Überlebt diese SPD? Mit Rudolf Scharping.

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00:00:10: Kann der Altkanzler Gerhard Schröder Bewegung bringen in den festgefahrenen Friedensprozess in der Ukraine, das schlägt?

00:00:16: Natürlich.

00:00:16: Der russische Präsident Vladimir Putin vor und hat damit eine kleine neue Nachricht auch in die Berliner Republik hineingesetzt.

00:00:23: was wirklich dahinter steckt?

00:00:24: dazu gleich mehr.

00:00:27: Wir müssen über die SPD sprechen, der es schlecht geht.

00:00:30: Nicht nur im Sachsen-Anhalt.

00:00:31: Sie liegt gerade mal bei sieben Prozent.

00:00:32: Im Bund sind das nur noch dreizehn Prozent.

00:00:35: Warum trauen immer weniger Menschen dieser Partei?

00:00:38: Warum trauern sie ihr nicht mehr zu, um Probleme zu lösen?

00:00:41: Muss sich die SPD neu erfinden und was folgt daraus für die Koalition?

00:00:46: Darüber sprechen wir mit dem ehemaligen Verteilungsminister und dem SPD-Urgestein Rodolf Scharping.

00:00:52: Neulich kam bei uns ein Brief zu Weihnachten.

00:00:55: Leicht verspätet aus Kanada an, die deutsche Post ja.

00:00:58: sie ist jetzt auch nicht mehr die allerschnellste und der Name dürfte auch bald Geschichte sein denn die deutsche post will nur noch DHL Group heißen.

00:01:06: Der Grund liegt auf der Hand das klassische Briefgeschäft nimmt ab Die Paketauslieferung wird immer wichtiger.

00:01:12: im letzten Jahr wurden allein in Deutschland vier Komma fünf Milliarden Pakete verschickt.

00:01:16: Tendenz steigen.

00:01:17: Wie sieht die Zukunft der Post aus?

00:01:19: Das wollte Alex Wiedmann unser Kollege vom CEO-Table Mit Tobias Meyer, dem Vorstandsvorsitzenden der DHL Group Wissen.

00:01:25: Das Essen ist in Frankreich nicht nur besser sondern sogar auch günstiger jedenfalls für die Studenten in dem Nachbarland.

00:01:34: ein Euro soll es nur noch kosten.

00:01:35: das hat die Regierung beschlossen.

00:01:37: warum dass ein Vorbild für Deutschland sein könnte.

00:01:39: auch darüber reden wer an diesem Montag den elften

00:01:41: Mai Der Krieg in der Ukraine, der neigt sich tatsächlich dem Ende.

00:01:49: Das zumindest sagt der russische Präsident, der diesen Krieg angezettelt hatte.

00:01:54: Geht es nach ihm soll es bald zur echten Friedensverhandlung kommen und er soll ein alter Freund helfen?

00:01:59: Ja von Gerhard Schröder ist die Rede!

00:02:01: Er soll nach den Vorstellungen Putins eine Vermittlerrolle einnehmen.

00:02:06: Die Debatte hatten wir ja schon mal in Deutschland.

00:02:08: damals waren alle dagegen außer Bündnis Sarawagen gleich an AfD.

00:02:12: Heute kann sich auch die SPD das durchaus vorstellen.

00:02:16: Jedenfalls gibt es keine klare Ablehnung aus der Partei.

00:02:19: Zwei Dinge, die spielen damit natürlich jetzt eine Rolle.

00:02:21: erstens ist offenbar Vladimir Putin der Meinung dass er diesen Krieg auch nicht weiter fortsetzen kann oder will.

00:02:28: vielleicht wird er zu diesen Äußerungen gezwungen und natürlich setzt er da in der Friedens- Kriegskoalition, je nachdem aus welcher Perspektive man auf die Bundesregierung schaut natürlich auch einen kleinen Spaltpilz rein.

00:02:42: Denn die Mütze nicht Truppen in der SPD finden das nicht schlecht, wenn man endlich mal wieder direkt mit Putin verhandelt.

00:02:47: bei der Union und auch im Seeheimerteil der Sozialdemokraten dürfte das gar nicht gut ankommen.

00:02:52: Ja tatsächlich hat sich Reif Stegner explizit dazu geäußert und hat gesagt, wenn es jemandem wie Schröder gelingen würde wäre es fahrlässig das auszuschlagen.

