FCAS: Scheitert das deutsch-französische Rüstungsprojekt?

Shownotes

Das Future Combat Air System (FKAS) steht nach zehn Jahren Entwicklung vor dem Scheitern. Deutschland und Frankreich streiten über die Aufteilung beim Kampfjet-Bau – Frankreich fordert anscheinend einen Anteil von 80 Prozent, Deutschland fürchtet das Ende des eigenen Flugzeugbaus. Gabriel Bub vom Security.Table berichtet darüber, wie eine gesichtswahrende Lösung aussehen könnte. [10:29]

Die Epstein-Dokumente bringen Prominente in den USA und in Europa unter Druck. E-Mails zeigen, wie groß das Netzwerk des verurteilten Sexualstraftäters gewesen ist. Drei Millionen Dokumente werden vom US-Justizministerium zurückgehalten. Kritiker werfen dem Justizministerium außerdem vor, Opfernamen ungeschwärzt veröffentlicht zu haben, während die möglichen Täter namenlos bleiben. [01:37]

Joshua Küpper ist Gründer des Unternehmens RIZM. Das Startup nutzt KI-Algorithmen, um Industriewerke klimaneutral und kostengünstig zu betreiben - BMW, VW und Mercedes gehören zu den Kunden. Küpper sieht darin das Rezept für die Klimadebatte: „Der Weg ist einfach über die Kosten zu gehen. Wenn ich über das Klima gehe, habe ich immer ein sehr emotionales Thema." [16:59]

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00:00:02:

00:00:10: Die Weltelite gerät in Panik.

00:00:13: Vor knapp einer Woche wurden Millionen weiterer Dokumente aus dem Epstein-Fall veröffentlicht und nach und nach kommen immer mehr Details ans Licht, die wirklich widerlich sind und erstaunlich welche Namen da auftauchen.

00:00:27: Wir fassen die neuesten Erkenntnisse für sie zusammen.

00:00:31: Future Combat Air System, kurz F-Cas.

00:00:34: So heißt das deutsch-französische Rüstungsprojekt, das eigentlich mal eine entscheidende Rolle in der europäischen Verteidigung spielen sollte.

00:00:40: Aber, so wie es aussieht, scheint dieses Projekt jetzt zu scheitern.

00:00:43: Warum?

00:00:44: Darüber sprechen wir mit Gabriel Bub, unserem Kollegen vom Security Table.

00:00:49: Das Start-up Rhythm gegründet mit dem Ziel, dass Algorithmen der Industrie bei der Transformation hin zu einer klimaneutralen Wirtschaft helfen.

00:00:59: Das grüne Wirtschaftswunder gibt es also wirklich, dass jedenfalls glauben die jungen Unternehmer von Rhythm, Umweltschutz und Geld verdienen, das passt zusammen, wenn man es denn richtig macht.

00:01:11: Wie aber macht man das?

00:01:12: Fragen an den Gründer Joshua Küpper?

00:01:15: Arbeiten im Homeoffice ist und bleibt ja umstritten.

00:01:18: Die einen sagen, sie sind viel produktiver zu Hause und vor allen Dingen die Chefetage und sagen, nee, da wird eigentlich nur gefaulenzt.

00:01:24: Jetzt gibt es eine Studie des Fraunhofer Instituts, die sich mit der Frage beschäftigt hat, was denn jetzt stimmt.

00:01:29: Und das Ergebnis ist tatsächlich sehr, sehr interessant.

00:01:39: The documents put out on Friday shed new light on Epstein's relationships with several prominent figures from the US and UK.

00:01:54: Survivors of Jeffrey Epstein

00:01:55: say they are

00:01:56: outraged by the Justice

00:01:58: Department's handling of these documents.

00:02:00: Despite the release

00:02:01: of more than three million documents, quote,

00:02:04: the public still does

00:02:05: not

00:02:05: have the full truth about who enabled him, who participated in this exploitation and who has been shielded for years.

00:02:12: and they say they've

00:02:13: had enough.

00:02:14: And

00:02:14: at the core of this whole enterprise was this?

00:02:34: Die Aufregung ist weiterhin riesengroß in Amerika, aber auch weltweit, denn die Namen die in den neuen Dokumenten aus dem App-Stay-Nachlass auftauchen.

00:02:48: Die beschränken sich bei Weitem nicht nur auf Amerika oder UK, sondern auch Norwegen ist dabei.

00:02:53: Und sogar der Name Angela Merkel taucht dort auf.

00:02:56: Nach und nach wühlen sich nun investigativ Journalisten durch die weiteren drei Komma.

