Was bringt der Trump-Xi-Gipfel? Mit Jörg Wuttke.
Shownotes
Jörg Wuttke, ehemaliger Präsident der Europäischen Handelskammer in China, ordnet das Gipfeltreffen zwischen Xi Jinping und US-Präsident Donald Trump ein – und dämpft die Erwartungen: „Im Grunde genommen sieht es so aus, als wäre es ein positiver Summit mit Business-Beziehungen, die sich weiter öffnen." Dennoch hält Wuttke die Signale aus Peking für begrenzt: Auch auf chinesische Hilfe im Konflikt mit dem Iran könne Trump nicht hoffen, sagt Wuttke. [01:30]
Grünen-Chefin Franziska Brantner spricht über das Verhältnis von Union und Grünen. Auf Länderebene funktioniere die Zusammenarbeit. Brantner kritisiert die Bundesregierung für ihre verspäteten Reformanstrengungen. Für einen großen Fehler hält sie die Veränderungen bei der Ampel-Krankenhausreform. [10:24]
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00:00:02: Table Today
00:00:04: mit Michael Brücker und Helene Wubowski.
00:00:10: Der Iran kriegt der Zollstreit die Taiwan-Frage.
00:00:14: Das sind die großen Themen über die die Chefs der Welt möchte, nämlich Donald Trump und Xi Jinping gestern und heute sprechen.
00:00:22: Mehrfach ist der Besuch des amerikanischen Präsidenten in China verschoben worden.
00:00:26: nun ist er wirklich da und die Frage isst das eine große PR Show oder kommt da wirklich was raus?
00:00:32: Das besprechen wir mit Jörg Wutke dem ehemaligen EU-Handelskammerchef in China.
00:00:38: Im Bundestagswahlkampf, das noch gar nicht so lange her waren die Grünen noch der Hauptgegner der Union.
00:00:43: Auf Länderebene scheint es aber mit der Zusammenarbeit ganz gut zu funktionieren!
00:00:47: Jetzt wo ist mit der SPD, alles andere als rund läuft, bahnt sich vielleicht sogar einen Umdenken an und Union und Grüne könnten sich auch im Bund wieder annähern.
00:00:56: oder liegen die beiden Parteien inhaltlich doch zoweit auseinander?
00:00:59: Das fragen wir die Parteivorsitzende Franziska Brandner.
00:01:02: Die KI –
00:01:03: das
00:01:04: sind ganz schöne Herausforderungen, die da auf uns zukommen.
00:01:06: Vielfältiger Hinsicht aber doch auch Chancen über die man mal widersprechen kann.
00:01:11: und da gibt es gute Nachrichten denn mehrere Unis in Deutschland haben ein Modell entwickelt wie man mit der KI Tausende Leben retten könnte.
00:01:20: Auch darum geht es an diesem Freitag dem Brückentag, den wir am fünften Mai freuen.
00:01:36: Suche Respekt für China.
00:01:38: Der Job, das du gemacht
00:01:39: hast... Du bist ein guter Leader.
00:01:40: Ich sage
00:01:41: es zu jedem!
00:01:41: Du bist
00:01:41: eine gute Leader.
00:01:43: Manchmal mag man nicht sagen, was ich sage, aber ich sage es anyway, weil das ist wahr.
00:01:46: Ich sag nur
00:01:47: die Wahrheit.
00:01:47: Und
00:01:48: da sind diejenigen, die sagen, dass das vielleicht der größte Summit ist.
00:01:51: Aber es ist ein Honig mit dir zu sein.
00:01:54: Es ist ein honig, dein Freund zu sein und die Beziehung zwischen China
00:01:58: und den USA wird
00:01:59: besser als ever sein.
00:02:01: Vielen Dank.
00:02:02: Danke.
00:02:04: China wird wunderbar.
00:02:06: Das war die Botschaft von Donald Trump auf seinem Weg nach Peking.
00:02:12: und ja, das typische Manöver von ihm Menschen, die er jedenfalls mal vorüber geht gut findet bei denen schmeichelt er sich ein, die lobt über den grünen Klee.