00:03:02: Also, Schröda jetzt doch wieder einer von den Sozialdemokraten, einer von dem sich ja andere dann sehr scharf abgrenzen wollen.

00:03:10: also ich halte, er hat Schröde ehrlich gesagt für den falschen Mann an dieser Stelle.

00:03:15: So oder so muss sich die Bundesregierung, das tut sie hinter den Collison immer wieder auch mal in Gesprächen.

00:03:19: Auch sogar der Außenminister Johann Wadefuhr mit der Frage beschäftigen wer würde denn im Falle der Fälle mit Vladimir Putin oder seinen Kremlvertrauten eigentlich verhandeln wenn es jetzt zu ernsthaften Friedensgesprächen auch mit Europa käme?

00:03:33: Man muss sich diese Frage schon stellen.

00:03:34: natürlich könnte es auch Zwischenhändler geben.

00:03:37: auch ein Armin Laschet wurde einmal genannt er früher meine durchaus engere Kooperationen mit Russland immer wieder Mal auch das Wort geredet hat, aber als Vorsitzender eines Bundeshausausschusses ist er nicht geeignet.

00:03:48: Der Ex-Kanzler ist parteisch und befreundet mit Putin.

00:03:51: Er wollte sich nie wirklich von ihm distanzieren.

00:03:53: in diversen Interviews haben wir es versucht habe ich es übrigens auch noch vor zwei Jahren versucht da war nichts zu machen mit ihm.

00:03:59: Ich bin ein Freund von ihm und werde mich von ihm nicht distancieren hat er immer wieder gesagt.

00:04:02: also ist der natürlich nicht der ehrliche Makler den man dann vielleicht irgendwann braucht.

00:04:07: Ja deswegen sollte uns schon skeptisch machen dass die Russen ihn vorschlagen.

00:04:12: Man fragt sich, warum überhaupt einer von den Politpensionären diese Rolle einnehmen sollte.

00:04:16: Also es tun wir in anderen Konflikten und nun auch nicht.

00:04:19: Der Jimmy Carter hat diverse friehende Verträge ausgehandelt.

00:04:24: Ja,

00:04:24: okay.

00:04:25: Aber diese alten Seilschaften, ob die jetzt wirklich der richtige Weg sind?

00:04:28: Am Ende geht es doch auch nicht um eine Form von Vertrauensbildung, sondern wir müssen auf den Tisch schauen wie die Lage ist und dann argumentieren.

00:04:37: Und das können erst als Diplomaten, die das jedenfalls mal vorbereiten können oder abgesandte Regierungsvertreter ein Außenminister kann das machen.

00:04:46: also warum man da jetzt auf Laschet oder Schröder zurückgreift Die wahrlichen diplomatischen Fragen große Fehler gemacht haben, also erhalte ich für ziemlich abwegig.

00:04:55: Ja, jedenfalls zeigt es dass der Druck auf Putin groß ist oder größer geworden.

00:04:59: die wirtschaftliche Lage in Russland ist schwierig die Inflation steigt ja er verkauft natürlich weiter Gas und Öl an Indien oder China

00:05:07: aber

00:05:07: mit jedem weiteren Monat verliert er nicht nur tausende Soldaten sind inzwischen eins Komma drei Millionen angeblich laut dem Generalstab der ukrainischen Streitkräfte Von Russland gefallen sind, also russische Soldaten.

00:05:21: Vielleicht werden die Fragen inzwischen auch an ihn größer und das am Jahrestag der Befreiung Russlands vom Nazi-Regime ist vielleicht ein Signal von ihm.

00:05:30: ja ich bin bereit über den Frieden nachzudenken.

00:05:33: Das war übrigens bei der Militärparade zum neunten Mai, also am Samstag deutlich zu sehen dass die Russen eben nicht mehr ganz so gut dastehen, anders als sonst wurden dort keine Panzer und Raketen aufgefahren.

00:05:46: Auch die Zahl der Soldaten war deutlich kleiner.

00:05:49: also auch wenn natürlich die russische Propaganda das so nicht zugibt sieht man wie dieses Land und insbesondere die Menschen die Soldaten, die Familien der Soldat leiden unter diesem Krieg, der natürlich auch in Russland Spuren hinterlässt

00:06:03: Ja und die Bevölkerung leidet, die nicht nur kein Internet mehr hat sondern eben weil auch die Kommunen vor Ort kaum noch Gelder haben um ihre Pensionen oder ihre Gehälter auszuzahlen.