00:03:03: fünf Millionen Seiten.

00:03:05: Aber so viel ist schon mal klar.

00:03:07: Es trifft die Obersten, Null, Komma, Null, Null, Null, Eins Prozent dieser Welt, also Namen wie Elon Musk, Bill Gates, Bill Clinton, Donald Trump, Mitglieder aus dem britischen und norwegischen Königshaus sind da erwähnt.

00:03:19: Und das sind nicht nur kleine, ja Randnotizen, sondern teilweise echt.

00:03:25: wobei man da wirklich sehr unterscheiden muss.

00:03:28: Die reine Erwähnung eines Namens heißt noch nicht, dass es in irgendeiner Weise eine Verwicklung in den pädophilen prostituierten pädokriminellen Ring um Jeffrey Epstein gab, sondern es war auch einfache Korrespondenz.

00:03:42: Also etwa Angela Merkel hat damit nichts zu tun und trotzdem taucht ihr Name auf.

00:03:47: Auch bei den Klintens und auch bei Donald Trump gibt es bisher keine stichhaltigen.

00:03:53: Donald Trump selber hat gesagt, dass Ganze entlastet ihn sogar beziehungsweise Hilfe ihm.

00:04:24: Ja, das mag in seiner Welt vielleicht sogar stimmen, aber es ist nur die halbe Wahrheit.

00:04:28: Denn diese Dokumente, die jetzt veröffentlicht wurden, sind immer noch nicht alle.

00:04:31: Also es gibt immer noch rund drei Millionen weiterer Dokumente, die vor dem Justizministerium zurückgehalten werden.

00:04:38: Und genau da gibt es jetzt immer mehr, ja sagen wir mal, Unmut.

00:04:43: Denn der stellvertretende Justizminister der USA war früher mal Strafverteidiger von Donald Trump, der ja einige Verfahren schon am Hals hatte.

00:04:53: Todd Blanche heißt der Mann.

00:04:56: Und er hat sich zu den ganzen Erwähnungen der unterschiedlichsten Namen auch schon geäußert und das jetzt nicht unbedingt kritisch.

00:05:33: Das ist natürlich richtig, dass ein E-Mail-Austausch mit Jeffrey Epstein als solches nicht strafbar ist.

00:05:40: Verstörend ist allerdings, dass doch ziemlich viele Teile dieser Akten geschwärzt worden sind.

00:05:47: Man kann fast sagen Täter-Schutz.

00:05:49: Also die Rolle des FBI und des Justizministeriums, die die Unterlagen durchgegangen sind, die scheint mir auch doch ziemlich dubios.

00:05:56: Ja, es ist natürlich ein riesengroßer Vorwurf, der da jetzt auch im Raum steht, bzw.

00:05:59: ein riesengroßer Fehler.

00:06:00: Wenn man das jetzt mal als Fehler deklarieren will, der passiert ist, denn auf der Webseite des Justizministeriums sind tatsächlich wirklich komplette Namen und auch Fotos der Opfer ungeschwärzt aufgetaucht, wohingegen beispielsweise auch Bilder von Trump.

00:06:13: Da wurde das Gesicht dann geschwärzt, wo man aber relativ deutlich erkennt, wer hinter diesen geschwärzten Punkt steckt.

00:06:18: Also da ist zumindest mal schlampig gearbeitet worden, ohne da jetzt was unterstellen zu wollen.

00:06:23: Ja, dann schauen wir uns mal die wichtigsten Namen an, um die es jetzt geht und was man da bisher für Erkenntnisse hat.

00:06:31: Das ist ein Name, der auftaucht in E-Mails aus den Jahren, zwölf, zwölf, dreizehnt, und Elon Musk hat proaktiv nach den wildesten Partys gefragt, auf Epstein's Insel und soll Besuche geplant haben.

00:06:45: Ja, und einer E-Mail erwähnte er, dass er seine Frau möglicherweise mitnimmt und da antwortete Epstein, dass, ja, the ratio of my island might make Tallulah, das ist die Frau, uncomfortable.

00:06:57: Also eine Party, auf der sich die Frau nicht wohlfühlen würde.

00:07:02: Ein weiterer großer Name der Auftaucht ist Bill Gates, von dem er eigentlich in den letzten Jahren eher dachte, der setzt sich für das Gute auf diesem Planeten ein mit seiner Gates Foundation.

00:07:13: Aber auch da scheint es eine Vergangenheit gegeben zu haben.

