offenen Markt.
00:10:24: Was ist der Treiber eures Erfolgs?
00:10:25: Die individualisierte Reiseplanung, dass ich will etwas anderes machen als die anderen machen.
00:10:31: Ist das immer noch einer der Haupttreiber?
00:10:33: Ja absolut!
00:10:34: Wenn du dir anschaust auf Social Media was posten die Leute?
00:10:37: dann geht es doch in allererster Linie immer darum... ...was habe ich einzigartiges auf meiner Reise gemacht?
00:10:42: Was habe ich entdeckt?
00:10:43: Die Leute posten nicht ihren Hotelzimmer ihr Airbnb oder ihr Flugticket und von diesem Trend des Erlebens und des Entdeckens haben wir enorm profitiert über die letzte Dekade und gleichzeitig ist der Markt auch mit uns gewachsen.
00:10:58: Also als wir gestartet sind, gab es noch diese klassischen Tour Operator wie man den von der TUI vor zwanzig Jahren kannte ohne Bewertung oftmals mit ganz schwacher Qualität.
00:11:08: und mittlerweile gibt es hunderttausende von Kleinsanbietern oft Familienbetrieben die wirklich innovative interessante Sachen anbieten.
00:11:16: also ich gebe jetzt mal ein Beispiel in einem stark wachsender Bereich Futterlebnis, also Essens-Erlebnis.
00:11:21: Das gab es noch gar nicht bevor Get Your Get Gekommen ist und jetzt gerade sind wir zum Beispiel in der Saison von den Marrakesch und Nordafrika reisen und du kannst die besten lokalen Angebote in Marrakech finden.
00:11:35: Es sind alles irgendwelche Futterlebnisse wo du in eine Küche gehst und mit den Lokalen irgendwie das Taschinehähnchen machst und das lieben die Leute.
00:11:43: Also dass z.B.
00:11:44: halt enorm starke Zuwachs raten.
00:11:47: Wir haben schon gesprochen über die ganzen Sporterlebnisse, es gibt sehr viele Shows auch lokaler also von Kleinkunst und Konzert bis hin zu wirklich sehr authentischen Touren durch die Nachbarschaft.
00:11:57: Also all das was du früher nicht im klassischen Katalog buchen kannst, kannst jetzt natürlich im Internet buchen weil wir einfach einen unendlichen Katalog haben der genau auf deine Bedürfnisse abgestimmt ist.
00:12:08: Hast überhaupt eine Zahl im Kopf
00:12:10: wie viele
00:12:10: einzelne Reiseanbieter bei euch auf der Plattform irgendetwas anbieten?
00:12:14: Ja klar!
00:12:16: Tausend Anbieter, die wirklich täglich bei uns drin sind.
00:12:20: Wie viele Länder
00:12:20: in der Welt?
00:12:21: In mittlerweile über zweihundert Länder an der Welt also quasi überall und diese fünfzigtausende Anbiete bieten zweihunderttausender Erlebnisse weltweit an und das wächst mittlerweile pro Woche mit bis zu zehntausenden neuen Erlehnissen.
00:12:36: Kann ich auch Nordkorea kriegen?
00:12:38: Nein dass es gibt ein paar Staaten, die ausgeschlossen sind.
00:12:41: Nordkorea, Kuba aufgrund der Restriktionen, der Iran natürlich und ein paar andere auch.
00:12:46: Du wirkst wie ein Unternehmer und hier sitzen in den letzten Wochen sehr viele CEOs, der sich überraschenderweise nicht
00:12:52: beklagt
00:12:53: über den Standort Deutschland, über fehlende Reform oder zu viel Bürokratisierung.
00:12:58: Hab ich da was falsch verstanden?
00:12:59: Oder kommt das jetzt?
00:13:01: Also ich bin ja ein großer Fan des Philosophens Karl Poppers Der Optimismus ist ein moralischer Imperativ.
00:13:07: Das heißt, ich denke der Unternehmer sollte immer das Glas halb voll sehen und die Realität ist auch, dass Deutschland ein fantastischer Standort ist um einen Unternehmen zu gründen und dass wir auch viele tolle Unternehmen haben selbst in der KI-Zeit.