00:06:15: Die finanziellen Lagen werden immer schwieriger.

00:06:20: Offiziell inklusive der besetzten Gebiete melden inzwischen ein Budgetdefizit.

00:06:25: Diese Regionen kommen aber unter anderem zum Beispiel für die Vertragsprämie neu rekrutierter Soldaten auf, also auch da ist vielleicht der Nachwuchs auf dem Schlachtfeld schwer zu gewinnen und dann muss man irgendwann über einen Ende dieses Krieges nachdenken.

00:06:37: Gerhard Schröder wollte sich übrigens nicht äußern, auch auf mehrfache Anfragen vieler Journalisten hin nicht.

00:06:43: Das heißt natürlich nichts, denn er hat ja selber immer wieder schon mal hinter den Kulissen gesagt.

00:06:48: Er wäre gerne einer solcher Vermittler aber müsste dann natürlich auch einen offiziellen Auftrag

00:06:52: bekommen.

00:06:53: Da sehe ich jetzt Friedrich Merz nicht alsjenigen, der diesen Auftrag hier erteilen würde zum Glück.

00:06:59: Naja, wenn wir jetzt merken oder wenn die Welt merkt bzw.

00:07:02: die Russen merken das sich ein Angriffskrieg eben doch nicht lohnt sondern dass es auch dem Angreifer massiv schadet Dann wäre vielleicht für die Zukunft ein bisschen was gewonnen, für den Weltfrieden.

00:07:21: Verantwortung für Deutschland so heißt die Überschrift des Koalitionsvertrags von Union und SPD im Bund.

00:07:27: aber immer mehr Menschen haben nach einem Jahr Regierungszeit das Gefühl dass diese beiden eben nicht ihrer Verantwortung gerecht werden.

00:07:35: Schlecht wurde selten eine Bundesregierung nach einem Jahr bewertet.

00:07:38: Statt der angekündigten, dringend benötigten Reform gibt es immer wieder Knirsch und Knaatsch – und man ist sich nur bei den Nebenthemen wirklich einig!

00:07:45: Die Partei SPD ist besonders unter Druck nur noch zwölf bis dreizehn Prozent in den bundesweiten Umfragen.

00:07:51: Ein Desaster.

00:07:52: kann diese Koalition doch noch das Vertrauen der Deutschen zurückgewinnen?

00:07:56: Und überlebt die SPD diese Koalition überhaupt?

00:07:59: Das wollten wir von dem ehemaligen Ministerpräsidenten von Rheinland-Pfalz, dem SPD-Verteidigungsminister Untergehard Schröder und dem kurzzeitigen SPD-Chef Rudolf Scharping wissen.

00:08:09: Schön dass Sie heute da sind.

00:08:10: Guten Tag lieber

00:08:10: Herr Schar ping!

00:08:13: Nach fünfunddreißig Jahren SPD Regentschaft in Ihrem Heimatland Rheinand-Phalz ist jetzt die CDU am Ruder und die Koalition steht.

00:08:20: was denken sie über Rhein an Pfalz?

00:08:23: Das ist grundsätzlich die Entwicklung der Demokratie.

00:08:26: Das ist schmerzhaft, aber ich denke das wird eine sehr erfolgreiche Koalition.

00:08:31: Alle Zeichen sprechen dafür – der Vertrag, die Personen und die ganzen Umstände.

00:08:36: Die SPD in Rheinland-Pfalz hat zwölf, dreizehn, vierzehn Prozent mehr geholt als im Bund.

00:08:41: Mehr geht eigentlich in einem Land nicht!

00:08:44: Warum ist es eigentlich so?

00:08:45: Der Bund derzeit so dramatisch... schlecht abschneidet im Vergleich auch zu manchen Ländern, wo das Vertrauen in die SPD noch halbwegs intakt ist.

00:08:55: Ja, das ist ja nicht nur eine Frage des Vertrauens in der SPD aber ganz grundsätzlich – die Koalition muss mehr liefern!

00:09:02: Was meinen Sie genau?

00:09:04: Ja Ergebnisse, Absichtserklärungen alleine reichen nicht und Ergebnisse dort, wo den Menschen zurecht wirtschaftliche Außenpolitische Sicherheitsfragen und anderes auf den Nägeln brennt.