00:02:23: Ja, es sind erstaunlich versöhnliche Töne tatsächlich das US-Präsidenten.
00:02:26: Denn es gab ja auch immer mal wieder andere Ansichten.
00:02:29: also China galt mal als größte Bedrohung für die USA oder sogar als Feind und gerade im letzten Jahr sind die beiden Großmächter hier auch immer wieder eineinander geraten.
00:02:38: Also der Zollstreit den Donald Trump dann da losgetreten hat Die ständigen Drohungen Chinas gegenüber Taiwan kommen auch nicht so richtig gut an.
00:02:46: Und auch der Iran.
00:02:47: Krieg ist naja sagen wir mal Zumindest ein Grund für ein angespanntes Verhältnis, denn China bezieht über zwölf Prozent seines Öls eigentlich aus dem Iran.
00:02:57: Ein Gipfel treffen also auf das die ganze Welt schaut – dass die Welt ja schon seit längerem erwartet.
00:03:02: Donald Trump wollte mehrfach schon nach Peking reisen und hat den Besuch verschieben müssen aus innenpolitischen Gründen dann zuletzt wegen des Iran-Kriegs.
00:03:11: Die Frage ist, was kommt nun dabei raus?
00:03:14: Das ist natürlich auch für Deutschland relevant.
00:03:16: Denn auch Deutschland ringt mit China.
00:03:19: Sie kennen es der berühmte Dreiklang.
00:03:21: China isst für Deutschland einerseits Partner andererseits Wettbewerber unsystemischer Rivalen, ja und die Frage welcher dieser drei Punkte am stärksten akzentuiert wird.
00:03:31: Das liegt einerseits an der wirtschaftlichen Lage das liegt aber auch an der Frage wie sehr wir die Bedrohung unserer Sicherheit in einem bestimmten Moment fürchten was vorher passiert ist also dass wechselt.
00:03:41: Wie ist es nun zwischen Trump und Xi?
00:03:43: Und ist das überhaupt alles?
00:03:44: nur eine große PR-Show ein gut inszeniertes Händeschütteln oder mehr?
00:03:50: Das will Amelie Richter, die Redaktionsleiterin unseres China Table von Jörg Wuttke wissen.
00:03:55: Jörgg ist jetzt bei der DGA Allbrite Stonebridge Group und er war zuvor bald BRSF in China und außerdem EU-Handelskammerchef in Peking also ein Mann, der es wissen muss.
00:04:08: Herr Wittke wenn Sie den ersten Tag des Xi Trump Treffens einordnen sehen wir bereits eine klare Verhandlungslinie oder ist das Ganze eine ritualisierte Positionsbestätigung?
00:04:20: eigentlich ohne echte Annäherung zwischen beiden Seiten?
00:04:24: Na, es ist natürlich voller Rituale.
00:04:27: Das hat man auch gesehen bei dem Empfang.
00:04:30: Xi Jinping versucht wirklich Donald Trump gut zu behandeln und Donald Trump hat jedes Interesse, dass er nicht noch mehr als ein Problem hatte.
00:04:37: Er hatte einen Krieg an der Backe.
00:04:39: also der erste Tag ist im Grunde genommen eine Annähierung, eine wichtige Annährung Und da muss man sehen wie weit jetzt die Details herauskommen.
00:04:47: Als Momentan sieht's aber so aus wäre es im Grunde genommen ein positiver Summit mit Business-Beziehungen, die sich weiter öffnen.
00:04:56: Dann kaufen die Chinesen paar Sachen ein.
00:04:58: Also der erste Tag ist für Deutschland schon mal ganz gelungen gelaufen.
00:05:01: Jetzt gibt's
00:05:01: ja heute am zweiten Tag, am Freitag nochmal diverse Treffen.
00:05:06: was erwarten wir denn von dem Freitage?
00:05:08: Ist das dann typischerweise der Moment für Durchbrüche oder werden da eigentlich Positionen, die es schon gibt noch einmal nachgeschärft?