00:07:15: Aus E-Mails aus dem Jahr zwei Tausend Dreizehn, die auf Appstience Account gespeichert waren, man weiß nicht so genau von wem die sind, wird über die Ehe-Probleme zwischen Bill Gates und seiner damaligen Frau Melinda gesprochen.

00:07:26: Es wird auch behauptet, Gates hätte Sorge, dass er sich eine Geschlechtskrankheit eingefangen hat und hat dann um Rat gebeten.

00:07:32: Es soll auch um eine mögliche Trennung von seiner damaligen Frau gegangen sein und auch über die Folgen, gerade für die Gates Foundation.

00:07:39: Also auch da scheint es mehr Kontakt gegeben zu haben.

00:07:42: als bis jetzt

00:07:43: bekannt war.

00:07:44: Ja, wobei nur, um das nochmal klarzustellen, ein Kontakt als solcher ist nicht strafbar.

00:07:49: und zum anderen ist es natürlich irgendwie auch furchtbar, was für intime Details da jetzt durch die Welt ventiliert werden.

00:07:55: Eheprobleme, Geschlechtskrankheiten, also das ist wirklich die Intimsphäre, die niemanden etwas angeht.

00:08:01: Persönlichkeitsrechte, das sehen wir auch, werden hier mit Füßen getreten und gleichzeitig wird ein Verdacht erweckt, von dem man wirklich nicht sagen kann, ob da irgendetwas dran ist oder nicht.

00:08:13: Ja, und das hat ja teilweise schwerste Auswirkungen, ob der Verdacht jetzt stimmt oder nicht.

00:08:18: Sei mal dahingestellt, das wird sich in den nächsten Wochen, Monaten vielleicht auch erst Jahren klären, aber die Konsequenzen, die treten unmittelbar ein.

00:08:24: Zum Beispiel für Mette Marit, die Grundprinzessin von Norwegen.

00:08:28: Auch sie soll zwischen, zw.A.

00:08:30: und zw.A.

00:08:31: sehr engen E-Mail-Kontakt mit Epstein gehabt haben.

00:08:35: ging es dann darum, dass sie gesagt hat Paris ist gut für Ehebruch, aber Skandinavien hat das bessere Frauenmaterial oder ich vermisse meinen verrückten Freund, nur um das mal so ein bisschen zu parafrasieren und in der norwegischen Bevölkerung wächst jetzt der Widerstand, dass die Kronprinzessin tatsächlich irgendwann mal Königin wird.

00:09:12: könnte auch eine Strategie sein, eine Ablenkungsstrategie.

00:09:15: Es ist ganz schwer auseinander zu halten, was ist nun wilde Sexparty, wo man vielleicht in Brüden Amerika die Nase rümpft?

00:09:23: und wo ist es wirklich strafbares Verhalten, zutiefst menschenfeindlich, frauenfeindlich sowieso.

00:09:31: Das ist Aufgabe von Ermittlungsbehörden, aber wie unabhängig die in Amerika nun auch sind, auch das sind Fragen, die man sich mittlerweile stellen muss.

00:09:40: Ja, aber es könnte zu einem größeren politischen Beben führen.

00:09:43: alles in allem, auch wenn die Trump-Regierung alles abstreitet.

00:09:47: Aber in der Mager-Bewegung, also eigentlich den Trump-Unterstützern, bröckelt zumindest jetzt der Rückhalt für Donald Trump, denn auch sein Name taucht ja oft genug da auf und es ist immer noch nicht so richtig alles entkräftet, was ihm schon seit Jahren vorgeworfen wird.

00:10:03: Es waren ja auch die Republikaner, die Trump am Ende gezwungen haben, schon vor einigen Monaten diese Files zu veröffentlichen.

00:10:10: In diesem Punkt hat Donald Trump nicht mehr die volle Unterstützung seiner Partei und der Bewegung.

00:10:17: Und natürlich, dieses elitenfeindliche seiner Bewegung, das ist jetzt schwer übereinzubringen mit Trump, der nun offensichtlich ein Teil dieser Gruppe um Jeffrey Epstein ist.

00:10:34: Vor knapp zehn Jahren, nämlich im Jahr zwanzig, siebzehn haben Deutschland und Frankreich sich dazu entschlossen, gemeinsam den Kampfjet der Zukunft zu bauen.

00:10:43: So hieß es damals, und das ist natürlich eine Entscheidung, die gerade jetzt besonders wichtig wäre, einen Schritt zur europäischen Verteidigungssouveränität zu zeigen, dass man selber etwas kann, auch nicht vollständig abhängig ist, auch nicht von den Amerikanern.