00:13:21: Gleichzeitig müssen unsere Hausaufgaben machen im Startupbereich, mangelt es an Finanzierung.
00:13:27: wenn ich anschaue wer hat GatioGite finanziert dann sind das ausschließlich amerikanische und asiatische Geldgeber.
00:13:33: Und ich denke auch, dass gerade Arbeitsrecht viele Regulationen in Deutschland nicht mehr zeitgemäß ist.
00:13:42: Auch unsere Rente – wenn ich an unseren Mitarbeiter denke – ist ein großes Thema, das wir lösen müssen und es gibt Hausaufgaben die wir tun müssen.
00:13:49: aber gleichzeitig bin ich eigentlich sehr positiv was den Ausblick von deutschen angeht.
00:13:53: Was traust du schwarz-ruh zu?
00:13:55: Als CDU-nahem Manager der Du bist?
00:13:59: Also ich….
00:14:00: Ich glaube, dass die Probleme in der CDU erkannt sind.
00:14:05: Ich sitze ja selber auch im Beirat für Wettbewerb und künstliche Intelligenz bei Kati Reiche.
00:14:11: Ich weiß das sie mit den Punkten, die ich jetzt gerade genannt habe, vollkommen übereinstimmt.
00:14:17: Ich würde mir vor allem bei der SPD noch mehr Mut zur Reform wünschen.
00:14:21: Glaubst du, dass man mit mutigen Reformen, die man vorlegt, die auch mal schmerzhaft sein können aber eben ganzheitlich viele Bereiche betreffen am Ende auch Wahlen gewinnen kann?
00:14:30: Absolut, ich glaube man wird Wahlen verlieren wenn man keine Reform macht.
00:14:34: Bis zur Sommerpause haben wir noch Zeit oder was würdest
00:14:36: du sagen?
00:14:37: Je früher desto besser!
00:14:39: Ich glaube die Regierung muss in die Puschen kommen denn die Menschen auf der Straße so ist mein Eindruck sind deutlich reformbereiter als die Politiker im Kabinat.
00:14:50: Die Botschaft wird sicherlich mal gehört in der Berliner Republik, hoffentlich.
00:14:54: Viel wird im Moment diskutiert über europäische Regulierung der großen Tech-Konzerne, der Kulturstaatsminister plant die Digitalsteuer um unsere Abhängigkeit von denen vielleicht zu reduzieren.
00:15:05: wie abhängig ist eigentlich Get Your Guide sagen wir von Google?
00:15:08: Also die Reisebranche als solches genauso wie auch E-Commerce also Salando oder Otto sind natürlich sehr stark abhängigt generellen Suchmaschinen wie eben in unserem Fall Google, weil achtzig bis neunzig Prozent des Traffics bei der Inspiration also wenn ich zum Beispiel meine Reise plane erst mal bei google anfängt.
00:15:31: das kennen wir alle aus dem Alltag.
00:15:33: Wenn du darüber nachdenkst.
00:15:35: Ich will jetzt nach Marrakech gehen um das Beispiel wieder aufzugreifen von vorhin.
00:15:38: dann gehe ich natürlich erstmal die googlesuchleiste schauen mir ein paar Hotels an und Schau mir vielleicht auch die ersten Ergebnisse an, was man dort machen kann.
00:15:46: Und Get Your Guide wird dann eigentlich relevant in dem Moment wo du schon eine Idee hast und da wirklich verschiedene Angebote vergleichst.
00:15:52: Auch dich noch stärker im Detail informieren wirst und natürlich bei der Buchung, bei der Zahlung oder auch bei der Durchführung.
00:15:59: Da willst du unsere Marke haben denn wir stehen für ein tolles Angebot weltweit mit einer hohen Qualität starken Bewertungen und dann auch nach hohem Kundenzufriedenheit und einer starken Kundenbindung.
00:16:09: Ja, und wo kommt ihr da vor?
00:16:10: Und hat sich da was verändert?
00:16:12: vielleicht in den letzten Jahren doch durch KI und die Inklusion der Google Systematik.
00:16:17: Absolut!
00:16:19: Google ist von uns natürlich ein großer Partner und so wie ich das gerade eben beschrieben habe haben wir natürlich auch einen stark Teil unseres Wachstums über lezten zehn Jahre der Suchmaschine zu verdanken.