00:05:15: also ich glaube die große Linie ist gestern schon verhandelt worden.
00:05:19: Donald Trump hat das Thema gesetzt und sagte, dass es fantastisch ist.
00:05:22: Es wird also noch besser als es jemals war für Richard Trump Soundtrack Und dann ging's natürlich los mit den richtigen Themen und da war erstaunlich, was er gesagt hatte.
00:05:33: Er will das chinesische Firmen in der USA investieren.
00:05:36: Das kommt hier eigentlich gar nicht so gut bei an Und Xi Jinping hat das gleich die Duftmarke gesetzte Taiwan ist das wichtigste bilaterale Thema bevor irgendwelche Wirtschafts- oder Handelszahlen genannt werden.
00:05:50: Im Grunde genommen sagt der Maschinenhaus sich weiter öffnen, das ist so eine Worthülse die ich seit dreißig Jahren schon gehört habe.
00:05:57: und dann hat man sich natürlich nach und nach durch die geopolitischen Punkte gehangelt ohne jetzt groß irgendwas zu bewegen.
00:06:04: Homoos Iran Ukraine Nordkorea Das gehört mir dazu, aber ich erwarte da keine großen Ernährung.
00:06:11: D.h.,
00:06:11: der zweite Tag ist eigentlich im Grunde genommen zum Kalibrieren dar über die Themen, die im ersten Tag schon besprochen worden sind.
00:06:18: Welche Botschaften haben wir von dem Zweitägigen treffen denn jetzt für Unternehmen und Märkte auch in Bezug auf den Iran?
00:06:24: Ist das Ganze eine Stabilisierung des Konflikts oder eine temporäre Beruhigung?
00:06:30: Nein, also China hält sich da zurück.
00:06:32: Also da wird die Einflussnahme von Picking überschätzt.
00:06:36: Picking wird das Homosproblem nicht lösen.
00:06:38: Der kleine interessante Seitenhieb der in Chichimpingen verpasst hat ist er will dass dort keine Maut aufgeschlagen wird.
00:06:46: Er hat Thera praktisch gesagt es hört auf dass ihr da den Cash Cow hinzieht Und das muss Tehran der Tat ernst nehmen.
00:06:53: Aber ansonsten, das Problem muss Donald Trump lösen und Xi Jinping wird ihm da nicht weiterhelfen.
00:06:59: Die Chinesen leiden auch unter dem Abschluss des Hormus und werden sich in die Interesse haben, dass so was passiert aber sie werden kein politisches Kapital
00:07:08: entsetzen.".
00:07:09: Jetzt hat Trump ja hauptsächlich Sie aus mitgebracht, die sich im Tech-Bereich befinden entweder Elon Musk mit Ex oder auch Tesla... Wie ist denn die realistische Perspektive im Technologie- und Halbleiterstreil zwischen China und den USA?
00:07:25: Ist der Konflikt längst strukturell verfestigt oder kann sich da noch was bewegen, auch nach diesem
00:07:31: Treffen.
00:07:32: Also es ist Deeskalation angesagt.
00:07:35: man hat ja gegenseitig sich jetzt im Grunde mit den Exportkontrollen echt das Leben schwer gemacht Und hat auch in der Tat für viele Unternehmen dieses De-Risking oder sogar De-Coupling vorangetrieben.
00:07:49: Chinesen haben letzten Monat zwei Regularien rausgegeben, die Nummern sind acht drei vier und acht drei fünf, wo im Grunde gesagt wird also falls ihr ausländische Firmen de euren Regierungen jetzt folgt und chinesischen Firmen zum Beispiel mit Sanktionen behandelt dann werden wir euch im Grund genommen mit China zur Verantwortung ziehen.
00:08:10: das heißt Also damit hat China es angedeutet, dass man aussuchen muss.
00:08:16: In weder man folgt seinen eigenen Gesetzen als in unserem Sinne die europäischen oder man folgt den chinesischen Gesetzen.
00:08:22: Das ist natürlich für Firmen wahnsinnig schwer und wir kennen auch schon Fälle wo Firmen in der Tat jetzt diese in diese Problematik reingerutscht sind.