00:09:18: Schauen Sie mal, diese Koalition hat es geschafft das Thema Migration deutlich zu verändern und auch sagen wir mal zu entschärfen.

00:09:28: sie hat da einen sehr guten Minister der das konsequent betreibt.

00:09:32: man muss dann nicht mit allem Einverstanden sein aber so stilles Schaffer wie Herr Dobrindt oder auch Frau Hubeich im Justizministerium die tun einer Regierung gut.

00:09:42: Aber das sind natürlich zwei, wie Sie zu Recht sagen die im Stillen liefern und regieren.

00:09:48: Innerhalb der SPD hat man das Gefühl weiß man nicht so genau was man mit dieser großen Koalition machen soll.

00:09:54: Will man die Reformbewegung in dieser Regierung sein oder hat man Angst dann die letzten Treuen auch noch zu verlieren?

00:10:01: Zunächst einmal ich kann nicht erkennen dass es Streit zwischen dem Kanzler- und dem Vizekanzler gibt.

00:10:07: Was ich erkenne ist also unterschiedliche Politische Standpunkte gibt, dass darüber diskutiert wird und das ist in einer Demokratie auch normal.

00:10:14: Ich bin da eigentlich ganz zuversichtlich übrigens auch was meine Partei angeht unter einer Voraussetzung sie muss die Themen konsequent mit einer Perspektive bearbeiten, die weiter ist als Stopfen von aktuellen Notlagen.

00:10:34: Und dazu gehört eine sehr klare Analyse und dann eben eine zuversichtliche Herangehensweise an Themen, ich nenne ihn mal ein Beispiel.

00:10:43: Wir haben über Migration geredet und wir betrachten das immer und zurecht auch aus, sage ausdrücklich, auch aus der Perspektive Sicherheit.

00:10:54: Wenn ich mir jetzt aber die Fachkräfte angucke, Und im Bereich innere Sicherheit, im Bereich Pflege und im Bereich Logistik.

00:11:03: Dann würde ich sagen Leute lasst uns die Perspektive weiteren.

00:11:06: wir werden Migration brauchen wenn wir unseren Wohlstand erhalten wollen.

00:11:10: aber es muss eine Migration in unser Beschäftigungssystem sein muss unsere Wirtschaftskraft und Innovationskraft stärken.

00:11:17: dann geht es gut.

00:11:18: das muss man offensiv vertreten.

00:11:20: da fehlt mir moment ein bisschen.

00:11:22: Aber lieber Herr Schaping Ihre Parteivorsitzende hat gerade gesagt Es gibt keine Einwanderung in die soziale Systeme.

00:11:27: Das war ein Fehler.

00:11:28: Also es stimmt inhaltlich nicht aus Ihrer Sicht?

00:11:30: Ich sage, das war ein Fehl.

00:11:31: Aber Fehler passieren.

00:11:33: und was mir in der öffentlichen Debatte auffällt ist wir reden ja sehr viel über Dinge die nicht so gut laufen oder manchmal auch schief gehen.

00:11:41: Wir reden viel zu wenig über Dinge, die hervorragend klappen und gelingen Und wir machen uns nicht wirklich klar dass man nicht jahrelang von der Substanz leben kann um dann sehr kurz und sehr schnell die Dinge wieder in Ordnung gebracht zu haben.

00:11:58: Die Bahn ist dafür ein gutes Beispiel, aber nun gut!

00:12:01: Lassen wir es mal einfach so stehen.

00:12:02: Glauben Sie dass man erstmals verleicht mit einem Reformprogramm auch am Ende an der Wahlurne gewinnen kann und dafür sogar geschätzt wird vom Wahlvolk?

00:12:12: Jedenfalls wird die Koalition zum Teufel gejagt wenn sie nicht handelt.

00:12:16: Wenn sie handelt hat sie eine Chance wachsendes Vertrauen zu erwerben oder verlorenes Vertrauen wieder zurückzugewinnen.

00:12:23: Besser hätte man das nicht beschließen können.

00:12:25: Die Teufel-Analogie wird sicherlich im Kanzleramt und im Vizekanzleram gehört, ich bedanke mich sehr für dieses Gespräch lieber Herr Schabing.

00:12:31: Aber herzlich gerne!

