Der Kampf gegen Amazon. Mit Ingo Kretzschmar.
Shownotes
Steigende Arbeitslosenzahlen, und trotzdem klagen Recruiter über Fachkräftemangel – beides stimmt. Der Mismatch trifft vor allem Handwerk, Bau und Soziales; in Marketing und Projektmanagement dagegen brechen Stellen weg. [01:40] 2,2 Milliarden Euro Umsatz, Online plus 20 Prozent, über 570 Filialen – Thalia wächst, während der Rest der Branche schrumpft. „Nur mit dem Buch alleine kannst du am Ende nicht mehr erfolgreich sein", sagt Chef Ingo Kretzschmar offen: Spiele machen bereits zwölf Prozent des Umsatzes, Trend- und Geschenkartikel holen neue Zielgruppen in die Läden. Gleichzeitig kämpft Thalia mit dem Projekt „Zukunft Lesen" gegen den gesellschaftlichen Rückgang – 25 Prozent der Erstklässler halten beim Lesestarter-Set zum ersten Mal überhaupt ein Buch in der Hand.[04:39] Auterion-CEO Lorenz Meier hat gerade den größten deutschen Produktionsauftrag für schwere Kampfdrohnen unterschrieben. Auterion liefert nicht die Drohne, sondern ihr Gehirn: Betriebssystem, KI-Navigation, Schwarmsteuerung. „Deutschland hat in den letzten zwölf Monaten eine ganz rasante Aufholjagd gestartet", sagt Meier – und bescheinigt der Bundeswehr, bei der Drohnenbeschaffung erstmals so agil zu agieren wie ein Technologieunternehmen. [22:01]
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00:00:02:
00:00:05: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Ausgabe der CEO-Edition von Table Today.
00:00:10: Ich bin Alex Hofmann, bei mir ist meine Kollegin Nina Klotz.
00:00:15: Wenn Sie ab und an Zeit auf Linkedin verbringen, hatten sie in der letzten Zeit vielleicht auch schon mal das Gefühl ganz schön viele Menschen suchen derzeit nach einem neuen Job – auffallen viele mit Akademikerlaufbahn!
00:00:26: Das ist gar nicht nur Ihr Bauchgefühl, der Arbeitsmarkt kühlt wieder merklich ab… was ja eigentlich auch bedeuten müsste dass der in der Vergangenheit ständig und laut, überall beklagte Fachkräftemangel nun ein Ende hat.
00:00:39: Das hatte er aber nicht!
00:00:40: Der Arbeitsmarkt steckt voller Widersprüche und wir haben diesen Miss-Match also die Frage warum Bewerber und offene Stellen oft nicht zusammenfinden einmal genauer angeschaut.
00:00:50: Und dann, der Buchhandel – das klingt nach Auslaufsmodell stimmt aber nicht.
00:00:54: Talia-Chef Ingo Kretschmar hat aus einer angestaubten Buchhandelskette eine echte Wachstumsgeschichte gemacht.
00:01:01: Zwei Komma zwei Milliarden Euro Umsatz mehr als fünfhundertsiebzig Filialen in der Dachregion und jetzt auch noch der Einstieg in den Spielwagenhandel!
00:01:10: Wie er das macht?
00:01:11: Das hat er uns erzählt.
00:01:13: Dann Nina, hast du noch mit Lorenz Meyer gesprochen.
00:01:15: Der gilt als einer der Architekten moderner Drohnensteuerung Software?
00:01:20: Ja genau!
00:01:21: Er hat als Spin-off der ETH Zürich ein Unternehmen gegründet, Autherion – das Software für Drohne baut und zwar für unterschiedliche Hersteller und ganz verschiedene Auftraggeber.
00:01:30: Angefangen hat er mit einem Projekt für Walmart jetzt kooperiert er mit Rheinmetall Und gerade hat er gemeinsam mit einem ukrainischen Drohnentbauer einen riesigen Auftrag unterschrieben.
00:01:41: Wenn man auf die Lager, auf dem Arbeitsmarkt schaut sieht das schon erst mal verwirrend aus.
00:01:45: Nina du hast mit Experten gesprochen.
00:01:47: wie erklären die das denn?
00:01:50: Erstmal musst du einfach akzeptieren es gibt hier zwei Wahrheiten.
00:01:52: Es gibt eine steigende Zahl von Arbeitslosen in Deutschland und es gibt Unternehmen Die sagen wir suchen nach wie vor qualifizierte Bewerberinnen und Bewerbern.
00:02:02: Selbst dann hat da ne Umfrage bei Recruitern gemacht.
00:02:04: Da sagten dreiundvierzig Prozent ja Wir leiden unter diesen Fachkräftemangel Und achtundachtzig Prozent sagten, wir finden es eine zunehmend große Herausforderung die passenden Kandidaten und Kandidatinnen zu finden.
00:02:16: Man muss dann aber halt einfach ein bisschen näher hinschauen in welchen Branchen denn gerade so sehr gesucht wird.
00:02:22: das sind einige wenige und in denen wird extrem gesucht.
00:02:25: und es gibt relativ viele in denen die Stellenausschreibungen deutlich zurückgehen.
00:02:31: Wenn man hinschaut, sieht man das sind vor allem Berufe in den Bereichen Bauwesen und Soziales.
00:02:36: Berufte wo handangelegt wird und nicht so sehr gesucht wird in Bereichen wie Marketing oder Projektmanagement.
00:02:43: Und da fangen die Leute dann schnell an falsche Schlüsse zu ziehen.
00:02:46: Was ist das für falsche?
00:02:47: Dass man einfach sagt klar es wird nach Leuten gesucht wo die KI nicht ersetzen kann.
00:02:52: Wo also noch von Hand etwas geschaffen wird und wo man nicht LGBT befragen kann.