00:08:30: Aber ansonsten ist ein Grunde genommen der Eskalation angesagt und da muss man sehen, wie lange das hält?
00:08:36: Wir haben die Midterm Elections hier im November.
00:08:38: es kann sein dass dann das Haus demokratisch wird.
00:08:41: wir können wahrscheinlich auch sogar sehen, dass vielleicht der Senat demokratisch werde und dann ändert sich das Spiel.
00:08:47: Dann ist Trump wirklich eine sogenannte Lane Duck also er hat nicht mehr so viel zu sagen.
00:08:53: Also die Stimmung im Lande hier ist definitiv extrem antichinesisch.
00:08:57: Da muss man aufpassen, dass man jetzt diese ganzen Signale von Donald Trump nicht hoch exoripoliert und sagt das ist also die Stimmung in Amerika.
00:09:04: Das heißt ein Take Creek kann immer noch stattfinden.
00:09:08: Welche Konsequenzen sollte in Europa es aus dem Treffen ziehen?
00:09:11: Es klingt ja so als würden wir zwischen den beiden Studien sitzen zwischen amerikanischer Sicherheitslogik und chinesischer Marktlogik.
00:09:18: was nehmen wir mit?
00:09:20: Also Europa kann sich in der Tat jetzt nicht darauf verlassen, dass China sich irgendwie öffnet.
00:09:25: In der Tat, China hat mehr Druckpunkte aufgebaut mit diesen zwei neuen Regularien.
00:09:30: Man muss vielleicht davon ausgehen, dass dann Amerika doch etwas samstern mit Europa umgeht und nichtsdestotrotz das Lernen ist im Gesetz des Dschungels.
00:09:39: Wir finden sich Europa in der Mitte und da muss eben erst mal wir unsere Hausaufgaben machen.
00:09:44: Wir können Amerikaner und Chinesen schlecht beeinflussen.
00:09:47: Das Einzige was wir in die Hände nehmen können unsere eigenen Reformen und damit Draghi wirklich mal umsetzen.
00:09:53: Also jetzt ist im Grunde genommen der Zeitpunkt wo wir ein Kapitalmarkt in Europa schaffen müssen, wo wir es hinbekommen müssen dass wir wirklich in einem gesamter Markt sind und nicht nur fleckenteppig, um eben gegen Amerika und gegen China bestehen zu können.
00:10:08: Und das andere ist natürlich wirklich sich genau zu überlegen inwieweit das jetzt eine Momentaufnahme in Peking ist.
00:10:17: Vielen Dank für die Einschätzung nach dem ersten Tag vom Trump See treffen.
00:10:21: Vielen Dank, Herr Wuttke!
00:10:22: Am
00:10:28: Mittwoch große Feierlichkeit in Stuttgart für den neuen Ministerpräsidenten Cem Özdemir der das grün-schwarze Bündnis in Baden-Württemberg fortsetzt.
00:10:39: und drei Landesregierungen gibt es in Deutschland in denen schwarze und grüne gut miteinander regieren.
00:10:46: In den anderen beiden Ländern sind die Schwarzen vorne Nordrhein-Westfalen und Schleswig-Holstein.
00:10:52: Was bedeutet das nun für die Grünen im Bund, die sich mit der CDU auf Bundesebene doch ganz schön schwer tun?
00:11:01: Die Bundesregierung scharf kritisieren auch wieder die Ergebnisse des Koalitionsausschusses von Anfang der Woche kritisch sehen.
00:11:08: viel zu besprechen also mit Franziska Brandner, der Parteivorsitzenden der Grünen.
00:11:14: Hallo schön dass Sie bei uns sind liebe Frau Brandner!
00:11:18: Frau Brandner, jetzt gibt es in Baden-Württemberg ein grün-schwarzes Bündnis und auch in anderen Bundesländern ist das mit angeumgekehrter Reihenfolge schwarz-grün.
00:11:27: gut funktionierende Bündnisse Nordrhein-Westfalen, Schleswig-Holstein.