00:11:00: Future Combat Air System heißt das Projekt kurz FKAS.

00:11:05: Und es ging dabei nicht nur um ein Flugzeug, sondern um ein vernetzes System, inklusive Dronensensoren und so weiter.

00:11:12: Experten sprachen schon von einem Projekt für den Krieg der Zukunft.

00:11:17: Aber wie es aussieht, steht das Gemeinschaftsprojekt, an dem auch Spanien beteiligt ist vor dem Aus, ein fatales Signal in dieser Zeit.

00:11:25: und wie es so kommen konnte, Und ob es doch noch eine Resthoffnung gibt, das weiß unser Kollege Gabriel Bub vom Security Table.

00:11:33: Hallo, Gabriel.

00:11:33: Schön, dass du da bist.

00:11:34: Hallo, Elena.

00:11:35: Ja, sag mal, können wir denn irgendwie noch hoffen, dass dieses Prestige Projekt, an dem jetzt zehn Jahre gearbeitet wurde, doch irgendwie noch klappt?

00:11:43: Also, ich sag mal, in der Industrie gibt's mehr Pessimismus als Optimismus.

00:11:48: Also, wir befinden uns gerade in der Patsituation.

00:11:51: Eigentlich sollte jetzt die nächste Entwicklungsphase starten.

00:11:56: wo dann wirklich Hardware gebaut wird und Demonstrator gebaut wird.

00:12:01: Bei F-Cast muss man sagen, es ist ein großes System, was eben den Kampfjet beinhaltet, der neu gebaut werden soll und diese verschiedenen Systeme.

00:12:11: Jetzt sieht es so aus, als würde es auf eine gesichtswahrende Lösung hinauslaufen, weil es eben Streit beim Bau des Kampfjets gibt zwischen Airbus Defense & Space auf deutscher Seite und das so auf französischer Seite.

00:12:25: die sich unheimlich sind, wie viele Arbeitsaufträge sie beim Kampfschät genau wem zuscharan?

00:12:32: Ja, dass es Streit zwischen Unternehmen gibt und gerade Unternehmen aus unterschiedlichen Ländern, das ist nichts Neues.

00:12:38: und trotzdem jetzt haben wir es mit einem so wichtigen, auch politisch wichtigen Projekt zu tun.

00:12:42: Wie konnte es so weit kommen?

00:12:44: und ist das auch ein Fehler der jeweiligen politischen Führung, Merz und Macron bzw.

00:12:50: die Vorgänger, die das nicht sichergestellt haben, dass das Ding läuft?

00:12:55: Im Prinzip hätte man es kommen sehen müssen.

00:12:57: Da wird jetzt drüber diskutiert.

00:12:59: Merz sagt, wir sind uns unheimlich, wie groß das Flugzeug werden soll, weil die Franzosen brauchen ein eher kleineres Flugzeug, was auf ihrem Flugzeugträger landen können soll.

00:13:08: In Frankreich läuft die nukleare Abschreckung.

00:13:10: Frankreich hat eigene Atomwaffen, läuft zu großen Teilen über deren Flugzeuge.

00:13:15: Deutschland sichert seine nukleare Teilhabe über amerikanische Flugzeuge.

00:13:19: Das heißt, aus deutscher Sicht müsste ein Flugzeug was da gemeinsam entwickelt wird, nicht unbedingt Atomwaffen tragen können.

00:13:28: Das sind Sachen, die wusste man schon im Jahr zwei Tausend siebzehn.

00:13:31: Und jetzt entsteht der Eindruck, man hat einfach mal gemacht und immer von Phase zu Phase gedacht.

00:13:38: Aber dass es in den Verhandlungsphasen Probleme geben würde, war absehbar.

00:13:42: Was jetzt den aktuellen Streit anbelangt, dass das Hohenach gesagt wird auf französischer Seite, der Aufträge am Flugzeugbau haben zu wollen, was aus deutscher Sicht aus Sicht der Industrie nicht geht, weil man fürchtet, dass das das Ende des deutschen Kampfflugzeugbaus wäre.

00:14:02: Weil man muss sagen, solche Aufträge, das läuft ihr über Jahrzehnte, so ein Flugzeug, wenn es dann fertig ist, wird über Jahrzehnte genutzt.

00:14:11: Und wenn die ganzen Kompetenzen in Frankreich liegen, ist das ein sehr langfristiger wirtschaftlicher Nutzen und etwas, was in Deutschland wegfallen würde.