00:16:29: gleichzeitig habe ich ja auch bemerkt diese Partnerschaft immer stärker auch zu einem Wettbewerb geworden ist, da Google systematisch analysiert in welchen Bereichen ihrer Suchmaschine Geld verdient wird und dann anfängt immer stärkert vertikal eigene Produkte oftmals gegen den Willen ihrer Werbepartner zu bauen.
00:16:50: Ich nehme mal ein konkretes Beispiel.
00:16:51: wir beide kennen das Düsseldorfer Unternehmen Trivago.
00:16:54: Das war mal ein sehr starkes Unternehmen Deutschland Auch Börsen gelistet.
00:17:00: Für diejenigen, die es nicht kennen, die haben Hotels am Ende eine Hotelplattform.
00:17:03: Genau
00:17:03: und Google hat dann einfach irgendwann mal auch einen Hotelpreis gleich in die Suche mit eingebaut.
00:17:09: Damit haben sie Trivago mehr oder weniger zerstört.
00:17:11: das Unternehmen ist beinah wertlos heute und hat stark Umsatz ein Bußen gehabt.
00:17:16: Die Kölner HRS gibt's aber noch!
00:17:18: Kölner HS gibt es noch, die sind aber mittlerweile ein ausschließlich oder beinahe ausschließlich BTOB Unternehmen.
00:17:24: Das heißt sie verkaufen mittlerweile die Hotelübernachtung für die Mitarbeiter von Google, aber nicht mehr von Kunden weltweit.
00:17:30: also Entweder bist du so wie Booking.com oder VigattioGuide, du hast eine ganz globale Marke aufgebaut.
00:17:36: da gibt es dann noch ein paar Unternehmer und der Wettbewerb in der Breite ist von Google komplett unterminiert worden.
00:17:42: Das
00:17:42: heißt BtoC ist eigentlich kaum ne Chance reinzulernen?
00:17:44: Kaune Chance!
00:17:45: Du findest auch heute überhaupt gar keinen Investoren mehr die bereit sind dafür Geld auszugeben weil einfach die Angst vor Google dermaßen groß ist das eben oft auch berechtigt ist.
00:17:54: wenn wir jetzt an die Zukunft denken an die KI-Agenden die ja gebündelt in der Suchmaschine von Google drin sind Das muss man sich mal auf der Zunge zergehen lassen.
00:18:02: Also früher als Microsoft in Internet Explorer auf ihr Microsoft Windows Produkt drauf getan haben, wurden sie beinahe dafür zerschlagen.
00:18:11: Google bündelt ihre KI-Modus beliebig noch zusammen mit ganz vielen anderen Google Produkten und nimmt auch Daten von Partnern um sie direkt einzubinden dort oftmals gegen den Willen dieser Partner.
00:18:25: ich denke wenn dieses Spiel so weiter geht dann werden wir immer weniger Wettbewerb haben und ultimativ weniger Auswahl für Kunden und auch höhere Preise.
00:18:32: Zugleich sehen wir Politiker, die Microsoft- und Google-Rechenzentren vorstellen und sich neben die Manager stellen und stolz auf die Investitionen in Deutschland sind – selbstverständlich natürlich!
00:18:41: Also welche Macht hat Politik regulatorik in Europa überhaupt bei so großen Techkonzernen?
00:18:47: Also Politiker ... ich sage das jetzt mal so hart und klar... zur Eröffnung von einem kleinen Rechenzentrum in Brandenburg oder woanders hingehen und das als Erfolg verbuchen, die bücken sich um Brotkuhm eines Monopols aufzusammeln.
00:19:05: Ich finde das nichts anderes als ehrlich gesagt peinlich weil am Ende geht es darum dass es amerikanische Big Tech Konzerne sind die sehr wenig für Wachstum und Innovation in Europa tun und sehr wenig auch zu unserem allgemeinen Wohl beitragen und dies eigentlich als reine Marketingmaßnahme machen, um beliebt zu sein und ihrem eigenen eigentlich einzigen wirklichem Gegner nämlich dem Regulator ein kleines Zuckerchen hinzuhalten damit sie weiter ihre Monopolstellung unbeherregt behalten können.