00:11:31: Wenn man auf die Bundesebene guckt wo hakt es zwischen Schwarzen und Grün am meisten?
00:11:37: Was man sieht was in den Bundesländer gut klappt ist eine Modernisierungsagenda.
00:11:42: ich sag mal dass der Staat besser funktioniert Das leichter gestaltet für die Unternehmen.
00:11:48: Da kommt man zusammen, als bereit ist es zusammen nach vorne zu bringen.
00:11:52: Auf der Bundesländer Seite gibt es da auch mehr Bereitschaften in die neuen Technologien zu investieren und nicht nur nach hinten zu schauen.
00:11:57: Da setzt man auch auf erneuerbare Energien und weiß dass unsere Unabhängigkeit eine Bezahlbarkeit für unsere Bürger garantiert.
00:12:05: Da kommen wir ganz gut zusammen was auf Bundesebene sehr weit weg ist von der aktuellen konservativen Position.
00:12:11: Also Sie haben den Eindruck, auf Bundesebene ist man wirklich nicht nah beieinander.
00:12:15: Dabei gibt es ja Berichte dass auch schon die Kontakte wieder intensiviert werden mit Blick auf die Zeit nach der nächsten Wahl.
00:12:22: stimmt das?
00:12:23: Wissen Sie, mich schmerzt es gerade sehr zu sehen was diese Regierung gerade aufhört an Selbstbeschäftigung und Selbstzerfleischung statt die notwendigen Reformen in diesem Land anzugehen.
00:12:33: Und ich will jetzt gar nicht dass man über andere Möglichkeiten nach neunundzwanzig diskutiert sondern den Fokus auf diese Regierung lenkt das sie verdammt nochmal ihre Arbeit endlich macht.
00:12:42: Und das muss all der Fokus sein.
00:12:43: Da können die Bundesländer gerne Inspirationen sein, wie man es gut machen kann.
00:12:47: Wobei der Koalitionsausschuss vom Dienstagabend ja durchaus genau das sagt?
00:12:52: Nämlich jetzt sollen die Reformen wirklich kommen!
00:12:55: Was ist daran falsch?
00:12:57: Na ja, das Problem ist doch nur dass es schon vor einem Jahr genauso versprochen wurde für den Sommer, für den Herbst, für dem Winter, den Frühling und jetzt sind wir halt wieder im Sommer.
00:13:05: Allein mir fehlt halt mittlerweile eine Glaube aber ich hoffe es, dass dies mal hinbekommen wird.
00:13:09: Im Namen unseres Landes hoffe ich, dass es diesmal klappt.
00:13:12: Sie wissen ja selber, wie schwer es ist zu regieren.
00:13:15: Wie schwer es auch ist die Bevölkerung zufriedenzustellen mitzunehmen, wie es Neudeutsch heißt.
00:13:20: Jetzt hat der Kanzler gesagt er werde so schlecht behandelt.
00:13:22: das kennt auch ihr ehemaliger Chef Robert Habeck.
00:13:25: haben sie nicht auch ein bisschen Mitleid schrägstrich Verständnis dafür dass das alles nicht so einfach ist?
00:13:32: Naja natürlich wissen wir, dass diese Zeiten in denen wir gerade leben keine einfachen Zeiten sind absolut.
00:13:37: aber Manchmal, wenn man eben auch schon selber in schwierigen Zeiten dabei war und dann mit älteren Menschen spricht ja ob das Winfried Kretschmann ist oder noch ältere Generationen die erzählen auch von schwierigen Zeiten.
00:13:49: Und ich glaube, dass kann halt keine Entschuldigung sein sich nicht trotzdem anzustrecken, anständig miteinander umzugehen und Kompromisse zu finden statt ständig darüber zu reden wer Schuld ist.
00:14:01: Eigentlich müsste die Aufgabe dieser Regierung sein, durch Reformen unsere Sozialversicherungssysteme zu stabilisieren.
00:14:07: Und was sie ständig tun durch ihren Streit ist unser Land zu destabilisieren und das ist einfach echt unverantwortlich.