00:02:59: Aber so ganz stimmt das nicht.
00:03:00: Wenn man sich den zeitlichen Verlauf des Rückgangs der Stellenauschreibungen nämlich anschaut, sieht man eigentlich hat das schon vor Chatchity angefangen.
00:03:08: Aber was heißt es dann genau?
00:03:11: Im Grunde heißt es dass die das Aufgaben von KI eine willkommene Erklärung und tatsächlich auch Ausrede für die Unternehmen ist.
00:03:18: Sie sagen können ja wegen KI stellen wir um wie wir prüfen stellen kritisch und sind hier erstmal verhalten.
00:03:26: Da müssen Sie nicht sagen, wir sind auch verhalten weil wir wirtschaftlich unter Druck sind.
00:03:30: Sondern sie wirken eher so zukunftsgerichtet.
00:03:33: hier wird schon mit KI gearbeitet und das ist nicht ein Stellenabbau der aus wirtschaftlichen Gründen geschehen ist.
00:03:40: KI und Zukunft wie sind denn die Prognosen?
00:03:43: Also bei den Ökonomenen mit denen ich gesprochen habe er Verhalten Grundsätzlich positiv, aber mit vielen Fragezeichen versehen.
00:03:51: Weil durch den Iran Krieg und die Energiekrise unterschiedliche Faktoren dazukamen, die sie als ihre Prognosen erstellt haben noch nicht bedenken konnten.
00:04:00: Außerdem habe ich letzte Woche auch mit Fabian Kinbaum gesprochen dem CEO der Personal- und Managementberatung Kinbaum Und er hat auch gewarnt dass man nicht kurz sichtig sein sollte und sich entscheiden jetzt mal eher keine Neu-Einsteiger einzustellen, weil dieser Missmatch der da entsteht so dann auch zu einer dauerhaften und schmerzhaften Lücke werden könnte.
00:04:22: Wenn einfach niemand nachrutscht, der das Humankapital, das ganze Wissen der Älteren die den Arbeitsmarkt verlassen auffängt und weiter trägt.
00:04:50: Talia führt diesen Kampf und gerade sieht es auch gar nicht so schlecht aus.
00:04:54: Im vergangenen Geschäftsjahr hat Talia auf seiner Plattform in der Dachregion den Umsatz auf zwei Komma zwei Milliarden Euro gesteigert, das Online-Geschäft ist dabei um zwanzig Prozent gewachsen Das stationäre Geschäft auf vergleichbarer Fläche um rund fünf Prozent.
00:05:08: Zum Talier-Netzwerk gehören mehr als fünfhundertsiebzig Buchhandlungen in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
00:05:14: Das sind eigene Standorte, Beteiligungen in der Schweiz und mehr als hundert rechtlich eigenständige Partnerbuchhandlungen die also den Einkauf, die IT und die Logistik nutzen aber eigenständig bleiben.
00:05:25: Wie weckt man jetzt online und stationär gegeneinander ab?
00:05:28: Das hat Ingo Kretschmer Vorsitzender der Talia Geschäftsführung unserem Kollegen Alexander Wiedmann erklärt.
00:05:35: Herzlich Willkommen im Podcast Tabletoday Ingo Kretschmann.
00:05:38: Hallo, grüß Sie!
00:05:39: Herr Kretsschmer, welches Buch lesen sie gerade?
00:05:42: Gerade lese ich von Linus Gesche den zweiten Teil der Trailer oder das Camp.
00:05:49: Jetzt komme ich durcheinander, ich glaube das Camp ersten habe ich davor gelesen kann ich nur jedem empfehlen und es ist genau das was ich total gerne mache wenn ich abends zu Hause bin.
00:05:58: zum abschalten so etwas krimi nicht zu schwer Schön, kann auch schön blutig sein.
00:06:04: Das ist so meins.
00:06:06: Schön blutigt sehr gut und das lesen Sie als Hardcover oder online?
00:06:10: Offen wie a reader!
00:06:12: Das dritte Taschenbuch.
00:06:13: Also es ist tatsächlich kein Hardcover gekommen.
00:06:15: aber auf die Frage digital und haptisch ich bin jemand der sehr gerne haptische liest und ich werde da immer ein bisschen belächelt wenn ich das erzähle.
00:06:24: aber tatsächlich ist es auch bei mir so.
00:06:26: Ich mag es halt zu blättern Geräusch beim Umblättern, den Geruch der Bücher.
00:06:31: Ich rieche auch immer jedes Buch erst an.
00:06:35: Trotz allem lese ich unterwegs mit dem Ereder und mit dem Tolino.
00:06:39: also ich kaufe mir tatsächlich immer beide Bücher parallel weil im Flieger in der Bahn ist es schon hilfreich dann mit digital zu lesen.
00:06:47: Und
00:06:47: wo haben Sie das Buch gekauft?
00:06:48: online oder im Laden?
00:06:51: Auch das ist tatsächlich beides!
00:06:53: Ich kaufe meine Bücher fast ausschließlich im Laden natürlich bei Talia Und digital kauf ich's dann, wenn ich es brauche über den Online-Shop oder über den E-Reader.
00:07:05: Ja aber wenn man sich bei Ihnen genau anschaut machen Sie ja ein Großteil Ihres Umsatzes inzwischen online und nicht mehr mit dem stationären Handel.
00:07:13: ist das richtig?
00:07:14: Nee, das ist nicht richtig!
00:07:17: Wir waren jetzt im letzten Jahr bei neun dreißig Prozent.
00:07:20: wir kommen mal von vierzig knapp über vierzig.
00:07:22: Das war die Hochzeit Corona und es hat sich so eingependelt.