00:14:20: Ja, aber Gabel, wir reden jetzt in dieser Tage in Sonntagsreden und eigentlich dachte ich nicht nur in Sonntagsreden von der Wichtigkeit der europäischen Zusammenarbeit, von der Souveränität, die wir in diesem Bereich brauchen.

00:14:34: und jetzt sehen wir, dass zwei Unternehmen aus befreundeten Nachbarstaaten Deutschland vergreicht sich in dieser Form streiten.

00:14:40: und ich stelle mir vor, wie die Machthaber in Russland, China und anderen Orten dieser Welt kopfschüttelnd oder schmunzelt dabei zu schauen, wie wir uns über so eine Sache zerlegen.

00:14:53: Hast du mal gehört, dass politisch auf französischer oder deutscher Seite jemand ein Machtwort gesprochen hat und gesagt hat, geht's eigentlich noch?

00:15:02: Ja, das ist eigentlich ganz witzig, weil egal, wie man fragt, die Verantwortung wird immer eins weitergeschoben.

00:15:07: Wenn man mit Leuten aus dem deutschen Verteidigungsministerium spricht, dann sagen sie ja, das liegt jetzt beim Kanzleramt.

00:15:15: Wenn man im Kanzler nachfragt, sagen die ja, eigentlich liegt jetzt alles beim Elysée, die müssen das entscheiden.

00:15:22: und der Elysée sagt ja, das Kanzler müsste sie jetzt mal zur Entscheidung kommen.

00:15:27: Also ich glaube letztendlich die einzigen beiden, die das Programm jetzt noch retten können, sind Merz und Macron, die einfach ein Machtwort sprechen müssten, was sie bisher aber offensichtlich noch nicht getan haben.

00:15:39: Ursprünglich wollte man sich bis Ende des vergangenen Jahres entscheiden.

00:15:44: Viel sieht gerade danach aus, als würde man das dann das Programm de facto weiterlaufen lassen, gesichtswahrend, weil es gibt ja abgesehen vom Kampfstatt noch andere Sachen, eine Cloud über die Vernetztesysteme agieren können, Drohnen, aber dass man dann zwei getrennte Kampfstatt bauen könnte, was natürlich der größte Brocken in diesem sehr teuren Programm wäre.

00:16:08: Wobei das dann auch bedeuten würde, Man hätte noch einen Kampfjet mehr in Europa.

00:16:13: und der Gedanke des Programms war ja, dass man in Europa nicht mehr fünf verschiedene Kampfjets hat, die alle das Gleiche können, weil sowas zu entwickeln ist auch extrem teuer.

00:16:22: Vielleicht noch Einsatz dazu, was ich auch von französischen Politikern gehört habe, teilweise, dass sie das Gefühl haben, sie sprechen mit Lobbyisten, wenn sie mit Deutschen Abgeordneten sprechen, weil die natürlich auch die Interessen der Rüstungsindustrie im Wahlkreis vertreten müssen.

00:16:39: Umgekehrt ist Frankreich natürlich auch ein Land, was ganz klar bei Verteidigungsausgaben immer die Interessen der eigenen Industrie im Blick hat, die in Frankreich noch ein wichtigerer Wirtschaftsfaktor ist als bei uns in Deutschland.

00:16:53: Vielen Dank, Gabriel, für deine Erläuterungen zum FKS.

00:16:56: und die Hoffnung stirbt zuletzt, oder?

00:16:58: So ist es.

00:17:06: Das Grüne Wirtschaftswunder gibt es eigentlich wirklich.

00:17:10: Die Grünen haben es schon vor Jahren versprochen.

00:17:12: Ökologie und Ökonomie

00:17:14: sollen

00:17:14: wunderbar zusammen passen.

00:17:16: Dafür stehen Namen wie Robert Habeck und Cem Öztemir.

00:17:19: Aber wir haben es bisher nicht gesehen.

00:17:21: Im Gegenteil, nach der Grünen Regierungsbeteiligung zuletzt gab es drei Jahre Rezession.

00:17:26: Aber vielleicht haben wir es bisher auch einfach nicht richtig aufgezogen.

00:17:29: So jedenfalls sehen ist die Gründer von Rhythm.

00:17:32: Das Startup hat sich zur Aufgabe gemacht, den Traum vom grünen Wachstum doch endlich wahrzumachen.

00:17:39: Wir sprechen mit dem Gründer Joshua Küpper, der uns im Studio besucht hat.

00:17:43: Hallo schön, dass Sie da sind,

00:17:44: Herr Küpper.

00:17:45: Hi.