00:14:13: Reform der Sozialversicherung Systeme auf die Theorie da sind sich immer alle einig.
00:14:19: Die schwierige Frage ist wie reformiert man und vor allem auf wessen Kosten?
00:14:24: Was ist Ihr Vorschlag Frau Brandner?
00:14:27: Der Punkt ist doch, dass man Reformen nur hinbekommt wenn alle daran beteiligt werden und wenn auch jene die ein bisschen stärker sind oder die vor allem am allerstärksten sind.
00:14:37: Auch noch in ihrem Beitrag dazu leisten.
00:14:39: und es muss auch einen Beitrag von staatlicher Seite dazukommen.
00:14:42: das ist ja das was der Gesundheitsversicherungsreform jetzt fehlt, dass man von der staatlichen Seite sogar noch mehr Geld rausnimmt.
00:14:51: Die Krankenhausreform nicht mehr angeht, dass die Staatsmodernisierung nicht vorankommt.
00:14:55: Das sind die Dinge wo die Bürger dann sagen, jetzt reicht's aber mal!
00:14:59: Also
00:14:59: von staatlicher Seite heißt es soll noch mehr geld aus dem Haushalt genommen werden?
00:15:03: Verstehe ich das
00:15:03: richtig?!
00:15:04: Ich finde es nicht nachvollziehbar, warum die Versicherungskosten für die Bürgergeldempfängereien von den gesetzlich Versicherten in diesem Land getragen werden.
00:15:12: Und die Kassen klagen dazu recht.
00:15:13: wir Grüne haben ein Modell vorgelegt wie man das finanzieren könnte und ich bin auch der Meinung dass man bei der Krankenhausreform eben nicht das Tempo rückwärts machen sollte sondern da auch konsequent nämlich gesteuert weiter für eine gute Gesundheitsversorgung arbeiten muss.
00:15:27: Wir hatten übrigens apropos wie man Reform angeht Die Regierung hat ja diese Kommission eingesetzt.
00:15:33: Gesundheit mit sixty-sechzig Vorschlägen.
00:15:35: Wir haben gesagt, da gefällt uns nicht alles.
00:15:37: aber nehmt mal das Paket und jeder der eins rausnimmt muss eines reintun und zwar aus der gleichen Kategorie weil sonst ist es ja furchtbar wenn man diese Kommission aufsetzt und sagt danke schön wir machen aber eh was anderes dann kriegt man auch keine Reformen.
00:15:50: Ja wobei ich in dem Fall sagen würde da hat die Regierung schon sehr schnell Einiges auf den Weg gebracht, also erstaunlich schnell.
00:15:57: Hätte ich jetzt gar nicht erwartet, dass kaum legt die Kommission die Vorsticke vor.
00:16:01: Gibt es auch schon einen Beschluss im Kabinett?
00:16:04: Aber nochmal nachgefragt, Frau Wandner, die Krankenkassen sagen ja selbst Es gibt genug Geld im System und wird nur nicht effizient genug eingesetzt.
00:16:14: Also insofern kann man über Würgergeldempfänger lange hin- und her sprechen.
00:16:18: aber müsste man nicht auch mal die Botschaft senden?
00:16:21: Man kann jetzt Gürtel Enger schneiden und sagen, man kann es auch anders nennen.
00:16:24: Aber den Mut aufzubringen, auch mal eine Wahrheit auszusprechen, die sowieso alle ahnen, nämlich so lange geht das nicht mehr gut wie es bisher ist?
00:16:31: Also ich würde mal so rum sagen wir können nicht jedes Risiko absichern.
00:16:34: also der Staat ist nicht in jeder Situation dafür da alles zu heilen oder alles... im Zweifel dann auch an Shocks etc.
00:16:43: abzufedern für jeden einzelnen,
00:16:45: etc.,
00:16:45: sondern halt für jene die es besonders brauchen.