00:19:37: Diese Debatte werden wir weiter verfolgen.
00:19:38: immerhin hat es Johannes Reck mit Get Your Guide geschafft einen deutsches Berliner Unicorn aufzubauen das sich im Weltmaßstab ganz gut schlägt.
00:19:46: vielen Dank für deinen Besuch heute bei Table Today.
00:19:48: Danke vielmals lieber Michael.
00:19:55: Der Weltraum war früher nur einigen wenigen vorbehalten.
00:19:59: Erst waren es nur die NASA und das sowjetische Raumfahrt-Programm, später kam dann noch weitere Player hinzu.
00:20:06: Seit ein paar Jahren wird es aber immer voller im All und immer mehr private Unternehmen haben erkannt dass in Zukunft der Raum um die Erde enorm wichtig wird!
00:20:15: Das wohl berühmteste Beispiel für eine private Raumfahrttfirma ist SpaceX von Elon Musk – das gilt aktuell auch als großes Vorbild für viele neue Startups.
00:20:24: Eines davon wurde in Bayern gegründet und heißt ESA Aerospace.
00:20:30: Es liegt viel Hoffnung auf dem Unternehmen, denn auch in Europa hat man erkannt dass man stärker ins All investieren muss.
00:20:38: Am Montag will das Unternehmen seine erste Rakete in den Orbit schicken.
00:20:41: wenn alles glatt läuft wäre das ein enormer Erfolg für das Unternehmen aber auch für die Investoren die nicht nur viel Geld sondern noch viel Vertrauen in dieses Projekt gesteckt haben.
00:20:51: Einer davon ist Henrik Brandes, der Co-Gründer des Vizifons Earlybird.
00:20:56: Er war einer der ersten, die an den Erfolg geglaubt hat und für die Zukunft große Chancen beim Thema Raumverzieht.
00:21:02: Warum er dieses Risiko eingegangen ist und wieso er in eine lukrative Zukunft im All glaubt?
00:21:07: Das soll er am besten selbst erzählen.
00:21:09: Schön dass sie bei uns sind, lieber Herr Brandes.
00:21:12: Hallo Herr Hoffmann vielen Dank für die Einladung!
00:21:14: Herr Brands Sie haben an der TU München in Luft & Raumfahrtechnik promoviert dann später an Flugzeugstrukturen gearbeitet, dann sind sie zu McKinsey gegangen und haben sich Earlybird gegründet.
00:21:26: Und investieren jetzt in Raketen!
00:21:28: Wann haben Sie denn als VC-Invester zum ersten Mal gedacht ich könnte doch mal zum Mond fliegen?
00:21:35: Ich habe nie gedacht dass ich zum Mond Fliegen kann.
00:21:37: Auf dem gestanden würde ich das auch gar nicht anstreben.
00:21:39: da hätte ich glaube viel zu mir Angst.
00:21:41: aber die Frage geht wahrscheinlich die Richtung wann haben wir das erste mal ernsthaft mit den Gedanken auseinandersetzt tatsächlich in meine Ursprungs, Heimatdomäne oder Expertise nämlich in Luft und Rauffahrt zu investieren.
00:21:53: Ich sage Ihnen ganz ehrlich das war als wir das erste Mal uns über Isa Gedanken gemacht haben und als ich zulehmend mich da begeistert habe bin ich dann auf meinen Partner zugegangen und die hatten im ersten Moment gedacht was hat er jetzt geraucht?
00:22:08: So etwas ist doch eigentlich eine hoheitliche Domäne.
00:22:10: Damals war Space X noch nicht so präsent, das war in den konzentrischen Kreisen uns dann gelungen hier die Partnerschaft dahinter zu bringen.
00:22:23: also uns meine ich die Gründe und glücklicherweise haben wir damals die Entscheidung getroffen von der sehr frühen Phase dieser Aerospace zu unterstützen Und können, glaube ich mit Fuggenrecht sagen, dass wir über diese Entscheidung sehr glücklich sind.
00:22:42: Isar Aerospace ist von Daniel Metzler geführte bayerische Raketen-Startup.
00:22:47: Daniel Metztler war auch schon hier im Podcast.