00:17:46: So, also das Unternehmen, das Startup heißt Rhythm, ein wirklich interessanter Name geschrieben, R-I-Z-M.

00:17:54: Was machen Sie da?

00:17:56: mit unserer Software bauen Unternehmen digitale Zwillinge von ihren Werken und können dann über verschiedene Formen von KI diese Daten nutzen, um rauszufinden, wie kann ich mein Werk resilienter aufstellen, kostengünstiger aufstellen?

00:18:09: und meistens geht es damit einher, dass ich eben zu günstigen Zeiten den Strommarkt nutze und damit eben auch mehr Decarbonese.

00:18:16: Wer sind Ihre Kunden?

00:18:18: Zum einen eben Automotive, das sind wir gestartet, das sind wir am stärksten BMW, VW, Daimler Truck, Mercedes.

00:18:24: Aber mittlerweile auch stark in der Chemie, Papierindustrie, eigentlich jeder, der viel Energieverbrauch hat, also groß ist, oder eben sehr energieintensive Branchen wie Brauereien oder Co.

00:18:34: Herr Küpper, wechseln wir mal auf eine andere Ebene und schauen uns mal die Lage in Deutschland an.

00:18:39: Aus drei Jahren Rezession kommen wir.

00:18:42: Sind Sie einer derjenigen, die noch glauben, dass Ökologie und Ökonomie nicht nur zusammenpasst, sondern dass auch ein grünes Wachstum möglich ist?

00:18:49: Also es geht zusammen, aber nicht absolut.

00:18:52: Also wir können jetzt nicht sagen, wir kriegen hundert Prozent der Zeit unser Werk klimaneutral versorgt in der wettbewerbsfähigen Art und Weise.

00:19:00: Ich glaube, das ist ein Trugschluss.

00:19:02: Wenn wir aber zur Situation gucken, in der wir aktuell sind, dann können wir noch deutlich mehr machen, was unsere Kosten reduziert und gleichzeitig auch die Emissionen reduziert.

00:19:09: Das heißt, ich glaube daran, dass es grundsätzlich noch einen großen Bereich gibt, wo wir vereinbar sind und wo wir mehr tun können.

00:19:16: Und das glaube ich nicht nur, sondern das können wir technoeconomisch... bei all unseren Kunden so nachweisen.

00:19:22: Aber das grüne Wirtschaftswunder, auf das wir auch ehrlich gesagt noch warten, dass es ja bisher auch noch nicht gegeben hat, gab es da auch in der Vergangenheit Fehler in der Kommunikation so etwas vielleicht etwas zu blauäugig zu versprechen?

00:19:35: Ich glaube, dass wir es in der Vergangenheit einfach technisch nicht geschafft haben.

00:19:38: Und ich glaube, es gibt viele Gründe darum, warum wir Technologien, die verfügbar sind, nicht in der Art und Weise nutzen.

00:19:43: Warum haben wir denn die Technologien nicht genutzt?

00:19:46: Wenn wir auf die Energieversorgung von einem Werk gucken und ich nehme jetzt einfach mal als Beispiel das BMW Werk in Debritschen, die neue Klasse von BMW, die super ankommt, wird in Debritschen gebaut und in Debritschen ausschließlich mit erneuerbarer Energie betrieben.

00:19:59: Und die Grenzkosten in der Produktion von diesem Fahrzeug sind sehr wettbewerbsig.

00:20:03: Und dieses Werk hat BMW auf eine Art und Weise designed, dass sie eben Algorithmen genommen haben, die herausfinden, wie kann ich möglichst intelligent mein Werk planen, um von Zeiten günstiger Energie zu profitieren.

00:20:14: Und die Komplexität, diese Frage zu beantworten.

00:20:16: Also ein Werk so zu designen, dass ich trotz der Volatilität immer stabil und kostengünstig versorgt bin.

00:20:22: Das ist ein sehr komplexes Problem.

00:20:24: Und ich glaube, die Algorithmen, das in der Form zu lösen, haben wir erst seit wenigen Jahren, dass wir so große Probleme algorithmisch lösen können.

00:20:31: Aber ist das skalierbar?

00:20:33: Also könnte man so etwas auf große Teile der deutschen Wirtschaft übertragen, sodass wir dann eines Tages tatsächlich dieses Ziel, dass derzeit So schwer erreichbar scheint Klima-Neutralität-Zwanzig-Fürmundvierzig erreichen.

00:20:47: Absolut.