00:12:32: Bis bald mal wieder!

00:12:44: Ja, denn trotz Krisen Krieg und Zöllen wächst der weltweite Handel.

00:12:48: Und davon profitiert ein Dachskonzern besonders nämlich die DHL Group.

00:12:53: Das Unternehmen konnte im Jahr zwanzig-fünfundzwanzig sein operatives Ergebnis auf sechs Komma einen Milliarden Euro steigern.

00:13:01: Von der klassischen deutschen Post ist dabei nicht mehr viel übrig geblieben.

00:13:05: Rund achtzig Prozent des Umsatzes erzielt die DHl Group inzwischen im Ausland.

00:13:10: Auf der Hauptversammlung in der vergangenen Woche am fünften Mai stimmten die Aktionäre mit großer Mehrheit dafür.

00:13:16: das Deutschland-Geschäft auszugliedern.

00:13:18: Damit wird die klassische Post künftig eine eigene Tochter sein, die weitergeführt wird während der Gesamtkonzern unter dem Namen DHL AG

00:13:28: firmiert.".

00:13:29: Was bedeutet das für den Wirtschaftsstandort?

00:13:31: Wo verdient die DHL Group auch in Zukunft ihr Geld und in welchen Regionen gibt es überhaupt noch Wachstum?

00:13:38: Darüber hat unser Kollege Alexander Widmann aus dem CEO Table mit Tobias Meier, dem Vorstandsvorsitzenden

00:13:47: Tobias Meier.

00:13:48: Guten Morgen

00:13:49: Herr Meier, wann haben Sie Ihren letzten Brief verschickt?

00:13:52: Ich verschiege sehr regelmäßig Briefe sowohl zu dienstlichen Anlässen aber auch zu privaten.

00:13:58: ich finde das immer nach wie vor eine sehr schöne Geste eben auch was physisches selber zu erhalten.

00:14:03: Die Zahl der verschickten Briefen ist aber geringer geworden.

00:14:10: Im Jahr im ersten Quartal waren sogar Minus dreizehn Prozent.

00:14:15: ist das Briefgeschäft alleine, überhaupt noch profitabel für Sie?

00:14:19: Also dieser Rückgang ist ja nicht überraschend.

00:14:21: Kommt in Deutschland etwas später als in anderen Ländern, dann hängt auch damit zusammen dass wir eben später und etwas zerkrafter digitalisieren.

00:14:30: In anderen Ländern ist es noch viel weiter fortgeschritten, dass wir eine Substitution haben sowohl bei der Briefkommunikation also beispielsweise den Behördenschreiben aber auch im werblichen Bereich.

00:14:40: Für das erste Quartal ist vor allen Dingen anzumerken, dass wir im Vorjahr die Bundestagswahl hatten und das bedingt zu größten Teilen den stärkeren Rückern.

00:14:51: Zu Ihrer Frage Profitabilität also wenn mir das nicht glaube ich auch sehr weitsichtig über die Jahre enger mit dem Paketgeschäft verzahnt hätten könnten wir es nicht zu den Preisen anbieten, die wir heute haben

00:15:05: Wird die tägliche Briefzustellung langfristig faktisch abgeschafft, weil es sich einfach nicht mehr lohnt?

00:15:12: Also wir werden glaube ich und wenn die Regulatorik das zulässt weiter einen qualitativ hochwertigen Briefdienst anbieten können.

00:15:22: Aber als Ergänzung des Paketgeschäftes denn alleine Briefe flächendeckend täglich zuzustellen, dass wird nicht mehr tragfähig sein.

00:15:31: Das Paket-Geschäft wächst und das ist der Vorteil den wir hier haben Und Deutschland ist mit Großbritannien der größte e-commerce Markt in Europa.

00:15:42: Es ist natürlich auch geografisch zentral gelegen, insofern sind wir sehr froh dass wir in diesem Paketmarkt vertreten sind und das auch nutzen können um weiter einen qualitativ hochwertigen Briefdienst anzubieten.

00:15:54: Achtzig Prozent ihres Umsatzes sehen Sie rund roundabout im Ausland.

00:15:59: was heißt das für den Wirtschaftsstandort Deutschland?

00:16:02: Für das Label Germany?

00:16:04: Ja gut, wir sind ein Unternehmen was jetzt seit Jahrzehnten im Weltmarkt tätig ist und wir gucken eben dorthin wo Wachstum ist.