00:22:50: Sie haben aber mal gesagt an Raketeninvestments sei Anfangs mal too hot gewesen für sie weil man anders als bei Software Startups nicht einfach mit ein paar Millionen mal testen und ja nachjustieren kann.
00:23:01: was hat sie dann am Ende doch überzeugt in Space zu investieren?
00:23:06: Also in Space kann man ja nicht investieren, sondern man kann ja nur bestimmte Geschäftskonzepte, die sich mit Space beschäftigen, investieren.
00:23:14: Hier sind es jetzt Raketentechnologie.
00:23:17: was mich überzeugt hat zu allererst natürlich das Team.
00:23:21: Daniel Metzler und seine Gründerkollegen fand ich sehr überzeugend.
00:23:25: Zweit ist Raketenteknologie Nicht im Klassischen Sinn des Wortes Rocket Science, sondern das ist eine sehr bekannte Physik.
00:23:33: Die ist auch tatsächlich irgendwann mal in Deutschland nicht entwickelt worden so kein München und da wissen die Ingenieure sehr genau was sie tun.
00:23:43: jetzt ist die technologische Umsetzung.
00:23:45: Das Engineering ist immer wieder eine große Herausforderung weil man an der Grenze des physikalisch möglichen die Raketen baut, um sie besonders performant zu machen.
00:23:56: Das ist auch in diesem Fall so aber es ist kein grundsätzliche Frage ob das funktioniert oder nicht.
00:24:01: man muss es nur richtig machen und man sollte möglichst wenig technische Engineering-Fehler begehen.
00:24:08: Sofern ist das inherente Technologierisiko eines Raketen Startups sehr begrenzt?
00:24:15: Das war mir damals klar.
00:24:17: Es gibt aber ein sehr erhebliches finanzielles Risiko, denn wie Sie richtig sagen ist es eben anders als bei e-commerce Konzepten oder manchem Softwareunternehmen.
00:24:28: Man kriegt nicht sehr früh Umsätze und Marktfeedback sondern muss diese Rakete erst mal durchentwickeln und tatsächlich in Funktion bringen bevor Umsätze eintreffen.
00:24:40: Und das braucht ein weiß.
00:24:41: auch Hardware ist kapitalintensiv eine immense finanzielle Vorleistung.
00:24:46: Und die Frage, als wir damals angefangen haben war werden wir diese paar hundert Millionen, die es braucht um eine Rakete in den Orbe zu bringen.
00:24:54: Werden wie diese paar Hundert Millionen aufbringen können?
00:24:57: Wir selber können das nicht, da sind wir als Fund zu klein sondern wir sind darauf ja auch eingewiesen dass wir andere begeistern können uns hierbei zu folgen und das war eigentlich das Kernrisiko über das wir uns damals Gedanken gemacht haben.
00:25:12: für ein Investor an, wenn da die Millionen-Investition auf der Startrand besteht?
00:25:16: Ja das war sich aufregend.
00:25:20: Ich finde es hat einen besonderen Zauber oder... Es fühlt sich immer noch an wie ein großes Abenteuer, wenn man so eine Rakete startet unglaublich faszinierend und wenn man sie dann abheben sieht ist das ein Hochgefühl.
00:25:34: Was sind denn für Startups wie dieser Aerospace wichtiger?
00:25:37: große Finanzierung im Sinne von Eigenkapital dann auch staatliche Aufträge.
00:25:43: Also am Ende brauchen sie die Aufträge, also wenn Sie mich fragen nach der Hierarchie, das ist der Wichtigkeit?
00:25:48: Dann sind die Aufträge wichtiger als die Finanzierung und die Finanzierungen.
00:25:52: kommt nicht das feste Vertrauen auf die Auftrige da ist.
00:25:56: Jetzt ist es allerdings in der Besttechnologie so dass die Transportkapazität oder die Raketentechnologie oder den Raketen Launches, die angeboten werden im Markt, der Engpassfaktor schlechthin ist Wie eine Situation sind, dass man sich über den Verkauf der Launches und der Launch Services tatsächlich vergleichsweise wenig Gedanken machen muss.
00:26:20: Also dieser Aerospace könnte sicherlich zehnmal so viele Raketenlaunches verkaufen wie Sie das hier schon herstellen können.