00:07:26: und dazu muss ich auch sagen Wenn man es klar nicht immer hundert Prozent beeinflussen kann, aber die Tendenz wir wollen auch genau so behalten.
00:07:35: Warum?
00:07:37: Unser Geschäftsmodell basiert eben auf diesen unterschiedlichen Kanälen und uns ist wichtig dass wir diesen haptischen stationären Umsatz eben beibehalten weil wenn der online-Umsatz zu hoch gehen würde wäre das für uns ein Indikator dass wir sagen Wir haben zu wenig Verbreitung!
00:07:53: Wir sind zu wenig präsent und wir haben zu wenige weiße Flecken.
00:07:57: Das heißt wie uns ist ganz wichtig, dass wir den Anteil des stationären Kaufs und dann eben auch das haptischen Kauf möglichst über fünfzig Prozent beibehalten.
00:08:09: Der Zahl der Bucheinzelhänder insgesamt in Deutschland in den letzten fünf Jahren ist um vierundzwanzig Prozent gesunken.
00:08:16: Jeder fünfte Beschäftige hat seinen Job verloren?
00:08:19: Was machen Sie anders als andere Bucheinzelhänger?
00:08:22: Ist es Ihre Marktmacht?
00:08:24: Sehr komplexe Frage.
00:08:27: Ich versuche es mal ein bisschen abzustufen, das erste warum wir eigentlich diese Misera haben ist dass die Rahmenbedingungen gerade für die Buchhändler und auch für uns immer schwerer werden.
00:08:42: Wir haben in den letzten Jahren eine kostende Explosion, die den Einzelhandel – andere Branchen auch aber uns als Einzelhandel belasten.
00:08:49: Das ist das Thema Energiepreise und das Thema Inflation, das Thema Mietpreise, das ist aber auch das Thema Lohnentwicklung.
00:08:58: Jetzt sprechen wir zu einer perfekten Zeit, wenn man sich die Ankündigung der letzten Tage mit der Tausend Euro Sonderprämie... Seien sie dir auch?
00:09:09: Wahrscheinlich werden wir es nicht können!
00:09:12: Und genau das ist der Punkt.
00:09:13: Jetzt könnte ich mich auch darüber auslassen, wie ich wirklich ganz platt sagen kann was für eine Schwachsinnsidee es ist.
00:09:22: und ich habe nicht extrem geärgert als das kam weil ohne mit uns als Arbeitgeber mal vorab zu sprechen einfach so... Wie sagt es?
00:09:30: Ein schöner Artikel in der FHZ Zu Lasten dritter so etwas zu verbreiten.
00:09:34: Es ist ne Katastrophe.
00:09:37: Wir versuchen es, jetzt mal wieder etwas zurück.
00:09:41: Wir versuchen das natürlich aber aktuell ist kein Spielraum dafür da.
00:09:46: und jetzt wieder zurück auf die Frage zu kommen wir haben eine Kostenentwicklung mal overall über die letzten Jahre von sechzig-siebzig-achtzig Prozent so dass mit der Sonderthematik bei uns der Buchpreisbindung in ganz vielen Teilen super wichtig ist wo wir auch für kämpfen führt aber dazu, dass die Verlage die Preise nicht gleich anziehen wie beispielsweise im LEH und diese Lücke, die da klafft wird immer größer.
00:10:14: So das ist mal die
00:10:17: Vorrede.
00:10:18: Was machen Sie anders als die anderen?
00:10:21: Wir wirtschaften besser und wir haben uns in den letzten Jahrzehnten einfach besser auf die Situation eingestellt und ausgerichtet.
00:10:30: es fängt an von unserem Omnichannel-Ansatz, der tatsächlich auch da ist.
00:10:35: Wir haben einen starken Online-Shop, wir haben ein starkes wahren Wirtschaftssystem, wir eine digitale Plattform dahinter und wir haben eine gute Supply Chain die wir weiter aus Bayern.
00:10:44: Also wir haben also eine Plattform Dahinter, die es uns gut wirtschaften lässt.
00:10:48: und zum Kunden hin machen wir halt andere Dinge.
00:10:53: nicht besser als alle aber besser als viele indem wir schneller Trends erkennen Das Thema Englischbuch, das Thema Young Adult, Romanticy.
00:11:04: Wie die ganzen Themen, die ganzen Entwicklungen der letzten Monate und Jahre zeigen haben wir als erstes, als schnellstes am größten aufgebaut?
00:11:12: Das Thema Zusatzortimente Ja es ist halt einfach so!
00:11:15: Der Buchkäufer heute kauft auch gerne ein Spiel mit, kauft gern einen Trendartikel mit.
00:11:20: Das bieten wir glaube ich als Package sehr gut an.
00:11:23: Und last but not least Wir sind diejenigen Handel in anderen Branchen, Social Media-mäßig sehr gut unterwegs sind.
00:11:33: Wir waren die Ersten auf dem TikTok Shop, wir waren die ersten, die Instagram sehr erfolgreich sind mitmachen und das sind alles Faktoren warum wir einfach mehr Kundschaft haben, mehr Kundinnen und Kunden haben und eben auch mehr Umsatz generieren.
00:11:44: Was heißt Wirtschaften besser konkret?
00:11:47: Wie erkennen Sie frühzeitig solche Trends wie Young Adult?
00:11:52: Kannst du das in einem Beispiel mal ausführen?
00:11:55: Ja es ist relativ einfach gesagt, wir hören auf unsere Kundinnen und Kunden.
00:12:01: Und wenn wir jetzt ganz konkret ein Trend sehen online das Titel Themen bei uns nachgefragt werden online dann überlegen wir uns sehr schnell nehmen wir es in Läden auf, nehmen wir stationären die Läde auf wie spielen wir es online?