00:20:47: Also wie gesagt, nicht hundert Prozent vielleicht, aber um zu sagen, wir kommen auf irgendwie einen Achtzig-Prozent-Ziel oder Fünfundachtzig-Ninzig-Prozent-Ziel-Wettbewerbsfähig, absolut.

00:20:56: Darin liegt auch eine wirtschaftliche Zukunft.

00:21:00: Genau, also ganz plakativ gesprochen, es geht darum, die Produktionskosten, die Cost per Unit, zu reduzieren.

00:21:05: Und wir können die Cost per Unit noch erheblich reduzieren und dabei gleichzeitig dekarbonisieren.

00:21:11: Das geht sowohl in der Chemie, das geht in der Papierindustrie, es geht in sehr vielen Industrien.

00:21:16: Wo man ein bisschen aufpassen muss, ist, wer profitiert von einem Narrativ, in dem es darum geht, dass wir uns günstige Energieversorgung nicht klimaneutral machen.

00:21:25: Ich glaube, Amerikaner sind guter Dinge zu tun, in denen sie keinen Wettbewerb haben.

00:21:29: Und wenn wir jetzt gucken, wer hat das günstigste Gas und wer profitiert am meisten davon, dass wir sagen, eine fossil versorgte Industrie ist die wettbewerbfähigste Industrie.

00:21:39: dann sind wir auf dem Spielfeld der Amerikaner, wo wir mit Amerikanern im Wettbewerb stehen, die seit sehr, sehr vielen Jahren ihre Außenpolitik danach ausgerichtet haben, günstige Gas und fossile Versorgung zu haben.

00:21:49: Das ist die Frage, ob wir im Spielfeld der Amerikaner gewinnen können als Industrie oder ob wir sagen, wir müssen ein anderes Spielfeld finden, indem wir eben gewinnen können.

00:21:58: Wobei wir ja feststellen, dass sich auch hier die Stimmungslage verändert hat.

00:22:03: Das ist ja nicht nur eine amerikanischer Weg, sondern auch in der deutschen Wirtschaft hört man ja zunehmend.

00:22:08: derzeit noch vereinzelt, aber auch wieder, wenn es einen Waffenstillstand in der Ukraine gibt, dann können wir doch auch wieder darüber nachdenken, Energie aus Russland zu kaufen.

00:22:17: Ich sag mal, bis dahin, aber auch jetzt Saudi-Arabien, was ist denn mit dem Öl, Venezuela und so weiter.

00:22:22: Also es wird ja durchaus und viel offener als noch vor einigen Jahren darüber diskutiert, ob nicht die Zukunft eben doch im fossilen liegt und dass das eigentlich die einzige wirklich Ja, nicht nur sichere, sondern auch in Sachen Versorgungssichere, sondern auch günstige Alternative.

00:22:44: Was antworten Sie diesen Stimmen?

00:22:46: Also, wenn man sich die Grenzkosten oder einfach die Spotmarkpreise und Co.

00:22:50: am Energiemarkt anschaut, dann sehen wir das zu Zeiten, in denen wir erneuerbare haben.

00:22:54: Elektrizitätskosten teilweise sehr niedrig sind, noch negativ.

00:22:58: Zu anderen Zeiten eben Nanol.

00:23:00: Ich kann nichts günstiger produzieren als mit Nanol.

00:23:03: Wenn ich diese Energie nutze, bin ich günstiger als wenn ich Gas verbrenne, egal wo das Gas jetzt herkommt.

00:23:08: Zu bestimmten Zeiten sind die Preise auch extrem hoch am Sportmagen.

00:23:11: Das ist eben, was ich meinte.

00:23:12: Zu bestimmten Zeiten ist es absolut sinnvoll zu sagen, wie kriegen wir in den Zeiten, zum Beispiel mit Gas, die Versorgung sichergestellt?

00:23:20: Wenn wir sagen, wir müssen hundert Prozent klimaneutral sein als Ziel, dann scheidet Gas aus, dann wird es sehr teuer in diesen Zeiten.

00:23:27: In den Zeiten in den Erneuerbaren da sind sie von den Grenzkosten her am günstigsten.

00:23:30: Wir haben ja eben doch auch eine Art von, man kann vielleicht sagen, Ermüdung, was die Klimakrise angeht.

00:23:38: Es findet in der Politik kaum mehr statt.

00:23:40: Selbst die Grünen reden nicht mehr allzu viel darüber.

00:23:43: Kann man politisch klug die Menschen mitnehmen, ohne einerseits diese Angstmache zu betreiben?

00:23:51: Aber sie dann doch zu überzeugen, was ist ihr

00:23:53: Rat?