00:26:27: Da ist ein gigantischer Nachfrage über Hank Und es wird auch noch nicht prognostizieren für die nächste Dekade zu bleiben.
00:26:34: Wenn man das jetzt mal mit anderen Angeboten zum Beispiel von SpaceX vergleicht also die Spectrum-Rakete Die kann ungefähr Tausend Kilogramm in eine Erdnach-Umlaufbahn bringen, fallgen neun von SpaceX schafft das zwanzigfache.
00:26:48: Ist dieser Aerospace damit wirklich so?
00:26:50: was wie ein europäischer Antwort auf SpaceX?
00:26:53: oder ist es mehr Nischenanbieter für Kleinsatelliten?
00:26:56: Ich denke schon dass es eine Antwort ist perspektivisch auf SpaceX.
00:26:59: natürlich ist Das Leistungsspektrum wenn jetzt die Spektrum einschränkte fliegt mit einer toller nutzlast Ein eingeschränktes aber sie müssen sich das in der Logistik, in den Orbit so vorstellen wie ja auf dem Straßenverkehr.
00:27:15: Also sie brauchen für verschiedene Nutzlasten, brauchen wir unterschiedlich große Transportvehikel.
00:27:22: also genauso wenig macht es Sinn mit einem sixundbeißig Tonner ein Buch auszuliefern ist viel zu teuer.
00:27:27: deswegen nutzen Sie auch ungern eine zwanzig tonnen Felken.
00:27:35: Nein fifty kilo leichten lower Orbit-Satelliten.
00:27:40: und offensichtlich wenn sie größere Satelliten brauchen, aktuelle Starling-Satelit wiegt um die eins Komma drei Tonnen.
00:27:49: Den kriegen Sie mit einer Spektrongakete gleich in Orbit.
00:27:53: Da reicht die tonnellig.
00:27:54: Insofern hat da jeder, muss ich mir vorstellen wir brauchen für jeden Zweck eigentlich die richtige Größenklasse um Kosteneffizien zu arbeiten.
00:28:01: also für ein Buch brauchen sie eher den Vito oder weiß ihn den Polo und für entsprechend größere Lasten dann eben ein Achtzehn oder Sechsundreißig Tonne.
00:28:13: Und so ist das im Space auch, diese Nische die Sie beschreiben sind sehr große.
00:28:18: weil Loa Orbit sind die Satelliten im Trend kleiner aber sie dicht an der Herdbeberfläche fliegen ist das wachsende Segment momentan und da braucht man halt sehr viel Kapazität.
00:28:29: Ich würde davon ausgehen dass das perspektivisch nicht das einzige Produkt bleiben wird was dieser Aerospace an den Markt bringen wird.
00:28:38: Ein anderer Unterschied zwischen beiden Anbietern ist, während SpaceX ja auf Wiederverwendbarkeit setzt, guckt dieser Aerespace im Moment zumindest noch eher auf Massenproduktion.
00:28:48: hängt das jeweilige Konzept auch von der Größe der Rakete ab?
00:28:51: Nein sie können auch kleinere Raketen wieder verwendbar machen.
00:28:55: Häufig ist der wirtschaftliche Vorteil bei größeren Raketen allerdings höher wenn Sie es rein ökonomisch betrachten.
00:29:01: gar nicht so ein großes Thema.
00:29:02: Weil Sie können vorstellen, wenn sie eine wiederverwendbare Unterstufe... Es geht so wie gesagt nur um die Unterstufen, die Oberstufte ist eh verloren.
00:29:09: Wenn Sie eine wieder verwendbare unter Stufe haben wollen dann brauchen Sie zusätzlich im Treibstoff und zusätzliche Triebwerke, um die unter Stufe wieder geordnet landen zu können.
00:29:18: Und dieses zusätzlichen Gewicht geht auf kostende Payload.
00:29:22: Dann ist es noch eine Mathematikfrage was ist sozusagen günstiger?
00:29:27: Eine komplett neue Unterstufe oder Wiederhergestellte refurbischte Unterstufe bei geringer Payload.
00:29:36: Das geht ziemlich eins zu eins auf, das ist heute kein großer ökonomischer Vorteil.