00:12:15: und so weiter?
00:12:15: Das können wir weil wir den Webshop haben und weil wir die läden haben.
00:12:20: Jetzt muss man fairerweise auch dazu sagen die Ladengrößen um das zu spielen.
00:12:24: Wenn ich einen kleinen Buchhandel habe mit hundert Quadratmetern fällt's mir halt schwer zehn Regalmeter Englisch abzubilden, das können wir.
00:12:30: Aber wir machen es eben auch und auch gegen viele Stimmen dann aus der Branche die sagen was bietet ihr jetzt für eine komische Literatur an?
00:12:40: Und das ist ja alles gar keine Literatur.
00:12:42: und wie könnt ihr jetzt Spiele anbieten?
00:12:46: Das kauft ja kein Mensch doch!
00:12:48: Die Kunden wollen es und deswegen ganz konkret kommen mehr Kundinnen und Kunden zu uns.
00:12:56: Sie machen jetzt auch Spiele, achtundzwanzig Prozent am Gesamtumsatz habe ich gelesen ist.
00:13:00: Der Non-Bug Umsatz kann man mit Büchern alleine nicht mehr genug Geld verdienen?
00:13:05: Die Zahlen die sie haben sind bestimmt in der Tendenz gut aber wir machen sogar ein bisschen mehr.
00:13:12: also der Non-Book Anteil in Summe liegt knapp bei zweiunddreißig dreiunddreißig Prozent sogar.
00:13:18: Spiele an sich sind ungefähr bei zwölf Prozent aktuell.
00:13:25: Und jetzt auf die Frage zurückzukommen, nein.
00:13:29: Wenn man es ganz hart sagen kann nur mit dem Buch alleine kannst du am Ende nicht mehr erfolgreich sein.
00:13:37: Das kann uns schmerzen das finden wir auch alle doof.
00:13:42: aber es ist nun mal so und jetzt sagen wir wie kriegen wir das gedreht?
00:13:48: Ganz konkret ist es so Wir erreichen neue Zielgruppen Neue insbesondere Jugendliche Kinder für das Buch und Gewinn ist, in dem wir sie über andere Angebote anlocken.
00:14:00: Also ganz konkret wenn jemand einen Kind bei uns zweimal ein Spiel kauft oder ein Lego Artikel ja der kauft beim dritten Mal spätestens beim vierten mal auch ein Buchartikel mit.
00:14:11: Ist
00:14:11: das die neue Strategie?
00:14:12: erst Spiel dann Buch?
00:14:14: So allgemein würde ich es jetzt nicht formulieren oder so pauschal, schuldigung.
00:14:19: Aber es geht in die Richtung.
00:14:21: Es ist eben nicht nur das Spiel sondern auch ein Geschenktrendartikel.
00:14:25: Ja jemand der zu uns kommt weil wir immer wieder neue Themenwelten haben, der kauft mal vielleicht einen Nackenhörn, Röllchen oder ein Sommeraktionsartikel und dann ist auch mal ein Buch dabei.
00:14:38: Was könnten weitere Möglichkeiten sein um junge Leute, junge Menschen wieder mehr zum Lesen zu bringen?
00:14:46: Ich glaube, es gibt verschiedene Ansätze.
00:14:48: Wir haben vor fünf Jahren vier Jahre uns die Frage gestellt was passiert eigentlich in den nächsten acht bis zehn Jahren?
00:14:55: Intrinsisch motiviert weil wir sagen so kann es nicht weitergehen.
00:14:59: Die Lese Kompetenz, die Lese Bereitschaft der Spaß am Lesen nimmt immer weiter ab.
00:15:04: da müssen wir gegensteuern weil das wird auch unsere Gesellschaft nicht mehr gut tun.
00:15:10: Das Zweite ist ganz schnöde!
00:15:11: Wir sind Buchhändler und wenn keiner mehr liest haben wir ein Problem.
00:15:16: Deswegen haben wir gesagt, wir müssen etwas für die Leseförderung tun.
00:15:18: Wir sind Europas größter Buchhändler und wir wollen uns am Ende nicht vorwerfen lassen dass wir nichts getan haben.
00:15:25: deswegen haben wir die Zukunft lesen für uns ins Leben gerufen.
00:15:30: das ist eine Strategie ein strategisches Projekt für den nächsten fünf sechs Jahre.
00:15:34: Und da ist eine Facette Das Thema Lesen wieder mit mehr Spaß und lesen in die Freizeit zu bringen.
00:15:41: das ist ein Komplex aus nationalen Kampagnen mit Prominenten, mit Influencern und mit Sportlern die wir gewinnen wollen für das Thema Lesen.
00:15:52: Weil so erreiche ich die Leute über Social Media, über Prominente, über Vorbilder.
00:15:58: Die zweite Ebene die damit reinspielt sind Festivals.
00:16:01: Wir sind mittlerweile in fünf Bundesländern Hamburg Berlin Baden-Württemberg Nordrhein Westfalen Und wir sind jetzt gut unterwegs auch mit Thüringen dass wir sagen wir müssen Lesefestivals Wir müssen sie ausbauen hin zu jugendlichen Events machen.
00:16:17: Es ist raus, wie sagt mein Kollege immer, Wasserglaslesungen für ein elitäres Filter und Publikum.
00:16:24: Wir müssen es mainstreaming machen wir müssen es erlebbar machen in die Mitte der Gesellschaft treiben Und das ist nur eine Facette dieser Zukunft.
00:16:31: lesen habe.
00:16:32: ich glaube so werden wir wieder ein anderes Mindset bekommen und das gepaart mit einem jungen inspirierenden tollen, erlebnisreichen Aufbau sowohl in den Läden als auch online kriegen wir wieder eine ganz andere Bewegung.
