Alle Episoden

Sind bald alle Organspender? Mit Ricarda Lang

Sind bald alle Organspender? Mit Ricarda Lang

22m 30s

Über 8.000 Menschen stehen in Deutschland auf der Transplantations-Warteliste – knapp 1.000 Spender stehen ihnen gegenüber.
Am Donnerstag debattiert der Bundestag erneut über die Widerspruchslösung bei der Organspende, die zuletzt 2020 knapp scheiterte. Ricarda Lang, Bundestagsabgeordnete von Bündnis 90/Die Grünen und frühere Grünen-Bundesvorsitzende, setzt sich für die Widerspruchslösung ein: „Es ist niemandem zuzumuten, gegen seinen Willen zum Organspender zu werden, aber es ist schon jedem von uns zuzumuten, sich einmal in seinem Leben mit diesem Thema zu beschäftigen, um im Zweifelsfall Leben zu retten." [12:09]

Die Rentenkommission hat sich einstimmig auf 33 Empfehlungen geeinigt. Martin Blessing, Persönlicher Beauftragter des Bundeskanzlers...

Wie sicher ist unsere Medikamentenversorgung? Mit Michael Sen

Wie sicher ist unsere Medikamentenversorgung? Mit Michael Sen

25m 45s

Michael Sen, CEO des Gesundheitskonzerns Fresenius, kritisiert die aktuelle Gesundheitsreform scharf: „Ich würde das Ganze auch nicht als Reform titulieren" – es handle sich lediglich um den Versuch, ein fiskalisches Loch zu stopfen.

Er fordert einen umfassenderen Ansatz: „Es gibt 16 Landesdatenschutzverordnungen und dergleichen mehr"

Er warnt vor gefährlicher Abhängigkeit bei der Medikamenten-Herstellung: Rund 80 Prozent der verschriebenen Arzneimittel seien Generika, bei Wirkstoffen wie Breitband-Antibiotika liefere China 80 bis 90 Prozent der globalen Produktion. [08:43]

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Die Rentenkommission übergibt heute ihren Bericht an den Kanzler – nach 20 Sitzungen und über 150...

Ist die Industrie im freien Fall? Mit Peter Leibinger.

Ist die Industrie im freien Fall? Mit Peter Leibinger.

24m 7s

Peter Leibinger, Präsident des Bundesverbands der Deutschen Industrie, sieht auch die Industrie in der Pflicht – aber nur, wenn die Politik wirklich handelt. Wenn weitreichende Reformen auf den Weg gebracht werden sollten, dürfe die Industrie nicht warten: „Wir müssen dann beginnen zu investieren, wenn die Reformen da sind, aber noch nicht die Wirkung.“ Aber es müssten dann auch maßgebliche Reformen sein, die auf den Weg gebracht werden. Leibinger lehnt höhere Spitzensteuersätze nicht pauschal ab, warnt aber vor einer Fehlkonstruktion: Personengesellschaften, also der überwiegende Teil des deutschen Mittelstands, zahlen Einkommensteuer statt Körperschaftsteuer – eine Erhöhung träfe sie direkt. [04:38]

Die Rentenkommission...

Werden wir bald von Robotern ersetzt? Mit David Reger.

Werden wir bald von Robotern ersetzt? Mit David Reger.

28m 55s

David Reger, Gründer und CEO von Neura Robotics, hat gerade die größte Finanzierungsrunde der deutschen Wirtschaftsgeschichte abgeschlossen: 1,4 Milliarden Dollar von Amazon, Nvidia, Bosch und Qualcomm. Der Antrieb dahinter ist für ihn weniger Kapital als Überzeugung – „damit vielleicht auch der deutschen Wirtschaft wie auch Europa den Arsch zu retten". Bis 2030 rechnet Reger mit sieben Millionen fehlenden Arbeitskräften allein in Europa; genau das sieht er als Haupttreiber der Robotik. Wo er die Grenzen zieht – und wie ein Schwabe aus Metzingen zum Hochtechnologie-Visionär wird – erklärt er im Gespräch mit Table.Media-Chefredakteur Michael Bröcker.

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Muss die Bundeswehr die Straße von Hormus räumen? Mit Roderich Kiesewetter.

Muss die Bundeswehr die Straße von Hormus räumen? Mit Roderich Kiesewetter.