00:23:53: Der Weg ist einfach, über die Kosten zu gehen.

00:23:55: Wenn ich über das Klima gehe, habe ich immer ein sehr emotionales Thema, wenn ich jetzt sage, sollen wir dekabonisieren, sollen wir nicht dekabonisieren.

00:24:01: Das muss ja gar nicht die Frage sein, sondern die Frage muss eigentlich sein, wie kriegen wir in Deutschland oder in Europa mit den Konditionen, die wir haben, die wir nicht groß ändern können, die günstigsten Cost-Per-Unity?

00:24:13: Also ich muss ja nicht jemandem dazu kriegen, der sagt, ich mache das für das Klima oder ich mache das für die Soyennes, sondern am Ende.

00:24:19: Wenn ich das ganze technöconomisch betrachte und den Kosten ausdrücke, ist das glaube ich ein Weg, ich bin gar nicht so, hänge jetzt nicht unbedingt emotional daran, dass ich sage, es muss grün sein, sondern es muss erst mal wettbewerbsfähig sein.

00:24:31: und zum zweiten... geht es eben und ist die schöne Nachricht damit einher, dass ich damit deutlich mehr Grüner mache und das gleich gute Sachen.

00:24:37: Also nicht das moralische Argument, sondern die Zahl, die am Ende überzeugt in der Wirtschaft sicherlich kein schlechter Angang.

00:24:44: Sie sind Studierter Mathematiker.

00:24:47: So habe ich es jetzt rausgehört.

00:24:48: Genau.

00:24:48: Also ich habe es nicht ganz zu Ende studiert, aber genau Versicherungsmatter.

00:24:51: Ja, okay.

00:24:51: Also man merkt es in die Argumentation.

00:24:53: Vielen Dank, dass Sie heute bei uns waren.

00:24:54: Joshua Küpper.

00:24:55: Danke.

00:25:02: Lieber Florian Fischer, für die, die es noch nicht mitbekommen haben, unser Head of Podcast vertritt diese Woche und hinter dem ominösen Flow verbirgt sich unser wichtigster Mann in diesem Studio.

00:25:13: War noch was?

00:25:14: Ja, es ist natürlich jeden Tag irgendwas, Helene.

00:25:16: Aber mal kurze Frage an dich.

00:25:17: Du als Chefin, wie stehst du so zum Homeoffice?

00:25:20: Bei meinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern oder bei mir selbst?

00:25:23: Generell.

00:25:23: Also bist du ein Freund von Homeoffice oder sagst du eher so, nee, da verleitet schon dazu, dass man eigentlich einen ganzen Tag auf der Couch liegt und nichts macht?

00:25:30: Das würde ich niemandem anders unterstellen, als mir selber und auch ich selber mache es nicht.

00:25:35: Ich habe jetzt die letzten Tage teilweise im Homeoffice verbracht, weil mein älterer Sohn nicht nur Ferien hat, sondern dazu noch krank war.

00:25:42: Ich finde, wenn man es gut anstellt und die richtigen Rahmenbedingungen hat und einen vernünftigen Schreibtisch zu Hause und ein bisschen Ruhe, dann kann Homeoffice etwas ganz Wunderbares sein.

00:25:52: Teilweise kann man sich viel besser konzentrieren als im Büro, aber es kommt natürlich sehr drauf an, was man macht und wie man es macht.

00:26:00: Da hast du das Ergebnis einer Studie vom Fraunhofer Institut zusammen mit der Technikerkrankenkasse sehr gut zusammengefasst, denn die haben sich jetzt genau das angeguckt und haben gesagt, wie produktiv ist man eigentlich im Homeoffice?

00:26:11: und da haben die jetzt in den letzten zwei Jahren Statistiken ausgewertet und gesagt, Bis zu einer Quote von sechzig Prozent Arbeitszeit pro Woche im Homeoffice sind die meisten produktiver als wenn sie jeden Tag ins Büro gehen.

00:26:23: Sobald man öfter als diese sechzig Prozent im Homeoffice ist, kippt das dramatisch und auf einmal wird man deutlich unproduktiver.

00:26:31: Also wie so oft im Leben kommt es auf die richtige Balance drauf an und kommen Sie gut durch diesen Tag.

00:26:37: Ich freue mich, wenn Sie morgen wieder dabei sind.

00:26:39: Freitag haben wir dann schon.

00:26:40: Bis morgen.

00:26:41: Table Today.

00:26:43: mit Michael Brücker

00:26:44: und Helene

00:26:45: Bubrowski.

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