00:16:48: Wie kommen wir in die Mitte der Gesellschaft?
00:16:50: Gehen Sie auch an Schulen machen sie Zusammenarbeit.
00:16:53: wo hakt es da vielleicht?
00:16:55: Das ist die zweite und dritte Stufe dieser Zukunft lesen.
00:16:59: Die zweite Stufe ist da auch in dem zu sehr spannend das ganze Thema vorlesen.
00:17:04: wie kriege ich schon die jüngeren sofort geketcht mit dem Buch zusammen?
00:17:08: Ich nehme zwei Zahlen die uns halt alarmieren.
00:17:11: Wir wissen die Zahlen und kennen die Zahlen, weil wir im Jahr ungefähr hundertsechzigtausend Lesestarter-Sets den Erstklässlern übergeben und überreichen.
00:17:20: Das ist schon eine relativ breite Masse an Erstlesern.
00:17:23: Und da erfahren wir das ungefähr fünfundzwanzig Prozent der Kinder, die in die erste Klasse gehen, das erste Mal ein Buch in der Hand halten wenn wir es denen schenken.
00:17:33: Das muss man sich mal vorstellen!
00:17:35: Und die zweite Alarmierende zahlt dreißig Prozent sind nicht in der Lage, grundlegende Lesekompetenzen vorzuweisen.
00:17:45: Da frage ich mich was passiert mit diesem Land?
00:17:47: Was soll in der Zukunft passieren wenn die Leute noch nicht mal lesen sinnvoll können?
00:17:52: So deswegen gehen wir an das Vorlesen und da sind unsere sechshundert Buchhandlungen in der Dachregion mittlerweile als Hubs
00:17:59: wo
00:18:00: du dich als Vorleseparte melden kannst, dann machen wir zusammen mit der Stiftung Lesen eine Plattform wo du ausgebildet wirst.
00:18:07: Wo du zertifiziert wirst.
00:18:09: und auf der anderen Seite sind Institutionen Kindergärten Schulen Altenheime Integrationsvereine die sich melden können.
00:18:16: Die wird dann zusammenbringen und so bei uns in den Läden aber auch in Bibliotheken und so weiter.
00:18:21: das Thema vorlesen pushen und etablieren ist der eine Punkt.
00:18:25: Der zweite sind die leseklassen wo wir ganz Speziell, wir haben uns dieses Jahr vorgenommen das mit tausendfünfhundert Schulen in Deutschland zu schaffen.
00:18:34: Leseklassen ansprechen die quasi von Besuchern der Buchhandlung.
00:18:38: Die können sich regelmäßig Bücher ausleihen Sie reden über Rezensionen oder rezensieren die Titel bieten sie an Reden darüber bei uns in den Läden wenn sie über Leseklassen zusammenkommen, machen Wettbewerbe daraus.
00:18:51: Und die Schulen, die sich da etablieren, kriegen von uns einen Preis, kriegen einen Leseraum ausgestattet mit Mobiliarer und Büchern um einfach das Lesen auch hier in die Mitte und in die Freizeit zu bekommen und eben weg vom der Schnöden Unterrichtsliteratur sondern eben das lesen mit Freizeiten und Spaß zu verbinden.
00:19:12: Wo haben Sie denn Eindruck?
00:19:14: Sie haben also noch ein bisschen Hoffnung für die Zukunft des Lesens.
00:19:18: Wie schaffen wir es, dass die Jungen mehr Spaß haben auch mit Büchern?
00:19:23: Wo sehen sie da uns in den nächsten fünf Jahren?
00:19:26: Also die Hoffnungen werden wir natürlich nie aufgeben!
00:19:30: Aber ganz ehrlich unser nächster Step wird sein... Wir wollen den Rückgang der Lesenden in Deutschland stoppen.
00:19:39: Das ist für uns das nächste Ziel.
00:19:41: Der Niedergang und immer weniger lesen und sich mit dem Buch beschäftigen, das müssen wir stoppen und aufhalten.
00:19:46: Und da bin ich überzeugt davon!
00:19:48: Das schaffen wir, wir schaffen es auch gemeinsam mit der Branche – ist auch nochmal wichtig wie als Talier werden Sie nicht alleine hinkriegen?
00:19:54: Wir brauchen die anderen Buchhändler, wir brauchen die Verlage um das gemeinsam zu erreichen.
00:20:00: Wir werden unseren Teil dazu beitragen, wir werden dafür alles tun und wir kämpfen für Mitstreiter.
00:20:06: und dann bin ich davon überzeugt dass wir das in einem ersten Schritt schaffen werden ob wir dann sogar schaffen werden, das wieder zu steigern.
00:20:13: Das las ich mal dahin gestellt.
00:20:15: in der mittlerweile so volatilen Welt möchte ich ja mal die nächsten drei fünf Jahre und nicht länger.
00:20:21: aber für uns ist jetzt mal das nächste Ziel diesen Rückgang zu stoppen.
00:20:25: Haben Sie zum Abschluss noch drei Buchtipps für mich?
00:20:28: Also ich kannst du immer wieder sagen... Ich bin und ich werte auch nicht müde.
00:20:32: es ist in jedem Fall die Sportbiografie von Kobe Die Mamba-Mentality.
00:20:37: Es ist und bleibt für mich die beste Sportgladbiografie, weil sie es einfach schafft diese Disziplin, diese Begeisterung für ein Thema rüberzubringen.
00:20:46: Und das habe ich mir einfach zu eigen gemacht.
00:20:48: Kobe ist für mich der ... ja was das anbelangt der beste Sportler, der jemals gelebt hat anders auch als Michael Jordan im Basketball.
00:20:56: Kobe hat es halt einfach verinnerlicht und hat das wirklich rübergebracht.