14m 38s

Das Iran-Abkommen ist ein Erfolg für Teheran und eine Niederlage für die Zivilbevölkerung. Roderich Kiesewetter, CDU-Obmann im Auswärtigen Ausschuss, rechnet schonungslos ab: Das Existenzrecht Israels werde im Abkommen nicht erwähnt, Hamas, Hisbollah und Houthi seien nicht Teil des Deals. „Das Nuklearprogramm – da heißt es nur, dass der Iran keine Atombomben herstellen darf. Aber er darf sie beispielsweise entwickeln."
Europa steht aus Kiesewetters Sicht ohne klare Linie und ohne Einfluss da. [05:51]

Elon Musk geht juristisch gegen das ZDF vor: Der Sender hatte in einer Anmoderation behauptet, Musk habe gemeinsam mit einem britischen Rechtsextremisten dazu aufgerufen, in Belfast Jagd auf...

Wo bleibt Europa im KI-Wettlauf?

Wo bleibt Europa im KI-Wettlauf?

23m 5s

Judith Dada, Tech-Investorin beim Visionaries Club, hat mit KI-Forschern das Essay „Europe 2031" geschrieben – und erlebt, wie die Realität ihre Dystopie einholt. Stunden nach Erscheinen stoppten die USA den Export von Anthropics besten Modellen. Ihre Kernthese: KI wird zum geopolitischen Druckmittel – und Europa ist nicht gut genug aufgestellt. Nur rund 5 Prozent der weltweiten Rechenkapazitäten liegen auf europäischem Boden. Den Ausbau sieht sie als transatlantisches Projekt, aber mit verbindlichen Souveränitätsgarantien. Dennoch: „Ich bin KI-Optimistin, dass wir die positiven Transformationspotenziale dieser Technologie aktuell noch massiv unterschätzen." [10:24]

Am G7-Gipfel in Évian zeigt sich Donald Trump ungewohnt offen für die...

Kommt jetzt der Frieden im Iran?

Kommt jetzt der Frieden im Iran?

23m 4s

Das iranische Regime bekommt mehr, als es gibt – und ist durch das Abkommen nun legitimiert. So sagt es Natalie Amiri, frühere ARD-Korrespondentin in Teheran: „Der größte strategische Gewinn dieses Regimes ist, dass es einen Keil gebracht hat zwischen Israel und den Amerikanern." Benjamin Netanjahu stehe an einem Punkt, wo er sich eigentlich gegen Trump entscheiden müsse, um seine politische Existenz zu sichern. [01:27]

Sara Sievert berichtet vom G7-Gipfel in Évian: Das Iran-Abkommen hat die geplante Agenda – KI, Ukraine-Hilfe, gemeinsame Haltung gegen Russland – sofort verdrängt. Bundeskanzler Friedrich Merz machte vor seiner Abreise klar: Eine Öffnung der Straße von...

Wer baut den Kampfjet der Zukunft? Mit Michael Schöllhorn.

Wer baut den Kampfjet der Zukunft? Mit Michael Schöllhorn.

25m 7s

Nach wochenlangen Verhandlungen haben sich die USA und der Iran auf ein Abkommen geeinigt. Der Vermittler Pakistan, Donald Trump und der Iran bestätigen die Einigung. Am Freitag soll das Abkommen in der Schweiz unterzeichnet werden. Die Straße von Hormus soll geöffnet werden.
Das Abkommen ist allerdings nur ein erster Schritt. Wie es zum Beispiel mit dem iranischen Atomprogramm weitergeht, soll erst in den kommenden Wochen ausgehandelt werden.
[01:03]

Michael Schöllhorn, CEO von Airbus Defence and Space, stellt klar: Das Ende des gemeinsamen Kampfjets bedeutet nicht das Ende von FCAS – das System der Systeme werde weiter verfolgt. Das Scheitern des Kampfflugzeug-Projekts erklärt...

Wie sieht die Zukunft von Bosch aus? Mit Stefan Hartung.

Wie sieht die Zukunft von Bosch aus? Mit Stefan Hartung.

32m 26s

Bosch-Chef Stefan Hartung, Vorsitzender der Geschäftsführung der Robert Bosch GmbH, ist zu Gast bei Stefan Braun, Redaktionsleiter des Berlin.Table. Der weltgrößte Autozulieferer steckt im größten Umbau seiner Geschichte – allein in der Mobilitätssparte sollen 22.000 Stellen wegfallen. Hartung erklärt, wie der Wandel zum diversifizierten Technologiekonzern gelingen soll.

Von der Politik erwartet er konkrete Beschlüsse zu Steuern und Sozialabgaben statt weiterer Ankündigungen. Sein Credo: „Unternehmersein muss leicht sein – und es muss auch leicht sein, Arbeitnehmer zu sein und durch mehr Leistung mehr zu verdienen." Europa hält er für ein Vorbild mit gefährdeter Substanz – zu zerteilt, zu überreguliert, zu langsam....