00:16:10: Wo Handelsströme wachsen, wo es neue Möglichkeiten gibt Waren zu distribuieren also zu verteilen über Lagerhaltung und dann die letzte Meile In unterschiedlichen Formen.

00:16:22: machen wir das und sind damit im Ausland erfolgreich gewachsen, was für ein Unternehmen mit tiefen deutschen Wurzeln glaube ich erst mal ein gutes Zeichen ist.

00:16:30: Das

00:16:30: ist ein gutes zeichen sagen Sie auch andere Dachskonzerne erwirtschaften Ihre Gewinne eher im Auslands.

00:16:36: Beunruhigt sich das nicht?

00:16:38: Auch ein wenig?

00:16:39: Nein!

00:16:39: Das bunrückt mich überhaupt nicht.

00:16:41: Global aufgestellt zu sein ist manchmal anstrengend weil man ist dann auch bei jeder Krise irgendwie dabei.

00:16:47: Aber es hat natürlich auch Vorteile, weil wir Zugriff auf Wachstumsmärkte haben, die es in Deutschland so nicht gibt.

00:16:52: Krise, Zölle und dennoch haben sie im Jahr für ein operatives Ergebnis auf sechs Komma eins Milliarden Euro steigern können.

00:17:01: Wie funktioniert das eigentlich?

00:17:03: Ja, das war sicherlich durchaus ein spannendes und noch anstrengendes Jahr.

00:17:07: Und es funktionierte halt dadurch, dass wir relativ flexibel und schnell reagiert haben auf das was sich in der Welt verändert hat.

00:17:15: Das funktioniert deshalb weil wir uns auch ganz bewusst entschlossen haben, nicht alles zu zentralisieren.

00:17:21: Vielleicht auch nicht immer auf die von dem ein oder anderen so stark gewünschten Kostensynergien zu achten sondern wir haben viele sehr erfahrene lokale Management Teams bei DHL in allen Teilen der Welt.

00:17:35: also diese Spezialisierung und starke lokale Ausrichtung hat es uns ermöglicht eben sehr schnell und flexibel zu reagieren und eben auch dort zu wachsen wo Wachstum war.

00:17:45: An der anderen Seite haben wir gerade natürlich im Handel auf dem Transpazifik China-USA Herberückgänge.

00:17:52: Wo war denn Wachstum?

00:17:53: Was waren Ihre Wachslumsregionen in den Jahren?

00:17:57: Also es war vor allen Dingen der Handel aus China heraus, der nicht in die USA geht und auch der Handeln mit Europas weitergewachsen.

00:18:04: Der innerasiatische Handel ist sehr stark gewachsen.

00:18:16: E-Commerce und die lokale Distribution war das auch beispielsweise in den mittleren Osten, aber auch vor allen Dingen Lateinamerika.

00:18:23: In Mexiko sind wir beispielsweise sehr stark vertreten in Brasilien und auch in den USA.

00:18:28: Die USA haben als Volkswirtschaft nach wie vor nicht nur eine große Größe sondern auch eine deutlich stärkere Dynamik als Europa und Deutschland.

00:18:37: und auch dort sind wir gerade mit unserem Geschäftfeld der L Supply Chain stark gewachsen.

00:18:43: im Jahr, das ist in den letzten Jahren nicht mehr so.

00:18:46: Die Zölle, jetzt kommt noch der Krieg im Iran dazu.

00:18:49: Was erwarten Sie für dieses Jahr?

00:18:51: Sie gelten ja auch ein bisschen als Frühindikator für die Weltwirtschaft.

00:18:55: Wie geht es da weiter?

00:18:57: Ja mit den Zöllen, das bleibt ja ein Auf und Ab.

00:18:59: Im Moment haben wir auch Elemente des Abs also eben dem Sinne dass wir weniger Zöller haben.

00:19:06: sie wissen das.

00:19:07: das Supreme Court aber Kord of International Trade haben Zölle als rechtswidrig anerkannt.

00:19:15: Die werden jetzt in Teilen rückabgewickelt, das ist auch... Aber die

00:19:17: Unsicherheit bleibt ja bestehen oder?

00:19:19: Klar aber dass wir weniger Zöller haben in den USA ist natürlich für viele der Handelsströme erst mal nicht schlecht.