00:20:59: Diese Selbstdisziplin, diese Begeisterung für diesen Sport.
00:21:03: Also das lege ich Ihnen tatsächlich ans Herz.
00:21:06: Dann unternehmerisch die Nike Story Die Entwicklung von Nike.
00:21:11: auch das ist für mich wirklich prägend wie ich von einem wirklichen Hinterhof-Schuhverkauf ein paar Schuhe verkauft diesen Weltkonzern in einer Generation geschafft habe.
00:21:24: mega Also du liest es weg.
00:21:27: Und dann ist tatsächlich Cody McFadden, mein Lieblingsauto schreibt leider nicht mehr.
00:21:37: Die sechs Bücher die er geschrieben hat, die Reihe, die McFaddian Thriller kann ich nur jedem empfehlen.
00:21:43: Ich habe sie tatsächlich drei davon echt an einem Stück weggelesen kann ich nur wirklich wärmstens ans Herz legen, den Autor.
00:21:51: Dann hoffen wir mit diesen drei Buchtipps den einen oder anderen zum Lesen zu bringen.
00:21:56: Vielen Dank für das Gespräch in Gokratzmar.
00:21:58: Danke!
00:22:04: Viele Unternehmen wollen im Rüstungsgeschäft mitspielen – er ist schon ganz lange vorn dabei.
00:22:10: Lorenz Meier ist Co-Gründer und CEO des deutschamerikanischen Startups Outerion und heute hier bei uns zu Gast.
00:22:17: Lieber Lorenz, schön dass du heute da bist.
00:22:20: Vielen dank für die Einladung.
00:22:21: Du hast gerade im Beisein von Friedrich Merz und Volodymyas Zelensky einen Vertrag über die Belieferung der ukrainischen Armee unterschrieben.
00:22:29: Das genaue Volumen haltet ihr geheim, aber es ist ein sehr großer Auftrag.
00:22:33: so viel kann man glaube ich sagen.
00:22:35: was passiert denn jetzt als nächstes in diesem Projekt?
00:22:38: Ihr müsst ja jetzt irgendwie bestellte Teile produzieren und liefern.
00:22:43: wann und vor allem wo ist das jetzt geplant?
00:22:47: also wir skalieren jetzt Die Produktion mit unserem Partner AirLogix oder besser gesagt helfen wir unseren Partner Airlogix, die Produktion in Deutschland zu skalieren.
00:23:00: In recht hohe Stückzahlen im Tausende Bereich.
00:23:03: Viel genau können wir nicht werden.
00:23:05: Das wird dem Raum München erfolgen.
00:23:07: Im ersten Standort hat ganz konkret den Grund das in Münchensich ein sehr starkes Defendstag-Ecosystem gebildet hat dass da sehr viel Zulieferern und Talent, dann Personalis.
00:23:22: Und wir denken aber auch bereits darüber nach wenn sich das gut etabliert hat dann weitere Standorte zu öffnen.
00:23:31: Aber jetzt beim ersten möchten wir mal ganz nah dran bleiben auch an unserem eigenen Münchner Büro
00:23:37: Standorte eröffnen und Werke aufbauen.
00:23:39: Das klingt nach Projekten von Jahren aber ich meine Krieg in der Ukraine ist ja jetzt.
00:23:44: also über welchen Zeithorizont sprechen wir hier?
00:23:47: Wir sprechen da eher über Zeiträume, so im Dreimonatsmaßstab.
00:23:52: Das ist auch ein Planungshorizont in dem wir uns als Unternehmen in den letzten Jahren schon bewegt haben.
00:23:57: Wir können da extrem schnell sein.
00:24:00: Auch die Unternehmen der Ukraine sind gewohnt, Fabriken wirklich blitzschnell hochzuziehen und von daher ja haben wir nicht vor das zu wiederholen was vielleicht in der etablierten Industrie der Falle ist dass es nämlich Jahre Verzögerung gibt oder zure Kosten, sondern wir werden das sehr kompakt halten.
00:24:22: Wir sollten mich an der Stelle einmal kurz klären, was ihr genau macht.
00:24:25: Ihr baut ja nämlich keine Drohnen sondern Drohnensoftware also ein Betriebssystem über das Drohne dann nicht nur gesteuert werden, sondern auch miteinander vernetzt werden können.
00:24:35: Das Stichwort ist da drohnenschwärme.
00:24:37: dazu habe ich gleich noch mal eine Frage.
00:24:39: aber zuerst das Betrieb system sitzt in einem kleinen Kästchen dass auf den Drohnenton montiert wird.
00:24:44: Also ein bisschen Hardware macht dir auch als das was ihr da ausliefert richtig?
00:24:50: Wir als Unternehmen bauen Avionic, also den Computer des Gehinderdrohne plus die ganze Software dafür.
00:24:58: Das Betriebssystem wie Apps, die es dafür braucht.
00:25:01: Jetzt ist natürlich so in der Partnerschaft mit verschiedenen Drohnenherstellern wird dann doch durchaus am Ende ein Endprodukt gefertigt was zum Kunden geht und Soldaten geht.
00:25:11: das heißt wir liefern am Ende natürlich mit unseren Partnern zusammen einen Komplett-System.
00:25:16: Aber wir als Unternehmer, als Autorion sind eigentlich spezialisiert auf die Software und der Avionic.
00:25:23: Und was sind das für Drohnen, die derzeit am häufigsten mit eurer Software ausgestattet werden?
00:25:29: Wir haben drei Größen – das ist fast so ähnlich wie bei einem Autohersteller bei den Optionen dort.
00:25:38: Das heißt es gibt die kleinen FPV-Drohnen da sind wir bereits über unter tausend Stück.