00:16:48: und das ist etwas was ich auch mit Sorge sehe dass in den letzten Jahren natürlich die Erwartung an den Staat in dem Maße gestiegen sind, dass in jeder Krise der Stadt eigentlich alles einem wiederum auch abnimmt und das is auf Dauer nicht nachvollziehbar.
00:17:02: vor allen Dingen ist es nicht möglich wenn wir es nicht gleichzeitig schaffen aus den Gründen der Krise auch mal zu lernen.
00:17:09: Es sind ja jedes Mal diese fossilen Abhängigkeiten und während der Regierungszeit der Ampel haben wir dann wenigstens jetzt, wie helfen euch jetzt?
00:17:15: Aber wir gehen auch gleichzeitig aus diesen Abhängigkeiten raus und jetzt bleiben wir in Abhängigkeit und gehen sogar noch mehr wieder ins Gas.
00:17:21: Und dann kann man natürlich noch viel weniger versprechen das immer geholfen wird.
00:17:25: Das stimmt wobei die internen Probleme natürlich auch andere Ursachen haben also demografischer Wandel und anderes die Überaltung der Gesellschaft.
00:17:33: Insofern ich höre Das ist eine Botschaft, die Sie sich vorstellen können.
00:17:37: Aber sie haben natürlich Sorge davor, eine kaltherzige Besserverdienerpartei dieses Image wieder übergestülpt zu bekommen oder?
00:17:44: Ich sehe auch wirklich nicht in Deutschland, dass es jetzt... Also das Problem ist ja nicht, dass wir zu wenig Geld ausgeben sondern dass es nicht sinnvoll ausgegeben wird.
00:17:52: Und darum müssen wir doch ringen!
00:17:54: Wenn man einfach nur kürzt wenn der Unternehmen einfach nur kurz ohne in die Innovation zu gehen dann ist es ziemlich schnell weg vom Markt.
00:18:01: und die Aufgabe haben wir auch.
00:18:02: Wir müssen Effizienzen heben wir müssen digitalisieren wir müssen schneller werden wir müssen ja auch da stimmt Risikobereiter wiederwerden über alle Ebenen hinweg.
00:18:12: Aber das bedeutet nicht per se, dass wir sagen, wir nehmen jetzt den Ärmsten alles weg.
00:18:15: Das ist doch Quatsch!
00:18:16: Sondern es muss wirklich darum gehen und es ist viel schwieriger als einfach überall mal fünf Prozent im Rasenmäher, wirklich Prioritäten zu setzen, sagen hier die Struktureform bei den Krankenhäusern, die gehen wir jetzt an?
00:18:28: Wir haben das in beiden Württembergen gemacht, das ist nicht lustig aber am Ende ist die Qualität sogar besser.
00:18:33: Frau Barnach, ich möchte noch über ein anderes Thema sprechen.
00:18:36: Sie haben ja wirklich eine volle Woche waren in Oxford und haben eine Rede gehalten beim European Studies Center Und haben eine interessante These aufgestellt die gerade für eine grüne ja durchaus aufmerkten lässt.
00:18:48: sie haben gesprochen über Die Ausweitung der nuklearen Abschreckungen und haben da Davon gesprochen dass man da Frankreich Grund auch Großbritannien Einbeziehen müsse und auch Deutschland.
00:19:00: Ist es überinterpretiert zu sagen, Brandner wirbt für eine europäische Atombombe?
00:19:06: Ich bin der Überzeugung, dass wir einfach jetzt wirklich zur Kenntnis nehmen müssen.
00:19:11: Dass der amerikanische Präsident nicht der verlässliche Partner ist auf dem man sich in schwierigen Situationen verlassen kann und das wir Europäer gemeinsame Verteidigungsordion aufbauen müssen die am Ende auch über die Frage natürlich redet und am Ende Lösung findet wie eine nukleare Abschreckung in Europa ausschaut.
00:19:29: und dass das keine deutsche sein wird ist glaube ich selbstverständlich Franzosen im Briten, den Deutschen in Polen unter den Europäern darüber spricht wie man hier gemeinsam europäisch vorangehen kann.