00:19:25: Gleichzeitig haben wir die Herausforderungen im mittleren Osten da vor allen Dingen jetzt in dieser Phase die Energieversorgung.

00:19:34: Es wird ja viel darüber geredet Europa is ein Dieselkontinent.

00:19:38: Dementsprechend produzieren wir wenig Kerosin selbst.

00:19:42: Das wird traditionell importiert, das ist etwas was uns natürlich umtreibt.

00:19:47: Es ist auch ein Thema an vielen asiatischen Flughäfen.

00:19:51: Ich glaube sie sind ja als Unternehmen gut aufgestellt aber als Bürger und mit Blick auf die Weltwirtschaft macht man sich schon etwas Sorgen.

00:19:57: Aber als Unternehmer haben Sie Sorge dass Kerosinen knapp wird

00:20:00: und

00:20:00: sie dann nicht mehr alle Pakete ausliefern können?

00:20:04: Also ich glaube, wir sehen uns da wirklich sehr gut aufgestellt.

00:20:08: Wenn das jetzt noch über Monate geht wird es sicherlich Engpässe geben.

00:20:13: Letztendlich ist eben wichtig dass man auch den Markt zulässt das zu regeln, dass bei höheren Preisen dann Dinge nicht mehr genutzt werden die halt diskretionär sind und dass der eine oder andere sich vielleicht an doch Gedanken macht ob man den Urlaubsflug machen muss Dinge, die eben nicht essentiell sind dann aufgrund der hohen Preise wegfallen und damit auch die Nachfrage zurückgeht.

00:20:38: Ja!

00:20:38: Die Inflation steigt, die Benzinpreisesteigen, der Ölpreis steigt... Was erwarten Sie für dieses Geschäftsjahr?

00:20:47: Das sind ja schon nochmal mehr Belastungen als im Vorjahr.

00:20:52: Also wir sind generell was die Planung angeht in den letzten zwei Jahren gut damit gefahren etwas konservativ zu sein.

00:20:58: Insofern kommen wir jetzt nicht von einem Niveau wo wir uns da erträumt hätten, dass Europa mit vier Prozent wächst und die Welt mit sechs oder ähnliches.

00:21:09: Wir sind da deutlich konservative reingegangen.

00:21:11: Insofern werden unsere Erwartungen jetzt eher bestätigt.

00:21:14: Wir haben natürlich eine Wachstumsstelle in Europa und vor allen Dingen Deutschland.

00:21:17: das ist so.

00:21:18: Und auch wenn wir weltweit vertreten sind und weltweit Umsätze haben, haben nach wie vor einen Schwerpunkt in Europa Und das ist schon für die Wachstumsdynamik des Konzerns, auch gegenüber unseren globalen Wettbewerbern durchaus eine Herausforderung.

00:21:33: Welche Wachstationen sehen Sie für Ihr Unternehmen?

00:21:36: Was ist der nächste Step?

00:21:39: Also wir haben ja innerhalb des Handels Bereiche, Industriesektoren von denen wir fest überzeugt sind dass sie weiter stark wachsen werden.

00:21:47: es ist beispielsweise die Medizintechnik und die Pharmazeutika.

00:21:51: Das liegt schlichtweg daran dass sie solche Waren nur an wenigen Standorten in der Welt herstellen können und das sie zunehmend eben nicht nur nachgefragt werden.

00:22:00: Wir haben die Alterung der Bevölkerung, was zu mehr Nachfrage in diesem Bereich führt.

00:22:04: aber Sie haben auch immer spezialisiertere Produkte zugeschnitten auf spezifische Krankheiten, die teils auch nur einzelne oder kleinere Gruppen haben.

00:22:14: Da gibt es also einen Aufwuchs einer Nachfrage nach wirklich qualitativ hochwertigem Speziallogistik Und das ist ein Beispiel, was eben auch relativ resilient ist gegen geopolitische Spannungen und Zölle.

00:22:30: Eine Frage die wir jedem CEO stellen ist wo setzen Sie KI heute schon produktiv ein?

00:22:36: Dass es zu einer wirklichen Produktivitätsteigerung kommt?

00:22:39: Also gibt's viele Fälle wo wir das natürlich viele Bereiche, wo wir da ausprobieren, wo es wirklich auch schon skaliert und sichtbar ist im Kundenservice.