00:25:45: Dann gibt es die mittlere Größe, das kann man sich so vorstellen.
00:25:49: Das ist ein Flugzeug, dass man noch alleine tragen kann.
00:25:52: Es ist schon ein Flugzeuge und nicht mehr so'n Multi-Rotor aber man kann's noch alleine tragen.
00:25:57: also es wiegt unter zwanzig Kilo.
00:25:59: dort sind wir in den tausende Stückzahlen und dieses Jahr.
00:26:04: und dann gibt es noch die ganz großen Drohnen.
00:26:06: Und jetzt bei der Partnerschaft mit der Logix geht es konkret um beides mittelgroße Flugzeuge und große Flugzeige.
00:26:13: Und bei diesen großen Flugzeugen, da reden wir dann von Flugzeugern die eher ein Autorenhänger brauchen um sie zu transportieren Die passen durchaus noch auf die Straße also eine Spannweite von unter zweieinhalb Metern Aber können auch durchaus mal hundert Kilogramm Abfluggewicht wiegen.
00:26:30: das hebt man nicht mehr alleine.
00:26:32: als Unternehmen Machen wir aber auch Boote.
00:26:35: Also haben einen Partner der autonome Boote fertigt.
00:26:38: Wir haben Partner Fahrzeuge fertigen mit unserer Software.
00:26:43: Wir sind da sehr breit, Luft, Land und Wasser.
00:26:49: aber jetzt konkret in eine angesprochene Ankündigung geht es erst mal um Flugzeuge die mittelgroß bis sehr groß sind
00:26:57: Und die machen was diese Flugzeug?
00:27:00: Also wir als Unternehmen haben über die letzten acht Jahre alles mögliche gemacht von Vermessung bis zur Aufklärung.
00:27:08: in den letzten zwei Jahren sind wir dazu übergegangen zu sagen, naja Aufklärung ist wichtig aber nicht genug angesichts dessen was in Europa gerade passiert und haben uns deswegen sehr im Bereich Angriffstronen engagiert.
00:27:26: Und das heißt diese Drohnen sind in der Lage mit Onboard-Bildverarbeitungen Ein Ziel, dass ein Bediener, das ist mir ganz wichtig.
00:27:36: Immer einen Bedienern machen sie nicht selbst erfasst also der Welter es an indem er mit dem Finger drauf tippt zu verfolgen und dann in dieses Ziel reinzufliegen und damit natürlich ihren Gefechtskopf ans Ziel zu bringen.
00:27:50: Und dann geht die Drohne kaputt und eure Betriebssoftware auch.
00:27:54: Also bei dieser einen Drohnen?
00:27:55: Das
00:27:55: ist da natürlich alles weg.
00:27:57: ja
00:27:58: Wie groß ist der Anteil dieser Einwegdrohnen euren aktuellen Geschäftsmodell an eurem Umsatz?
00:28:05: Der von den Stückzahlen her ist der Anteil sehr hoch und das kann man auch über die gesamte Drohneindustrie sagen.
00:28:12: Ich bin selber schon achtzehn Jahre in der Industrie, habe die von Anfang an mitgebaut, hab' auch offenes Kommunikationsprotokoll- und Open Source Software geschrieben damals noch als Bachelor Student.
00:28:25: Ja, das ist ein langer Weg wie auch zu Beginn der Luftfahrt.
00:28:29: Das heißt da waren alle möglichen Spezialanwendungen dabei.
00:28:32: Die verfolgen wir als Unternehmen auch weiterhin, also Ethereum bietet weiterhin kommerzielle Software für Vermessungsdrohnen an.
00:28:39: Aber wenn man sich jetzt das anschaut über die Jahre... Wir waren vielleicht vor fünf Jahren noch bei einem Fifty-Fifty Mix am kommerziellen und militärischen und mittlerweile ist der militärische Markt so gewachsen weltweit dass ich würde sagen von den Stückzahlen her bei Dronen wahrscheinlich über alle weltweiten Drohnen mittlerweile militärisch genutzt werden.
00:29:05: und der kommerziellen Markt wird sicher langfristig wachsen, aber kurzfristig ist er recht klein geworden im Vergleich mit dem was global passiert.
00:29:15: Ist das ungefähr so auch das Verhältnis kommerziell-militärisch bei eurem Umsatz dann?
00:29:20: Ja also wir sind ja sehr repräsentativ für die gesamte Industrie.
00:29:24: Wo steht denn Deutschland bei der ganzen Entwicklung in Sachen Drohnenkampfführung im Vergleich zu anderen Ländern?
00:29:29: Also du hast ja da ein bisschen Überblick, ihr seid so einem großen Teil auch in den USA tätig und natürlich beobachtest doch den weltweiten Markt.
00:29:37: Ich würde sagen ich bin extrem positiv überrascht und auch stolz als Deutscher das Deutschland in den letzten zwölf Monaten eine ganz rasante Aufholjagd gestartet hat und zwar sowohl in der Art, wie man mit den ukrainischen Firmen zusammenarbeitet.
00:29:55: Nämlich viel enger als auch in der eigenen Beschaffung die ja dann teilweise in der Presse sehr ausgiebig abgedeckt wurde.
00:30:04: aber was da bei der deutschen loitering munition beschaffung ein bisschen vergessen ging angesichts des ganzen Hin und Heres über die verschiedenen Anbieter.
00:30:13: Die Bundeswehr hat etwas gemacht, ich weiß nicht ob sie das noch nie gemacht hat Aber üblicherweise zumindest nicht macht Was aber extrem clever ist.
00:30:20: Sie hat gesagt, wir laden drei Anbieter ein.
00:30:24: Wir laden sie sehr früh ein und sie bekommen einen Auftrag der aber davon abhängig ist dass sie in einer Leistungsschau wenige Monate später beweisen müssen das die Produkte funktionieren.