00:19:42: Ich glaube das ist eine Notwendigkeit auch wenn es bestimmt die schwierigste Frage ist wenn es um die Europäische Verteidigungsunion geht.
00:19:48: aber das darf auch nicht darüber hinwegdecken dass wir erstmal eine europäische verteidigung Industrie aufbauen müssen gemeinsam und nicht jeder sein eigenes Ding.
00:19:57: Jedenfalls soll das Motto sein nie wieder allein.
00:20:00: so haben Sie's an Oxford gesagt.
00:20:02: vielen Dank Frau Brandner.
00:20:03: alles Gute für sie.
00:20:04: ich danke Ihnen
00:20:11: Mein lieber Flo, du Brückentagsüberbrücker.
00:20:15: War noch was?
00:20:16: Ja tatsächlich gibt's immer mal wieder was.
00:20:17: Entwickler von der Goethe-Universität Frankfurt, der Philips Universität in Marburg und des Fraunhofer Instituts für Translationale Medizin und Pharmakologie haben jetzt eine neue KI trainiert wodurch Tausenden Labormäusen tatsächlich das Leben gerettet werden kann.
00:20:34: Das musst Du gleich nochmal genauer erklären.
00:20:35: aber klar ist doch wenn man sowas hört KI hat sicherlich Gefährdungspotenzial für vieles nicht nur für Arbeitsplätze, sondern auch vielleicht für unser eigenständiges Denken.
00:20:47: Das müssen wir alles immer in Betracht ziehen
00:20:49: aber
00:20:50: doch auch die Chancen sehen was das auch nicht nur an Arbeitserleichterung sein kann, sondern ja offenkundig auch an einer Verbesserung der Welt.
00:21:00: oder kann man das so sagen?
00:21:01: Auf jeden Fall!
00:21:02: Also im Prinzip ist es ja auch auf der Hand liegend also durch den Einsatz von KI anhand von kleiner Daten, die man dann tatsächlich noch vom echten Labormäusen braucht.
00:21:12: Aber dann nochmal Simulation starten und dementsprechend braucht man wirklich nur einen ganz kleinen Teil der aktuell noch eingesetzten Labormäuse.
00:21:21: also man kann bis zu fünfzig Prozent weniger Tiere einsetzen um beispielsweise neue Medikamente dann zu ertesten.
00:21:29: Und von den Daten die man hat simuliert dann die KI weitere Tiere sozusagen und dann kann man große Studien vollziehen ohne ganz so viele Tiere einsetzen zu müssen.
00:21:39: Natürlich hat man das schon mal getestet, ob das wirklich funktioniert oder ob die KI sich da irgendein Mist ausdenkt und hat alte Studien genommen und hat es dann anhand von Daten alter Studien getestete Und tatsächlich gab's da keine großen Abweichungen.
00:21:51: also Man kann Leben retten mit der KI.
00:21:55: Das ist schonmal die gute Nachricht.
00:21:56: Die schlechte Nachricht ist man kann leider nicht ganz auf Versuchstiere verzichten zumindest noch nicht aber Es ist ein guter Anfang.
00:22:01: Ja und vielleicht brauchen wir diese Tierversuche ja dann wirklich gar nicht mehr.
00:22:05: dass wäre doch Eine schöne Nachricht nicht nur für die Tiere, sondern für uns alle.
00:22:11: Und das war es jetzt schon wieder von dieser Woche...
00:22:14: Nicht ganz!
00:22:15: Morgen sind wir dann nämlich auch wieder da mit einer CEO-Edition.
00:22:18: Da sprechen die Kollegen des CEO-Tabels unter anderem mit Fabian Kienbaum dem Chef der Personal und Unternehmensberatung Kienbaum darüber warum beispielsweise der Arbeitsmarkt irgendwie kaputt zu sein scheint.
00:22:30: Können wir darauf gespannt sein und ansonsten wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende.
00:22:33: Es soll ein bisschen wärmer werden, hoffentlich stimmt das!
00:22:36: Machen Sie es gut und bis Montag sind wir wieder da.
00:22:45: Tschüss!
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