00:22:48: Es gibt bei vielen Aber bei uns vor allen Dingen in der Verzollung.

00:22:52: Die Verzellung ist traditionell extrem aufwendig und mühsam, Dokumente zusammenzusuchen, Produktbeschreibungen die wir vom Kundenteils kriegen.

00:23:02: aber es ist eben logischerweise auch immer eine länderspezifische Anwendung.

00:23:05: auch in Europa haben zwar einen einheitlichen Zollkodex aber die Auslegung ist ja dann immer so ne Sache.

00:23:12: Selbst innerhalb von Deutschland gibt es da einiges an Unterschieden auf diese spezifischen Anforderungen dann zu reagieren.

00:23:18: Da ist die KI extrem hilfreich, weil sie halt Informationen gut zusammentragen kann aus Dokumenten aber auch beim Thema Konsistenzprüfung wirklich gut mehrwertleistet um unsere Spezialisten dann darauf hinzuweisen wenn es in Konsistenzen beispielsweise gibt.

00:23:34: KI als Antwort auf die Bürokratie kann man das so sagen?

00:23:38: Ja gut!

00:23:38: Das hat ja in Europa eine gewisse Tradition.

00:23:40: dass wir die Produktivitätsvorschritte durch IT, durch Bürokratie kompensieren ist ja jetzt auch nichts Neues.

00:23:48: Vielen Dank fürs Gespräch Tobias Mayer!

00:23:50: Danke Ihnen!

00:23:57: Giba Mekwano was?

00:23:59: Gute Nachrichten aus Frankreich.

00:24:01: alle Studierenden in Frankreich können jetzt für ein Euro Mittagessen.

00:24:05: Die Regierung hat nämlich beschlossen das überall landesweit in den Mensen mindestens ein Gericht für nur einen Euro angeboten werden muss.

00:24:13: Das kostet bis zu rund zwei Millionen Euro.

00:24:18: Soll aber die Studenten finanziell entlasten, die in einer Umfrage gerade angegeben hatten?

00:24:22: Dass jeder Zweiter aus finanziellen Gründen auf das Essen mittags in der Universität verzichtet.

00:24:27: Ein Vorbild für Deutschland nicht nur was die günstigen Preise angeht sondern insbesondere was die Qualität des Essens angeht.

00:24:34: und ich bin ja in Frankreich sowohl ein Jahr zur Schule gegangen als auch habe ich dort zwei Jahre studiert und muss sagen... ...das ist schon ein großer Unterschied!

00:24:41: Ich erinnere mich Das Schulessen gab es immer Vorspeise-Hauptgericht nachtisch und die Vorspeiser bestand zum Beispiel aus einer Artyschokke mit Vinaigrette, die diese Schüler dann abzupften.

00:24:53: Und also das dauert ja ganz schön lange.

00:24:55: Das ist irgendwas anderes als hier diese Currywurst oder ähnliches, dass sich hier die Schüler reinschieben.

00:25:00: Abgesehen mal davon, dass es natürlich viel gesünder ist aber auch die Zeit, die sie zum Essen nehmen.

00:25:04: alles war irgendwie auch nett hergerichtet und ein... Also so!

00:25:08: Es war einfach nicht zu vergleichen.

00:25:11: Ich bin ja noch zu Zeiten zur Uni gegangen, als das Menseressen in so Tabletts serviert wurde.

00:25:16: Wo so Ausfräsungen waren, wo man also einfach von oben das Essen rein gespritzt wurde und habe ein deutsch-französisches Studiengang gemacht und die französischen Kommilitonen waren wirklich entsetzt darüber was sie deutschen Mensen dazu bieten haben.

00:25:30: Also wahrscheinlich ist es mittlerweile besser.

00:25:32: ich hoffe zumindest aber sicherlich nicht so gut wie unsere Freunde en France

00:25:40: Ein Euro, also das wird garantiert keine Tüte Pommes sein.

00:25:42: Das ist man bei den kulinarischen Freunden in Volkreich nicht gewohnt zu einem Essen-Insofen.

00:25:47: Gute Nachrichten!

00:25:47: Wir freuen uns wenn Sie morgen auch bei uns wieder dabei sind dass es mindestens so Dilly's Hue bei uns hier was wir hier zu bieten haben.

00:25:54: Table Today ab fünf Uhr bis dahin.

00:26:00: Ciao ciao!

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