00:30:38: Das heißt es ist wie so ein ja Auftrag unter Bedingungen Und den Auftrag kann man auch wieder verlieren wenn man nämlich diese Leistungsüberprüfung nicht besteht.
00:30:50: Das schafft Planbarkeit für die Industrie.
00:30:52: Die Industrie kann investieren, kann Ressourcen darauf setzen, weiß aber sie bleiben nur im Rennen wenn Sie liefern und es gibt dann auch kein Mitleid, keinen Zurückstellen.
00:31:03: und dadurch dass man diese verschiedenen Anbiete im Rernen hält gleichzeitig und nicht zu Anfang einen Auswelt und dann davon abhängig ist was der oder die in den Zeitplan hinbekommt, schafft man eben eine Dynamik, die viel näher am kommerziellen Markt dran ist.
00:31:21: Wie er leidlich bekannt ist, effizienter ist
00:31:24: und
00:31:25: diese Entwicklungen sind extrem positiv.
00:31:29: Es ist vielleicht interessant dass ich das als Industrievertreter sage weil es schafft ja mehr Konkurrenz aber das ist einfach das richtige für die Soldaten weil sie kriegen dadurch schneller bessere Produkte und es hält den Markt dynamischer auch für die Industrie gut weil Aufträge schneller vergeben werden Und deswegen finde ich das extrem gut.
00:31:49: Das gab es vor zwölf Monaten noch nicht und wenn es in der Geschwindigkeit weitergeht, dann wird Deutschland in einem Jahr wahrscheinlich europäisch auch ziemlich führend aufgestellt sein weil er einfach schneller und mehr beschafft hat als viele andere.
00:32:04: Bei all dem stolz auf was Deutschland in diesem Bereich geschafft hat seid ihr als Firma doch sehr früh in die USA gegangen und werdet ja zum Teil zumindest dort auch als amerikanische Firma wahrgenommen.
00:32:14: Bringt ihr das manchmal in einen gewissen Zwiespalt?
00:32:18: Nicht wirklich, ich bin immer noch überzeugter Transatlantiker.
00:32:23: es gibt eine westliche Wertegemeinschaft Es gibt innerhalb dieser westlichen Wertegemeinschaft mal mehr Mal weniger Spannung, dass ist innerhalb von der Familie ganz normal.
00:32:34: Es ist aber gleichzeitig auch so diese westliche Wertegemeinschaft und da denke ich auch gerade an Frankreich, Italien, Großbritannien.
00:32:42: Und wir haben mit Frankreich leider die sagen wir mal jahrzehntelange enge Partnerschaft ein bisschen aufgegeben.
00:32:51: Wir brauchen das!
00:32:53: Man darf sich da auch streiten aber man darf nicht vergessen dass man innerhalb von Europa aber auch über den Atlantik hinweg zusammenarbeiten muss weil man sonst nicht die kritische Masse hat, sich ernsthaft selbst verteidigen zu
00:33:06: können.
00:33:07: Ihr seid damals ja... ...zweitausendzehnte habt ihr gegründet und dann wenig später in den USA gegangen, weil ihr einen ganz zivilen Newscase hattet.
00:33:15: Ihr habt damals für Walmart an Lieferthronen gearbeitet.
00:33:19: Das hat dann nicht funktioniert.
00:33:21: Führte es sich damals an wie ein Rückschlag oder wie ging's dir damit?
00:33:26: Also es hat funktioniert technisch.
00:33:30: Wir sind auch tatsächlich mittlerweile mit einem noch viel größeren Programm, über das ich noch nicht sprechen kann am Markt.
00:33:38: Ist insofern also eine gute Entwicklung gewesen.
00:33:43: Walmart ist eigentlich so ähnlich wie Aldi hier ein Laden indem man geht und mindestens einen Einkaufswagen füllt wenn nicht zwei.
00:33:54: Das ist also nicht unbedingt der Markt oder die Anwendung, wo ich mit einer Lieferdrohne ein Sex per Cola bestelle.
00:34:03: Oder das Getränk ihre Wahl und von daher hat es uns dann auch nicht wirklich überrascht dass sich das Kommerzell nur so halb gelohnt hat.
00:34:16: wir sind jetzt an der Partnerschaft dran Die viel näher an dem es Lieferungen schnell erfolgen müssen, wo vielleicht die Ware auch kalt wird.
00:34:27: Wo das Volumen noch größer ist.
00:34:30: Wo die sofortige Lieferung echt mehr wert hat und ich bin was diese Art von Anwendung angeht viel optimistischer.
00:34:38: Was fühlt sich besser an, als Unternehmer hier Geschäfte mit anderen Unternehmen zu machen oder so Sinne des großen ganzen militärischen Nutzungs- und Regierungen auf Augenhöhe zu verhandeln?
00:34:52: Für mich ist die Abwechslung extrem spannend.
00:34:54: Also ich finde es super nah an Endkunden dran zu sein, denen wir dann Waren liefern.
00:35:03: Das ist auch ein Teil des Geschäfts, den wir beibehalten wollen.
00:35:06: Es ist natürlich auch sehr spannend mit am Tisch zu sitzen in der großen Politik ohne da jetzt zu viel Raum einnehmen zu wollen.
00:35:16: Wir sehen uns da als Dienstleister, der am Ende das umsetzt was das Parlament beschlossen hat.
00:35:24: Ich glaube wir haben uns als Unternehmen da immer eine sehr demütige Haltung bewahrt und dieser Wechsel ist als Unternehmer extrem spannend.
00:35:36: Lorenz vielen jetzigen Dank für deine Zeit und die Einblicke die du uns gegeben hast.
00:35:40: Gerne!
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