00:29:41: Man kann trotzdem argumentieren dass es im Sinne des Recycling und der Umweltverträglichkeit schöner ist die Raketen wiederverwendbar zu machen und das steht auch in der Entwicklungsagenda bei ESA Aerospace.
00:29:53: Das wird auch kommen hat aber zurzeit nicht die top Priorität.
00:29:57: Eine Vergangenheit hat sich klar gezeigt, dass wir derzeit noch sehr sehr abhängig sind von US-Anbietern wie eben SpaceX.
00:30:03: Wie lange wird es dauern bis europäische Firmen wie zum Beispiel dieser Aerospace tatsächlich dazu führen das Europa unabhängiger oder sogar ganz unabhängig wird von anderen Anbieter?
00:30:15: Das
00:30:16: ist eine gute Frage.
00:30:17: also Unabhängigere wird Europa mit jeder Rakete die wir selber herstellen und selber launchen.
00:30:26: Um Ihnen ein Gefühl zu geben, es gab im Jahr zwanzig fünfundzwanzig ungefähr zweihundertzwanzige Raketenstaats weltweit.
00:30:32: Davon hat SpaceX alleine hundertsechzig bestritten und dazu gab es noch in den USA Rocket Lab und Firefly.
00:30:42: Ansonsten sind die anderen Staates um Russland, Indien und China erfolgt Und ganze drei in Europa mit der Ayane-Sex.
00:30:50: Also heute ist die Abhängigkeit enorm hoch.
00:30:54: wenn Dieser Aerospace jetzt den Ramp-Up der Raketenherstellung hin oder vollzieht, das wird man hinbekommen.
00:31:02: Im Juni wird umgezogen in die neue Fabrik in Parsdorf.
00:31:05: Die hat Kapazität initial für dreißig Raketen pro Jahr perspektivisch vielleicht sogar vierzig.
00:31:12: Kommen wir sicherlich... ich würde nicht sagen dass wir unabhängig sind aber wie Sie gefragt haben unabhängiger.
00:31:20: Für echte Unabhängigkeit wird auch der Mini Launcher mit einer Tonne nicht reichen, sondern da wird es eine Rakete in der zwanzig Tonnen-Klasse brauchen.
00:31:29: Das Arbeitspferd heute in der Space Industry mit Falcon Nine.
00:31:33: Bis wir so eine Zwanzigtonnen-Rakete haben, wird nach meiner Einschätzung nochmal sieben Jahre vergehen sowas, sechs, sieben Jahren und wenn Europa über eine eigene Einton- und zwanzigtonnenen Rakete verfügt, dann haben wir ein hohes Maß an Unabhängigkeit erreicht.
00:31:53: Space heißt immer mehr auch Verteidigung.
00:31:55: Sie haben mal plagativ gesagt dass die neue Weltraumsicherheitsstrategie des Verteiligungsministeriums mit dem Bild einer startenden ESA Aerospace Rakete beginnt.
00:32:05: thirty-fünf Milliarden Euro werden für Weltraum Sicherheit bis zwanzig dreißig ausgegeben.
00:32:09: es soll Bodyguard Satelliten geben eigene Aufklärung Fähigkeiten.
00:32:14: ist das der Moment in dem Space in Deutschland von Forschungsthemen auch zur Sicherheitsindustrie wird?
00:32:21: Ohne Frage, ja.
00:32:22: Also das kann man glaube ich unumwinden mit Ja beantworten.
00:32:26: Ich glaube eine kredible Sicherheit-Strategie ohne Space ist heute nach meinem Einschätzung nicht mehr möglich.
00:32:32: und wenn man jetzt immer die Frage welches Maß an Vertrauen man den amerikanischen Partnern entgegenbringt.
00:32:39: aber es ist nun mal so wenn sie mit SpaceX fliegen wollen dann müssen Sie Das Transportgut, also den Satelliten komplett offen legen in allen technologischen Details mit der gesamten Software.
00:32:52: Und möglichen damit natürlich Zugang auch zu hoheitlichen Satellitens in amerikanischer Hand oder außeramerikanische Hand frage ich es ob man das will.
00:33:02: Henry Brandes ganz herzlichen Dank!
00:33:04: Vielen herzlichem Dank.
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